vertreten vom
führte Rechts
anwalt En gisch.
26. Mai, dem
Nealz in Gießen wurde, wie bereits gemeldet, Justizrat Metz in Gießen gewählt. Die bereits gelegentlich der außerordentlichen Tagung vom 26. Januar besprochenen Anträge Grünem w a l d in Gießen und Genossen wurden größtenteils abgelehnt.
wenn er auch die Notwendigkeit der Handelsverträge etwas zu stark betonte, doch ganz entschieden für die Notwendigkeit eines höheren Zollschutzes für die Landwirtschaft aus- aesvrochen. Wir meinen, man sollte auf landwirtschaftlicher Seite vielmehr darauf bedacht sein, die freundliche Gesinnung der Minister für den Zollschutz der Landwirtschaft, den He ja auch vorgeschlagen hat, den vielen Angriffen gegenüber zu erhalten, statt zu den Angriffen der Gegner wegen der Zollvorlage auch noch den bitteren ^>pott zu fügen. Wie da eine Einheit zwischen der Regierung und den Mehrheitsparteien im Reichstage für den Zolltarif zu stände kommen soll, ist schwer verständlich"
total abgeschnitten. ,
Q Bergheim bei Ortenberg. Die hiesigen Basaltwerke beabsichtigen, eine Drahtseilbahn nach Ortenberg anzulegen und eine Steinklopfmaschine mit Dampfbetrieb auszustellen. Der Bruch ist an eine Frankfurter Gesellschaft für 400 Mk. jährlich verpachtet.
x Obec-Ohmea, 8. Okt. Unsere Gemeinde hat eine neue Feuerspritze bezogen. Unter Anwesenheit des Kreisamt. mannes und des Kreisfeuerwehrinspektors wurde sie einer Probe unterzogen, die glänzend ausfiel. Unsere Pfarrkirche hat einen Turm von ganz respektabler Höhe, aber der gewaltige Wasserstrahl der neuen Spritze übersprang den Turm. «Die Einlegung des Saugrohres, das das mühsame Wasser- tragen ersetzt, funktionierte sehr gut.
-o- Burkhardsfelden, 8. Okt. Am nächsten Sonntag findet die E i n w e i h u n g unserer neuen Schule statt. Anschließend an diese Feier wird dem hiesigen Kriegerverein durch einen Vertreter des Großh. Kreisamts Gießen und den Bezirksvorsteher Bruchhaußer-Gießen eine von dem Kaiser gestiftete Fahnenschleife zu seinem 25jährigen Bestehen überreicht werden. Der Festzug nimmt Aufstellung bei dem alten Schulhause um 1 Uhr mittags.
fc. Büdingen, 8. Okt. Kürzlich versuchte em gewisser IAugust Wolf aus Breslau hier seine Geliebte durch einen Schuß in den Mund zu töten. Er ist nunmehr von Worms, wohin er zu Fuß durchgebrannt war, hierher zurückgekehrt und hat sich der Polizei gestellt.
Darmstadt, 7. Okt. Gestern fand die Einweihung Ides von der Odenwaldklubsektion Darmstadt erbauten Ohly- Ith ii rin es auf dein Felsberg statt. Bei der Ungunst der Witterung mußte sich der Hauptakt im Hotel Haberkorn vollziehen, wobei der Kliibvorsitzende, Ministerialrat Braun, in einer Ansprache die Bedeutung Albrecht Ohlys um die Odenwaldklubsache hervorhob. Architekt Scherer, nach dessen Entwurf und unter dessen Leitung der Bau ausgeführt wurde, übergab den Schlussel. Danach Überbrachte Amtsrichter Wünzer von Waid-Michelbach namens der dortigen Sektion Glückwünsche ! und einen Erinnerungskranz. Weitere Ansprachen folgten. I Später fand in Jugenheim im Hotel Rindfuß ein Mahl statt, wobei der Kluboorsitzende den Toast auf den Großherzog, den
findet am 15. d. M. in Mainz statt. Die Versammlungen sollen alle zwei Jahre abgehalten werden.
