Ausgabe 
7.8.1901 Zweites Blatt
 
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Hamburg, 5. Aug. In der heutigen Sitzung der

ZuUes herausgerissen und nach links hinüber aus

eüv der die de« dasi

überreichten. Tie Bewegung zu Gunsten des Friedens breite sich rasch in allen Lagern aus. Tie Bewohner derselben seien vollkommen zufrieden mir allem, was England für sie gethan habe. Ja, wenn dieses wahr ist, wozu braucht dann Krtchener 50000 neue Reiter, die er sich schleunigst erbeten hat? Tabei rücken die Büren ständig vor, in Beau­fort West stehen sie nur noch wenige Meilen von der Küste, der Norden "Natals wird von ihnen beunruhigt, und im Swazilande sind sie wieder völlig Herren der Situation. Tie Ängst vor den Streifkorps der Buren an den Etappen­linien ist sogar schon so weit gestiegen, daß.üitchener sein Leben nur nochJnspektionszügen" anvertraut, wo er vor Burenkugeln sicher ist-

Krüger hat sich von Henri des Houx, tvie wir bereits

** Radfahrfest des Gie ßener Radfahrer- Vereins 188 5. Auch der zweite Festtag konnte sich denr ersten in Bezug auf sportliche Leistungen und allerlei Kurzweil an die Seite stellen, obwohl der Fest- Platz wegen des gänzlichen Fernbleibens der aus­wärtigen Sportgenossen nicht so stark besucht war wie am Sonntag. Infolge des im Laufe des Tages wiederholt niedergegangenen Regens erlitt das ursprüngliche Pro­gramm eine einstündige Verspätung. Um 5 Uhr nachmittags 'and vom Vereinslokale nochmals eine Korsofahrt nach dem! Festplatze statt. Kurz nach 6 Uhr begannen die Rad-Polo- Wettspiele, die, weil hier zum ersten Male aufgeführt, für die Zuschauer von besonderem Interesse waren. Das Spiet tellt an die Mitwirkenden hohe Anforderungen in Bezug auf Sicherheit im Fahren, da es gilt, vom Rade herab einen Ball mit dem Croquetschläger über das von dem Gegner verteidigte Gebiet hinaus durch dasThor" aus der Bahn zu schlagen. Die Bahn war mit zwei Felder:: zu je vier Fahrern besetzt. Die Fahrer G. Reinhardt, Heinrich Becker, Jean Eckert und H. K r e t s ch m a r erhielten als Preis einen silbernen Becher. Der Becher geht an den Verein zurück, wenn zwei der Sieger ausscheiden; außer­dem erhielt jeder von ihnen eine silberne Medaille. Nach dem Polospiel trat das Kunstsahrerpaar Jenny und Alban Daßler auf, die ja schon am Sonntag eine her­vorragende Probe ihres Könnens abgelegt hatten. Au? verschiedenen Radgattungen zeigten sie manches hier noch nicht gesehene Kunststück und ernteten dafür reichen Bei falb Denn Räder ohne Lenkstange und Felgen und eckige, nach allen Richtungen verbogene Räder sind Vehikel, die zu be- 'teigen der gewandteste Fahrer erst dann sich herbeilassen wird, wenn er ..seine Knochen nummeriert hat". Den Schluß des Festes bildete ein Konzert und Tanzvergnügen, bei dem die junge Welt bis zum grauenden Morgen sich vergnügte.

D. Darmstadt, 5. August. Heute begann hier ein Zeichen kursus für Volksschullehrer. Der Kursus wird von Oberlehrer Hölscher am hiesigen Gymnasium ge­leitet und dauert sechs Wochen. Die Teilnehmer erhalte« eine Subvention von 200 Mk. Die eine Hälfte wird ihnen bei Beginn des Kursus, die andere nach 4 Wochen aus­gezahlt. Aus jedem Kreise nimmt höchstens ein Lehrer am Kursus teil.

