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6.12.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 387

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Zweites Blatt.

151. Jahrgang.

Freitag 6. Dezember 1901

GietzenerAnzeiger

w Seneral-Anzeiger **

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MZZ

i KT zeigenteil: HanS Beck.

Politische Tagesschau.

Eine Poleninterpellatiov.

D. B- Hd. meldet uns heute aus Berlin: Die pol­nische Reichstags-Fraktion ist heute zusammen- getreten, um die Interpellation festzustellen, worin der Reichskanzler angescagt werden soll, wie er sich zu der Wreschener Schul-Assaire stellt und welche Folgen diese haben werde. Es wurde beschlossen, die Interpellation einzureichen, sobald die nötige Anzahl Untersr^isten vor­handen sein wird.

Möglicherweise ist diese parlamentarische Anfrage der Regierung garnicht unwillkommen, weil sie dadurch Ge- l^enheit erhält, zu den polenfreundlichen und antipreußi- sschen Kundgebungen und der etwas eigentümlichen Haltung, die in der Bewegung die österreichische Regierung einnimmt, wenn auch rücksichtsvoll, Stellung zu nehmen, ''liach einer Meldung aus Wien, veranstaltete der dortige polnische Studentenverein Oynisko eine Mickiewic^-Feier, deren Reinertrag für die Verurteilten des Gnesener Pro­zesses bestimmt wurde. Au derselben nahm .der Minister Dientak mit mehreren höheren polnischen Beamten aus den Ministerien teil. wie man annehmen muß, doch wohl kaum nur, um sich amtlich zu informieren, sondern als Mitfeiernder. Das in Berlin ausgesprocheneBedauern" 'der österreichischen Regierung über die Polenkundgebungen Hat, darnach zu urteilen, einen bescheidenen Wert. Man darf gespannt fein, was Graf Bülvw zu dem Fall zu -sagen hat; weiterhin, wie sich bei der Interpellation das Z e u t r u m zu den nicht mehr so befreundeten Polen stellen wird; endlich wie die Konservativen die Schul- Krawalle in Wreschen beurteilen. Bei aller Mißbilligung der polnischen Propaganda hat dieKreuzztg." es ebenso getadelt, daß anläßlich der Wreschener Schulkrawalle auf die widersetzlichen polnischen Schulkinder im Religions- «uterrrcht mit Züchtigungen eingewirkt worden ist.

Inzwischen nehmen die antideutschen Demonstrationen im polnischen Landen ihren Fortgang. In Lemberg zogen llim Mittwoch ungefähr 500 Hochschüler in die Mozhnazbi- Dasse, um vor dem deutschen Konsulatsgebäude KU demonstrieren. Ehe sie angelangt waren, wurden sie (allerdings von einer Polizerpatrouille zurückgedrängt, ooorauf sie unter ALsingung nationaler Lieder nach der Mademiestraße zogen. Hier wurden sie von einem Polizei- caufgebot zersprengt, wobei zehn Studenten wegen Wider­setzlichkeit gegen die Polizeigewalt verhaftet und nach Auf- »,iahme eines Protokolls wieder in Freiheit gesetzt wurden. (Gleichzeitig versuchten mehrere hundert Gymnasiasten nach »einem Gottesdienst in der Dominikanerkirche vor dem «deutschen Konsulat zu demonstrieren, wurden jedoch eben» 'falls von der Polizei daran verhindert. Die Polizei nahm .auch hier 10 Verhaftungen vor. Die in der juristischen, philosophischen und medizinischen Fakultät der Lemberger Universität sistierten Vorlesungen toerden am 7. Dezember wieder ausgenommen.

Wie dieNeue freie Presse" meldet, hat in der An­gelegenheit der antideutschen polnischen Demonstrationen in Lemberg zwischen dem deutschen Botschafter Fürsten Eulenburg und dem Grafen Goluchowsky eine Besprechung stattgefunden, die zu einer befriedigenden Erledig- aug dieser Angelegenheit geführt haben soll. Wir werden abzuwarten haben, wie sich die Sache in der Oeffentlich,- keit erledigen wird.

Auch in Warschau griff am Mittwoch! mittag eine Anzahl Studenten das deut s che Ko n sulats gebäude an. Das Kvnsulatsschild wurde heruntergerissen und zer­stört und das Erdgeschoß, wo sich die Amtsräume des Konsulats befinden, mit Steinen beworfen. Auch itt die Privatwohnung des Generalkonsulats im ersten Stock wur­den Steine geschleudert. Der Angriff dauerte eine Viertel­stunde. Alsbald erschienen ein Oberpolizeimeister und ein Staatsanwalt zur Feststellung des Thalbestandes. Das Konsulat wird polizeilich bewacht.

Der Reichszufchuß für Kiantfchou.

