Ausgabe 
10.7.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 159 Zweites Blatt.

151. Jahrgang.

Mittwoch 10. Juli 1901

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FernfprechanschlußNr.^.

Znm Tode des Fürste« Hohenlohe.

Fürst Philipp Ernst zu Hohenlohe-Schillingssürst teilte dien deutschen Bundesfürsten und auswärtigen Herrschern offiziell den Dod seines Vaters mit. Unter den ein- gelausenen Telegrammen besinden sich zahlreichie von Be­amten, die mit rührender Verehrung ihres einstigen Chefs gedenken. Namens des Reichstags sandte Gras Ballestrem eine Beileidsdepesche, Namens des Auswärtigen Amtes Freiherr von Rühchhofen. Auch! von den in Berlin be­glaubigten Botschaften liefen Telegramme ein. Tas Te­legramm des Reichskanzlers Grafen von Bülow an den Fürsten Philipp Ernst von Hohenlohe-Schillingssürst hat folgenden Wortlaut:

Norderney, 6. Juli. Wahrhaft erschüttert von der soeben aus Ragaz erhaltenen tief schmerzlichien Nach­richt vom Heimgange des verewigten Fürstzen, den wir vor wenigen Wochien noch die Freude hatten, in gutem Besinden in Berlin bei uns begrüßen zu können, bitte ich Sie, zugleich auch im Namen meiner Frau, den Aus­druck herzlichster Teilnahme entgegenzunehmen. Persön­lich verliere ichi an dem Heimgegangenen einen mir stets wohlgesinnten Berater und Freund, zu welchem erst in Paris und dann in Berlin auch in dienstlichen Be­ziehungen gestanden zu haben, mir immer eine werte und liebe Erinnerung bleiben wird. Tas deutsche Volk aber wird stets dessen eingedenk bleiben, wie oer Ver­ewigte von Jugend auf sich! in den Tienst der nationalen Idee stellte, und daß er während seines ganzen Lebens in vielen wichtigen Aemtern mit weiser Umsicht und regstem Pflichtgefühl um die Befestigung des nationalen Bewußtseins sich! immer neue Verdienste erwarb.

Ferner sind folgende Tepeschien bemerkenswert:

Paris, 8. Juli. Ich danke Ihnen für Ihr Tele­gramm, welches mir den Tod Ihres Vaters, Seiner Durchlaucht des Fürsten Chlodwig zu Hohenlöhe-Schil- lingssürst anzeigt. Ich! nehme aufrichtigen Anteil an Ihrem Schmerze und übersende Ihnen den Ausdruck der Teilnahme der Regierung der Republik. Emile Loubet."

Pillnitz, 8. Juli. Mit tiefem Schmerze habe ich Ihre Ngchricht von dem Ableben iJhres verehrten Vaters erhalten und beklage den Verlust, den unser Vaterland durch' den Tod dieses, weisen Staatsmannes erlitten. Albert."

Rom, 8. Juli. Mit Schmerz habe ich von dem Verluste vernommen, den Euere Durchlaucht durch den Tod Ihres erlauchten Vaters erlitten haben. Die Be­weise der Sympathie, welche er Italien und meinem Hause stets gegeben hat, werden unvergessen bleiben; fein Tod erfüllt mich mit aufrichtiger Betrübnis, und veranlaßt mich!. Ihnen und den Ihrigen meine herzliche Teilnahme auszusprechen. Vittorio Emmanuele/'

Mannheim, 8. Juli.Im Namen meiner (der nationallib. D R.) Reichjstagsfraktion und in meinem eigenen übermittele ich Ihnen den Ausdruck meiner herzlichen Teilnahme für den verdienstvollen Kanzler des Deutschen Reiches, dem wir ein dankbares Andenken bewahren werden. Bass er mann."

