alle Gesuche um Erlaubnis zur Heirat begleiten soll. Tie Heirat von Frauen über 45 Jahre ist ferner darin verboten, für Männer ist dagegen keine solche Beschränkung gemacht worden. Für Uebertrctungen des Gesetzes werden schwere Strafen festgesetzt. Tas vorgeschlagene Gesetz soll eine Verbesserung der Rasse herbeiführen. Aehnliche Gesetze sind kürzlich auch in anderen Staaten vorgeschlagen worden.
(50,4 pCt.) dem weiblichen Geschlecht angehörten. Gegen I wurf verordnet weiter, daß ein ärztliches Zeugnis, durch 1895 hat die Einwohnerzahl Badens eine Vermehrung von das die Bewerber zur Eheschließung geeignet erklärt werden, 141120 (8,18 PCL.) Seelen erfahren, im Durchschnitt jährlich " '7* 7 " 1,585 pCt. Die verhältnismäßige Zunahme ist größer als je seit 1828. Damals betrug die Bevölkerung Badens 1176 075.
.^eidung. Er legte weniger Gewicht auf die, sonst un Vordergrund stehende, hygienische Seite der Sache, er ging vielmehr von der ästhetischen Frage aus. Die Reform kann nur dann Erfolg haben, wenn sie von der Basis ausgeht, daß der Menschenleib in seiner von der Natur gewollten Schönheit belassen und nicht in widernatürliche und damit unschöne Formen gepreßt werde. Um dem zahlreichen Auditorium, das fast ausschließlich aus Damen bestand, seine Ansichten und Lehren schlagend zu beweisen, zeigte er in einer Reihe von Lichtbildern an antiken Statuen und an anatomischen Abbildungen den gesunden, schönen Menschenleib und bewies dann an modernen, schönen, sogar preisgekrönten Statuen die Verheerungen, die das Korsett der weiblichen Schönheit zugefügt hat. Ten tiefsten Eindruck machte sodann das Lichtbild einer Modedame von 1901 in eleganter Balltoilette mit schlanker Taille und fortgeschnürten Hüften. Daneben zeigte er dieselbe Dame ohne Kleidung, aber in der Form, wie sie die Kleider zusammengepreßt hatten. Und da mußte sich auch der Reformfeindlichste der Ansicht des Redners anschließen, daß unsere jetzige Frauenkleidung den Körper in der That zu einem Zerrbild umgeschaffen hat. Im Saal waren übrigens einige Mitglieder des Vereins für Verbesserung der Frauenkleidung anwesend, und sie zeigten in der Form und Bearbeitung ihrer Kleider deutlich, daß es wirklich möglich ist, sich praktisch und dabei doch Mn zu kleiden. Freilich ist zu bemerken, daß diese Damen jung, hübsch — und schlank waren.
* lieber die Einkommenverhältnisse in B e r l i n, die Zahl der Millionäre und die Steuerleistungen berichten die Zahlen des Verwaltungsberichtes der Steuerdeputation für das Jahr 1899. Danach gab' es 305 763 Steuerpflichtige mit einem Einkommen bis zu 3000 Mk., darunter 199 420 mit einem Einkommen bis 900 Mk. Sie sollten an Staats-Einkommensteuer die Summe von 4 288615 Mk. aufbringen. 47 475 Personen hatten ein Einkommen von mehr als 3000 Mk.,für sie bezifferte sich das Steuer-Soll auf 19174 102 Mk. Im einzelnen gliedern sich die Einkommen wie folgt: 24 998 Personen bezogen ein Einkommen von 3000 bis 6000 Mk., 10 835 ein solches von 6000 bis 10 500 Mk., 6449 Personen ein solches von 10 500 bis 20500 Mk., 2017 Personen ein solches von 20 500 bis 30 500 Mk., 966 Personen ein solches von 30 500 bis 40 000 Mark, 584 Personen ein solches von 40 000 bis 50 000 Mk., 621 bis 70000 Mk., 400 bis 100 000 Mk., 404 Personen hatten ein Einkommen von 100 000 bis 200 000 Mk. Die übrigen 199 Steuerpflichtigen verteilen sich auf die Einkommensätze rvn über 200 000 Mk. bis hinauf zu über 2 Millionen Mark. 14 Personen hatten über 1 Million Mark Einkommen, darunter 3 sogar über 2 Millionen Mark. Die Zahl der Millionäre betrug 1336. Diese Personen versteuerten ein Vermögen von je 1 Million Mark und darüber. 857 halten sich in den Grenzen von 1 bis 2 Millionen, 219 von 2 bis 3 Mill., 86 von 3 bis 4 Millionen, 67 von 4 bis 5 Millionen, 29 von 5 bis 6 Millionen, 17 von 6 bis 7 Millionen, 28 von 7 bis 10 Millionen, 29 von 10 bis 20 Missionen, bei 6 Personen geht das Vermögen noch höher hinauf bis zu 39 760 000 Mk.
