Ausgabe 
6.11.1901 Erstes Blatt
 
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sich dort verborgen und das Mädchen getötet haben? Endlich hatte man die Scherben der Glasplatten soweit entfernt, daß man eine Thürfüllung einstoßen konnte; zwei Beamte krochen hindurch. Das Bett war noch warm, aber Hermine war nirgends zu finden. Da gewahrte einer der Beamten, daß das Fenster offen stand. Er rief und leuchtete aus dem Dachfenster hinaus über das Dach. Und siehe da, hoch oben auf dem First des steilen Daches saß, nur mit einem Unterrock bekleidet, Hermine, kreidebleich und vor Angst zitternd. Das junge Mädchen war zunächst so ängstlich und aufgeregt, daß ein Polizeibeamter es vom Dach herabholen mußte. Man kann sich ja den Schreck des Mädchens über das fürchterliche Gepolter vorstellen, als das Gestell mit den Glasplatten gegen ihre Kammer- thür fiel.

* Glasgow, 4. Nov. Ein heute vormittag veröffent­lichter Bericht über den Ausbruch, der Pest stellt fest, daß der Stand der Krankheit unverändert ist. Die Zahl der Fälle im Hospital bleibt auf vier beschränkt. Bis jetzt sind keine die Schiffahrt berührenden Anordnungen getroffen worden. Dennoch ziehen es in vielen Fällen die Schiffs- eigentümcr vor, die Schiffe nach anderen Häfen als nach Glasgow zu senden.

* Puris, 4. Nov. Infolge des Auslieferungsgesuchs der deutschen Regierung wurde heute morgen hier Georges Suger verhaftet, welcher des betrügerischen Bstnkerotts angeklagt ist, begangen in Straßburg.

* Wien, 4. Nov. Wie dieN. Fr. Pr." aus Inns­bruck meldet, hat der dort verhaftete Max Staudinger ein­gestanden, jene Fälschungen begangen zu haben, auf Grund deren sich die Geschwister Wallburg als Kinder aus der angeblich morganatischen Ehe des Erzherzogs Ernst mit ihrer Mutter Laura v. Skublitz bezeichneten und ihre Erbansprüche erhoben.

* Ein Heiratsschwindler wurde dieser Tage in Berlin verhaftet, als er gerade seinem Opfer 500 Mark abgenommen hatte. Eine Witwe hatte durch eine Zeitungs­annonce tundgegeben, daß sie sich wieder zu verheiraten wünsche. Unter den Angeboten befand sich auch das eines Mannes, der sich Magistratsbeamter Karl Boldt nannte und die Witwe um ein Zusammentreffen an einem von ihm vorgeschlagenen Orte bat. Die Frau ging nicht dort hin, erhielt aber bald den Besuch des Herrn Boldt in ihrer Wohnung. Hier wußte er sie durch sein hübsches Aeußere, sein feines Auftreten und die Versicherung, daß er am 27. Oktober beim Charlottenburger Magistrat eine Stellung als Vize-Rendant antreten werde, zu bestricken. Da der angebliche Boldt in der Kantstraße bereits eine Wohnung gemietet hatte, so trug die Witwe kein Be­denken, ihn auch mit Geldmitteln zu- unterstützen, damit er die verlangte Kaution von 1500 Mark ^usammenbringe. Daran fehlten noch 600 Mark. Die Frau, die aus Prenzlau gebürtig ist, und dort noch ein Guthaben von ihren Eltern liegen hatte, fuhr hin, um sich dieses auszahlen zu lassen, und bekam auch sofort 500 Mark. Damit kehrte sie nach Berlin zurück. Auf dem Stettiner Bahnhof er­wartete sie Herr Boldt, der das Geld sofort in Empfang nahm. Ohne sein Wissen hatte sich aber auch ein Bruder der heiratslustigen Frau eingefunden, dem die Geschichte etwas verdächtig vorgekommen war. Der Mann war auch so vorsichtig gewesen, seinen Verdacht dem auf dem Bahn­hof stationierten Kriminalbeamten mitzuteilen, und der Beamte nahm Herrn Boldt fest, sobald er sah, daß er das Geld erhalten hatte. Herr Boldt entpuppte sich nun bald als ein Schwindler. Seine Behauptung, daß er in Trep­tow wohne, wurde ihm als unwahr nachgewiesen. Schließ­lich räumte er auch ein, daß er kein Magistratsbeamter Karl Boldt, soydern ein beschäftigungs- und wohnungs­loser Franz Pautschke sei, der früher einmal eine Wein­stube gehabt habe.

