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tenb Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen noch einige Tage in Schloß Heiligenberg zu verweilen gedenken. Prinzessin Heinrich von Battenberg, die zurzeit an der Riviera weilt, wird im Laufe des Sommers für längere Zeit nach Jugenheim kommen. — Nachdem der Großherzog von der Riviera zurückgekehrt ist, wird nun auch wieder die Vorstellungen im Hoftheater besuchen. Die ^Meistersinger- am Sonntag werden „auf Allerhöchsten Befehl- ge geben; desgleichen die Vorstellung an dem außergewöhnlichen Spieltag, Montag: „Die Puppe".
Darmstadt, 10. April. Um eine Garantie für die Un. abhäugigkeit der Richter zu schaffen, bestimmt bekannt, lich da» deutsche Gerichtsverfassungsgesetz, daß die Richter auf Lebenszeit ernannt werden müssen, und daß sie wider Willen nur kraft richterlicher Entscheidung und nur in einem gesetzlich geordneten Verfahren ihres Amtes enthoben, an eine andere Stelle versetzt oder pensioniert werden können. DaS hessische Richtergesetz läßt eS jedoch zu, daß die Regierung einen Richtir, unter gewisien Voraussetzungen nach Einholung einer zustimmenden Entscheidung des OberlandeSgerichteS innerhalb seiner ersten fünf Dienstjahre an eine nichtrichler- liche Stelle versetzt. Von dieser Bestimmung hat bekanntlich die Regierung gegenüber dem Amtsrichter E. in Ulrichstein Gebrauch gemacht, und seine Versetzung an eine Hilssgerich tSschreiberstelle verfügt. E. focht jedoch seine Versetzung im Wege der Civilklage au, da die fragliche Bestimmung des hessischen Richtergesetzes der reichsgesetzlich garantierten Unabhängigkeit der Richter widerspreche; wenn daS ReichSgesetz die Versetzung eines Richters an „eine andere Stelle- zulaffe, so könne hierunter nur ein anderes Richteramt gemeint sein. DaS Oberlandesgericht hat in seiner jetzt erlaffeneu Entscheidung dieser Auslegung des Reichs gesetzes zugestimmt. ES hat aber die Klage trotzdem ab» gewiesen und das hessische Richtergesetz für gültig erklärt, da die Versetzung eines Richters an eine nicht, richterliche Stelle sich unter den Begriff der „Amtsenthebung" bringen laffe und letztere nach dem Reichsgesetz zulässig sei. — Die endgiltige Entscheidung dieses für den Richterstand sehr bedeutungsvollen Prozesses dürfte voraussichtlich noch durch das Reichsgericht als höchste Instanz erfolgen.
-k- Mainz, 10. April. Obwohl im Oberrhein wie auch im Neckar Stillstand im Steigen des Wassers eingetreten ist, hat der Rhein hier während der verflossenen Nacht einen Teil des U f e r S ü b e r s ch r i t t e n. DaS städtische Pumpwerk ist in voller Thätigkeit, um die Stadt wasserfrei zu halten. Seit heute morgen wächst das Waffer indeß nur noch sehr langsam; die Zunahme im Laufe des ganzen heutigen TagcS beträgt nur etwa 6 Zentimeter. Gegenwärtiger Stand hier 3,62 Meter. Die amtlichen Wasserstandsnachrichten von oberhalblauten: Waldshut: steigt, Kehl: Stillstand, Maxau: Stillstand, Mannheim: Stillstand, Worms: langsam wachsend. — Heute nachmittag ist ein schweres, aus Südwesten kommendes Gewitter, da» von starkem Hagel begleitet war, Uber der hiesigen Gegend niedergegangen. — Bei der gegenwärtig stattfindenden Beratung des städtischen Budgets wurde gestern durch den Berichterstatter des Finanzausschusses die für die Bewohner erfreuliche Mitteilung gemacht, daß trotz eines Mehraufwandes von ca. 140,000 Mk. eine Erhöhung der Gemeindeumlagen nicht nötig, indem die natürliche Zunahme der Steuern den Mehrbedarf vollständig deckten.
