Ausgabe 
11.6.1901 Zweites Blatt
 
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26.00 C.

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28.60 C.

7.0° C.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Neueste Meldungen.

Darmstadt, 10. Juni. Gestern empfing das Groß­herzogspaar in Wolfsgarten den württembergischen Ge­sandten in München, v. Soden und den sächsischen Gesandten daselbst v. Friesen. Die Herren wurden danach zur Früh­stückstafel gezogen.

Berlin, 10. Juni. Durch eine Mehlstaubexplosion wurden in der letzten Nacht in einer Bäckerei in der Sten- daler Straße 4 Personen mehr oder weniger schwer verletzt. Ein Bäckergeselle wurde so schwer verbrannt, daß sein Zu­stand Besorgnis erregt, die übrigen Gehilfen find leicht ver­letzt; auch der Meister hat leichte Wunden erlitten. Das ausgebrochene Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Leipzig, 9. Juni. Am Borabend der Eröffnung des 4. internationalen Verleger-Kongresses fand heute in der Villa des Präsidenten Albert BrockhauS eine zwanglose Vereinigung der bisher eingetroffenen deutschen und aus­ländischen Vertreter statt.

Karlsruhe, 10. Juni. Gin vom Oberlande kommender Güterzug stieß auf einen anderen im Rangierbahnhof zur Abfahrt bereit stehenden Güterzug. Beide Maschinen und neun Güterwagen wurden schwer beschädigt und ein erheb­licher Materialschaden verursacht. Personen wurden nicht verletzt.

Yokohama, 10. Juni. Graf Waldersee ist gestern nachmittag an Bord derHerlha" in Kobe eingetroffen und sogleich an Land gegangen. Auf die beglückwünschende An­sprache deS Bürgermeisters antwortete Waldersee in Herz- sicher Weise und nahm sodann im deutschen Konsulate Woh­nung. Heute früh reiste Waldersee über Kioto nach Tokio weiter. Bezüglich der Unruhen auf der Insel Quelport gehen einander widersprechende Gerüchte um. Sicherlich fanden aber zwischen den christlichen und anderen Eingeborenen Kämpfe statt.

»eorg Konrad Müller, Landwirt in Griedel, Konrad Müller II., Landwirt in Kirch-Göns, Fabrikant Heinrich Eichenauer in Gießen, Karl Metzendorf, Maurermeister in Schlitz, Joh.

Alh- Wallmann, Rentner in Bad-Nauheim, Jo­hannes Alter II., Landwirt in Berstadt, Kckrl Henkel, Geo- mrtcr V1 Grünberg, Ludwig Mohr II., Bäcker in Steinbach bei Gießen, Adam Heß, Schuhmacher in Friedberg, Friedrich ^C1er/ Landwirt in Stumpertenrod, Heinrich Horst III., Landwirt in Ruppertenrod. Abgelehnt wurden neun Ge sckMorene. Nach dem Zeugenaufruf 44 Zeugen waren erschienen begann der Vorsitzende mit dem

Verhör des Angeklagten.

