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entsprechende Einrichtung einen guten Eindruck. Bereits gestern hatte jichl eine große Anzahl von Besuchern eingefunden, die den nachmittags von den Offenbacher Turnvereinen veranstalteten Schauturnen mit großem Interesse folgten. Tie vorgenommenen Uebungen, an denen sich etwa 150 Turner beteiligten, machten durch ihre Exaktheit einen guten Eindruck. Tie zahlreich errichteten Bierzelte waren bereits gestern durchwegs so stark besucht, daß! man zweifeln kann, ob sie in den eigentlichen Festtagen, an denen doch der Zudrang ein wesentlich stärkerer sein wird, ausreichen werden.
Jugenheim, 8. JuU. Dieser Tage fand in aller Stille auf dem Heiligenberg die Beisetzung der Leichen des Prinzen Alexander von Hessen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Julie von Battenberg in der neuen Gruft beim Goldenen Kreuz statt. Die Särge mit den Verstorbenen standen bisher in der Kapelle daselbst und sind nun einem Wunsche des Heimgegangenen Prinzen gemäß an der von ihm bezeichneten Stelle bestattet worden. Der Beisetzung wohnten die Prinzen Ludwig und Franz Joses von Battenberg mit Gemahlinnen, sowie der Gras und die Gräfin zu Erbach- Schönberg bei.
fc. Mainz, 8. Juli. Das Urteil, wonach Leutnant Vogt mit 2 Jahren und Oberleutnant Richter mit 3 Monaten Festung bestraft wurde, wurde vom Kaiser bestätigt. Von einer Entfernung VogtS aus dem Heere ist keine Rede.
fc. Frankfurt a. M., 8. Juli. Die Nachricht, daß kürzlich im hiesigen Stadtwalde ein Duell auswärtiger Offiziere stattgefunden habe, wird jetzt bestätigt mit der Berichtigung, daß das Duell zwischen einem Kapitänleutuant und einem Leutnant der Reserve auSgesochten wurde. Es verlies nnblutig. — Aus dem gestern in Bockenheim abgehaltenen 1. BundeSsest deS Arbeiter Sängerbundes für Main- und Rheingau wurde ein Schuhmacher von Unbekannten überfallen und lebensgefährlich verletzt. Er erlitt einen Schädelbruch.
Frankfurt a. M, 7. Juli. Die Angestellten des Roth- schild'schen Bankhauses werden, soweit sie 40 Jahre alt find, penfioniert, und zwar größtenteils mit vollem Gehalt. Die jüngeren Beamten werden von der Diskonto Gesellschaftübernommen. Das Haus Rothschild zahlt für jeden Übernommenen Beamten für Pensionen, Krankenkaffe, Witwen- und Waisenversorgung 10- bis 15,000 Mk. je nach den Dienstjahren.
Frankfurt a. M., 8. Juli. Hier tagte unter bem Vorsitz des Landgerichts-Präsidenten, Geh. Ober-Jushizrats Klein-Bonn, eine von dem Gefamtvorstande erwählte Kommission zur Beratung anderweitiger Satzungen des Teutschen Flotte n Vereins. Man einigte sich! dahin, im wesentlichen die bisherige Verfassung des Vereins beizuhalten, nur die Befugnisse der Mitglieder des Präsidiums näher zu begrenzen, die Beziehungen zu den Landes-, Provinz- und Hauptausschüssen klar zu stellen und ftir deren Eintragung in das Vereinsregister die näheren Bedingungen aufzustellen. Tie neu entworfenen und bereits fest- gestellten Satzungen sollen den Ausschüssen zur Aeußerung etwaiger Bedenken bis zum 1. November vorgelegt, sodann einer nochmaligen Prüfung unterzogen und später der Mitgliederversammlung zu Berlin unterbreitet werden.
** Kleine Mitteilungen aus Hefien mtt» den Nachbarstaates. Am 7. Juli, abends, wurde bei Bingen im Rhein die Leiche eines unbekannten Mannes, welcher ungefähr 45 bis 50 Jahre alt sein kann, geländet. — Die „Birkenaner Zeitunghat nach kaum fünfmonatlichem Bestehen wieder aufgehört zu erscheinen und zwar, wie der Herausgeber, Max Busch auS Weinheim, selbst berichtet, aus Mangel an Inseraten.
Kermischter.
* Kassel, 8. Juli. Wegen bedeutender Treber- verluste ertrankte sich ein hiesiger Versicherungsinspektor.
