Issue 
11/08/1901 Zweites Blatt
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

dann

SK Bs

Ci** fcj 6 ..? *': 1 Ot ÄrtD' aB8 * A H liaw*te^ jt8; hatte lltiiu 2* Sladtt» pitotebianttu ft* «nttfS * hi »5tlf. ot. 'MW »orten, l, b.t *««Wi ta «gebenden $e6»tk «nfelje. gn

JJ» welcher durch tu S-S-bkn wurde. R[aac ,ei pnb nur bisher nid: M daß noch in itito Sg"t. Wonach hll>cher«uhefiirungm> u. a. in einem biejer

bst Siagm über he »gm worben find, bt= »8 iwdnld Mad in» ponbtni, btt fitz |Mr ^bUntfit besirhl. U t ttat rechnfichr chutzmum nichltz eine r Nb trug. 3u|Ü t g»b bet Sludwt Hi ibsthinzt habe und h sich zu leuchten. Dn brachte den Slubtoltr

rtmbt bewegliche Seche' 1 jur weiteren Unitr i wer, ftob fich, bei Stjtiinung, Grober zarter MckfiLtvad^ M yottaW W& y i^tirUx Blattes lif ie daran angekaLpft besonders geschickt p hochschulMe lass« in Sawm scheereo.

)ie Turner, die bc ust nach Schlitz us schickte, gingen ch üngust Adolph erhirl! olph mit 29 fünfte Punkten btn|21. M n 23. P et?.

jtytr fern es hier ZU verbanden. Der r anderen ihrn er-' NnenilMfi.S^ aen und wollte M Sache übel aus M ick bolz auf sm-r , Hilfe in Anspmi n hohen Kunstge^ Mag, d.° 15. * Ränfilem di« »«* tratet em ewW ,«gomäbte in S ,tolttw«W ' n. mit gr°»i? " id der Wien» " ,h. Met die W» ;b gm SottelWl Vh i«

der Del'«-» he»»«!

®®'f4tSeÄrf lieber **1 Pp ,d rtngrh^.

[flnb ollge«^jccht

«tter d' dessyiic * »*ö ^" lenleio tm V

, , p.-or tnfL

PfÄ'Ö nde ? AenittA 7unbE"

mann, für die Gg. Heinrich Enrrich mit 36 Stimmen, und Gg. Grauling II. mit 31 Stimmen gewählt wurden. Tas dritte ausgeloste Mitglied Konr. H. Tönges behielt sein Mandat mit 44 Stimnren. Tie Wahl nahnr einen lebbasten Verlauf. Nicht weniger als 24 Kandidaten hatten sich aus­stellen lassen.

ch. Ober-Seemen, 10. Aug. Gestern fand hier die Ein- weihung der neuerbauten Synagoge statt. Den getroffenen Vorbereitungen entsprechend, nahm das Fest einen trefflichen Verlauf, wozu das schöne Wetter niche wenig bei« trug. Gäste waren aus allen Himmelsgegenden herbeigeeilt. Nach einer kurzen Feier in der früheren Synagoge ordnete sich gegen 1 Uhr mittags der Festzug, der sich dann durch die geschmückten Straßen nach der neuen Synagoge bewegte. Dort angelangt, überreichte der Vorstand der israelitischen Gemeinde, Kaufmann, den Schlüssel dem Rabbiner Dr. Hirschfeld, der die Thür öffnete und eintrat. Ihm folgten die Aeltesten und sonstige Angehörige der israelitischen Konfession, sowie die Vertreter der politischen Gemeinde und Geh. Regierungsrat Schönfeld, der Kreisrat des Kreises Schotten. Die Weiherede hielt Dr. Hirschfeld, der, nachdem er alle Anwesenden herzlich begrüßt hatte, besonders Leopold Zimmermann's aus Newyork, der die Mittel zur Er­bauung der Synagoge gestiftet, sowie aller Personen, die sich die Erbauung hätten angelegen sein lasten, mit warmem Dank gedachte. Er schloß mit einem Segensspruch. Nach der Feier bewegte sich der Zug dem Fefiplatze zu, wo nach­mittags von 4 Uhr ab ein Teil der Kapelle des Infanterie­regiments Nr. 115 konzertierte. Hier hielt Geh. Regie- rungflrat Schönfeld eine kernige Ansprache, die mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog schloß. Rabbiner Dr. Hirschfeld dankte dem Vorredner mit herzlichen Worten und brachte ein Hoch auf ihn aus. Später ergriff Geh. Regierungsrat Schönfeld nochmals das Wort, sprach allen Gebern, sowie allen, die Herz und Hand zum Gelingen des Werkes aufgethan. Dank aus und schloß mit einem Hoch auf diese. Verschiedene Gesänge und die lustigen Weisen des Mufikkorps trugen viel zur Verherrlichung des Festes bei. Die Bewirtung war gut, die Stimmung vorzüglich, und so nahm der erste Festtag einen angenehmen Verlauf.