Auf Befragen ertlärt dieser, er wolle Antwort geben. Zunächst werden seine Personalien festgestellt, wobei seine mehrfachen Vorstrafen zur Sprack)e kommen, es sind 15, teils schwere teils leichte, die bis auf die letzte von neun fahren Zuchthaus wegen Straßenraubs verbüßt sind. Tic 'hm zur Last gelegten Uhren-T-iebstähle bestreitet er mit dem An fügen, daß er überhaupt nicht in Neu-Ysenburg gewesen fei. Am Vorabend des Mordtags war er in der Herberge zur Heimat mit dem Zeugen Eichhammer znsam- meii, hat aber dort nicht übernachtet, da er keine Le- gitimationspapiere hatte. Am andern Morgen kam er wieder in die Herberge, um Kaffee zu trinken. Tort traf er den Er,nordeten, dem er erst ein Gummiband nähen half und mit dem er dann den Weg nach Vilbel antrat. Tabei trug er ihm das Bündel, in dem dieser sein Eigen­tum nach Handwerksburschenart trug. Was das Geld des Ermordeten anlangt, so sagt der Angeklagte, er habe in der Herberge einen Thaler bei demselben gesehen. In Bilbcl, sagt er weiter aus, hätte Möller Schnaps und Brot gekauft, das sie int Ehausscegraben hinter Vilbel verzehrt hätten. Ehe sie dann ans Chausseehaus gekommen seien, wäre ihnen ein Bursche begegnet, der quer übers Feld her gekommen fei, und erklärt habe, die Gendarmen seien hinter ihm. Am Chausseehaus sei ein junger Mensch von Kloppenheim her gekommen, der sie aufgesordert habe, mit ins Chausseehaus zu gehen. Möller habe sich geweigert mit dem Bemerken, er habe nur noch 20 Mark, die wolle er nicht anreißen, er wolle sie seiner Frau schicken. Trotz­dem seien sie hineingegangen, da der andere sich bereit erklärt habe, den Schnaps zu zahlen. Tabei hätte der Fremde erklärt, er müsse sich am nächsten Morgen in Offenbach beim Bezirkskommando melden, er habe auch! so ein Papier gezeigt, dessen Inhalt er nicht gelesen habe. Sie hätten dann ein Brückchen nach Groß-Karben zu über- f dritten und seien rechts den Weg eingebogen, da der Tritte, Unbekannte, gesagt habe, der Weg sei der nächste nach Groß^Karben. Bald hinter dem Chausseehaus habe derselbe sich auch etwas an einem Chausseesteinhaufen zu schaffen gewacht und dann etwas unter seinem Rock ver­borgen. Er habe sich dabei gedacht, daß der Betreffende etwas vorhabe. Er habe aua;i etwas zu ihm gesagt, das habe er aber nicht verstanden, da er den Dialekt nicht verstanden habe. Im Kloppenheimer Wäldchen hätten sie sich hingelegt, um auszuruhen. Möller habe vorn gelegen und gleich geschlafen. Ter Unbekannte habe etwas weiter zurück und selbst seitwärts hinter diesem gelegen. Ta habe derselbe das Taschentuch unter seinem Rock heraus­gezogen und eine Bewegung nach dem daliegenden Möller zu gemacht, die dahin deutete, als wolle er ihn schlagen. Er selbst habe eine zustimmende Bewegung mit dem Kopse gemack)t und sich nach etwas zum Schlagen umgesehen. Ter Unbekannte habe dem Möller nun mit einem in sein Taschentuchs gewickelten Steine einen Schlag versetzt, er selbst habe ihm den gr ißen Feldstein, der in der Nähe gelegen habe, von hinten auf den Kopf ge­worfen, daß es so gequatscht habe, und es sei ein Geräusch entstanden, als ob die Knochen krachten." Als der Stein dann heruntergefallen sei, fei das Blut hervor- gefchossen. Ter andere habe sich sofort über Möller her- gemacht und die Taschen untersucht, wobei er die Aeußer- ung gethan habe:Er ist ja schon tot". Tann habe der­selbe dem Möller fein kleines Portemonnaie herausgezogen, das Geld in die Hand geschüttet, und gesagt:Es sind ja nur 1.90 Mark, wo hat er denn das andere Geld?" Er habe darauf erklärt, daß er es nicht wisse. Der Unbekannte habe den Möller alsdann an den Füßen genommen und in das Wäldchen geschleift. Von dem Geld habe er nichts erhalten, jedoeq hätte er das genommen, was ihm angeboten worden sei. Er habe denn das Bündel genommen und sei fortgegangen in der Richtung nach Kloppenheim zu. In Groß-Karben habe er ein Glas Bier getrunken, und es hätten ihm dort sitzende Weißbinder angeboten, auf ihre Freikarte mit nach Frankfurt zu fahren. Tas sei aber nicht gegangen, da er das Bündel gehabt habe. Es fei denn ein anderer Mann gekommen, der ihn zum Karwffelverladen engagiert und ihm 50 Pfg. das Geld für die Fahrt nach Frankfurt gegeben, auch ein Glas Bier bezahlt habe. In Frankfurt habe er in der Herberge dem Eichhammer die Sachen des Möller für 1.50 Mark und einige Glas Bier verkauft. Alsdann erzählt der Angeklagte, wo er überall nach der Tljat bis zu feiner Festnahme ge­wesen fei, gießt auch zu, die ihm zur Last gelegten Dieb­stähle in Seckbach und Frankfurt a. M. begangen zu haben. Bezüglich des Würzburger Falles erzählt er, er habe der Bauersfrau von hinten mit einem in fein Taschentuch ein- gewickelten Steine auf den Kopf geschlagen, sie sei zu- sammengestürzt, hätte sich aber wieder ausgerichtet und aefagt- «Lieber Gott! Lassen Sie wich doch leben, ich gebe Hünen ja mein Geld!" Er habe alsdann gesagt:Her mit tarn Geld." Er giebt zu, bei feiner Vernehmung gejagt

