Ausgabe 
10.3.1901 Erstes Blatt
 
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Bekanntmachung.

Sei den diesjährigen Fruhjahrs-Kontrollversammlungen im Kreise Sieben haben zu erscheinen alle zum Hauptmeldeamt Gieße» gehörigen:

1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots (Kleiner Dienstanzug: Mutze, Waffenrock, Achselstücke, lange Hosen oder W Stiefel beliebig, bei schlechter Witterung

2. Reservisten, sowie zur Dispofition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden @ntlaffen en aller Waffen.

3 Wehrleute 1. Aufgebots, die vom 1. Oktober 1888 ab eingestellt worden sind.

4. Ersatz-Reservisten, geübte und nicht geübte.

Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Kontrollpflichtigen anzutreten haben.

A. Zu Gießen

im Oswalds Garten für die Bewohner von Annerod, Allendor a d. Lahn Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg und Herrnwald, Großen-Linden, Heuchelheim, Klein-Linden, Lang­göns, Leihgestern, Oppenrod, Watzenborn und Steinberg, Hausen, und zwar:

Am 12. April 1901.

1. Appell vormittags 8 Uhr:

Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots;

Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1893 und 1894 eingetreten sind.

2. Appell vormittags 10 Uhr:

Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1895 und 1896 eingetreten sind.

3. Appell nachmittags 2 Uhr:

Wetten der Infanterie, welche in den Jahren 1897, 1898, 1899 und 1900 eingetreten sind, sowie sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden ent­lassenen Mannschaften der Infanterie.

Am 13. April 1901.

1. Appell vormittags 8 Uhr:

Wehrleute 1. Aufgebots der Infanterie

2. Appell nachmittags 2 Uhr:

Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile und der Ei satz.Behörden entlassenen Mannschaften aller übrigen Waffen, und zwar der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld- und Fuß-Artillerie, Pioniere, Berkehrstruppen (Eisenbahn-, Tele­graphen- und Luftschiffertruppen), des Trains (einschl. Kranken­träger), Sanitäts- und Veterinärpersonals, Büchsenmacher- Gehilfen, Oekonomie-Handwerker und Marine-Mannschaften.

Am 15. April 1901.

1. Appell vormittags 8 Uhr:

Wehrleute 1. Aufgebots aller übrigen Waffen.

2. Appell vormittags 10 Uhr:

Ersatz-Reservisten oer Jahrgänge 1894, 1895,1896,1897, 1898, 1899 und 1900.

3. Appell nachmittags 2 Uhr:

Ersatz-Reservisten ver Jahrgänge 1888, 1889,1890,1891, 1892 und 1893.

B. Zu Lollar

an dem Bahnhof für die Bewohner von Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck, und zwar:

Am 16. April 1901.

1. Appell vormittags 8 Uhr 45 Minuten:

Offiziere, Sanitäts-Offiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots.

Reservisten, sowie zur Dispofition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen.

2. Appell vormittags 11 Uhr:

Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen.

3. Appell nachmittags 1 Uhr:

Sämtliche Ersatz-Reservisten.

C. Zu Grünberg

am westlichen Ausgange auf der Straße nach Gießen für die Bewohner von: Allertshausen, Beltershain, Geilshausen,

Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenauischen Papier­mühle, Lauter mit der Artztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmühle und Walkmühle, Lindenstruth,' Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmittmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen mit Appenbörnerhof, Qucckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wir berg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainer-Hof, Winnerod, und zwar:

Am 17. April 1901.

1. Appell vormittags 9 Uhr 15 Minute»:

Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots.

Reservisten, sowie zur Dispofition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen.

2. Appell vormittags 11 Uhr 30 Minuten: Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen.

3. Appell nachmittags 1 Uhr Sämtliche Ersatz-Reservisten.

D. Zu Lich

in der Amtsgerichtsstraße für die Bewohner von: Albach, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, und zwar:

Am 18. April 1901.

1. Appell vormittags 9 Uhr 30 Minuten:

Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots.

Reservisten, sowie zur Dispofition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen.

2. Appell nachmittags 12 Uhr 30 Minuten:

Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen und sämtliche Ersatz- Reservisten.