§ Salz, 7. Okt. Hier wurde der sehr sehr beliebte seitherige Bürgermeister Muth (früher auch Landtagsabgeordneter) einstimmig mit 46 Stimmen wiedergewählt. Es hatten nur wenig Stimmberechtigte von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.
i Grebenhain, 8. Okt. Zu der Arzt stelle für unsere Kirchspiel-Gemeinden haben sich 27 Aerzte gemeldet. Die Gemeinden haben dem Dr. Koch aus Büttharb in Bayern die Stelle übertragen.
— Metzlos'Gehaag, 7. Okt. Gestern fand hier die Obduktion der Leiche des Kindes der Witwe Klug statt. Auch letztere wurde diirch die Gendarmerie vorgeführt. Dem Vernehmen nach soll das Kind nach Aussage des Arztes tot zur Welt gekommen sein. Die verhaftete Witwe Klug soll in die ! Klinik nach Gießen verbracht werden. — Dem hiesigen Landwirt Georg Sichert wurden beim Häckselschneiden drei Finger
Das Schwurgericht verhandelte gestern gegen den Fabrikarbeiter Friedrich Kaut II, geboren 1852 zu Lauterbach, wegen Meineides. Die Anklage wurde Gerichtsassessor Dr. Hetzel, die Verteidigung
liche gesegnet haben wird, und es scheint uns, sein Ende sei recht JMnht 1UT1I $111111
nahe, dann wird er seinen Erzeugern unendlich mehr an <*\**il I1UU1 1UIV *
an zeitlichen Gütern gebracht haben, als ihm und ihnen zu- < .
kommt, ergo ift der Unglücksrabe, der es reell verdient hätte I ist nur unter gen eine Eintagsfliege zu fein, eigentlich ein Glückskind, wie ja auch manchmal ein Russe warmherzig, ein Athlet ein guter Ehemann und ein Backfisch schlau fein kann. P. "W.
tzchmurgericht.
in. Gießen, 9. Oktober.
Protektor des Klubs, ausbrachte.
Mainz, 7. Okt. Vor einigen Wochen hat der Schulvorstand den Beschluß gefaßt, daß die noch schulpflichtigen Kinder nicht mehr bei Theateraufführungen Verwendung finden dürften, und zwar, wie in einem Rundschreiben an die hiesigen Votksschullehrer mitgeteilt worden war, „zur Abwendung schwerer sittlicher Schäden und Nachteile." Nunmehr hatte sich die Theaterdirektion Beschwerde führend an die Bürgermeisterei gewendet, da die I prinzipielle Nichtzulassung von schulpflichtigen Kindern zur Mithilfe bei theatralischen Aufführungen die Aufführung einer Anzahl Vorstellungen zur Unmöglichkeit mache. Der | Schulvorstand hat dieserhalö den von ihm gefaßten Beschluß
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichteu er.-|ier deutscher Firmen, welche zum Teil ganz neue Patente ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz. gestattet.) und Gebrauchsmuster vorführen, Gebrauchsartikel und pro- Gießen, den 9. Oktober 1901. phylaktische Tinge von verblüffender Einfachbeit und kom-
•• tzjne Versammlung der Notare des Großherzogtums, pliziertester Konstruktion. Die Krankenpflege, das freiwillige die zweite seit dem Bestehen des Notariats in unserem Lande, Lanitätswesen ist sehr gut vertreten. Die
nicht"ganz" angebracht Vva^ die",Nat.Utg/^ nennt sie eine\°“ Tie* an die Geschworenen gerichteten Schuldfragen sind knabenhafte Treiftigfeit, während der „Reichsbote" d^" ; ' . " ? ' . - ? “
bemerkt: „Uns will es scheinen, als sei die Zeit für solche yeit für den Angeklagten eine Verfolgung wegen einer Scherze, durch welche man die Minister schwer verletzt, viel strafbaren Handlung nach sich ziehen? Auf Antrag der
Es sind 10 Zeugen zu hören.
