MD- laIRht nQl Lo°s. gti( J’Wie betfQlt »0« l««e lleita K««t aM et Sn»-, ’ ®'M«knU oh ufti* *** A iet $gst b iut ®eiu«j r ob« ÄÄ* Sill” Miet , 2 $ot' -MZ ZN- n? Bürgermeister MMM dahin lautend, daß •* bejaht worden • her mildernden Umstände, ’^gt der Staatsanwalt die Gefängnis, welchem Sntraa Urteil: 6 Monate Gefängnis ^geklagte und die Staais- kraft des Urteils an.
u, den 8. Jnni 1901,
Ketzevn Anzeiger- brachte enhavfen (bei Wetter) ei» ff meister, der geisteskranl d näherte sich den Schieß- cie. Regiments Nr. 116 ein verübte und schließlich ftß> t psychiatrischen Rlintt e, daß es der vermißte irr.
Den Ausfindern sieht eine
emannia" veranstaltete Henle durch die Stabt zum neuen f m bin Men Hrrm ge- . M Vertreter btt Uni« jx Dr. Schmidt erschienen, stev die erschienenen Dame» Achtung. AnSsühckcher 8t>
:n. Wir weisen auf die ii llladuvg im Annoncenteil bin.
i r t. Tas Programm ist sol- nde, Schubert. Wiener M
■p Lucia, Donizettr. Czardak , üben, Großmann.
. Unsere RrgeinentskapcR gö °b-nds»W mS°» .18 Meß-»» Bt°° , [le) ein Gortenkonzert. W-.
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Qnufer — freilich mit sehr Heiner Anzahlung — und einzelne ©torfwerfe waren nur zu sehr hohen Preisen zu mieten. Im Herbst sollen die Quellen r. T. neu verrohrt werden. Man kann in Nauheim ruhig der Zukunft entgegensetzen, nur sollte die Privatbauthätigkeit aufhören, solange bis die Sequenz Nauheims statt, wie jetzt: 23 000 pro Jahr 30000 Badegäste zeigt. — Das Kurhaus mit Wirtschaftsbetrieb i Jur ^Zerpachtun g ausgeschrieben, mit Wirkung vorn , • Januar 1902 an. Der Termin zur Eröffnung der Offerten ist aus den 15. Juli festgesetzt. Ter jetzige Pächter ist Herr Thilemann.
W. Bad-Nauheim, 7. Juni. Bei der am 3. Juni Wt abgehaltenen Pferdemusterung wurde unter den •304 Pferden ein Tier vorgeführt, das seit einem Jahre einen erbitterten Hatz gegen alle Radfahrer in sich trägt. Wie noch jetzt eine lange Narbe am linken Hinterbein zeigt, ist dieser sonst äutzerst friedliche Gaul einmal von einem ungeschickten Radfahrer, der abends ohne Laterne fulyr, heftig angefahren und verwundet worden. Seit jener Zeit spitzt der Gaul immer die Ohren, lvenn ein Radfahrer nur in die Nähe kommt. Als nun das Pferd nach der Musterung abgeführt wurde, kreuzte zufällig ein Rad- ahrer den Weg. Mit einem Ruck riß sich das Pferd von einem Führer los und prüfte mit seinem Maul den Rad- ahrer im Nacken, glücklicherweise nur in den Kleidern, und chüttelte den ahnungslosen und sehr erschrockenen Stahl- rotzreiter recht kräftig. Nur durch das Dazwischentreten des Führers und mehrerer Personen, die mit Regensclfirmen auf den Rache suchenden Gaul einsckstugen, gelang es, den Radfahrer aus seiner mißlichen Lage zu befreien.
ö- Hörnsheim, 7. Juni. Ein größeres Unglück hätte heute leicht einem hiesigen Manne passieren können. Er hatte mit anderen in den Gießener Waldungen Kiefernwellen geholt. Als er durch Klein-Linden fuhr, schlief er auf seinem Wagen. Seine brennende Zigarre entfiel ihm, die Nadeln finden Feuer und der alsbald auf- steigende Qualm weckte den Mann. Ter Wagen war voll ständig in Rauch gehüllt. Einige Klein-Lindener waren behilflich, und mit mehreren Zubern voll Wasser war das Feuer gelöscht.
