Infolge unliebsamer Erfahrungen scheint man
gewinnen.
oder „Die lustigen Vagabonden".
- Zur Stadtverorduetenwahl. Lehrreich für unsere bürgerlichen Parteien ist der Ausgang der Stadtverordneten- '■ - " ' ' Von
bach. 30. Lorz, Karl, in Nidda.
- Bieberthalbahn. Interessenten können wir die erfreuliche Nachricht geben, daß die Allgemeine deutsche Kleinbahn- Gesellschaft in Berlin eine Aenderung des Winterfahrplanes der Bieberthalbahn vorgenommen hat. Die beiden Züge, über die die meisten Klagen laut wurden, werden danach vom 15. November ab, sofern die Großh. Regierung in Darmstadt ihre Genehmigung erteilt, zu folgenden Zeiten fahren: 1) Ab Gießen vorm. 6 (statt 7’2) Uhr, ab Heuchelheim 811, ab; Windhof 815, ab Abendstern 8™, ab Krofdorf-Gleiberg 82v ab Rodheim 830, an Bieber 8"; 2) ab Bieber vormittags 8" (statt 8) Uhr, ab Nodhcim 8", ab Krofdorf-Gleiberg 859, ab Abendstern 9M, ab Windhof 9®9, ab Heuchelheim 9-5, an Gießen 925.
•* Aus dem Theatcrbiireau. Hermann Heyermanns' sensationelles Werk „Die Hoffnung" gelangt am Freitag noch einmal und zwar zum letzten male zur Aufführung. !Auch für diese „volkstümliche Vorstellung" gelten die Preise I nom vergangenen Dienstag: Loge 1,30 Mk., Saal 60 Pfg., Gallerte 30 Pfg. — Der erste Komiker und Tenorbusso des Kölner Stadttheaters, Herr Hans Portz absolviert hier am nächsten Sonntag ein einmaliges Gastspiel als „Bertram" in der beliebten Raeder'schen Posse „Robert und Bertram"
Quartal 1901 ausgclosten Geschworenen. 1. Klein, Wilhelm, in Burg-Gräfenrode. 2. Kretschmann, Eduard, in Lich. 3. Binding, Adam IV., in Untcr-Widdersheim. 4. Neisel, Ernst Ludwig Philipp, in Fauerbach b. Friedberg. 5. Bostroem, Eugen Dr. Professor, Geh. Medizinalrat, in Gießen. 6. Pfann- müller, Hermann, in Lauterbach. 7. Gerbode, Kürl' II., in Gießen. 8. Neuhard, Johann Georg Philipp, in Beienheim. 9. Schneider, Franz, in Holdenbergen. 10. Sehrt, Heinrich II., in Bcrnsfeld. 11. Nikolah, Heinrich, in Leidhecken. 12. Schwan, August, in Gießen. 13. Krämer, August Theodor, in Alten-Buseck. 14. Häbcrle, Ernst August, in Friedberg. 15. Franz I., Gcmeinderechner in Gedern. 16. Muth, Heinrich V., in Gettenau. 17. Langsdorf, Heinrich Ludwig, in Friedberg. 16. Hitzel, Konrad III., in Münzenberg. 19. Schmidt, Konrad II., in Strebendorf. 20. Lorenz, Friedrich, in Lauterbach. 21. Bindewäld, Friedrich, in Friedberg. 22. Diegcl, Ernst, in Ehringshausen. 23. Schäfer, Reinhold, in Blofeld. 24. Weiß, David II., in Frischborn. 25. Sehrt, Kaspar IV., in Queckborn. 26. Heß, Heinrich I., in Münster bei Laubach, 27. Reif, Ludwig, in Assenheim. 28. Mohn, Peter I., in Langenbergheim. 29. Laux, Konrad, in Gam-
Aus Stadt ulld Land.
Nachrichten uon allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen I und werden angemessen honoriert.
Gießen, 7. November 1901.
