Bestandteile
Analyse Juni 1900
vom
Juni 1899
a. qualitativ.
Ammoniak
0
0
Salpetrige Säure Salpetersäure
0 kaum Spuren
0 kaum Spuren
Schwefelsäure
0
0
Kalk
wenig
wenig
Eisen
Spuren
Spuren
b. quantitatv, 1 Liter enthält g
?
Trockenrückstanb
0,178
0,1725
Glübverlust
0,049
0,040
Oxydierbarkeit in g Chamäleon 0,00024
0,00067
Chlor
0,005
0,0071
Kalk
0,041
—
Magnesia
0,0278
—
daraus berechnete Öärte
8,0 klar, farblos
o
Phisikalische Beschaffenheit
Geruch
Geschmack
klar, farblos 0
normal
normal
Bodensatz
äußerst gering enthalt Mineraltrümmer Mineraltrümmer
sehr gering, enthält Mineraltrümmer und niedere Pflanzen.
ccm.
a,
b.
100
234
1628
175
1050
2050
1800
Physikalische Beschaffenheit
Geruch
Geschmack
Bodensatz
klar, farblos 0
normal
klar, farblos 0
normal
1740
564
152 ?
Platten zerflossen
16600
Sammelstube bei Gr.-Buseck
a) neuer Stollen
b) alter Stollen
am Annaberae (Hubertusbrunnen)
am Erlenstollen
Niederdruckbehälter
a) am Eintritt in denselben
und
niedere Pflanzen
Die Untersuchungsresultate des letzten Jahres stimmen mit den im Vorjahre erhaltenen im wesentlichen überein. Das Wasser konnte demnach auf Grund der letzten Untersuchung in chemischer Hinsicht wiederum als vorzüglich geeignet für Genuß- und Hausgebrauchszwecke, wie auch für technische Zwecke bestens empfohlen werden.
Die chemische, physikalische und mikroskopische Untersuchung einer in gleicher Weise wie in früheren Jahren gewonnenen Wasserprobe (Gemisch des Wassers aus den Quellen bei Großen-Buseck und vom Licher Walde) aus der älteren Wasserversorgungsanlage Gießens lieferte folgende Resultate (die Ergebnisse der vorjährigen Untersuchung zum Vergleiche wiederum daneben gestellt):
Bakteriengehalt aufweist, wie im vorigen Jahre.
Das Wasser aus der Quelle am Annaberge (Hubertus- brunnen) enthält bei der letzten Untersuchung zwar eine etwas größere Menge entwicklungsfähiger Keime, dieser Umstand dürfte jedoch auf harmlose Ursachen zurückzuführen sein, nämlich darauf, daß die Quelle zur Zeit der Probeentnahme eine nur sehr geringe Menge Wasser lieferte, und daß in Folge dessen das aus der Sammelstube abfließende Wasser, von welchem die Probe entnommen wurde, längere Zeit in derselben stagniert hatte, wobei dann eine stärkere Vermehrung der vorhandenen Keime stattgefunden haben wird.
Gießen, im Juni 1901. Dr. T. Günther.
b) in der Mitte desselben c) am Austritte nach der Stadt
Die bakteriologischen Untersuchungen haben dieses Mal ein recht günstiges Resultat ergeben. Besonders hervorzuheben ist, daß der neue, in die Sammelstube bei Gr.-Buseck einmündende Stollen dieses Mal einen viel geringeren
Die chemische Zusammensetzung des Wassers ist dem Vorjahre gegenüber so gut wie unverändert geblieben und konnte dasselbe daher auch auf Grund der letzten Untersuchung wiederum als vortrefflich geeignet für Genuß- und Gebrauchszwecke jeder Art bezeichnet werden.
