Frankfurt, den 6. Mai
8Va % Reiohßanlelhe .
8%
do
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
8406
98.70 88.40
98 60 88.25
95.30
96.00 44.90
26.10
27.30
80 80 | H-.rpeaar Tendenz fest.
Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handels#ec. Oesterr. Staatsbaho Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . ,
. 215 40
. 192 30
. 134.95
150 40
. 154 60 , 147 40 . 162 00
216 50
. 199 25
. 181.60
Burg-Gemünden, am 5. Mai 1901. Großh. Oberförsterei Burg-Gemünden.
Kullmann.
stellen, daß eine unklare Situation durch diese Aeußer- ungen herbeigeführt worden wäre, weil höfische Ge pflogenhciten bei parlamentarischen Abenden dieser Art nicht existierten. Regieren de Fürsten der Bundesstaaten hätten bisher noch niemals festliche 93er einigungen durch ihre Anwesenheit ausgezeichnet, welche von der Korporation selbst oder deren Präsidenten veranstaltet worden seien. Im übrigen hätte aber in Darmstadt die Beteiligung der sozialdemokratischen Abgeordneten keinerlei Schwierigkeiten herbeiführen können, weil dieselben dem Großherzog einen Treueid geleistet und durch den Schwur auf die Verfassung und die darin geleistete Erbfolge ihre monarchische Gesinnung öffentlich kund gegeben hätten. Unter der allgemeinen Zustimmung der Versammlung durfte ich dem Vorstehenden hinzufügen, daß das in solchen Fällen zu befolgende Zeremoniell ausschließlich nach den Wünschen des Großherzogs geordnet werden müsse, die der Präsident der Zweiten Kammer, wie ich anzunehmen berechtigt fei, sicherlich auch eingeholt hat. Hiernach sind die thatsächlichen Verhältnisse von mir nicht in unrichtiger, sondern vielmehr in völlig zutreffender Weise geschildert worden.
FreiherrHeyl z u H e r r n s h e i m, M. d. R.
Geheimrat Haas hat in seiner Erklärung ausgeführt, daß sowohl der Großherzvg von Hessen als auch der Kaiser schon an parlamentarischen Abenden ohne Ovationen teil- genommen haben. .Herr v. Hevl legt anscheinend großen Wert darauf, daß jene Abende nicht von den Parlamenten, sondern von dem Ministerium veranstaltet worden waren.
Ortsstraßen, dann nach dem neuen Schulhause. Hier wurde die Feier eröffnet durch ein Lied des Gesangvereins Frohsinn. Darauf hielt der Ortsgeistliche Pfarrer Weber die Festrede, er schloß mit einem kurzen Gebet. Ein Lied der ersten Schulklasse folgte und nun hielt Professor Dr. Lucius- Gießen namens der Kreisschulkommission eine Ansprache, in der er seine Freude über die Vollendung Oes schönen Baues Ausdruck verlieh. Tann sang der Gesang verein Germania ein hübsches Lied Hierauf wurde nach kurzer Ansprache des Kreisbauinspektors der Schlüssel dem Provinzialbirektor Geheimrat v. Bechtold überreicht, der diesen nach kurzer Ansprache dem Bürgermeister Rompf übergab. Dem Gesang von „Run danket alle Gott" folgte eine allgemeine Besichtigung der inneren Räume. Auf dem Rückmarsch wurde jedem der Schüler auf Kosten der Gemeinde eine Bretzel überreicht. Tie offiziell geladenen Gäste Blieben im Saale des Wirts K. Wentzel noch einige Zeit vergnügt beisammen. Hier trug der Gesangverein Frohsinn Lieder vor, während die übrigen Vereine in ihren Vereinslokalen den Tag würdig begingen.
e. Bad Nauheim, 4. Mai. Vom 1. April bis eiuschl. 2. Mai stad 886 Kurgäste hier angrkornmen, wovon 797 Personen noch anwesend find. In der letzten Woche kamen 283 Gäste an. 4995 Bäder wurden bis 2. Mai verabreicht. Gegen das Borjahr find etwa 80 Kurfremde mehr da. Am Donnerstag waren Ministerialrat Milbrand unb Geh. Oberbergrat Professor Dr. R. Lepsius zu einer Sitzung des Kurverwaltungsausschusses hier. Es sind ver schiedene Verbesserungen geplant worden; das Wichtigste ist, oaß die letzten Messungen an den 3 Sprudelquellen das er- freuliche Resultat gaben, daß diese drei Sprudel jetzt eine Gesamtmenge von 320 Kubikmeter mehr pro Tag liefern, als früher die alten Quellen 7 und 12 allein. E?