Darmstadt, 9. Aug. Die Großherzogin wird morgen abend gegen 10 Uhr von der Rosenau nach Jagdschloß Wolfsgarten zurückkehren. Mit ihr trifft die Herzogin Marie von Sachsen-Coburg und Gotha und die Prinzessin Viktoria zu Schleswig-Holstein dort ein. Im Gefolge befinden sich Fräulein Gazert und Kammerherr v. Vignau.

Offenbach, 8. Aug. Bekanntlich hatte seither der Oberbürgermeister oder sein Stellvertreter den V o r- sitz in allen vorberatenden Ausschüssen und Kommissionen des Stadtverordneten-Kollegiunis. Referenten aus der Versammlung gab es nicht. Um diesen Zustand zu be­seitigen, beschloß die Versanrmlung die Aufhebung einiger der bestehenden Ausschüsse und die Schaffung besonderer Ausschüsse, die unter Vorsitz eines Stadtver ord­neten tagen, selbst die Akten einsehen und eigene Refe­renten ernennen sollten. Dem Oberbürgermeister sollte der Zutritt zuftehen. Ttesen Beschluß beanstandete der Oberbürgermeister, jedoch erklärte ihn der Keisausschuß als völlig begründet in der Städteordnung. In zweiter Instanz hob aber der Provinzialausschuß oiese Entsch<eid- ung auf, obwohl in Mainz, Darmstadt und Worms die gleichen Ausschüsse wie in Offenbach bestehen, ohne daß verfassungsrechtliche Bedenken erhoben wurden. Nunmehr hat das Ministerium des Innern, als höchste Instanz, seine Stellung dahin präzisiert, daß nach der hessischen Stadte- vrdnung die Stadtverordneten-Ber.sammlung allerdings befugt sei, Ausschüsse und Kommissio­nen zur Vorberatung und Vorbereitung der Beschlüsse der Plenarversammlung unter eigenem Vorsitz zu bilden, jedoch selbstverständlich ohne Exekutive, die allein dem Bürgermeister zustehe. Nach eingehender Debatte, in der der Oberbürgermeister das Zustandekommen einer klären­den Beschlußfassung vergeblich zu vereiteln suchte, sprach die Stadtverordneten-Versammlung gestern entsprechend dem Wunsch des Ministeriums förmlich aus, daß es ihr ferngelegen habe, Exekutivbefugnisse für die Ausschüsse zu beanspruchen.

ko. Mainz, 9. Ang. Leutnant Vogt vorn Husaren- Regiment Nr. 13, hat heute im Gefängnis zu Darmstadt, nachdem er außer der zweijährigen Gefängnisstrafe, mit Ent­fernung aus dem Heere bestraft worden ist, die Strafver­büßung angetreten.

Frankfurt a. M, 9. Aug. Ein eleganter Pafsagebau, für Frankfurt etwas absolut Neues, der die große GalluS- gaste mit der Kaiserstraße verbindet und durch die Annoncen­expedition Daube ausgeführt wurde, ist nunmehr vollendet und wird in den nächsten Tagen dem Verkehr übergeben.

** Kleine Mitteilungen an» Hessen und den Nachbarstaat». Der Großherzog hat den Gerichtsschreiber Heinrich Weiß in Bad-Nauheim auf fein Nachsuchen unter Anerkennung {einer langjährigen treuen Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. In einzelnen Gemeinden ist das Wachstum und die Reife der Trauben soweit vorgeschritten, daß man bereits an das Schließen der Beinberge denken muß. In Gaualgesheim findet laut Bekanntmachung durch die Ortsschelle der Weinbergschluß bereits kommenden Samstag statt. Der Lehrer in E i t e r- b ach wollte dieser Tage mit feiner Schulklasse nach Neckar­steinach fahren, um von dort aus eine Eisenbahnfahrt nach b-m Baulande zu unternehmen. In Heiligenkreuzsteinach stürzte das Fuhrwerk an einer abschüssigen Stelle durch un­glückliche Nebenumstände an einer Straßenecke um, wobei Diele Kinder verletzt, einige sogar schwer verwundet worden {rin sollen.

