Ausgabe 
10.4.1901 Erstes Blatt
 
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Oster«.

dem Winterkleide ward auch das Winterleid abgelegt und

zwei Strichen die ganze Lebensfreude, die auch diesmal das verflogene Fest bezeigte, die glückselige Stimmung, die die sonnigen, grünen Ostertage erweckten. Auf allen Straßen in und um der Stadt wimmelte es von Spaziergängern. Mit

ung gewerblicher Streitigkeiten die Gewerbegerichte einer immer größere Bedeutung gewinnen werden und ihre obligatorische Einführung in absehbarer Zeit über den­jenigen Rahmen noch weit hinauswachsen wird, der ihnen durch die jüngst im Reichstagaüsschuß beratene Novelle

fröhlich wanderte man indessen auf dem smaragdgrünen Teppich der neu erstandenen Erde dahin, das Auge zu laben an den bunt leuchtenden Farben des Frühlings und das Herz

liche 8 Uhr-Schluß eingeführt worden ist und sich gezeigt hat, daß dadurch sowohl den Ladeninhabern als auch ihren Angestellten eine hervorragende soziale Wohlthal ge­schaffen wird, sind die Behörden anzuweisen, alle Bestreb-

deS Charakters als Bergrat zum Direktor des Braunkohlen­bergwerksLudwigshoffnung- ernannt.

Militärgerichts Generalleutnant Frhr. von (semmtgen iji -Qnbt ^atteTL Das Referat über den Kranken-Ver- zum Bundesratsbevollmächtigten ernannt. sichernn gszwang lag in den Händen des Herrn A.

DerReichSanz." schreibt: Wie den meisten Be- Tarnowski-Hamburg, dessen Ausführungen in folgender Re- teiligten bereits bekannt sein dürfte, werden diejenigen Deut- solirtion gipfelten: . ,

scheu, die anläßlich der Wirren in China EntschädigungS-' ~ forderungen gegen die chinesische Regierung er­halten zu können glauben, die Ansprüche soweit diese nicht schon der Kaiserlichen Gesandschaft in Peking unmittel­bar unterbreitet sind bis zum 1. Mai d. I. dem Aus­wärtigen Amt anzumelden haben. Dieses würde für schleunige Mitteilung der betreffenden Eingaben an die Kaiserliche Ge­sandtschaft in Peking Sorge tragerh die mit Prüfung und Feststellung der Ansprüche nach Maßgabe der von den Ver­tretern der Mächte vereinbarten Grundsätze beauftragt ist. Nach dem 1. Mai angemeldete Forderungen werden nur in besonderen Ausuahmesällen noch berücksichtigt werden können.

München, 8. April. Der Prinzregent begnadigte neuerdings 566 Personen, wovon 80 der Strafarrest ganz erlassen wurde. Weitere 100 Personen werden begnadigt, wenn sie sich eine bestimmte Zeit hindurch gut führen.

Geputzte Menschen!- Nichts kann das äußere Bild des Osterfestes treffender charakterisieren, als diese beiden Worte aus der größten deutschen Dichtung. Sie kennzeichnen mit

,Vom Eise befreit sind Strom und Büche Durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Im Thale grünet HoffnungSglück.

Doch an Blumen fehlts im Revier, Sie nimmt geputzte Menschen dafür."

verlautet, sollen diese Maßregeln durch die Vorbereitung I eines macedonischen Pntsches veranlaßt worden sein. Die Verhaftung erfolgte auf Antrag des Untersuchungsrichters.! In Regierungskreisen ist man der Ansicht, daß der Prozeß! lediglich eine Kriminalangelegenheit sei.

Petersburg, 7. April. Der frühere Kriegsminister! Generaladjutant v. Wann ow sky ist zum Unterrichts-! mini sier ernannt worden. Der Kaiser hat an den neuenI ^I^rrichtsnnnister ein Reskript gerichtet, in dem es heißt: Die Erfahrung der letzten Jahre hat indessen auf so wesentliche Mangel unseres Schulwesens hingewiesen daß! ich für zeitgemäß halte, unverzüglich an 'eine durch­greifende Revision und Perbesser ung desselben zu schreiten." Die Lage der russischen Studenten ver­schlimmert sich indessen zusehends. Wie russische Blätter, die ja sonst über die Studentenbewegung nichts berichten' dürfen, aus den. Universitätsstädten melden, sind viele ent­lassene Studenten geradezu gezwungen, zum Bettelstäbe zu greifen. Iti Kiew, Odessa und Kasan geheri zerlumpt ge­kleidete dltusensöhue von Haus zu Haus und bitten um Unterstützung. Freilich benutzen auch unsaubere^Elemente die gegenwärtigen Verhältuisse dazu, sich als Studenten