bähen-Ich hätte ihr auch noch einen Schlag verhetzt, wenn der erste nicht gelangt hätte, d. h. wenn sie mir nicht ibr Geld gegeben hätte. Darüber, ob ich sie durch den Schlag töten würde, habe icp mir keine Gedanken gemacht." Was nun die That im Kloppenheimer Wäldchen anlangt, so bleibt der Angeklagte trotz eindringlichen Vorhalts durch den Vorsitzenden dabei, daß sie: siezu zweien auvgepchrt hätten Aus dem Verhalten des Mitthaters auf der Chaussee vor der That habe er geschlossen, daß derselbe gegen Möller etwas vorhabe, weil dieser gejagt Habe, er hatte 20 Mark, die er nicht naß machen wollte. Prasident : Welche Msicht haben Sie gehabt, haben <?ie denn Moller totschlagen wollen?" Angell a g t e - ,,^a- ^ch habe ge­dacht, vielleicht ist er nur so betäubt. Auf Vorhalt aus dem früheren Geständnis erklärt er:Wir haben ihn den Möller totschlagen wollen, um ihm seine Sachen abzunehmen. Es war unsere Absicht, daß durch die Schläge der Möller getötet werden sollte." Ter Angeklagte machte dann mit dem Stein vor, wie er ihn dem Verstorbenen auf den Kopf geworfen habe. Es geht daraus hervor, daß er eigentlich mehr geschlagen als ge-

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t>em benachbarten Betzenrod Ust Metzler ans Nieder, v übertragen.

Im sogenanntenHammer" ärgern eine Badeanstalt erüggestellt, in diesen Tagen Grundmauern ruhten auf türzte der Bau in voriger utenbem Kostenaufwand wir­ken Manern neu aufgeDt. Großherzog empfing am icobi, Wgeladjntant Seiner S, Sornrnandeur des FMa« i Nr. 80, den OderMnant I Jnf.-RegiS. Nr. 10, den in Friedberg, den Amtsrichter i Mrm'cheltor Dr. M. rg.

den an Genickstarre er* M. Nr. Wl ist *n ankheit befallener Manu ge- find bis jetzt in dem Regiment, abrückt, nicht mehr eiugettetev. lir hat diese Woche mit Em- Begonnen. M i fltfogramm. w-i »>' >bl jra, H d°i bi*i ltnmt ». ®er8b»rf W btm «W« to*rt j

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roorfen habe. Präs.: Empfinden Sie denn keinz, Reue über Ihre That? Ange kl : Ja. Ich habe auch am Oster- amstag beichten wollen. Ter Kaplan hatte aber keine

Zeit gehabt. Ich will nächsten Freitag beichten. (Ter An geklagte versucht zu weinen.) Präs.: Woher kannten Sie denn das Kunststück mit dem eingcwickelten Stein im Würz­burger Fall? Ange kl.: Ich habe das durch den Unbe­kannten im Kloppenheimer Wäldchen gelernt. Prä f.: Kannten Sie vorher dieses Wäldchen? Pngekl.: Nein, ich bin noch nie in dieser Gegend gewesen. Präs.: Hatten Sie nicht schon in Frankfurt die Absicht, den Moller zu berauben? Angekl.. Nein. Ich bin auch noch nicht wegen Körperverletzung vorbestraft, sondern nur wegen Diebstahls und Betrugs. Nachdem ihm der Präsident die Geständ­nisse ,die er ihm gegenüber gemacht hat, vorgelesen hat, fragt er ihn: Ist das alles richtig, ist das, was Sie mir zugestanden und heute hier gesagt haben, die volle Wahr­heit? Ange kl.: Ja. Tamil ist die Vernehmung des An­geklagten zu Ende. Nach einer kurzen Pause verliest der Vorsitzende die verschiedenen ^ugenscheinsprotokolle, woraus der Gerichtshof in die Zeugenvernehmung eintritt, die bei

Schluß der Redaktion fortdauert.