Tie Beisetzung findet nächsten Tionnerstag, vormittag 11 Uhr, statt. Der Kaiser wird sich durch den Kronprinzen, der Prinzregent Luitpold von Bayern durch den Minister Frhrn. v. Crailsheim vertreten lassen. Auch der Großhezog von Baden hat einen Vertreter angemeldet. Ferner wer­den vertreten sein: Ter Reichskanzler durchs den Chef der Reichskanzlei Frhrn. v. Wilmowsky, das Auswärtige Amt durch den Staatssekretär Frhrn. v. Richthofen, das preust Staatsministerium voraussichtlich! durch den Staatsminister v. Thielen und Graf Posadowsky, sowie den Unterstaats­sekretär Frhrn. v. Seckendorfs.

Heute früh sollte, wie aus Ragaz gemeldet wird, die Leiche des verewigten Fürsten in aller Stille von der katholischen Geistlichkeit nach dem Bahnhof geleitet und mit dem Zuge zwischen 10 und 11 Uhr vormittags über LindauNürnberg nach Schillingsfürst überführt werden. Dort wird die Leiche zuerst ins Schloß und von da in feierlichem Zuge nach dem Friedhöfe gebracht, wo die Beisetzung neben der Fürstin erfolgt.

Fürst Hohenlohe hat bestimmt, daß auf seinen Grab­stein, der in der Form dem der Fürstin gleichen soll, nur die Inschrift komme: Chlodwig Karl Victor Fürst zu Hohen­lohe-Schillingsfürst, Prinz von Ratibor und Corvey, ge­boren am 31. März 1819, gestorben .... Auch daß er in einfachem schwarzem Gewände oder in kleiner Uni­form bestattet sein wolle, bestimmte der Fürst.

Einerseits wird gemeldet: Es haben sich Erinner­ungen des Fürsten vorgefunden, deren Umfang aber noch nicht genau festgestellt ist. Ter Fürst hatte die Absicht, von Ragaz nach Aussee und von dort im Herbst nach! Schillingsfürst überzusiedeln, wo er seine Denkwürdigkeiten ordnen wollte. Es lag nicht in dem Wunsche des Ver­ewigten, daß die Tenkwürdigkeiten gleich nach seinem Tode zur Veröffentlichung gelangen sollten. Tas Testa­ment des Fürsten befindet sich im Hausarchiv zu Schillings­fürst Nach Meldung der Schweizerischen Tepeschen-Agentur wird aber die Meldung, daß druckfertige Erinnerungen vor­lägen, die alsbald veröffentlicht würden, nach Informa­tionen aus bester Quelle als unrichtig bezeichnet.

Tie Nachrufe, die von der Berliner Presse gewidmet werden, sind im ganzen wärmer und anerkennender ge­halten, als es die Ausführungen waren am Schluß der amtlichen Laufbahn des dritten Reichskanzlers. Es ist der Tod, der das Wirken des Tahingegangenen verklärt, und der auch die Organe derjenigen Parteien, die in dem Fürsten Hohenlohe den Gegner erblickten, zu einer freund­licheren milderen Beurteilung veranlaßt. Taß die Ver­dienste des Fürsten .Hohenlohe mehr in dem lagen, was er

im Stillen vollbrachte, mäßigend, zügelnd, Mißhelligkeiten schlichtend, als in großen öffentlichen Thaten, das wird vielfach hervorgehoben. Ueber die persönlichen Eigen­schaften des Fürsten, die Noblesse, Güte und Liebenswürdig­keit seines Wesens, seine Menschenfreundlichkeit, die sich u. a. in der lebhaften Förderung der Bestrebungen zur Be­kämpfung der Tuberkulose äußerte, kann nur eine Mein­ung herrschen.

Auch die italienischje. und die russische Presse widmen dem Verstorbenen sieundlich gehaltene Nachrufe.

Politische Tagesschau.