- Der Proviuzial-Ausschus; der Provinz Ober- hesseu hält am Samstag den 9. November, vormittags ,9 Uhr, un Saal des „CasH Ebel" eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Enteignung von Gelände zur Erwecke- Lung des Bahnhofs Gießen, hier: Antrag auf Ausspruch der Enteignung, event. auf Wiedereinsetzung ui den früheren jMagbe^iy,,. Nebenbahn.Aollar-
An das hiesige Kaiserliche Postamt I hat die Kammer die Bitte gerichtet, es möge von dem zu häufigen Wechsel in der Person der post bestellenden Briefträger Abstand genommen werden, da dieser eine bemerkliche Verlangsamung der Bestellung zur Folge habe. Tas genannte Postamt hat darauf erwidert, daß dieser Wechsel zur Zeit sich nicht ganz vermeiden lasse, es werde aber auf thun-I lichste Vermeidung desselben stets Bedacht genommen werden. Tie Kammer ist ferner dafür eingetreten, daß auf dem hiesigen Kaiserl. Postamt II Telegramme auch außerhalb der Dienstftunden angenommen werden. Die Angelegenheit unterliegt zur Zeit der Prüfung des genannten Postamts.
Von der Handelskammer Brandenburg ist beim deutschen Handelstag angeregt worden, er möge dahin wirken, daß bei Kaufabschlüssen in Getreide mit russischen Lieferanten der Handel nach deutscher Arbitrage eingeführt werde. Die Kammer hat diese Anregung auf Veranlassung von Interessenten ihres Bezirks unterstützt.
2. Zu dem Regierungsentwurf betr. die Handelskammern beschließt die Kammer, dafür einzutreten, daß unter die wahlberechtigten und beittagspflichtigen Firmen auch Bergwerksgesellschaften einbezogen werden, die nicht die Rechte einer juristischen Person besitzen. Auf diese Betriebe findet nach Art. 5 des Eiuführungs- gesetzes zum H. G. B. der § 2 H. G. B. keine Anwendung, sind deshalb nicht eintragpslichtig ins Handelsregister; sie würden also außerhalb der Handelskammer-Organisations stehen, wenn ihre Zugehörigkeit zu derselben nicht aus-^ drücklich ausgesprochen würde. Ferner hält es die Handelskammer für angemessen, daß die in dem Entwürfe dem Ministerium des Innern vorbehaltene Festsetzung der Zahl oer Mitglieder einer Kammer und vor allem der Zahl der ruf die verschiedenen Wahlbezirke entfallenden Mitglieder nur nach vorheriger Anhörung der bett. Kammer erfolge, und wünscht dies im Gesetze selbst zum Ausdruck gebracht zu sehen. Die Kammer beschließt, diese, sowie einige andere, mehr redaktionelle Wünsche an zuständiger Stelle zu vertreten. ,
3. Die Kammer setzt die als Staatszuschuß zu den kaufmännischen Fortbildungsschulen ihres Bezirks erforderlichen Summen fest und beschließt, das Großh. Ministerium des Innern um dessen Bewilligung zu
in zuständiger Stelle zu bitten. :
6. Die Handelskammer in Heidenheim hat eine Aen-1; verung der Gepäckscheinformulare angeregt, nach , oer auf den Gepäckscheinen mit vorgedruckter Bestimmimgs- . «tativn auch der zur Berechnung kommende Gesamt-Tarifsatz . und bei den übrigen Scheinen der Tarifsatz per Kilometer und Kilogramm beigedruckt werden soll, um hierdurch dem ( Reisenden eine Kontrolle über den von ihm gezahlten ^-rachtbetrag zu ermöglichen. Die Kammer sieht von der erbetenen Unterstützung dieses Antrags ab, weil dadurch die Raschheit in der Gepäckabfertigung stark beeinträchtigt würde. ' Ueberdies liege speziell für die preußisch-hessischen. Bahnen deshalb weniger Veranlassung für die beantragte Aenderung vor, weil hier in erheblichem Umfange Freigepäck gewährt werde.