* Der Schiller stein im Vierwaldstätter See in Gefahr. Am Vierwaldstätter See ragt noch immer, Schweizerreisenden vertraut, der 25 Meter hohe Felsblock aus dem Wasser empor, der die am 100. Ge­burtstag Schillers gesetzte Inschrift:Dem Sänger Teils F. Schiller, die Urkantone 1859" trägt-Schillerstein" wird er genannt und eine Gedenktafel an seiner Nordseite er­innert an einen im Jahre 1850 an dieser Stelle ver­unglückten Schweizer Offizier. Vor einiger Zeit bemerkte man nun an dem Felsen eine Verwitterung. Eine nähere Untersuchung konnte erst stattfinden, nachdem ein Gerüst errichtet war, und da zeigte es sich, daß der obere Teil des Schillersteins gänzlich zerklüftet, verwittert und nicht mehr reparaturfähig war. Der Stein muß daher um volle vier Meter abgetragen und durch Zementguß ersetzt wer­den. Wie nunmehr verlautet, wird die Reparatur des Schillersteins statt 2000 Mark, wie anfänglich angenommen worden, nahezu zehntausend Mark kosten. Man darf aber wohl hoffen, daß die Urkantone Uri, Schwyz und Unter­walden trotzdem die nötigen Mittel aufbringen werden,

um durch eine durchgreifende Reparatur den klassischen Felsen der Nachwelt zu erhalten._________________________

Theater, Kunst und Wissenschaft.

Frankfurter Thcatervcrhältuisfc. Die Mitglieder der Frankfurter Oper, Chor und Solopersonal, haben an den Intendanten Jensen cLne Adresse gerichtet, in der sie Bezug nehmen auf die in letzter Zeit erfolgten Preßerörterungen über die Oper-Verhältnisse und dem Intendanten ihre .Hochachtung und Verehrung zum Ausdruck bringen. Tas Orchester personal lehnte die Unterzeichn u n g dieser Kundgebung a b.

Straßburg, 4. Nov. Tie Antrittsvorlesung von Prof. Tr. Martin Spahn verlief ohne jeden Zwischenfall. Ter Zudrang mar enorm. Tic Masse der Zuhörer setzte sich aus Studenten der verschiedenen Fakultäten zusammen. Außerdem Halle sich eine größere Anzahl protestantischer und katholischer Geistlicher, die Rcichslagsabg. Hauß und Peler Bachmann u. a. eingefnnden. Der Saah in dem Tr. Spahn über deutsche Geschichte vom Augsburger Rcligionssriedcir bis zcun Regierungsantritt Friedrichs d. Gr. lesen sollte, erwies sich als viel zu klein., Tas Aulidorium war genötigt, in einen größeren Saal überzusiedeln. Tic Zuhörer, deren Zahl 400 überstieg, füllten die Bänke sowie die Gänge des Saales bis 51111t Katheder. Tr. Spahn, der mit Beisall- gctrampcl empfangen wurde, war anfangs bleich lmd sichtlich auf­geregt, gewann jedoch bald seine Selbstbeherrschung wieder, ging ohne Einleitung in medias rea und führte seinen Vortrag unter laut­loser Stille und ohne jede Unterbrechung zu Ende. Spahn ist rednerisch keine scharf ausgeprägte Individualität, sondern der Typus des deutschen Turchschnittsprofessors. Er sprach frei und fließend. Sein Vortrag trug ein pronociert deutsch-politisches Gepräge, war jedoch im übrigen von geradezu diplo­matischer Zugeknöpftheit und ließ den partei­politischen Standpunkt des Redners in keiner Weise er­kennen. Spahn schilderte die Zeit von 1555 bi§ 1740 in ihrer Bedeutung für Deutschlands nationale, und politische Ent­wickelung, hielt sich aber bei den kirchenpolitischen Kämpfen jener Zeit so wenig auf, daß in den: ganzen Vortrag nicht einmal das Wort protestantisch oder katholisch siel. Tie Vorsicht, welche Dr. Spahn an den Tag legte, soll nicht in letzter Linie auf die Gerüchte zurückzuführen sein, wonach eine Demonstration gegen ihn geplant gewesen wäre. Diese Gerüchte bewahrheiteten sich in keiner Weise. Ter Vortrag Spahns wurde zum Schlug durch Beifall ausgezeichnet. Irgend eine Gegendemonstration erfolgte nicht.