Der Thatbestand ist der folgende: Ain
1. Pfingsttage, befand sich Kaut zu Lauterbach m feiner L Wohnung. Die Nachbarn, darunter der L/chuhmachermeister I' Dufeberg und andere, befanden sich in reger Unterhaltung auf offener Straße in unmittelbarer Nähe der Kaut'schcn! Wohnung. Kaut erschien am Fenster und rief dem Duseberg I etwa folgendes zu: „Kuschelschuster, verdorbener Schuster,! schlechter Schuster, geh heim zu Deiner Frau" 2c. Dabei ahmte der Sprecher einen Sprachfehler des Duseberg nach. I Duseberg geriet in begreifliche Erregung, ergriff einen Well-1 prügel, ging damit auf Kaut los und schlug oder stieß durch I das offene Fenster diesem einige Male in den Rücken. Kaut I erstattete am 5. Juni dem Gendarmeriewachtmeister Anzeige wegen Körperverletzung gegen Duseberg, verschwieg aber, daß er diesen beleidigt hatte. Am 22. Juli stand vor dem Schöffengericht Lauterbach gegen den Duseberg Termin an. I Es war hierzu außer dem Verletzten nur noch ein Zeuge geladen, der nur aus der Ferne die Affaire mit angesehen, nicht aber gehört haben wollte, daß Kaut geschimpft habe; dieser beschwor, daß er den Duseberg nicht beschimpft hat, daß I dieser vielleicht die Worte „verdorbener Schuster" oder „ver-I dorbene Schusterei" irrtümlich auf sich bezogen habe und nun I ohne weiteres thätlich geworden sei. Kant war wiederholt vom | Richter auf das Recht, die Antwort auf die bezüglichen Fragen zu verweigern, ausdrücklich hingewiesen worden, aber er blieb bei seiner Behauptung. Aus Antrag des! Duseberg wurden zur zeugeneidlichen Vernehmung Elisabeth Stoll, sowie die Eheleute Götz zur Stelle geschafft. Tiefe bestätigten im vollen Umfange die Behauptung des Duseberg, daß Kaut diesen, bevor er thätlich geworden sei, beleidigt und gereizt habe. Nun gab Kant zum Teil zu, daß er gelogen habe, legte aber keineswegs ein volles | Geständnis ab, behauptete vielmehr, die Zeugen hätten mehr ausgesagt als wahr sei. Tic Anklage behauptet, daß die Angabe des Angeklagten vor dem Schöffengericht wissentlich unwahr abgegeben sei und das; dessen Vernehmung unter Eid beendet war, . bevor die drei neuen Zeugen vor Gericht erschienen.
Kaut erklärt, er glaube, daß er schuldig sei; gewußt habe er nicht, als er den Eid leistete, daß dieser falsch ist; der Irrtum bestehe darin, daß er annahm, er habe mit Bezug auf sich selbst im Gespräch mit seiner Tochter geäußert: „Wozu brauche ich ein Patent? Meine Schusterei ist doch verdorben." Kaut war früher Schuster und arbeitete seit über einem Jahre in einer Hutfabrik. Tie Tochter hatte kurz vorher, so erzählt der Angeklagte, die Steuer bezahlt und so sei die Rede daraus gekommen, daß er noch 40 Pfennig für ein Patent zu zahlen hätte. Duseberg
glteber befürwortete, stellte den Antrag sämtliche drei Anträge der Fraktion des deutschen Reichstages als Material zu überweisen, welchem Anträge stattgegeben wurde.
Mit einem Heil auf den Parteitag schloß der Vorsitzende die Tagung. Bruhn-Berlin brachte noch auf den Vorsitzenden, Reuther-Offenbach auf Leipzig ein dreifaches Heil aus.