7. Für die Wah len zur Hand elskammer für das Jahr 1902 wttd für den Wahltteis Gießen-Stadt außer den Herren Kommerzienrat Koch und H. Schirmer, die als Dienstälteste auszuscheiden haben, Herr E. W. Npwack durch das Los als ausscheidepflichtig ermittelt. In dem übrigen Kammerbezirk werden die Herren W all ach-Als-1 feld, D ü r b e ck - Lauterbach und H o o s - Lauterbachs als ausscheidepflichtig ausgelost. Zum Wahlkommissär wird für Gießen-Stadt Herr Zur buch-Gießen, für Alsfeld Herr G. Romspeck-Alsfeld, für Lauterbach Herr K. Grünewald-Alsfeld bestellt. Die Wahl für Gießen-Stadt und Alsfeld wird auf Mittwoch den 4. Dezember, für Lauterbach auf Donnerstag den 5. Dezember festgesetzt.
8. Die Ortsgruppe Lauterbach des deutsch-nationalen Handlungsgehilfenverbandes hat die Kammer um eine Aeußerung über die Frage der Errichtung kaufmänni- scherSchiedsgerichte ersucht. Die Kammer beschließt, der genannten Ortsgruppe mitzuteilen, daß die Kammer auch heute noch auf dem schon 1896 geäußerten Standpunkt stehe, daß für die Verhältnisse ihres Bezirks ein Bedürfnis für derartige Gerichte nicht anzuerkennen fei.
9. Unter den Eingängen befinden sich u. a.: eine Rückäußerung der Königl. Eisenbahndirektion Frankfutt a.M. auf die Eingabe der Kammer bett. Beibehaltung der Sonntags-Fahrkarten in ihrem bisherigen Umfange. Danach werden 17 Karten von oder nach Stationen des Kammerbezirks, die in Wegfall kommen sollten, beibehatten und kommen definitiv nur 4 in Wegfall, die keine uenwens- werte Bedeutung haben. Ferner sind eingelaufen Mitteil-' un gen betr. die Beförderung von Muster koffern von Hand- lungsreisenden in Oesterreich-Ungarn und Bosnien; die sog. Internationale Ausstellung von Handel, Industrie und Kunst- gewerbe in Loudon; zuverlässige Sachwalter vor niederländischen Gerichten; Bedarf an Fischereigerätschaften in Argentinien; GebrauchsgegenstLnde der Zuckerindusttie ebenda; Anknüpfung von :r.
und zweifelhafte Firmen in Durango (Mexiko), strement» schug (Rußland) und Barcelona. Interessenten wird hier- uber auf dem Bureau der Kammer näheres mitgeteilt.
didaten gelten als Ehrenmänner. Hoffentlich gelingt es dem neuen Oberhaupt, durch weises und gerechtes Vorgehen Einigkeit zwischen beiden Dörfern herbeizuführen.
§ Aus dem Ohmthale, 6. Nov. Auch auf dem Lande ist die Entrüstung über die Behandlung der Burenfrauen uud -Kinder durch die Engländer in den Kon- zentrationslagern groß und allgemein. Gerne steuerte man Beiträge zur Linderung der Not der Eingepferchten bei, wenn nur Sammlungen veranstaltet würden. Einem solchen guten Zweck sollte angeblich der Erlös aus dem Verkauf eines Buches: „Aus dem Leben eines Desetteurs" dienen, das dieser Tage von einem Kolporteur aus Wiesbaden in den Ortschaften unseres Thales feilgeboten wurde. Das Buch kostete 2 Mk., wurde aber trotz des verhältnismäßig hohen Preises um des guten Zweckes willen gern gekauft. Den Wert des Buches schätzen wir auf höchstens 50 Pfennig. Den meisten Käufern ist aber bei dem Kaufe eine Verwechselung passiert. Man glaubte allerseits, daß sich das Buch auf den Burenkrieg beziehe, sah sich aber hierin getäuscht, da der Inhalt des Büchleins gar nichts mit der Burensache gemein hat. Unstreitig müßte aber ein Buch, das dem genannten Zwecke dienen soll, auch dem Interesse an dem Burenkrieg gerecht werden. Die Papiere des Kolporteurs wurden in Ruppertenrod polizeilich kontrolliert und nicht beanstandet. Da man aber sonst noch nichts von dieser Sammlung zum Vesten der Burenkinder und Burenfrauen gehört hat, so fühlen wir uns zur Mitteilung der Sache verflichtet.