** M a i n z, 10. April. Kürzlich traf hier ausTrans- vaal kommend ein Schmie de meister ein, der vor dem Kriege mit den Engländern in der Nähe von Johannesburg ein gut gehendes eigenes Schmiede- geschäft betrieben hat. Bei dem Ausbruch des Krieges hatte sich der Diann den Buren angeschlossen und wurde vor etwa 4 Monaten von den Engländern gefangen und in einem Blockhause eingesperrt, mit anderen Buren ist er eines Tages entkommen und auf einem Schiff nach Europa entflohen. Der Mann stammte aus Nürnberg und kehrte nach seiner Heimat zurück, um sich von den furchtbaren Strapazen zu erholen. Nach Beendigung des Krieges gedenkt er wieder nach Transvaal zurückzukehren, um zu sehen, ob er von seinem Eigentum etwas retten kann.
Mainz, 10. April. Unter sehr starker Beteiligung von einem kauflustigen Publikum fand hier eine W e i n - Versteigerung von Wilhelm Panizzas Erben, Gutsbesitzer in Nierstein, Oppenheim und Dienheim, statt. Die Weine haben allgemein gefallen und es wurden bei kou- lantem Zuschlag entsprechend gute Preise bezahlt. Zum Ausgebot kamen nur 1899er Niersteiner. Es erzielten pro Stück, Findling 910 Mk., Weißenberg 900, Domthal 920, 1000, Schwabsburger Weg 1020, Schmidt 960, 960, Markku rm 1010, 1100, Domthal 1010, Lehgasse 1020, Bocken berg 1220 und pro Halb stück Fritzehöll Mk. 600, 580, Spielberg 560, Schnappenberg 630, Rchbacher Staig 680, Orbel 700, 710, Thal 680, 690, Hinterer Kranzberg 670, Kehr 730, Kranzberg 800, 820, Auflangen 870, 850, Kranzberg Riesling 1180, Rehbach Riesling 950, Pettenthal 1010, Rehbach Auslese 1030, Kranzberg Auslese 1090, Rehbach Auslese 1170, Rehbach pure Riesling Auslese 1200, 1400, 1470, 1510. Ter Durchschnittspreis stellt si chauf Mk. 1410 pro Stück. Gesamterlös 34 610 Mk.
** B i n g e n , 10. April. Gestern fand, wie die „Darmst. Ztg." meldet, auf dem Rochusberge unter großer Beteiligung der katholisck>en Bevölkerung von Bingen und Umgegend die feierliche Einweihung des zum Gedächk- uisse der bei dem großen Booksun glück im vorigen Jahre Ertrunkenen errichteten Denkmals statt. Nach dem Hochamt um 10 Uhr 30 Min. wurde die Weihe des Denkmals vorgenommen. Zuerst hielt der Vertreter des Verbandes deutscher katholischer Studentenverbindungen eine Rede, worin er nochmals das grausige Unglück ins Gedächtnis lief und die Gründe anführte, weshalb man das Denkmal gerade hier auf den Rochusberg gestellt habe. Dann enthüllte er das Denkmal. Darauf nahm Geistl. Rat Engelhardt die kirchliche Weihe vor. Von dem Vertreter des Philisterzirkels Wiesbaden wurde an dem Denkmal ein Kranz niedergelegt. Bon 20 katholischen Studentenvereinen waren Vertreter in Wichs und mit den Fahnen anwesend. — Das Denkmal steht an der Nordseite der Rochuskapelle nack dem Rheine zu.
Kleine Mitteilungen tut! Hessen und den Nachbarstaaten. In Ergänzung unseres gestrigen Artikels aus Heuchelheim
betreff- Erbauung einer Straße über die Lahn (nicht Bahn wie es gestern infolge eines Druckfehlers hieß) können wir noch mitteilen, daß die angeführte nicht chauffierte Straße rereits fahrbar ist, allerdings nur bei gewöhnlichem Wasser- tand, und daß seit Jahren sich an dieser Stelle eine feste Brücke über die Lahn befindet. Es fehlt also nur noch die Chaussierung und Höherlegung des Weges.