Das Jubiläum der Lollarer Feuerwehr.

E. Lollar, 10. Juni.

Am 13. Juni 1876 wurde auf Anregung des Hütten- Jngenieurs F. W. Feller hier eine freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Derselben traten sofort 85 Mitglieder bei, die den Gründer einstimmig zum Kommandanten wählten. Natürlich ging die 25jährige Wiederkehr des Tages nicht ohne eine würdige Feier vorüber. Ter Vorabend gab der Wehr Gelegenheit, ihren verdienstvollen Kommandanten Feller durch Ueberreichung eines Ehrengesck>enkes und durch einen Fackelzug zu ehren. Tie Begrüßung namens des Korps hatte der frühere Obmann, Schreinermeister R o h r - bad), übernommen, der in markigen Worten den Fleiß und die Ausdauer des Herrn Feller betonte und seine An­sprache mit einem Hoch auf denselben und seine Familie schloß. Herr Feller gab seinem Tankgefühl für die eigent­lich oen Jubilaren gebührenden anerkennenden Worte Aus­druck, wünschte, daß es den Jubilaren wie der Wehr noch recht lange vergönnt sein möge, zum Wohle der Gemeinde ßusammenzubleiben, widmete ein stilles Angedenken den Durd) Tod ausgeschiedenen Wehrmännern und bradjte ein Gut Wehr" auf die Feuerwehr aus. Der Zug bewegte sich darauf nach der Wohnung des ebenfalls in schlichtem Feuerwehrkittel erschienenen Bürgermeisters Nies und von da nach oem Festplatze. Tort verlas Kommandant Feller ein Schreiben, in dem der Bürgermeister namens des Orts- vorstandes die Wehr, den Kommandanten und die 38 Jubi- lare beglückwünschte und denselben für ihre ersprießliche, zu Schutz und Sicherheit der Gemeinde geübte freiwillige Thätigkeit den herzlichsten Tank abstattete und der Wehr auch für die Zukunft die Sympathie und Unterstützung des Gemeindevorstandes in Aussicht stellte. Tas darauf ver­lesene Schreiben des Eisenwerks Lollar bringt eben­falls die herzlichsten Glückwünsche zum Ausdruck. Wenn Die Mehr auch nickst oft Veranlassung zur Ausübung ihres Berufs gehabt, so sei man überzeugt, daß sie doch in Zeiten der Gefahr ihrey Mann stellen werde. Als Festgabe spendete das Werk 300 Mark, die zu Unterstützungen und gemeinnützigen Zwecken Verwendung finden sollen. Tas auf Bürgermeister und Eisenwerk ausgebrack)te Hoch sand freudigen Widerhall der in voller Stärke (130 Mann) er­schienenen Feuerwehr. Die Redaktion der hessischen Feuer wehrzeitung, die in einer Extraausgabe des Tages gedachte, hatte von Berlin aus telegraphisch ihre Glückwünsche ge­schickt. Der F e ft f o n n t a g wurde durch den Weckruf der Marburger Jägerkapelle eingeleitet. Um 12 Uhr fand Em­pfang der in Stärke von mehreren hundert Mann (die Gießener Wehren waren allein mit ca. 100 Mann vertreten) erschienenen auswärtigen Feuerwehren statt. Um 2 Uhr setzte sich am Nordende von Lollar der Festzug in Bewegung. An demselben beteiligten sick) außer den Feuerwehren die Lollarer Radfahrer, eine Anzahl Ehrendamen, die Vertreter des Kreisamts, der Ortsvorstand, der Kriegerverein, der Turnverein usw. Nach Eintreffen des Zuges auf dem Fesh- platze nahm zur Begrüßung der Gäste im Namen der Lollarer Wehr zuerst Herr Feller das Wort. Er dankte den Wehren für ihr Erscheinen, besonderen Dank drückte er den Vertretern der Regierung, Reg.-Rat Tr. Wagner und Kreisamtmann Dr. Heinrichs aus, bereu Erscheinen be­weise, daß Die Staatsregierung Den Bestrebungen der Feuer­wehren Interesse entgegenbringe. Er bot den Gästen ein herzlichesGut Wehr". Hierauf nahm Regierungsrat Dr. Wagner das Wort. Es fei em schönes, bedeutungsvolles, aber auch seltenes Fest, das die Lollarer Feuerwehr be­gehe. 25 Jahre seien verflossen, seit der verdienstvolle Kommandant Feller an der Spitze der Wehr stehr. 38 Mit­glieder gehören der Wehr seit Gründung an; kaum in einer größeren Stadt komme so etwas vor, und in einer Land­gemeinde stehe es einzig da. Kommandant Feller sei bereits vor einigen Jahren in Anerkennung seiner Ver­dienste um das Feuerlöschwesen mit dem Ritterkreuz zweiter Klasse des Ludwigsordens dekoriert, er wünsche Herrn Feller nock) viele Jahre seines Wirkens, ihm zur Freude und dem Morpy zum Gedeihen; 38 Wehrmänner erhielten das ihnen von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog verliehene Ehren­zeichen; die Regierung danke ihnen für ihr treues Aus­harren, sie freue sich, daß die Juoilare den heutigen Tag in Gesundheit erlebt und wünsche, daß ihnen dieselbe noch lange erhalten bleibe; die Regierung freue sich über die den 38 Wehrmännern verliehenen Auszeichnungen; er bedauere, daß ein Jubilar wegen Krankheit verhindert sei, an der Feier teilzunehmen. Hierauf verlas Tr. Wagner die Liste Der Dekorierten und beglückwünschte bei Ueber­reichung des Ehrenzeichens jeden Einzelnen. Tie Namen Der Dekorierten sind: Kommandant Franz Wilh. Feller, Heinrick; Arnold, Friedrich Bierau, Heinrich Bierau, Conrad Erb, Heinrich Frank III., Heinrich Fuchs, Friedrich Geißler III., Ludwig Geißler III., Ludwig Geißler IV., Ph. Geißler, Andr. Heuser, Casp. Karber, Heinrick) Keßler, Friedrich klinkel, Johannes Klinkel, Ludwig Klinkel IV., Franz Mankel, Carl Moos, Heinrich Pempfer, Christian Rein, Philivp Nkoos, Friedrich Riehm II., Heinrich Rohrbach IV., Balthasar Schon, Ludwig Schön III., Johannes Schupp, Gerhard Schwalb, Gerhard Schwalm, Friedrich Seipp, Ludwig Seng VI., Friedrich Simon, Ehr. Ullmann, Ludw. Wagner, Friedrich Heibertshausen, Johannes Kutscher, Louis Seipp, Georg Zorn. Regierungsrat Tr. Wagner brachte nach der Ver­teilung der Ehrenzeichen ein Hoch auf die Freiw. Feuer­wehr Lollar, ihren Kommandanten Feller und die Jubilare aus. Kommandant Feller dankte hierauf im Namen der

