hie Suspension für einen bestimmten oder für Hne gewisse Dauer eintreten lassen. Nach Lrngerer Debatte weroen sämtliche Anträge abgelehud 'Ser Anwaltstag ist also gegendieEinfikhrungderSuv- pension als neue ehrengerichtliche Strafe.
Den letzten Verhandlungsgegenstand, bildete ern ferat von Staub-Berlin über Theorre und Praxr^ eit 1. Januar 1900. In einstündigem Bortraye besprach der Redner die durch das Inkrafttreten de^ Bürgerlichen Gesetzbuches, des .Handelsgesetzbuches und der Nebengesetze hervorgerufenen Litteratur-Erschemungen uitb die bisher ergangenen grundlegenden Entscheidungen, die sich auf das neue Recht beziehen. Er gelangte unter stürmischem Beifall zu dem Schluß, daß der An walt stand auf seine Thätigkeit bei Einführung des neuen Rechte» M?fem kann. — Geh. Oberjustizrat Vierhaus in inner Eigenschaft als Professor der Berliner Fakultät wies auf die U m gestaltung des Studiums und die Notwendigkeit der Verbindung von Theorie und Praxis hin und hob hervor, daß diese bei den Anwälten vorhandene Verbindung reiche Früchte für die Kommentierung des neuen Rechtes geschaffen habe.
Der letzte Gegenstand der Tagesordnung, die Bestrafung falscher uneidlicher Aussagen und Nichtbeeidigung un- glcmbwürdiger Zeugenaussagen wurde mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeft von der Tagesordnung abgesetzt und darauf der 15. Anwaltstag geschlossen.
An den Anwaltstag schlossen sich noch verschiedene festliche Veranstaltungen und Ausflüge, so eine Fahrt auf die Reede und nach Zoppot, eine Fahrt nach Marienburg zur Besichtigung der .Hochmeisterburg.
Politische Tagesschau.
Auf dem diesjährigen Kongreße der britischen Trabe Anions kam es bei den vorgestrigen Verhandlungen zu zwei großen Ueberraschungen. Die erste bestand, wie die „Frks. Zig." meldet, in der Verwerfung der sonst fast auf allen Kongressen angenommenen Resolution für Verstaatlichung aller Mittel der Produktion, der Verteilung und des Austausches. O'Grady, Präsident des Bristoler Kongreßes, hatte die Resolutton eingebracht und gleichzeitige Schaffung von Alterspensionen, Besoldung der Parlaments- Abgeordneten und Aehnliches gefordert. Der Kongreß verwarf seine Resolution mit 685 000 gegen 264 000 der vertretenen Stimmen. Die zweite Ucberraschung war die Ablehnung der Diskussion über die den Krieg in Südaftika verurteilende Resolutton des Delegierten .Ward. Rach einigem Tumulte erfolgte die Abstimmung, wonach die Diskussion der Resolution mit 724 000 gegen 333 000 der vertretenen Stimmen abgelehnt war.
Als der Reichstag das Privatversichrruugsgeseh annahm, erteilte er auch einer Resolution seine Zustimmung, die dahin ging, den Reichskanzler'zu ersuchen, dem Reichstag thunlichst bald zur Beratung und Beschlußfassung einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die privatrechtliche Seite des Versicherungswesens geregelt werde. An der Ausgestaltung eines derartigen Gesetzentwurfs wird in der zuständigen Rcichs- instanz noch gearbeitet. Sobald der erste Entwurf fertiggestellt ist, soll er Sachverständigen zur Begutachtung unterbreitet werden.
