Ausgabe 
10.9.1901 Zweites Blatt
 
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4,/oc/o Chinesen

Tendenz: ziemlich fest.

Für die Redaktion verantwortlich, L V.: R. Drttmann.

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Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank , Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn < Gotthardbahn . , . Laurahütte . , , < Bochum . . , , Harpener . , .

372% Reichsanleihe .

3% do. . .

31/0/fl Konsole . . .

3% do. ....

3^2% Hessen . . .

50/0 Italien. Rente . .

4C/0 Griech. Monopol-Anl, 3'Vo Portugiesen . . * 30/0 Mexikaner . .

Vermischtes.

Berlin, 7. Sept. Ein schwerer Bootsunfall hat sich bei Heringsdorf zugetragen. Der ehemalige Verleger der Lägt Rundschau" und jetzige Verleger derD. Verkehrs­zeitung" derStell. N. Nachr." in Berlin, Leutnant a. D. Brigl, unternahm mit seiner Gattin, mit der er seit Ende Mai hier weilte, bei starkem Nordost und heftiger Brandung eine Segelfahrt nach dem benachbarten Misdroy mit einem

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. Dl., 9. September.

Meteorologische Beobachtungen

der TLatioa Gietzen.

worauf der Literarhistoriker Professor Adolf Stern-DreNi den die Festrede hielt. Wirk. Geh. Rat Trip s a überreichte: das Kommandeurkrcuz des Herzogt braunschweigischen Ordens Heinrichs des Löwen, der Großherzog von! Baden ließ dem Jubilar die goldene Medaille für Kunst, und Wissenschaft am Bande und den Orden Bertholds I. von Zähringcn überreichen. Ter preußische Mltusmrnist-r hat Wilhelm Raabe schriftlich beglückwünsscht und ihm mit- geteilt, daß das Ministerium des Jnnerp im Interesse der Verbreitung seiner ausgezeichneten Schriften eine größere Summe zum Ankauf von Werken für die Volksbiblwthekew bestimmt habe. Stadtrat Meyer überbrachte das Diplom als Ehrenbürger der Stadt Braunschweig, ein Vertreter von Eschershausen das der Vaterstadt des Dichters. Die Universität Göttingen übersandte ihm durch Professor Roetlc die Ernennungzum Ehrend0kt 0r, während Professor Schottler im Austrage der technischen Hochschule und der Westermannsche Verlag Adressen Übergaben. Beim Festmahl im Wilhelmsgarten feierten Hans Hoffmann, Professor Wilhelm Brandes sowie Rechtsanwalt Engeln brecht den Jubilar, während Julius Schm eher ein 'Album huldigender Fe st blätter erster Meister der deutschen Tichtung und Kunst überreichte. Aus fast allen weisen der Litteratur und Stirn ft Deutschlands trafen telen graphische Glückwünsche ein. Der rüstige Jubilar nahm,, umgeben von Gattin und Töchtern und Freunden, die be­geisterten Huldigungen mit Dank und in' .Mler Heiterkeit entgegen.

Petersburg, 8. Sept. Heute sand der Stapellauf des LinienschiffesBorodino" statt.

Cleveland, 8. Sept. Die hiesige Polizei erklärt, nach eingehender Vernehmung einer Anzahl Freunde Czolgaxs, sie verrnochte kein Anzeichen vom Bestehen eines Komplotts in Buffalo zu entdecken.

Arbeiterbewegung.

0. Mainz, 8. Sept. Der in der Staufirma Flügge anfang der vergangenen Woche ausgebrochene Strike dauert,? entgegen der Erklärung Flügges noch an. Es sind seit gestern fast sämt­liche Arbeiter in Ausstand getreten. Es ist versucht, und von beiden Seiten auch angenommen werden, durch das Gewerbegericht eine Einigung herbeizuführen, a8er der Unternehmer Flügge hat im letzten Augenblick erklärt, sich auf keine Verhandlungen emzulassen, und ist deinentsprechend auch nicht bei dem von dem Gewerbege­richt angesetzten Termine erschienen. Der Grund zu dem IStrike ist, daß die Arbeiter zehnstündige Arbeitszeit und eine Erhöhung des Stundenlohnes auf 45 Pfg. die Stunde verlangen.