Karl Baedeker, der Reformator unserer Rcisebuch-Litteratur, ist ant 3. November vor hundert Jahren geboren. Baedeker's Lebenswerk hat so hohe kulturelle und nationale Bedeutung, daß es sich wohl ziemt, des Mannes heute mit wenigen Worten zu ge­denken, der den deutschen Buchhandel, an sich schon der bedeutendste der Welt, noch bereichert hat um einen gesunden Zweig, der vordem nur kümmerlich trieb. Turch Karl Baedeker ist er zu universeller Bedeutung gediehen. Bald nannte man Baedeker dendeutschen Murray", der Baedekers englisches Vorbild gewesen, und heute beißen der Engländer Reisebucher schonEnglischer Baedeker". Bei Karl Baedekers Tode betrug die Zahl seiner Reisehandbücher 9, heute ist sie auf 26 gewachsen, wozu noch die englischen und fran­zösischen Ausgaben kommen. Was sie außer ihrer so oft erwiesenen Zuverlässigkeit und Knappheit noch besonders auszcichnet, (einer der bestenBaedeker" ist zweifellosdie Schweiz", die in diesem Jahre, wie wir bereits erwähnten, in 29. Auflage erschienen ist) sind ihre den Tert ungemein entlastenden kunstgeschichtlichen Einleitungen, deren Abfassung sich bedeutende Gelehrte wie der Kunstkritiker- Anton Springer u. a. unterzogen habcm Carl Baedeker, der in Essen als ältester Sohn des Buchhändlers und Buchdruckers Gottschalk Tiederich Baedeker das Licht der Welt erblickte, war eine impulsive, der Begeisterung für alles Gute, Schöne und Edle fähige Natur. Als er im Jahre 1817 nach Heidelberg gegeben wurde, um dort den Buchhandel zu erlernen nutzte er die ihm gebotene Gelegenheit äuv Erweiterung seines Wissens aus, indem er nach Absolvierung der Lehrjahre sich als Hörer an der Ruperto-Carolina einschreiben ließ und Vorlesungen über Geschichte und Philosophie hörte. Dem Studium folgte dann das Freiwilligenjahr, das er 1822 bei den Wetzlarer Jägern abdiente und nach dessen Beendigung er der Landwehr als Leutnant zugeteilt wurde. Später begab er sich dann nach Berlin, wo er im Geschäft des bekannten Buchhändlers Georg Andreas Reimer zwei Jahre lang konditionierte und in dessen Familie, dem Vereinigungspunkt der berühmtesten, echt deutsch gesinnten Männer des damaligen Berlins, reiche Anregung sand. Später, im Jahre 1827, machte er sich in Koblenz selbständig, wo die seinen Namen tragende Firma blühte, bis sie im Oktober 1872 nach Leipzig übersiedelte und heute aufs beste von seinem Sohne, Fritz Baedeker, einem außerordentlich fleißigen, tüchtigen und liebenswürdigen Mann, geleitet wird.

Universttäts Nachrichten.

lieber die Demonstrationen der deutschen Studenten in Innsbruck gegen den italienischen Zivilrechts-Dozenten Dr. Francesco Menestrina wird folgendes Nähere berichtet: Die Vorlesung Menestrinas war für 11 Uhr angesetzt; eine Stunde vorher herrschte auf den Korridoren der Universität reges Leben. Als der Dozent erschien, erschollen aus den Reihen der Teutsch- nationalen Abzugs- und Pereatrufe, sie begleiteten ihn bis znr Thür seines Hörsaales. Dieser war von elwe 200 deutschen Stu­denten besetzt; die Italiener befanden sich in der Minderheü. Beim Erscheinen Menestrinas begrüßten ihn die Jtatiener mit stürmischen Evowas. In diesem Augenblicke begannen die Deutschen einen Skandal, der mit einigen kurzen Unterbrechungen eine volle Stunde währtc. Die Deutschnationalen rie'en zuerstPereat!", Abzug!",Fort mit ihm!", als nach einigen Minuten aber der Dozent seine Vorlesung in italienischer Sprache zu halten anfing,

