Nr. 131
Erstes Blatt.
151. Jahrgang
Freitag 7. Juni 1901
u-ui Onkel
ISM
Pfeiffer.
Rothe.
4012
t. d. Bl.
rm
die für dauernd untauglich befundenen Militär-
eine besondere Ladung
Vorschlag gebrachten
b.
Vorschlag gebrachten
c.
d.
e.
f.
Ä*a6Mee, EWe^tion imb rch«ttttatze 7.
Ldreffe für Depefch««! Anzeiger Gießen.
Jernsprechanschluß Nr. Hu
und des Vertriebs von Trinkgesäßen und bei der Untersuchung dieser Gefäße auf ihre vorschriftsmäßige Beschaffenheit, sowie bei der Einleitung von Strafverfahren zur Richtschnur zu nehmen.
M DO
en ten W in b\e Aüchr i)L tzrlbige mtz Won in fcotd u Rchaurattoa Ibälig Msm n. Qetjdt nad) Uebernntunft ute BrhMung. Näheres in bet rpebition d. BI.
5. Sitzung Hrotztz. KaudetsKammer Hießen für die Kreise Hießen, Alsfeld und Lauterbach.
(Protokollauszug.)
Gießen, 4. Juni.
Anwesend sind die Herren: Kommerzienrat Heichelheim, stelle Vorsitzender, Türbeck, Grünervald, Jhring, Moll, Röhr, Schwall und Zurbuch^ sowie der Sekretär Tr. Kehrn.
Bor Eintritt in die Tagesordnung giebt der stellver-
pflichtigen, soweit denselben zugeht;
die zum Landsturm I in Militärpflichtigen;
die zur Ersatz-Reserve in
"* w***Me» Hk »en
X«« trf*e<ee*ben **c M Nm. io Uhr
Freiwilligen.
Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 5 Tagen auzuzeigen. Die Militärpflichtigen find außerdem anzuweiseu, ihre Losuugsscheiue mit zur Stelle zu bringen.
Die zur Beurteilung von Reklamationen in Betracht kommenden Personen, wie Ellern, Geschwister, haben ebenfalls zu erscheinen, ansonsten ans die betreffenden Reklamationen keine Rückficht genommen werden kann, was die Großh. Bürgermeister den betreffenden Reklamanten noch besonders mitzuteilen haben.
Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen, und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogen ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist.
Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober- Ersatz-Geschäfte bis zum Schluß des gesamten Aushebungs- Geschäftes selbst anwesend zu fein, um bei der Untersuchung von Felddieustnntauglichen, sowie Invaliden ev. Auskunft geben zu können, auch haben fich dieselben darum zu bemühen, daß die Militärpflichtigen, den Ladungen entsprechend, eine Stunde vor Beginn des Geschäfts zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen, und während des Aushebungsgeschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten, was denselben vor Abreise nach den einzelnen Aushebungs- Bezirken noch ansdrükklich zu eröffnen ist.
Gießen, am 29. Mai 1901.
Der Zivil-Dorfitzende der Großherzoglichen Ersatz-Kommission des Kreises Gießen.
Boeckmann.
Wir machen noch darauf aufmerksam, daß es weniger auf die Zahl der zur Anzeige gebrachten Feldfrevel ankommt, als auf den von den betr. Bediensteten betätigten Diensteifer, insbesondere in Verhütung von Freveln durch stete Anwesenheit im Felde, und daß ferner auch das außerdienstliche Verhalten (nüchterner Lebenswandel) mit in Betracht zu ziehen ist.
Gleichzeitig werden Sie uns diejenigen Feldschützen, welche Sie einer Belohnung nicht für würdig halten, unter Angabe der Gründe benennen.
v. Bechtold.
Bekanntmachung.
Betreffend: das Ober-Ersatzgeschäft für 1901.