Darmstadt, 5. August. Der Großherzog traf heute abend 9 Uhr 15 Min. von Koburg hier ein und begab ich alsbald nach Jagdschloß Wolfsgarten.

liehe Erlaubnis erteilt ist, ferner jede einem Tritten er­kennbar gemachte Bethätigung revolutionärer oder sozial- demorkatischer Gesinnung, endlich das Halten und die Ver­breitung revolutionärer oder sozialdemokratischer Schriften sowie jede Einführung solcher Schriften in die Kasernen; oder sonstigen Dienstlokale. Ferner ist sämtlichen Ange­hörigen des aktiven Heeres dienstlich befohlen, von jedem zu chrer Kenntnis gelangten Vorhandensein revolutionärer oder sozialdemokratischer Schriften in Kasernen und anderen Dienststellen sofort dienstliche Anzeige zu erstatten. Diese Verbote und Befehle gelten auch für die zu Uebungen und Kontrollversammlungen 'einberufenen Personen des Be­urlaubtenstandes.

Aus Stadt und Land.

(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original Nachrichten ist UUt unter genauer Quellenangabe:QHeft. U«z." gestaltet.)

** Die zweite diesjährige Dchlußprüfung der Kan-, didaten der evangelischen Theologie bat heute vormittag in den Amtsräumen des Großherzoglichen Ober- konsistzoriums ihren Anfang genommen. Es beteiligen sich daran 10 Examinanden, von denen 4 aus der Provinz Starkenburg, 5 aus Oberhessen und 1 aus Rheinhessen sind.

** Militärisches. Wir Haden bereits über die vom Kaiser gestiftete neue Schießauszeichnung berichtet. In Ergänzung dazu sei noch folgendes nachgetragen: Die Auszeichnung bestehl für die Offiziere aus einer goli denen Schützenschnur, für die Mannschaften aus einer gelben Schnur. An dieser hängt an einer kürzeren Schnur die Kaiserkrone mit Szepter und Schwert. Der Kompagnie­chef trägt die Auszeichnung dauernd, die Mannschaften bekommen, die Auszeichnung bei der Entlassung mit, Offi­ziere und Unteroffiziere tragen sie, so lange sie bei dep betreffenden Kompagnie stehen.

Tie Ergebnisse des Reichshaushalts für 1900 stellten sich nach dem Finalabschluß der Reichshauptkasse, abgesehen

einen hübschen Prolog sprach. Tie Festrede hielt der Di­rektor des Gymnasiums, Tr. Mohr. Er sprach zunächst der Behörde und dem Fürstenhause den Dank für ihre Unterstützung aus und begrüßte die Gäste. Dann ging er auf die Gymnasialbildung ein und gab eine glänzende Ver­teidigung unserer humanistischen Anstalten, die den Schüler nicht nur für den Gelehrtenberuf fähig machten, sondern ihn auch für das praktische Leben vorbereiteten. Er schloß mit der Aufforderung, stets ders Banner der humanisti­schen Bildung hochzuhalten, und dem Wunsche, daß die Anstalt weiter blühen und gedeihen möge. Als Vertreter der Staatsregierung sprach Ministerialrat Dr. Eisen- Huth seine Glückwünsche aus und gab bekannt, daß daI Gymnasium fortan in Erinnerung an seinen Stifter W o l f - gang-Ern st- Gymnasium genannt werden soll (vgl. unterStadt und Land" im 1. Bl. d. Nr. die Meldung ausl Darmstadt). Nach ihm sprach Prof. Dr. Klein aus Mainz im Namen einer Reihe hessischer höherer Schulanstalten seine Glückwünsche aus und überreichte dem Fürsten und dem Direktor des Büdinger Gymnasiums zwei Adressen. Auch Pfarrer und Reallehrer Roth aus Butzbach; überreichte im Namen der Butzbacher Realschule eine Adresse, worauf Prälat Habicht namens der obersten geistlichen Behörde seine Slückwünsche darbracbte. Steuerkommissär Frese­nius, ein früherer Schüler der Anstalt, machte sodann von einer Stiftung früherer Schüler Mitteilung, deren end- giltige Bestimmung aber noch nickst getroffen ist. Zu er­wähnen sind lunch drei altgriechische Gesänge aus dem 3. Jahrhundert, die einen gewaltigen Eindruck machten.