ging ein ohrenbetäubender Spektakel los: « wurde gepfiffen, getrommelt, geklopft, mit den stocken auf die Bänke geschlagen und dabei furchtbar ge» schriee n. Ter unbeschreibliche Lärm wurde im ganzen Gebäude gehört Menestrina blieb beim Katheder ruhig stehen und wartete. Als sich der Skandal etivas zu legen begann, versuchte er abermals zu sprechen. Tic Studenten speklakulicrten jetzt aber noch starker als früher. Auf den tosenden Lärm hin eilte der -tefan der juchüsichen Fakultät herbei, um die deutschen Studenten zu beschwichttgen. ^eine Worte gingen in dem Lärm verloren, man hörte chn fast gar nicht. Während der Dekan noch einen letzten Versuch unter­nahm, sich verständlich zu machen, stimmten die deutschen Studeitterr das x.'ict>Bursche heraus!" und dann dieWacht am Rhetn^ an. Tie Italiener erwiderten den Gesang der Deutschen nut der --tren- tincr Nationalhymne, was das Signal zu neuerlichem ^arm gab. Auch das Erscheinen des Rektors im Saale machte dem Radau kein Ende. Endlich legte Menestrina die auf deut Pulte aus- gebreitcten Schriften zusammen, nahm dieselben unter den 2ton und verließ, begleitet vom Rektor und Dekan, den Saal. Dte deutschen Studenten schrieen jetzt im Takt:Hinaus mit ihm hinaus mit ihm!", während die ItalienerEvvwa! riesen. Nach dem Abgänge des Dozenten trafen die deittschen Studenten alle Anstalten, ihre italienischen Kollegen aus dem Saale zu werfen, eine allgemeine Balgerei schien unausweichlich. Dem Einschreiten einiger besonnener Elemente war die Verhütung einer Prügelet zu verdanken. Um weiteren Demonstrationen der deutschen Stu­denten oorzubeugen, hat der Akademie-Senat der Universität Innsbruck nun beschlossen, die V 0 r l c s u n g e n des Dr. Menestrina vorläufig zu s i st i e r e n.

Der Kaiser verlieh dem Vernehmen nach dem bekannten Berliner Geographen Professor Frccherrn Fcrdinaiü) v. Richt- Hofen diegroße goldene Medaille für Wissenschaft.

Landwirtschaft.

Alsfeld, 4. Nov. Heilte Vormittag hat die hiesige l a n d w. Winterschule ihren diesjährigen Winterkursus eröffnet. Der Eröffnungsseier, die im Ansiallsgebäude abgehaltcn wurde, wohnten neben den Schülern viele Eltern der Schüler und das Lehrerkol­legium bei. In der Eröffnungsrede wies der Vorsteher der Schule auf die Bedeutung einer besseren Berufsbildung für die Landwirt­schaft treibende Bevölkerung hin und hob besonders hervor, daß die Landwirtschaft den anderen Berufszweigen nur ebenbürtig sein und bleiben könne, wenn die technische Ausbildung im Berufe jenen Erwerbszweigen mindestens glcichsiehe. Es wurden am heutigen Tage 34 Schuler ausgenommen, wovon 18 den unteren Kursus und 16 den oberen besuchen. Ihren Heimatskreisen nach oerteüen such die Schüler folgendermaßen. 8 stammen aus dem Kreis Lauter­bach, 1 aus dem Kreis Gießen, 1 aus dem Kreis Ziegenhain und 24 aus dem Kreis Alsfeld.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Wiesbaden, 4. Nov. Nach der Liquid ationsbilanz der Akt.-Ges. W i l h e m j in Hattenheim ist der Buchwert der Vorräte von 1820000 nur auf 1710000 Mk. zurückgegangen. Statt des vorjährigen Uebersckusses von 1409 Alk. ergicbt sich ein F e h l- betrag von 175740 Mk.