(?) Vom Vogelsberg, 6. Nov. Ungewöhnlich lange bleibt in diesem Herbste das Laub an den Bäumen hängen, • insonderheit an den Waldbäumen. Es heißt zwar: Oktober schüttelt das Laub vom Baum, aber das trifft in diesem Herbste nicht zu. Trotz der ftrammen Frostnächte der ersten Novemberwoche hängt noch ein großer Teil des Laubes an den Waldbäumen. Besonders tapfer wehrt sich die I Eiche gegen den Blätterfall. Das soll nach Erfahrung der Wetterkundigen entgegen den Prophezeihungen des Gothaer Wetterpropheten auf einen strengen Winter deuten.
§ Aus dem Vogelsberg, 6. Nov- Unsere Mtt- I teilung über das häufige Auftreten des Totenkops-Schmet- Iterlings und seiner Puppe in diesem Herbste hat verschiedene Anfragen an uns bezüglich des Erwerbs des genannten Schmetterlings und seiner Puppe veranlaßt. ! Wie uns nun unser Korrespondent schreibt, hat auch er von dem massenhaften Vorkommen der Puppe in diesem Jahre zu spät gehört. Es war ihm deshalb nur möglich, leinen Totenkopf-Schmetterling und eine Puppe zu erhalten, die er seiner Sammlung einverleibte.
s. Wallernhausen, 6. Nov. Hier wird gegeuwättig die Kirche neu hergestellt; die Bilder an der Empore sind Kunstmaler Fritz aus Gießen zur Herstellung übergeben. I Donnerstag 14. d. M. soll die Wiedereinweihung der Kirche stattfinden. Es ist hierfür ein Hauptgottesdienst, ein liturgischer Gottesdienst und ein Familienabendvorgesehen, der Posaunenchor von Oberstockstadt unter Leitung des Pfarrers Kalb Henn wird bei der Feier mitwirken.
Herborn, 6. Nov. Die Stadt Herborn beging gestern die ' Erinnerungsfeier an die Verleihung der Stadt- 1 Rechte, welche im November des Jahres 1251 vom König Wilhelm von Holland vollzogen wurde. Die ganze Stadt war abends illuminiert. Zur Feier des Tages veranstaltete man einen Fackelzug, den alle Vereine und Schulen rings durch die Stadt fühtten. An der neuen Brücke wurde Halt gemacht und eine Serenade dargebracht. In Metzlers Saal- bau fand ein Kommers statt, auf dem Bürgermeister Birkendahl eine zündende Festrede hielt, die mit einem Hoch auf den Kaiser schloß. Heute vormittag fand um 10 Uhr Festgottesdienst statt. Um 1 Uhr mittags erfolgte der feslliche «Umzug der städtischen Körperschaften und die Jubiläumsfeier unter Teilnahme aller Ehrengäste. Regierungspräsident Dr. Wentzel schloß seine Glückwünsche mit einem Hoch aus die Stadt, Landrat v. Beckerath-Dillenburg überbrachte die Gratulation des Kreisausschuffes; Archivar Dr. Wagner- Wiesbaden diejenige des nassauischen Altertumsvereins, indem er gleichzeitig in dessen Namen eine Fesffchrift als wiffen- schaftliches Angebinde überreichte; Landeshauptmann Sar- lorius beglückwünschte die Stadt namens der Bezirksverwaltung und teilte zur angenehmen Ueberraschung bei städtischen Körperschaften mit, daß zum Brückenbau 10,000 Mk. zugeschossen würden. Der Magistrat ernannte sein ältestes IMitglied, Meckel, zum Stadtältesten und stiftete der Kirchen-
zum Alleinbewohnen für je eine Familie und 2 Mietshäuser I in der Landmann-, Eredner-, Hilbcherstraße und Mittelweg 11 errichtet, sondern sucht auch durch eine Reihe von Wohlfahtts- ' einrichtungen wie Sterbekasse, Kohlenbezugsverein, Unter- \ stützungskaffe im sozialen Sinne zu wirken. Die Veranstal- tung von Volkskonzerten ist durch ihn in die Wege geleitet worden, so steht in nächster Zeit wieder für die Mitglieder ein großes Orchester-Symphoniekonzert in Aussicht. Demi ! Verein ist für fein neues Vereinsjahr ein guter Fortgang in| seinen nützlichen Bestrebungen zu wünschen.