Die in gleicher Weise wie in früheren Jahren durchgeführte bakteriologische Untersuchung der verschiedenen, die Anlage speisenden Quellen und des Niederoruckbehälter- Jnhaltes hatte folgende Ergebnisse (die vorjährigen Resultate
zum Vergleiche daneben gestellt):
Bezeichnung de- WmefteOe ^wicklunEhig-Keime in^I
Bestandteile
Analyse cgust 1900
vom
Mai 1899
qualitativ. Ammoniak
0
0
Salpetrige Säure Salpetersäilre
0
0
Spur
Spur
Schwefelsäure
Spur
Spur-
Kalk
wenig
mäßig
Eisen
Spur
Spur
quantitativ, 1 Liter enthält
S
g
Trockenrückstanb
0,259
0,226
Glühverlust
0,060
0,0425
Chlor
0,0284
0,0107
Orybierbatteit in g Chamäleon Kalk
0,0022 0,0498
0,0013
Magnesia
0,0308
—
daraus berechnete Härte in
100,000 Tin.
9,29
7,7
Die Handelsgesellschaft in Nauheim.*) in.
Tas Mißtrauen gegen die Berliner Handelsgesellschaft wurde noch vertieft, als man erfuhr, baß sie längst schon die schwachen Grundlagen der Nauheimer Gesellschaft kannte, merkwürdigerlveise aber bis vor kurzem kein Sterbenswörtchen darüber verlauten ließ. In einer Mitteilung, die am dreizehnten Marz 1901 von der Handelsgesellschaft versandt wurde, wird bereits anerkannt, daß die Bilanz für das Jahr 1898 auf ihre Richtigkeit nicht genau geprüft werden konnte, weil für die Uebertragung der sehr große Summen ausmachenoen Zugänge auf die Anlagekonten die unerläßliche Unterlage fehlte und trotz allem Verlangen auch nicht herbeizuschaffen war. Deshalb ließ man bei der Feststellung der neunundneunziger Bilanz einen vereideten Bücherrevisor mitwirken. Dabei wurden einige nicht erhebliche Buchungen beanstandet. Außerdem mußte aber wiederum konstatiert werden: die Verteilung der sich auf Millionen belaufenden Zugänge auf die An- lagekonten kann, weil ausreichende Unterlagen fehlen, nicht nachgeprüft werden. Aus diesem sachverstänoigen Gut- achtcnr zog die Handelsgesellschaft zwar für sich die Lehre, datz> |ie vor der Hand keine neuen Aktien emittieren dürfe.
für geboten, den Aktionären irgend welche Mitteilung davon zu machen, so daß diese Blinden ihren Aktienbesitz für einen sicheren und die Angriffe der Konkurrenz für ungerechtfertigt halten mußten. In einem
*) Aus der „Zukunft", Verlag der Zukunft in Berlin, Friedriche traße 10.
Bericht der Berliner Börsenzeitung vom dritten August 1899 wird einem ausführlichen Referat der Rheinisch-West- älischen Zeitung über die Generalversammlung der Nauheimer Gesellschaft unter anderen auch die folgende Stelle entnommen: „Zu Punkt Eins der Tagesordnung gab der Vorsitzende des Aufsichtsrates eine Erklärung ab, nach der, infolge der Anfeindung durch die Konkurrenz, durch araei hervorragende Sachverständige und eine große Bank (also doch wohl die Berliner Handelsgesellschaft?) eine nochmalige Prüfung der für das Jahr 1898 aufgestellten Bilanz herbeigeführt worden sei und diese Expertise absolut keine Anhaltspunkte für eine Verschleierung der Bilanz ergeben habe. Einige von den Sachverständigen gemachte Vor- chläge — wegen anderer Anordnung einiger Geschäftsbücher — werde der Vorstand zwecks Durchführung in Erwägung ziehen." Wenn nun die Berliner Handelsgesell- chaft es auch nicht für notwendig hielt, freiwillig an die Aktionäre heranzutreten, so mußte doch diese Auslassung des Vorstandes sie zu einer öffentlichen Erklärung zwingen. Aber sie schwieg. Sie war allerdings rechtlich nicht ver- iflichtet, etwas mitzuteilen; aber die moralische Verpflichtung dazu lag vor. Denn ihr Name hat die Ausgabe und Einführung der Aktien gedeckt, und man kann wahrlich vom Publikum nicht verlangen, daß es so feine Unter- 'cheidungen macht wie die zwischen Emission für eigene Rechnung und in Kommission. Und das Schweigen der Handelsgesellschaft ist um so bedenklicher, als dieselbe Bank, die in Börsenzettungen mehrfach unbeanstandete Berichte über den guten Geschäftsgang von Nauheim erscheinen ließ, am neunzehnten Februar plötzlich für nötig fand, mit ihrer Wissenschaft herauszurücken. Tie bekannte Veröffentlichung — im Berliner Tageblatt — ist notorisch auf Herrn Fürstenberg, den Direktor der Berliner Handelsgesellschaft, zurückzuführen. Und da entsteht denn die für die Nauheimer Aktionäre sehr wichtige Frage: Weshalb hat die Berliner Handelsgesellschaft bis zum Februar 1901, also zwei Jahre lang, verschwiegen, was sie gewußt hat, und weshalb hat sie gerade diesen Februartag gewählt, um mit ihrer Kenntnis ans Licht zu treten? Diese Frage muß die Berliner Handelsgesellschaft ausreichend, nicht ausweichend, bt» antworten, wenn sie ihr Ansehen bewahren will.