Vermischtes.
* Gelsenkirchen, 10. April. In Dorsten zer- prang gestern Nachmittag in der Cellulosefabrik ein Kocherteckel. Zwei Mann wurden getötet, einer verwundet.
* Budapest, 10. April. Wie „Magyar OrSzag" meldet, explodierte bei Kamenicza auf der Donau der Kessel »es mit AuSflüglern besetzten Propellers „Diana". Das Schiff begann zu sinken. Die Ausflügler sprangen in die Donau und schwammen an das nahe Ufer. Hierbei er« tränten fünf Paffagiere; drei Matrosen wurden schwer ver- etzt. Der Steuermann und das Schiffspersonal wurden verhaftet.
* Wie gekrönte Häupter Schätze sammeln. Vom Präsidenten Krüger an bis zum Sultan in Konstantinopel fehlt wohl kein Name der Ersparnisse zurücklegenden Staatsoberhäupter im Hauptbuch der Bank von England. Einer der geschäftskundigsten Monarchen, der Padischah, läßt von Zeit zu Zeit durch einen besonderen kurier sein Depot in der City von England vergrößern. Die Mitglieder )er russischen Zarenfamilie, denen ein hervorragend ökonomisches Talent nachgesagt wird, vertrauen ihre Gelder teils der Bank von Frankreich, teils der von England an, und im britischen Jnselreich erregte es seiner Zeit hohe Befriedigung, als Kaiser Alexander III. seine.zurückgelegten 20 Millionen Mark seiner verehrten Schwägerin, der damaligen Prinzessin von Wales, hinterließ. Als wahre Genies im Punkte der Spekulation gelten König Leopold von Belgien und König Georgios von Griechenland. Ersterer erzielte mit den von seinen Eltern ererbten 20 Millionen Mark binnen vier Wochen einen Gewinn von 80 Millionen Mark, die er tpäter zur Hebung des Kongo-Staates anwandte, und von jenen er bestimmt hofft, daß sie ihm über kurz oder lang noch gute Zinsen tragen werden. Jenem phrygischen Könige Midas vergleichbar, dem alles unter seinen Händen zu Golde wurde, sind die finanziellen Unternehmungen des hellenischen Herrschers durchweg von beispiellosem Erfolge begleitet. Er soll sogar einmal einem amerikanischen Getreidesyndikate ein Paroli geboten haben. — Ten Luxus eines Bankinstituts zu seinem eigenen Gebrauche hat sich der Mikado von Japan gestattet. Alle von ihm zu leistenden Zahlungen werden durch Tratten auf die kaiserliche Bank in Tokio effeftuiert.
Universttäts Nachrichten.