FG. Frankfurt a. M., 29.April. (Telegr. Orig.-Bericht des ,G. A.") Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkauf standen 500 Ochsen, darunter 133 aus Oesterreich, 34 Bullen, darunter 4 aus Oesterreich, 764 Kühe, Stiere und Rinder, 510 Kälber,
Ärmste Meldungen.
Berlin, 6. Mai. (Telegramm des „Gieh. Auz.") Eine
Jau- und Auhholzversteigerung.
Montag den 13. Mai, vormittags 9 Uhr beginnend, werden aus den Domanialwalddistrikten Brühl, Eichholz, Müllerberg. Pfingstweide, Pferdsbacher Holz, Buchholz, Vorderer Zipfe», Lichter Wald und Eisenkaute versteigert: Stämme: Elchen 138 Stück von 14 bis 63 cm Durchmesser und 4 bis 12 rn Länge — 46,61 fm; Fichten 267 Stück von 11 bi» 45 cm Durchmesser uud 6 bis 21 rn Länge — 120,97 fm; Kiefern 105 Stück von 18 bis 33 cm Durchmesser und 6 bis 22 m Länge — 92,22 fm; Deröstangeit: Fichten 633 Stück — 60,24 fm. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr auf der Kreisstraße von Bernsfeld nach Rieder-Ohmen am Distrikt Eichholz. Er wird nur das Holz im Distrikt Eichholz und Brühl vorgezeigt. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Schaaf zu Bernsfeld.
SVhVo Koneolß • • . 8 0/0 do ...
8Va% Hosaea . . .
•5°/o Italien. Rente . .
4 ü/o Griech. Monop.-Anl, 8 6/c Portugiesen , .
3 o/o Mexikaner . . . 4'/!% Chinesen .
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gietzerr.
Gerichtssaat.
Marburg, 5. Mai: Vor hiesigem Schöffengericht wurde über eine Beleidigungsklage des Archivars Dr. Theuner gegen den Stadtverordneten-Dorsteher Rechtsanwalt Dörffler verhandelt. Die Stadtverordneten hatten beschlossen, in hiesigen Alleen schadhafte Bäume zu fällen. In einer von Dr. Theuner geleiteten öffentlichen Volksversammlung wurden deswegen heftige Angriffe gegen die Stadtverordneten gerichtet. Als schließlich in einer Stadtverordnrten'Derfammlung der Vorsteher in längerer Erklärung Stellung gegen diese Angiiffe nahm, verklagte ihn Dr. Theuner, weil der ganze Ton der Erklärung, die in der Presse veröffentlicht worden war, als für seine Person beleidigend aufzufassen sei. RechtSanwaU Dörffler wurde indessen freigesprochen, weil er in Abwehr eines Angriffes und in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe.
, „ + 6.9® 0.
4. -5. Mai 4- 16.8® C. , „ 4- 44)» 0.
— Die „Nat.-Ztg." beschuldigt die Bank für Güddeutschland in Darmstadt, sie habe am 15. Mä-z mehr Noten auSgegeben, als ihrer gesetzlichen Notendeckung entsprach. Sie habe deshalb ihr Notenrecht verwirkt, denn S 50 des Bankgesetzes bestimmt, daß die Entziehung der Befugnis zur Notenausgabe auf Klage deS Reichskanzlers oder der Regierung des BundeSstaatS, in welchem die Bank ihren Sitz hat, durch gerichtliches Urteil ausgesprochen wird, wenn die Vorschriften der Statuten, des Privilegiums oder des Gesetzes über die Deckung für die umlaufenden Noten verletzt wordm sind.
°'rd c ®eife.
LrZL
feinen Aii'B
•täte
Vermischter.