0 Büdingen, 7. Juni. Mehrere hiesige Schulklassen wurden heute von Ministerialrat Dr. Eisenhuth besucht.
-V- Nidda, 8. Juni. Boll freudiger Hoffnung und Erwartung sieht unsere Stadt dem am 15., 16. und 17. Juni hier stattfindenden 2 8. Turnfest des Gaues Hessen entgegen, und nach allem, was bisher zur Vorbereitung dieses Festes in Rat und That geschehen ist, darf man sich der Zuversicht hingeben, daß sich die Erwartungen im wesentlichen glücklich erfüllen werden. Der nach jeder Rich- uing vorzüglich für das Fest qualifizierte Festplatz wird zweifellos allen Anforderungen gerecht werden. Tie wick)-- lige und nicht leichte Wirtschaftsfrage hat eine völlig befriedigende Lösung gefunden. Die verschiedenen Wirtszelte werden sich soweit dies thunlich, erscheint, zu einem einheitlichen (vanzen harmonisch zusammengliedern und auch eine einheitliche Beleuchtung durch bewährtes Glühlicht erhalten, tiiihrend der Festplatz durch Washington-Licht erhellt werden roirb. Für Belustigungen mannigfachster Art hat der Ver- gnügungsausschutz ausgiebig Sorge getragen, doch wird hierdurch das Fest in seiner eigentlichen Bedeutung sicherlich nicht beeinträchtigt werden, sondern man darf nach allen Anzeichen zuversichitlich erwarten, daß dieses em echt turnerisches Gepräge tragen und seinen Vorgängern in Bethättgung turnerischen Geistes und Strebens nicht nach- stehen wird. Wir sind auch überzeugt, daß sich, unsere Stadt der Bedeutung des Festes bewußt werden und es iflii einem recht würdigen und feierlichen Empfang ihrer Gäste niche fehlen Taffen wird. Als günstiges Vorzeichen darf man wohl die erfreuliche Thatsache betrachten, daß bereits zwischen 400 und 500 Freiquartiere dem Wohnungs- ausschusse zur Verfügung gestellt worden sind. Die Leittmg des — erst beim Fest selbst in Aktivität tretenden — Empfangsausschusses und des Zug- und Ordnungsausschusses liegt in den besten Händen. Voraussichtlich wird auch, eine Festzeitung zur Ausgabe gelangen. Auch die Finanzfrage ist in günstige Bahnen geleitet und man darf hoffen,
der (reichlich gezeichnete) Garantiefonds nicht wird Her- Halten müssen, wenn — der Himmel lacht. — Für die auswärtigen Festteilnehmer wird die Mitteilung von Interesse fein, daß, wenn mindestens 30 Personen gemeinschaftlich reifen, auf schriftlichen Antrag bei der Reifeantrittsstation eine wesentliche Fahrpreisermäßigung gewährt werden kann. Nähere Auskunft erteilen die Stationen. In der Richtung nach Gießen wird voraussichtlich am 16. Juni, abends halb 11 Uhr, noch ein Extrazug abgelassen werben.
Darmstadt, 7. Juni. Zu der gestrigen Reunion i in Spielhaufe der Künstler-Kolonie hatte sich ein vornehmes Publikum eingefunden, unter dem neben den Mitgliedern der Kolonie mit ihren Tarnen namentlich die Hofgesellschaft, das diplomatische Korps und die jüngere Juristenwelt unserer Stadt vertreten waren. Dem Beispiele folgend, das die Fürstin Metternich mit ihren berühmten Festen in Wien gegeben hat, gab man dem Feste durch das Vorherrschen einer bestimmten Farbe einen eigenartigen Charakter und hatte hierzu Rot erwählt. Tie Blumenbeeten in der Umgebung des Spielhauses waren mit prächtigen roten Geranien und Rosen besetzt, den Festteilnehmern wurden feuerrote Mohnblumen in Fülle zum Schmucke gereicht, und als die Dunkelheit einbrach, leuchteten überall in den Anlagen rote Flammen auf, die sich mit dem dunklen Grün der Bäume und Rasen zu einem harmonischen und wirkungsvollen Bilde vereinigten. Auch die Tamen hatten in ihrem Kostüm der Farbe des Festes den Vorzug gegeben, und man sah einige entzückend elegante, ganz in Rot gehaltene Toiletten. Während man im Spielhause dem Tanze huldigte, bot das Theater-Restaurant in den Tanzpausen erfrischende Kühlung. Tas Fest dauerte bis Mitternacht.