Dekorierten für die ihnen verliehenen Ehrenzeichen; er knüpfte Daran die Bitte, den Dank an höchster Stelle zum Ausdruck zu bringen; zur Bekräftigung des Dankes bitte er, mit ihm einzusttmmen in den :Ruf:Se. königl. Hoheit der Großherzog, der hohe Protektor der hessischen Feuer­wehren, er lebe hoch!" Der von Herrn Feller vorgesck)lagenen Absendung eines Huldigungstelegrammes au den Groß­herzog stimmt die Versammlung zu, ebenso wurde dem in der Klinik zu Gießen befindlichen erkrankten Wehrniann GerhardSchwalm telegraphisch der Glückwunsch für die Dekoration übermittelt. Im Namen des Landes- und Pro- vinzialausschusses der hessischen FeUenoehren und der Niddaer Feuerwehr gratuliert Kommandant Vepberger; Kommandant Damm-Friedberg überreichte unter Hervor­hebung der Verdienste, die fid) Herr Feller erworben, ein Diplom; sein Hoch galt der Lollarer Feuerwehr und ihrem wackeren Kommandanten. Hauptmann L i n d e n st r u t h von der Freiw. Gail'sck)en Feuerwehr in Gießen überbrachte die Glückwünsche des Korps. Frl. Lina Heiberts­hausen überreichte sodann die von den Frauen und Jung- rauen Lollars der Wehr gestiftete Standarte mit der Bitte, ie treu zu hüten und der Wehr stets voranwehen zu lassen in Freud und Leid, treu zu ihr zu stehen in der Gefahr. Ter Kommandant Feller übernahm, nachdem er den Spenderinnen in wannen Worten gedankt, die Stan­darte entgegen mit dem Versprechen, datz die Wehr alle­zeit, eingedenk der Devise: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr, stets bereit sein werde, sich in den Dienst der Nächstenliebe zu stellen; nad) dem auf die Frauen und Jung- rauen ausgsbrachten Hoch übergab Herr Feller die Stan­darte dem Fahnenträger, der sie stets in Ehren zu halten versprach. Nack) dieser Feier trat das Vergnügen in seine Rechte, und es dauerte lange, bis die letzten Festteilnehmer den Platz verließen. Ter heutige Montag ist Der Jugend gewidmet, für Die ein Festzug, Spiele unD allgemeine Be- luftigungen usw. arrangiert wurden.