Das Ober-Ersatzgeschäft für 1901 wird im Kreise Gießen
Montag den 584. Juni im Rathause zu Lich, vor« mittags 8 Uhr,
DienStag den 585. Juni in der Restauration „Zum
Lonys Bierkeller", Schanzenftraße Nr. 18, zu Gießen, vormittags 8 Uhr,
Mittwoch den 580. Juni daselbst, vormittags 8 Uhr, Donnerstag de« 97» Juni daselbst, vormittags
8 Uhr,
Freitag den 588. Juni im Gasthaus „Zum Rappen" zu Grüuberg, vormittags 8 Uhr, stattstnden.
ES haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz-Kommission im ersten Bezirk der 49. In fanterie-Brigade in sämtliche« Aushebuugsorteu zu
gestellen: a.
vtjugrprrlr
Ml. 2.20, momul. 76f|a. nwvnngkrlohn; durch M ÄdholkftrÜrn virrtklMO. »tt. 1.90, 66 Wch
Bei Postbezug viertelMrl. Mt. 2.00 ohne BefleBf*.
tuk f!-tätigen.Btnntt
Itcflte frei In. und MuMmM ndjtnen Anzeigen für bat •tefceoer Anzeiger entgeme, Zeilenyrtta lokal 11 Wh» ■ueeart» eo vtg.
tretende Vorsitzende, Kommerzienrat Heichelheim, der Ge^ nugthuung der Hammer Ausdruck über die prompte lieber» lieferung des diesjährigen Jahresberichts und spricht dem Sekretär die Anerkennung der Kammer für den Eifer und die Sorgfalt aus, mit welcher er den Bericht ausgearbeitet habe. Hierauf wird in die Tagesordnung eingetreten.
1. Geschäftsbericht.
Aus demselben ist hervorzuheben, daß der Jahresbericht der Kammer Ende Mai fertiggestellt und aus- gegeben worden ist. Ter statistisch Anhang zu demselben, der etiva im September zur Ausgabe gelangen dürste, ist in Angriff genommen worden.
Tie Königl. Preuß. und Großh. Hess. Eisenbahndirektion in Mainz hat die Kammer um einen Antrag ersucht, den Artikel Handkäse zur eilgutmäßigen Beförderung unter Anwendung der Frachtgutsätze zuzulassen. Die Kammer hat den Antrag mit dem Hinweis befürwortet, daß für diesen Arttkel die Beförderung als Eilgut im Sommer zum mindesten auf die größeren Entfernungen sehr angezeigt ist, derselbe aber andererseits die hohe Mrmalfracht für Eilgut nicht zu tragen vermag.
Ter von dem Vertreter der Kammer, Kommerzienrat Koch, beim Bezirkseisenbahnrat in Frankfurt a. M. gestellte Antrag betr. Errichtung einer Halte st elle der Main- Weser-Bahn im Norden Gießens ist in der Sitzung dieser Körperschaft vom 23. v. Mts. von der geschäftsführenden Eisenbahndirektion mit Rücksicht auf die Bestimmung der Geschäftsordnung, daß Gegenstände lokalem Charakters von den Verhandlungen ausgeschlossen sein sollen, beanstandet worden. Ter Vertreter der Kammer zog: infolgedessen den Antrag zurück und beschränkte sich daraus, die Angelegenheit nach Schluß der Sitzung mit dem Herrn Präsidenten der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. zu besprechen. Letzterer erklärte sich bereit, über die Frage erneut mit der hiesigen Großh. Bürgermeisterei zu verhandeln. — Auf den weiteren, von dem Vertreter der Hammer gestellten Antrag betr. Ermäßigung der Lagerplatzmieten, erklärte die Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., daß sie alsbald nach Einbringung des Antrags die im Herbst vorigen Jahres im Bezirk der hiesigen Großh. Betriebsinspektion eingetretenen Erhöhungen der Mieten wieder zurückgezogen habe.
2. Aus der Besprechung der von den Wahlberechtigten anläßlich des Jahresberichts geäußerten Desiderien ist hervorzuheben:
Nachdem die Annahmefrist für Güter in Gießen auf abends 6 Uhr abgekürzt ist, hält die Kammer den Wunsch nach Eröffnung eines zweiten Thores für die Ablieferung der Güter für berechtigt und beschließt, denselben an zuständiger Stelle zu vertreten. Ebenso wird die frommer dafür eintreten, daß das Telephon auf dem hiesigen Zoll- schuppen auch dem Handelsstande zur Benützung für Gespräche mit dem Hauptsteueramt überlassen wird. Ferner wird eine telephonische Verbindung Gießens mit Hamburg und Leipzig erstrebt rverden.