Wteu, 4. Nev. Die hiesige Maschinenfabrik Joh. Kamm ist in Zahlungsstockungen geraten und strebt einen außer­gerichtlichen Vergleich an. Geboten wird eine Quote von 20 Proz.

Von einem Bankkrach in dem schweizerischen Städtchen R a p p e r s w i l wird berichtet: Es sollen in der Kasse beinahe eine Million Francs fehlen. Infolgedessen herrscht _ eine große eine große Panik in dem kleinen Städtchen am Zürichsee.

Spiclplan der vereinigten Frankfurter Ztadttheater.

Opernhaus.

Mittwoch den 6. Nov.*): Zweites Abonnement-Konzert, unter Mitwirkung des Herrn Eugen d'Albert. Donnerstag den 7. Nov^ Mignon. Freitag den 8. Nov. geschlossen. Samstag den 9. No­vember: Fidelio. Sonntag den 10. Jlovember: nachmittags 31/2 Uhr: Ter Waffenschmied. Abends: Der polnische Jude. Montag den 11. November geschlossen. Dienstag den 12. No­vember : Der polnische Jude.

Delikat schmeckt

jeder Kaffee, dem eine Messerspitze Lindens Essenz zngesetzt wird, die dem Kaffee auch eine schöne Farbe giebt.

Schauspielhaus.

Mittwoch den 6. Nov: Wallensteins Lager, hierauf: Piccolomini. Donnerstag den 7. Nov.: Wallensteins Tod. Frestag den 8. Nov.: Tic Grille. Samstag den 9. November: Nacht uird Morgen. Sonntag den 10. November, nachmittags 3'/» Uhr: Die Räuber. Abends: Nacht und Morgen. Alontag den 11. November: Wie die Blätter...

) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Bekanntmachung.

In das hiesige Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen unter

Nr. 123 die FirmaAugust Waag" zu Gießen; In­haber: Kaufmann August Waag daselbst. An desien Ehe­frau Anna Waag geb. Vöhl ebendaselbst ist Prokura erteilt.

Nr. 124 die FirmaKaufmann Marx" zu Großen- Linden; Inhaber: Kaufmann Marx, Kaufmann daselbst.

Nr. 125 die FirmaHeinrich W. Rinn" zu Heuchel­heim; Inhaber: Bauunternehmer Heinrich Wilhelm Rinn daselbst. An dessen Ehefrau Marie Rinn geb. Volkmann ebendaselbst ist Prokura erteilt.

Nr. 126 die FirmaWilhelm Jung III." zu Klein- Linden; Inhaber: Kaufmann Wllhelm Jung III. daselbst.

Nr. 127 die FirmaHeinrich Sack II." zu Heuchel­heim; Inhaber: Cementwarenfabrikant Heinrich Sack II. daselbst.

Nr. 128 die FirmaHeinrich Christ" zu Heuchelheim; Inhaber: Mühlenbesitzer Heinrich Christ daselbst.

Gießen, am 2. November 1901. 7270

Großherzogliches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Beuern für das Jahr 1902/03 liegt vom 6. d. Mts. an acht Tage lang auf hiesiger Großh. Bürgermeisterei zu jedermanns Einsicht offen.

Beuern, den 4. November 1901.

Großh. Bürgermeisterei Beuern.

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Fm Vorverkauf: Sperrsitz Mk. 1,, 1. Platz 60 Pfg., 2. Platz 40 Pfg., Stehplatz 20 Pfg. Au der Kaffe: Sperrsitz Mk. 2,, 1. Platz Mk. 1,25, 2. Platz 75 Pfg^ Stehplatz 40 Pfg. Bor-verkaufsstelleu: Kaufmann Iiifchvach, Selterswea; Kaufmann «sikinhenrr, Bahnhofstraße; Kauf­mann Dort, Wallthorstraße; Cigarrenhandlung Scharmarm (früher Daniel Heil), Lürdenplatz. Borausbestellungen von Eintrittskarten sind 511 richten an Kaufmann Ittschöach, Seltersweg. 7?9q Der Festausschuss.