Tas F e st e s s e n in der Festhalle verlief in der ani- miertesten Stimmung. Nachdem der Erbprinz Wolf­gang das Hock) aus Kaiser und Großherzog ausgebracht, toastete Direktor Mohr auf Has Fürstenhaus, Kammer- Direktor Korell auf die Schulabteilung und Ministerialrat E i s e n h u t h , der ebenfalls ein Schüler des Büdinger Gym­nasiums ist, auf Büdingen. Noch mehrere andere Redner folgten, bis die vorgerückte Stunde die Festteilnehmer trennte. Für die Jugend sanden dann Spiele mit Preis­verteilung statt.

Um 9 Uhr abends bewegte sich ein Fackelzug zum Schlosse, wo Prof. Klein aus Mainz eine Ansprache hielt, die der Fürst mit einem Hoch auf das Gymnasium er­widerte. Der darauf folgende Kommers, unter der Leitung des Kreisdirektors Dieckmann in Schlettstadt, ver­einigte etwa 121500 Personen in der Festhalle. Der Fürst trank auf die Festteilnehmer aus nah und fern, Kreis­direktor Meckmann auf Büdingen, in Erwiderung darauf Herr Lehning auf das Gymnasium. Pfarrer Göbek toastete auf Direktor und Lehrerkollegium.

Berlin, 5. Aug. Die aus Anlaß der bevorstehenden Belgrad, 4. Aug. Das endgiltige Resultat der gestrigen Kaisertage in Ost- und West Preußen bisher ge- Wahlen zur Skupschtina ist folgendes: Gewählt sind troffenen Dispositionen werden, soweit sie rein militäri- 83 Anhänger der Regierung, von welchen 71 Radikale find, schen Charakters sind, keinerlei Aenderung erfahren, doch ferner 6 Liberale und 3 unabhängige Radikale. Letztere rst bezüglich der Dispositionen, welche die äußeren Festlich- kommen außerdem in der Stadt Belgrad und in 4 Kreisen Fci£ei? umfassery gegenwärtig ein Stillstand eingetreten, so in die Stichwahl mit den Kandidaten der Regierung. Es daß defin: ttve Bestimmungen dreserhalb vorläufig noch vor- handelte sich dabei um 38 Mandate.

C "-"Das für "den Empfang des Grafen Waldersee t Konstantinopel, 5. Astg. Einer Meldung aus Dscheddah ausgestellte Programm dürfte, wie aus Homburg gemeldet zufolge griffen Araber die Eskorte des Ball von HedschaS wird, durch die Verhinderung des Kaisers am persön- an' ber tn die Provinz reiste, und nahmen eine Kolonne fort, lichen Erscheinen eine ivesentliche Aenderung nicht erfahren. Peking, 5. Aug. Die Vorbereitungen zur Räumung Einer neueren Bestimmung zufolge wird u. a. das Trvm-I Pekings durch die fremden Truppen rufen Verstimmung veterkorps des in Hannover garnisonierenden Königs-1 unter den fremden Einwohnern hervor. Diese erklären, daß Ulanenregiments bei dem Empfange in Homburg nicht! die Haltung des niederen Volkes unfreundlicher werde, zugegen sem da die Truppen die Stadt verlassen, und daß die Chinesen

rmenten^»ve° Sohn deK Graf- nach alter Gewohnheit wieder di- Ausländer

^6%^ ber Straße beschimpfen und stoßen.

Phillppsth-l®aVdnrfbc(!gTbe 11874), einzigenIJubelfeier des Gymnasiums in Büdingen.

