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8.5.1901 Erstes Blatt
 
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Itn berichtet, dijchWgm einige ulingt int Bergleich zu iu?= I diesen Betrieben (Echmiede, e Wertstall) durchschnittlich aus gckrnttr Arbeiter. Bet einig« günstiger, sodaß lerschiedmtlich wnd« kann.

M die Eisenwerke htrzen- r Eismgießerei geschaffen. ES 3 «wjunden worden, mb by und der ersordertichm Umsicht Mdm. Um dies ;u errücher, Ajuni 1900 eine besondere sicheret einMtet. DftMM u unter Leitung eineß M'M«,

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UniversiWs Nachrichten.

Heber die erste Studienwoche des Kron-

Bonn, 5. Mai.

Lichcrstraße 59.

** Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat verliehen: dem Obersten Freiherrn v. Rhein haben, Kommandeur des Infanterie-Regiments Generalfeldmar­schall Prinz Friedrich Karl von Preußen (8. Brandenburgi­schen),Nr. tU, seither Oberstleutnant beim Stabe des 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115, das Ehren- treuz und dem Oberleutnant a. T. Ehrhardt, seither im 3 Großh. Infanterie-Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Ter Groß Herzog hat den evangelischen Dekan des Dekanats Grünberg, Kirchenrat Georg Pull-

bäumen, der großen Beifall fand. Herr Meß führte aus, daß ja wohl der Bauer im Sommer mit landwirtschaftlichen

Arbeiten überhäuft sei, doch möge er die Regentage, na­mentlich die zwischen Heu- und Kornernte, an denen er im Felde sonst nichts schaffen könne, zu Arbeiten an seinen dn."Tnbetrbitnif(h?n"Sufenftabf wirb Veförieben7 ®e7 fir on'prina

Obstbäumen benutzen. Wegschaffen des Ungeziefers durch xn unverweilt an sämtliche Fächer seines Stubienplanes frisch heran- Kalkanstrich auch im Sommer, gründliche Tüngung und gegangen. Diese Pünklltchkeit bildet einen erfreulichen Gegensatz zu bet das Aufhacken der Baumscheibe namentlich der Bäume, die Sitte vieler anberer akabemischen Bürger, die nicht vor bet ersten Mai- auf Kleeäckern und Wiesen stünden, sowie das Ausschneiden woche bas Kolleg ober überhaupt bie Unioersitätsstabt aufsuchen,

8 Herrchenhain, 5. Mai Heute Nachmittag war die Jugend von hier auf einer Wiese im Freien versammelt bei einem Faß Bier. Ter Sohn des Landwirts Johannes Oechler sprengte sich beim Spielen einen Knöchel ab, so daß er sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.

f Grebenhain, 5. Mai. Heute Nachmittag fand die erste Bezirksversammlung des Bezirks Herdstein der K r i e g e r k a m e r a d s ch a f t H a s s i a in dein Gasthof zur Post statt. Ter Bezirksvorsteher Postverwalter Breitwieser eröffnete die Sitzung mit einem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog. Zum Telegiertentag in Wimpfen wird ein Vertreter gesandt werden. Zum Bezirksdelegierteu wurde Postverwalter Breitwieser und zu dessen Stellvertreter Gast­wirt Hofmann in Freiensteinau gewählt. Ter nächste Be­zirkstag soll am letzten Sonntag int Juni (30.) in Engel-

Geräten statt.

-h- Kaulstos, 5. Mai. Bor einigen Tagen wurde ein hiesiger Bürger mit dem Ab holzen seines Fichtenwaldes, von etwa 15 hessischen Normalmorgen, fertig. Gefällt wur­den 503 Festmeter und dem Besitzer hleibt nach Abzug der Fällungs- und Fuhrlohnkosten zur Station. Gedern einesEin- nahme von 9 Mark pro Festmeter gleich 4527 Mark. Ter Wald hat etwa 50 Jahre gestanden. Wiederum ein schöner Beweis dafür, wie nutzbringend man Oedländereien hier im Gebirge durch Anpflanzung mit Fichten machen kann.

des Kommerzienrats W. Gai

Ehr. Schmidt um Erlaubnis zur Anlage einer Ver­bind tmgs st raße zwischen Bismarck- und Goethestraße. 14. Gesuch des Karl Rühl zu Gießen um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb in dem Hause

gehilsin Schneider in Worms.

