der
1.
2.
und
8.
9.
12.
von
13.
14.
19.
von
"22.
23.
von
24.
27.
Die HerrenSöhne, Volksstück von Walther und Stein, (Edmund Schmasow, aus Kassel als Gast.)
(Irene Triesch aus Frankfurt als Gast.) Ewige Liebe, Schauspiel von Faber.
(Arthur Bauer aus Frankfurt als Gast.) Die Cameliendame, Dramatisches Gemälde Dumas Sohn.
(Franziska El l men re ich aus Berlin als Gast.)
Bartel Tu rase r, Drama von Philipp Langmann.
(Arthur Bauer aus Frankfurt als Gast.) Jugendfreunde, Lustspiel von Fulda.
Zopf und Schwert, Lustspiel von Gutzkow. Der Probepfeil, Lustspiel von Blumenthal. Bastian und Bastienne. Offiziere undJuristen
(Kathi Frank aus Frankfurt als Gast.) Die Stützen der Gesellschaft, Schauspiel Ibsen.
(C. F. Pepp le r aus Hannover als Gast.) Graf Waldemar, Schauspiel von Freytag.
(Hermann Leffler aus Wiesbaden als Gast.)
25. Satisfaktion, Schauspiel von v. Roberts.
(Hubert Dietz sch aus Nürnberg als Gast.) 26. Jugend von heute, Komödie von Otto Ernst.
(Willy Löhr aus Darmstadt als Gast.) Morituri, drei Einakter von Sudermann.
(Willy Löhr aus Darmstadt als Gast.) 1900/1901.
Elzevir. (Dilettantenvorstellung.) 1899/1900.
Das Leben ein Traum, Dramatisches Gedicht Calderon.
(Adalbert Mathorsky aus Berlin als Gast.)
Hans Huckebein, Schwank von Blumenthal Kadelburg. (Dilettantenvorstellung.)
1898/99.
Was Ihr wollt, Lustspiel von Shakespeare.
(Auguste Pasch-Grevenberg aus Berlin als Gast).
3. Die Journalisten, Lustspiel von Freytag.
(Oscar Bohnse aus Köln als Gast.)
4. John Gabriel Borkmann, Schauspiel von Ibsen.
(Hermann Nissen aus Berlin als Gast.)
5. Der Widerspenstigen Zähmung, Lustspiel von Shakespeare.
Vorher: Die Sch ul reite rin, Lustspiel von Pohl.
(Marie Barkany aus Berlin als Gast.)
6. In Behandlung, Komödie von Dreyer.
(Toni Wittels aus Mannheim als Gast.)
7. Niobe, Schwank von Blumenthal.
20. Großmama, Junggesellenschwank von Dreyer. (C. W. Büller aus Leipzig als Gast.)
21. Nora, Schauspiel von Ibsen.
Zusammenstellung vomTheaterverein in den letzten vierJahren veranstalteten Vorstellungen.
1897/98.
Ter ein gebildete Kranke, Lustspiel- von Moliöre.
(Karl Hermann von Frankfurt als Gast.) Vorher: Der Präsident, Lustspiel von Kläger. Medea, Trauerspiel von Grillparzer.
(Anna Führing aus Berlin als Gast.)
10. Hofgunst, Lustspiel von Thilo von Trotha.
(Anna Walther aus Darmstadt als Gast.) 11. Sappho, Trauerspiel von Grillparzer.
Worms, 3. Sept. Auf das von den ehemaligen llöern, die zum Appell am letzten Sonntag hier versammelt waren, an Seine Majestät den Kaiser gerichtete Huldigung stelegram m ist folgende Antwort aus Pots- darn cingegangen:
„Seine Majestät der Kaiser und König haben den Huldigungsgruß der dort versammelten Veteranen huldvollst entgegengenommen und lasten bestens danken."
Auf Allerhöchsten Befehl:
Der Geh. Kabinetsrat v. Lucanus.