IMS Stadt und Land.
-rachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen um werden arrgemesierr honoriert.
Gießen, 5. September 1901.
** Das Regierungsblatt veröffentlicht in Nr. 58 1. folgendes Gesetz, das Verfahren auf Grund der Vorschriften in den §§ 20 und 21 der Gewerbeordnung betreffend:
Artikel 1. In denjenigen Fällen, in welchen in bestehenden Gesetzen auf Vorschriften der Verordnung vom 1. November 1869, die Ausführung der Gewerbeordnung für den Norddeutschen Bund vom 21. Juni 1869 betreffend (Regierungsblatt Seite 865 ff.) Bezug genommen ist, sind an Stelle der letzteren die bezüglichen Bestimmungen in der Verordnung, den Vollzug der Gewerbeordnung für das Deutsche Reich in der Fassung des Abänderungsgesetzes vom 30. Juni 1900 (Reicks-Gesetzblatt Seite 321 ff.) betreffend, vom 27. September 1900 (Regierungsblatt Seite 845 ff.) in Anwendung zu bringen.
Artikel 2. Gegenwärtiges Gesetz tritt mit rückwirkender Kraft vom 1. Oktober 1900 ab in Geltung.
2. eine Bekanntmachung, die Abänderung der Telegraphenordnung für das Deutsche Reich vom 8. Juni 1897 betreffend. (Wir haben die von der bisherigen Ordnung abweichenden Bestimmungen, bereits in unserer gestrigen Nummer (1. Bl.) veröffentlicht. D. Red.)
** Schreibgebühr auf Rückfahrkarten. Die Erhebung der Schreibgebühr von 1 Mk. bei Erstattung von Fahrgeld, die seit dem 1. August bei den preußisch-hessischen Staatsbahnen angeordnet ist, scheint trotz aller berechtigten Proteste des Publikums fortgesetzt zu werden. Eine neue Verfügung des Ministeriums hierüber lautet: „Um Mißbräuchen mit den 45 Tage gütigen Rückfahrtkarten vorzubeugen, soll in Zukunft, wenn zu viel gezahlte Fahrpreise .aus Billigkeitsrücksichten erstattet werden, von bem zu erstatteten Betrage für jeden Fahrtausweis 1 Mk. als Schreibgebühr der Verwaltung ein- >ehalten werden. Beträge von 1 Mk. und darunter, die aus Billigkeitsrücksichten bisher zurückgezahlt wurden, werden überhaupt nicht mehr erstattet. Bei Erstattungen, die auf Grund gesetzlicher und reglementarischer Bestimmungen oder infolge eines Verschuldens der Eisenbahnverwaltung erfolgen, wird eine Schreibgebühr nicht erhoben."