Die Universität Bonn ist durch einen schweren Verlust getroffen worden. Am morgen des zweiten Ostertages starb an den Folgen einer Influenza Wilhelm Bender, der der rheinischen Hochschule ein Vierteljahrhundert, zuerst alS Vertreter der systematischen Theologie, dann der Philosophie, angehört hat. In ihm scheidet aus der akademischen Welt ein Lehrer, der anregend wie wenige wirkte und dem in außergewöhnlichem Maße das Wort der freien Rede zu Gebot stand. Deiner ganzen Art lag es indeffen fern, auf Effekte hinzuarbeiten, die sich nicht aus dem Gegenstand seiner Vorträge ergaben, es widerstrebte auch seiner durchaus aufrichtigen Natur, irgendwie anders zu erscheinen, alS wie er nun einmal war. So hat er in der stillen und immerhin begrenzten Thätigkeit als akademischer Lehrer sich nur auf die engeren Kreise solcher Zuhörer, die sich mit offener Empfänglichkeit seiner Anleitung anvertrauten, Jntereffe weckend und Verständnis fördernd Einfluß geübt, ohne daß ihm dabei auch die Gunst äußerer Verhältnisse zu statten gekommen wäre, die sonst gerade auch für den Erfolg akademischer Lehrer so sehr viel bedeutet. Am 15. Januar 1845 als Sohn eines Pfarrers zu Münzenberg geboren, von 1863—66 alS Student der Theologie in Göttingen besonders durch Albrecht Ritschl, in Gießen durch Dillmann beeinflußt, dann auf dem Predigerseminar zu Friedberg «eiter gebildet, war Bender von 1867 bis 1876 als Religionslehrer und Hilfsprediger in Worms thätig. Seine in diese Zeit fallende Erstlingsschrift über den Wunderbegriff des Neuen Testaments 1871 verrät noch deutlich Benders Herkunft aus orchodox-pietistischen Kreisen. Für seine fernere Entwickelung bedeutsamer sind Studien über Augustin, Kant und Schleiermacher, denen er in demselben Lebensabschnitt oblag. Aus diesen dogmengeschicht- lichen Interessen heraus entstand BenderS Hauptwerk über Schleiermachers Theologie, das, im einzelnen vielfach überholt, doch noch als die beste zu- sammenfaffende Darstellung jenes Stoffes gelten kann. AIS dessen erster Band erschienen war, erhielt sein Verfasser Berufungen nach Gießen, Straßburg und Bonn. Er entschied sich für Bonn und trat dadurch in eine theologische Fakultät ein, deren damalige sehr ungleichartige Zusammensetzung wesentlich mit daran schuld 'ist, daß Bender einige Jahre späterinden großen Konflikt seinesLebms hineingeriet. Denn denpersbnlichen Hintergrund der großes Aufsehen erregenden Rede, die er als Dekan seiner Fakultät an Luthers 400. Geburtstag hielt, bildet die schroff gegensätzliche Stellung, die der in der rheinischen Kirche damals sehr einflußreiche und doch zugleich einem methodistisch gearteten Sfttentum nicht fern stehende pietistische Professor Christlieb gegen die Vertreter einer freier gerichteten Theologie einnahm. Aber streitbar und nicht geartet, sich zu fügen, nahm Bender jene Gelegenheit wahr, rückhaltlos und offen zu sagen, wie er über den Pietismus urteilte. Der Widerspruch, den er sofort von verschiedenen Seiten her erfuhr, und die maßlose Hetze, die weiterhin gegen ihn und sein Verbleiben in seinem Amte getrieben wurde, steigerten nicht nur die Beharrlichkeit, mit der Bender seinen Standpunkt aufrecht erhielt, sondern auch die kritische Stimmung und Stellung, die er mehr und mehr auch gegen solche theologische Ansichten einnahm, denen er zuvor nicht ebenso fern gestanden hatte.
Arbeiterbewegung.
Sch. Darmstadt, 10. April. Die hiesigen Schrrinergehilfen sind in eine Lohnbewegung eingetreten, sie fordern von den Meistern eine Lohnerhöhung von 15 Prozent, sowie als Minimallohn für den jüngsten Gesellen den Taglohn von Mk. 3.50. Im Falle die Meister der Forderung nicht nachgeben, soll am kommenden Montag ein allgemeiner Ausstand ein treten.
fc. Frankfurt a. M., 10. April. Nachdem in einer gestern Abend ab^ehaltenen gemeinsamen Versammlung der Jnnungsmeister und der Schubmachergesellen eine Einigung nicht erzielt worden ist, gilt der Ausstand im Schuhmachergewerbe als unvermeidlich. Bish r bewilligten nur 28 Meister die Forderungen der Gehilfen.
Marseille, 10. April Lie Wiederaufnahme der Arbeit auf den QuaiS ist eine vollständige und hat fich ohne Zwischenfall vollzogen.
Kandwirischast.