* Godvrf a. Rh., 6. Juli- In einem Roggenfelde fand man die gräßlich, verstümmelte Leiche eines 15jährigen Mädchens aus Urfeld. Tas Mädchen ist am Sonntag, auf dem Heimweg von Bergdorf das Opfer eines Lustmordes geworden.
* Im Eisenbahnzuge verbrannt. Ein schreckliches Unglück hat sich Sonntag spät abends in einem Eisenbahnzuge zwischen Biesenthal und Bernau -(in der Provinz Brandenburg) zugetragen. Tie Kleider eines jungen Mädchens, Frl. Elsbeth Gennee aus Eberswalde, gerieten in Brand, die Unglückliche sprang in ihrem Schmerz aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge und erlag im Augusta-Viktoria-Heim in Eberswalde ihren Verletzungen.
* Straßburg, 8. Juli. Bei einer heute morgen 8 Uhr in der Nähe der Rheinlust, 300 Meter oberhalb von Kehl, abgehaltenen Brückenschlagübung des in Straßburg garnisonierenden Pionierbataillons Nr. 19 trieb ein Ponton, der mit 14 Mann der 1. und 4. Kompagnie besetzt war, unter der starken Strömung des Rheins gegen einen andern und schlug um. Fünf Mann konnten sich durch Schwimmen retten, während ein Unteroffizier und acht Mann ertranken. Zwei Leichen, die an einer unterhalb gelegenen Kiesbank landeten, sind geborgen. Ein Sanitätszug aus Straßburg wurde sofort nach der Unglücksstätte entsandt. — Einer anderen Meldung zufolge wurde das Unglück dadurch herbeigeführt, daß die Jnsaffen des Pontons ein Tau auf die Seite werfen wollten. Hierbei kippte das Boot um; die Ertrunkenen sind sämtlich Rheinländer. Von den ins Wasser gefallenen Pionieren wurde einer durch Leutnant Schneider gerettet, der in voller Uniform in die hochgehenden Wogen des Rheines sprang.
* Paris, 8. Juli. Der Kriegsminister verhängte über den Oberst des 147. Infanterieregiments achttägigen Arrest, weil er einen Soldaten, der gegen das kirchliche W.rabms semes Vaters protestiert hatte, mit 50 tägigem Gefängnis bestraft hatte. b
* Marseille, 8. Juli. Eine 10tägige Quarantäne wurde über den Postdampfer „Laos" verhängt. Ein an Bord des „Laos" vorgekommener Erkrankungsfall erscheint als pest verdächtig; die -anderen Erkrankunasfälle der Passagiere sollen nicht auf Pest zurückzuführei? sein
* Was ein Helmstädter Professor im Jahre 1653 seinen Studenten über denTabak erzählte Darüber lesen wir folgendes: Der Professor der Arzneikunde Tapp zu Helmstädt legte 1653 das Protektorat nieder »nd hielt bei dieser Gelegenheit eine Rede de Tabaco ejugqne hodierno abusu. Nach einer Geschichte des Tabaks erzählt « r bcR traurigen Folgen des Tabakrauchens. Blut und Gehirn werden dadurch erhitzt und auSgetrockaet: der Kopf werde zum schändlichen Kamin gemacht — man bringe sich
dadurch um alles Genie. Durch den Genuß von Bier und Wein werde der Schaden gewöhnlich verdoppelt. Der Tabak sei ein verborgenes schlaues Stratagem des Satans, um die besten Köpfe, welche ihm (dem Satan) schaden könnten, auf diese Art stumpf zu machen. Was er durch Bier und Wein nicht e-reichen könne, das vollende er durch Den Mißbrauch des Tabaks. So pflege es der alte Betrüger zu machen, daß er gerade die heilsamsten Arzneien zum Mißbrauch lenke. Tappiuö führt zum Schluß noch anatomische Be-.spiele au, wie es im Gehirn der Tabakraucher aussehe!
Gerichtssaal.
Berlin, 3. Juli. Eine sehr bemerkenswerte Entscheidung hat das Kammerg-richt gefällt. Ein in BreSlau verstorbener Spediteur hinterläßt ein eigenhändig geschriebenes und unterschriebenes Privattestament, durch das er Frau und Kinder zu Erben einsetzte. Die Erben waren mit dem Testament einverstanden, doch verweigerte ihnen die Behörde den Erbschein, da das Testament aus folgendem Grunde ungiltig sei. Es trage nämlich am Kopfe in Druckschrift den Vermerk: Breslau, den.....L Straße Nr. 9). Hinter Breslau habe der Erblasser hand
schriftlich das Datum hinzugefügt, da das Wort Breslau aber ausgedruckt fei, so entspreche es nicht der Bestimmung, daß alle Teile des Testaments geschrieben sein müßten. Auch das Kammergericht hat sich der Auf- fasiung der unteren Instanz angeschloffen. (Ob dies Urteil, das unzweifelhaft dem Buchstaben des Gesetzes entspricht, große Anerkennung finden wird, ist sehr zweifelhaft. Hier hat der Buchstaben über den Sinn des Gesetzes gesiegt. D. Red.)