-k- Mainz, 7. Juni. Unter dem Vorfitz des Landtags- al>g. Tr. David sand vorgestern abend hier eine Protest- öerfammlung gegen die hessische Fahrradfi euer statt, die einstimmig eine Resolution annahm, in der gegen die im Art. 48 des Stempeltarifs ausgesprochene Steuerung der Fahrräder, die für alle diejenigen, die ctn Fahrrad zur Ausübung ihres Geschäftes oder Berufs benötigen, eine ebenso ungerechte wie schwer empfundene Lielastung darstelle, protestiert wird. (Wir können diesem Beschlüsse nur zusttmmen und Höften, daß dieser Protest nicht ohne Wirkung bleibt. D. Red.)
fc. Münster (bei Bingen), 7. Juni. Die leidige Un- ntte, Petroleum zum Feueranmachen zu benutzen, hat hier wieder einmal ein Opfer gefordert. Tie 16jährige Tochter einer Ackerersamilie war mit Kochprbeiten
betraut. Um das Feuer zu schüren, goß sie Petroleum zu. Dadurch fingen die Kleider des Mädchens Feuer, und das unglückliche Mnd erlitt so entsetzliche Brand wunden, daß es nach einigen qualvollen Stunden starb.
fe. Frankfurt a. M., 7. Juni. Zwei weitere Personen wurden als blätter »verdächtig dem Städtischen Krankenhause überwiesen, ein Missionar der Mormonen und ein Postbeamter aus Würzburg.
Ka s f e l, 7. Juni. Ein schwerer Ei f en bahn u n sa l l hat sich, wie schon gemeldet, gestern abend um 6 einhalb Uljr auf der Thüringischen Bahn, Strecke Kassel—Bebra— Leipzig zugetragen. Wie Reifende, die von dem Unglück betroffen würden, und mittels Sonderzuges ab Bebra mit einstündiger Verspätung hier eintrafen, berichten, ist der Nachmittags-Schnellzug Leipzig bezw. Berlin—Kassel - welcher um 5 Uhr 44 Minuten Eisenach verläßt, um 6 Uhr 30 Min. Bebra fahrplanmäßig berührt, und um 7 Uhr 51 Min. hier in Kassel einzutreffen hat, — kurz vor Einfahrt in den Bahnhof zu Bebra mit einem Güterzuge zusammengestoßen, welch letzterer in der Ausfahrt begriffen war. Trotzdem der Schnellzug im vollen Fahren war, und der Zusammenstoß mit großer Wucht erfolgte, ist das Unglück, welches kurz vor 6 einhalb Uhr, also bei ungetrübter Ta ges- helle sich ereignete, verhältnismäßig noch sehr glücklich und glimpslich abgelaufen, wie hier gleich bemerkt fein möge. Ter ausfahrende und noch im Rangieren begriffene Güterzug, wie es nach einer anderen Lesart heißt, fuhr nämlich in der Kreuzungsweicye dem einfahrenden Schnellzuge in die Flanke. Lokomottve und Packwagen des Schnellzuges waren schon vorbeigefahren, und außer Gefahr als die Lokomotive des Giiterzuges in die darauffolgenden zwei Perfonenwagen des Schnellzuges teils lfineinfiihr, teils dagegen anrannte und sie umwarf, sodaß die darin befindlichen Reisenden durcheinander geworfen wurden. Die beiden Personenwagen, ein Wagen 1. und 2. und auch ein solcher 3. Klasse wurden stark beschädigt, und das Untergestell von dem oberen Wagen abgestoßen; trotzdem ist glücklicherweise niemand zu Tode gekommen, noch anscheinend lebensgefährlich verletzt. Tagegen find 10 dis 14 Reifende des Schnellzuges leicht verletzt worden, sie haben Wunden am Kopfe, Armen, Beinen usw., konnten aber mit zwei Ausnahmen nach Anlegen von Notverbänden durch zwei rasch zur Stelle geholte Aerzte die Weiterreise fortsetzen. Der Materialschaden ist sehr bedeutend. Ein Glück war, daß der Schnellzug nur sehr schwach besetzt war; es waren nur 30—40 Personen im Zuge.