E. Zu Hungen

an der Post für die Bewohner von: Bellersheim, Betten- )ausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Gill, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Stein« jeitn, Trais-Horloff, Utphe, Villingen, und zwar:

Am 19. April 1901.

1. Appell vormittags 9 Uhr 30 Minuten:

Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots.

Reservisten, sowie zur Dispofition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassene Mannschaften aller Waffen.

2. Appell mittags 12 Uhr:

Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen und sämtliche Ersatz- Reservisten.

Befreiungsgesuche sind bis längstens 8 Tage vor dem Appell auf dem Dienstwege (durch das Hauptmeldeamt) ein­zureichen und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein, werden aber nur im dringendsten Notfälle gemchmigt.

Diejenigen Mannschaften, bei welchen Fußmeffungen vorgenommen werden (Sämtliche Mannschaften aller Waffen, weiche im Jahre 1896 eingetreten sind mit Ausnahme der nicht geübten Ersatz-Reservisten) haben überhaupt keine Ans­icht auf Befreiung.

Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung, sowie mit reinen Strümpfen zu erscheinen. Stöcke, Schirme, Pfeifen und Cigarren sind vorher wegzulegen.

Die Militärpapiere (Paß mit ein«eklebter lkriegsbeorderuug uud AühruugSzeuguis) müssen zur Stelle sein. *

Sämtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz.

Gießen, den 4. März 1901.

Großh. Bezirks-Kommando. Detring,

Oberstleutnant und Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen.

Das englische Heerwesen,

Es war zu Anfang - der sechziger Jahre, als Bismarck», die Kriege vorausschend, die seine Pläne zur Gründung des heutigen Deutschland heraufbeschwören mußten, bte Situation mit Moltke erörterte, und dieser Anstalten traf, um für alle Eventualitäten gewappnet zu fein. Diesw» große militärische Organisator und Feldherr hatte damals die bewaffnete Intervention sämtlicher Mächte Europas, also auch diejenige Englands zu erwägen. Er kannte das britische Heerwesen genau, uud zwar aus eigener Er­fahrung infolge häufigen Aufenthalts im Vereinigten Königreiche, sowie Dank seines genauen Studiums des Krimkrieges. Daher gelangte er auch sofort zu dem Schlüsse, daß England für die preußische Polittk nicht ins Gewicht fiel, da es höchstens die Häfen Preußens hätte blockieren können.England hat keine Armee", schrieb Moltke,und kann eine solche auch niemals haben, so lang» seine alte Konstitution in Kraft bleibt."

Wer an der Richtigkeit dieses Ausspruchs bisher etw» noch zweifelte, dem muß seine Wahrheit durch die Er­örterungen im Oberhause zwischen dem ehemaligen Kriegs- Minister Lord L an sd o wn e, und dem Ex-Oberstkomman- dierenden Lord W o l s e l e y, klar geworden sein. Letzterer, dessen bisheriger Posten nun von Lord Roberts ausgefi'illt wird, und der auf eine lange und glänzende militärisch» Laufbahn zurückblickt, machte in einer erschöpfenden Rede auf gewisse Mißstände im englischen Heerwesen aufmerk­sam, deren Fortbestand er als eine ernste nationale Ge­fahr betrachtet. Im Jahirc 1895, wo man dem alten Herzog von Cambridge sein Amt als Oberftkommandierender abnahm, und angeblich darauf bedacht war, schreienden Mißständen abzuhelfen, ernannte man Wolseley zu dessen Nachfolger. Er empfing indeß mrr den militärischen Titel seines Vorgängers, und den eigentlichen Oberbefehl erhielt der -Kriegsminister, der in England stets ein Zivilist ist.