Wehlar, 5. Sept. Die Delegierten dex sämtlichen landwirtschaftlichen Genossenschaften des Kreises Wetzlar versammeln sich am Sonntag, 8. September im Hotel Kessel in Wetzlar zu einer Besprechung über Bezug von Saatgetreide, Inkarnatklee, Sandwicken, Kunstdünger und gemeinschaftlichen Absatz von Weißkraut rc.
ee Kleine Mitteilungen anl Hessen und den Ua»dar«aate^ In einer chemischen Waschanstalt in der Friedrichstraße in Worms entstand am Dienstagnachmittag infolge Explosion von Benzin im Waschapparat Feuer, wodurch eine Parthie Kleidungs- und Wäschestücke beschädigt wurden. Der Besitzer und seine Frau trugen Brandwunden davon, die jedoch nicht besonders erheblich sind. — Bei Marbach entstand am Mitllvochvormittag auf einem Weizenstoppel-Acker Feuer. Das Feuer wurde durch heftigen Wind vorwärts getrieben und verzehrte ca. 30 Haufen des noch nicht eingefahrenen Weizens. Es war durch Funken eines vorüberfahrenden Eisenbahnzuges entstanden. — Ein reicher Kindersegen ist einem Einwohner von Birklar bescheert. Dieser Tage brachte ihm der Klappcrstorch das 21. Kind und machte ihm gleichzeitig die Mitteilung, daß er auch noch ein Enkelchen :ür ihn auf dem Wege habe, das für seine Tochter in der nächsten Zeit bestimmt sei. — In Wehrheim brach beim Turnen auf dem Turnplatz der Kletterbaum. Er traf beim Umfallen den 17 Jahre alten Zimmermann Langendorf derart, daß Langendorf todt liegen blieb.
15.
16.
17.
18.
Hierbei können sich Jnterestentcn' davon überzeugen, daß ihre Losnummer tn das Nummerrad eingelegt wird, indem sie sich ihre Nummer, sobald die betreffenden Nummernreihen als zur Einlegung bereit angesagt werden, vor der Einlegung vorzeigen lasten.
• • Der Bauer'sche Gesangverein giebt Qm Montag, 8. September, im Schützengarten zu Wetzlar ein Konzert.
• * Die Deutsche Gesellschaft für Volksbiider wird ihre diesjährige Hauptversammlung im Sitzungssaal des kaiserlichen Gesundheitsamts in Berlin, und zwar gegen Ende Oktober abhalten. Anmeldungen zu Vorträgen und zur Mitgliedschaft werden erbeten an die Geschäftsstelle der Gesellschaft, Berlin NW. 6, Karlslraße 19.
" Gegru die Fahrradsteuer. Durch große Mauerplakate in sämtlichen Gemeinden des Kreises Offenbach werden gegenwärtig alle Gewerbetreibenden und Arbeiter, welche das 'Fahrrad zur Berufsausübung benutzen, zu einer am nächsten Sonntag, 8. September, im Saalbau zu Offenbach stattfindenden öffentlichen Radfahrer- Versammlung eingeladen. Herr F. Weis aus Mainz wird dabei über „Die bessische Radfahrsteuer und deren Umänderung" referieren. — Die Beschaffenheit der Plakate, bemerkt die „Han. Zig.", berechtigt zu der Annahme, daß im ganzen Großherzogtum Hessen eine Bewegung gegen die Radfahrsteuer in ihrer gegenwärtigen Gestalt inszeniert werden soll.
* * Das Ende der goldenen Füufmarkstücke. Mit Ende September läuft die Frist ab, in welcher die goldenen Fünfmarkstücke bei den zuständigen Kasten noch in Zahlung genommen werden.
* * Militärdienstnachrichteu. Prinz zu Solms-Hohensolms - L i ch, Oberleutnant im Regt, der Gardes du Eorps, unter Beförderung zum Rittmeister, vorläufig ohne Patent zum Eskadr.-Chef ernannt. Fürst zu Solms-Hohen- sto l ms-Lich, Oberleutnant ä la suite der Armee, der Charakter als Rittmeister verliehen.
• * Der Bierkousu« im Großherzogtum Hesten ist in der Zunahme begriffen. Im Rechnungsjahr 1899/1900 sind 1 494 407 Hl. Bier gebraut worden, d. h. 83 598 Hl. mehr als im Vorjahre.