Berlin, 8. Sept. Der Reichskanzler traf abends aus Norderney hier ein und nahm den Vortrag des Staatssekretärs v. Richthofen entgegen. Er setzte darauf die Reise nach Pillau fort.

Frankfurt a. M., 9. Sept. Auf die Nachricht vom Tode des Finanzministers v. Miquel trafen bfe drei Söhne des Verstorbenen, Oberleutnant v. Miquel vom 15. Trag.-Reg. in Rathenow, Landrat v. Miquel in Rathe­now und Legationssekrctär v. Miquel von der deutschen Botschaft in Paris hier ein, so daß die gesamte, Fst- mitte des Verstorbenen am Totenbett versammelt ist. Tie Beerdigung wird in Frankfurt am Mittwoch statt­finden. Vom Kaiser Wilhelm ist ein Beileids­telegramm eingegangen; ebenso sind bereits zahl­reiche andere Beileidskundgebungen eingetroffen.

Fiume, 8. Sept. Ta die bakteriologische Untersuchung des Leichnams des am 3. September verstorbenen 75jähr. Matrosen Giusttch verdächtigeSysteme ergeben hat, ist die Schließung des Krankenhauses angeordnet und die strengsten Vorsichtsmaßregeln sind getroffen wor­den , obschon der Umstand, daß seit dem 26. August, wo Giustich in Fiume eingetrosfen, sich kein verdächtiger Krankheitsfall ereignet hat, die Ansteckungsgefahr sehr ge­mildert erscheinen läßt. Der Budapester Universitäts-Pro­fessor Patik kam hierher, um festzustellen, ob die Bazillen, deren Einimpfung den Tod von Versuchskaninchen zur Folge hatte, als Pestbazillen sich erweisen. ,

Braunschweig, 8. Sept. Tie Feier zu Wilhelm Raabes 7 0. Geburtstag gestaltete sich zu einer großartigen nationalen Kundgebung. Der Festakt im Mstadt-Rathause begann mit ergreifenden Fest­gesängen unter Leitung des Tomorganisten Schrader,

Pasages, 8. Sept. Der Kommandant des deutschen SchulschiffesStein" gab heute den Behörden von San Sebastian ein Frühstück. Unter den Geladenen befand sich auch ein Vertreter des Ministers des Aeußeren.

Washington, 9. Sept. Die kolumbische Gesandtschaft er­hielt ein Telegramm vom Auswärtigen Amte in Bogata, worin neue Einfälle seitens Venezuelas, Eenä- dors und Nicaraguas gemeldet werden. Die Gesandt- chaft empfing ferner folgendes Telegramm, vom stellver- retenden Gouverneur von Panama: Wir erwarten gleichzeitige Angriffe auf Panama und Colon.

Bnffallo, 8. Sept. Ein nachmittags 4 Uhr ausgegebenes Bulletin über das Befinden MacKinleys lautet: Seit dem letzten Bulletin schlief der Kranke im ganzen 4 Stunden ruhig. Seit 9 Uhr früh ist der Zustand des Präsidenten von allen Aerzten als zufriedenstellend bezeichnet worden. Puls 128, Tem­peratur 101 Gr. Fahrenheit, Atmung 28. Ein zweites Bulletin, das abends 9 Uhr ausgegeben wurde, lautet: Der Präsident ruht ungestört und es zeigt sich kein besonderes Zeichen irgend einer Veränderung seit dem letzten Bulletin. Puls 130, Temperatur 101,6 Fahrenheit, Atmung 30.