Gleichzeitig wurden überhaupt fünf von einander ge­trennte Aemter geschaffen. Das eine, das des fo genannten Oberstkommandierenden, der das Avaneement im freert zu überwachen, sowie Mobilisierungs- und Feldzugspläne zu entwerfen hat. Das zweite ist das des sogenannten Ad)utant-Generat, der die Ausbildung der Truppen leitet, das dritte das des Quartermaster-General, der das Train- wesen verwaltet, das vierte das des Inspektor-General, der sich mit den Befestigungen beschäftigt, und das fünfte das des Direktor-General für Munition. Jeder dieser fünf Offiziere ist vollständig unabhängig von dem andern, und nur dem Kriegsminister gegenüber verantwortlich. Sie iiefjen indcß zu gelegentlichen Beratungen zusam­men, und im Falle von Memungsverfchiedenheiten ent- cheidet jener Minister. Ter sogenannte Oberstkomman­dierende ist allerdings berechtigt, sich darüber zu infor­mieren, was feine Kollegen treiben, aber wenn ihm das, was sie thun, nicht hehagt, muß er sich darauf beschränken, eineunmaßgebliche" Ansicht auszuspreclzen, oder sie für ich zu behalten. Außerdem i)t er nicht berechtigt, darauf zu rechnen, daß ihn der Kriegsminister bei Vornahme irgend welcher militärischer Operationen konsultiere, uu9 dieser vermag ihn also unter Umständen vollständig zu übergehen.

Daß Lord Wolseley ein solches System als eine na­tionale Gefahr betrachtet, kann kaum überraschen, aber di» Regierung ist offenbar anderer Meinung, wie die Er­widerung' Lord Lansdownes bewies, unter dem jener Offizier fünf Jahre langOberkommandierender" war. Dieser Herr bezeichnete Wolseleys Auslassungen alstra­vestierte Thatsachen", und warf ihm vor, daß er verfehl! habe, sich über die Situation in Südafrika zu unterrichten, und daß ihn daher die Schuld an Ladysmith und dem ganzen englischen Kriegsunglück treffe.

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Kunst und Wissenschaft.

m.-Ans Darmstadt wird uns geschrieben: Im Kreise der freien literarisch-künstlerischen Ge­sellschaft zu Darmstadt las Wilhelm Holz am er einige seiner Dichtungen vor. Ist man im Begriff Vor- kesungen zu hören, dann wird wobl, wenn der Vorlesende nicht Deklamator, Schauspieler oder Rezitator ist, schon jeder sich gefragt haben: Wie mag er wohl lesen? Man kennt irgend jemandes Dichtungen und hat Gefallen, ja kuch tieferes Interesse daran, man kennt auch den einen oder anderen Dichter, man weiß wie er spricht als Mensch an seinem oder unserem Familientisch, man harmoniert mit ihm und seinen Neigungen, die in seinen Werken Ausdruck finden, und all dies ist einem selbstverständlich. Jetzt sieht man dem Moment entgegen, wo der Dichter vor einem streik mehr oder wenig Fremder, also gewisser­maßen öffentlich, sei auch der Zuhörerkreis noch so klein seine Werke selbst lesen wird: da taucht gewiß eben die

1ail^:c- cr lesen? Man wird zugeben, daß f!? J" r11 entzückend innig oder großartig, je nachdem, schafsen kann, und dennoch nicht selbst der beste Interpret keiner Schöpfungen zu sein braucht. Um so interessanter, um

freundlicher ist dann der Eindruck, den man gewinnt, um so nachhaltiger die Erinnerung, wenn man beobachten lann, toav gestern möglich war. Herr .Holzamer kam beim Lesen schon von Anfang an gänzlich in die Stimmung hinein, aus der heraus er z. B. die ErzählungGroß­mutter" geschaffen haben muß. Man merkte es ihm an, er war wie cr da las, im Geiste wieder draußen in irgend einem der stillen Thäler am Rand des Ldenwaldes, die sich zwischen den unterschiedlichen Bergkuppen nach der Bergstraße hin öffnen, in denen an vielgewundenen eilig rieselnden Bachwassern weltabgeschiedene kleine Dörfer