Die Nichtbestätigung des zum Bürger- meister von Berlin gewählten Stadtrats Kauffmann beschäftigt andauernd die Berliner Zeit­ungen. Vorläufig weiß man noch nicht recht, in welcher Weise die Bürgerschaft zu dem Ereignis Stellung nehmen soll; dagegen ist alsbald den Mitgliedern des preußischen Staatsministeriums von mehreren Blättern zu verstehen ge­geben worden, es sei geboten, hier die konstitutionellen Konsequenzen zu ziehen, d. h. die Entlassung anzubieten. Tie konservativeKreuzztg." will nicht recht daran glauben, daß ein einstimmiger Beschluß des preußischen Staats­ministeriums die Bestätigung empfohlen habe, es sei un­erfindlich, woher die freisinnige Presse darüber unter­richtet sei. TieKreuzztg." meint, nicht darin, weil Kauff­mann vor 20 Jahren wegen seiner politischen Bethätigung den Abschied als Offizier erhalten, wäre der Grund der Ablehnung zu suchen, sondern es läge viel näher, anzu­nehmen, daß die maßgebenden Stellen Bedenken getragen hätten, einen 'Mann, der so sehr mit dem freisinnigen! Parteileben verwachsen und trotzdem nur von eins ge­ringen Mehrheit der Stadtverordneten gewählt ist, zu be­stätigen. In anderen konservativen Zeitungen wird daran erinnert, daß Stadtrat Kauffmann, der gleichzeitig Reichs- tagsabgeordneter ist, am 6. Juni v. I. gegen die Flotten- vermehrung gestimmt hat. Tas sind alles Vermutungen, denen wir ohne weiteres nicht gern Glauben schenken möch- ten. Seitens der Regierung wird man in dieser Sache kaum auf authentischen Aufschluß rechnen können, auch dann nicht, wenn, wie bereits angekündigt wird, int preußi­schen Abgeordnetenhause Anfragen erfolgen. DieVoss. Ztg." schreibt, daß, wenn die Darstellung über die Em­pfehlung Kausfmanns durch das gesamte Ministerium sich bestätige, dann werde das politische Rückgrat des Grafen Bülow einer Festigkeitsprobe unterworfen, aus deren Er­gebnis man ziemlich sichere Schlüsse auf die ganze weitere Entwicklung der Tinge in Preußen und im Reich werde ziehen können. Tie Auffassung, daß der Vorfall ge­eignet sei, dieKabinettsfrage zu stellen", scheint von augenblicklicher Erregung beeinflußt. Selbst wenn es zu­trifft, daß hier eine Meinungsverschiedenheit vorliegt zwischen der Krone und ihren Ratgebern, so gehört der Anlaß doch nichjt zu den bedeutenden und bewegenden.^ Graf Bülow und der zunächst in Betracht kommende neue Minister des Innern Freiherr v. Hammerstein werden wohl diese Probe auf dieFestigkeit des Rückgrats" ab­lehnen und es mit dem Tichterwort halten:Nie ohne großen Gegenstand sich regen". An dem Stadtrat Kauff­mann wird man vortreffliche Eigenschaften int Verwalt­ungsfach schätzen, ihn für einen Ehrenmann vom Scheitel bis zur Sohle halten und die Nichtbestätigung bedauern können. Aber es braucht deshalb noch nicht gleich eine Regier­ungskrisis aus dem Ereignis zu entstehen.

Engländer «nd Buren.

Trei magere Nachrichten hat der britische Oberkomman­dierende in den letzten Tagen gesandt. Tie erste, vom 4. Juli, betraf ein Gefecht, das Oberst Grenfell, der Führer von Kitcheners Aighting Scouts) bei H o p e w e l l am 1. Juli mitiBuren gestabt hat, die zu Beyers Kommando gehörten, und in dem 93 Buren gefangen genommen, einer getötet sowie 56 Wagen, 100 Gewehre und 2000 Gewehrpatvonen erbeutet worden sein sollen, während man, wie üblich, die Verluste der Briten verschweigt. Tie zweite Meldung vom 5. Juli berichtete über den Ueberfall auf einen Eisen­bahnzug, der den Buren, osienbar wieder von Beyers Kommando, am 4. Juli 8 Kilometer nördlich! von Na- boomspruit zwischen Pietersburg und Pretoria gelungen ist. Hier verloren oie Gordon Highlanders an Toten einen Offizier undi7'Mann, an Verwundeten 10 Mann; außerdem sielen 3 Mann von andern Truppenteilen, 3 Leute vom Zugpersonal und 4 Eingeborene, ein Mann wird vermißt. Endlich! wird aus Edenburg vom Sonntag gemeldet: Eine Buren-Abteilung wurde am 5. Juli in der Nähe von Edenburg von einer englischen Abteilung überrascht; neun­zehn Buren, darunter auch der Kommandant Barkhuitzen, streckten die Waffen.