Kandel und UerKehr. Uolkswirtschasb

fc. Frankfurt cu M., 10. Junt. (Orig. Telegr. deSGitßln. Anz.") Amtliche Notierunq der beuttgrn Frucht« arktpretfe Weizen Mk. 17.75 bis Mk. 18, Kurhrfstfcher Mk. 18, La Vlata Mk. 17 50-17.75, Hansa Mk. 17.50 bi« Mk. 1775, Roggen (hiesige.) Mk. 15-15 25, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.50, Hafer Mk. Ift 00, MatS Mk. 11.75, W-tzeomehl 0 Mk 25.50 bis Mk. 26, 1. Qual. Mk. 23.50 bis Mk. 24. 3 Qual. Mk. 21.50-22. Rogaenmehl 0 Mk. 22 50-23 50, 01 Mk. 21.25-23, Malzk.eie Mk. 9.75-10, Rosger» kleie Mk. 9.75-10, MatSklete Mk. 9.75 btS Mk. 10 25. AfeS per 100 Kg. ab hier.

k'O.Araukfurta.M., lO.Juni. (Telegr. Orig.'Bericht des ,G.A.-). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkauf landen 449 Ochsen, darunter 128 aus Oesterreich, 33 Bullen, da­runter 0 aus Oesterreich, 780 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 307 Kälber, 97 Schafe und Hämmel, 1245 Schweine, 1 Ziege, 2 Ziegen , 8 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 6365 Mk., 2. Qual. 5759 Mk., 3. Qual. 53-56 Mk.; Bullen 1. Qual. 53-55 Mk., 2. Qual. 49-50 Mk.; Kühe 1. Qual. 58-60M., 2. Qual. 53-54 W., 3.Qual. 4143Mk., 4.Qual. 3032 Mk., 5. Qual. 2829 Mk. Bezahlt wurden für 1 Pfd. Schlachtgewicht Kälber 1. Qual. 7880 Pfg., Lebendgewicht 46-49 Pfg., 2. Qual. 71-73 Pfg, Lebendgewicht 4143 Pfg., 3. Qual. 62 Pfg., Schlachtgewicht 0000 Pfg.; Schafe l.Qual. Schlgw. 64 Pfg., 2. Qual. 5759 Pfg.; Schweine 1. Qual. 61 Pfg., Lebendgewicht 48 Pfg., 2. Qual. 60 Pfg., Lebendgewicht 46 Pfg., 3. Qual. 4850 Pfg, Lebendgewicht 00 Pfg. Geschäft: Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand bedeutend, Kleinvieh gut, Markt geräumt.

Der telephonische «ur-bericht mußte wegen eines Gewitter in Frankfurt a. M für heute w^abletben.

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