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a-r, Predigt. Sibelfhinbe.
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77 eint Ävl^ ctod r>n vtm. Ml Wchbach. ctes ^immerzu Steinstraße 66.
Nr. 210 Erstes Blatt.
151. Jahrgang.
Samstag 7. Septemver 1001
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Die Gießener Zamilien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den „Blattern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei» gelegt.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
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Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Ar.dl.
General-Mzerger
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen
Annahme von Anzeigel zu der sür den folgender Tag erscheinenden Nr bis vormittags IO Uhr Alle An« > t Vermitt lungsstcllcn des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen.
Zeilenpreis: lokal 12 Pf, auswärts 20 Psg.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universums - Druckerei (Pietsch Erben).
Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Aw zeigenteil: Hans Beck.
Entwurf des neuen
5.
v. Bechtold.
körperlichen Geometrie, der Trigonometrie und der ana- lytischen Geometrie zu wählen sind; eine Aufgabe aus der Physik oder Chemie. Tie mündliche Prüfung erstreckt sich auf die französische und englische Sprache, ferner auf Geschichte und Mathematik. Je nachdem die schriftliche Arbeit ans der Physik oder Chemie entnommen war, kommt im ersteren Falle die Prüfung in der Chemie, im zweiten die in der Physik hinzu. Tie Aufgaben für die schriftliche. Prüfung sind so zu bestimmen, daß sie in Art und Schwierigkeit die Klassenaufgaben der Prima in keiner Weise überschreiten; sie dürfen aber nicht einer der bereits bearbeiteten Aufgaben so nahe stehen, daß ihre Bearbeitung aufhört, den Wert einer selbständigen Leistung zu haben. Für die Aufsätze ist eine Arbeitszeit von fünf Stunden, für die mathematischen Arbeiten eine solche von sechs Stunden, für die Uebersetzungen in die fremden Sprachen und die naturwissenschaftliche Arbeit von je vier Stunden zu gewähren. Tic Frist darf bei den Aufsätzen nötigenfalls um eine halbe Stunde überschritten werden. Andere Hilfsmittel in das Arbeitszimmer mitzubringen, als für den französischen bezw. englischen Aufsatz ein französischdeutsches, bezw. englisch-deutscyes Wörterbuch, für die mathematische und phmilaüscbe Arbeit Logarithmentafeln, für die chemische Arbeit chemische Tafeln ist nicht erlaubt. Mit Genehmigung des Regierungskommissars kann auf Besapnß der Brüsungskommission eine Befreiung von der mündlichen. Prüfung oder von einzelnen Teilen derselben dann ein- treten, wenn nach den Jahresleistungen und den Ergebnissen der schriftlichen Prüfung außer Zweifel steht, daß d-'r betretfenbe >ie Prüfung im aanzcn, bezw. in einzelnen
stellung gerügt. Sprengel-Nauheim erklärt, daß wohl die empfindlichsten Mängel abgestellt seien, aber noch immer Anlaß zu Klagen vorhanden sei. Er verwahrt sich gegen den Ton des Schreibens. Es wird beschlossen, nochmals bei der Postdirektion vorstellig zu werden.
5. T...----; ........ Zollt ari fgefetz'es^
Ein Schreiben des Großh. Ministeriums des Innern be-
^Lie Interessen des Väckerergewerbes und der Zolltarösentwurs.
Einer Anregung aus Handwerkerkreisen folgend, geben wir nachstehend auszugsweise einen Artikel wieder, der von drei Vorstandsmitgliedern der Greifswalder Bäckeruinung ausgeht und wohl allgemeineres Interesse beanspruchen
züglich dieses Punktes wird zur Kenntnis gebracht. Es wird darin nm lleberweiinng von Material gebeten. Auf Vorschlag des Vorsitzei?en wird die Stellungnahme zu dem Zolltarif selbst imö zu dessen Prinzipien erörtert. Ter Vorsitzende ist zur Frage des Doppeltarifs der Ansicht, daß ein Minimaltarif für Getreide die künftigen Handelsverträge zum Scheitern bringen würde. Wetzel-Erlenbach meint, daß auf jeden Fall eine Grundlage zu günstigen Handelsverträgen gewahrt werden müsse. Tie übrigen Anwesenden erklären, die frühere Stellung müsse im wesentlichen beibehalten werden. Es wird beschlossen, gegen den Doppeltarif sich auszusvrechen und ebenso gegen wesentliche Erhöhungen der Lebcnsmittelzölle. Auf Vorschlag des Vorsitzenden nimmt die Sitzung auch einen Beschluß gegen das Verbot eines Zollkredits für Getreide an. Ter von dem Landwirtschaftsminister gemachte Vorschlag, die Zollverträge chon 1 Jahr früher zu kündigen, bevor mit dem Ausland Verhandlungen gepflogen werden, wird ablehnend behandelt. Sodann wird eine Eingabe der Firma Trapp- und Münch-Friedberg bez. der Ei er z ö Ile verlesen. Es wird beschlossen, diese Eingabe zu unterstützen. Langsdorf bittet, sich gegen die Erhöhung des Zolles für Leinöl auszusprechen, ebenso gegen den Zoll für Leinsamen und Leinölfirnisse. Tie Kammer beschließt demgemäß.
