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Nr. 291
Erstes Blatt.
151. Jahrgang.
Mittwoch 11. Dezember 1901
Erscheint täglich Wu Ausnahme des
Montag?.
Die Giehener ZamUien. blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt* und den .Blättern für Äche Volkskunde* al wöchentlich beigelegt.
Redaktion, Erpedttlon und Druckerei:
Schnlstratze 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
FrrnsprechanschlußNr.51.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Annahme von Anzeiae« zu der für den folgenden Tag erscheinenden Nru dis vormrttags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt-- lungsstellen des Jn-undk Auslandes nehmen Anzeigen entgegen.
ZeilenpreiS: lokal 13 Ps^ auswärts 20 Pfg.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei! (Pietsch Erben).
Verantwortlich sür den allgemeinen Teil: P. Witt ko; sür den Anzeigenteil: Hans Beck.
Gießen, den 7. Dezember 1901. SBeir.: Die Jahresberichte der Großh. Gewerbeinspektion. Das Großherzsgliche Kreisamt Gießen an Großh. Polizeiamt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Wir erinnern Sie daran, daß nach unserem Amtsblati Nr. 3 vom 7. August 1896 die von Ihnen geführten beiden Verzeichnisse über die auf Grund der §§ 105 c Abs. 4 und 105 f der Gew.-Ord. gestatteten Ausnahmen von dem Verbot der Sonntagsarbeit bis längstens 116, Januar jeden Jahres in Urschrift oder beglaubigter Abschrift bei uns einzureichen sind. Falls keine Ausnahmen gestattet worden sind, ist dies zu berichten.
v. Bechtold.
KeKanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Auf schlags von Fünf vom Hundert pro Monat November 1901 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen:
Hafer Mk. 16,30, Heu Mk. 10,20, Stroh Mk. 7,60.
Gießen, den 7. Dezember 1901.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
KeKanntmachung,
Betr.: Vermittelung von An- und Verkauf von Zuchtvieh.
Die Nachfrage nach jungen sprungfähigen Bullen ist in der letzten Zeit so groß gewesen, daß fast sämtliche bei dem landw. Provinzialverein zum Verkauf angemeldeten Tiere verkauft worden sind.
Wir empfehlen den Besitzern von jungen Bullen ihre verkaufsfähigen Tiere bei der Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Alsfeld anzumelden.
Der Direktor des Bezirkszuchtoereins Gießen.
Dr. H einrichs.
ßine offiziöse Darstellung der Wreschener Worgänge
Ueber die Vorgänge in Wreschen bringt die „Nordd. Allg. Ztg." eine längere Darstellung. Sie hebt die Folgen der Instruktion von 1842 hervor, wonach der Unterricht hauptsächlich in der Sprache erteilt werden sollte, welche die Mehrzahl der Schüler von Hause aus spreche, und daß das Deutsche in den Schulen, wo hiernach der Unterricht polnisch erteilt wurde, der Unterrichtsgegenstand sein sollte. Tie Revisionen der Volksschulen der Provinz Posen im Jahre 1872 hätten ergeben, daß die Schule nicht nur die polnischen Kinder nicht in die Kenntnis der deutschen Sprache eingeführt, sondern die deutschen Kinder geradezu polonisiert habe. Daher wurde durch die Oberpräsidialbestimmungen von 1873 angeordnet, daß in allen Volksschulen der Provinz Posen fortan der Unterricht deutsch zu erteilen sei, bis auf den Religionsunterricht. Entsprechendes war für Ost- und Westpreußen sowie den Regierungsbezirk Oppeln angeordnet. Ueber den Religions
unterricht wurde abweichend von den Vorschriften sür die Provinzen Preußen und Schlesien verfügt: Der Unterricht in Religion und Kirchengesang wird den Kindern polnischer Hunge in der Muttersprache erteilt, wenn sie jedoch in der Kenntnis des Deutschen soweit vorgeschritten sind, daß ein richtiges Verständnis auch bei der in der deutschen Sprache erfolgenden Unterweisung erreicht werden kann, so ist letztere mit Genehmigung der Regierung auch in diesen Gegenständen auf per Mittel- und Oberstufe als Unterrichtssprache einzuführen. Durch die Bestimmungen von 1873 gewinne die Schule einen einheitlichen deutschen Charakter, und die Schüler könnten, wenn sie im späteren Lechen in deutsche Gemeinden kommen, am religiösen Leben Anteil nehmen . Ferner seien die Schulbehörden nicht mehr genötigt, den Gesamtunterricht in die Hand polnischer Lehrer Lu legen, deren politische Zuverlässigkeit häufig nicht gewährleistet sei. Von der Einführung der deutschen Sprache im Religionsunterricht machten die Regierungen von Posen und Bromberg nur einen sehr vorsichtigen Gebrauch. Sie stießen dabei seit 1873 nirgends auf Schwierigkeiten und Widerstand. Dieses habe sich geändert als im Jahr 1900 bei der Einverleibung der Vororte Posens, in denen der Religionsunterricht wegen der deutschen Katholiken deutsch war, in den Volksschulen der Stadt Posen auf der Mittel- und Oberstufe der deutsche Religionsunterricht einaefübrt wurde. Die Maßregel sei unverfänglich gewesen, oa oie Schulkinder die deutsche Sprach^ vollkommen beherrschten. Die polnische Nationalpartei habe aber 'Demonstrationen veranstaltet, welche die unteren Volksklassen zu dem Glauben führen sollten, der deutsche Unterricht sei kein katholischer Unterricht, die Maßnahme der Regierung nehme den Kindern ihren katholischen Glauben. Für die Einführung des deutschen Religionsunterrichtes kommen in erster Linie die Stadtschulen in Frage, über die bereits die Instruktion von 1842 bestimmte: In den oberen Klassen aller städtischen Schulen muß der Unterricht deutsch erteilt werden.