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Brüssel, 8. April. Prinz Albert von Belgien, her Neffe des Königs, hat die Stadt Gent wissen lassen,! daß sein und seiner Gemahlin auf den 28. April zuge^I sagter feierlicher Besuch wegen des Zustandes der Prin^! zessin aufgescyoben werden müsse. Damit wird zum ersten-! male offiziell veröffentlicht, daß die belgische Dynastie Aussicht auf Fortpflanzung habe. Dem freudigen Ereignis wird zurzeit des Nationalfestes im Juli entgegen­gesehen.

In Sachen der Armee-Reorganisation faßte die Militär-Unterkommission der Repräsentantenkammer folgende Beschlüsse: Die Dienstzeit wird für die Kavallerie! auf 30, für die Artillerie auf 26 und für die Infanterie!

__ auf 21 Monate herabgesetzt. ffff-Wh,.

oestauo nu,i.cu)rzueryaiten, soll das jährliche Kontingent auf 18 000 Mann erhöht werden. Ferner verlangt die Kom-l Mission die Schaffung eines Radfahrer- und eines Genie- bataillons. Für Kriegszeiten schlägt die Kommission die Bildung eines Ergänzungsbataillons für jedes Regiment vor, sowie eines Ergänzungsregiments für jede Division, wodurch der Bestand der Armee in Kriegszeiten auf 180 000 Mann gebracht werden würde. Schließlich schlägt die Kom­mission die Zulassung von Einjährig-Freiwilligen bis zu 2000 Mann pro Jahr vor, die eine Eintritts- und eine Abgangsprüfung ablegen und sich auf eigene Kosten aus- rüsten sollen; nur für Unbemittelte würde dies der Staat übernehmen.

Bern, 8. April. Das Bundesgericht hat die Ausliefer­ung Iaff eis, eines Anarchisten und angeblichen Mit­schuldigen des Mörders König Humberts, an Italien be­willigt, nachdem die italienische Regierung die Akten Ver-I vollständigt hat.

Belgrad, 8. April. Der frühere Ministerpräsi-I deut Stoilow ist am Samstag nach kurzer Krankheit! gestorben. ~

Die wichtigsten Bestimmungen der neuen Ver­fassung sind nunmehr bekannt. Sie gewährt vollkommene Rechtsgleichheit, Gedanken-, Gewissens- und Religionsfrei­heit, sie verbietet Ausnahme- und Standgerichte und giebt die Presse vollkommen frei. Wahlfreiheit wird ebenfalls garantiert.

B u k a r e st, 8. April. König Karol hat sich zu einem Abstrich an seiner Zivilliste bereit erklärt. In! einem Brief an den Ministerpräsidenten erklärt er, sich ebenso wie alle anderen an der schnellen Wiederherstellung des nationalen Kredits beteiligen zu wollen. Die Kammer wurde mit einer sehr sympathisch aufgenommenen Thron­rede des Königs eröffnet und nahm eine warm gehaltene Ergebenheiksadresse an den König an.

Sofia, 6. April. Sämtliche 7 leitenden Per­sönlichkeiten des macedonischen Komitees, darunter auch Sarafow, wurden in der letzten Nacht ver­haftet. Das Lokal des Komitees wurde versiegelt. Wie

Ter sechste deutsche Handlungsgehilfentag ersucht ein hohes Reichsamt des Innern, aus Anlaß der Neu-l bearbeitung des Krankenversicherungsgesetzes diejenigen Bestimmungen desselben einer Prüfung zu unterziehen, welche die Versicherungs-Verhältnisse der Handlung-! gehilfen und Handlungslehrlinge regeln und die einer Umgestaltung dringend bedürfen. Zu diesen Bestimm­ungen rechnet er die den Gemeinden erteilte Bfugnis, für ihren Bezirk den Versicherungszwang auf alle Hand­lungsgehilfen und Lehrlinge auszudehnen, welche dem Zwange der Jnvaliditäts- und Altersversicherung unter­stehen, sodann auch die Beschränkung der Versicherungs­pflicht auf diejenigen, welche die Wohlthat des § 63 des deutschen Handlesgesetzbuches garnicht oder nur in beschränktem Maße genießen. Diese Bestimmungen haben zu einer weitgreifenden Rechtsünsicherheit und zu einer' beklagenswerten Unstetigkeit in den Versicherungs-Ver­hältnissen der genannten Berufsklassen geführt und ent­sprechen durchaus nicht den Bedürfnissen und Wünschen derselben. Letztere gehen vielmehr dahin, daß durch Gesetz der Krankenversicherungszwang ausnahmslos auf