* • Lehrermangel in Heffen. Aus Bieber bei Offenbach wird geschrieben: Dem hessischen Volksschulwesen scheint es, ttotz der Einwanderung auswärtiger Lehrer, fortwährend an Lehrkräften, namentlich an katholischen Lehrern zu mangeln. Hin und wieder müsten auch Knabenschulen von Lehrerinnen versehen werden. Auch eine hiesige Schulklasse mit jüngeren Knaben mußte einer katholischen Lehrerin, Fräulein Roßkopf, zur Verwaltung überwiesen werden. Dieselbe wurde in ihren Dienst eingewiesen. Der Lehrermangel wird sich voraussichtlich vom 1. Oktober ab, an welchem wieder zahlreiche junge Lehrer beim Militär eintreten müssen, noch fühlbarer machen.
* * Irrsinnig. Ein auswärtiger Spenglergehilfe, der sich schon seit einigen Tagen auf dem hiesigen Bahnhof herumtrieb, verlangte gestern morgen einen Extrazug nach Berlin. Man löste ihm aus öffentlichen Mitteln eine Fahrkarte zur Weiterreise. Als er sich im Zuge nach Marburg befand, sprang er beim Anfahren des Zuges heraus, ohne Schaden zu nehmen. Es stellten sich immer mehr Jrrsinns- symptome bei ihm ein, weshalb er zunächst in Polizeigewahrsam genommen und heute der hiesigen Jrrenklinik überwiesen wurde.
A Aus dem höheren Vogelsberge, 4. Sept. Die Temperatur ist seit einigen Tagen ungemein gesunken. Schon mehrmals zeigte das Thermometer morgens nur ft- 2 bis 3° C. Auf den Höhen wurden sogar Eisspiegel angetroffen. Die Leute gehen mit Fausthandschuhen und Ohrenkappen morgen« zum Mähen.
Darmstadt, 5. Sept. Der Großherzog hat wegen des Ablebens des Prinzen Hermann von Sachsen- Weimar eine Hoftrauer vom 31. August bis einschließlich den 7. September angeordnet.
Aus Stadt Md Land.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist Mtk unter genauer Quellenangabe: „(Biefc gestattet.)
Gießen, 5. September 1901.
* * Personal Nachrichten Der Groß Herzog hat am 31. August den durch die Dekanatssynode Groß-Gerau für den Rest der laufenden Wahlperiode vollzogenen Wahlen des evangelischen Pfarrers Georg Bayer zu Kelsterbach zum Dekan, und des evangelischen Pfarrers Heinrich Adolph zu Groß-Gerau zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Groß-Gerau die Bestätigung erteilt.
* * Ernennung. Der Gro ßherzog hat am 4. Sept, den Bezirkskommissär Johann Neumer aus Mainz zum Polizeikommistär bei der Polizeivenvaltung der Stadt Kastel ernannt.
* * Das Amtsblatt des Ministeriums der Justiz Nr. 15 vom 28. August enthält ein Ausschreiben an die Justizbehörden, insbesondere die Staatsanwaltschaften, betreffend Mitteilungen der Staatsanwaltschaften an andere Behörden in Straf-, Disziplinär- und Ehesachen.
* * Großh. hessische Laudeslotterie. Nächsten Mittwoch den 11. d. Mts., vormittags von 7 Uhr ab, findet in dem bis auf weiteres als Ziehungslokal dienenden Saale der Brauerei zum Schützenhofe in Darmstadt die Ziehung der 1. Klasse der 4. Großh. Hest. Landeslotterie unter notarieller Kontrolc tatt. — Wer sich für die Lotterie interessiert, hat Gelegenheit, am Montag den 9. d. Mts., vormittags 9 Uhr in dem genannten Lokale der gleichfalls unter notarieller Kontrolc stattfindenden Einlegung sämtlicher Losnummern beizuwohnen.
28. Cyprienne, Lustspiel von Sardou. Vorher: Zephtas Tochter, Lustspiel von Cavalotti. (Auguste Prasch-Grevenberg aus Berlin als Gast.)
29. Heimat, Schauspiel von Sudermann.
(Irene Triesch aus Frankfurt als Gast.)
30. Ein Fallissement, Schauspiel von Björnson.
(Adolf Jürgensen aus Kassel als Gast.)
31. Ein Volsfeind, Schauspiel von Ibsen.
(Arthur Bauer aus Frankfurt als Gast.)
32. Kollege Crampton, Komödie von Hauptmann.
(Otto Beck aus Köln als Gast.)
33. Galeotto, Trauerspiel von Echegaray.
(Willy Löhr aus Darmstadt als Gast.)