Die Meldung, daß^der Reichstag in der nächsten parlamentarischen Campagne mit größeren Steuer!- und Finanzvorlagen befaßt werden soll, entbehrt, wie die „Berl. Pol. Nachr" bestimmt versichern, jeglicher that- sächlicher Begründung. Nichts könnte der ReickMegier- ung oder den verbiindeten Regierungen zuv Zeit ferner liegen, als eine solche Absicht. Denn wenn es richtig sei, daß die Finanzvorlage des Reiches im Jahre 1902 keine günstige sein werde, so gestatte doch diese Thatsache noch entfernt keinen Schluß darauf, daß das unmittelbare Bedürfnis einer dauernden Vermehrung der eigenen Ein- nahmen des Reiches vorliege. Die Verschlechterung der Finanzlage des Reiches rühre bekanntlich zum Teil daher, daß, während dem laufenden Rechnungsjahre der Uebett- schuß von 1899 mit mehr als 32 Mill. Mark zu gute kam, das Jahr 1900 umgekehrt mit einem Fehlbeträge von etwa 2 Mill. Mark abschlvß. Zudem sei der ungünstige Abschluß vvn 1900 nicht sowohl durch ein Zurückbleiben der Ein- nahinen gegenüber dem Etatsansatze, sondern in der Hauptsache durch Uebernahme von Mehrausgaben auf den ordentlichen Etat verursacht, wie die Entschädigung der Pri- vatposten und .die Kosten neuer Telegraphen- und Telephonanlagen, oder die Mehrkosten für Schiffsbauten. Sodann aber zeigten die Erträge der Zölle und Stempelsteuern zur Zeft eine Stockung, welche nach den Grundsätzen der Etatsaufftellung den Einnahmeetat für 1902 ungünstig beeinflussen müsse. Aber auch hier handele es sich wenigstens zur Zeit noch nicht um eine Erscheinung dauernder 9Zatur. W fehle also vor allem das Moment der unbedingten Dringlichkeit, welches Mein es rechtfertigen würde, eine Reichstagssession, in welcher der Zolltarif zur Verabschiedung zu bringen ist, auch noch mit schwerwiegenden Steuervorlagen zu bepacken. Gründe sachlicher und taktischer Natur fielen daher gleichmäßig so schwer gegen einen solchen Plan ins Gewicht, daß, innerhalb der Regierung niemals auch nur entfernt daran gedacht worden sei. , _
Aus Stadt und Sand.
Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert.
Gießen, 10. September 1901.
** Pensionierung. Der Großherzog hat den Oberlehrer an der Realschule zu Michelstadt, Professor Dr. Christoph Wittich, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober an in den Ruhestand versetzt.
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung Donnerstag den 12.' September 1901, nachmittags 4 Uhr: 1. Auslosung von Schuldverschreibungen der städtischen Anlehen von 1893, 1894 und 1895. 2. Mitteilungen. 3. Baugesuch der Firma Trageser u. Meher für den Cichgartcnweg; hier: Dispens. 4. Baugesuch des Gg. Bichler für die Hardt; hier: Dispens. 6. Baugesuch des Otto Luft für den Neuenweg; hier: Dispens. 6. Baugesuch der Firma Birkenstock & Schneider für die Wilhelm straße ; hier Dispens. 7. Baugesuch des August Scheppelmann für den großen Steinweg; hier: Dispens. 8. Baugesuch des I. 5). Jhring für die Bahnhofstraße; hier Dispens. 9. Baugesuch des Metzgers Gustav Kreuder für die Neustadt; hier Dispens. 10. Abtretung von Gelände
an'WUH. Schäfer HE. lEMlh. Grayer Hehler: Bcrugesuclf derselben. 11.' Geländeerwerb von Wilh. Engelhardt und Ernst Blodner zur Plockstraße. 12. Geländeerwerb zur verlängerten Alicestraße von den angrenzenden Hausbesitzern und Verkauf von Gelände daselbst an Dr. Mettenheimer. 13. Den großen Steimveg; hier: Abtretung von Gelände tm August MvntanuS und Franz Hewel. 14. Abtretung von Gelände des Joh. Gg. Pfaff zur Nordanlage. 15. Antrag auf Enteignung eines Grundstücks des Louis Hahn in der Nähe der Eisenbahn-Werkstätte. 16. Verpachtung des früher Mal- komesiusffchen Grundstücks an der Kreisstraße nach Wißmar. 17. Ausbau der verlängerten Bismarckstraße; hier: Förder- ung des I. G. Pfaff für Auffüllung. 18. Gesuch des Bor- stcnrdes der israelitischen Religionsgemeinde um Erlaubnis zur Pflasterung des Trottoirs vor dem Gemeindehause in der Lonystraße. 19. Ankauf der Hofraithe der Franz Nolte Witwe; hier: Instandsetzung derselben. 20. Vergebung der Brennmaterialien für die städtischen Anstalten. 21. Den Wirtschaftsplan für die städtischen Waldungen für 1902/03. 22. Errichtung weiterer dtotklassen für die Volksschulen und vorübergehende Unterbringung der Vorschule des Gymnasiums. 23. Die Lastwage am Neustädterthor; hier: a) Annahme eines Wiegcrs; b> bauliche Herstellungen am Wieghaus; c) Aenderung der Dienststunden. 24. Gesuch des Joh. Appel um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Haufe Schloßgasse 9. 25. Desgl. der Ludwig Spuck Ehefrau zu Klein-Linden im Häufte 9iordanlage 38. 26. Desgl. des' Hermann Hammel im Hause Marburgerstraße 34. 27. Desgl. des Hans Rottengeier im Hause Neuenweg 5. 28. Desgl. des Wilh. Petry im .Hause Bahnhofstraße 31. 29. Gesuch des Joh. Marker um Erlaubnis zum Betrieb einer Kanttne bei dem Bauplatz der Universitäts-Bibliothek in der Stephanstraße. 30. Gesuch des H. Elges um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb in einem weiteren Zimmer seines Hauses Settersweg 68.