6. Verschiedene Anträge aus Anlaß des Jahresberichts. Man beschließt, sich dafür auszusprechcn, daß bessere Sachen nicht mehr in den Zuchthäusern angefertigt werden, und einen entsprechenden Antrag beim Ministerium zu stellen. Es wird hervorgeyoben, da ß die. Gefangenen in erster Linie für den Staat beschäftigt werden sollten.
7. Reue Anträge. Es wird ein Antrag bezügl. des Bahnhofes Vilbel verlesen. Darin wird eine Vergrößerung des Bahnhofs gewünscht, die ohne dessen Verlegung möglich sei. Ter Antrag enthält 24 Unterschriften von Einwohnern aus Vitzbel. Wetzel-Erlenbach spricht sich in Gemäßheit seines früheren Antrages für die Verlegung' des Bahnhofes mit Rücksicht auf die Lagerplatzvcryältnisse aus. Er erklärt, daß diejenigen, die diesen Antrag unterzeichnet hätten, speziell interessiert seien, da sie in der Nähe oes Bahnhofes zu bleiben wünschten. Martini-Vilbel erklärt, die Zahl der Interessenten sei weit größer als die der Unterzeichner. Der Vorsitzende hält die Sam,' noch nicht für spruchreif. Es müßten noch eingehendere Informationen cmgezogen werden. Er schlägt vor, bei der Bahndirektion anzufragen, ob schon ein Projekt angefertigt sei. Man cinv"'. sich dahin, das Projekt abzuwarten, und dann der Sache näher zu treten.
Gießen, 4. September 1901.
Betr.: Errichtung einer Sammelwasemneisterei für den Kreis Gießen.
Drs Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Sie werden hiermit, soweit erforderlich, an die Erledigung unseres Ausschreibens vom 10. v. Mts. (Kreisblatt Nr. 189) erinnert.
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Erdarbciten wird die Marktstraße von der 'Wettergasse bis zum Marktplatz am 6. l. Mts. für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.
Gießen, den 5. September 1901.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: Roth. ________
Amtlicher M.
Gießen, 4. September 1901.
Betr.: Anlegung des Grundbuches; hier: die Eintragung der unbesteuerbaren Objekte in die Kataster und Grundbücher.
Dar Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großh. Bürgerst-eistereien des Kreises.
Wir sehen Jahren Berichten darüber entgegen, ob in den Gemarkungen Ihrer Gemeinden, oder in den in polizeilicher Hinsicht diesen zugewiesenen selbständigen Gemarkungen ^traßen- oder Weggelände vorhanden ist, das in den Grundbüchern einem Eigentümer (Kreis oder Gemeinde) nicht zugeschrieben i|t.
v. Bechtold. ________________
22. Sitzung der Handelskammer Friedberg.
K. F r i e b 6 e r g, 3. September.
Anwesend sind die Herren: Fertsch-Friedberg, Wetzel- Erlenbach, Rausch-Friedberg, Kromm - Schotten, Engel- Schotten, Langsdorf-Friedberg, Jutz-Butzbach, Martrni-Vrl- bel, Sprengel-Bad-Nauheim, Notar Dr. Stahl als Schriftführer. .
Tas Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen und vom Vorsitzenden über die einzelnen Punkte näher referiert. Sodann wird zur Tagesordnung übergegangeu.
1. Neue Einläufe: Ter Vorsitzende teilt den wesent- licheu Inhalt mit. Tie Beschlüsse der letzten Sitzung hatten, soweit sie sich auf Abstellung von Mißständen re. bezogen, im allgemeinen Erfolg. Mehrere Einläufe werden zu besonderer Beschlußfassung zurückgeslellt
2. Antrag an Königl. Cisenbahndirektlon Frankfurt am Main gegen die Aufhebung von Sonntags-, Rundreise- u n d S o m m e r k a r t e n. Ter Vorsitzende verliest eine Verfügung vom 17. August, wonach eine Anzahl der bestehenden Vergünstigungen im Bahnverkehr aufgehoben oder geschmälert werden. So iverden mit Wirkung vom 1. Oktober die S o n n t a g s f a h r k a r t c n von F ried- b er g nach Frankfurt a u f g e h o b e n, wahrend sw in umgekehrter Richtung bestehen bleiben, wie jammer beschließt bei dem Bezirkseisenbahnrat vorstellig zu werden.