34. Renaissance, Lustspiel von Schönthan und Koppel- Ellfeld.
(Agnes Hammer aus Gera als Gast.)
35. Flachsmann als Erzieh er, Kömödie von Otto Ernst.
36. Mana Magdalene, Trauerspiel von Hebbel.
(Irene Triesch aus Frankfurt als Gast.)
37- Der Registrator auf Reisen, Posse von L'Arronge und v. Moser,
(Edmund Schmasow aus Kassel als Gast.)
Der Hessische Haudelskammertag.
Artikel 37.
Tie Handelskammern des Großherzogturns bilden in ihrer Gesamtheit den Hessischen Handelskammertag.
Derselbe Hut die Aufgabe, auf Antrag einer oder mehrerer Handelskammern gemeinsame Beratung und Beschlußfassung über Angelegenheiten, welche alle hessischen Handelskammern gleichmäßig berühren, herbeizusühren.
Insofern die Beschlüsse nicht einstimmig gefaßt werden, ist in dem Protokoll auch die Meinung der Minderheit wiederzugeben. Der Handelskammertag wählt alljährlich -eine Handelskammer, welche als Vorort die Geschäfte desselben zu besorgen hat.
Im übrigen regelt der Handelskammertag seine Geschäftsordnung durch ein dem Ministerium des Innern zur Genehmigung vorzulegendes Statut. Das Statut dar keine Bestimmung darüber enthalten, wodurch die in diesem Gesetze jeder einzelnen Handelskammer gewährleisteten Rechte beeinträchtigt werden.
, Artikel 38.
Dieses Gesetz tritt, unter Aufhebung des Gesetzes, die Handelskammern betreffend, vom 17. Alovember 1871 und aller entgegenstehenden Verordnungen und Bekanntmachungen mit dem in Straft
Mit der Ausführung dieses Gesetzes ist Unser Ministerium des Innern beauftragt.
Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels.
,bcn 1901.
gegenüber 4886.63 Mk., nämlich: Honorar an die Direktion, die Gäste, sowie Miete 4371.00'Mk., Dienstleistungen 107 Mk., Drucksachen 127.95 Mk., Bauzinsen an Herrn Schwan 120 Mark, Inserate 80.88 Mk., Diverses 79.80 Mk. Das Rech? nungsjahr lieferte also einen Ueberschuß von 1352.45 Mk., durch den sich das Vermögen des Vereins, das bis vor vier Jahren stets an einem Defizit krankte, jetzt auf nahezu 4000 Mk. gehoben hat.
Der größere Ueberschuß des Vorjahres findet seine Erklärung besonders in zwei Umständen: einmal gelang «s, zugkräftige Gäste zu nicht zu hohen Honoraren zu gewinnen, und dann war es Frl. Triesch- die durch ihre großartige Kunst das Theater fast bis zum letzten Platz gefüllt hatte. Die Direktion erhielt für die erften sechs Vorstellungen laut Vertrag 3000 Mk. (das Honorar für die Gäste und für Theatermiete noch außerdem), für die letzten drei Vorstellungen eine Pauschalsumme von 300 Mk., sowie die dafür eingegangenen Abonnementsgelder und die Tageskarten mit zusammen rund 950 Mk., und für die zehnte (Extra-)Vorstellung 300 Mk., zusammen also rund 4550 Mk. Die Summe von 950 Mk. ist, weil sie sofort nach Eingang an die Direktion abgeführt wurde, in der Ueber- sicht über Einnahmen und Ausgaben des Vereins nicht enthalten.
Tie Vo r st and s w a h 1 ergab eine Wiederwahl des seitherigen engeren Vorstandes (Fromme 1. Vorsitzender, Kirch, 2. Vorsitzender, Challier Rechner, Haubach Protokollführer), und auch die Zusammensetzung des weiteren Vorstandes zeigt nur geringe Abweichungen gegen das Vor- . jahr.
Auch im letzten Sommer hat der Verein sich nicht vollständig der Ruhe hingegeben. Mit großem Vergnügen erinnern wir uns der fünf Operettenvorstellungen, die das Wiesbadener Operettenensemble unter der Direktion Heinrichs bei immer gefülltem Hause veranstaltete. Die Unterstützung, die der Theaterverein dem Unternehmen lieh, fand rhr Aequivalent in einem ermäßigten Abonnementspreise für die Mitglieder.