*» Der Seltersberg-Verein hatte für gestern Abend eme außerordentliche General-Versammlung bei Re-j ftauratcut Ott. einberufen, um üb« i«bem
• "*■' ' ä'--- - ' gelegenhetten zu beraten. Leider scheint oas ymere]]c oer
Mitglieder des Vereins dafür völlig oder fast völlig erlahmt zu sein. Denn es hatten sich nur sehr wenige Herren ein-1 gefunden. Man beschloß deshalb, den Verein aufzulösen.
ng. Watzenborn, 6. Nov. Mit großer Spannung steht man der am nächsten Samstag stattsindenden Bürger-! m ei st erwähl entgegen. Bereits am 23. v. M. fand die । erste Wahl statt. Als Kandidaten waren aufgestellt der der- zeittge Bürgermeister Heß, Landwitt Balth. Hirz VL und Mühlenbesitzer Joh. Hirz (Neumühle). Don 367 Wählern machten 354 von ihrem Recht Gebrauch. Sürgermeifter | Hetz erhielt 88, Mühlenbesitzer Hirz 201 und Balth. Hirz 164 Stimmen. Es findet nun Stichwahl zwischen den beiden I Hirz" statt. Wenn man Wähler nach ihren Wotten beur- I teilen kann, dürste Landwirt Balth. Hirz V.I. als SiMr.
bitten.
4. Die Vorstände des hiesigen Kaufmännischen end Detaillisten-Vereins haben die Kammer aus Anlaß der demnächstigen ortLstatutärischen Ausdehnung des nrankenversicherungszwangs auf Handlungsgehilfen und -Lehrlinge ersucht, auf die Bildung einer be 1 vnderen Krankenkasse für kaufmännische Betriebe hinzuwirken. Die Kammer ist nach eingehender Beratung der Ansicht, daß die Errichtung einer solchen Kasse wünschenswert ist und beschließi, bei der hiesigen Stadtverwaltung mtsprechend vorstellig zu werden.
5. In hiesigen Geschäftskreisen wird es als erbeblicher llebelstand empfunden, daß man noch keinen telepho-
Barmen, Elberfeld, Hagen, Essen, Dortmund usw. besitzt. 7771 stimmberechtigten Mahlern machten 6250 von ihrem Tie Kammer beschließt deshalb, um einen solchen Anschluß! Wahlrechte Eebrauch. Die vereinigte Burgerpartel erhielt ~ 13560 Stimmen, während die sozialdemokratische Partei es
nur auf 2591 brachte, sodaß sämtliche 15 Kandidaten der ersteren gewählt sind. — Der glänzende Sieg der bürgerlichen Parteien in Offenbach ist ein neuer Beweis für die Wahrheit I des Sprichworts, daß nur Einigkeit stark macht. Einigkeit läßt sich aber nur dann erzielen, wenn nicht jede Partei hartnäckig auf ihren Forderungen besteht, sondern wenn jede in etwas nachgiebt, der anderen entgegenkommt. Nur auf diese Weise ist ein gemeinsames Vorgehen möglich, läßt sich ein Kompromiß vereinbaren. Das ist diesmal in Offenbach I geschehen, darin liegt der glänzende Erfolg der bürgerlichen Parteien begründet. Möchten unsere Bürger für die m Gießen bevorstehenden . Stadtverordnetenwahlen aus dem ! Borgehen der Offenbacher Bürgerpartei lernen!