Nuttertarife. Der bis Ende Juni d. IS. gültige Notstandstarif für Futur- und Streumtttel ist neuerdings so geändert worden, daß auch die kleineren Landwirte, dir einer landwirtschaftlichen Genossenschaft oder sonstigen Vereinigung nicht angehören, von dem Taris Gebrauch machen können. Sie müssen fich zu diesem Zweck
zum gemeinschaftlichen Bezug einer ganzen oder halben Wagenladung vereinigen und gewisse Bedingungen erfüllen, die in den vciöffent- lickten Tarifen bekannt gemacht stnd.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Bita, verficherungS Aktien Gesellschaft in Mannheim. Der uns vorliegende Rechenschaftsbericht der Vita pro 1900 zeugt von einer durchaus befriedigenden Entwickelung dieses jungen Institutes. Dieselbe ergiebt sich evident aus einer Gegenüberstellung der Resultate im Vorjahre mit denen deS Geschäftsjahr, s 1899:
Prämien-Einnahme 1899 1900
in der Leb.-Vers. Mk. 24 935 Mk. 92 708
in der Volks-B. „ 15 077 „ 161054
in der Erl -Vers. „ 2264 , 25 263
im Ganzen Mk. 42 276 Mk. 279 020
Rein-ZuwachS 1899 1900
m der Leb.-Vers.
156 Pol. mit Mk. -611 070 Vers.-Ea.
374 Pol. mit Mk. 1 555 468 Ders.-Sa.
in der Bolks-B.
1885 Pol. mit , 744 025 Vers.-Sa.
791-3 Pol. mit „ 2 893 657 Vers. Sa.
in der Erl.-Ders.
59 Pol. mit „ 92 710 Vers.-Sa.
220 Pol. mit „ 344 940 Vers .Sa.
im Ganzen 2100 Pol. mit 3587 Pol. mit
Mk 1 447 805 Vers.-Sa. Mk. 4 294 065 Vers.-Sa.
Der Gesamt-Bestand hob fich daher von 21(0 Versicherungen mit einem Kapital von Mk. 1 447 805 am Ende deS Vorjahres auf 10 687 Policen und Mk. 5 741 970 Kapital per 31. Dezember 1900. Die Aktiven betrugen am Schluffe des Jahres 1900 Mk. 2 208 219. Durch General» Versammlungsbeschluß vom 10. April tfi das Aktien-Kapital der Vita ans 3 Millionen Mk. erhöht worden. Ein mit Erläuterungen versehener Rechenschastsbericht steht Interessenten durch Vermüllung der Direktion in Mannheim, sowie der Vertreter der Vita unentgeltlich zur Verfügung.
Neueste Meldungen.
(Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".)
W. Erfurt, 11. April, 11 20. Gestern abend 9 Uhr wurde ein 62jähriger Zimmermann von einem Arbeiter durch einen Messerstich getötet. Der Sohn, der den Mörder seines Vaters verfolgen wollte, wurde durch Messerstiche erheblich verletzt. Der Mörder ist entkommen.
W. Peking, 11. April, 11 Uhr 15 Miu. Hauptmann Bartsch wurde gestern früh in der Umgegend von Pekiug tot aufgefundeu. ES haudelt fich, soweit es die sofort aufgenommeue Untersuchung ergab, um einen Unglücksfall. (Hauptmann Bartfch hat bisher dem hiesige« 116. Infanterie-Regiment «»gehört. D. Red.)
London, 11. April. „Daily Telegraph" meldet vom 10. April aus Kapstadt: Einer halbamtlichen Meldung zu- olge hatte Botya neuerdings eine Zusammenkunft mit Kitchener.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
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Höchste Temperatur am 9.—10. April 13.5* 0.
Niedristae , „ 9.—10. , — 5.8* C.
Wett.r
bed. Himmel. w w
Triii^iwitooher Kursbericht.
8*/i r/o Beloheanleihe . .
3 G/r, dO . .
8i/>,e/o Konsole . . . .
8 o/o do ....
8Vs % Hessen . . . .