Bad-Nauheim, 8. Sept. (Unterhaltungen.) Täglich Frühkonzert der Kurkapelle von 7 einhalV bis 8 einhalb vormittags. Mittwoch, 11. Sept- nachmittags von 4—6 einhalb und abends von 8—9 einhalb auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends Straußfonzert. Donnerstag, 12. Sept., nachmittags von 4—6 einhalb Uhr und abends von 8—9 einhalb Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale erster Kammer- musikabend der Frankfurter Quartett-Vereinigung. Frei-- tag, 13. Sept, nachmittags von 4—6 einhalb und abends von 8—9 einhall' auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends von 8—10 im Saale Tanz. Samstag, 14., Sept, nachmittags von 4—6 einhalb und abends von 8—9 einhalb auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Sonntag, 15. Sep-> tenrber Konzert der Cornet- a-Pifton-Virtuosin Fräulein Sophie Branden unter Mitwirkung der Kurkapelle. Bei gutem Wetter abends Feuerwerk vor der Terrasse. — Nach^ dem am Freitag im Kurtheater die letzte Vorstellung für die diesjährige Saison stattgefunden hat, beginnen mit nächster Woche im Konzertsaal des Kurhauses die Käm- mermusikabende der hier im besten Rufe stehenden Frankfurter-Qftrtett-Vereinigu ng. Die talentvollen Künstler werden auch dieses Jahr bestrebt fein, ihre vorzügliche Leistungen in der höchsten Vollkommenheit zu entfalten. Als erster Abend ist Donnerstag, der 12. September, vorgesehen. — Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein ist am Samstag nach Beendigung eines mehr- wöchentlichen Kurgebrauchs wieder von hier abgereist.
△ Vom Hoherodskopf, 9. Sept. Ein Gießener Alpen- freund hat an den Klubwift Stein eine Anzahl von ab- gestimmten Schweizer Kuhglocken gesandt. Die Glocken sollen dem Vieh, das täglich an dem Hoherodskopf weidet, umgehängt werden. So hat unser Hoherodskopf nunmehr etwas an die Alm Erinnerndes. Es fehlt nur noch die Sennhütte und die .fesche Sennerin, um das Bild der Alm vollständig zu machen. — Der Fremdenbesuch ist immer noch sehr stark, besonders an Sonntagen.
Lehnheim (Kreis Alsfeld), 9. Sept. Bürgermeister Seng hier, der bereits 27 Jahre mit Treue und Gcwisienhastigkei: unserer Gemeinde vorsteht, wurde zum vierten Male mi: Stimmeneinhelligkeit wiedergewählt. Dies ist gewiß ein schönes Zeichen von dem in unserer Gemeinde herrschenden Geiste des Friedens und der Eintracht, und das Resultat ist ebenso ehrend für den Gewählten, wie für seine Wähler. — In dem benachbarten Alzen Hain entfielen ebenfalls sämt-- liche abgegebenen Stimmen auf den seitherigen Bürgermeister Lenz.
Darmstadt, 7.Sept. Prinzessin Beatrice von Sachsen- Koburg und Gotha ist dieser Tage von Koburg auf Jagdschloß Wolfsgatten eingetroffen. — Zum Besuch bei dem Großherzogspaar trafen heute Pttnzessin Ludwig von Cattenberg nebst Kindern sowie Prinz Arthur von Bonnaught ein.
Offenbach, 8. Sept. Eine große militättsche Einquartierung findet hier in den nächsten Tagen statt. Für den 10. und 11. September ist das ganze hessische Infanterie- Regiment Nr. 81 aus Frankfurt in Stärke von 40 Offizieren und 1106 Mann angemeldet.
Worms, 9. Sept. Auch fettens der hiesigen Bürgermeisterei ist eine Eingabe an das Großh. Ministerium der Finanzen in Darmstadt gettchtet worden, die die Beibehaltung der Sonntagskarten auf den Strecken, auf denen sie gelten, bezweckt.