** Porto-Ersparnis. Seit der Einführung der 10-Pfg.- Postanweisung für Beträge bis zu 5 Mk. einschließlich passiert es häufig, daß das Publikum gewissermaßen in Verlegenheit kommt. Hat Jemand eine Zahlung von netto 5 Mk. zu leisten, so würde er gern die Geschichte mit einer 10-Pfg.- Postanweisung erledigen. Nun will er aber auch die 5 Pfg. Bestellgeld mit einzahlen, um sie dem Empfänger nicht aufzubürden. Hierdurch lautet aber der Betrag ^auf 5,05 Mk., die Postanweisung kostet also 20 Pfg. Diese 10 Pfg. kann man aber ersparen, wenn man die Anweisung auf 5 Mk. ausschreibt, nicht mit 10, sondern mit 15 Pfg. frankiert und den Vermerk darauf setzt: „Frei mit Bestellgeld".
**Bauernregeln für den MonatSeptember. Ist Aegidi (1.) ein heller Tag, ich dir schönen Herbst ansag. — Jst's am ersten September hübsch rein, wird's den ganzen Monat sein. —> Septemberregen kommt Saaten und Reben gelegen. — Wie an St. Aegrdus, vier Wochen das Wetter bleiben muß. — Nach September-Gewittern wird man im Hornung vor Kälte zittern. —= So der nächste März wie der September, so der Juni wie der Dezember. — Späte Rosen im Garten lassen gelinden Winter erwarten. — Ist der Herbst sehr schön, muß man im Winter lang im Pelze geh'n. — Wie sich's Wetter um Mariä Geburt (8.) thut verhalten, so soll sich's weiter vier Wochen gestalten. —i Viel Gewitter im September, viel Schnee im März und ein reiches Kornjahr allerwärts. — Matthäi-Wetter hell und klar machet ein gutes Weipjähr, wenn Matthäus weint statt lacht, er statt Wein dann Essig macht. — So viel Reif und Schnee vor Michaelis, so viel dann nach Walpurgis. — Halten die Zugvögel lange bei uns aus, so ist auch's gute Wetter noch nicht aus. — Zu Michaelis Wind von Nord und Ost, bedeutet starken Winterftost. — Viel Eicheln im September, viel Schnee im Dezember. — Fallen diej Eicheln vor Michaelis ab, geht's mit der Wärme schnell bergab. — Warme Nächte bringen Herrenwein, bei kühlen Nächten wird er sauer sein. — Wer Korn schon um Aegidi sät, nächstes Jahr viel Frucht abmäht. — Wenn Hennen viel im Staube wühlen, ist's daß sie Sturmes Nahen fühlen. — Sieht man die Zugvögel zeitig zieh'n, bedeutet's, daß sie vor Kälte flieh'n. — Der Hopfenblüte starkwürziger Duft verkündet trockne, warme Luft. — So lange der Kibitz noch nicht weicht, ist melde Witterung angezeigt. — Ter erste
Reif bei Vollmond droht den Blattern und den Blüten Tod.- — Zieht's Eichhorn still ins Winternest, wird bald die Kälte hart und fest — Sind Michel noch die Vögel da, so rst der Winter noch nicht nah. — Scharren die Mäuse tiefi sich ein, wird ein harter Winter sein und sogar biet härter noch, bauen die Ameisen hoch. — Stehen zu Michaelis die Fische hoch, kommt viel schönes Wetter noch, —t Wenn viel Spinnen kriechen ,sie schon den Winter riechen. — Wittert's im September noch, liegt im März der Schner noch hoch. — Ein Herbst, der rein und klar, ist gut füx^ nächste Jahr. — Michaeliswein ist Herrenwein, Galluswein: ist Bauernwein (16. Oktober). — Septemberdonner prophezeit vielen Schnee zur Weihnachtszeit.