* Die Bevölkerung des Gr o ß h e r z o g tum s Baden betrug am 1. Dezember 1900 nach einer Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes 1866 584 Personen, wovon 925 670 (49,6 pCt.) dem männlichen und 940 914
* Steht d i e Erschöpfung der deutscheü Kohlenlager zu befürchten? Ter Kohlenverbrauch Deutschlands nimmt kolossal zu. Von 1871 bis 1895 ist er um nicht weniger als 115 Prozent gestiegen, und nach den neuesten statistischen Angaben beträgt der Kohlenverbrauch Deutschlands gegenwärtig annähernd 100 Millionen Tonnen im Jahr. Aengstliche Gemüter glaubten aus dieser Erscheinung schließen zu müssen, daß wir vor der >Er- schöpfung unserer Kohlenlager stehen; wie wenig begründet diese Furcht ist, zeigen die nachstehenden Mitteilungen, bie_ Prof. Dr. Hirschwald, der Leiter des mineralogischen Instituts der Berliner technischen Hochschule machte. Wir haben speziell in Preußen noch kolossale Kohlenlager; in Oberschlesien lagert in einer Tiefe von 2000 Metern noch Kohle! Unter den heute gegebenen Verhältnissen sind unsere Kohlenlager allerdings nur bis zu einer gewissen Tiefe abbauwürdig. Tie Grubentiefe als Grenze des Bergbaues hängt im wesentlichen von der Rentabilität bei den mit zunehmender Tiefe ganz erheblich steigenden Förderungskosten ab, dann auch von der Möglichkeit einer genügenden Durchlüftung der tiefen Stollen. Bei unseren heutigen Abbaumethoden ist etwa 1500 Meter die Grenze; die tiefste Grube hat Belgien von etwa 1150 Meter Tiefe. Tie tieferen Lager, die heute noch nicht abbauwürdig sind, werden jedoch zweifellos in absehbarer Zeit mit der stetig fortschreitenden Verbesserung der technischen Hilfsmittel ebenfalls ausgebeutet werden können. Unter diesen Umständen ist es zweifellos, daß Deutschland noch jahrhunderte- langseinenKohlenbedarfauseigenenGruben )ecken kann. — Auch die so oft besprochene Erschöpfung der englischen Kohlenlager liegt in großer Ferne. Thatsache ist allerdings, daß Englands Kohlenlager bei weitem nicht die Mächtigkeit haben wie unsere deutschen, und daher, zumal bei der starken Inanspruchnahme, wesentlich früher erschöpft sein werden, als die unsrigen. ,
* Die Iudenschaft von Dünaburg hat die dortige Polizei besiegt! Infolge eines Skandals auf dem Bahnhofe wurde Jtzig Jarow verhaftet, aber der Polizei )urch Scharen von Juden entrissen. Erst dem Einschreiten von Truppen gelang es, die belagerte Polizei zu befreien und die Friedensstörer zu verhaften. Schon im. Vorjahre ereignete sich ein ähnlicher Fall in Wilna, wo eine Patrouille von kampfmutigen Juden angegriffen und entwaffnet wurde.
* Volkszählung in St. Petersburg. Wie man aus St. Petersburg schreibt, hat die im Monat Dezember! dort vorgenommene Volkszählung ergeben, daß die Be-! völkerung der russischen Hauptstadt sich auf 1 439 00 0’ Personen beläuft, und daß seit zehn Jahren der durchs schnittliche jährliche Zuwachs 40 000 Personen betrug.
* Ein drakonisches Heiratsgesetz. In der gesetzgebenden Körperschaft des Staates Minnesota ist ein Gesetzentwurf eingebracht worden, durch den Heiraten verboten werden sollen, wenn einer von beiden Teilen Anfällen von Wahnsinn, Schwindsucht oder gewissen besonders bezeichneten Krankheiten unterworfen gewesen ist. Der Ent-
Mteratur.