Ten aus Schlitz geäußerten Wunsch nach Fortführung der Bahn Salzschlirf-Schlitz bis zur Frankfurt-Bebraer Bahn, beschließt die Kammer in der Weise zu befürworten, daß Schlitz bei Venvirklichung des Bahnprojekts Alsfeld-Hersfeld an diese Strecke (in Nieder-Aula) angeschlossen werden soll.
Bezüglich des Projekts Alsfeld-Hersfeld selbst wird die frommer an zuständiger Stelle unter Hinweis auf die im Juli vor. I. gemachte Eingabe (s. Jahresbericht pro 1900, S. 9) Erkundigung über den heutigen Stand der Angelegenheit einziehen.
Eine Reihe weiterer Anträge wird vorläufig zwecks Erhebungen über die Frage, inwieweit dieselben einem allgemeineren Bedürfnisse entsprechen, zurückgestellt.
3. Der Staatssekretär des Reichspostamts hat bte Kammer ersucht, innerhalb ihres Bezirks die Bestrebungen der Postverwaltung betr. eine den Bedürfnissen des! Postbetriebs entsprechende Beschaffenheit der Briefsendungen zu unterstützen. Die Postver- waltung wünscht vor allem a) Verminderung der Zahl der Briesformate und namentlich Beseitigung der ganz kleinen Formate; möglichst allgemeine Verwendung von Umschlägen in Quartformat für Geschäftsbriefe; b) Vordruck von Markenfeldern auf den Umschlägen; c) Beschränkung des Firmenaufdrucks auf die obere linke Ecke oder die linke Seite des Umschlags; d) Vordruck eines starken Strichs für den Bestimmungsort unten rechts. ,
Tie Kammer ist der Ansicht, daß diese Wunsche der Postverwaltung berechtigt sind und eine Berücksichtigung derselben namentlich seitens der Geschäftswelt in deren eigenem Interesse gelegen ist, sofern sie eine raschere Abwicklung des Briefverkehrs ermöglichen würde. Die frommer beschließt daher, durch geeignete Veröffentlichungen in den Tageszeitungen ihres Bezirks auf die Beachtung obiger Wünsche hinzuwirken.
4. Wie die Kammer erfahren hat, ist auf dem hiesigen Bahnhof eine Unterführung zwecks direkter Verbindung der Geleise mit dem Bahnsteige in Aussicht genommen. Tie frommer erachtet hierdurch den Zeitpunkt für gekommen, um die bereits 1897 von ihr angeregte JBer» bin düng des Personenbahnhofs mit dem Güterbahnho f d u r ch Unterführung erneut zu vertreten, und beschließt deshalb, an zuständiger Stelle um Weiterführung der beabirchtrgten Unterführung bis zum Güterbahnhof vorstellig zu werden.
5. Die hiesige Orosch. Verkehrsinspektion hat die frommer
Militärpflichtigen;
die von der Ersatz-Kommission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgängen;
die von den Truppenteilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten;
die von den Truppenteilen abgewiesenen einjährig
Gießen, den 5. Juni 1901.
Betreffend: Den Verkehr mit blei- und zinkhalttgen Gegenständen.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au Großh. Polizeiamt Gießen uvd die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
DaS nachstehend abgedruckte Ausschreiben teilen wir Mnen zur Kenntnis und Nachachtung mit.
v. Bechtold.
Es ist in letzterer Zeit mehrfach Beschwerde geführt worden über die ungleiche Auslegung, welche der § 1, Abs. 1 de« Gesetzes, betreffend den Verkehr mit blei- und zinkhalttgen Gegenständen vom 25. Juni 1887 (Reichsgesetzblatt S. 2/3) in Bezug auf die Metallbeschläge der Biergläser und Bier trüge gefunden hat. Während nach der einen Ausfaffung da-S Verbot der Verwendung von Zinn, welches einen höheren Ileigehalt als 10 Proz. besitzt nur für die mit dem Inhalt btr Gläser und Krüge in unmittelbare Berührung kommen- den Teile der Beschläge gilt, hat nach der anderen, strengeren gitffaffung diese Gesetzesbestimmung für sämtliche Teile der Trinkgefäßbeschläge Giltigkeit.