Mmr7Prinze/L"ne^n ta&Ä« (Orstst-alberlcht de. ,«* -n».->

3mR eichsanz." b rin gl der Kriegsmi nisten Dr. K. Büdingen, 5. Aug. 1901.

ynter°Weren und Auch der Montag begann mit Hellem Sonnenschein; um Mannschoften dienstlich verboten ist rede Beteiligung holb 11 Uhr fond akademische Feier in der Tum- Festlichkeiten und Geld- Holle statt. Eröffnet wurde die erhebende Feier mit dem sammlungen, zu welchen Nicht vorher eine besondere dienst-! Gesang eines Chorals, worauf der Primaner Hellwig

Offenbach, 5. Aug. Zu dem in unserer gestrige» Nummer bereits mitgeteilten Eisenbahnunglück auf der Lokalbahn strecke Offenbach-Sachsenhausen bringt die Offenb. Ztg." folgende Einzelheiten: Als der um 8.20 Uhr von Offenbach abgefahrene Zug in den Bahnhof Oberrad, wo der Sachsenhäuser Zug soeben eingetroffen war, ahren wollte, stellte sich unter dem fahrenden Zuge, aus dem richtigen (rechten) Geleise ein gefahren »vor, Weiche um, wodurch mehrere Wagen aus der Mitte