** Kleine Mitteilungen anl Hessen naD den 9latfibarttftateB. Ter Gastwirt Geffert in Runkel hat sich gestern mittag erschossen. Als Motiv wird angegeben, daß er ebenso wie der Kaufmann jAugust Nathan, der sich kürzlich im Untersuchungsgefängnis zuLimburg entleibte, in Grubenkuxen spekuliert habe. Genaues ist indessen noch nicht bekannt. — Von Mitte Juni ab wird im großen Saale des Hippodroms in Frankfurt, der 3000 Personen faßt, unter der Direktion Ben Tiebers aus Wien ein Variete in großem' Stile und mit einem Programm eröffnet, wie es beisviels- weise im Berliner Wintergarten zur TurcWhrung gelangt. — Gegen Stellung einer Kaution von 50 000 Mark wurde Tonnerstag abend die sich wegen Verleitung zum Meineid eit etwa drei Wochen hier in Untersuchungshaft befindliche Restaurateurin des Wormser Bahnhofes, Frau Wiesler, vorläufig auf freien Fuß gesetzt.
UnioerssMs Nachrichten.
— Aus Hannover vom 6. ds. wird berichtet: Durch Rektor und Senat der hiesigen Technischen Hochschule wurde gestern zum erstenmale die akademische Würde eines „Doktor-Ingenieur" verliehen, und zwar dem Chemiker Hermann Schreiber aus Hannover. — Die Statistik der Berliner Universität fürs Sommerhalbjahr weist einen Bestand von 5431 immatrikulierten Studierenden auf, gegen 5105 im vorigen Sommer und 6321 im Winter. — Man schreibt aus Leipzig: An der hiesigen Universität sind für daS Sommersemester 3517 Studenten inskribiert worden. Außerdem haben noch 276 Personen, ohne immatrikuliert zu ein, die Erlaubnis zum Besuche der Borlesungen erhalten, worunter sich 69 Damen befinden. — Zum Nachfolger des o. Professors der Physik Dr. Richarz in Greifswald ist der a.-o. Professor Dr. König daselst ausersehen. — Aus Wien wird berichtet: Der Vorstand der chirurgsschen Abteilung und Direktor-Stellvertreter deS Wiedener k. k. Krankenhauses Primarius Dr. Albin Kumar ist mit Rücksicht auf die mit dem vollendeten 70. Jahre erreichte gesetzliche Altersgrenze um seine Pensionierung ein; geschritten. — In Prag starb am 5. d. M. der Professor für Zivil-, Handels- und Wechselrecht Hofrat Dominik Ulmann im 66. Lebensjahre.
Kunst und Wissenschaft.
— Der Verein deutscher Bibliothekare hielt unlängst setre »weite JahreSvirsammlung tn Gotha ab. U. a. referierte Schulz- Leipzig über Wünsche der Bibliothekare an die VerlagSbuchhändler. In 10 SStz.n fahle der Vortragende feine Anträge zusammen. Sie betrafen das Papier, die Drahtheftung, den Einband, die Anordnung der Erscheinungsweise, die Fürsorge für Defektbogen, die Angabe der Vornamen des Verfassers, die Vermeidung schlecht angebrachter Doppel- unb Staffiltiteh die Vordatierung der Bücher, die Separatabdrücke und vieles andere. Bei der endgtltigen Redaktion dieser Thesen beteiligten sich außer dem Korreferenten Muller-Jrna noch LoubierBerlin, Berghoeffer-Frankfurt a. M., Schulze-Berlin, Dziatzko-Göttingen, o. Laubmann'München, Luther-Berlin, Ebrard-Frankfurt a. M., Grr- bard-Halle a. 6., Trommsboiff-Berltn, Haebler-Dresden, Valentin- Berlin, Harrassowitz-Leipzig, EhwaldGotha, Ermann-Berlin, Haupt- Gießen. Im Anschluß hieran wurde noch eine von Ermann-Berlin oorgeschlagene Resolution betreffend die Beibehaltung und eventuelle Erweiterung des Pflichtexemplarzwangs einstimmig angenommen.