Berlin, 8. Juli. Der Prozeß der Militäranwärter gegen die Reichspost wegen zu geringer Tagegelder ist nunmehr in der obersten Instanz für die ersteren entschieden. Den Militäranwärtern wurde als „Beihilfe zum Lebensunterhalt" 2,25 bis 2,75 Mk. täglich gewährt, während ihnen 3/< des Mindestgehalts ihrer demnächstigen Stellung und ein Wohnungsgeldzuschuß zustand, wie den Anwärtern von den Regimentern bekannt gegeben worden war. Diese Angelegenheit greift bis auf das Jahr 1882 zurück. Nachdem nun einige Mflitäranwärter die Berechtigung ihrer Ansprüche durchgedrückt haben, hat sich die Postbehörde bereit erklärt, die übrigen einschlägigen Forderungen ohne weiteres zu begleichen. Die zu wenig gezahlten Gelder werden den Beamten für die ersten zehn Jahre mit 4, für die spätere Zeit mit 3 Prozent verzinst. Manche Beamte erhalten bis zu 800 Mk. (Zu wünschen wäre, daß auch den Wittwen und Kindern bereits verstorbener Anwärter die Guthaben ausgezahlt würden. D. Red.)
Kandel und UrrKehr. Volkswirtschaft.
Leipzig, 8. Juli. DaS „L. T." berichtigt seine Mitteilung vom 6. Juli üoer die Verhandlungen der freiwilligen Vereinigung von Aktionären der Leipziger Bank dahin, daß die dem stellvertretenden Vorsitzenden deö AufsichtslalS, Georg Schröder, zugeschriebrne Aeußerung: „Er und seine Kollegen sähen ihr Vermögen nur noch als Vermögen der Aktionäre der Leipziger Bank an" sei nicht gefallen. Schröder gab lediglich der Auffassung Ausdruck, baß er im Interesse der Sache nach jeder Richtung hin thue, was in seinen Kräften stehe, und daß nach seiner Ueberzeugung die übrigen AufstchtLratsmitglieder von der gleichen Anschauung geleitet seien. — Der gestern aus Newyork zmück- gekehrte Vorsitzende des AufsichtSrats der Leipziger Bank, Stadtrat und österreichisch-ungarischer Konsul Dobel, wurde auf Verfügung der Staatsanwaltschaft verhaftet.
New-York, 8. Juli. Der Großkaufmann Pierre Lorillarl ist gestorben. Lorillarl war Chef einer der bedeutendsten Schnupftabak-Fabriken
Sport.
Darmstadt, 8. Juli. Den Wanderpreis, den der Großherzog der hiesigen Lawn-Tennis-Vereinigung gestiftet hat, gewann beim Einzelspiel für Herren um die Meisterschaft von Darmstadt v. Lersner gegen H. Fitting mit 6:1, 6:2, 6:1.
Berlin, 8. Juli. In der gestrigen WeltmeisterschaftS-Rad- fahrt für Berufsfahrer im Sportpa, k Friedenau über 100 Kilometer siegte Robl. Bouhours stürzte in der 25.Runde und mußte aus der Bahn getragen werden.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, dm 8. Juli.