Kastel, 7. Sept. Wie jetzt definitiv bestimmt ist, verläßt das 11. Pionierbataillon am 1. Oktober seine hiesige Garnison, welche es 35 Jahre lang inne hatte, und wird am Morgen dieses Tages in seine neue Garnison in Hann.-Minden befördert. Die Räume, welche die Verheirateten dieses Bataillons in den Kasernen und militärischen Wohnhäusern inne haben, müssen schon am 28. September geräumt und die Möbel verladen sein. — Mit dem Abstecken der Lagerplätze für den Bau der neuen Eifenbahnbrücke über den Rhein ist man gegenwärtig auf der hiesigen Seite in der Nähe der Amöneburg von dem Rheinufer an bis über den Biebricher Weg hinaus beschäftigt, desgleichen auch auf der Petersaue, und nehmen diese Plätze eine große Ausdehnung ein.
Bingerbrück, 6. Sept. An einem Bahnübergang der Hunsrückbahn in der Nähe von Heddesheim wurde gestern ein Fuhrwerk von einer Lokomotive erfaßt und fort- geschleudert. Ein löjähttger Junge, der Lenker des Wagens, erlitt schwere Verletzungen an einem Bein. Die Zugochsen wurden ebenfalls schwer verletzt, sodaß einer getötet werden mußte. Der Wagen wurde zettrümmett.
DennlWes.
• Männliche und weibliche Lehrkräfte. Uebet die Gesunhettsverhältmsse der Lehrer und Lehrerinnen gewähren nachstehende Angaben beachtenswerte Aufschlüsse. In Berlin nahmen im abgelaufenen Schuljahr 604 Lehrer bei einer Gesamtzahl von 2688 Lehrern 21,205 Tage Urlaub wegen Ettrankung. Von 1418 Lehrerinnen hatten 592 zu° ammen 26,698 Tage Urlaub. Die Zahl der Urlmrbstage ist also bei den Lehrerinnen verhältnismäßig fast zweiernhalb- mal so hoch als bei den Lchrern. In demselben Verhältnis steigern sich naturgemäß auch die Vettretungskosten. Den 102 an Halskrankhetten leidenden Bettiner Lchrern sichen 113 Lehrerinnen gegenüber. An Nervosttät erkrankten 92 Lehrer und 111 Lehrerinnen. Diese Zahlen erbringen den Beweis daftir, daß der weibliche Organismus den Anstreng? ungen eines öffentlichen Lehramtes geringeren Widerstand zu leisten vermag, als der männliche.
* Etwas zur „lex Hetntze". Was man von der „lex Heintze" zu erwarten gehabt hätte, wird wieder illu- striett durch einen Fall, der uns aus Hannover gemeldet wird. Aus dem Schaufenster einer dortigen Kunsthandlung wurde Franz Htassen's Bildercn)klus. welcher unter dem Titel „Götter" in dem Sammelwerke „Teuerdank" bei Fischer und Franke, Berlin, erschienen ist, durch die Polizei confisziett. Dieser Cyklus enthält eine Folge von Göttergestalten des Altertums in durchaus monumentaler Auffassung und von einer Keuschheit, wie sie den antifen Kunstgebilden eigen ist, und die auch ein besondcrcZ Kennzeichen gerade der Kunst Staffen's bildet. Die Originalzeichnungen !zu dem Cyklus waren übttgens im Frühjahr im Verein Berliner Künstler ausgestellt und sind dott wochenlang das Entzücken aller kunstliebenden Kreise Bettins gewesen.
Theater, Kunst und Wissenschaft.
Darmstadt, 7. Sept. Eine hohe wissenschaftliche Au?» Zeichnung wurde beni Privatdozenten für Chemie an hiesiger Hochschule Herrn Dr. B. Neumann zu teil. Von dem Verein zur Beförderung des Gemerbefleißes (Berlin) wurde dem Genannten ein Preis von 3000 Mk. für feine Arbeit über die „Geschichte der Metalle" zuerkannt. Dem jungen Gelehrten kann man zu solchem schönen Erfolge nur Glück wünschen.
Berlin/ 8. Sept. Björnsons „Laboremus* farrd tm Berliner Theater nach dem brUieit Akte wärmeren Beifall. Die Theatralik rettete die nicht glückliche Verbindung von Mystik und Moral.
München, 8. Sept. Björnsons Drama. ,Faborernus" fand bei der heutigeir Erstaufführung im hiesigen Residenzcheater freundlichen Erfolgs
Nürnberg, 8. Sept. Zu Ehrett desLhundertjähttgen Geburtstages des Gttinderß des Germanischen Museums, Hans Freiherr von und zu Aufseß, fand eine Feier statt. Museumsdirektor Petzold hielt eine Festtede unb legte an der Büste des Gefeieften einen Lorbeerkranz nieder. Nach Schllrsi der Feier erfolgte ein Nundgang durch die Sammlungeit des Museums.