Ueber den Aufenthalt verschiedener Burenführer gießt eine Reuterschüe Meldung aus Bloemfvntein vom 5. Auf­schluß. Danach war De Wet vor drei Wochen am Mooi- rivier, einem rechtett Nebenflüsse des Vaal, also nördlich von diesem, vielleicht in der Nähe von Potchefftroom. Inzwischen hat er, wie aus Brodricks Mitteilungen im Unterhause hervorgeht, an dem letzten Kriegsrat der Buren int südöstlichen Transvaal teilgenommen. Brand, von seinem Unfall in die Kapkolonie her bekannt, befindet sich int Bezirk De Wets Dorp, und Hertzog soll sich westlich von der Eisenbahn und südlich vom Oranje, also in der Kapkolonie (Bezirk Philipstown oder Colesberg) auf­halten. Tas Kommando, das früher unter dem Komman­danten Eolb stand, soll diesen abgesetzt und durch den Kommandanten Ackermann ersetzt haben. Es bat in der Nähe von Reddersburg (durchs Te Mets Handstreich im April vorigen Jahres bekannt) sein Standquartier. Fouch'es

Kommando in der Kapkolonie scheint sehr bewegungsfähig zu sein; es ist über den Drakensberg wieder nad)1 Barkly East hineingezogen und die Briten haben die Verfolgung einstellen müssen.

Bei einem Angriff auf die Blockhäuser bei Brugspruit gelang es den Buren, ein Blockhaus zu nehmen, auch ein Panzerzug wurde von ihnen zum Entgleisen gebracht. Kommandant Pretorias wurde in einem heftigen Kampf bei Kotzespoort durch einen Schuß ins Auge verwundet^ Kommandant Ackermann erhielt bei Bralfontein einen Schuß in die Schulter. Nach einer englischen Meldung aus Pretoria ist Botha, der auf Spring znrückging, wahrschein­lich in der Richtung auf Ermelo, durchgebrochen. Viljoen ist mit 400 Mann nach Norden marschiert, und steht jetzt bei Botbasberg.

Nach)! den letzten im Haag beim Präsidenten Krüger ein» getroffenen Nachrichten aus dem Hauptquartier der Buren können die jetzigen Kommandos den Guerilla-Krieg noch 18 Monate durchführen. Te Wet hat berichtet, er allein ohne andere Hilfe könne in den Bergen drei bis vier Jahre Widerstand leisten. Tie Buren haben genügend Mu­nition, auch« für Mausergewehre. Tie Burenartillerie im Transvaal besteht aus einer Feldbatterie und acht Pom­pons unter Hauptmann Baron von Wichmann. Im Oranje­staat stehen 4500 Mann und circa ein halbes Dutzend Ge­schütze. Ende Mrz wurde in den Bethlehemsbergen eine Präsidentenwahl von 6000 Buren ab gehalten. Präsident Steijn wurde wiedergewühlt. An jenem Tage soll de Wet, so wird weiter berichtet, zum ersten Mal nach 18 Monaten wieder gelächelt haben.

Londoner Abendblätter vom 8. melden: Der Buren­kommandant Scheepers rückte heute inMurraysburg ein, das ohne Garnison war, und brannte die öffentlichen sowie verschiedene Privatgebäude nieder.

Im englischen Unterhause teilte der Finanzsekretar des Kriegsamts, Stanley, mit: In den letzten vier Monaten seien insgesamt etwa 8000 Buren getötet, verwundet und gefangen worden. In dieser Zeit haben sich! rund 251000 britische Truppen in Südafrika befunden, darunter 14 000 Kranke. Der erste Satz enthält zweifellos wieder erhebliche

Schwindeleien.