In einem »Eingesandt" der Nr. 158 deS „Gieß. Anz." hat Herr Wilhelm Löber sich unter 2. mit meiner Person beschäftigt, was mich veranlaßt, znr Klarstellung der Angelegenheit bas Nachstehende aus- zuführen:
Herr Bäckermeister Löber hatte in der Generalversammlung gewünscht, daß dem Kassengehllfm Strobel untersagt werde, den Vorsitz deS Bäckereizehilfen-VerbandeS zu führen. Lediglich hieraus zielte seine Interpellation hin, und es waren nicht Kasseninteressen, die er hierbei vertrat, sondern die der hiesigen Bäckermeister, was ja auch durch das Erscheinen verschiedener dieser Herren dargethan wurde. Daß die Interpellation die Kassmbeamten unangenehm berührt haben sollte, dürste nur in der Einbildung des Herrn Löber bestehen. Der Kassengehilfe Strobel hatte vo-.schriftLmätzlg unter Darlegung der Gründe um einen Urlaub von zwei Stunden gebeten, und dieser Urlaub war ihm nicht von mir, sonder» von der zuständigm Seite ausnahmsweise einmal erteilt wordm. ES ist dies auch Herrn Löber, bevor er zu seiner Interp.llatio» sprach, mitgeteilt wordm unter dem Anfügen, daß Strobel auS freiem Antrieb diesen „Urlaub" durch Uederarbeit nachgeholt hat. Daß Herr Strobel unter meinem „Schutze" gemeine Ausdrücke gemacht haben soll, ist neu, und bedarf wohl keiner weiteren Erölterung, sintemalen ich am frag, lichen Abend nicht den Vorsitz der Verfammlung führte. Wenn Herr Löber weiter behauptet, durch sein Vorgeben sei ich in Erregung versetzt worden, da e8 mir doch obliege, Ordnung beim Personal zu halten, so ist diese Behauptung nach obigen Darstellungen nicht richtig, richtet sich aber auch von selbst, da sie — um mit ihm zu sprechen — den Stempel der Gehässigkeit «n der Stirn trägt.
H Fourier. Geschäftsführer.
Briefkasten.
L. 35. Man läßt zuerst gründlich kehren und hierauf mit einem reinen in klarem Wasser stark ausgerungenen Aufnehmer (Scheuertuch) derb aufnehmen, so daß der Fußboden nicht naß wird. Will man den Parkettboden wichsen, so wird er zuerst der Faser des Holzes nach mit Stahlspänen gut abgerieben. Inzwischen läßt man in einer flachen Schale gelbes Wachs zergehen. Für ein geräumiges Zimmer reichen 250 Gramm. Dem zergangenen und noch heißen Wachs setzt man unter Umrühren 3/4 Liter Terpentin zu und stellt die Schale Über einen Topf kochenden Wassers (keine Spirituslampe wegen der Gefahr des Explodierens), damit das Wachs flüssig bleibtk. Dann nimmt man einen wollenen Lappen und reibt der Faser des Holzes nach, nicht quer/Zäßt über Nacht trocknen und reibt am nächsten Tage mit einem Wolllappen und der Büchse den Fußboden schön glänzend.
E. M. hier. Ihre Anfrage, wann mit der Kanalisation der Stadt begonnen wird, können wir nicht beantworten. So viel wir wiffen, sind die Vorbereitungen soweit gediehen, daß jeden Tag mit den Arbeiten begonnen werden kann. Das Projekt muß nach der vor längerer Zeit erfolgten Annahme durch die Stadtverordneten-Versammlung dem Kreisamt und dem Ministerium zur Genehmigung unterbreitet werden; welcher von den beiden genannten Behörden die Pläne zurzeit vorliegen, wiffen wir nicht.
Temperatur der Lahu und der Lust.
9. Juli. Nach Reaumur gemessen mittag» zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 18o, Luft 20°.
Schiffsnachrichten.
Norddeutscher Lloyd.
Vertreten ,üt Gießen durch Agent Carl Loos.
Bremen, 6. Jull. (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-Postdampfer Königin Luise, Kapt. O. Vogler, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 5 Uhr nachmittags wohlbehaltenem New-Dork angekommen.
Neueste Meldungen.
Berlin, 9. Juli. Die „Nationalztg." erfährt zu ihm Gnmbinner M ilitärpr oze ß, das Oberkriegsgericht habe die beiden Verteidiger wiederernannt.
Straßburg, 9. Juli. Von den bei Kehl verunglückte» Pionieren sind noch drei gerettet worden.
Paris, 8. Juli. Die „Agence HavaS" meldet ans Volo: Die Garnisonen in Kilkitsch und Wodena(Vilajet Saloniki) erbrachen, da sie ihren Sold nicht erhielten, die Regier« ungs lassen. Auch in Saloniki wurde von Soldaten ein ähnlicher Versuch gemacht, sie erreichten jedoch ihren Zweck nicht.
Paris, 8. Juli. Zwischen den Munizipalräten Evain und Colly wird ein Duell stattfinden.
Wien, 8. Juli. Eine von allen Bevölkerungskreisen zahlreich besuchte Versammlung beschloß heute, der Kaiserin Elisabeth in Wien ein Denkmal zu setzen.
Belgrad, 8. Juli. Anläßlich der in Konstantinopel vor- gekommenen Pest fälle ist den von dort kommenden Orient» Expreßzügen nur die Durchfahrt durch Serbien gestattet. Die Züge dürfen auf der serbischen Strecke weder Waren noch sonstige Gegenstände abgeben.