5 % Italien. Rente . . .
4 0/o Grieoh. Monop.-Anl.
8 0/0 Portugiesen . . .
8°/o Mexikaner , . . .
4,/e 0/0 Chinesen ....
Frankfurt, den 11. April.
98.40 88 20 98 30 88.10
94.55
96.00 45.01, 25.60 25.50 81.70
Kreditaktien. . . . Dißkonto-Kommandit Darmstadter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staats bahn Gotthardbahn . . LaurahQtte . . . Bochum . . . , Harpener . . « .
Tendenz ruhig.
. 221.90 . 185 20 . 134 70 . 147.90 . 153.40 . 150 40 . 165 80 . 214.50 . 200.00
. 18010
Holz-Versteigerung.
ES werden versteigett:
I. Montag den 15. April d. I., von vormittaaS Viio Uhr an, bei Gastwirt Schultheiß in Lumda aus den Distrikten Timmel« berg, JgelShain, Streilhainskopf, Schmidtbusch, Heegberg, Lichterwald, Steinberg, Vorderster Winkelkopf, Sauplatz, Seilbach, Heegbusch und Bornberg der Forstwartei Atzenhain, sowie auö den Distrikten Winkelrain, Dingerwald, KaSparshaag, Geiselstrauch, Tränk- köpf, Hinterster Huck, BilSberg, BuchwaldSkopf, Heiligenberg, Brand« holz, Birkwald und Hammelsloch der Forstwarler Lumda: Scheiter rin: 148 Buche, 2 Birke, 41 Eiche, 121 Nadelholz, 8 Aspe rc.; Knüppel nn: 97 Buche, 73 Eiche, 175 Nadelholz, 23 ASpe rc.; Aeistg rm: 802 Buche, 877 Eiche, 263 Nadelholz; Stöcke rm: 41 Buche, 195 Eiche, Nadelholz.
n. Dienstag den 16. April d. A, aus den Distrikten Ochsenstall, Hoherod, Sohlwald, Lange Buchen, Alter Haag la u. 3a und Wirberger Waldlacke der Forstwartei ReinhardShain: Scheiter rm: 380 Buche, 5 Birke, 89 Eiche, 40 Nadelholz, 24 Aspe rc; Knüppel rm: 100 Buche, 181 Eiche, 138 Nadelholz, 81 Aspe rc.; Neistg rm: 417 Bucke, 814 Eiche, 73 Nadelholz; Stöcke rm: 114 Buche, 89 Elche, Nadelholz.
Zusammenkunft vormittags 7il0 Uhr auf dem Londorfer Weg im Distttkt Ochsenstall bei Geilshausen, bei Brennholz Nr. 1616. Nur ein Teil deS Holzes im Distttkt Ochsenstall wird bei der Berstttgerung vorgezeigt, alles übrige Holz wird unvorgezeigt verkauft.
III. Domrerstag den 18. April V. I., von vormittags i/sto Uhr an, bei Gastwirt Becker in Beltershain, aus den Distttkten Steinweg, Hain, Steinkaute, BelterShainer Wald, Kaul- Hain, Hain, Börninger Berg und Alter Haag 1b und 2 der Forst« warlei ReinhardShain, sowie aus den Distttkten Koppe, Krummtzrauck, Klösgesrod und Bettenwald der Forstwartei Harbach: Scheiter rm: 103 Buche, 8 Eiche, 281 Nadelholz, 2 ASpe rcAuüppet rm: 212 Buche, 48 Eiche, 244 Nadelholz, 58 Aspe rc; Aelsig rm: 1085 Buche, 720 Eiche, 885 Nadelholz; Stöcke rm: 19 Buche, 128 Eiche, Nadelholz.
Die Nummern deS an den drei Tagen zur Versteigerung kommen^ den Holzes sind blau unterstttchen.
Grünberg, den 8. Apttl 1901. , ä c
Großherzogliche Oberförsterei Grünberg.
Schober. 2748


