Ausgabe 
11.7.1901 Zweites Blatt
 
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Aktienbank. Dort hatte eine Minderheit im Aufstchtsrrt eine besondere Abschätzung vornehmen lasim. Und daS Resultat? Die Pjandobjekte ! ewertet die Kommission mit 111 250000 Mk., während dte Banktaxe 182 105 874 Mk. beträgt. Das ist ein Unterschied von mehr alfl 70 000 000 Mk. Und die Taxen sind hier und dort natürlich nur von berufenen gerichtlichen Sachverständigen vernicht worden. Wie 'ange, fragt dte bodenreformerischeDeutsche Votkssttmme" mit Recht, wird man den Hypothekenbanken noch beö Recht lassen, Sp.-kalattonS- errains als Grundlage zur Ausgabe von Pfandbriefen zu ver« wenden?

Die Krisen im Bank- und Hypothekengeschäfte, sowie in der Industrie gaben demjenigen, der es versteht, die trüben Erfahrungen der Geschädigten für sich nutzbar zu machen, einen nicht mißzudeutenden Fingerzeig durch den Hinweis, nicht alle Ersparnisse in Wertpapieren anzulegen. Eine unbedingt sichere Zukunft für sich selbst und die ©einigen bietet Reichen und Minderbemittelten bei geringfügigen Aufwendungen der Abschluß einer Kapital-Versicherung auf den Erlebens- und Todes­fall (von Mk. 300 aufwärts) ohne ärztliche Untersuchung und mit Bei­tragsfreiheit im Falle der Invalidität , Erwerbsunfähigkeit) Jede ge- iunde männliche oder weibliche Person ist aufnahmefähig. DieVita Versicherungs-Aktien-Gesellschaft, hat in ihren neuen Tarifen F. und G. diese Versicherungs-Kombination neben den Tabellen der regulären Lebens- Versicherung mit Untersuchung neu cingeführt. Interessenten stehen Prospekte und Antragsformulare gratis und franko durch Vermittelung der Direktion derVita" in Mannheim, sowie deren Vertreter auf Wunsch rur Verfügung.

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Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

fc. Waffel, 9. Juli. Die gerichtliche Untersuchung imKonkurS der Trebertrocknung ergab fortgesetzte Bilanzfälsch- ungen. Es ist erwiesen, daß der Vorsitzende des Auffichtsrats ge­wußt hat, daß die iu der Bilanz aufgeführten Gewinne nicht erzielt wurden, sondern von der Leipziger Bank entnommen sind. Her: Schulze-Dellwig, Mitglied des Aufsichtsrats der Trebertrocknung wird vermißt. Die Bier - Syphon - Aktiengesellschaft, eine Schmtdt- Sumpf'sche Gründung, tritt in Liquidation, die Herkulesbrauerei nicht.

Das Taxieren unbebauten TerrainS erfährt eine grelle Beleuchtung durch die Erfahrungen bei der Pommerschen Hypotheken-

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Gerichtssaal.