aber auf diejenigen, welche dem Zwange der Jnvali-I gehilfentag wurde ..Magdeburg bestimmt, ditäts- und Altersversicherung unterstehen, zumal die

Versicherung gegen Krankheit von größerer Bedeutung I fitüM lltti £11110.

ist. Der sechste deutsche Handlungsgehilfentag befürwortet! er

im Interesse der genannten Berufsklassen einen lücken-1 Gießen, den 9. April 1901.

losen Anschluß der Leistungen der Krankenversicherung! jjj. Von der Landesuuiverfität. Sanzleirat Friedrich an diejenigen der Jnvaliditäts- und Altersversicherung. fcicrtc @amdtag cein 50jährigeS StaatS-

Ta die dergestalt erhöhten Leistungen jedoch von einem! sPeFtnr SRrnf Dr Artkur

großen Teile der Handlungsgehilfen noch als unzureichend nstjub iläum. Der zettige R^r Pr f. . h erachtet werden, tritt der sechste deutsche Handlungs- B- Schmidt, fotoie bte $ethgcn engeren

gehilfentag entschieden für Beibehaltung der freien Hilfs- Senats gratulierten dem Jubilar peinlich m feiner Woh­raff en und gegen toeiuic ungen iyrer Mirwicre-1 nung. '4)aDet Überreichte ihm der Rektor nach einer nn»

lung und Lebensfähigkeit^ ein. Die freien Hilfsklassen I spräche, in der er dessen langjährige treue Dienste hervorhob, sind namentlich auch deshalb beizubehalten, weil fie hm Namen des Gesamtsenats als sichtbares Zeichen der dem ungemein starken Stellenwechsel der Handlungs-Ge- Anerkennung und des Dankes eine goldene Uhr mit Kette. Hilfen Rechnung tragen und so die überaus wünschens- Seitens des Landesherrn ist dem Jubilar die Krone zum werte Stetigkeit des Versicherungsverhaltnisses zu sicheni Phjppsorden 2. Klasse verliehen worden. Das Ministerium

Als zweitwichtigste Frage behandelte 5)err Eugen Clauß- ^S Innern hat telegraphisch gratuliert.

Mannheim die Erfahrungen, die mit dem Ladenschluß-! Seh. Ernennung. Der Großherzog hat, tote unS aus Gesetz gemacht worden sind. Den durchaus gün- Darmstadt telegraphiert wird, den BergwerkSdirektor Ernst stigen Erfahrungen, die nur durch mannigfache Uebertret- Hentschel, zurzeit in Bad-Nauheim unter Verleihung ungen beeinträchtigt wurden, wurde in einer Entschließung

Ausdruck gegeben, die etwa folgendes enthielt:

Ter sechste deutsche Handlungsgehilfentag spricht sein lebhaftes Bedauern darüber aus, daß die seit mehr als vier Jahren schwebenden Verhandlungen bezüglich der Er­richtung kaufmännischer Schiedsgerichte noch' immer nicht zum Abschluß gelangt, und somit die langjährigen und berechtigten Wünsche der Handlungsgehilfen seitens der Hohen Reichsregierung unberücksichtigt geblieben sind. Tie Verzögerung in der Behandlung dieser Angelegen­heit erscheint umsoweniger verständlich, als neben einer1 größeren Achl von Handelskammern auch der deutsche Reichstag zu wiederholten Malen die Schaffung kauf­männischer Schiedsgerichte gefordert hat. Angesichts der I Rechtsunsicherheit, die durch das Fehlen eines den Ge­werbegerichten ähnlichen, billigen und vor allen Dingen beschleunigten Gerichtsverfahrens hervorgerufen wird, mit Rücksicht ferner darauf, daß die Unzulänglichkeit des Ver­fahrens vor den ordentlichen Gerichten die an sich be­scheidenen Verbesserungen des neuen Handelsgesetzbuches geradezu wertlos macht, fohlte es unmöglich erscheinen, sich, . - - -

den Wünschen der deutschen Handlungsgehilfen auf Er- zu erquicken am rechten Ostergeiste. Der Klang der Oster- richtnug kaufmännischer Schiedsgerichte noch länger zu glocken, von fern und nah zusammengetragen durch linden verschließen. Der sechste deutsche Handlungsgehilfentag Lenzwind ertönte wieder in der Menschenbrust als eine jubi- erhebt darum neuerdings und nachdrücklichst die Forder- verende Melodie voll neuen Vertrauens und neuer Hoffnung ung nach Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte und flUc @(i unb Lust und Lenz und Liebe.