* Sprottau, 4. Mai. Durch einen im Revier Buch- bedeute, dieses etwa 800 Bäder mehr pro Stag. Man kann I Wald brand wurden etwa 1000 Morgen,
beüpalb mit aller Ruhe der Badesaison entgegen sehen, bei \ g^geber/’i. 5.Vai. Heute mittag trat L7g»°^n^ °in, btt bis 6 Uhr nach.
Seitenbassin der Sprudel durch Auflegen eines Holzdeckels L ° r m.i gn;, anrrPfhnn.
auf da« Wasser auSgesührt worden Das Thermalwaffer ^,» m6db” “fl^er' A-'r ®aqe“ mit"6sTü<^flüter^ 6ou ^oe'sübr^mird^' bteibt^d^rck"di^en^Decke^ Zamburg nach Sülster unterwegs, Samstag nachmittag zwi- Lärm6 !che° Glückstadt und der Rörmllndung voll Master gesegelt
nun in 8 Zellen Bäder aus diesem Bassin gegeben, die durch ° s» «' ° n. n^"D^es°nich^ael"ana""di!°'Leine'des
8berratoenCbenltEien Devutatton^^die Äern^beim^uM»' «ettungsbooteS zu foppen, ist das Rettungsboot mit in die überraschen. — Die Deputation, die gestern beim Justiz- g-, - " wurden
minifter Dr. Dittmar in Darmstadt wegen des Baues eines ' . Münster i. Elsaß 5. Mai. Der Steuerfassen- es"ftnd^i"d-sd^ lddiekLL^tlnueleue^beit"°s"uwie"1n^S^en Verwalter in Mautitz flüchtete unter Mitnahme bedeutender es findet deshalb in dieser Angelegenheit, sowie in Sachen I
der Polizeifoften, ^wie Erbauung eines neuen Schulgebäude- ff "^ck^onvill^ Florida, V Mai. Der durch die am GemeiuderaiSsitzung ftatt. . gestrige Feuersbrunst in Asche gelegte Stadtteil ist etwa
_ Darmstadt, 5 Mai, Der 2. Gesetzgebungs sij lang. Biele städtische Gebäude sind zetstütt. Der «u-sch"bder Zweiten Siändekammer tagte vergangenen Bg.gErmeistet veranschlagt denSchaden aus «bet 15 000 000 ffreitag und Samstag und nahm das F a s el ges e tz Mit dem Dollar«. 10000 bis 15 000 Menschen sind obdachlos. ES •}u(a6 an, daß der KreisauSschuß bezüglich bei § in UnglückSsälle vorgefommen. Militär ist ausgeboten,
feinen Fällen Ausnahmen gestatttn kann. D-S ganz PMndernngen zu verhindern.
Gesetz drohte zu scheitern, da die Regierung absolut nicht —* 0
»achgeben wollte; durch den angenommenen PafiuS wurde schließlich der Rückzug der Regierung verdeckt. DaS Gesetz, betreffend den Denkmalschutz, wurde mit kleinen Aende- tungen angenommen. DaS Gesetz, betreffend die fiaat- Uche Mobiliar-Versicherung, als noch nicht ganz spruch reis vertagt.
Mainz, 5. Mai. Von der hiesigen deutschfrei- finnigen Partei anberaumt, fand gestern abend hier eine von etwa 100 Personen besuchte Protestversarnm- lung gegen die durch die geplante Zollgesetzgebung zu befürchtende Verteuerung von Lebensmitteln statt, in der der ReichStagsa.bg. Tr. Barth sprach. Im Sinne des Protestes wurde eine Resolution an den Reichstag von der Versammlung beschlossen.
Worms, 4. Mai. Auf die Erklärung des Kammerpräsidenten Haas antwortet Frhr. v. Hehl am 30. April in der „Wormser Zeitung" mit folgender Gegenerklärung: Von meinen politischen Freunden war ich vor und während einer von Vertrauensmännern meines Wahl-
fri«. 6. en
fr, .6|» Üt ttwa dchhofSmbMkv bk. frfrM iib« 11 fit btt ütbtitn On.1260 anr
»litln entbI8§t jutfltf. Wat b« «kt|t6ntaiige
^ag wurde ein 3 Jahre B eisern hiesigen Hotel. iS Überfahren unb trug ion. Den Kutscher soll ■ gesehen hat, wie bas wurde. Trotzdem soll -Ute ihm zuckfiii, nicht
Mv Nacht gegen 1 Uhr Meuten und Lutschern f beiden Seiten blutige jedoch alsbald durch bit He geschlichtet. Anzeige en.