— In Thorn beabsichtigt man ein neues Theater durch die Finna F-llner & Hrllmer in Wien zu erbauen, das ohne Bauplatz 300000 Ml. kosten soll.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
R. Gieße», 8. Juni. Sm 8. Juli wird in Leisnig eine von der RetchSbank-Havptstelle in Leipzig abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kaffeneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.
Gieße», 4. Juni. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JC 1.00—1.10, Hühnereier per St. 5—6 2 St. 10—11 j), Enteneier 2 St. 12—18 Gänse-
eier per St. 10—11 4, Käse 1 St. 5—8 Käsematte 2 St. 6—8 Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 34 Tauben per Paar M 0.80—1.00, Hühner per St. JC 1.20—1.70, Hahnen per Stück JC 1.30—2.00, Enten per St. Jl 2.00—2.30, Gänse per Pfd. M 0.00 btt 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 , Kuh- und Rindfleisch per Pfund
60—64 Schweinefleisch per Pfd. 64—74 Schweinefleisch, gesalzen,
per Pfd. 78 4, Kalbfleisch per Pfd, 60—66 , Hammelfleisch per Pfd.
50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 6.00—6.50 Jt, Weißkraut per St
00—00 Zwiebeln per Etr. JC 8.00—8.50, Milch per Liter 18 4.
Kirschen per Pfd. 40—50 Pfg.
Dauer der Marttzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags.
ko. Ara»kf«ri, 24. Mai. Heu- und Strobmarkt. An- gesahren: 11 Wagen mtt Heu, 1 mit Stroh. Heu Mk. 4.30—4.60. Stroh (Roggenstroh) Mk. 3.80—4.00. AleS per 50 Kilo.
Kandmirtschast.
Gieße«, 8. Juni. Von Tag zu Tag hoff-n unsere Landwirte auf einen auSgiebigen Regen, aber btv jetzt leider vergebens. Hier und da gingen zwar einige leichte Gewitterregen nieder, allein di ser mochte kaum in den harten Boden etnzudringen. Jnsoigcdessen macht sich der Mangel an Grünfutter bereits richt fühlbar und die Aussichten für die bevorstehende Heuernte werden immer schlechter. Viele Landwirte sind genötigt, bereits jetzt Daß Wtcsengras zu ver- '.uftern, da die Heuvorräte zur Neige gehen und die Heupreise auf 4,50 b>S 5 Mk. pro Zmtrer gestiegen find.
ko. Frankfurt a. M., 7. Jun'. In hiesiger Gemarkung uud Umgegend wurde mtt dem Heuschnttl begonnen. Die Ernte verspricht recht gut zu werden. Ucberhaupt ist die Vegetation durch dte letzte» warmen Regen sehr vorangekommen. Die Kirschen beginnen zu retten. Dte Frühkartoffklo blühen Das Korn hat bereit« geblüht. Im Allgemeinen verspricht man sich eine leidliche Ernte, auch In Bezug auf Obst.
Urueste Meldungen.
-k- Maiuz, 8. Juni, (Orig.-Telegr. d. G. A.) Die Dampfmühle der Firma I. Schmitt hier, ein bedeutender Anwesen, ist verflossene Nacht nebst großen Vorräten total aiedergebrauot.
W. Frankfurt a. M. 8. Juni. 2.15 Uhr. (Telephon- meldung deS „Gieß. Anz.") Frau Botha traf heute in Southampton (England) ein. Ein Interview hat sie abgelehnt.
Berlin, 8. Juni. Sine Extra-AuSgabe des „Militär- Wochenblatte- veröffentlicht die Stellenbesetzung für die oft» asiatische Besatzungsbrigade. Die Brigade hat drei Jnfanterieregimenter, eine Eskadron Jäger zu Pferde, eine Feldartillerieabteilung, eine Pionierkompagnie, eine Tiain- kompagnie mit einem Pferdedepot, eine Sanitätshalbkompagnie, eine Etappenkommandantur und zwei Feldlazarete. Kommandeur ist Generalmajor v. Rohrfcheidt, bisher Oberst und Führer de» 3. ostafiatifcheu Infanterieregiments. Regiments- kommaudeure find die Obersten Graf Schlippenbach, Freiherr 0. Ledebur und Gruben.