I richtet an den Hohen Reichsgericht das Ersuchen, den vor- .. $a8 Gr°hber,°°lichk Regierungsblatt Nr. 26 auiat. a'Ä en"''öeÄealsMb" fle&en am 4. «pril ständige Abteilungen den Gewerbegerichten anzugliedern. Erweiterung der stadt^enelekttischen Straßenbahn in 2. Tie Gerichte bestehen aus einem Vorsitzenden und min-! Darmstadt betreffend. (Betrifft die Lime Rhein-, bestens einem Stellvertreter desselben, sowie der ersorder-1 Wendelstadb, Liebig- bis zur Kahlertstraße.) Vom 26. März liehen Zahl von Beisitzern. 3. Der Vorsitzende sowie dessen 1901. 2. Bekanntmachung, die Verleihung der Rechts- Stellvertreter dürfen weder Prinzipal noch Gehilfe sein, fähigkeit an die unter dem NamenLudwig- und Mathilden- Tie Beisitzer werden mittels Wahl der Prinzipale und stiftung" zu Ortenberg bestehende Sparkasse betreffend. Vom tz»andlungsgehilfen in getrennter Wahlhandlung bestellt. März 1901. 3. Bekanntmachung, die territoriale 5'°-Ä?"?V/^lbar und gcheim. 4. Zum Beisitzer -msalwn d-r H°chbau-tmt-r betreffend. - Bom dieser Gerichte soll nur berufen werden, wer das 2o. ' -inni

Lebensjahr vollendet und in dem Bezirk des Gerichts feit

mindestens einem Jahre wohnt oder befd)äftigt ist. Zur , "r- Der Verwaltungsbericht der: Provinzialhauptstadt Teilnahme an den Wahlen soll berechtigt fein, wer das Gießen für das Rechnungsjahr 1899/1900 ist soeben er- 21. Lebensjahr vollendet und in dem Bezirk des Gerichts!schienen, auch der Entwurf des Voranschlags für das Wohnung oder Beschäftigung hat. 5. Ten Gerichten sind! Rechnungsjahr 1901/02. Wir werden in den nächsten Tagen alle Streitigkeiten aus dem kaufmännischen Dienstvertrag! auf den näheren Inhalt noch zurückkommen.

zu überweisen. Die Gerichte sind für alle Handlungs- Freiwillige nach China. Bei den zur Zeit stattfindenden

gehllftn unt> Lehrlinge ohne Unterschied des Malte 8lfl6ja6rStonlronDerf(immiUngen der Landwchrl-Ute und 9ic «UÄffÄ® * «erden di- Mannschas.-n M IW* M den Betrag oon r>00 Atark übersteigt. Bei der Forderung lhnen zum demnachstigen freiwilligen Eintritt in das Chma- aus Angliederung dieser Scküedsgerichte leitet den Hand- expeditionSkorpS für alle Waffengattungen Gelegenheit geboten lungsgehilfentag die lleberzeugung, daß für die Schlicht | fei. Die Anwerbung bezweckt den Ersatz resp. die Ablösnng>

Monarch soll eS misifällia bemerkt haben,!auszugeben und auf diese Weise die Taschen Mildrhäliger daß bei bet Einweihung d-r Kas-rn- des K-is«^«l-x-nd».