Newyork, 8. Juli. Wie amtlich mitgeteilt wird, sind während der letzten Woche in Groß Newyork 989 Todesfälle an Hitzschlag vorgekommen.
New Aork, 8. Juli. In den Verhandlungen betreffend Beilegung des Stahlarbeiterausstandes sind Schwierigkeiten aufgetreten infolge der am Samstag erfolgten plötzlichen Entlassung von 12 Mann, welche der Vereinigung der Eisenstahl- und Zinnarbeiter angehören. Der Vorsitzende dieser Vereinigung erklärte hierauf, es werde keine Konferenz stattfinden, bis die entlassenen Arbeiter wieder angestellt seien.
Melbourne, 8. Juli. Die dem Bundesparlamente zugegangene Gesetzesvorlage betr. den Militärdienst, bestimmt, daß mit gewissen Ausnahmen alle männlichen britischen Unterthanen Australiens von 18 bis 60 Jahren in Zeiten des Bedarfs verpflichtet sein sollen, Kriegsdienste zu leisten.
Port au Prince, 8. Juli. Während der letzten 3 Tage suchte ein heftiger Sturm das südliche Haiti heim. In Santo Domingo kamen fünf, in Tacmal neun Personen ums Leben. Bei Las Cayes sind mehrere Segelschiffe gescheiter^
Telephonischer Kursbericht.
3j/b% Relchsan leihe . . 100 60 8% do . . 89.90 22/e r/o Konsole . . . .100.30 8 0/c do .... 90.10 8Vsc/. Hesse» .... 97.20 5 % Italien. Rente . . . 97.10
4% Grieoh. Monop.-Anl. 44.00 8 % Portugiesen . . . 25.50
8% Mexikaner . , . . 26.40
41/iä/o Chinesen . . . . 81.50
Frankfurt, den 9. Juli.
Kreditaktien.....197.30
Diskouto-Kommandit . . 172 40 Darmstädter Bank . , .125.30 Dresdener Bank . , . . 129.30 Berliner Handelßgec. . .132 50 Oeeterr. Staatshalt . .135,50 Gotthardbahn .... 150.00 Laurahütte . . . . , 180,70 Bochum 163 CO
Harpener...... 000.00
matt.
Meteorologische Beobachtungen
der Stativ« Gieße«.
M
Juli
Barometer auf 00 reduziert
1
der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
8.
9»
749,7
+ 18,5
12,9
81
Still
—
Heller Himmel
9.
7«
749,6
+ 14,7
10,3
83
NNE.
2
Sonnenschein
9.
2«
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Ni
748,2
ichste T edrigste
+ 18,3
emperat n
11,2
ur am n
47
7.-8 n
NE.
Juli n
2
+ 27.1
+ 11.2
Sonnenschein
C.
c.
Die Blickensderfer steht an Leistes- fähigkeit keinem anderen Fabrikate
No. 5 M. 175.—, No. 7 M. 225.— nach, oooooooo
Katalog und Vorführung durch die
BrühPsche Druckerei, Giessen, Schulstrasse 7.
Schreibmaschine
Versteigerung.
Donnerstag den 11. Juli d. Js., nachmittags 1 Uhr anfangend, wird der Nachlaß des verstorbenen Lehrers Philipp Sellin zu Allendorf a. Lda. in dessen Hause daselbst gegen gleich bare Zahlung versteigert und zwar:
1 noch gutes Tafelklavier, 2 Sofas, mehrere ein« und zweithür. Kleiderschräuke, mehrere Kommoden, mehrere vollständige Betten und Bettzeug, Tische uud Stühle, 1 Schreibpult, 1 Büchergestell mit div. Bücher», Bilder uud Spiegel, 2 Nachttische, 1 ganz neuer Petroleumkocher, mehrere Koffer und Kisten, 1 Kücheuschrauk mit GlaS- aussatz, Porzellan und Glas, etwas neues Zinngeschirr, Wärmeflasche, div. Küchengeschirr, eine große Partie Weihzeug, Herren- und Damenkleider, eine Partie Brennholz u. s. w.
An demselben Tage, nach beendigter Mobiliarversteigerung, wird das zu dem obigen Nachlaß gehörige zweistöckige Wohnhaus mit Keller, Stallung uud Gärtchen zu Alleudorf a. Lda., hintrr den Linden gelegen, an Ort und Stelle unter den vor der Versteigerung bekannt zu gebenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert.
Im Auftrag Großherzoglichen Amtsgerichts Gießen.- Schneider. 4815