Heft 18 des „Lotse n", der Hamburgischen Wochenschrift für deutsche Kultur, enthält folgende Beiträge: „Wasser im Städtebild", den Schluß eines Essays, den der Direktor der Dresdener Gallerie, Professor Karl Woermann, im 16. Heft zu veröffentlichen begonnen hat. Von besonderem Interesse ist der letzte Teil dieser Arbeit, worin der Verfasser auf Hamburg zu sprechen kommt und über die Umgestaltung des Jungfernstiegs spricht. — Den „Doppeltarif behandelt Privatdozent Dr. I. Jastrow. — „Auf dem Ausguß betitelt ber Posener Kapellmeister Paul Geisler einen Aufsatz über moderne Musik. — Hieran reihen sich drei zarte Gedichte von Wilhelm Holzamer. — Ter als» „Patriot" zeichnende Mitarbeiter des „Lotsen" schreibt „Zur Frage der Zollbegünstigung der deutschen Kolonien". — Originell sind die Betrachtungen über den „Apostel Michael Krames, die der Redakteur der Wiener Zeit, Alfred Gold, an die Lektüre des neuesten Hauptmannschcn Dramas knüpft. — „Aus Darmstadt II" bildet die Fortsetzung einer Artikelserie, die Christian Ferdinand Morawe int 2. Hefte des „Lotsen" mit der Absicht, das große Publikum in die intimen Pläne der Darmstädter Künstlerkolonie einzuführen, eröffnet hat. — Das Heft schließt mit dem Artikel des Mitarbeiters S. v. H. „Von einem stillen Mann"^
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Ettingshausen.
Submissions-Holzverkauf.
In den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen Distrikt Hard, Riedsteiv, Teich, Böchers-Köpfel, Rothenberg und Gabriels- zimmerplatz, lagert folgendes Holz zum Verkauf:
27 Stück Fichten Schnittholz-Stämme, 28 bis 42 cm Durchm. bis 22 m Länge = 36,20 Fm.
729 Stück Fichten Bauholz-Stämme, 11 bis 28 cm Durchm. bis 24 m Länge — 870,27 Fm.
289 Stück Kiefern Bauholz-Stämme, 16 bis 30 cm Durchm. bis 22 m Länge — 148,17 Fm.
650 Stück Kiefern Grubenholz-Stämme, 11 bis 26 cm Durchm. bis 20 m Länge — 117 41 Fm.
23 Stück Kiefern Grubenholz Stangen, 10 bis 12 cm Durchm. bis 9 m Länge — 1,37 Fm.
Das Eichen-Holz ist ungefähr
7 Stück Eichen Schnittholz-Stämme, 80 bis 45 cm Durchm. bis 12 m Länge — 4,70 Fm.
80 Stück Eichen Bauholz-Stämme, 16 bis 80 cm Durchm. bis 13 m Länge — 16,00 Fm.
60 Stück Eichen Grubenholz-Stämme, 14 bis 22 em Durchm. bis 13 m Länge ---- 16,00 Fm.
Es kann auf oben genanntes Fichtenholz im ganzen, und auch in zwei Abteilungen geboten werdm.
Abteilung I. Am Teich ■= 7,67 Fm. Schnittholz und 54,59 Fm. Baubolz.
Abteilung I. Am Riedstein von Nr. 1 bis 178 — 20,43 Fm. Schnittholz und 91,62 Fm. Bauholz.
Abteilung II. Am Rredstein von Nr. 179 bis 616 = 8,10 Fm. Schnittholz und 224,06 Fm. Bauholz.
Die Herren Kaufliebhaber können auf Verlangen bis vor dem Termin der Eröffnung das Holz an Ort und Stelle einsehen. Der Vorzeiger ist Forstwart Keil zu Ettingshausen. Die Gebote müffen nach Sortimenten getrennt und können auf einzelne Abteilungen abgegeben melden. Es können auch Lieb hader aus sämtliches Holz einreichen. Es behält sich ab^r der Ortsvorstand vor, die Gebote so auszusuchen, wie es ihnen zur Erdung der höchst Gesamteinnahme und der gröfetmö .* Haien Sicherheit für Eingang des Kaufvreises am günstigsten erscheint. Der Kaufpreis ist alsbald nach dem Zuschlag durch eine genügende Bürgschaft oder durch Wertpapiere sicher zu ^,7 und bU Martini L 3 zu bezahle-,. Die ---bat- sind schriftlich, mit paffender Aufschrift o-rsehw. bis zum 14 Fe- bruar, mittags 12 Uhr, auf dem Bürgermeister-Bureau einzureichen. Die Eröffnung derselben findet am 14 Februar nachmittags 2 Uhr auf dem Rathaus statt, wozu die Interessent-n eingeladen stnd. Die Erteilung des Zuschlags kann bis 10 Tage nach der Eröff ung h'nausgeschoben werden.