W. T. B. meldet heute: Im Etatsentwurf für Kiau- tschou belaufen sich die eigenen Einnahmen auf 360000 Mark gegenüber 300 000 im Vorjahre, der Reichs zu-, schuß auf 12168000 gegen 10750000 im Vorjahre. Unter

den mehrgeforderten fortdauernden Ausgaben befinden sich für die Militär-Verwaltung 339 994, davon für die Geld­verpflegung der Marineteile 191670 (Zugang 3 Oberleut­nants, 1 Leutnant, ein Roßarzt, 15 Unteroffiziere, 119 Ge­freite und Reiter.) Diese alle mit Ausnahme eines Ober­leutnants für die Marineinfanterie zur Bildung einer Ma- rinereiter-Kompagnie, ferner zur Verstärkung der Matrosen­artillerie im zweiten Halbjahre ein Korvettenkavitän, ein Kapitänleutnant, zwei Oberleutnants, 16 Deckoffizrere, Feld­webel, Vizefeldwebel, Oberartilleristenmate, Artilleristen­mate, 159 Obermatrosen - Artilleristen, Matrosen-Ar­tilleristen; für Versuchforrnationen 55 000; die zur Bildung einer Eingeborenentruppe angestellten Versuche sollen nach einer anderen Richtung als bisher fortgesetzt werden. Im Ganzen werden 5 083303 fortdauernde Ausgaben gefordert, gegenüber 4383399 im Vorjahre. Tie Gesamtsumme der einmaligen Ausgaben beträgt 7 375 000. Unter den Mehr- forderungen befinden sich 515 000 zu Hoch- und Tiefbauten, 350.000 zur Beteiligung an der Beschaffung einer elektri­schen Zentrale. Im Ganzen werden nach Abzug von 180 000 Mark Mindersvrderung 800 000 Mark mehr gefordert.

Also um annähernd 1 ein halb Millionen Atark sind die Ausgaben, und nur um 60 000 Mark die Einnahmen höher eingeschätzt. Diese wenig günstige Entwicklung des Budgets der ostasiatischen Kolonte dürfte eine kritischere Beurteilung der einzelnen Ausgabepositionen seitens des Reichstags zur Folge haben, und zur Kürzung bezw. Streich­ung besonders bei den einmaligen Ausgaben führen. Viel­leicht hätte auch hier die Regierung besser gethan, den Etatsrahmen enger zu fassen in Rücksicht auf die Lage der Reichssinanzen. Der Reichstag wird von dem neuen Etats- Voranschlag im Ganzen nicht gerade angenehm überrascht sein.

Deutsches Deich.

Berlin, 4. Tez. Der Kaiser ijc heute abend um 6 einhalb Uhr in Mo s che n (Reg.-Bez. Oppeln) eingetroffen.

Von dem gestrigen Diner beim Reichskanzler, dem auch das Kaiserpaar beiwohnte, wird noch mit­geteilt, daß nach Beendigung des Mahles sich der Kaiser mit dem Reichskanzler zurückzog, und diese Unterredung so lange währte, daß der Kaiser auf Wunsch seiner Gemahlin auf den Beginn des sich anschließenden Konzertes auf­merksam gemacht werden mußte.

Korvettenkapitän von Cotzhausen, der frühere Kommandeur des gesunkenen KreuzersWacht"', der wegen dieses Unfalles vom Kriegsgericht freigesprochen worden ist, ist jetzt auf kaiserliche Ordre zur Verfügung des Chefs der Marinestation der Ostsee gestellt worden.

Die Wahlprüfungstommission des Reichstages hat die Wahl des Abg. Dr. Hänel (frsg. Vg.) und des Abg. von Gersdorfs (Sons.) für giltig erklärt.

In der heutigen Sitzung des Bundesr ats wurde dem Ausschußbericht über den Entwurf des Etats für den Reichsinvalidenfonds und zum Reichshaushaltsetat für 1902 in Verbindung mit der Resolution des Reichstags betreffend die Etatisierung der Mittel für die Veteranen-Ver- sorgung dem Ausschußbericht über den Entwurf eines Gesetzes betreffend die Feststellung des Haushaltsetats für die Schutzgebiete auf das Rechnungsjahr 1902 und den Ausfchußberichten über die Entwürfe von Etats zum Reichs­haushaltsetat für 1902 und zwar 1) für das Auswärtige Amt, 2) für die Reichsschuld und endlich dem Entwurf des Gesetzes die Feststellung des Reichshaushaltsetats für 1902 Zustimmung erteilt.

DieNvrod. Allg. Ztg." schreibt: In einer hiesigen Zeitung wurde angedeutet, die Erörterungen über den All­deutschen Verband im ungarischen Abgeordnetenhause seien vielleicht durch Aeußerungen des Reichskanzlers in einem Gespräch mit dem österreichisch-ungarischen Botschafter beeinflußt. Diese Annahme ist unzutreffend.