Buffalo, 8. Sept. Gestern abend« wurde bekannt, Mac Kinley habe seit dem Ueberfall keinerlei Nahr­ung zu sich genommen, nur Wasser wurde ihm in kurzen Zwischenräumen gegeben. Die Aerzte meinen, der Patient sei kräftig genug und bedürfe zur Zeit keiner Nahrung und keiner Stärkungsmittel. Medizin wurde bisher nicht ge­geben, ausgenommen Fingerhuttvopfen, welche verordnet worden sind, um den Puls zu beruhigen. Alle Kabinetts­mitglieder sind hier eingetroffen außer Staatssekretär Hay, und Marinesekretär Lon g, die üoch heute erwartet werden. Tie Möglichkeit daß Roosevelt während Mac Kinleysj Krankheit als stellvertretender Präsident amtieren müsse, wurde gestern in unverbindlicher Meise besprochem Alle Präzedenzfälle sprechen dagegen. Wtznn nicht ein un­erwartetes Ereignis oder ernste Verwickelungen mit dem Auslände eintreten, wird die Eventualität, daß Roiosevelt als Vertreter des Präsidenten amtieren müsse, als. in weitem Felde liegend angesehen. i /

Chicago, 8. Sept. Die hiesigenDaily News" ver­öffentlichen die Aussagen, welche Czolgids!z vor der Polizei in Buffalo mackste. Djeser erklärt darin, er hakte lediglich unter dem Einfluß anarchistischer Schriften ge­handelt und sei überrascht über die Art und Weise, wie ihtt das Volk nach dem Ueberfall behandelte. Nachdem Czolgosz die Aussagen unterschrieben hatte, erklärte er, er bereue die die That durchaus nicht, weil er für eine große Sache thttt, was er konnte. Er stehe in keinerlei Verbindung mit der Patersvngruppe oder den Anarchisten, welche Bresci nach' Italien sandten. Er habe keine Mitwisser. Ein anderer aus Brüssel vorliegender Bericht besagt, (tzolgosz gab zu, mit Freunden über seine That gesprochen zu haben. Bor der? Hand erhielt Czolgosz keinen Rechtsbeistand. Er sagt, er wolle keinen Rechtsanwalt.

karte zur Verfügung gestellt, die offenbar ein ähnliches Schwindel­manöver bezweckt. Es heißt darin:Mit Gegenwärtigem will ich Sie bitten, ein ganzes Los der hessischen Lotterie mir zu­kommen zu lasten. Den Gegenwert werde zur dritten und letzten Ziehung begleichen. Achtungsvoll Sch. Jakob Landau, Lodz."

* Gefaßter Dieb. Schon seit längerer Zeit wurden auf dem Bahntransport befindliche Gepäckstücke erbrochen und teitweise chres Inhalts beraubt, wobei es der Dieb Vorzugs- . weise auf Wertgegenstände, Schmucksachen, Geld u. bergt abgesehen hatte. Man schöpfte gegen einen in Butzbach wohn­haften 20jährigen Streckenarbeiter Verdacht. Gestern früh begab sich ein hiesiger Kriminal-Schutzmann in Begleitung zweier höherer Bahnbeamten nach Butzbach, wo die Wohnung deS Verdächtigen einer Durchsuchung unterzogen wurde. Die Durchsuchung hatte denn 'auch völligen Erfolg, -töten fand die mannigfachsten Gegenstände: goldene Kettchen, Broschen, Medaillons, ein goldenes Kreuz, Zigarren, Strümpfe u. bergt in seiner Wohnung aufgespeichert, die aus vier Diebstählen herrübren. Der Beschuldigte ist geständig. Er hat crllärt, die Diebstähle in der Weise ausgeführt zu haben, daß er auf der Strecke Friedberg, Nauheim und Butzbach im Packwagen mitgefahren sei und bei dieser Gelegenheit die betr. Gepäck­stücke geöffnet und Wertsachen daraus entwendet habe. Unter den vorgefundenen Gegenständen befanden sich auch Gold­sachen, die einer hiesigen Dame aus einem Gepäckstück geraubt waren. Der Dieb wurde verhaftet.