Dem englischen Parlament sind die Berichte zuge­gangen über die Verhandlungen zwischen Kitchenev und Botha. Kitchener benachrichtigt in einem vom 7. März datierten Briefe unter Hinweis auf die beiderseitige Unter­redung in Middelburg am 28. Februar Botha davon, daß, falls die Buren sich ergeben würden, die britische Regier­ung, sofort in Transvaal und Oranjestaat Amnestie für alle während des Krieges begangenen Akte erlassen werde. Beide Sprachen, die englische wie die holländische, sollten als gleichberechtigt anerkannt, und in den Schulen gelehrt, sowie vor Gericht angewendet werden. Großbritannien lehne es aber ab, die Verantwortlichkeit für die von den Verwaltungen der Republiken aufgenommenen Schüldeu zu übernehmen. Botha hielt am 15. März an die Burghers eine Ansprache, worin er aus- führte, der Geist, in dem Kitcheners Brief ge­schrieben, mache llar, daß die b r i t i s ch e R e g i e r u n g die Vernichtung der Afrikanderbevölkerung wünsche. Er beschwor die Burghers, ihr Vertrauen auf Gott zu richten, der ihnen Freiheit geben--werde. Es gelangt alsdann noch eine Reihe weiterer Schriftstücke zur Vexöffentlichung, die meistens in den Lagern der Buren gefunden worden sind, und die von britischen Niederlagen berichten, oder sonstige britenfeindliche Mitteilungen ent­halten, die entweder stark übertrieben, oder direkt erfunden (?) sind. Eine Proklamation Tewets vom 1. April besagt, es sei nutzlos, über Tetailfragen zu debattieren, da die Buren nur für ihre Unabhängigkeit kämpften. Tie Ver­öffentlichung schließt mit der unterm 20. Juni in Wcckerval ausgegebenen Bekanntmachung der Buren, woraus ein Auszug am 4. Juli im Parlament verlesen wurde.

In der letzten Sitzung der Kommission zur Prüf­ung der Ansprüche der aus Südafrika ausgewresenen Personen sprach der holländische Vertreter BisschoP das Bedauern seiner Regierung darüber aus, daß am letzten Donnerstag eine Anzahl von Ansprüchen en bloc abgewiesen worden sei, ohne daß er unterrichtet worden wäre. Der Vorsitzende erwiderte, er habedre Mit­teilung erhalten, BisschoP sei eine bezügliche Nachricht zu­gegangen, aber er habe jetzt gefunden, daß diese nicht abgegangen fei, und bedauere das ^orkommms. Tie Kom­mission habe seither jederzeit den holländischen Ansprüchen den Vorrang gelassen, und diese einer forgfalhgen fßrufung unterworfen. BisschoP sagte hierauf, er müsse die An­gelegenheit seiner Regierung vorlegen.

Telegram« des Gießener RuzeigerS.

London 8 Juli. Das Kriegsamt veröffentlicht eine Note, worin festgestellt wird, daß von den britischen Behörden seit dem 1. Januar 1901 keine Ausländer auS militärischen Gründen aus Südafrika nach Europa transportiert find. Ausländer, die noch nach diesem Tage verschickt wurden, find mit zwei oder drei Ausnahmen Leute in bedürftiger Lage, denen auf das Ansuchen der betreffenden Konsuln freie Ueber- fahrt auf den Transportschiffen bewilligt wurde.

Deutsches Reich.

Berlin, 8. Juli. Der K'aifer an Bord derHohen- zollern" ging heute vormittag zum Antritt der Nordlands­fahrt kurz nach 10 Uhr, begleitet von den kaiserlichen SchiffenNiobe" undSleipuer" von Swinemünde au» in See. Kurz vorher, gegen 10 Uhr, war bereits die Karserrn mit den Prinzen Eitel Friedrich, August Wilhelm und Oskar