Wien, 8. Juni. In der österreichischen Delegation führte Marinekommandant Spann u. a. aus: Für die Kosten der Expedition in China fei ein Nachtragskredit deshalb nicht verlangt, weil die Ausgaben des Geschwaders in China zur Zeit der Aufstellung des Budgets unbekannt gewesen seien. Dem Minister des Auswärtigen würden alle Ausgaben mit» geteilt werden, damit der Gesamtbetrag in die von Lhina an die verschiedenen Mächte zu zahlende Entschädigung einbegriffen werden könne. Die Familien der in China gefallenen Soldaten hätten auf Versorgung keinen rechtlichen Anspruch, da eine Kriegserklärung nicht erfolgt sei, doch sei die Bewilligung besonderer Unterstützungen durch Vermittelung des gemeinsamen Finanzministeriums angeregt worden.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Juni ।
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
7.
9*
7506
14,4
6,7
55
N.E.
1
Heller Himmel
8.
7»
749,7
10,0
7.3
80
N.N.E.
1
Sonnenschein
8.
2^
747,6
21,6
6,9
36
8.8.E.
2
Sonnenschein
Höchste Temp
eratur
em 6.
biS 7
Juni
22,IP C
Niedrigste
i
, 6.
„ 7
n
11,3° C.
Telephonischer Kursbericht.
ö2/i % Betohaanleihe . . 99 45 «% do . . 88 15 Bi/e Vo Konsole .... 99.15 8 °/o do .... 88.25 8Vs % Heeeee .... 95.75 5 % Italien. Rente . . . 96.85 4C/O Griech. Monop.-Anl. 44.20 8 0/0 Portugiesen . . . 26.00 8 0/ti Mexikaner «... 26.50 4*/t°/o Chinesen . . . . 81.10
Tendenz
Frankfurt, den 8. Juni
Kreditaktien.....215.30
Diskonto-Konnnandit . . 184 90 Darmstädter Bank . . . 181.40 Dresdener Bank .... 145.90 Berliner Handelsgee. . . 148.30 Oeeterr. Staate bahn . . 148 50 Gotthardbahn .... 157.80 Laurahütie . . . . 197 00
Bochum ...... 178.70 Harpen®......172.50
schwach.
Brodpreise vom 9. bis 23. Juni 1901. Der hiesige» Bäcker.
1 Kg. (2 Md.) Tgfelbrob 28 Pfg i Kg. (2Pfd.)Schw«»brod 24 Pfg.
2 Kg. (4 Pfd.) Tefelbrod 56 , 2 Kg. l4Pfd.)Schw«r»brod 48 ,
l «g. (2 Md.) Weißbrod 26 , 3 Kg. (6Pfd.)Schw«tbrob 72 ,
2 Kg. (4 Pfd.) Weitzbrod 52 ,
Der auswärtige» Bäcker.
1 Kilogramm (2 Pfund) Weitzbrod bei:
8. Schmidt, Gr.-Ltnden . 24 SB. Weitzel von Leug-GänS 24 ,
W. Stetnmüller, Lang-GönS 24 $ C. Post von Wiefeck . . 26
2 Kiloaramm (4 Mund) Weitzbrod bei:
WUH. Febel von Wieseck 48 W. Steinmüller, Lang-GönS 48
L. Schmidt, Grotzen-Linden 48 „ W. Weitzel von Lang-GönS 48 ,
L. Steinmüller, Gr -Linden 48 „ C. Post von Wieseck . . 52 , 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot» bei:
8. Schmidt, Grotzen-Linden 22 W. Weitzel von Lang-GönS 22 A W. Steinmüller, Lang-GänS 22 ,
2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot) bet:
8. Schmidt, Gr^Ltnden . 44 H Gust. Jakoty, Alten-Buseck 44
L. Steinmüller, Gr.-Ltnden 44 , Karl Post von Wieseck . 44 _ W. Weitzel v. Lang-GönS 44 , W.Steinmüller o.Lang-Göns 44 , 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrot) bei:
E. Post von Wiefeck . . 66 Gust. Jakoby, Alten-Buseck 66 H Wilh. Fabel von Wiefeck . 66 „ Ernst Christ, Wieseck 69 „
Der »rodverkäufer.
Bei den hiesige» Brodverkäufern bestehen dieselbe» Presse roh bei den hiesigen Bäcker».
Gießen, den 8. Juni 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. __Hechler._______________
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