Die katholische Stadtschule in Wreschen zählt 641 Kinder, von denen 110 der Oberstufe angehören. Sie fördert die Kinder bis zum vollen Verständnis oer deutschen Sprache und der Stand des Unterrichts ließ keinen Zweifel, daß die Voraussetzungen für die Einführung des deutschen Religionsunterrichts gegeben waren. Trotzdem beschränkte die Posener Regierung die Maßnahme auf die Oberstufe^ nachdem nochmals durch eine besondere Revision festgestellt worden war, daß drei Klassen der Oberstufe des Deutschen durchaus mächtig waren. Der deutsche Religionsunterricht begann nach den diesjährigen Osterferien und an den Antworten der Kinder, welche willig gegeben wurden, zeigte sich, daß die Kinder dem Unterricht volles Verständnis entgegenbrachten. Nach vierzehn Tagen änderte sich das Bild; zunächst verweigerten einzelne Kinder, die deutschen Religionsbücher mit nach Hause zu nehmen, andere brachten sie zurück. In steigender Zahl lehnten die Kinder ab, im Religionsunterricht auf deutsche Fragen zu antworten oder die gestellten Aufgaben zu lösen. Der Kreis- schulinspektor erhielt im Mai auf seine Anfrage von der Regierung die Weisung, die Kinder, welche ihre Aufgaben nicht lernten, ncichsitzen zu lassen, und soweit sie Trotz und Widerspenstigkeit zeigten, auch körperliche Züchtigung anzuwenden.
Als der Kreisschulinspektor, der den Schulbetrieb selbst fortdauernd überwachte, am 20. Mai in der Schule erschien, fand er, daß von den in der Religion deutsch unterrichteten Kindern 26 zurückbehalten waren, weil sie sich
geweigert hatten, das vom Lehrer vorgeschriebene Wort Maria nachzusprechen, und einen Satz in dem deutschen biblischen Geschichtsbuch zu lesen. Der Kreisschulinspektvv ermahnte die Kinder freundlich, und entließ nach einiger Zeit diejenigen, die sich nicht besonders widerspenstig zeigten. Es blieben 14 zurück, die nach dem Maße des bekundeten Trotzes eine ganz mäßige körperliche ©träfe erhielten. Mit einem dünnen Rohrstock erhielten drei Mädchen je vier Schläge auf jede Hand, und ein Knabe zwei Schläge auf das Gesäß An diesen Vorgang schloß sich der Tumult an, der zu dem Urteil des Gnesener Landgerichts geführt hat. Die Norddeutsche hebt hervor, daß unter den wegen widerspenstigen Verhaltens im Religionsunterricht vor oder am 20. Mai körperlich gestraften Kindern fein Kind einer der in Gnesen verurteilten Personen sich befindet. Was die Regierung dem Kreisschulinspektor am 4. Mai mündlich als Weisung gegeben hat, ist am 15. Juni in einer schriftlichen Verfügung folgendermaßen ausgedrückt worden: Die Kinder sollen nicht deshalb, weil sie im deutschen Religionsunterricht nicht antworten, körperlich gezüchtigt werden: diese (Strafe tritt nur ein, wenn mit dem passiven Ungehorsam eine offene Auflehnung gegen die Schulordnung sich verbindet. Die Regierung sieht andere Mittel der Schuldiszrplin vor, um allmählich in dem ruhigen Festhalten an dem für richtig erkannten Wege wieder geordnete Schulverhältnisse in Wreschen herbeizuführen. Daß dsies bisher noch nicht gelungen ist, darf bei der Art, wie der Wreschener Fall ausgebeutet ist, nicht befremden.
