Ausgabe 
10.1.1901 Zweites Blatt
 
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Zahlreiche Glückwünsche und mannigfache Ehrungen wurden dem hochverdienten Jubilar zu Teil. Der neu ernannte Superintendent der Provinz Starkenburg, Oberkonsistorialrat D.Dr Friedrich Flöring, seither Professor am Prediger- seminar zu Friedberg, wurde heute vormittag auf dem Ober konsistorium durch Herrn Oberkonsistorialpräsiventen Buchner in feierlicher Weise in fern neues Amt eingeführt.

8. Darmstadt, 8. Jan. Nachdem vor einiger Zeit bt kannt geworden, daß die Stadt Frankfurt a. M. sowohl in O berhessen wie im Odenwalde wiederholt größere Grunderwerbungen zur Anlage von Tiefbohrversuchen zur evenl. Herstellung von Wasserleitungen gemacht hat, hatte die Großh. Regierung für gestern nachmittag eine Anzahl Der tretet von Kreisen und Gemeinden, sowie sonstige Sach­verständige zu einer Besprechung in das Ministerium ein geladen, um Feststellungen hierüber zu machen und eventuell Maßregeln zur Aowendung eintretender Schädigungen und Benachteiligungen zu ergreifen-

Darmstadt,8. Jan. Wegen des Ablebens des Groß- Herzogs CarlAlexandervonSachsen - Weimar ijt eine Hoftrauer bis zum 18. Januar einschließlich angeordnet worden. Die Damen erscheinen in schwarzen seidenen Kleidern mit weißem Kopfputz und weißen Hand­schuhen. Die Herren tragen zur Uniform einen Trauerflor um den linken Oberarm.

Mainz, 7. Jan. Das Centralkomitee für die Generalversammlungen der Katholiken Deutsch landS irrt unlängst hier zu einer Sitzung zusammen. Zu dem RechuungSbericht über die Katholikenversamwlung in Bonn wurde mitgeteilt, daß das durch den Bau der Festhalle entstandene Defizit am Orte gedeckt ist. Die Rechnung über die deutschen Jubiläumspilgerzüge nach Rom ergab, daß dem Papste eine ansehnliche Summe als PeterSpfennig überreicht wurde. Die Geschichtsschreibung der Katholikenversammlungen 4vrd nunmehr mit aller Wahrscheinlichkeit in aller Kürze in Angriff genommen werden können. Nachdem auf die Ab- baltung der nächsten Katholikenversammlung in einer Stadt Bayerns verzichtet werden mußte, dieselbe auch im übrigen Süddeutschland nicht angängig ist, wurde dem Vorsitzenden des Centralkomitecs die Auswahl eines geeigneten Ortes in Westfalen oder dessen angrenzenden Bezirken überlasten. Gleichzeitig wurde für das Jahr 1902 die Gewinnung einer süddeutschen Stadt als Ort der Katholikevversammlung in Aussicht genommen. Ferner wurden Beschlüsse gefaßt, welche die Arbeiter der einzelnen Ausschüffe sowie der geschlossenen Generalversammlungen der Katholikenversammlungen wesentlich zu fördern geeignet sind.

-k- Mainz, 7. Jan. Trotzdem die Kälte verflossene Nacht mehrere Grad zurückgegangen ist, führt der Rhein heute noch größere Massen Treibeis mit wie gestern und zwar meistens in ganz großen Platten, die, wenn nicht bald ein Witterungsumschlag eintritt, ein rasches Zuläufen des Stromes an den Krümmungen und Inseln voraussehen läßt. Die unterhalb der Straßenbrücke gelegene Trajektverbindung zwischen hier und Kastel mußte bereits am Samstag wegen des Eisganges eingestellt werden, wogegen die zweite Trajekt- snstalt oberhalb der Straßenbrücke noch mühsam den Verkehr- aufrecht erhält. Der Main ist an seiner Mündung in den Rhein noch in Bewegung, während er sich oberhalb an mehreren Stellen festgesetzt hat.