Wir haben uns in Uebereinstlmmung mit dem Herrn Reichskanzler für die strengere Auffassung entschieden und empfehlen Ihnen, die Ihnen unterstellte« Polizeiorgane an- rchalteu, sich dieselbe bei der Ueberwachung der Herstellung
®n ölt, Bild, ßräulein sutl. elluna als Haushälterin (auf bew nbebw) ittttverger,
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger w
Wir- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
^ungeS Mdtcnfür leichte haut- \ arbeit trüber sofort Ml. äh. bei Frau WilkeMerSwe^
um
»Uff J.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Versicherung!» Aktien Gesellschaft Albingia in Hamburg.
GroßherzoglicheS Ministerium des Innern hat der Ver- sicherungS Aktien Gesellschaft Albingia in Hamburg die Er. laubniS zum Geschäftsbetrieb im Großherzogtum Hessen unter Heu üblichen Bedingungen erteilt. Die Gesellschaft betreibt:
1. die Versicherung gegen jede Art der See-, Fluß-, Revier-, Hafen- und Landtransportgefahr;
2. die Versicherung gegen die Folgen körperlicher Unfälle, welche Versicherte erleiden, ober für welche Versicherte Dritten haftbar find, sowie die Haft prflichtverficheruug und die Versicherung gegen Ein- bruchSdiebstahl und die LebenSrückoerficherung.
Gießen, den 4. Juni 1901.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
_________v. Bechtold.___________________
Gießen, den 4. Juni 1901. Betr. Die Remunerierung des Feldschutzpersonals.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
a« die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.
Von Großh. Ministerium des Innern ist uns auch in diesem Jahre zur Belohnung des Feldschutzpersonals ein Kredit zur Verfügung gestellt worden.
Sie wollen uns daher binnen 14 Tagen über die Dienstführung derjenigen Feldschützen Ihrer Gemeinde, welche sich durch treue Pflichterfüllung ausgezeichnet haben, nach folgendem Schema berichten:
Amtlicher Feil.
Gießen, 4. Juni 1901. Betr.: Verminderung der Herbstzeitlose.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
au die Großh. Bürgermeistereien deS LkreiseS.
Sie werden hiermit, soweit erforderlich, an die Erledigung unseres Ausschreibens vom 4. April d. IS. (Kreisblatt Nr. 83) erinnert.
v. Bechtold.
W'LM Gelungen unter Nr. 40 l 7 be> Mt bie tzMd. b. Bl.
8«i" W.monatl. Näheres ßlellni. ireau 2)ammftr.t2, 8937] ^nffran ober Wti r sofort gesucht.
BabnMch 15. W. Ms Mn r Ms, daS schon in Innerem mfe beschMgt rvar, sofort gegen hen Lohn gesucht. Näh. in her
Gießen, den 5. Juni 1901.
Betr.: Die Ablieferung der Bakanzüberschüffe erledigter Schulstellen an Den Provinzialschulfonds.
Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großh. Bürgermeistereien deS KreifeS.
Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unseres Ausschreibens vom 28. März l. IS. (Gießener Anzeiger Nr. 78) im Rückstände sind, werden hierdurch an Vorlage der Berechnungen bezw. Erstattung der Fehlberichte binnen acht Tagen erinnert.
v. Bechtold.
>eiarich?E von ty«
MW
fanttten- »wrbte btm Km
mU „Blätter M Hl- ••anuRbe" 9k f ** bttykgt.
Name
Alter
Dienst jähre
Anzahl der pro 1900/01 von dem Feld- fchützen erhobenen Anzeigen
Zahl der infolge der Anzeigen erfolgten Bestrafungen
Aeußerung über die Dienst- führung


