Ausgabe 
6.3.1901 Zweites Blatt
 
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Telegramm des Gießener Anzeiger-.

Shanghai, 4. März. 6 vor Anker liegende Dampfer gehen heute qb, nachdem die Häfen im Norden wieder .eisfrei sind. Die Häfen waren in diesem Jahre bei weitem nicht so lange gesperrt, als in früheren Jahren.

China bleiben, um Garantien für die Zukunft zu erlangen. Man frage, ob eine große Expedition gegen China vorbereitet werde. Eine solche Expedition würde eine vorherige Ver­ständigung voraussetzen. Es sei aber keine derartige Ex­pedition geplant worden. Freilich könne die Regierung nicht erklären, daß sie eine solche Expedition nicht unternehmen werde. Sie könne nur versichern, daß sie ohne ernste Gründe, welche die Kammer erist- zu beurteilen haben werde, sich nicht daran beteiligen werde. (Beifall.) China habe ein Interesse daran, Genugthuung zu leisten, um die Räumung seines Gebietes seitens'der fremden Truppen zu beschleunigen. Frankreich habe in loyaler Weise an der Wiederherstellung der Ordnung in China mitgearbeitet und habe kein anderes Ziel verfolgt, als dafür Sorge zu tragen, daß die end- giltige Regelung der Angelegenheit nicht seinen Interessen zuwiderlaufe. Telcassee schließt mit den Worten, die Kammer könne über die von der Regierung in China gefolgte Politik beruhigt sein, eine Politik, die Frankreich neue Ehren ein­kragen werde. (Beifall.) Damit ist der Zwischenfall erledigt.

Deutsches Reich.

Berlin, 4. März. Aus Wilhelmshafen wird ge­meldet : Nach Ankunft auf dem LinienschiffeKaiser Wilhelm II." schritt der Kaiser die Front der Ehrenkompagnie ab und begrüßte die Offiziere und Mannschaften. Der Kaiser ver­weilte bis W/a Uhr an Bord des Schiffes und begab fich dann mit dem Prinzen Heinrich nach dem Exerzierschuppen, wo die Rekrutenvereidigung stattfand. In den Straßen, die der Kaiser pasfierte, bildeten Marinetruppen Spalier, die bei der Vorüberfahrt des Kaisers Hurrahruse auSbrachten. Bei der Vereidigung amtierten die Marineoberpfarrer Goedel und Wiesemanu. Nach der Vereidigung hielt der Kaiser eine Ansprache an die Mannschaften, worauf Kontre- admiral Frantzius das Kaiserhoch ausbrachte. Der Kaiser nahm sodann persönliche Meldungen entgegen. Nach der Rekrutenvereidigung begab sich der Kaiser zur Werft und besichtigte im Geschützlagerhaus die erbeuteten China­geschütze. Er ließ sich hierauf in der Maschinenbauwerk­statt vom Maschinenbaudirektor Aßmann die Maschine des Linienschiffes Wittelsbach, die Baumeister Reitz in Betrieb setzte, in allen Gangarten vorführen. Sodann wurden die Kessel der Wittelsbach und die Panzerung dieses Neubaues besichtigt. Der Kaiser war von Prinz Heinrich und Admiral Tirpitz begleitet. Nach der Besichtigung auf der Werft wurde im Marinekasino daS Frühstück eingenommen, wozu die Admirale und Adjutanten, sowie die Offiziere der vereidigten Truppenteile, die Marineoberpfarrer Goedel und Wiesemann und die zur Ausbildung der Marineteile kommandierten Offiziere der Armee geladen waren. Die Tafelmusik stellte daS Mufikkorps der zweiten Matrosendivision. Nach dem Frühstück nahm der Kaiser auf dem Torpedobootplatz die Parade über die 800 Mann starken Stammkompagnien des 3. Seebataillons ab, die am 7. ds. mit dem Dampfer Andalusia" die Reise nach Tsingtau antreten werden. Se. Majestät hielt an die Truppen eine Ansprache, er­innerte sie an die Waffenthaten der Kameraden in China, ermahnte sie zur Nachahmung, und sprach die Hoffnung aus, daß sie als deutsche Soldaten opfermutig ihre Pflicht thun würden, wie es die deutschen Truppen in Ostasien gethan hätten. Nachdem Hauptmann Mauwe sodann das Hoch auf den Kaiser ausgebracht hatte, begab sich der Kaiser an Bord deSKaiser Wilhelm II." Heute um Mitternacht trat er die Reise nach Helgoland an und begiebt sich morgen nachmittag von dort nach Bremerhafen.