Mainz, 8. Jan. In einer dieser Tage auf der Eifenbahndirektion stattgefundeneu Konferenz, an der als Ver­treter der Garnison Major a. D. Strecker, sowie Vertreter des Eisenbahnfiskus und der Korpsintendantur Teil nahmen, wurden die bisher noch schwebenden Verhandlungen wegen NS Geländeverkaufs bei Mombach zu Ende gebracht, so daß nunmehr sofort mit den Arbeiten zur Errichtung der neuen Husarenkaserne begonnen werden kann. Die Kaserne vuß bis zum 1. Oktober 1902 fertiggestellt sein, bis zu welchem Tage das ganze Husaren-Regiment Nr. 13 hierher und das Feld Art.-Reg. Nr. 63 nach Frankfurt bezw. Bocken- deim verlegt wird.

fc. Kassel, 7. Jan. Ein hartnäckiger Selbstmord- Ian d i d a t ist ein vor Kurzem aus Aachen hier zugereister Italiener namens Antonio Geovanni, gebürtig aus der Gegend von Mailand. Nachdem er sich vor einigen Tagen vor die eiet 'tusche Bahn geworfen hatte, wobei er dadurch gerettet wurde, bafc ihn das vor den Nädern angebrachte Schutzblech bei Seite schob, brachte er sich am Samstag Mittag mehrere Schnitte an den Hals bei. Aber auch diesmal hatte er kein Mck? Die Wunden find nicht tätlich, und im Landkr?nken- hmse sieht der lebensmüde Italiener seiner Genesung entgegen. - Heute abend entgleiste im hiesigen Hauptpersonenbahnhofe infolge Weichenbruchs ein aus Westfalen kommender Per­töne n zu g, Lokomotive mit Tender und zwei Personen- evagen sprangen aus'den Schienen und liefen zirka 15 Meter «eben denselben. Dann stand der Zug. Die Paffagiere kamen mit dem Schrecken davon. Das Grab des letzten Ällrfürsten von Hessen war auch heute am 26. Todes- iage, reich mit Kränzen und Blumen geschmückt. Gar Biele, i>ic des angestammten Herrscherhauses noch in Liebe gedenken, vallfahrten nach der Grabstätte auf dem Alten Friedhöfe.

Vermischtes.

* Berlin, 8. Jan. Ein schwerer Unglücksfall auf dem Me ereignete sich gestern abend in Cöpenick. Dort brachen leim Schlittschuhlaufen auf der Dahne zwei junge Mädchen ein und ertranken.

* Eine höchst ärgerliche Affaire hat sich in der Mtischen Anstalt für Epileptische in Wuhlgarten bei Aerlin zugetragen. Ein dort verstorbenes 16jähriges Gotisches Mädchen ist nach seiner Beisetzung auf Ver­massung des AustaltSdirektors Dr. Hebold während der -toatjeit wieder ausgegraben und seines Kopfes beraubt ?Dr ?ett* Begründet wird dieser Vorgang von dem Direktor «mit, daß jener Kopf für Studienzwecke ein außerordentlich NeressanteS Objekt gewesen, und daß in solchen Kranken E«lten dte Sezierung einzelner Leichenteile durchweg üblich

IJht Rücksicht auf die zum Begräbnis erschienenen Eltern ®fr Toten habe mau davon abgesehen, den Kopf schon vor

der Beisetzung vom Körper zu trennen. Dieser unerquickliche Vorgang beschäftigt zurzeit den Berliner Magistrat und die königliche Staatsanwaltschaft. Letztere hat gegen den Direktor Dr. Hebold ein Ermittelungsverfahren eingeleitet, und es steht bereits am 7. ds. Mts. Termin an.