Es sei noch erwähnt, daß im Verlaufe des Kommerses am Sonntagabend folgende Depesche an den Präsidenten Krüger abgeschickt wurde:
„Ew. Hochedeln senden die Antisemiten vom Parteitage 'in Leipzig treudeutsche Grüße! Heil und Sieg den Buren! Im Auftrage: Dr. Bennewitz."
Frankfurt, 7. Okt. Man wird wohl nächstens mit dem Bau des neuen Ostbahnhofs beginnen. Das Terrain der früheren Akkumnlatoren-Fabrik ift durch freihändigen Verkauf in den Besitz des Eisenbahnfiskus über» gegangen und falls der Minister zustimmt, soll schon tm nächsten Frühjahr mit dem neuen Bahnhof begonnen werden. Es sind für den Dau des Bahnhofs, der mtt dem Hauptbahnhof verbunden fein wird, 3 Jaftce Bauzeit vorgesehen. Auch der neue Bebauungsplan für das Ost^id wird den Stadtverordneten demnächst Dorgelegt. cm Nundgang durch die am Sonntag eröffnete Un f a Il schutz- und Sanitäts-Ausstellung beweist sofort deren seriösen Charakter. Eine Sehenswürdigkeit erften Ranges Zft die Nachahmung der Zeche König im Saarbrücker Steinkohlenbergwerk, eine umfangreiche, naturgetreue Ausführung. Dann beanspruchen die teilweise in Pans ausgestellt aewefenen statistischen Materialien, Karten, Zeichnungen Pläne, welche den Stand des,Unfallwesens vorführen, großes Interesse. In elegant ausgestatteten, grotzen Sonder-Ausstellungen sind das Kaiserliche Gesundheitsamt, das Reichv- versicherungsamt, die Staaten Bayern, Baden, Württemberg, | SS e f f e n , Sachsen vertreten. Fast jede Industrie verfugt über ausführliches Zahlenmaterial, Ph^MaPhieri und Litteratur, in welchen Unfallschutz und Verhütung, sanitäre und hygienische Einrichtungen erläutert werden. Tas weite Feld der technischen Industrie ist bi*t befefrt• »w
Eine Versammlung des Bundes der Landwirte in Korbach hat nach einem Vortrage des Abg. Dr. Tie- derich Hahn folgenden Beschluß gefaßt:
„Die heute in Korbach tagende, nach vielen Hunderten zählende Versammlung des Bundes der Landwirte erlaubt sich an den Herrn Reichskanzler die ergebene Bitte zu richten, Hochderselbe wolle angesichts der Reden, welche der preußische Handelsminister Herr Möller neuerdings
Politische Tagesschau.
Deutsche Börsen und Auslandsbörsen.
Aus Handelskreisen wird uns geschrieben:
Es ist in letzter Zeit von Finanzkreisen Klage geführt worden, daß die Berliner Börse immer mehr ihren internationalen Charakter verliere. Begründet wird dies u. a. durch den allerdings sehr bedeutenden Rückgang in der Emission ausländischer Wertpapiere, der naturgemäß eine entsprechende Verrinaerung der Umsätze sowie einen Ausfall in den Erträgen der Börsensteuer zur Folge hat. Tie Frage, ob es zu bedauern ist, daß Auslandspapiere nicht mehr in dem Umfange wie früher an deutschen Börsen zur Emission gelangen, soll hier unerörtert bleiben. Fest steht, daß, wer solche Fonds erwerben will, auch heute nicht in Verlegenheit kommt. Ter Kurszettel weist noch immer eine so beträchtliche Anzahl ausländischer Papiere auf, wie die Auslandsbörsen zusammengenommen deutsche Fonds oder Aktien in ihren Kurstafeln nicht entfernt verzeichnen. Wenn man den Charakter der Jnternationalität danach bemißt, dann wird den Börsen von Wien, Paris, London und New- York das Attribut „großprovinzial" mit