Die „Nordd. Allg. Ztg." schließt, es läge nahe, zu erörtern, wen die moralische Verantwortung dafür trifft, daß die Kinder und die Bevölkerung gegen die Schule und die Lehrer so maßlos verhetzt find. Aber dies würde der gerichtlichen Entscheidung vorgreifen, die nach den mündlich verkündeten Gründen hierüber wohl vollen Aufschluß geben wird. Auf Grund der Bestimmungen von 1875 und 1873 wird in Oberschlesien, Ost- und Westpreußen der Religionsunterricht an die Kinder polnischer Muttersprache nur auf der Unterstufe polnisch, dagegen auf der Mittel- und Oberstufe ganz allgemein deutsch erteilt, zum Gewinn für den deutschen Charakter der Schulen und ohne daß die religiöse Erziehung der Jugend Schaden gelitten habe. Die mitgeteilten Bestimmungen für die Provinz Posen bilden eine Ausnahme. Werin somit in einem Falle, wie in Wreschen, für die letzten Schuljahre deutscher Religionsunterricht vorgeschrieben sei, so liege darin keine Rechtfertigung für die tumultuarischen Ausfchireitungen, wie sie in Wreschen vorgekommen sind.
Daß diese Darlegung gerade am Vorabend der Poleninterpellation im Reichstage erschienen ist, ist bemerkenswert. Es war fast allgemein, auch von konservativen Blättern, mißbilligt worden, daß polnische Kinder wegen ihres Widerstandes gegen den deutschen Religionsunterricht körperlich gezüchtigt worden find. Offiziös wird betont, die „nach dem Maße des bekundeten Trotzes" verhängten körperlichen Strafen hätten sich „in ganz mäßigen Grenzen bewegt". Aber wir finden in dem Strafbericht zugegeben, daß auch Mädchen bis zu vier Schläge aus die Hand erhielten. „Mit einem dünnen Rohrstock." Als ob durch die Dünne des Schlagwerkzeugs die Schläge gemildert würden! Mindestens hätte die Züchtigung der Mädchen unterbleiben sollen.
Weihnachtslitteratur.
Ein prächtiges, auserlesenes Festgeschenk für Kunst- und Humorliebende, liegt uns in den „Fe der spie len" von 5)ans Thoma L Henry Thode, Verlag von Heinrich Keller, Frankfurt a. M., Preis 9 Mk., vor. Es ist ein hoher Genuß, Altmeister Thoma hier in feiner glänzenden Vielseitigkeit und Gestaltungsgabe zu bewundern. In kösllichster Einfachheit versteht er es schon mit ein paar Strichen eine ganze Geschichte zu erzählen. Sei es nun, daß er dabei scherzt und lacht, oder daß er tief in die Seele des Menschen eingreift, alles ist markig und kraftvoll, was er schafft. Aus feinen Werken, selbst aus der kleinsten Zeichnung, weht uns ein Hauch frischen Lebens und Gesundheit entgegen. Manchmal von übersprudelndem Humor, zaubert er uns gleich darauf ein zartes, poesie- volles Stimmungsbild vor die Seele. Diese so außerordentlich wertvollen Zeichnungen Thomas werden durch teils hunroristische, tells Lebenswahrheiten in sich schließende recht hübscye Verse von Henry Thode passend ergänzt. Das prächtige Werk möge auf recht vielen Weihnachtstischen Heuer zu finden fein!
In Schafsteins Verlag für neudeutsche Kinder- kunst zu Köln a. Rh- sind soeben vier der verschieden- artiasten, reizvollsten, künstlerisch sehr fein ausgestatteten Bücher für Kinder erschienen, die es wohl verdienen, daß wir unsere Leser ganz besonders auf sie aufmerksam wachen. Schon lange war es ein dringendes Bedürfnis", die Kinderlitteratur aus der unendlichen Flachheit und Oberflächlichkeit zu reißen, in der sie bisher sich bewegt hatte, und sie auf die Höhe unserer modernen Kunst zu erheben, damit das leicht empfängliche kindliche Gemüt unter dem hebenden und fördernden Einsluffe künstlerischer Eindrücke sich entwickele. Die ersten Eindrücke sind die wich- ttgsten, find oft bleibend fürs Leben, sie wirken mitbe- stimmend auf den Charakter. Nun endlich haben sich echte Künstler mit vielem Eifer der Kinderlitteratur gewidmet; sie haben sich da um eine höchst wichtige, tiefgreifende Sache verdient gemacht, um die Erweckung künstlerischen