* Herr August Scherl soll, derWelt am Montag" zufolge, dem Oberstaatsanwalt in Berlin folgenden Vor­schlag unterbreitet haben: er wolle für jeden Insassen der Preußischen Strafanstalten ein gebundenes Exemplar derWoche- zur Verfügung stellen, wenn ihm dafür die Erlaubnis erteilt würde, die ihm intereffani erscheinenden Strafgefangenen für dieWoche" Photo graphieren zu lassen. Die Behörde habe sich aber gegen diesen Vorschlag ablehnend verhalten. Das ist recht schade. Die Herren Mörder und Einbrecher werden nun auf einen Teil der Berühmtheit und Volkstümlichkeit,^auf die sie wohl' erworbenen Anspruch haben, verzichten müssen, offenbar weil die hohen Staatsbeamten und berümten Schriftsteller, die sich in ihrem Arbeitszimmer" oderim Kreise ihrer Familie" für dieWoche" photographieren lassen, die Konkurrenz fürchten. Es wäre so schön gewesen, etwa auf der einen Seite den mehrfachen Raubmörder X. in seiner Zelle und gegenüber den Staatsminister A. im Kreise seiner Lieben zu bewundern. Aber für solche veredelnden und volksbildenden Bestrebungen haben unsere Behörden kein Verständnis.

* Ein Zweikampf auf Pistolen sand dieser Tage im Timmenlocher Gehölz bei Braunschweig statt. Als Gegner standen sich zwei Referendare gegenüber, die zugleich auch Offiziere des Beurlaubtenftaudes sind. Einer der Duellanten wurde durch einen Schuß in den Oberschenkel kampfunfähig gemacht und mußte sofort eine Braunschweiger Klinik aufsuchen. Ein weiteres Duell fand zwischen zwei polnischen Adeligen in der Nähe von Obornik im Posenschen statt; hierbei soll einer der Duellanten schwer verletzt worden sein. Die Ursache zu dem blutigen Ehrenhandel war an geblich ein Streit im Spiel.

* München, 8. Jan. Der Räuber Kneißl, auf d^ seit mehreren Monaten von einem außergewöhnlich starken Gendarmerieaufgebot gefahndet wird, ist noch immer nicht gefangen. Mehr als 150 Sicherheitswächter halten allein die Umgebung von Altomünster besetzt. Aber es scheint, daß der schlaue Geselle in der ihm wohlbekannten Gegend nord­westlich von München überall bei den der Gendarmerie keines­wegs wohlgesinnten Banern-Unterschlupf und Hilfe findet. Neuerdings soll man auf den Gedanken gekommen sein, eine Moorgegend, in der man Kneißl vermutet, förmlich einzu­schließen. Dagegen wird der von der hiesigen Pceffe ange­regte Plan, um dieses einzelnen Mannes willen einige Bataillone Infanterie in die betreffende Gegend zu entsenden, wohl schwerlich zur. Ausführung kommen. Vielleicht aber be­wirkt auch schon der plötzliche Umschlag der Witterung, was unserer Polizei bisher nicht geglückt ist. Während bis zum Jahresschluß die ganze oberbaierische Hochebene bei frühlings- artig mildem Wetter vollkommen schneefrei war, ist in der Sylvesternacht Schneefall und weiterhin grimmige Kälte ein­getreten, die dem Räuber des Nächtigen im Freien unmöglich machen und ihn zwingen wird, in Ställen oder Heuhütten Unterkunft zu suchen.

Paris, 8. Jan. Die große Kälte in der Provinz dauert an. Die Loire führt Treibeis.

* Wien, 8. Jan. Der Einbrecher Waniek wurde von der Schlossersgattin Sieghardt heute Vormittag bei einem Einbruch ertappt. Er erschoß diese, tötete auf der Flucht noch eine Person und verwundete zwei sehr schwer. Den ihn verhaftenden Polizisten verletzte er leicht.