♦* Die Ziehung der Lose der Ausstellung der Künstler-Kolonie ist nunmehr endgiltig auf den 20. Dezember festgesetzt worden. . .
- Evangelischer Arbeiterverein Gießen. Wie wir hörens feiert der evangel. Arbeiterverein nächsten Sonntag fein; neuntes Stiftungsfest durch einen Festgottesdienst in der Stadtkirche nachmittags 5 Uhr, in dem Universitätsprofessor D. Drews die Festpredigt halten wird und durch eme gesellige Feier um 8*/, Uhr abends in Steins Gatten", bet der Gesänge des gemischten Chors des Arbeitervereins, eme Festansprache, 2 kleine Theaterstücke, Deklamationen rc. vorgesehen sind. Der Verein umfaßt etwa 320 Mitglieder bezw. Familien, die durch das wöchentlich erscheinende Verbands- I organ „Hessisch-Nassauischer Volksbote" über alle Vorgänge
I Bestehens durch seine Baug°no,sens ch°st°HauSch-n S<E^^kf«rt 6. Nov. Am Samstogvor-nittog
trat bei einer in der Hochstraße wohnhaften Familie ein Dienstmädchen, das sich Anna Rebe aus Wlesbaden nannte, in Stelle. Nachmittags war sie schon verschwunden, und es stellte sich heraus, daß sie der Herrschaft eine Anzahl wertvoller S chmucksachen und einen dunkelgrauen Herren- Ueb erzieh er entwendet hatte, in dem dte Ftrma Kramer L Komp, eingezeichnet ist. Der Polizeibencht beschreibt die Diebin wie folgt: Etwa 21 bis 22 Jahre alt, mittelgroß, 1 60 Meter, blonde Haare, zwei Zöpfe auf dem Kopf, Am- sieckkamm, blaue Augen, schmales blaffes Gesicht, längliche und spitze Nase, schlanke Gestalt, grobe Hände, beim Sprechen schlechte schwarze Zähne sichtbar. Sie spricht dttrtsch und Zeitweise Schweizer Dialekt; bekleidet war sie mit dunkelgrünem oder dunkelbraune,n Rock, schwarzem Jacket, dunklem 2Smter* hüt, Schnürschuhen. Es wurde festgestellt, daß die Diebm am 27. Oktober, nachts 11 Uhr, in Würzburg die SOj^r. IFreiin v. Truchseß, bei der sie Tags zuvor m Dienst getreten war, zu ermorden versucht hat, xnbem fie bw Greisin im Bett durch Kopfkissen ersticken ^und diwch Schläge auf den Kopf und Einführung der Faust in den Mund tödten wollte. Hierbei hat ihr em -^ann^ geholfen, der sich in ihrer Begleitung befindet. — lttberfallene wehne sich und die Thäter haben w^rscheml'ch Bißwundev an der Hand. Die Diebin nannte sich ™
Rebe auS Tübingen. Sie hat dort cm anscheinend gefälscht^ Dienstzeugnis von einer Frau Brüstein mrs Zurich vorgezeigt. daZ sie hier nach Ausführung des Drebßtcchls zuruckließ.
Londorf (Feld), hier: Besitzeinweisung; 3. Enteignung von hervorgehen. Zweimal hlitteremander, vor 18 und 9 Jahren Gelände zur Nebenbahn Lollar-Londorf (Feld), hier: Fest- ist es dem kleineren Steinberg dur^> ^cm^ setzung der Entschädigung; 4. Beschwerde der Frau Kath. borner gelungen daß Oberhaupt ^er Gemeinde für sich zu Hattherz von Bönstadt wegen Entziehung des Losholzes. gewinnen. Infolge unliebsamer Erfahrungen schemt man
P - Verzeichnis der für das Schwurgericht für das vierte diesmal hier zur Besinnung gekommen zu fern. Be de Kan- _ . , _______ 1 crairkcGv. । sisnto« nrOpn Ehrenmänner. Hoffentlich gelingt es dem