D. Gießen, 9. Juli. (Strafkammer.) Der viel­fach vorbestrafte Kellner Josef Gryps von Kosten ist be­schuldigt, in der Nacht vom 12. auf den 13. Juli oder um diese Zeit der Fabrikarbeiterin Marie Ruh l in Gießen eine Brosche in der Absicht rechtswidriger Zueignung weg­genommen zu haben. Der sehr redegewandte Angeklagte leugnet die ihm zur Last gelegte Strafthat; die Beweis­aufnahme ergiebt aber den überzeugenden Beweis seiner Schuld. Er wird wegen Diebstahls in eine Zuchthaus­strafe von einem Jahr und in die Kosten des Verfahrens verurteilt; außerdem werden ihm die bürgerlichen Ehren­rechte auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt und wird Polizeiaufsicht gegen ihn angeordnet. Ein Vertagungs­antrag des Angeklagten wird, wegen Unerheblichkeit abge­lehnt. Wegen Verbrechens gegen § 175 Str.-G.-B. wird der Taglöhner Wilhelm Schmidt von Gießen in eine Ge­fängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden dem Angeklagten auf die Tauer von 3 Jahren aberkannt. Die Verhandlung fand unter Aus­schluß der Oeffentlichkeit statt. In der am 2. Juli aus­gesetzten Strafsache gegen den Heinrich Wißner in Dannenrod wegen Forstfrevels wird heute das Urteil dahin verkündet, daß die eingelegte Berufung kostenfällig zu verwerfen sei. Der Former Ludwig Frank V. in Lollar hatte gegen ein Urteil des Schöffengerichts Gießen vom 24. Mai, das ihn wegen grober Beleidigung des Schaffners Paul Lesmeritz in Kassel, begangen während der Aus­übung seines Dienstes, in eine Gefängnisstrafe von vier Wochen verurteilt hatte, Berufung eingelegt, um eine Herabsetzung des Strafmaßes herbeizuführen. Tie Staats­anwaltschaft, die gleichfalls das Urteil erster Instanz an­gefochten hatte, beantragte unter Verwerfung der Be­rufung den Angeklagten in eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten und in die Kosten der zweiten Instanz zu ver­urteilen. Tas Gericht verwirft kostenfällig die Berufung des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft. Seine Frei­sprechung erzielt der Landwirt Jakob Plauz III. in Unter- Wegfurth, der wegen Uebertretung der Radfahrer-Verord­nung er war ohne Nummerplatte getroffen worden durch Entscheidung des Schöffengerichts Alsfeld in eine Geld­strafe von 6 Mark verurteilt w irden war. Tie Freispechung erfolgt auf Grund der Erwägung, daß als sehr wahrschein­lich gelten müsse, daß der Angeklagte an demselben Tage, an dem Anzeige erfolgte, die betreffende Nummerplatte verloren habe und ein Ersatz nicht mehr möglich gewesen sei. Tie Staatsanwaltschaft hatte selbst Freisprechung be­antragt. Gegen den gleichen Angeklagten wird darauf wegen Bestechung verhandelt. Es wird ihm nämlich zur Last gelegt, am 14. Dezember 1900 zu Eifa dem Wachtmeister Konradi in Alsfeld ein Geschenk oder einen anderen Vor­teil angeboten zu haben, um ihn zu einer Handlung, die eine^ Verletzung der Amts- und Dienstpflicht enthielt, näm­lich zur Unterlassung der oben angeführten Strafanzeige, zu veranlassen. Tas Gericht nimmt den der Anklage zu Grunde gelegten Thätbestand als gegeben an und verurteilt den Angeklagten unter Zubilligung mildernder Umstande in eine Geldstrafe von 15 Mark oder im Uneinbringlichkeitsfalle zu 3 Tagen Gefängnis sowie in die Kosten des Verfahrens.

nicht mehr wohl durchführen kann. Die Dienstaufsicht über die im letzten Jahre sehr vermehrten Postanstallrn' «fo^ert unter anderem häufige und nach den VerkehrSverhaltmssen des Landes äußerst zeitraubende Reisen, während deren der Postdirektor in Schanghai seinem eigentlichen Amte entzogen wird. Die weite Entfernung von der Zentralbehörde macht ferner häufig eine selbständige und schnelle Entscheidung not wendig Um diesen «e,hältnissen Rechnung zu tragen oll eine gemeinsame Obttbehörde für d.e deutschen Postanstalten und deren Verbindungen in Ama geschafien werden die eine Art von deutsch-chinesischer Oberpoftd.rekt.on bilden wird. Sitz der neuen Behörde, wie wir sie m dieser Art im deutschen Pastwesen der Auslandes noch mcht haben, ^ird Schanghai sein, der Mittelpunkt des europasichen Wandels in China. Mit der neuen Ausgabe hat der Staats- uttetär des Reichspostamts den Postrat Puche betraut.