Gerichtssaal.

H Gießer», s. Aug. (Strafkammer.) Gegen ein Urteil des Schöffengerichts Gießen, das den wegen Beleidigung und Körperverletzung «geklagten Landwirt Ludwig Debus von Reiskirchen freisprach, hatte d» Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Der Angeklagte wird heute, »wohl er durch zahlreiche Zeugen seine Nichtschuld darzuthun sucht- »egrn Körperverletzung im Sinne deS $ 223 deS Etr.-G.-B. zu einer Selo strafe von 20 Mk. eventl. 5 Tagen Gefängnis verurteilt. Ferner »ab bie Witwe Simon Meyer zu Großenlinden, die gegen einen Strafe de'cheid wegen Kapitalrentensteuerhinterziehung Widerspruch erhoben hatt, ud vom Schöffengericht Gießen freizesprochen worden war, auf die Be­rufung der Staatsanwaltschaft hin in eine Geldstrafe von 10 Mk. für der drei ihr zur Last gelegten Fälle, verurteilt. Wegen zweier schwerer Urkundenfälschungen, zweier Betrügereien und einer Unterschlag­

ung zum Nachteile fernes Arbeitgebers hat sich der Dachdeckergeselle Wilhelm Panz von Lich zu verantworten. Panz ist wegen gleicher und ähnlicher Delikte schon vielfach vorbestraft. Die Beweisaufnahme ergiebt in vollem Umfange seine Schuld. Das Urteil lautet auf 2 Jahre Zucht­haus und 5 Jahre Ehrverlust. Ebenfalls wegen Betrugs rm Rückfälle wird gegen Anton Walter von Wiffelsheim verhandelt. Er erhält trotz zahlreicher Vorstrafen mit Rücksicht auf die geringe Summe 3 Mk. um die er betrogen hat, unter Aufrechnung der Untersuchungshaft fünf Monate Gefängnis. Schließlich wird noch Johannes Hainz von Burkhards, der gleichfalls sehr oft vorbestraft ist, wegen Betrugs und Unterschlagung im Rückfall in eine Gesamtgefängniestrase von 8 Monaten verurteilt.

__ Darmstadt, 7. Aug. (Ferien-Strafkammer.) In der gestrigen Sitzung gelangte eine recht brutale That zu gebührend strenger Be­strafung. Der wegen Eigentumsoergehens und Körperverletzung vor­bestrafte 22jährtge Schretnergeselle Johannes Dußmann von Offenbach geriet in der Nacht vom 24. auf 25. September v. I. in dem gemeinschaftlichen Schlafzimmer mit seinem Bruder in Streit, wobei sich der Angeklagte eines Handbesens als Waffe bediente. Der gleichfalls die Wohnung teilende Schwager DußmannS versuchte, die sich schlagenden Brüder zu trennen. Hierbei stach ihn der Angeklagte mit einem Messer in die Stirn. Gefährlicher war die Verletzung, die Dußmann darauf seinem Bruder beibrachte. Ein Meffersttch drang in daS eine Aage und zerstörte das Sehvermögen. Da der Thäter sich nach dem Austritt von Offenbach entfernte und erst vor Kurzem von Frankreich, wohin er geflüchtet war, auSgeliefert wurde, verzögerte sich die Verhandlung bis jetzt. Dußmann hatte sich von Offenbach zuerst nach Stuttgart gewandt. Dort war feine Geliebte unter ver­dächtigen Umständen durch Sturz in einem Neubau getötet worden. Man hielt Dußmann für den Thäter und eine Untersuchung wegen Totschlags wurde gegen ihn geführt, aber mangels genügender Beweise eingestellt. Er berief sich gestern gegenüber der Anklage auf Notwehr, hatte aber hiermit keinen Erfolg. DaS Gericht billigte ihm lediglich mildernde Umstände bezüglich der schweren Verletzung seines Bruders zu. DaS Urteil lautete aus zwei Jahre drei Monate G e f 8 n a n i S.

thätigkeit eingestellt. Tie Angelegenheit erregt in der Bürgerschaft peinliches Aufsehen.