liegen, Weiler und einzelne Gehöfte, und jene zahlreichen uralten Mühlen, deren rastloses Klappern oft allein Leben verrät in der traulich erhabenen Stille der Natur, die diesen durch Jahrhunderte unverändert gebliebenen Walthälern eigen ist. Während der Dichter las, Ivar der Zuhörer mit ihm auf der Wanderung, oder strich auch allein durch Wald und Thal, nicht nur einmal, wie wir Städter wohl an einem schönen Sommertage thun: sondern wer da zu­hörte, vermeinte seit seiner Kindheit dort aufgewachsen zu sein, als Bub ober Mädel zu allen Jahres- und Tages­zeiten sich dort umhergetrieben zu haben; man meinte zusammen mit dem Lesenden die alte Müllerin selber ge­kannt zu haben, man saß mit an ihrem Kaffeetisch, man war ganz bei ihr zu Hause; die Nebel, die das Müllerhaus umspannen, waren altvertraute Märchenerzähler und ihr gespenstischer Spuk weckte die Phantasie so leohaft wie die alten Geschichten der Großmutter selbst aus der Franzosen­zeit. Dies schlichte Vorlesen mit seiner unbewußten Beein­flussung der Vorstellung der Zuhörer war überaus köstlich, und es behielt seinen Reiz auch bei einer anderen kleinen ''NovelleNoch einmal". Auch hier waren Vortrag und Dichtung gleichsam eins, und das versetzte die Hörer un­mittelbar in das Milieu des Themas. Holzamer trug zwischen diesen beiden Prosawerken einige seiner intimen kleinen Gedichte vor; und es war sehr interessant, wie stark diese wirken, wenn man sie liest, wie sie dagegen gesprochen ziemlich wirkungslos blieben. Man hätte ge­wünscht, sie gesungen hören zu ft-nnen. Ja wir hoffen, daß über kurz oder lang wir diesen Genuß haben mögen. Der Dichter hat bekanntlich die Leitung der kleinen Bühne in der diesjährigen Vorstellung der Künstler- Kolonie übernommen, und es wäre wohl verdienstlich, wenn er das Programm, das an sich schon sehr reich zu werden verspricht, durch das Singcnlafien seiner kleinen Vers-

I dichtungen noch erweitern könnte.

Frankfurter Oper. Am nächsten Montag wird Webers Freischütz" mit dem Kammersänger Alois Bürgsteller als Max", welche Partie der Künstler dort noch nicht gelingen hat, in Szene gehen- Die Vorstellung findet außer Abonnement bei gewöhnlichen Preisen statt und beginnt um i Ubr. Billetbestell- ungen werden von jetzt an der Kasse des Opernhauses entgegen: genommen.

UniversMs Nachrichten.

Oberpräsident Fürst Hatzfeld wurde, wie aus Breslau gemeldet wird, von der medizinischen Fakultät der dortigen Uni­versität zum Ehrendoktor ernannt. - Als Privatdozenten ai der Berliner medizinischen Fakultät habilitierten sich Professor Dr. med. A. Wassermann mit einer Vorlesung über den Einfluß der Bakteriologie auf die innere Medizin und Dr. med. H. K. Lief> mann mit einer Vorlesung über die Lokalisation der getftiaen Vor­gänge und ihre Störungen. Im Interesse der Neuanlage des könial. Botanischen Gartens zu Berlin begibt sich der Direktor des Instituts, Geh. Rat Professor Engler, auf einige Wochen nach den Kanarischen Inseln, um die dortige Flora zu studieren. Gleich­zeitig wird der botanische Reisende Josef Bornmüller, der schon tm vorigen Jahre auf diesen Inseln Pflanzen sammelte, sich wieder­um dorthin begeben, um namentlich die östlichen Inseln jener Gruppe botanisch zu durchfottchen. Der Privatdozent an der Universität in Wien Dr. S. St einher z ist zum a.-o. Professor der historischen Hilfswissenschaften an der deutschen Universität iw Prag und der Privatdozent Professor an der griechisch-orientalischen Realschule in Czernowitz Dr. R. Kaindl ist zum a^o. Professor der österreichischen Geschichte an der Universität in Czernowitz er­nannt worden. In Charlottenburg starb im 76. Lebensjahre der Geb. Regicrungsrat Karl Müller, vormals Professor an der tier­ärztlichen Hochschule in Charlottenburg, einer der angesehenste* deutschen Veterinärmediziner. In Rostock starb Profcfior Julius Wiggers, ehemaliger Reichstagsabgeordneter, 90 Jahre alt.