* Ueberschwemmung in China. Dem Standard wird aus Schanghai telegraphiert, daß in der Provinz Kiangsi durch große Ueberschwemmungen gegen 4000 Per- sonen ums Leben gekommen seien.

Tie Elisabeths geb. L i st m a n n, Ehefrau des Johannes Krug in Ober-Sorg ist beschuldigt, am 14. November 1900 oder um diese Zeit zu Alsseld dem Fußgendarm Gun k e l daselbst einen Beamten, ein Geschenk angeboten zu haben, um ihn zur Unterlassung einer Strafanzeige gegen sie wegen Diebstahls zu veranlassen. Es sei bemerkt, daß die Strafanzeige dennoch erfolgte und die Angeklagte in eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen wegen Tiebstahls verurteilt wurde Ter Wilhelm Listmann in Blitzenrod, Bruder der Krug Ehefrau, ist angeklagt, im April zu Großen es unternommen zu haben, die Philipp Lepper Ehefrau zur Begehung des Verbrechens des Meineids in der oben angeführten Strafsache zu verleiten. ^geklagte Krug will in einer das klare Bewußtsein auvschließenden psychr- chen Erregung gehandelt haben; der Angeklagte Lisimami eugnet die ihm zur Last gelegte Strafthat. Tre erfolgte Zeugenvernehmung entrollt ein klares Bild von der schuld beider Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft beantragt, siegen die Angeklagte Krug auf eine Gefängnissrrafe von zwei Mo­naten gegen den Angeklagten Listmann auf eine Zuchthaus- strafe' von einem Jahre zu erkennen und dem letzteren auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 2 Zähren abzusprechen. Ter Verteidiger des Angeklagten wendet sich in längerer Rede gegen die Ausführungen der Staats­anwaltschaft. Die Angekl. Krug wird in eine Gefängnis­strafe von 2 Wochen, der Angekl. Listmann in eine Zucht­hausstrafe von 1 Jahr, unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft, verurteilt. Ten Angeklagten werden die Kosten des Verfahrens zur Last gelegt. - ^r ^ohauneS Weiß in Altenstadt, im Jahre 187« geboren, steht unter der Anklage vor der Kammer, am Abend des 2o. Mai 1901 zu Altenstadt in der Wirtschaft der Heinrich Eckel Wwe. vorsätz­lich den Maurer Heinrich Wolf von da mittelst emes Messers in erheblicher Weise körperlich verletzt zu haben. Der Angeklagte ist zum Teile geständig, schützt aber Trunkenheit vor. Tie Staatsanwaltschaft beantragt gegen ihn eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und Erlaß eines Haftbefehls wegen Fluchtverdacht in Anbetracht der zu er­wartenden hohen Strafe. Das Gericht erkennt auf eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten. Der Erlaß eines Haft­befehls wird abgelehnt.

Theater, Kunst und Wissenschaft.

S. Von der Künstlerkolonie schreibt man uns aus Darmstadt vom 9. d. M.: Wolzogens buntes The­ater, das heute im Spielhause der Künstler-Kolonie fernen Einzug hielt, erzielte bei ausverkauftem Hause einen guten Erfolg. Es war fast nur kunstverständiges Publikum er­schienen, das den meisten Vorträgen vollen Beifall zollte. Einzelne Darsteller boten Meisterstückchen der Vortragskunst Ter Streit über den künstlerischen und ethischenWert der Sächelchen wird wohl so rasch nicht ausgefochten wer­den Thatsache ist, daß Wolzogens Ueberbrettel keinen un­günstigen Eindruck hinterließ. Wolzogen, der improvisierte, auf Geige und Klavier begleitet, und die Regie führte zuerst sich auch bei uns alsUniversal-Genie" ein. Am Mittwoch wird der Großherzog einer Vorstellung bei- to°f)1S?aK DchummS Schauspiel ^Persephone" wurde m Biele­feld mit glänzender Inszenierung und Darstellung und durchfcvlagendem Erfolg aufaesührt. Die Demeterrolle erlangte durch Ottilie Osten er­greifende Wirkung. Darsteller und Verfasser wurden wiederholt gerufen. Die Dichtung Schümms, der Redakteur desVieles. Gen.-Anz." ist, ist in Versen von zarter Anmut geschrieben. Im Vordergründe der Handlung steht eigentlich Demeter, die in chrem Kampfe mit Zeus obsiegt. Der größte Vorzug der Dichtung ist die epigrammatische Zuspitzung der Sprache. Das Buch erschien in Albr. Schümms Verlag in Naumburg.