Ein Opfer feines Berufes ist in Berlin ein junger Mediziner, Dr. Holland, geworden. Dr. H. war ein Schüler der Gynäkologen Geheimrat Martin und Pro- feffor Landau. Als Frauenarzt befaß er jedoch keine eigene Klinik, sondern wurde von anderen Aerzten in schwierigin Fällen hinzugezogen. So hatte er auch vor einigen Tagen in einer Frauenklinik eine Operation vollzogen. Hierbei ver­letzte er sich unbedeutend an der linken Hand, bald trat Wundanfieckung ein und ihr erlag der erst im 35. Jahre siebende Mann.

Landwirtschaft.

Einkauf von Zuchtvieh. Wie uns von der Ge- fchaftsstclle des landw. Provinzialvereins mitgeteilt wird, mit die Kommission für den Einkauf von Zuchtvieh (Srmmenthaler Rinder und Saaner Ziegen) am 18. nach her Schweiz, um die betr., Ankäufe vorzunehmen. Dis Kommission für den Ankauf von Rindern besteht aus den Herren Oekonomierat Leithiger, Landwirt Rodemer aus Angcrsbach und Gutspachter Schuch zu tzof^Schleifcld. Ten Ziegenankauf besorgen die Herren Oekonomierat Leithiger und Bürgermeister Gußmann zu Hirzenhain. Trotzdem Be­stellungen für den Bezug des fragl. Zuchtviehes noch bis zum 15. d. Mts. von der Geschäftsstelle des Provinzial-- Vereins entgegengenommen werden, also noch nicht ab­geschlossen sind, läßt sich doch jetzt schon übersehen, daß der diesjährige Zuchtviehimport ein recht beträchtlicher wer­den wird.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

M. A. v. R o t h s ch i l d u. S ö h n e i. L. Die Liquidation schreitet so rüstig vorwärts, daß sie bereits innerhalb weniger Wochen durchgeführt sein dürfte. Der außerordenb- liche bedeutende Effettenbesitz der liquidierenden Firma ist schon zum großen Teil realisiert, und der Erlös für Rech­nung der Beteiligten an das Bankhaus Rothschild nach London gesandt worden, durch welches die Abwickelung und Abrechnung erfolgen wird. Diejenigen Effekten, zu deren Realisation noch nicht geschritten worden ist, weil ihre jetzigen Kurse dafür nicht als ausreichend erachtet werden, sollen ebenfalls nach London gesandt werden, wo sie in Verwahrung bleiben, bis die Kurse erreicht sein werden, die man für eine Verwertung ins Auge gefaßt hat. Tie Erben des Privatvermögens des verstorbenen Freiherrn Wilhelm v. Rothschild sind die beiden Töchter, von denen die eine an den Baron Edmond v. Rothschild in Paris, die andere an Herrn Max B. H. Goldschmidt in Frankfurt a. M. verheiratet ist. Auch der Grundbesitz, soweit er dem verstorbenen Freiherrn gehörte, fällt diesen Erben zu. Der größte Teil des riesigen Rothschildschen Grundbesitzes in Frankfurt gehört übrigens der Frerfrau v. Rothschild, die ihr eigenes Vermögen hat. Ueber die Ziffer der Hinterlassenschaft gehen die Angaben auseinander, man bezeichnet den Betrag, der in mobilen Werten hinter­fassen ist, auf etwa 300 Millionen Mark, während über die Höhe des Geschäftskapitals, mit dem die Firma arbeitete, feine näheren Angaben in Umlauf sind. Aus dem Um­stande, daß die aus der Liquidation verfügbar werdenden Gelder zum größten Teile nach London überwiesen werden, erklärt es sich auch, daß in der letzten Zeit sehr häufig starte Nachfrage für Wechsel auf London hervortrat. Man wird sich nach alledem wohl mit der bedauerlichen That- fadx ab finden müssen, daß das große Vermögen des letzten der Frankfurter Rothschilds Deutschland entzogen wird und weder werbend noch an den Steuerlasten teilnehmend mehr bei uns mitwirkt.

Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Gesell­schaft A.-G. in Berlin. Die Direktion teilt mit, daß sie mit der Aufstellung eines Sernestralabschlusses beschäftigt ist, der einer auf den 19. September einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung der Aktionäre mit dem Anträge auf Ernennung einer Revisionskom­mission vorgelegt werden soll. Ta die Betriebsergeb­nisse des Juni noch nicht vollständig festgestellt sind, er­fordert die Anfertigung des Sernestralabschlusses noch einige Zeit, sodaß eine frühere Einberufung der General­versammlung nicht stattfinden kann. Es ist nur zu billigen, daß die Gesellschaft sich selbst zur Einsetzung einer Revisionskommission entschlossen hat, die früher oder später von Aktionären doch verlangt worden wäre. Sache dieser Kommission wird es unter Umständen auch sein, Vorschläge bezüglich einer etwaigen Umgestaltung der Obligationsschulden zu inachen, zu der schon'der außer­ordentlich bedeutende Kursrückgang der Obligationen Veranlassung geben dürste.

Breslau, 9. Aug. Tie Blätter.melden aus Wüste- Waltersdorf : T-er Konkurs des hiesigen Vorschuß­vereins ist in die Wege geleitet woroen, nachdem bei der Sparkasse desselben ein Fehlbetrag von 100 000 Mark festgestellt worden ist. T-er ehemalige Kassierer des Ver­eins, Hofsmann, erschoß sich heute früh.

*Landstuhl, 9. Aug. Zum Verschwinden des un­getreuen Vorstandes Herrle vom hiesigen Vorschuß­verein berichtet diePf. Pr." noch, daß er am 16. Juli in Begleitung seiner Tochter Landftuhl verlassen hat, um eine Vergnügungsreise anzutreten. In Berlin ließ er jedoch feine Tochter sitzen und verschwand. Bestimmte Gerüchte wollen wiffen, daß Herrle auch beim Vorschußverein als Depositen niedergelegte Wertpapiere in beträchtlichem Betrage mitgenommen hat, womit der Schaden des Vorschußvereins nahezu 400,000 Mark betrage. Auch die Passiven der Firma Bumb und Herrle sollen sehr hohe fein. Herrle hat eine Frau mit 11 Kindern hier zurückgelaffen.

Gieße«, 10. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmartt kosteten: Butter per Pfd. JC 1.101.25, Hühnereier per St. 67 d, 2 St. 13 14 Enteneier 1 St. 78 Gänse« eier per St. 1112 4, Käse 1 St. 58 «9, Käsematte 2 St. 58 Erbsen per Liter 22 «3, Linsen per Liter 84 4, Tauben per Paar M 0.750.90, Hühner per St. JC 1.001.50, Hahnen per Stück jl 0.701.20, Enten per St. JC 2.002.20, Gänse per Pfd. M 0.00 bi» 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 6676 , Kuh. und Rindfleffch per Pfund

6064 Schweinefleisch per Pfd. 6480 Schweinefleisch, gesalzen,

per Pfd. 84 , Kalbfleisch per Pfd, SO66 «j, Hammelfleisch per Pfd.

5070 Kartoffeln per 100 Kilo 5.009.00 M, Weißkraut per St. 0000 4, Zwiebeln per Ctr. M 8.0010.00, Milch per Liter 18 $

Dauer der Marktzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags.

Vermischtes.

* Düsseldorf, 9. Aug. Der in der hiesigen evange­lischen Gemeinde wirkende P a st 0 r D u e s b e r g hat infolge sittlicher Verfehlungen dätz Amt eines Vorsitzenden des Presbyteriums nied^rgelegt und überhaupt seine Amts-

Temperatur der Lahn und der Lust.

10. Aug. Nach N aumur gemrssea mittag« zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 17°, Lust 20°.

Neueste Meldungen.

(Telephon-Meldungen deSGießener Anzeigers-.)