61 Schlitz. 4. Sept. In der Filialkirche zu §rau- R o m b a ch bei Schlitz sind, wie wir seinerzeit berichteten, unter dem Kalkanstrich alte Gemälde entdeckt worden, Die Gc- chichte ihrer Auffindung ist recht interessant. Der Aufstieg aus dem Schiffe zum Turme ist so eng, daß der Glöckner jedesmal mit dem Aermel einen Teil des Kalkstriches abwischte. So kamen nach und nach einige Bilderstriche zum Vorschein. Der zur Erforschung der Altertümer im Großherzogtum Hessen vom Ministerium entsandte Professor Dr. B r o n n e r aus Mainz entdeckte bei der Besichtigung der Kirche die Striche und splitterte 4—5 Qm. der Kalkschicht ab. Bei guter Beleuchtung sieht man nun ganz deutlich einige Ritter zu Pferde, die teilweise sich im Kampfe befinden, die Weisen aus dem Morgenlande und über dem Spitzbogen, der das Chor abschließt, ein Wappen. Professor Bronner wird in den nächsten Tagen wieder hier erwartet, um seine Arbeit fortzusetzen. Im nächsten Jahre soll die Kirche, em schönes Denkmal gotischer Baukimst, im Sinne dieses Stiles restauriert werden. — Frau-Rornbach ist mit seiner Beleuchtung mancher Stadt vorausgeeilt. Die Wafferkraft der Fulda benutzend, hat ein hiesiger Müller unseren Ort mit elektrischem Licht versehen. Der Preis einer Lampe beträgt jährlich 4 Mk.
Homberg a. d. £)., 1. Sept. Der Bau unserer Wasserleitung, die von Bauunternehmer Winn aus Gießen unter Leitung des Regierungsbaumeisters S ch m i cf aus Frankfurt gegen Anfang Juli begonnen wurde, schreitet rüfttg vorwärts. Die sechs Quellen find gefaßt und die Zuleitungsstränge zil dem Hochbehälter bereits gelegt. Dieser letztere, der am Hochberg auf der Westseite der Straße nach Dannenrod liegt, geht auch seiner Vollendung entgegen. Die Arbeiter sind mit dem inneren Verputz beschäftigt, sodaß dieser Behälter in etwa 8 Tagen fertiggestellt sein dürfte. Unterdeffen wird jetzt drr Hauptstrang nach der Stadt hin, der vorläufig nur bis zur Oberförsterei gelegt worden war, in den einzelnen Straßen weitergeführt. Es steht also zu erwarten, daß mit ^in Einfang November dieses für unser Städtchen so wichtige Werk dem Betriebe übergeben werden kann.
§ Schotten, 4. Sept. Vor einigen Tagen fuhr ein Schweinehändler aus B. von hier nach Hause. Der Mann hatte 1000 Mk. meist Silber, vereinnahmt, und legte das Geld in einen Kasten, der am Wagen angebracht war. Unterwegs gesellte sich ein Arbeiter aus demselben Dorfe zu ihm, der mitfuhr. In dem Orte E. wurde bei einer Wirtschaft Halt gemacht. Der Fuhrmann stieg vöm Wagen, während der Mitfahrende sitzen blieb. Zu Hause angekommen, zählte der Händler sein Geld nach, und entdeckte zu seinem Schrecken den Fehlbetrag von 58 Mk. Der Verdacht lenkte sich sofort auf den Arbeiter. In kurzem wird die Sache ihr gerichtliches Nachspiel haben.
Marburg, 4. Sept. In der reformierten Kirche wurde ein Wandgemälde freigelegt, das in weiteren Kreisen von sich reden macht. Es stellt die Mutter Gottes mit dem Jesukmd dar. Maria sitzt auf einem Stuhle, der gothische Verzierungen zeigt. Das Christkind steht neben ihr auf einem Schemel, welcher gleichfalls gothisch verziert ist; mit seiner rechten Hand hat es das Gewand auf der Brust der Maria erfaßt, in der linken Hand hält es einen Vogel, dessen Flügel ausgebreitet sind. Der anbetende Schenker, donator, kniet vor der Gruppe; das auf ihn hinweisende Spruchband hat — wahrscheinlich — den Wortlaut: Jesus Mariae filius sit nobis clemens et misericors. Der Glorienschein um den Kopf der Maria ist deutlich zu sehen, der um den Kopf des Christkindes unschwer zu erkennen. Auch die neben dem Wandgemälde befindliche größere Spitzbogenblende zeigt Reste von Gemälden, zum Teil in Farben; es sind noch Figuren zu erraten, auch rote Linien zu sehen, welche auf Architektur schließen lassen, doch verdient wohl das ganze nicht erhalten zu werden. Das Bild flammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Uebcr bem donator ist ein weißer Schwan angebracht, ber gewiß als bas Fanu- lienwappen jenes anzusprechen ist. Die geführten Ermittelungen ergaben noch keinen festen Anhalt.