Der Kaiser nahm gestern die Meldung des aus China zurückgekehrten Generalmajors v. Höpfner entgegen.

Den Abendblättern zufolge ging dem Bundes rat ein Entwurf von Bestimmungen, betreffend die Zulassung von Ausnahmen auf Grund des § 105 e Abs. 1 der Ge­werbeordnung (gewerbliche Sonntagsruhe), zu.

Es heißt, daß in diesen Tagen die Ernennung des Generalmajors v. Liebert zum Generalleutnant erfolgen und er dann eine Division erhalten werde, v. Liebert ist bereits seit dem 20. Juli 1897g Generalmajor, und Osfi ziere, die daS Generalmajorspatent von demselben Datum haben, sollen bereits eine Division kommandieren. Liebert ist am 6. August 1866 Offizier geworden, und hat als Oberst, zu welcher Charge er am 14. Mai 1894 aufrückte, daS 12. Infanterie-Regiment in Frankfurt a. d. O. komman­diert. Cs hieß damals, daß Li Hung-Tschang ihn als Ober- Instruktor für China engagieren wollte, in der letzten Minute zerschlug sich aber dieses Engagement mit dem chinesischen Bizekönig.

Die Ausschmückungskommission des Reichs tag es hat als künstlerische Beiräte zu ihren Beratungen den w m°r &ct Museen, Geheimrat Schöne, den Direktor . k 0"algallerie, v. Oettinger, den Maler Grafen Harrach und d-n Baurat H-Yden zuqezogen. Sie bat beschlossen, im T e tQt4Jaa? nur da« Mittelfeld der Decke auSmaleu zu »^^kb?tübeLnr11 bem Maler Schuster-Woldau, München,

® « «°n ®i6mQr<I uud Moltke sollen in

der Wandelhalle aufgestellt werden.

, . Garantteverlraft mit dem Bankkonsortium (DiS kntogesellschast und Deutsche Bank) für die ostasrikanif-be 8?0n Dar.°S.Salam.Mr°gr° ist d-'r Bnd.-t Korn Mission zur Kenntnis Mitgeteilt worden. Da, Grundkavital für di- Bank ist aus 24 Millionen Mk. festgesetzt, die mit 3 Prozent Dom Reich verzinst und vermittelst jährlicher Zahlungen (ZinS uud Amortisation) von 815,113 Mk. zu 120 durch Auslosung getilgt werden sollen. Nach der Regierungg Vorlage sollte die Bahn 15 Millionen Mark kosten, die mit Zl/, Prozent zu verzinsen 525,000 Mark beanspruchea würden.

Im preuß. Abgeordnetenhause erkannte bei Beratung des Kultusetats Abg. Dr. Bachem (Ctr.) an, daß die Verhältnisse in Preußen für die Katho­liken sich sehr gebessert haben, und rät in der Polen­frage zu einer Vermittlung auf der Basis, daß die Regierung die Hakatiften abschütrelt, und die Polen die ex tremnationale Richtung in ihren Reihen zum Schweigen zu bringen Minister Dr. Studt spricht seine Freude über den versöhnlichen Ton aus, in dem der Abg. Bachem ge­sprochen und erklärt, daß die Ausführungen desselben zum Ausgangspunkt einer Verständigung in manchen Streitfragen diene« könnten. Auf die Bemerkung des Abg. Dr. Sattler (natL), seine Partei werde nicht zulaffen, daß an den Grund Pfeilern der kirchenpolitischen Gesetze gerüttelt werde, erwidert der Minister, die Befürchtung, daß er eine allgemeine Revi­sion der kirchenpolitischen Gesetze beabsichtige, sei völlig un­begründet. Auf die Ausführungen des Abg. Glowatzki, der daSAnwachsen der sozialdemokratischen Stimmen auf das Fehlen des polnischen Religionsunter­richts zurückführen will, erwidert der Minister, Schuld an den Zuständen sei die aggressive Nation alp olnifche Agitation, die von Lemberg ausgegangen sei, und die Sozialdemokratie nach sich gezogen habe, ihr sei also auch das Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen zuzu­schreiben.