Stuttgart - 4. Dez. Tie Oberstudienbehörde hat das Gesuch um Ueberlassung der Ulmer Knabenturnschule für den Katholikentag abschlägig beschieden, weil eine Unterbrechung des Turnunterrichts nicht statthaft sei.

Ausland.

Paris, 4. Dez. Der offizielle Bericht über die gestrige Kammerrede des Deputierten Mass abu au (vgl. unser

gestrigesAusland") enthält noch folgende Stellen: Wenn ich vor der Notwendigkeit gestellt werde, zum Heil meines Vaterlandes mit den Feinden Frankreichs zu verhandeln, dann werde ich einer An näh erun g an Deuts chland den Vorzug geben. Deputierter Destournelles unter­brechend : Ja, aber unter welchen Bedingungen? Massa- buau: Das werden wir im gegebenen Augenblick in Gegen­wart des Ministers des Auswärtigen erörtern. Ich bin in jedem Falle. Anhänger eines modus vivendi (Bewegung, Sozialist Constant unterbrechend: Sie sind ein Internatio­nalist). Massabuau sortfahrend: eines modus Vivendi, der uns, indem wir die Regelung anderer ernster Fragen ab- warten, gestatten würde, uns zu verständigen, wie wir uns in China gegen den gemeinsamen Feind verständigt haben. Oessnen Sie das Gelbbuch, und Sie werden darin ein Pro­tokoll sehen, an dessen Spitze Graf Waldersee steht, der int Namen des Deutschen Kaisers verhandelt. Wir haben unfern Namen und unsere Unterschrift daruntergesetzt und nicht geglaubt, daß wir uns durch dieses vorübergehende Einvernehmen mit unserm Feinde von gestern entehren. Ich sehe nicht ein, warum wir nicht morgen wieder thun sollen, was wir gestern gethan haben, und warum wir nicht unsere Interessen mit andern kontinen­talen Interessen gegen einen gemeinsamen, jährhunderte- langen Feind üeretnigen sollen. Die meisten Blätter begnügen sich damit, zu der Erklärung Massabuaus iro­nische oder höhnische Bemerkungen zu machen. (Nichts desto- toeniger sjnd die Worte dieses mutigen Mannes eine be­merkenswerte That und bezeichnend für den allmählichen Wandel der Stimmung in Frankreich gegen den Vermeint­leichenErbfeind". D. Red. desGieß. Anz.")

Die Abendblätter melden aus Genf: In den letzten 48 Stunden sind hier russische Spione eingetroffen; die beauftragt sind, festzustellen, ob die feit einigen Tagen in Polen verbreitete ZeitungGlocke der Freibeit" in Genf herausgegeben wird, und wer die Redakteure dieses Blattes seien. Diese Entsendung von Spionen steht in Zusammen­hang mit der revolutionären Bewegung, über die zur Zeit in Russisch-Polen Erhebungen angestellt werden. Man glaubt, daß das Blatt in besonderer Ver­packung nach Lodz eingeschmuggelt wird. Die Genfer Polizei ist ihrerseits beauftragt, die anwesenden Fremden ftreng zu überwachen, da sich unter denselben in letzter Zeit eine große Rührigkeit bemerkbar gemacht hat. Man nimmt an, daß die hiesigen Revolutionäre in den verschiedenen^ Ländern Erhebungen angeordnet haben, und daß demnächst eine große Bewegung ins Werk gesetzt werden soll.

Budapest, 5. Dez. Ter ungarische Land es-Agri­kultur-Verein beschloß, den Handels- und Ackerbau­minister aufzufordern, die landwirtschaftlichen Maximal­zölle ebenso hoch zu bemessen, wie der deutsche Zolltarif; ferner mit Deutschland blos bei völliger Reziprozitätsbasis einen Handelsvertrag abzuschtießen. Das Gesamtkabinett wurde aufgefordert, im Einvernehmen mit Oesterreich bei, allen europäischen Staaten die Idee der Differenzialzölle; bei der überseeischen Produkteneinfuhr anzuregen. Einzelne Redner forderten den Zollkrieg mit Deutschland.

Aus Stadt und Sand.

Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angernefferr honoriert.

Gießen, 5. Dezember 1901.

* ' Das Regierungsblatt veröffentlicht in Nr. 68 eine Bekanntmachung, die deutsche Wehr ordn ung betreffend.

* Pensionierung. Der Großherzog hat den Gerichts­schreiber bet dem Amtsgericht Hungen Konrad Koch auf ' sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm das Ritter­kreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

Die Erste Kammer der Stände wird Donnerstag den 20. Dezember zu einer Sitzung zusamrnentreten.