Feingefühls im Kinderherzen und durch vereinte Kräfte vorzügliches geleistet. Hoffentlich schlägt dieser erlösende, belebende Versuch alle Hiirdernisse, die ihm Beschränktheit und Unverstand etwa in den Weg legen möchten, siegreich aus dem Feld. — Ein ganz prächtiges Werk liegt uns im „Knecht Ruprecht", lllustriertes Jahrbuch für Knaben und Mädchen, herausgegeben von Ernst Brause- wetter, Band 3, (Preis 3. Mk.)" vor. Poeten, wie Peter Rosegger, Trojan, Dehmel, v. Llliencron, Zeichner wie Hans Looschen, E. Kreidols, L- v. Zumbusch, haben es nicht verschmäht, ihre Kraft in den Dienst der Jugend zu stellen und so ist ein Buch entstanden, das sich weit über das Niveau des Gewöhnlichen erhebt. Die äußere und innere Ausstattung des Buches verdient höchste Anerkennung. Alles in allem ist es eine bedeutende Leistung und ein großer Schritt vorwärts auf .dem Gebiet der vornehmen Kinderlitteratur. — Ein in feiner Art ebenso wertvolles, doch für ein noch jugendlicheres Alter besttmmtes Buch sind oie mit großer Zierlichkeit und echt tünftlerifd)i ausgestatteten Blumen-Märchen mit Text und Biloern von E. Kreidols. (Preis 5 Mk.) Etwas Lieblicheres und zu Herz und Gemüt unserer Kleinen eindringlicher Redendes kann man sich kaum denken. Im allgemeinen wird ja der Sinn der Kinder leider viel zu wenig auf die Natur gelenkt, und wir müssen es daher dem Künstler Dank wissen, daß er auf so feine, zarte, künstlerische Weife in unseren Jüngsten die Freude an der Blumen- und Pflanzenwelt erwecken hilft. — „Die schlafenden Bäume" betttelt sich ein Märchen in Bildern und Versen von E. K r e i d o l f- (Preis 1 Mk.) Auch in diesem kleinen Buch macht sich das Streben nach Vollkommenerem bemerkbar. Es ist phan- tasttsch und eigenartig in feiner Ausstattung und wird nicht verfehlen, die Einbildungskraft der kleinen Betrachter zu beleben. — Zum Schluß fei noch „F i tz e b u tz e", allerhand Schnickschnack für Kinder von Paula und Richard Dehmel, mit bunten Bildern von E. Kreidols, erwähnt. Nicht so fein wie die drei erstgenannten, wird es sich aber trotzdem durch seine kräftige bunte, etwas derbe Art unter dem kleinen Volk viel Freunde erwerben. „Fitze
butze" ist so etwas wie ein neuer, modernisierter Struwwelpeter, ein Buch zum Lachen und zum Weinen, von grobkörnigem, echt deutschem Michel-Humor. Uebrigens ist dieses ungemein drollige Buch.soeben auch zu einem Bühnenspiel mit Musik bearbeitet und in Köln zur Erstaufführung gekommen.
Aus dem Verlage von Velhagen & Klasing in Bielefeld liegt als 7. Jahrgang der schöne Quartband: „Kind er lüft", ein Jahrbuch sür Knaben und Mädchen von 8 bis 12 Jahren, herausgegeben von Frida Schanz vor, der eine Fülle sorgfältig ausgewählten Lesestoffs für die Jugend, Erzählungen, ernste und heitere Gedichte, Rätsel, Scherzfragen, Anleitungen zu Kinderspielen sowie zu allerlei Handarbeiten und Kunstfertigkeiten bietet Der Band ist reich illustriert mit 12 Buntdrucktafeln, zahlreichen Holzfchnittbildern und fonsttgen erläuternden Figuren. Als stattlicher Band von nahezu 500 Seiten erschien: „Im Wunderland Italien", Reifen und Studien deutscher Jünglinge, von A. Harder, eine lebhaft anregende Erzählung, aus der die Leser und Leserinnen eine reiche Fülle von Wissenswertem über Italiens Kunftschätze schöpfen können. Im einleitenden Abschnitt wird kurz erzählt, wie ein reicher Schloßherr feinen Drei jugendlichen Neffen ein bedeutendes Vermögen testamentarisch hinterlassen hat unter der Voraussetzung, daß sie unter kundiger Führung eine Studienreise durch Italien antreten. Hierdurch ist Plan und Rahmen für eine ausgedehnte Schilderung italienischen Kunstlebens vorgezeichnet, und die Fortsetzung des Bandes führt diesen Plan in Erzählungsform sehr geschickt durch; die Schilderung beginnt mit Mailand, umfaßt alle mit Naturschönheiten und Künftschätzen reich ausgestatteten oder geschichtlich merkwürdigen Städte der italienischen Halbinsel und Siziliens, und schließt mit einer prächtigen Schilderung der Lagunenstadt. Jeder der 17 Abschnitte ist reich mit Abbildungen von Gemälden, Skulpturen, Baudenkmälern, sowie mit malerischen Landschafts- und Städtebildern erläutert; im ganzen enthält der Band außer einer Titelaquarelltasel 8 Einschaltbilder und 214 Abbildungen im Text.