In Weimar ist am 9. Juli der vortreffliche Maler v. Gleichen- Rußwurm, ein Enkel Friedrich Schillers, gestorben. Frhr. Heinrich Ludwig v. Gleichen-Rußwurm war am 25. Oktober 1836 zu Greifenstein in Bayern geboren und lebte seit etwa drei Jahrzehnten als Landschafts­maler in Weimar.

Neueste Meldungen.

W. Darmstadt, 10. Juli. (Tel.-Meld, des ,,GieA Auz.") - Zu Ehren hes kommandierenden Generals v. B ü l o w> der die 28. badische Feld-Artillerie-Brigade auf dem Trup­penübungsplätze besichtigt hatte, fand, wie dieTarmsL. Ztg." meldet, im Residenzschilosse Militär-Tafel statt, an der der Großherzog teilnahm.

Qdde, 9. Juli. DieHohenzollern" mit dem Kaiser an Bord, traf um liy2 Uhr hier ein.

Görlitz, 10. Juli. In Rauscha wurden ein Zugführer und ein Bremser eines Güterzuges von einem Schnellzuge erfaßt und schwer verletzt. Der Zugführer ist am Sonntag gestorben.

Madrid, 10. Juli. Nach einer Depesche des Präfekten von Sevilla kam es gestern vormittag zwischen Aus ständ­ig en und Arbeitswilligen zu einem Zusammenstoß, wobei eine Person getötet wurde.

Loudon, 10: Juli. In der mit dem 6. Juli endenden Woche find in Hongkong 47 Fälle von Erkrankungen an Beulenpest und 46 Todesfälle vorgekommen.

Krieskasten der Redaktion.

R. in B. DieMathildenstiftung" macht sich zur Aufgabe, Arme und Hilfsbedürftige sowie insbesondere dte Kleinktndeischulrn zu 'mteiftük-n. _____

Temperatur der Lahn und der Lust.

10. Juli. Nach Rraumur gemessen mittag» zwischen 12 und 1 Uhr.

Wasser 19°, Luft 22«.

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Kreditaktien . . .

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Dißkonto-Koxnmandit

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Darmstädter Bank ,

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Dresdener Bank . .

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Berliner Handelsgoc.

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Oesterr. ßtaatsbahü

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43.50

Gotthardbahn . .

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Laurahütte . . .

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Bochum , . .

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Harpen er . .

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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe S.

Angebot der Arbeitnehmer: 1 Glaser, 1 Schreiner, 1 Schlosser, 2 Hausburschen, 1 Hausdiener, 1 Taglöhner, 1 Putzfrau, 1 Wasch­frau, 1 Schreibgehilfe.

Nachfrage der Arbeitgeberr 1 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Fuhr, knecht, 1 Hausbursche, mehrere Krankenwärter.

Lehrlinge: 2 Buchbinder, 1 Glaser, 2 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Schneider.__________________

Bekanntmachung.

Samstag den 20. Juli er., nachmittags -3 Uhr, sollen vor Großh. Ortsgericht Gießen drei der Stadt Gießen gehörige Bauplätze au dem Wetzlarerweg einer öffent­lichen Versteigerung ausgesetzt werden. Die Bauplätze haben ca. 23 Meter Front und rund 35 bis 37 Meter Tiefe.