" Warnung. Durch Polizei-Verordnung vom 2. März ist das Tragen von Metzgerbollen, Bäcker- und Marktkörben, landwirtschaftlichen Geräten sowie sonstiger Gegenstände, die durch Form, Größe und Beschaffenheit geeignet sind, Vorüber­gehende zu beschädigen, zu beschmutzen oder zu belästigen, auf

Auff-Strauß-Kovzcrt.

Der am Mittwoch von unserem geschätzten Landsmann Herrn Hofopernsänger Buff-Gießen ün großen Saal des Gesellschaftsvereins veranstaltete Liederabend mußte hier um so größeres Interesse erwecken, als der gesangliche Teil des Programms nur Kompositionen des durch seine symphonisv)e Dichtungen zu Weltruf gelangten Hofkapell­meisters Richard Strauß enthielt, der persönlich zur Begleitung der zahlreichen Gesangsnummern erschienen war.

Richard Strauß ist als Liederkomponist hier noch wenig bekannt, und ob er bei der großen Schwierigkeit seiner meisten Klavierbeglettungen einmal populär werden wird, ist mindestens zweifelhaft. Wer ihn aber nur als Sym­phoniker kennt, der ist erstaunt über die Fülle herrlicher ^vrik die seine Lied-Komposttionen enthalten und über ben Reichtum an wechselnden Empfindungen, mit dem er ben Stimmungen feiner Liebertexte in der Komposition gerecht zu werden weiß. Frellich gehört zur Begleitung stets ein Meister, wie er selbst einer ist, und als berufener Interpret seiner Lieder kann nur ein Künstler mit großem musikalischen Können und feinem Verständnis für die Inten­tionen des Komponisten auftreten. Daß Herr Buff ein vorzüglicher Richard Stranh-Sänger ist, wird jeder gern

zugeben, der seine gestrigen Darbietungen nur mit einigem Interesse verfolgt hat. Sein schöner wohlklingender Tenor scheint in Bezug auf Ausdauer und Höhe thatsächlich keine Schwierigkeiten zu kennen, und die etwas geringere Kraft in der tieferen Lage kommt im Kvnzertsaal wenigstens feinen übrigen Vorzügen gegenüber kaum in Betracht. Es würde uns zu weit führen, wollten wir uns auf Einzelheiten einlassen, doch das eine erscheint uns sicher: In einer Wiedergabe wie gestern werden sich Lieder von Richard Strauß überall viele Freunde erwerben. Die Begeisterung des Publikums war außerordentlich groß und der Beifall so reichllch und herzliche daß Herr Buff, dem während des Konzerts zwei prachtvolle Lorbeerkränze überreicht wurden, die LiederFreundliche Vision",Heimliche Aufforderung" undKling. - .!" wiederholen mußte.

Zwischen den verschiedenen Gesangsnummem spielte Fräulein Hedwig Strache aus Berlin, eine hier noch unbekannte Geigerin, ein Violinkonzert von Spohr, dessen Begleitung Fräulein Amalie Holzapfel aus Gießen in dankenswerter Weise übernommen hatte und geschmack­voll durchsührte.

In dem Violinkonzert, sowie In den später von Herrn Hvfkapellmeister Strauß begleiteten Solvstücken für Violine von Strauß, Saint-Saens und Brahms-Joachim zeigte sich

Fräulein Strache als eine Geigerin von großen Vorzügen und glänzenden Fähigkeiten, die alles bestätigte, was in den Vorankündigungen von ihr gesagt war. Ihre sämt­lichen Darbietungen bildeten eine würdige Verschönerung des Programms und fanden ebenfalls jo viel herzlichen Applaus, daß sie sich zu einer Zugabe Madrigal von Simonetti verstand.

Möge die Anhänglichkeit des Herrn Buff an seine Vater­stadt nicht erkalten; er darf versichert fein, bei wieder- hollem Auftreten in Gießen mit gleicher Freude begrüßt- zu werden wie gestern. Pr.

Aus Frankfurt a. M. meldet man: Unter persönlicher Leitung des Komponisten hatte das Singgedicht ^Feuersnot" von Richard Strauß und Wolzogen bei der hiesigen Premiöre einen glänzenden, durchschlagenden Erfolg; Strauß wurde stürmisch acclanüert, ebenso die Hauptdarsteller. Frl. Schweitzer imö Herr Brinkmann sowie Oberregißeur Kraehmer, der das Werk mit großem Geschick inszeniert hatte. Tie Chöre und Einzelleistungen verdienen höchste Anerkennung. Zum ersten Male wurde das Gluck' sche Schaierspiel ,D i e M a i e u k ö n i a i n" aufgeführt, eine zwar etwas urgroßväterliche, aber recht graziöse Idylle, die von den Tarnen Schacko, Hohenleitner und Fesca, sowie den Herren Schramm und Mantler anmutend gegeben wurde.