3 Winterfahrplan vom 1. Oktober 1901. In dem vorliegenden Entwurf wird vermißt, daß die von der Kammer gestellten Anträge unberücksichtigt blieben, wer Vorsitzende teilt mit, daß demnächst ein zweiter Entwurf erscheinen werde. Es wird beschlossen, nochmals Schritte in dein früheren Sinne zu thun. Es wird festgestellt, dast von Nidda und Schotten fein direkter Anichluy nach Frankfurt gewahrt ist, so daß wenigstens 2 Stunden Aufenthalt für die Reisenden entstehen. Langsdorf stellt den Antrag morgens und abends den Lehrzug Berstadt-Wohn- bach für Personenverkehr freizugeben. Man beschlicht, sich nochmals zu erkundigen und entsprechend vorstellig zu
schlossen bleiben. Wenn wir aber unsere Arbeitserzeugnisse nicht mehr im Auslande absetzen können, oder wenn auch nur eine Verminderung der Ausfuhr eintritt, die die ganz unvermeidliche Folge eines Zollkrieges werden dürfte, so werden große Arbeitsstockungen bei uns in Deutschland ein- treten : lüssen. Tann heißt es aber: Je weniger Arbeit, desto mehr Not; und je größer die "Not, desto schwieriger die Lage des Handwerks. Wenn Millionen von Arbeitern fein oder ein geringeres Einkommen haben, dann wird es in allererster Linie die Bäcker treffen. Hohe Getreidepreise sind.für den Bäcker niemals ein Ägen. Has haben wir vor 10" Jahren gesehen'. Wenn das Brot teuerer und kleiner wird, so ist die natürliche Folge, daß die Familien mit einem verminderten Einkommen ihren Konsum an Brot einschränken müssen. Es ist ein altes wirtschaftliches Gesetz, das jeder an sich schon erprobt hat, daß je höher die Preise, desto geringer der Konsum ist wenn sich die Gesamteinnahme nicht erhöht. Wenn der Arbeiter nicht voll beschäftigt werden kann, ja wenn einige Industriezweige ganz lahm gelegt werden, dann wird sich das Durchschnitte einfammen der Arbeiter um .Hunderte von Mark jährlich vermindern und dementsprechend auch der Bedarf an Lebensmitteln, in erster Linie natürlich der besseren, zurückgehen.
Je teuerer das Mehl ist, desto mehr wird das Bestreben darauf gerichtet sein, so billig als möglich zu baden. Schon jetzt giebt es in den großen Städten überall Brotfabriken, die natürlich an Zahl noch zunehmen werden. Je teuerer das Brot wird, desto mehr werden die Arbeiter, wie es schon jetzt der Falc ist, sich Zu Bäckereigenossenschaften vereinigen und ihr Brot direkt aus der Fabrik beziehen. Tas Brot wird dadurch zwar auch nicht billiger werden, aber der kleine Vorteil, der sonst dem Bäcker zufällt, kommt dann der Verwaltung der Genossenschaft zu gute. Wenn der Konsument das Brot von der Genossenschaft auch nicht billiger und besser erhält, als vom Bäcker, so bildet er sich doch wenigstens ein, als Genossenschafter einen Anteil vom Reingewinn des Fabrikbetriebes zu erhalten.
Deshalb sagen wir: Weg mit der künstlichen Verteuerung desBrotes? W e g m i t der künstlichen Sperrung der Grenzen! Weg mit dem Eigennutz einer kleinen Anzahl von Großgrundbesitzern! Es ist doch wahrlich keine übertriebene Forderung, daß das deutsche Volk in seiner industriellen Arbeit nicht gestört werden will, um sich diejenigen Mittel zu erwerben, die es für das tägliche Brot gebraucht. Tie Bäcker müßten die ersten im Lande sein, die Mann für Mann dafür eintreten, daß dem arbeitenden Volk dieses Boot erhalten und sie selbst nicht in ihrer Existenz gefährdet werden.
Unbegreiflich ist es, wie es Bäcker geben kann, die sich für hohe Getreidezölle begeistern und damit das Geschäft der Großgrundbesitzer besorgen. Jeder Stand hat doch in erster Linie für seine eigene Existenz zu sorgen und die Abnehmer der Bäcker sind doch nicht et w a die Dauern, sondern die Gewerbetreibenden und Arbeiter. Die Interessen dieser großen Volksmassen sind aber in dem gegenwärtigen Kampfe um die Lebensmittel- -ölle die entgegengesetzten wie diejenigen der Großgrundbesitzer. Ihre Lebenslage ist abhängig von dem Emporblühen der Industrie und des Gewerbes, mithin in erster Linie von dem Abschluß günstiger Handelsverträge!