Butzbach, 5. Mai. Infolge Anschlusses der Großh. Zellenstrafanstalt an das hiesige städtische Elektrizitätswerk ist es notwendig geworden, das Elektrizitätswerk zu erweitern. In der letzten Stadtvorstandssitzung wurde nun­mehr beschlossen, daß die Arbeiten und Vergebung für die Legung des-elektrischen Kabels zum Anschluß oer Zellenstraf- au'stalt an das hiesige Elektrizitätswerk auf Grund des Vertrags alsbald in Angriff genommen werden sollen. .

s Hauseu, 6. Mai. Obstbautechniker Metz von Fried­berg hielt gestern in der Wirtschaft von Fink einen sehr lehrreichen Vortrag über Sommerarbeiten an den Obst-

** Postpersonalien. Bestanden haben die Post- <3irj3tag pm am iePKU I ."Niag im. c11111 in^-ugec sekretärprüfung: der Obcr-Postassistent Schade in Gießen; abgchalten werden. Beitritt zu einer llnjalb unb .^1= die Assistentenprüfung: die Postgehilfen Nessel in Tarrn Pfli^t^erficf)erung mürbe /mpfoOIen, fotoie das Anlegen stabt, L. Hofmann in Fürth (Odenwald), Küntz in Lampert- Jahrbüchern für jebev ^^ve Mitglied, ferner der heim, Arras' in Nieder-Jngelheim, A. Seeger in Offenbach Abschluß von Vertretern mit der Feuerversicherung Provr- iMain) und Rullmann in Schlitz. Freiwillig ausge- dentla. . _ ....

schieden sind: der Postgehilfe Bauer in Lich, die Post gehilsin Elisabeth Engel in Tarmftadt unb bie Telegraphen

X Schotten, 6. Mai. Am 3. Juni wirb hier ber all­jährliche Bullen- u n d Z u ch t - V i e h m a r k t verbunben mit Prämiierung, abgehalten. Gleichzeitig finbet eine Ver­losung von Zuchtvieh, lanbwirtschaftlichen Maschinen unb

Oft 7 Käufliche Ueberlassung eines Teiles der städtischen überflüssiger Aestchen unb das Schröpfen ber Baume Wüstung an ber Harth. 8. Kaufnotnl mit Theodor Brück empfahl er. Diese Sommerarbeiten lohnten sich sehr, da über Straßeugelände in der Kaplaneigasse. 9. Er- man im Herbste schon reichliche Fruchtansätze sehen könne, brciterung 'ber Robheimerstraße; hier: Geländeerwerb. 8 Crainfeld, 6. Mai. Die Arbeiten zur Herstellung 10. Gelänbeaustausch mit Georg Pfaff Wwe. in Wißmar, bes Festplapes zur Abhaltung des Hauptfestes des Vogels. 11. Uebertragung bes Pachtverhältnisses der Christoph Rüb- berget Säug er bun des am 9 unb 10. ^uni hier, samen Wwe. auf deren Sohn Albert Rübsamen. 12. Der- schreiten rüstig vorwärts. Die Wirtschaft wird von Heinrich Pachtung von Gelände auf dem Seltersberg. 13. Gesuch Oechl er Witwe geführt werden, das Bier liefert die Y ---- 1 [ und des Weißbindermeisters Riedeselsche Brauerei in Lauterbach, bie sich verpflichtet

hat, zwei Tanzböden, jämtlidje erforderlichen Tische und Stühle usw. unentgeltlich zu stellen. Ter sogenannte Jux­platz ist für 80 Mark verpachtet worden an Herrn August Conrad in Hungen. Als Festlieder sind die zwei folaendeu bestimmt:Wir sind ein festgeschlossener Bund" undAuf der Berge arünem Saume". Als Leiter sämtlicher 16 Ver­eine wird der Bundesdirigent Schmalbach hier, fungieren.