DieSchles. Ztg." erzählt folgendes seltsame Er­lebnis eines in Rußland reisenden Kaufmanns: Er hatte sich 440 Cigarren auf die Reise mitgenommen und sie an der Grenze zur Verzollung vorgelegt. Nach dem russi­schen Steuersatz hätte der Zoll etwa 39 Silberrubel betragen dies bei höchster Rechnung. So wurde auch gerechnet, dazu aber noch ein Zuschlag von 50 Prozent verlangt, so­daß die Steuer auf 59 Rubel und einige Kopeken kam. Der Kaufmann fragte nach dem Grunde. Die Antwort lautete einfach:China-Zuschlag!"

Kiel, 4. März. Heute nachmittag erfolgte die feierliche Ueberführung der bei dem Sturm auf die Takuforts ge- ührten deutschen Kriegs flagge und erbeuteten chine- ischen Fahne vom Bahnhof nach dem Marinemuseum mrch eine Kompagnie der 1. Matrosendivision unter Vor­antritt des Musikkorps.

Stuttgart, 4. März. Die vom Vorsitzenden des Ver­eins süddeutscher Baumwollindustrieller auf heute hier einberufene Weberversammlung war von 35 Firmen mit zusammen 29 000 Webftühlen besucht. Zunächst wurde konstatiert, daß die Arbeitseinschränkung bei diesen Firmen zur Zeit ca. 13 Prozent gleich 3800 Webstühle beträgt. Es wurde einstimmig beschlossen, eine Einschränkung auf min­destens 25 Prozent eintreten zu laffen und vorerst während des ganzen 2. Quartals aufrecht zu erhalten. Danach sollen )ie anderen Webereien Süddeutschlands sowie die übrigen Webervereinigungen von ganz Deutschland zum Anschluß auf­gefordert werden.

Ausland.

Paris, 4. März. In der Kammer kritisierte der Antisemit Firmin Faure die Verhandlung und Verurteilung Terouledes vor dem Staatsgericht unter den heftigsten Ausfällen gegen die Senatoren. Deschanel ruft den Redner wiederholt zur Ordnung. Faure zieht seine Schimpfereien zurück, fährt aber noch, heftiger fort. Die Kammer ist Viertelstungen lang der Schauplatz eines wüsten, beu­le n d e n S t u r m e s, dal die Rechte jedes Wort des Reoners renetisch beklatscht, während die Linke wütet. Dieses Schau- piel dauert bereits nahezu zwei Stunden, als Faure, das Ministerium angreifend, Waldeck-Rousseau einenHenker" nennt. Unter erneutem Lärm beschließt das Haus auf Antrag Deschanels die Zensur. Der Wiedereröffnung der Sitzung folgt noch eine lange Reihe stürmischer Abstimm­ungsmotivierungen. Darauf wird das Mandat Derou- 1 e b e S mit 352 gegen 117 Stimmen für erloschen er­klärt, ebenso das Mandat Marcel H ab e r ts mit 347 gegen 132 Stimmen.

Rom, 4. März. Am 23. Februar wurde in Genua der mit dem DampferCitta di Torino" aus Rio de Janeiro ankommende 33jährige Dionisio Laveccia aus der Pro­vinz Foggio verhaftet. Zwei andere sich als Anarchisten bekennende Italiener in Rio de Janeiro hatten angegeben, er sei zur Ausführung eines Anschlags gegen den König Viktor Emanuel bestimmt, und zwar solle der Quirinal durch Dynamit in die Luft gesprengt werden. Be­denken gegen die Wahrheit der Angabe erregte alsbald der Umstand, daß Laveccia Brasilien nicht freiwillig verlassen hat, sondern ausgewiesen worden ist. Jetzt erklärt ein anderes Blatt, daß die Nachricht über ein anarchistisches Komplott gegen den König eine Fabel sei. Laveccia wurde allerdings aus Vorsicht in Genua verhaftet und nach seinem Heimatsort Candela (Apulien) geschickt, dort aber freigelassen.