gestern kurz meldeten, interviewen lassen. Henri des Houx,! i

der jetzt den Figaro vertritt, ist der erste Interviewer der I von den auf die außerordentlichen Teckungsmittel^ ange- französischen Presse. Erfand den Präsidenten wie gewöhn- wiesenen Ausgaben in Vergleich zum Etat in runden lick» in Gesellschaft seiner Bibel und seiner Pfeife, voll-! Summen, wie folgt: Beim Reichsheer stellte sich das Ge­ständig wiederhergestellt von seiner Augenkrankheit. NachI samtergebnis um 2 444 000 Mk. günstiger gegen den Etat, einer Redewendung, die sein vollständiges Vertrauen auf l^ie Marineverlvoltung erforderte 5 490 000 Mk. mehr, der Gott ausdrückte, ging Krüger auf eine Widerlegung der l Reichstag 88 000, das Auswärtige Amt 1156 000 Mk., das Greuel über, die Lord Kitchener den Buren zur Last!Reichsamt des Innern 1189 000 Mk., die Reichsschuld gelegt hat. Teit 21 Monaten fei es das erste Mal, daß l. 312 000 Mk., der allgemeine Pensionsfond 55 000 Mk. solche Anklagen erhoben würden; offenbar sei das die mehr, beim Reichsinvalidenfonds war der Kapitalzuschuß Antwort der Engländer auf die früheren Anschuldigungen 1051000 Mk. geringer. Im Ganzen waren 9 240 344.50 Mk. der Buren. Aber er würde die Burensache in den Augen Mehrausgaben. Zölle und Tabaksteuer brachten 7 558 000 Gottes für gerichtet halten, wenn die Buren auch nur den Mark weniger, die Verbrauchsabgabe für Branntwein Zwanzigsten Teil der Greuel verbrochen, deren sich die! 1 213 000 Mk., Reichsstempelabgaben 11682 798.79 Mk. mehr. Engländer schuldig gemacht hätten. Tenn die düstere Im Ganzen wurden an Einzelstaaten 6 467 228.52 Mk. we- Schilderung, die Fräulein Hobhouse von den sogenannten I Niger überwiesen. Die Zuckersteuer erbrachte 21 442 000 Mk., Konzentrationslagern entworfen habe, wo Greise, Frauen! die Salzsteuer 1783 000, Brausteuer 1313 000, Spielkarten- und Kinder gefangen gehalten würden, bliebe hinter der! sampel 63 000, Wechselstempelsteuer 2 040 000 und die sta- Wahrheit zurück. Was die Vermittelungsversuche betrifft,! tistische Gebühr 93 000 Mk. mehr. Maischbottich- und Brannt- so habe er, Krüger, sie sicherlich nicht angeregt, wenn er sie weinmaterialsteuer M2 000, Brennsteuer 786 000 Mk. weniger, auch nötigenfalls unterstützen werde. Den Frieden habe er Posb- und Telegraphenverwaltung 25 434 000, Reichseisen- schon einmal vorgeschlagen, und zwar auf ehrenvoller Grund-1 bahnen 1974 000 Mk. weniger, Ausgleichungsbeträge für tage, er brauche daher den schon bestehenden Vorschlag I nicht allen Bundesstaaten gemeinsamen Mnnahmen nicht zu erneuern.Wir sind", so sagte er schluchzend, I 324 000 Mk. weniger, Bankwesen 11093 000, verschiedene nicht die Angreifer gewesen. Will man uns unsere Frei-1 Verwaltungseinnahmen 3 267 000 Mk. mehr. Im Ganzen heit gewährleisten, so legen wir die Waffen nieder, vorher kommen an ordentlichen Einnahmen, soweit sie dem Reiche nicht! Wenn die Väter nicht mehr sind, werden die Söhne I verbleiben, 18 990575.80 Mk. auf; die Mehrausgaben be- den Kampf fortsetzen und nach ihnen die Enkel; denn man I tragen 9 240 344.50 Mk., da die Mehreinnahmen aus den kann eine Rasse nicht vernichten, und eine starke Rasse ent- Reichsstempelabgaben 11 682 798.79 Mk. gemäß dem Reichs- sagt ihrer Freiheit nicht." Daß die Buren erschöpft seien, stempelgesetz vom 14. Juni 1900 zur Verstärkung der Be- will Krüger nicht zugestehen; die Engländer hätten dies triebsmittel der Reichskasse zu dienen haben, ergiebt sich schon wiederholt behauptet, und der Krieg dauere immer für das Rechnungsjahr ein Fehlbetrag von 1 932 567.79 Mk. woch fort. An Lebensmitteln fehle es nie, ebenso hätten sie Hamburg, 5. Aug. In der heutigen Sitzung der nie Mangel an Waffen, Schießhedarf und Pferdei: gehabt. Bürgerschaft wurde folgende Kundgebung einsttmmig und Die Vorsehung sorge dafür. Nach diesen Worten wurde endgilt:g genehmigt: Die Bürgerschaft ftimmt ihrerseits Krüger immer heftiger. Wenn jeder Zoll der beiden Re- wit Freuden der Verleihung des hamburgischen Ehren- publiken in den Händen der Engländer wäre, wenn Cham-1 b ü r g e r r e ch ts -an den Generalfeldmarschall Grafen berlain genug Soldaten schickte, um den Boden damit §u I Waldersee zu; sie erblickt in dieser höchsten Ehrens bedecken, würde der Krieg doch noch ebenso heftig a::= oe^eugung, die unsere Freie und Hansestadt zu gewähren dauern. Die Hinrichtungen schüchterten niemand ein, sie! bat, den Ausdruck dankbarer Anerkennung, die auch 5^am- schüsen nur Märtyrer; dem Blute der Märtyrer entsttegen burgs Bevölkerung den hervorragenden Verdiensten des die Rächer. Aus die Frage des Interviewers, ob er einem Grafen Waldersee zollt.

Protektorate, das die Sicherheit der inneren Verwaltung! Hamburg, 5. Aug. Die französische Kanal­gewährleisten würde, zustimmen könne, antwortete Krüger! v m m i s s io n, die gestern abend von Bremerhaven ein­verneinend: keine Schutzherrschaft, nur eine Kriegsentschädig- getroffen war, besichtigte heute vormittag die Schiffswerft ung in Geld; dabei Beibehaltung der Burenflagge unixlOon Blohm und Boß und die Reiherstteg-Schiffswerft und volle Amnestte für die Afrikander vom Kap und aus Natal; begab sich heute nachmittag durch den Kaiser Wilhelm-Kanal sie selbst als Kriegführende bedürften keiner Amnestie. Da ^^ch Kiel.