W. Hornburg, 10. August, Zum Empfange des! Grafen W a l d e r s e e, der gegen 9 Uhr vormittags hier eintraf, hatten sich auf dem Bahnhof eingefunden der Kaiser in der Uniform der Königsulanen, der Kronprinz, Prinz Eitel Friedrich, die Herren des Hauptquartiers und der Reichskanzler; ferner waren anwesend die direkten Vorgesetzten der Ehrenkompagnie, General v. Lindequist, der Oberbürgermeister von Homburg u. a. Als der Zug einlief, präsentierte die Ehrenkompagnie. Als Waldersee beni Wagen entstieg, schritt der Kaiser auf ihn zu, und küßte ihn auf beide Wangen. Darauf begrüßte der Kaiser die mit dem Generalfeldmarfchall eingetroffenen Herren. Der Feldmarschall reichte dem Reichskanzler die Hand. Sodann schritt der Kaiser mit Waldersee, den Prinzen und dem Gefolge die Front der Ehrenkompagnie ab, worauf ein Vorbeimarsch derselben erfolgte. Tann begab sich der Kaiser mit Waldersee im offenen Wagen nach dem Schlosse, wo der Feldmarschull auch von der Kaiserin begrüßt wurde. Sodann wurde er von dem Kronprinzen in das Grand Hotel zurückgeleitet, wo er Wohnung genommen hat.

Frankfurt a. M, Graf Waldersee ist heute früh 8 Uhr 25 Min. nach Homburg abgereist. Vor dem Ab« steigequartier und auf dem Bahnhof halte sich wieder (ine zahlreiche Menschenmenge eingefunden, welche den Grafen mit Hochrufen begrüßte.

Homburg v. d. H., 10. Ang. Der Kaiser begiebt sich um 8 Uhr 30 Min. zu Wagen nach dem hiesigen Bahnhof, um den um 8 Uhr 56 Min. vormittags etntreffenden Gene­ralfeldmarschall Grafen Waldejrsee zu empfangen. Mit dem Kaiser werden die Herren des Hauptquartier- auf betn Bahnhofe anwesend sein. Auf demselben nimmt eine Ehrer­wache deS 80. Regiments mit umflorter Fahne Aufstellung. Spielleute stehen am rechten Flügel, das Spiel wird aber nicht gerührt.

Hamburg, 10. Aug. Das SchiffThor" ist auf der Fahrt nach Island mit der ganzen Besatzung unterge­gangen.

Loudon, 9. Aug. Der König, die Königin, Prinzesfin Viktoria und Prinz Nikolaus von Griechenland sind abends 10 Uhr nach Cronberg abgereist.

Ä DalmaÄ

WAecht nur in versiegelten ^xqrünen Racketen äSOu.SOPfgX___/

Tötet sicher alle Jnsecten sammt Brut.

T] t (besondere auch in Stall-

J* ungen), Flöhe, Schnacken,

Russen u. s. w. ist die "Wirkung des Balina geradezu überraschend und wird von keinem anderen Mittel erreicht. In 10 Minuten lebt kein Stück mehr. Garantiert giftfrei. Fabrikant: Apotheker E. Lahr Würzburg. In Giessen zu haben in d. Hirsch-Apotheke und bei Aug. Noll, Drogerie zum roten Kreuz. 4548

Meteorologische Beobachtungen der Station Oiefte»._________

Höchste Temperatur am 8. btS 9. August 20 6° C.

Niedrigfle > » 8. , 9. » 12.8° C.

August

Barometer auf 00 reduäert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit !

Relative

Feuchtigkeit 1

Windrichtung 1

Windstärke

Wetter

9

10.

10.

96 7« 2»s

7487

748,3

746,4

18,3

16 4

28,6

13,9

12,0

12.5

89

86

43

St'll Still 8.

4

beller Himmel Sonnenschein Sonnenschein

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 10. August.

®e/l % Roicheaniedhe . . 101.40

8 0/0 <?0 92 05

8Ve Vo Konsola . . . .101.40 8 o/e do . ... 92 35

8</t 0/ Heseey .... 98 80

5 n/c Ital'en. Rente . . . 97.60

4'J/o Griech. Mc-nop.-AnL 42.90

8 0/0 Portugiesen . . . 25 .70

81 * * * 5 * * 8)'- Mexikaner . . . 25 95

-/} Chinesen .... 82 30

Kreditaktien..... 202 50

Diskouto-Kommandlt . . 173 80

Darmstädter Bank . . . 120 50

Dresdener Bank . . . . 129 50

Berliner Handelsgut. . . 137 20

Oeeterr. Staatsbahn . . 188 20

Gotthardbahn .... 153.00 Laurahütte . . , 180.50 Bochum ...... 166 00 Harpen er . . , , 162'0

Tendenz fest.