man« zu Grünberg, auf sein Nachfuchen unter Anerkenn ung seiner treuen unb ersprießlichen Geschäftsführung von diesem Amte enthoben unb den Großh. Gerichtsassessor Tr. Hof mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Großh. Amtsgericht Lorsch beauftragt.

Unterftiitb auch ju viele« andern, die nur im Hbrsaal ihren Professor« gegenübertreten und dort so nebenbei sich testieren lassen, hat der Kron­prinz seinen Lehrern vorher einen förmlichen Antrittsbesuch gemacht. Uebrigenb unterscheidet sich bet Thronerbe deS deutschen Reiches durch fein eigenes Auftreten wenig oder so gut wie garnicht von seinen Mit- ftubenten. Schlicht und einfach betritt er den Hörsaal wie alle andern. Wo gerade ein freier Platz ist, da setzt er sich nieder, so am Donnerstag tn der Borlesung von Professor Drescher über Schillers Dramen weita» von seinem militärischen Begleiter in der vorletzten Bank, nachdem er biß zum Beginn der Vorlesung infolge eines Irrtums in einem anderen Hör» saal zusammen mit einigen Borussen verweilt hatte. Der Kronprinz schreibt eifrig mit. Er trägt seine Aufzeichnungen mit Bleistift in ein Kollegienheft ein. Herzhaft, wie der Jugend e8 wohl aufieht, lachte er mit bei der Schilderung über Schillers Aeußere, daS, wie Professor Drescher hervorhob, nicht dem eines Adonis glich, sondern mit dem schlotterigen Gange, den Sommersprossen im Gesichte, der langen Nase und den ge­röteten Augen einen grellen Kontrast abgab zu der Erscheinung des von der Natur so herrlich ausgezeichneten Dichterfürsten Goethe. DaS frische Naturell des Kronprinzen verleugnet sich auch sonst nicht. So in der ersten Vorlesung über die Meisterwerke des klassischen französischen Theaters bei dem Lektor Dr. Gausinez. Der Hbrsaal, in dem dieser liest, ist auf etwa 60 Personen berechnet. Aber eine weitaus größere Zahl von Zu­hörern, darunter auch etwa 1» Studentinnen, war gekommen, mancher wohl nur mit der ausgesprochenen Absicht, auch einmal mit dem Kron» Prinzen ein Kolleg zu hören. Die erste Bank war lange freigeblieben für den jungen Fürstensohn. Schließlich nahmen doch einige ältere Semester nach längerem Zögern dort Platz. Der Kronprinz setzte sich bei seinem Erscheinen zu ihnen, während seine Begleiter Klappsitze vor der ersten Bank einnahmen. Da für etwa 25 Zuhörer kein Sitzplatz mehr da war und der Hintergrund des Saales bis in den Vorraum hinein mit Stehen» den gefüllt war, blieb die Thür während ber Vorlesung offen. Würzige Abendlust durchzog daher den Raum, unb die frische Maienpracht lachte in ben kleinen Saal hinein, dessen reichbemalte Dccke noch an die ehe malige kurfürstliche Herrlichkeit erinnert. Als bann Dr. Gausinez mit der Anrebe:Alteese impäriale et royale, meedames, mesaieursl seinen Vortrag begann, wer dachte da nicht unwillkürlich an die Zeit, wo auch hier in Bonn französische Sprache und Sitte den kurfürstlichen Hof beherrschten.

Theater, Kunst und Mist'enschast.

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