Wien, 4. März. Das Herrenhaus genehmigte den Staatsvertrag vom 30. Dezember 1899 zwischen Oesterreich-Ungarn und dem Deutschen Reiche betreffend den gegenseitigen Schutz von Werken der Kunst, der Litteratur und der Photographie.

B u d a p e st, 4. März. Infolge einer an das Präsidium des Abgeordnetenhauses gelangten anonymen Zuschrift, daß die Arbeitslosen ein Attentat aufdas Abgeord­netenhaus planen, wird das Gebäude ständig bewacht.

Sofia, 4. März. Das neue Kabinet ist gebildet. Karawelow übernimmt das Präsidium und die Finanzen. Er war der letzte Ministerpräsident Alexanders von Battenberg, und ist nun nach 15 Jahren oppositionellen Strebens wieder zur Macht gelangt. Unvergessen bleibt eine zweideutige, unmännliche und treulose .Haltung gegen­über dem ersten Staatsoberhaupte des neuerstandenen bul­garischen Fürstentums. Doch er war nicht schlechter als Tausende seiner Landsleute, als die vielen anderen Poli­tiker, denen Alexander von Battenberg zu seinem Unheil vertraut hat, und vornehmlich als die Offiziere, die, nach­dem der Fürst sie zum Siege geführt hatte, ihre Degen schamlos gegen ihn richteten. Karmvelow war und ist Russen- freund mit Leib und Seele. In der äußeren Politik g^ht er unbedingt durch Dick und Dünn mit den Russen. Hierin ^bgt die Erklärung für den von ihm an Alexander von Battenberg verübten Verrat.

Schwurgericht.

P. G i e ß e n, 5. März.

Tie zweite Verhandlung unter Vorsitz des Landgerichts» rats Tr. Schäfer richtet sich gegen die Angeklagten Friedr. Walter, Lorenz Hahn und Hermann Leschhorn aus Obbornhofen wegen Körperverletzung mit tät­lich e m E r f o l g. Die Anklagebehörde vertritt Staatsanwalt Zimmermann. Als Verteidiger fungieren für Walter der Rechts an walt Mendelsohn, für Hahn der Rechtsanwalt Engisch und für Leschhorn' Rechts- anwalt Katz. Für die Verhandlung sind zwei Tage angesetzt. Es sind sechsundzwanzig Zeugen und drei Sachverständige geladen. Auf der Geschworenenbank sitzen die Herren: Christian Jochem, Wilhelm Nos, August Frees, Konrad Roth, Friedr. Leonh. Bender, Anton Schmidt, Hein- Schutt II., Karl Friedr. Lauckert, Wilhelm Thaler, Joh. Wilh. Wittich, Konrad Schäfer IV., Karl Pausch

Der Viehschweizer Mohr wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1900 von den Angeklagten überfallen und körperlich verletzt. An den Folgen der Verwundung ist er alsbald gestorben. Walter ist Arbeiter und im 18.Lebens- jahre, bisher unbestraft, Hahn ist 19 Jahre alt, Maurer^ ebenfalls nicht bestraft, Leschhorn 27 Jahre alt, Metzger, wegen Sachbeschädigung vorbestraft. Er soll dem Mohr den tätlichen Schlag versetzt haben. Als erster Zeuge wird Bürgermeister Leschhorn, ein Verwandter des Angeklagten, vernommen. Er wurde am andern Morgen zu der Leiche gerufen, und nahm die erste Vernehmung vor. Er macht darüber seine Mitteilungen. Der Zeuge Brettschneider schildert den Vorgang wie folgt: Des Abends nach der Arbeit seien in seine Wohnung die Mädchen und drei Schweizer zusammen gewesen, waren lustig, plaudernd und zechend. Er (der Zeuge) habe sich über die Fröhlichkeit der Jugend gefreut und das Vergnügen nicht stören wollen, deshalb sei er in das benachbarte Wirtshaus gegangen. Kurz vor 12. Uhr sei er wieder in seine Wohnung zurück- gekehrt, wo die jungen Leute fröhlich sangen. Er habe sie daran erinnert, daß es bald 12 Uhr sei, und Schluß gemacht werden müßte. AUe Anwesenden baten in Anbetracht der Gemütlichkeit den Zeugen, nicht zu streng zu sein; wenn kein Bier mehr da sei, wolle man zur Ruhe gehen. Gegen 1 Uhr erschienen plötzlich die Angeklagten unaufgefordert in der Spinnstube, und thaten, als ob ihnen das Bier gehöre. Als die anwesenden Schweizer sich dies verbaten, kam es zum Handgemenge. (Die Verhandlung dauert fort.)