größerem Recht beigelegt werden können. Mit Bezug auf die Pariser Börse hieß es auch vor nicht langer Zeit, daß das deutsche Geschäft mehr und mehr nach dort „auswandere". Besonders sollten Papiere in Betracht kommen, in denen der Terminhandel an deutschen Börsen verboten ift, vor allen wiederum Mvntanaktien. Soweit bekannt, werden in Paris nach wie vor ausschließlich Anteilscheine der Harpener Bergbau-Gesellschaft gehandelt .Tie „Uebersiedelung" von Aktien der Laurahütte und des Gelsenkirchener Bergwerks nach dem französischen Finanzmarkt ift bis jetzt nicht erfolgt, obwohl die Pariser Arbitrageure diesen Papieren angeblich Interesse entgegenbringen. Die deutschen Werte werden eben von den Auslandsbörsen bei weitem nicht so bereitwillig ausgenommen, wie die fremdländischen an den deutschen Börsen, und wenn die Ausnahme deutscher Fonds an nichtdeutschen Plätzen in der Thal erfolgt, so ift zumeist und jedenfalls zutreffend, daß diese Fonds nicht in den festen Besitz der Erwerber übergehen. Es wäre da interessant, bei der Beratung des nächsten Reichshaushalts- etats vom Schatzsekretär Frhrn. v. Thiel mann zu erfahren, wieviel von den unlängst in New -York begebenen 80 Millionen deutscher Schatzanweisungen bereits nach Deutschland zurückgeflossen sind. Ter Vermuten g, daß dies alsbald und in größerem Umfange statt- sinden werde, wurde seinerzeit von Parlamentariern offen ausgesprochen.
Der Landsmannminister.
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mehrfach in der Ausübung der Funktion eines Lands- sei am Fenster vorbeigegangen und habe ihn falsch ver- mcmn-Ministers der rheinisch-westfälischen Export- standen. . . .
industrie gehalten hat, auch dem preußischen Landwirt- Tie Beweisausnahme fuhrt zur vollständigen Ueber- schastsminister Herrn v. Podbielski gestatten, in der sührung des Angeklagten. Amtsgerichtsrat Frey, Gerichtsgleichen Eigenschaft eines Landsmann-Ministers die accessist Stumpf und Amtsanwalt Wahl bekunden uberem-
»r* am neue" Ä'^-r^chmL1-w^!tt I üchTabg« d-ß auf gründ E -seit'issi b-^hmdm
Tie reuzztg/' sieht in der Bezeichnung Möllers als sei, sondern daß man m ihn gedrungen sei, die Wahrheit Pol.zewcrordnmrg schnlpsücht.ge Kmder nur "'t besonderer ndsmannminister-- einen Scherz, der vielleicht zu sagen. r. IErlaubnis b°.TheatcraussnhrungenVerwendung finden dürfen.
" ~ ‘ " 1 r‘ l 2 Die an die Geschworenen gerichjteten Schuldfragen sind Mainz, 8. Okt. Von der Jahresversammlung der An-
dazu | gestellt : l. Auf^Meineid; 2. Konnte die^Angabe^r Wahr- ^^ltskammer ist noch folgendes zu berichten: An Stelle
A ' 1 ' J ber verstorbenen Vorstandsmitglieder Reinach in Mainz und
Scherze, durch welche man die Minister schwer verletzt, viel I strafbaren Handlung nach ziehen.'' Auf Antrag oer _ * . Darmstadt wurden die Justiwäte Dr. Brenner
zu ernst und mit dem Respekt vor der Obrigkeit wenig Verteidigung für den Fall der Verneinung der Frage, ob Schodler in wuröen; me
vereinbar. Der Minister Moller hat sich in feinen Reden, der Angeklagte einen Meineid geleistet, wird die Frage m Mainz und Schmeel 1 m