* Feuersbrunst. DieFrkf. Ztg." meldet ans New- Iork: In Rochester ist das Waisenhaus niederge­brannt, wobei zwei Frauen und 17 Kinder getötet und 7 Personen schwer verletzt wurden. Nach einer der «Frkf. Ztg." aus London zugehenden Privatdepesche ist dort die Meldung eingetroffen, daß bei dem Brande des Habbel Park-Waisenhauses gegen 30 Insassen umgekommen und über 100 verletzt worden sind. Nach einem Tele­gramm aus Worcester explodierte in einem Spital ein Dampfkeffel, wodurch zwei Frauen und zwei Kinder getötet wurden. Es entstand eine Feuersbrunst, die einen Teil des Spitals zerstörte. Sämtliche Kranken konnten gerettet werden.

Gerichtssaal.

L. L. Gießen, 8. Jan. Strafkammer. Der 18jährige Maurergeselle Konrad Schäfer aus Langd, wird zweier Sittlichkeits« verbrechen beschuldigt, begangen im Oktober 1898 an einem 14jährigen und am 25. September 1899 an einem 15jährigen Mädchen, die, wie die Anklage voraussetzt, unbescholten waren. Die Verhandlung sand hinter verschloflenen Thüren statt. Die Zeugenvernehmung förderte leider reckt traurige sittliche Zustände zu Tage. Von Unbescholtenheit vor der That kann bet den beiden Mävchcn keine Rede sein. DaS Gericht erkennt deshalb auf Freisprechung des Angeklagten. Auch gegen den, wegen Stttlichkettsveidreckens mit 4 Jabren vor­bestraften, 61jährigen Zimmermann Christian Moll autz Ulfa wird wegen StitlichkeitSoerbreckens verhandelt, begangen an zwei Töchtern im Alter von nunmehr 13 und 11 Jahren einer mit ihm die Armen­wohnung seines Heimatortes teilenden Familie, an der alteren Tochter in drei Fällen. Auch diese Verhandlung findet unter Ausschluß der Orffmtltchkeit statt. Der Staatsanwalt beantragt gegen den An­geklagten eine Zuchthausstrafe von 6 Jahren, das Urteil lautet 4J«hre Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre.

-1. Gieße«, 8. Jan. Schöffengericht. Das heutige Schöffen­gericht verhandelte u. a. in der Strafsache gegen einen hiesigen Glaser wegen Bedrohung und Ruhestörung und erkannte gegen den Angeklagten auf eine Gefängnisstrafe von 1 Woche bezw auf eine Geldstrafe von 5 Mk.

Darmstadt, 8. Jan. Der Streit um die Jsenburgischen Waldungen hat gestern vor dem hiesigen Oberlandesgericht seine end- giltige Erledigung durch einen Vergleich gefunden. Fürst Isenburg zu Wächtersbach hat seinen Einspruch gegen die Veräußerung der Waldungen zurückgezogen.

8. Darmstadt 8. Jan. Der längere Jahre im Dienst der Eisen­bahngemeinschaft stehende frühere Bahnmeister Franz Stegner, zuletzt in Lampertheim wohnhaft, hatte im Jahre 1898/99 den Umbau der Bahn­strecke SandhofBürstadt auszuführen und im Auftrag seiner vorgesetzten Behörde mit seinen Arbeitern einen Accord zu 1.80 Mk. pr. lfd. Mtr. ab geschloffen; Geschirr rc. stellte die Bahn; die Arbeiter hatten hierbei einen ;anz hübschen Verdienst, während St, trotz der vermehrten und an. trengenden Arbeit nur seinen festen Gehalt bezog. Er spiegelte nun den Arbeitern vor, daß sie für Abnützung des Geschirrs an die Bahn eine