Dresden, 7. September. Zum Dirigenten der von Stöbert Schumann im Jahre 1848 hier gegründeten Singakademie wurde der Komponist und Hochschullehrer am dorttaen königlichen 5kon- seroatoriuin, Albert Ftrchs (früher in Wiesbaden), einstimmig gewählt. Der bisherige Letter der Singakademie war F. Baumfelder, der nach 27jähttger Thätigkeit zurücklrat.
8. Darmstadt, 8. Sept. Im Hostbeater wurde heute die Wintersaison mit Webers „Euryanthe" vor gut besetztem Haufe eröffnet.
Universitäts-Nachrichten.
— Der außerordentliche Professor an der Universttät Heidelberg, Johannes Hoops, ist lum ordentl. Profeffor für Angttsttk ernannt tvorden. — Die „Südd. Reichskorr." meldet, daß für die Geschichtsprofessur in Straßburg in Zukunst zwei Lehrstühle errichtet und mit dem protestanttschen preußischen Staatsarchivar Hei necke und dem katholischen Dr. Spahn, dem Sohne des Abg. Spahn, besetzt werden, doch soll damit nicht die dauernde Reservierung beider Lehrstühle für beide Konfessionen eingefühtt werden.
— Studenteuversammlung. Atn Samstag, 14. <5eptbr., abends 8 Uhr, wird int Damensaal des Hotel „Nonnenhofi^, Kftch- gasse 41, zu Wiesbaden eine Studentenversammlung abgehalten werden mit der Tagesordnung: „Wie ist eine gerechte Vertretung der Freien Studenten (Mchtverbindungs-Studenten) an den Hochschulen des deutschen Reiches möglich?" zu welcher alle freien Stttdenten von Wiesbaden, Frankfurt. Mainz, Homburg und Umgebung, welche einer Korporation webet aktw noch als Vettehrsgast angehötten, jorofe alle Freunde der Finken- schajtsbewegung etngeladen sind.
Litterarische Nenerscheittuugen.
„Berliner Illustrierte Zeitung", 10. Jahrg. Nr. 86, Berlin SW. 12, Cyarlottenstr. 9.
„DeutschesProtestantenblatt",34.Jahrg.Nr.36, Bremen, Verlag von Carl Schüitemann.
„Kunstwort", Rundschau über Dichtung, Theater, Musik und bttdende Künste, 14. Jahrg., Heft 23 (Raabehest), München, Verlag von G. D. W. Callwey. A Heft 60 Pfg.
„Das Tierleben der Erde" von Wilh. Haake und Wilh. Kuhnert, 3 Bände in 40 Lieferungen A 1 Mk. Lieferg. 34, 35 u. 36. Berlin, Martin Oldenbourg.
„Neues Salon-Album", Bd. 14. Preis IMk. Koln a.Sch., Verlag oon P. I. Tanger.
„Die Zukunft", 9. Jahrg. Nr. 49. A Nummer 50 Pfg. Berlin, Verlag der „Zukunst". , ,
„St. Hubertus", Illustrierte Zeitschrift sttr Jagd, 19. Jahrg., Heft 36. Kothen, Paul Schtttletts Erben.
„Dies Blatt gehört der Hausfrau^, 15. Jahrg. Hest 49, A Heft 10 Pfg. Berlin SW., Verlag von Ftteür. Lchirmer.
Für die Redaktion verantwortlich i. V.: R. Dittmann.^
Die iweckviößiulie geistig unserer WohoriinM
aboabe nach dem Anhetzen, entfache Bedtenung, gleichmäptae Er- wcwmung mit Lustzirtularion uttd Ventttatwn tm Ztmmer Dcn«r- brand oder zeitweisen Brand und genaue Regrtlt^battett, sodap Wärtne nur erzeugt wird, Brennmatertal-Verbrauch, stmtt Kosten nur entstehen, wenn das Bedüffnis vorhanden ist, bei Verwendung jealicher guten Hausbrandkohlen.
Eine Ofenärt, die den höchsten Anforderungen in besonders hervorragender Weise gerecht wird, sind Winters Dauerbrandöfen Germanen, von denen seit 7 Jahren über 170000 Stück verkauft wurden, ein Eftola, den kein anderes Ofen-System in Deutschland erreicht hat. Die Oesen lassen sich mit jedem Brennmaterial hetten, eignet; sich für alle Zwecke und sind im Preise mäßig. Dieselben können durch jede beffere Ofenhandlung eventuell durch Vermittelung des Fabttkanten Oscar Winter, Hannover, bezogen werden. Die Germanen-Oesen sind jedoch nur echt, wenn sich in der Glimmer- thür der Name „Germane" befindet und hüte man sich vor Nachahmungen, £6067