irugS verfolgter Arbeiter verhaftet.
r Eisenbahnbeam- »interhaus des Betriebs- gsttahe gegenüber der betrieb begonnen, kon- ffsenbahn-Sekretär Rulliber 400 Mitglieder bei- je 30 Mk. zahlen. Trr egen Barzahlung.
sche Arbeiterver- t, hat im Mt Mes MMMgen für ferne i die 30 Häuschen! hillebrandsnaße beredtes ■'ein neues Unternehmen, in'te. Durch das überaus egentommep « und iW »* biesiae öerren, der Pw- Wer, ist es Mich E §°nnt-g, »en turnh-lle am D#w* an Mhrettn Otte« sihr
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Niedrigste „ „
Höchste Temperatur am
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kreises stark besuchten Versammlung ersucht worden, meine Ansicht über die bekannten Darmstädter Vorgänge mitzuteilen. Man erklärte mir, daß eine Aussprache hierüber erforderlich sei, weil diese Vorkommnisse einen verwirrenden Einfluß auf das politische Urteil ausgeübt und Zweifel über die .Haltung der nationalliberalen Partei hervorgerufen hätten. Hierauf erklärte ich, daß die von dem sozialdemokratischen Abg. Ulrich in seinem Organ, der „Offenbacher Abendzeitung" und in der Sitzung der,------- ------------------..... ............. .......
Zweiten Kammer vom 22. März d. I. aufgestellten Be- 127 Schaafe und Hämmel, 1415 Schweine, 4 Ziege, 2 Ziegenlämmer und Häuptlingen, wonach ihm und seinen Freunden gewisse 7 Sch-Mmmn wurde sür 100 Psd Slhlachtg-wtcht^ Ochs-U rt r n n t i p ii hi p n p HnTiirhpr Ovationen ae-11 • ^nol. 65 67 Alk., 2. Qual. 81—63 N!k., 3 Oual. 55 59 Alk., Garantien wegen 90Tt) t^er v oaiionen geSuöcn L Qual. 53-55 Mk., 2. Qual. 49-50 Mk.; Kühe 1. Qual, geben worden seren, in werten Kreil en großes Aufsehen 2. Qual. 53-55M., 3.Qual. 41—43Mk.,4.Qual. 30—32Mk.,
erregt hatten, der Karnrnersrtzung vorn 22. Marz 5 Qual. 28—29 Mk Bezahlt wurden für 1 Psv. Schlachtgewicht Kälber d. I. habe der Abg. Ulrich nach dem stenographischen , Qual. ?n—80Pfg., Lebendgewicht 46-49 Pfg., 2. Qual. 70-73 Pfg., Bericht das Folgende ausgeführt: „Im Auftrage und im Lebendgewicht 43—44 Pfg., 3. Qual. 60—63 Pfg., Lebendgewicht 38 Pfg.-, Namen meiner Fraktion (ber sozialdemokratischen) erklärel Schafe 1. Qual. 60—62 Pfg., 2. Qual. 55—57 Pfg.; Schweine i. Qual, idv daß die Ausführungen des Herrn Präsidenten durch- 58 Pfg., Lebendgewicht 46 Pfg., 2 Qual. 57 Pfg. Lebendgewicht 45 Pfg aus den Tatsachen entsprechen und daß meine Freunde 3. Qual. 46-48 Pfg Lebendgewicht 36 Pfg. Geschäft Hornvieh mittel- und ich aus diesen Erklärungen den Schluß aez°aen>»b-g, u-b°rü°nd b°d°ut-nd. G-schäst bn gut, Markt geräumt daß wir ohne unseren »era Kollegen der übrigen Frak- g6, M, ct,,„ 6,e «Heimer Unglttä» ging«, weiter tionen Verlegenheiten zu bereiten und selbst in eineI «. G. 2 Mk., N. S. 20 Mk., Sp. 2 Mk., A. und T. H. 1« Mk., unangenehme Situation zu kommen, dem parlamentarr- S. 3 Mk, Ungenannt 6 Mk. Zusarnmen: 89 Mk. 35 Pfg. — scheu Abend beiwohnen konnten, da nach denselben sicher ältere Gaben nimmt gerne entgegen die Expedition deS „Gießener stand („sicher" im stenographischen Bericht fett gedruckt), j AnzrigerS".