* Schlagerei. Gestern abend gegen 10 Uhr entstand in der Marburger st raße zwischen zwei Arbeitern eine Schlägerei, wobei der eine seinen Gegner derartig traktierte, daß dieser mehrere Verletzungen am Kopf davontrug und in der Klinik verbunden werden mußte. Der Thäter, ein hiesiger bekannter Raufbold, ist zur Anzeige gebracht worden.

* Ruhestörung. In der Nacht vom Samstag auf Sonn­tag verursachten Bewohner der sogenanntenKracheburg" an der Neuenbäue im Innern der Hoftaithe einen derartigen ruhestärenden Lärm, daß die Polizei einschreiten mußte. Die Ruhestörer wurden zur Anzeige gebracht.

Darmstadt, 8. Sept. Ganz nahe an derselben Stelle, an welcher auf dem Bahndamm des Odenwaldgeleises der Zu- sammenftoß zwischen einem Rangier- und einem leeren Militär- zug stattfand, wurde heute nacht von ruchloser Hand ein schweres, mehrere Zoll starkes Maurerbrctt quer über die Schienen gelegt. Der Frühzug aus dem Odenwald fuhr ohne Schaden zu nehmen darüber. Die Maschinenräder schnitten das Brett an der Außenkante glatt durch. Der Lokomotivführer bemerkte das Hinternis zu spät und konnte trotz aller Anstrengung den Zug vorher nicht mehr zum stehen bringen. Die Kriminalpolizei fahndet eifrig nach dem Thäter. Man soll ihm bereits auf der Spur sein. Die Ausstellung der Künstleckolonie erfreute sich heute wieder eines überaus starken Besuches. Man schätzte die Zahl der Besucher auf mehr als 10000. Das Ueberdokument fand heute ein freudloses Ende. Wie man hört, sind die auf 8000 Mk. taxierten Unkosten durch die Einnahmen gerade gedeckt.

fc. Homburg v. te H., 8. Sept. Tie vvn Professor UphueS ausgearbeitete Skizze für das hier zu errichtende Kaiserin Friedrich-Den km al hat den vollen Beifall bie3 Kaisers gefunden. Das Denkmal wird aus einer doppelt lebensgroßen Miste bestehen, die sich auf einem schlanken Postament erhebt. Die Kaiserin ist in der Blüte ihrer Jahre, etwa als Vierzigerin dar gesollt nach einer aus dieser Zeit wohlgelungenen Photographie. Tas Haupt schmückt oie Krone, die Rechte hält das Gewand über der Brust zusammen. Viktoria Kaiserin Friedrich" lautet die von einem Kranz umrahmte Inschrift des Sockels. Eine Palme, durchflochten von Rosen, denen auf Wunsch des Kaisers noch Passions­blumen als Symbol des Leidens hinzugefügt worden, liegt auf der oberster Stufe. Tie Büste wird aus Marmor, der Sockel aus rfotem Granit hergestellt. Kranz und Palme werden in Bronze gegossen.

fc. Frankfurt a. M., 8. Sept. Zu dem Rekontre zwischen Leutnant Walb und Ingenieur Beck erfahren wir noch, daß zwischen den beiden vor ca. 3 Wochen schon ein­mal ein Zusammenstoß stattsand, ebenfalls wegen ter Marga Patzst, daß deshalb vom Regiment (168) eine Untersuchung eiitgeleitct war. Walb wurde von Offenbach zum 1. Bat- nach Butzbach versetzt. Seitdem hat Walb den Entschluß gefaßt, den Rock des Königs an den Nagel zu hängen und nach New-Ank zu gehen, um dort Zahnheilkunde zu stu­dieren. (SÄn Vater ist Hofzahnarzt in Darmstadt.) Tas Billet zur Ueberfahrt hat Walb bereits am 31. August, also vor dem letzten Rekontre, gelöst Marga Pabst ist die Tochter eines in Sachsenhausen wohnenden Schreinermeisters. "Sie sellst wohnt alsPrivatiere" hier in der Niddastraße.