Angesichts dieses Geschäftsberichts können wir den Wunsch nicht unterdrücken, daß die in Kürze behufs Gewinnung neuer Mitglieder umgehende Liste recht viele Unterschriften finden möge, damit der Verein in immer größerem Maße seine segensreiche Thätigkeit entfalten kann! Der Mitgliedsbeitrag von 5 Mk. ist so gering, daß seine Zahlung noch vielen unserer Mitbürger nicht schwer fallen würde; er wird sogar bei Entnahme eines Abonnements auf 6 Vorstellungen noch vollständig rückvergütet, und seine Zahlung erwirbt das Recht auf einen ermäßigten Tageskartenpreis, auf Bezug von 10 Bons zu 25 Pfg. für die Vorstellungen der Direktion, sowie auf Preisermäßigung bei allen sonst noch veranstalteten Theatervorstellungen.
UnioerMs-Uachrichle«.
— Der ordentliche Professor der Chirurgie, Geh. Mediznalrat Dr. Garree tn Königsberg i. Pr. ist zugleich zum Mitgliede des Medizinalkollegiums der Provinz Ostpreußen ernannt worden. — Der bisherige Privatüozenr an der Universität zu Boitn und Oberlehrer am städtischen Gymnasium daselbst, Dr. Siegfried Su dH aus, ist zum ordentlichen Profesior in der philosophischen Fakultät der Untversität zu Kiel ernannt worden. — Der bisherige ordentliche
Geaeral-Versammlurrg des Theatervereius.
Gießen, 4. Sept.
Der Theaterverein hielt am Dienstag den 3. d. Mts. seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Professor Dr. F r o m m n, eröffnete die Sitzung mit einer Uebersicht über den Verlauf der letzten Saison. Das Haupt-Abonnement umfaßte, wie üblich, sechs Vorstellungen, denen, gleich den vorhergehenden zwei Jahren, ein Zusatz-Abonnement für drei Vorstellungen bei sehr stark ermäßigten Preisen folgte. Eine Extra-Vorstellung zum Besten des Theaterbaufonds, in der sich Frl. Irene Triesch vom hiesigen Publikum vor ihrer Ueber- siedelung von Frankfurt nach Berlin verabschiedete, beschloß die Saison. Besonders erfreute die Mitteilung des Vorsitzenden, daß Frl. Triesch ihm versprochen habe, auch im kommenden Winter dem Theaterverein einen Besuch ab- zustatten.
Mit der Direktion Kruse-Helm wurde ein neuer Vertrag abgeschlossen, der dem Theaterverein auf Grund der bedeutenden pekuniären Beihilfe, welche er der Direktion leistet, einen größeren Einfluß in den Theaterangelegenheiten sichert. Die Direktion, welche fiir den Winter 1901/02 noch das Stadttheater in St. Gallen übernommen hat, wird sich in der Weise teilen, daß Herr Kruse das-hiesige Theater leitet, Herr Helm das in St. Gallen. Weinhändler Schwan, der Besitzer des Cafe Leib, bei dem der Theaterverein stets das bereitwilligste Eingehen au; seine Wünsche gefunden Ijat, läßt den Theatersaal jetzt vollständig neu Herrichten, nachdem er im vorigen Jahre dem auf Feuersicherheit dringenden Ansinnen in weitgehendster Weise durch Einführung der Wasserleitung und Anlage von Hydranten auf der Bühne und im Hof entgegengekommen ist. Wegen elektrischer Beleuchtung der Bühne beschloß man, in Verhandlungen einzutreten.
Eine Zusammenstellung sämtlicher Vorstellungen, die der Theaterverein feit vier Jahren im Verein mit der Direktion Kruse-Helm gegeben hat, wurde vom Vorsitzenden vorgelegt und hat am Schluß dieses Berichts ihren Platz.
Der Kassenbericht, den sodann der Rechner, E. Challier, gab, entrollte ein sehr günstiges Bild. Es betrugen die Einnahmen des Vereins 6240.08 Mk., die sich wie folgt zusammensetzen: Mitgliederbeiträge 1003 Mark, Abonnements 3075.55 Mk., Tageskarten 1634.29 Mk., Theaterzettel 139.90 Mk., Garderobe 215.60 Mk., Zinsen 114.30 Mk., Weiteres 57.44 Mk. An Ausgabe stehen