daß keinerlei Ansprachen oder Ovationen zu erwarten waren, wofür uns die bisher stets beobachtete strenge Wwissenhaftigkeit und Unparteilichkeit des Herrn Präsidenten Garantien boten." Im weiteren Verlaufe meiner ÄX WÄp in'KrV->S°ndtt.0Sggb° de- „N-ichs-nzeigers" melde.: Di. °°n Mign-l, dehnung zu ziehen. Es sei aber nicht in Abrede zufHammerstein unb Brefeld nachgesnchle Eutlaffung ist vom
bewillige ich von heute ab auf
20 ?»««> SÄ^-Wsnä
Kaiser erteilt worbe«. Dr. «. Miffuel würbe ins Herrenhaus berufen, Hammerstein erhielt die Krone zum Großkreuz des roten Ablerorbens, Brefelb baS Großkreu) deS roten Ablerorbeus mit Eichenlaub. Rhetubabea ist zum Fiuauzmiuifter, Podbielski znm Lanbvirtfchaftsminister, ber Metzer Bczirkspräfideut Freiherr v. Hammersteiu zum Miuifter des Juvero, Geh Kommerzienrat Möller zum Handelsmiuifter, ber Direktor im Reichspostamt Krätke zum Staatssekretär des Reichspostamts ernannt worben. (Diese Meldung bringt das allein Ueberraschende, daß ber Bezirkspräsident in Metz Wirk!. Geh. Rat Freiherr v. Hammerstein Nachfolger des Herrn v. Rheinbabcn auf dem Ministersessel des Innern geworden ist, wahrscheinlich ist dieses Mitglied des weitverzweigten hannöverschen Freiherrlichen HauscS derer von Hammerstein, der selbstverständlich nicht zu verwechseln ist mit dem jetzt in den Ruhestand versetzten 74jähr. Landwirtschaftsminister, dem Kaiser bei seinem gelegentlich wiederholten Aufenthalt auf Schloß Urville näher bekannt geworden, die Ernennung entspringt also ber eigensten Initiative deS Kaisers. Schon Herr von Köller war seinerzeit aus den Reichslanden zum preußischen Minister des Innern berufen worden. Hoffentlich unterscheiden sich die Anschauungen des neuen Ministers des Innern wesentlich von denen des als Oberpräsidcnten von Schleswig Holstein kaltgestellteu ehemaligen Polizei Ministers und Kunstverächters. Die Depesche des Wolff'schen Telegraphen Bureaus enthielt übrigens einen scherzhaften Schreibfehler, sie sprach von einem „Mctzger Bezirkspräsident Hammerstein." — Der neue Staatssekretär des Reichspostamts Krätke — Wolff nennt ihn fälschlich Krälker — war früher eine zeitlang Landeshauptmann von Deutsch-Neu-Guinea. Er hat den Unterstaatssekretär im Reichspostamt Fritsch übersprungen, der jetzt vielleicht, ebenso wie der seinerzeit übergangene Unterstaatssekretär Dr. Fischer, f .inen Abschied nehmen wird. Krätke ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Reichspostverwaltung. (D. Red.)
Karlsruhe, 6. Mai. Der Kaiser traf heute morgen mittelst SonderzugeS hier ein. In seiner Begleitung befanden sich General von Pleffen, Generalmajor von Scholl und bet Gesandte von Wolff Metternich. Zum Empfange war ber Großherzvg erschienen. Um Mittag traf die Kaiserin und der Kronprinz zu kurzem Aufenthalte von Baden-Baden hier ein.
Yokohama, 4. Mai. Reuter Meldung. Einer Depesche aus Söul zufolge, wurden die Bedingungen ber neuen Anleihe veröffentlicht. Das in Hünnen für die Ueber« nähme ber Anleche gebildete Syndikat behält ein Zehntel für die Errichtung einer Bank zurück. Die Regierung verpflichtet sich, den Betrag von 5 Millionen Zeu in 24 Jahren zurück« zuerstatten. Die Zölle sind als Sicherheit verpfändet worden. Die MinisterkrifiS in Japan bauert fort.
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