Zpielplarr der vereinigten Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Dienstag den 10. September,*)Der Troubadour." Mittwoch, 11. September.Mamsell Ang 0 t". Donnerstac, 12. September.Der Ring der Nibelungen". Vorabend Das N h e i n g 0 l d". Freitag, 13. September.Der Trom­peter von Sakkingen." Samstag 14. September, 67, Ubr D e r Ning des N i b e l u n g e n". Erster Tag:D i e W a l - küre." Sonntag, 15.September.AlessandroStradella . In den Tagen vom 12. bis 22. September wird iur Opernhaufe WagnersRing des Nibelungen" zur AuM)rung gelangen. In ,,R h e i n g 0 l d" (am Donnerstag, 12.) wird Kammersänger Dr. Raoul Walter au§ München die Partie desLoge" als Gast fingen. Am Samstag, 14. September, folgtDie Wal­küre", am Dienstag, 17. SeptemberSiegsrred", am Sonn­tag, 22. September,Götterdämmerung" mit den einheimi­schen Kräften.

Schauspielhaus.

Dienstag, 10. September.Ueber unsers Kraft" Mitt­woch 11. Sept.Schmetterlings sch lacht". Donnerstag, 12. öept. Abonnementsvorftellung für einen ausgefallenen Mittwoch. Zum ersten Male:Glück". Freitag, 13. Sept.Die Räuber". Samstag, 14. SeptG l ü er. Sonntag, 15. September. 3V»Uhr. Flachsmann als Erzieher." 7 Ubr:Glück".

*) Wenn nicht anders bemerkt um 7 Uhr.

Orten, welche selbst oder durch ihre Umgebung dem Er- holmrgsbÄ>ürfnis des Großstädters in der freien Natur zu bienen geeignet sind. Schon seit Jahren wären in Voraussicht der geplanten Reform der Persvnentarife alle Anträge auf Äk^äehnung der Sonntagsfahrtarten abgelehnt worden. Im Verkehr von Mainz würden bis auf weiteres nach folgenden Platzen Sonntagsfahrkarten bestehen bleiben: Von Mainz Hpt^f- nach Alzey, Bingen-Rüdesheim, Bingerbrück, Tarm- städit, Gr.-Geran, Jngelheim-Lestrich-Winkel, Kreuznach Bad oder Stadt, Münster a. St., Oppenheim, Uhlerborn- Von MainL-Neuthor nach Darmstadt, Gr.-Gerau, Oppenheim, llu- yrtcenenb sei, anzunehmen, daß die Sonntagsfahrkarten eine Eigentümlichkeit des im Großherzogttim Hessen be- lsgeneu Eisenbahnnetzes wären. Sonntagsfahrkarten wur­den viÄmeyr im weitesten Umfange im gesamten Gebiet der ,Preußischen «Äaatsbahnen verausgabt. Tie bevorstehende Einschränkung erfolge daher auch nach gleichen Grundsätzen für das ganze Netz der Preußisch-Hessischen Staatsbahnen, tm Zusammenhänge mit der weittragenden Verkehrserleich­terung, welche durch Einführung der 45 tägigen Giltigkeits- daner der Mckfahrkarten gewährt worden wäre.

~ Schwindelei. Unter dieser Spitzmarke brachten wir in unserer SormtagSnummer eine Notiz, nach der viele hessische Lotteriekollekteure seit dem kurzen Bestehen unserer Landes-- lotterie bereits von ausländischen Losabnehmern beschwindelt worden sirrte Heute wird uns von Herrn Jughardt eine Post-