bUr^n der Einleitung bespricht der Aufsatz die Wichtigkeit der Handelsverträge für Deutschland; Deutschland fei in den letzten Jahrzehnten aus einem Ackerbaustaate, der hauptsächlich vom Ackerbau lebt, zu einem Jndupnestaate geworden, der den größten Teil seiner Einwohner von der Herstellung feiner Jndustrieerzeugmsse nähre Wahrend nämlich noch im Jahre 1850 6a Prozent der Gesamtbevölkerung des deutschen Reiches sich dem Ackerbau^widmeten, lebten im Jahre 1890 nur mehr 3o Prozent von her Landwirtschaft. Was die ausländischen Staaten heutzutage für unser deutsches Gewerbe bedeuteten, erhelle am besten aus der einen Zahl: Im letzten ^ahre führte Deutschland für vier Milliarden 753 Millionen Mark nach dem
Deshalb" müsse der gegenwärtige Zustand unter den Handelsverträgen fortbauern. Tie fremden Lander, in denen wir unsere Waren absetzten, dürften nicht ihre -rhuren uns verschließen. Ties würde aber unzweifelhaft ■eintreten, wenn der jetzt vorliegende Zolltarifentwurs vom deutschen Reichstage angenommen würde. Tenn dieser belaste das fremde Vieh und das fremde Getreide mit außerordentlich hohen Zöllen. Wenn, was zu befürchten stehe, keine Handelsverträge wieder zustande kämen, dann wurden so hohe Kornzölle festgesetzt werden, daß fremdes Getreide laum noch ^eingeführt werden könne. Tie kleinen und mittleren Bauern ebenso wie die Viehzucht treibenden Bauern, die etwa 80 bis 90 Prozent der gesamten bäuerlichen Be- völkeruna ausmachen, hätten aber kein Interesse au d^n Kornzollerhöhungen, denn sie könnten kein Getreide verkaufen, sondern müßten solches meistens noch hinzukaiisen. Wem würde in Deutschland nicht so viel Getreide gebaut, Äs -ur Ernährung ber Bevölkerung ausreichend fei. Je weniger Getreide also eingesührt würde, desto höher wurden bieVreife steigen. Sie würden geradezu zu Notstandspreisen werden, wenn einmal ungünstige Eniten hinzukommeii
Dann fährt der Artikel fort: Wie gestaltet sich die Sache für den Bäcker, wenn er nur inländisches Getreide hohen Preisen taufen kann? Tabei müssen wir in Betracht^ ziehen, daß in manchen -teilen Deutschlands der St ausländisches Getreide ic Überhaupt nicht entbehren frinn Es giebt Provinzen, tn denen der Weizen aus der Art aeschlagen ist; es giebt auch englische Weizensorten bereu Kultivierung für die Landwirte wohl sehr vorteilhaft ist weil sie einen sehr hohen Ertrag geben, die aber ein schlechtes Backmehl liefern, da sie zu arm an Kleber sind, nötigen Klebergehalt zu bekommen, muß daher b« äen ü? mandjen Provinzen mit klob-rroichrnt Ans taSem besonders mit russischem und atnertkantMm, Semengt werden. Pistung aus den fieBerveidjen en Weizen ist aber bet wettern noch nickt das Schlimm sie, was wir von der Annahme des UEN Zottwrifentwurss zu besürchten haben. Tenn. wenn «>-r io hohe Zölle betommen, daß untere ®retijen fo nraert bie Einfuhr ausläudtschen Getreides ge- '<e™rt%nfc,S bann Werben auch die Grenzen der Nachbar- Äber für die Erzeugnisse der oeutscheu Zudusiete V-.
Avs Stadt und Ämd.
'Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlickrn Original» Nachrichten ist »Ur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. HtyZ gestaltet.)
Gießen, 5. September 1901.
** Tas Regierungsblatt Nr. 59 enthält eine Verordnung, die Reifeprüfung an der Ober-R.eal- schule betr. Wir entnehmen ihr folgendes: Zur Reifeprüfung werden diejenigen Schüler der Oberrealschule zu- gelassen, die sich mindestens im 4. Halbjahre des zwei- jährigen Kursus der Prima befinden und mindestens seit dem Beginne des 4. Halbjahres der Oberprima angehören. .Ihre Zulassung erfolgt durch die Direktion. Tie Reifeprüfung zerfällt in eine schriftliche und eine mündliche Prüfung. Gegenstände der schriftlichen Prüfung sind: 1) ein deutscher Aufsatz, 2) ein französischer oder ein englischer Aussatz über ein leichteres historisches Thema; 3) eine Uebersetzung aus dem Teutscheu in das Englische oder Französische im Wechsel mit dem Aufsatz; 4) vier mathematische Ausgaben, die ans der Algebra, der ebenen und
ioerben. § r, d Telep h o n w esen. Es wird die Antwort der Öber-Postdirektiou auf die von der Kammer gern in te