Garde-Grenadter-Regiments in Berlin eine größere Anzahl ^rösfentlicht Tag für Tag Leitartikel, in denen sie in Photographen Zutritt erhalten hatte. . verblümter Weise eine vollständige Unterdrückung der - -

DieBerl. Correfp/' erklärt, Gesuche von Kriegs- Mssensfreiheit verlangen. Ter namrwissenschaftliche Unter- zum Gewerbegerichtsgesetz gezogen werden soll, invaliden und Hinterbliebenen um Umpensionierung soll von den Universitäten vollständig verbannt und,! 1 einein ^Referat des ^rrn

beito. Erhöhung der Bezüge, die jetzt im Hinblick auf den sofern Cr von praktischem Wert ist, Spezialinstttuten über-lP. Elberding-Elberfelddie^schon längere Zeit schwebende dem Reichstag vorliegenden Gesetzentwurf im Kriegsministerium antwortet werden. Ferner fordern dieWjedomosti" eine Frage ^s kaufmännischen ^chiedsg er rch t s eiEhende zahlreich eingchen, seien völlig zwecklos, solange der Entwurf besonders ftrenge Prüfung bei Aufnahme der Abiturienten Berücksichtigung, für die folgende -ettsatze geltend sein nicht ^setz g-wotd-u s°u Auch weuu bie8 8=1^«" Jei Ikge e^=ctW«, Di- mit dem -i.ch-itlich-n gesetzlichen Ludeuschiutz

zu solchen Gesuchen kein Anlaß vor, da die durch dies ® fV LJ . einilnnreicke Oraaii eine Kasernierung der aka-I gemachten Erfahrungen sind für den Kleinhandel sowohl gewährten höheren BersorgungSgebührniffe seitens der^ Militär-Z g->uaend (Tas^kann ja hübsch werden ff als für die Verbraucher durchaus günftiae. Nachdem

behörde ohne Antrag angewiesen werden. DieBerl. Corresp." demischen ^ugeno. ^a» rann ya yuv,cy weroen - | in einer Anzahl größerer und kleinerer Städte der gesetz-

w°.st w-it-r daraus hin, daß Gesuchs- .J^aUd-m " Sechster Deutscher Handlungsgehilfentag

llatcrstutzung«' Angelegenheit-n am zw-ckmäßM-n s U-ns der (S»-,i°Ii-richt unfereä F-fiotr=f,onbenten.)

Kriegsteilnehmer an den Bezirks-Feldwebel, seitens der Hinter' M a n n h e i m, den 8. April 1901.

Ter VI. Deutsche Handlungsgehilfentag, der heute im! ungen auf Herbeiführung des 8 Uhr-Ladenschlusses zu

schnellsten den ent^eidenden Stellen z fy. m-icks- hiesigen Saalbau tagte, erfreute sich eines sehr zahlreichen fördern. Da mehrfach eine Abneigung der höheren Der- DerReichsanz. meldet: Der Prafide IBesuches, da über 1200 T-eutsche Städte ihre Vertreter ent-! waltnugsbehörden gegen einen früheren Schluß Hervor­militärgerichts Generalleutnant Frhr. von (semmigen hotten. Tas Referat über den Kranken-Ber- getreten ist, erscheint es geboten, dieselben anzuweiseu,

den früheren Schluß überall da, wo sich die gesetzlich vorgeschriebene Mehrheit der Ladeninhaber gefunden hat, anzuordnen, umsomehr, als bei einem 8 Uhr-Ladenschluß die Ausführung der Bestimmung über die Ruhezeit (§ 139 c R.-G.-O.) dem Geschäftsbetrieb besser angepaßt werden kann. 2. Tie in erheblichem Maße vorgekommenen Ueber- tretungen des Gesetzes betr. Ladenschluß und Mindest- ruhezeit haben erwiesen, daß die Kontrolle über dasselbe eines erhöhten Gehilsenfchutzes keineswegs genügt. Es empfiehlt sich daher die Bildung von UeberiMl-ungs- ausschüssen seitens der 21beiteiligten Gehilfen-Orga-^ nisationen. Dabei ist ein geschlossenes Vorgehen mit demjenigen Teile der Prinzipalität anzustteben, der die ungesetzliche Ausnutzung der Angestellten als Konkurrenz- mittel verschmäht. Als Gewähr für die Durchführung der handelsgewerblichen Schutzbesttmmungen ist die Ein­setzung staatlicher Handelsinspektoren erforderlich. 3. Ter sechste deutsche Handlungsgehilfentag ersucht den Hohen Bundesrat, baldigst von der ihm erteilten Ermächtigung Gebrauch zu machen und Ausführungsbestimmungen üb er­bte Beschaffenheit der Arbeitsräume usw. (§ 62 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches) zu erlassen, da ohne diese Anweis­ungen die Vorschriften zum Schutze der Gesundheit der Angestellten wertlos erscheinen.

Tie Verhandlungen des Kongresses verliefen überaus