dem Schiffer Peters gehörigen Boot. Am Mittag ist das : Boot, in dem sich außer den schon genannten noch zwei, 18- und 19jährige, Söhne des Schiffers Peters befanden, auf hoher See von Heringsdorf aus gesehen, auf seine Rück­kehr aber vergeblich gewartet worden. Heute Millag sind nun die Leiche der Frau Brigl und Teile des Bootes in der Nähe von Heringsdorf angeschwemmt worden, sodaß leider mit Gewißheit anzunehmen ist, daß sämtliche fünf Jn- affen den Tod gefunden haben. Brigl hinterläßt einen dreijährigen Knaben, der unter dem Schutz von Verwandten sich befindet. Neber die Ursache deS Unglücks kann es nur Vermutungen geben. Das Boot dürste bei dem schweren Wetter voll Wasser geschlagen sein, so daß es jäh gesunken ist. Herr und Frau Brigl waren passioniette Freunde des Waffersports und unternahmen besonders bei hohem Seegang mit Fischern weite Ausflüge in See. Die junge führte Frau hierbei regelmäßig das Steuer.

Handel und Verkehr. Uollrswirtschast.

Märkte.

Grünbera, 7. September. Fruchtmarkt (TurchschnUts- preis pro 100 Kilo.) Weizen 16.38 bis 16.50 Mk., Korn lo.30 bis 19.00 Mk.. Gerste 13.00 bis 00.00 M., Hafer 13.08 bis 13,50 Mk., Erbsen 15.25 bis 00.00 Mk., Linsen 00.00 Dlk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mk., Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 6.00 Mk.

fc. Franisurt a. M., 9. Septbr. (Telegr. Orio.-Berlcht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Vrehmarkt- preise. Zum Verkaufe.standen 484 Ochsen, darunter 123 aus Oesterreich, 52 Brillen, darunter 2 aus Oesterreich, 909 Kühe, Fersen, Stiere imd Rinder, 290 Kälber, 312 Schafe nnd Hammel, 1437 Schweine, 2 Ziegen, 0 Ziegen-, 10 Schaflämmer.Bezahlt mutte für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualllat 6869 Mk. 2. Qual. 6265 Atk., 3. Quat 5860 Mk.; Bullen 1.Qual. 5o bis 57 All., 2. Qual. 5154 Mk.; Kühe 1. Qual. 6062 Mk., 2. Qual 5658 Mk., 3. Qual. 4245 All, 4. Quat 3234 Mk., 5. Quat 3032 Mk. Kälber: 1. Qualität 7779 Pfg., Lebendgewicht 46 bis 48 Pfg., 2. Qual. 6971 Pfg., Lebendgewicht 4042 Pfg., Schlacht­gewicht 5758 Pfg., Schafe: 1. Quat Schlachtgewicht 6264 Pfg., 2. Quat 5557 Pfg.; Schweine 1. Quat 68 Pfg., Lebendgewicht 54 Pfg., 2. Quat 67 Pfg., Lebendgewicht 53 Pfg., 3. Quat 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft ber Hornvieh gedrückt, bei Kleinvieh gut Mackt geräumt ,

fc. Frankfurt a. M., 9. Sept. (Orig.-Telegr. desGreßew Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktprerfe. Weizen Mk. 16.2500.00, Kurhessischer Mk. 00.0000.00, La Plata Mk. 16.7517.25, Kansas Mk. 00.00-00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 13.5000.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.00-16.50, Kleie Mk. 00.0000.00, Hafer Mk. 13.7514.00, Mais Mk. 12.00 bis Mk. 12.25, Weizenmehl 0 Mk. 24.7525.25, 2. Qualität Mk. 22.75 bis Mk. 23.25, 3. Qualität Mk. 20.7521.25, Nogaenmehl 0 Mk. 21.7522.25, 1.Qualität Mk. 20.5020.75, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 00.00, 'Roggenkleie Mk. 9.7510.00, Maiskeime Mk. 9.50 bis Mk. 10.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

Lemberg, 8. Sept. Nachts wurde in die Geschäftsräume des Bankhauses Jonas vom Keller au§ eingebrochen und aus der feuerfesten Kaffe ungefähr 80,000 Kronen, Wertpapiere und Bargeld, geraubt Die übrigen Kassen sind unberührt.

September

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