Lageplan und Bedingungen find auf unserem Sekretariat, Zimmer Nr. 15, einzusehen.

Gießen, am 6. Juli 1901. 4779

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

______Mecum._______________

DersteMNUg non Weu-MMeuhch.

Wegen Säumigkeit des ersten Steigerers in der Bürg­schaftsleistung bezw. Zahlung sollen

Samstag den 20. Juli, vormittags 11 Uhr, auf dem Büreau der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 15, 61 Stimmt Wn-Weüenholz mit 34,96 Meter aus den Waldungen der Stadt Gießen, Distrikt Schall, Ober­hag und Zollftockswäldchen, anderweit versteigert werden.

Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Forstwarte Geisel-Gießen, Arft-Hochwarte oder Ä. Brück-Rödgen.

Gießen, den 9. Juli 1901. 4850

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

In das hiesige Handelsregister, Abteilung B, wurde heute eingetragen: Tie FirmaWetzlarer optische Werke, M. Hensoldt & Söhne, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen." Sitz: Gießen. Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des seither unter der Firma M. Hensoldt & Söhne, optische Werkstätte in Wetzlar geführten Geschäftes, die Fabrikation und der Handel mit optischen Gläsern und Instrumenten. Höhe des Stammkapitals: 268 600 Mark. Abschluß des Gesellschaftsvertrags: 15. September 1900. Ge­schäftsführer: 1) Waldemar Hensoldt, Fabrikant; 2) Carl Hensoldt, Fabrikant; 3) Moritz Ohlenburger, Kaufmann, sämtlich! zu Wetzlar wohnhaft. Zur Zeich-nung der Firma genügt die Unterschrift von zwei Geschäftsführern. Tie Herrn Waldemar Hensoldt und Carl .Hensoldt leisten ihre Stammeinlagen mit je 85 300 Mk. nicht in bar, sondern durch Einbringung der sämtlichen Immobilien, Maschinen, Werkzeuge, Fabrikationseinrichtungen, fertigen Waren, Uten­silien, Ausstände und Kassebestände, welche der Firma M. Hensoldt & Söhne eigentümlich gehören.

Tie Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch den Reichsanzeiger, Gießener Anzeiger und Wetzlarer An- $ $ Gießen, am 5. Juli 1901. 4831

Großherzogliches Amtsgericht.______________

Iu 15 Minuten besohlt die Elfte Sihstkll-

Deschlltttstalt besohlt schnell besohlt gut besohlt billig.

MMenMe 20 und 4206 MWO 5.

Johannes Hecker«

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Verdingung.

Die nachstehenden Unterhaltungs-Arbeiten an städtischen Gebäuden sollen

Ireitag den 19. Juli d. I., vormittags 11 Hlhr,

öffentlich verdungen werden.

a) Weißvinderarveit: Stadtmädchenschule, Schulhaus in der Neustadt, Höhere und erweiterte Mädchenschule, Realgymnasium und Realschule, Handwerkerschule, Polizetamt.

d) SchreiuerarVeit: Realgymnasium und Realschule.

c) Schlosseraröeit: Realgymnasium und Realschule.

d) Maurerarbeit: Realgymnasium und Realschule.

e) Zement- und Asphattaröeite»: Stadtknabenschule.

Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 6 während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießm, den 9. Juli 1901. 4845

Das Stadtbauamt: Schwankt.

Einladung.

Der Gießener Zweigverein der Gnstav»Avolf° Stiftung feiert nächsten Tountag beu 14« Juli sein

Iahresfest in Kroßen-Linden.

Der Gottesdienst beginnt um S llhr. Feftprediger ist

Herr Pfarrer Schulte aus Beuern. .. ,

Zer Vorstand des Zweigvereins Hießen.

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liefert in jeder gewünschten Aus­stattung, stilrein und preiswert die

Brühlsche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7