Mainz, 3. Sept. Zur Aufhebung der Svnntagsfahr- karten sei aus dem am 17. Dezember 1896 von denk Staatsministerium veröffentlichten, am 23. Juni 1896 in Bingen zwischen den Bevollmächtigten des Großherzogtums Hessen und dem Königreich Preußen abgeschlossenen. Staatsvertrage über die gemeinschaftliche Verwaltung des beiderseitigen Eisenbahnbesißes nachstehender Auszug veröffentlicht, aus dem zu ekfthen ist, daß der preußische Eisenbahnminister Thielen nicht in der Lage war, eine so wichtige Tarifeinteilung, wie dies die Sonntagsfahrkarten auf .den ehemaligen Linien der Hessischen Ludwigsbahn sind, aufzuheben, ohne der Hessischen Regierung von dieser Maßregel vorher Mitteilung zu machen und deren Wünsche zu vernehmen. In dem angeregten Vertrage heißt es unter Rubrik „Betriebsverwaltung", Art. 18, Ziffer 2, wie folgt: „Für die von Hessen in die Gemeinschaft einzubringenden Bahnen werden die allgemeinen Tarifvorschriften und Tarife, welche auf den westlichen preußischen Staatsbahnen gelten — einschließlich der allgemeinen auf den preusti- schen Staatsbahnen geltenden Ausnahmetarife — emgesuhrt werden, soweit nicht zur Schonung der bestehenden Verhältnisse die zur Zeit geltenden Abweichungen des Personen- und Gepäcktarifs beibehalten werden. Im übrigen bleibt die Feststellung der Tarife der Gemeinschastsvemvaltung (nach den für die preußischen Staatsbahnen geltenden Bestimmungen) mit der Maßgabe überlassen, daß von beabsichtigten wichtigeren Tarif-Aenderungen für den Verkehr mit dem hessischen Staatsgebiet der hessischen Regierung vorher Kenntnis gegeben und etwaige Wunsche derselben hierbei thunlichst berücksichtigt werden." — Cs wäre von Interesse, zu wissen, ob die Hessische Regierung von der Aufhebung der Sonntagsfahrkarten Kenntnis erhalten und welche Stellung sie dieser Mitteilung gegenüber eingenommen hat.
wenn leine unvi .arbeit im Mai schon wird der i boffola aus itali1 Ter Bau der 5 bofiola und Ise! sind dabei über Dahn im Jahre n erden die 6roffi feit oomefjinen.
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* Turin, doß es unter A langen ist, den r orzutreiben. 6i .fei diesen 2Weit tnb 2300 auf bi
b. Achen, 3. bis Zchösiengrrichi' norden, da er Gei Stiefeln mitgegebe der Angeklagte Bei Tie Kammer nah das Geld gegeben geklagte wurde de Mädchen wegen U ist ein uneheliches Mutter. Als sie i n.ederkam, gab sie folgebeffen ein sah 2 ic Angeklagte ver tacht. Tas Genchl sitz nid)t oorliege u ftüag fangen einig M unsittliche Liü Mldig. Tas Lch ftche, wogegen sie v: Geldstrafe batei oroljung frei, da d ®ie Oicfdngnisftrai Scktzbuchs bestehe, einem hohen yeie: Mädchens gefunqe e\*ick Beigeordneter W ^" hard und £ tyutc nur eine Vubroig Weimer Erdarbeiter Geoa und Andreas Ist Mene Persäum Z". W Mordloh Rltunb daß da.
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