Vergütung zu zahlen hätten und zog ihnen 3 pEt. von ihrem Verdienst a6r was manchen derselben um 6-8 Mk den Monat schädigte und ihm zu­sammen einen Vorteil von ca. 250 Mk. einbrachte, die er für sich ver­brauchte. Seinen Vorarbeiter Becker hatte e> veranlaßt, die Leute von der Rrchtigkcit des Abzugs zu überzeugen Der Angeklagte leugn.te vor der heutigen Strafkammer, behauptet, daß die Zeugen beeinflußt seien, ungünstig über ihn auszusag^n; iw übrigen sollte der Abzug ein Aequioalent für s.ine vermehrte Arbeit durch Kon'rolle rc. bilden; auch habe er die Arbeiter vor dem Accordabichluß auf diese Abzüge aufmerksam gemacht und diese erklärten sich einverstanden. Die Beweisaufnahme konnte aber bie Richtigkeit dieser Behauptungen nicht erbringen. St. wurde wegen Vergehen gegen §2- 3 St G.B. für schuldig erkannt und in eine Gefängnis st afe von 8 Monaten und in die Kost-u verurteilt. Wegen semes Leugnens wurde ihm die Untersuchungshaft nicht angerechnet Dav Gericht nahm seine Beamlenetgenschaft als erschwer nd an, während >s strafmildernd berücksichtigte, daß St. schon mit Schulden nach Lampertheim kam und er zudem durch die Krankheit seiner Frau und die Kinder rc. in sehr be­drängten Verhältnissen lebte, sowie daß ihm s.rne Borges, tzlen sonst ein gutes Zeugnis ausstellten St. wird sich demnächst vor dem Schwurgericht auch wegen Vergehens im Amt zu verantworten haben, da er s. Z. auch Eisenbahnschwellen rc, beiseite schaffte.

Hannover, 7. Jan. Wegen Zweikampfes mit lötlichen Waffen bezw. wegen Kartelltragens hatten sich der Chemiker Dr. Erwin Myer von hier und der Arzt Dr. med. Egeln aus Krrchrode vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten. In der Nacht vom 14. zum 15. Aug. v. I. kam es in der Erven Lukas Bols'schen Schankstube hier zwischen Dr. Meyer und dem Privatdozenten Dr Arnsperger zu Reibereien, bie ersterer durch sein unhöfliches Auftreten provozierte. Als schließlich Dr. M.yer dem Dr. Arnsperger eine Ohrfeige gegeben, sandte dieser am nächsten Vor­mittag dem Gegner durch Dr. Egeln eine Forderung auf Pistolen (Be­dingungen waren: dreimaliger Kugelwechsel bei zehn Schritt Distanz). Das Duell kam am 17. Aug im Misburger Holze in d r Weise zum Austrag, daß Dr. Arnsperger nach zweimaligem erfolglosem Kugelwechsel infolge der Sühneversuche der Sekundanten Dr Egeln und Dr. Jünger auf den dritten Kugelwechsel verzichtete. Dr. E^eln gab zu, vor dem Duell nur formelle Sühneverfuche angefteöt zu haben, während der Kartell« träger wirklich ernste Sühneversuche zwischen den Duellanten anstellen soll. Dr. Arnsperger ist als Reserveoffizier vom Kriegsgericht abgeurteilt worden, das Urteil gegen ihn ist aber noch nicht publizrert. Das Urteil der Straf­kammer lautete gegen Dr Meyer auf 6 Monate Festungshaft, gegen Dr. Eaeln auf 2 Wochen Festungshaft.

Kirchliche Nachrichten.

Lvaugelische Gemeinde.

Donnerstag den 10. Januar, abends 8 Uhr, BibelstttNde im Konfirmandensaal (Kirchstraße 9). Eo. Job. 16, 5 ff.

Pfarrer Dr. Grein.

Gbkrhksßschk ftrbrsgobrn ffiribit fronen, Sranmale.