____________1 " - bm.y.-A"?. Kaut schuldig des Versuchs des wissentlich ungsgemaß ausscheldenden Vor>tandsmitglieder Motz m Darm- r < r r C (3:P;iPn fspinl- falschen Eides und ob er die Ausführung der beabsichtigten stadt, Dr. Gut fleisch in Gießen, (laufe und Struve m
auf Schlag sielen, sondern öfter mif beiden^ Setteni e aufgegeben hat, ohne daß er an derselben! Mainz wurden wieder nominiert; an Stelle des gleichfalls
Stockungs - Pausen verursachten. Die Darsteller der fagumstände gehindert worden sei, die von seinem ausscheidenden Mttglieds des Vorstandes Geh. Justizrat Dr. sämllich aus alteren Schwanken sattsam bekannten Hauptrollen, ^^en unabhängig waren. Der Vertreter der Staatsbehörde ■ -■ - * * '*■ -1 QT> A u
die Herren Gerlach, Woisch, Ramseyer, SchneiderI «Ijfeffor Dr. Hetzel plaidiert für schuldig des Meineids, und Sandor, und die Damen Feige, Feist-Schaubauch für Bejahung der Frage ein, die auf Grund und Brand au zeigten aber doch alle Lust an der Sache. § 187, MA 1 des Str.-G. zu 2 gestellt ist. Rechtsanwalt Insbesondere war der ivorläs ebampion des Herrn Ramseyer eine En gisch führt aus, naiü], seiner Ansicht tonne die Mein- Abs-Kopie, die das Heiterkeitsfluidum massenweise ins Pub- eidsfrage nicht bejaht iverden. Man könne nur die Fragen likum trug. Man konnte ihm fast zuttauen, daß er seinen wegen des versuchten Verbrechfens des Meineids bejahen, K- WWW
Briefmarke." Diefluchtbcr-lt- Huckebeinigkclt des gleich emeni be- Angmagi
Vögelchen böse verfolgten Herrn Martin Hallerstädt hätte ja ^ach der Rechtsbelehrung durch den Vorsitzenden und vielleicht in der Maske durch geringe Philistrosität, und diel halbstündiger Beratung der Geschworenen verkündet eheliche Autorität der Damen in erheblicherer Weise zum Aus- L^ren Obmann, Kommerzienrat Wilhelm Gail, den Wahr- _ druck kommen können. Auch Boris Mensky hätte wohl spruch, der den Angeklagten schuldig spricht des Mein- gefei etwas herzlicher, wärmer und einnehmender und ebenso eids, der aber auch die Frage bejaht, daß die Abgabe der h"’1 noch etwas temperamentvoller und stürmischer sein Wahrheit gegen ihn selbst eine Verfolgung wegen eines können, es fehlte das rechte sarmattsche Kolorit; dagegen ge- Vergehens nach sich ziehen tonnte . ,
langen dem Darsteller drollige Verlegenheit und Hebend 2bür?er^en ZWe und
Beschränktheit recht gut. Die; buchen --Dame laßt! ^rnde Eidesunfähigkeit. Rechtsanwalt En gisch weist
sich durch wenige Sttiche zu mafunscher Kultur modeln. ^arflU- ^aß durch die That ein Erfolg zum Nackfteil Allen^Herren und Damen sei generaliter gesagt«, daß sie nicht ! .ne- 'gst^ern nicht eingetreten sei, er bitte daher nur auf zu sehr ins Publikum spielen mögen. Sie leisten wohl alte ^ne Gefängnisstrafe zu erkennen. Das Urteil lautet recht Erfreuliches und es will uns scheinen, als stünden diel^em Antrag der Anklagebehörde gemäß, doch sal) der Ge- meisten von ihnen, namentlich die Herren, einige Stufen höher! richtshof von der Aberkennung von der Eidesfähigkeit ab. Der als die Herrschaften vom vorigen Jahre. Den armen Un- Angeklagte habe, um seine Rache und Gehaffigkeit auszuuben, glücksraben begleiten wir auf seinen ferneren Lebenswegen gefehlt, dies habe strafbeschwerend m e r ji gezogen mit unseren Glück- und Segenswünschen. Wenn er das Zeit- werden müssen. -----——— । —