dies Krügers letztes Wort zu fein scheint, verlohnt es sich, .. Homburg, 5. Aug. Reichskanzler Graf v. Bülow seine Auslassungen wörtlich wiederzugeben; sie sind gleich-ch Begleitung des Kaisers hier eingetroffen und fam im voraus die Antwort auf Chamberlains letzte Rede, Königlichen Schloß abgesttegen.

worin er den Buren die Rolle von Kriegführenden ftreiHgl Breslau, 5. Aug. Das Er bprinze np aar von zu machen scheint:Was die Unterhandlungen betrifft", Sachse n ein in gen ist gestern nachmittag von Erd- so sagte er,werden wir erstens nie auf unsere Flagge I mannsdorf nach Schloß Friedrichshof abgereist.

verzichten, sie ist das Symbol unserer Rasse; zweitens! %

können wir nur verhandeln, wenn man uns volle Amnestte! AHStoltiL

für die Afrikander vom Kap und aus Natal zusichert. | «___ ~ ... . .

Wir selbst haben als Kriegführende keine Amnestie nötig. I "Temps glaubt zu wissen, daß

Was bedeutet das, eine Schutzherrschaft? Wollen die Eng- "^n tm Ministerium des Aeußeren den von Constans ge- länder uns noch beschützen, nwlchem sie gegen uns Krieg I machten Vorschlag erwäge, welcher dahin geht, wegen der in geführt haben? Ebenso gut könnte man einen Schafstull I Konstantinopel bezüglich derSociäte des quais" gemachten unter den Schutz eines Wolfes stellen! Wenn wir beschützt! Schwierigkeiten ihn von seinem Posten abzuberufen und dem werden wollten, so würden wir uns doch nicht an die türkischen Botschafter in Paris Munir Bey die Engländer wenden. Indessen, wir können augenblicklich keine P ässe zuzu stellen.

Schutzherrschaft annehmen. Wir haben Ruinen wieder her- Budapest, 5. Aug. Der deutsche Botschafter Fürst zu zustellen, das Land wieder zu bevölkern; eine schwere Auf Eulenburg hat an den Ministerpräsidenten v. Szell aus Kiel gäbe, ^azu brauchen wir e:ne vollständige, unbe I folgendes Telegramm aeridbtet Se Maieität der Kailer

Strick Jm drnHaä9b^d-pihnan^en N-gF-nder Allerhöchst fein aufrichtiges Bei-

Wand und sagte ihm dann:Deine Beine sind frei, mar ^b. Tode de« Herrn Szilagyi auszusprechen Se. schiere! Deine Arme find frei, arbeite!" Nein, nur keinen Majestät ermessen durchaus die Grüße des Verlustes, der Ihr Strick um den Hals! Das einzige, was wir des Friedens Vaterland betroffen hat. Ich selbst darf dieser Allerhöchsten wegen bewilligen können, ist Geld. Wir können die Sicher- Kundgebung mein tiefempfundenes Mitgefühl hinzufügen, ich heit unserer Unabhängigkeit und unser Recht, als freie werde niemals den hohen Geist vergeffen, der mir aus der Natton zu leben, nicht teuer genug bezahlen. Ich habe die Persönlichkeit Ihres unvergeßlichen Landsmannes entgegen^ Uebtzrzeugung, daß die Engländer uns schließlich doch leuchtete.

unser Recht bewilligen werden. Ich hasse sie nicht, die Eng- Sinaja, 5. Aug. Der russische Vizeadmiral Hildebrand ::der; ich beklage nur ihre Verblendung. Alle Tage bete und die Offiziere deS russischen Geschwaders find heute mittag ich zu Gott für f:^ für ewigen, die da drüben als hier eingetroffen und am Bahnhofe vom Adjutanten des Ovfer einer ungerechten -ache gerben, sur die Regierung/- Königs General Warthiadi empfangen worden. Zu Ehren

30 des Admirals und der Offiziere fand sodann ein Galafrüh-

Kemiches Kelly. stück im Schlöffe Pelesch statt.