Wetter gingen etn:»Frau W. Mk. 5, Runder Tisch im Augustiner Mk. 16 65, Frau Sahlfeld Mk. 2, E. S. Mk. 1, Sablfeld, Gr üntg, R umann, Rahn und Mabrinaer Mk. 6.50 E. P. Mk. 2. Sch. Mk. 8, Frau S., Frankfurt a. M. Mk. 10, O. N. Mk. 10, E. N. Mk. 10, *. B. Mk. 3, E. W. Mk. 2, I. B. Mk. 10, Ungenannt Mk. 5. Zusammen Mk. 293.70.

Dre Expedition des Gießener Anzeigers.

Wir bitten dringend, Geldspenden persönüch abzugeben und nicht in unseren Briefkasten zu werten.

Wir bitten dringend, geschäftliche Mitteilungen, Anzeigen, Geldsendungen rc. stets nur an die Expedilion deS Gieß. Auz.", Nachrichten ans Stadt und Land, Briefkasten- Anfragen rc. dagegen stets nur an die Redaktion desGieß. Auz." nicht an die Redakteure zu adressieren. Nur dadurch können Verzögerungen vermieden werden.

Kriefkasten der Redaktion.

R. Der NameSpielhagen-Banken" für die Preußische Hypotheken- und die Deutsche Grundschuld-Bank datiert seit dem Gründungs­jahre 1864. Der Gründer und erste Direktor der beiden Bankinstitute hieß Spielhagen.

Schisssnachrichtes

Norddeutsche Aoyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Eerl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 7. Jan. sPer IranSatlantisckm Telegrapb.j Der Doppelschrauben - Schnellpostdampfer ^Kaiserin Maria Theresia", Kapitän A. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremm, ist gestern 7 Uhr morgenS wohlbehalten in New-Aork angekommen.

Bremen, 7. Jan. sPer transatlantischen Telegrapb.j Der Doppelsckrauben PostdampferTrier", Kapitän F. Mcyerheine vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr morgenS wohl­behalten in Newyork angekommen.

Börsennachrichten.

Berlin.

8. Januar.

4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2

53.70 M.

4 %

do

8. 5/-1 unk. b. 1904

53.70

3Va%

do.

8. 7/8, unk. b. 1908

52.70

4i7o 0

, Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908

96 80 ,

3'/.°/o

do. unk. 1905

89.30

4O/o

Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12

83 00 ,

4°/o

do.

8. 15-18 unk. b. 1900

83.00 M.

4%

de

8. 19-20, unk. b. 1905

83.00

3% o/0

do.

8. 13, 14

79.00

8Vi%

do.

8. 21, 22, unk. b 1905

79.00

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 9. Januar.

8V1 % Reichsanleibe . . 96.20 ßo/o do . . 86.20 ßi/a % Konsole .... 96 20 3 Vo do .... 85.60 SVgO/o Hessen .... 93.30 5 n/j Italien. Rente . . . 95.40 4fi/o Griech Monop.-Anl. 43 30 8 °/o Portugiesen . . . 24.40 3°/3 Mexikaner .... 25.80 4Vi % Chinesen . . . 80.90

Tendenz:

Kreditaktien . . . Diskonto-Kommun dit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oosterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . .

Bochum . . . .

| Harpener , . . .

schwach.

. 208 20 . 176.60 . 131.10 . 144.50 . 147.60 . 143 40 . 157.20 . 191 90 . 173 00 . 170 50

Neueste Meldungen.

Berlin, 9. Jan. Gegen den Bankier Sternberg find anläßlich der Verhaftung der Witwe Rüwe jetzt zwei Fälle feftgeftellt worden, derentwegen er sich vor Gericht zu verantworten hab-n wird. Der eine umfaßt ein Ver­gehen gegen ein 14jährigeS, der andere ein solches gegen ein 15jährigeS Mädchen. Des letzteren wegen ist seitens des Vaters ein Strafantrag wegen Verführung ge­stellt worden. Die Voruntersuchung in diesen beiden Sachen ist noch nicht beendet.

Kopenhagen, 9 Jan. Hier verlautet, der Zar leide an einem Lungenü^I da? ja Hber in der Zar-tt Familie