Ettingshausen, 2. Februar 1901.
Großherzvgltche Bürgermeisterei Ettingshausen 1070 Beigeordneter Keil.
Holz-Versteigevung
in der Aürstkichen $6erforderet Lich.
Es sollen versteigert werden
Montag den 18. Februar, von vormittags 10 Uhr an, losweise oder stammweise, im Saale des Kolländifchcn Kofes in Aich: 1. auS Distrikt Riedwald: 25 Eichen-Abscknitte — 32,96 fm, 2. „ „ Meilbach: 12 Eichen-Abschnitte — 18,92 fm, 9 Buchen-
Abschnitte — 7,81 fm, 2 Linden-Abschnitte — 1,57 fm, 8. „ „ Höler: 10 Eichen-Abschnitte — 7,71 fm, 2 Eisbeer-
Abschnitte — 0,35 fm, 2 rm Hainbucken-Rollen, 4. „ „ Hard: 36 Eichen-Abschnitte — 3\98 fm, 17 Buchen-
Abschnitte — 13,48 fm, 21 Hainbuchen - Abschnitte — 3,00 fm, 1 Linden-Abschnitt — 0,20 fm, 6 rm Hain- buchen-Rollen, 13 Kiefern-Abschnitte = 10,71 fm, 2 Lärchen-Abschnitte — 1,42 fm,
5. „ „ Häuserberg: 18 Elsbeer-Abschnitte — 1,01 fm.
Nummerverzeichnisse werden je nach dem Verlangen angefertigt und umsonst und portofrei zugesandt.
Dienstag den 19. Februar, von vormittags 9 /2 Uhr an, im Distrikt Mönckwald:
1000 Bucken-Forstwellen, 2400 Kiefern-Wellen, 6 bis 8 Fest- meter Fickten Stangen. Dazu einige Hundert Weichholz-Wellen aus dem Distrikt Meilbach, welche nicht vorgezeigt werden.
Die Zusammenkunft ist dort, wo der sogen, steinerne Weg den Vicinalweg Hattenrod—Alback kreuzt.
<4ich, den 6. Februar 1901. 1153
Dr. Dieffenbach.
Jagdverpachtung.
Donnerstag dc« 14. Fe-1 bruar, mittags 12 Uhr, soll die Gemeinde-Feldjagd bd August Becker dahier auf sechs Jahre verpachtet werden.
N.eder-Gemünden, den 7. Februar 1901. Grohherzogliche Bürgermeisterei N'.eder-Gemünden.
Berg. 1178
Brennholz- Versteigerung in der
GrSflWnsörstttkiArnrbllrg
Mittwoch den 13. Fe- bruar, nach Zusammenkunft um 10 Uor am Steinbruch auf der Straße L»ch—Butzbach rp rben aus den Disti ik en H ird, LamerdachswäldchtN, Leise, Colnhäusetkopf und Nordeck versteigert:
Scheiter rm: 93 Buchen, 2 Eichen,
Prügel rar: 18 Buchen, 33 Eichen, 9 Nadel,
Stöcke rm: 14 Buchen, 50 Eichen, 6 Nadel, io69 Astreiser rm: 195 Buchen, 120 Eichen, 50 Nadel, Stammreiser rm: 10 Buchen, 255 Eichen, 74 Nadel (Bohueustaugeu).
Versteigerung.
Montag den iS. d. Mts., nsihm'ttag- 2 Uhr, versteigere ich im Piandlokal, Ssltersweg 11, gegen Barzahlung: 1 Pferd, ein Pranino, 1 Buffet, 1 Kassaschrank, 1 Drehbank, mehrere Sofas, Kommode , Kleiderschränke, 2 neue Koffer, Regulateure u. h. m.
Gießen, den 4. Februar 1901. 1090 Mulch, Pfandmeister.
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Johannes Keller
Fürstlicher Hofmann zu Langenselbold, später zu Offenbach a.M., ist nach Juli 1721 verstorben. Angaben über den Tod desselben werden gewünscht von Adolf Keller, Fraukfurt a. M., Franksurterllroße 60._______________________ 1019
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