Aus Stadt und Sand.

Gießen, den 5. März 1901.

** Neuregelung des Hessischen Landtags­wahlrechts. Aus den heutigen Verhandlungen der Zweiten Kammer geht uns die telephonische Nachricht Hu: Es wurde beschlossen: 1) Erste Kammer. Außer den bisherigen Mitgliedern wird ein Mitglied des großen Senats der technischen Hochschule berufen; von den drei größten Städten mit Städte-Ordnung werden die Bürgermeister durch den Großherzog berufen. 2) Zweite Kammer. Die Städte Mainz und Darmstadt erhalten je drei Abgeordnete (bisher zwei); Offenbach, Worms und Gießen erhalten je zwei Abgeordnete (bisher einen). ES wird allgemeine direkte Wahl mit geheimer Abstimmung festgesetzt. Nach den neuen Bestimmungen besteht der Land­tag aus 55 Abgeordneten (bisher 50). Eine Wahlpflicht ist nicht vorgeschrieben. Stimmberechtigt sind alle diejenigen, welche zu Anfang des Jahres ihre Staats- und Gemeinde­steuer bezahlt haben. Die Wahl findet auf sechs Jahre statt, alle drei Jahre Neuwahl. Im ersten Jahre scheiden 28, im nächsten 27 Mitglieder aus.

* Hessische Laudeslotterie. In der heute stattgehabten Ziehung fielen 1 Gewinn A 30 000 Mk. auf Nr. 34 646. 1 A 10 000 Mk. auf Nr. 3140. 1 A 5000 Mk. auf Nr. 14 883. - 1 A 3000 Mk. auf Nr. 7823. 2 A 1000 Mk. auf Nr. 24 901, 31 290. 3 A 500 Mk. auf Nr. 2958, 24 594, 25 169. 5 A 300 Mk. auf Nr. 569, 6668, 36 411, 39 466, 42 851. 10 A 250 Mk. auf Nr. 13 187, 13 306, 14 234, 14 617, 25 167, 27 049, 27 496, 33 080, 35 357, 44 550. - 15 A 200 Mk. auf Nr. 858, 3345, 3496, 4680, 13915, 14892, 17 605, 19790, 21 123, 25 744, 26 011, 31211, 31 944, 34 805, 44 427. (Ohne Gewähr).

** Aus dem Bureau des Stadttheaters schreibt man unfl: Als volkstümliche Vorstellung zu kleinen Preisen geht am Mittwoch das der älteren Lilteraturepoche angehörende Lust­spiel Franz und Paul von SchönthansDer Raub der Sabine rinn en" in Szene. Die prächtigen urkomischen Situationen dieses Stückes find so wirksam, daß sie immer wieder gern gesehen werden. DerRaub der Sabinerinneu- dürste keinem Theaterbesucher unbekannt sein. Die drastisch, komische Rolle des Theaterdirektors Striese liegt in Herrn Direktor Helms bewährten Händen. Auch die Übrigen Rollen sind paffend besetzt.

Die Vertreterfihuug des SteuographeuverbaudeS Main- Rheiugau, die am Sonntag in Frankfurt a. M. stattfand, wählte für das Jahr 1901 den Gabelsberger Stenographen- Verein Gießen zum Vorort.

* Der 80. Geburtstag des Priuzregenten Luitpold von Bayern am 12. ds. Mts. wird auch in Gießen nicht ohne Feierlichkeit vorübergehen. Wie wir hören, ist aus aka- oernischen Kreisen die Anregung zur Veranstaltung eines Kommerses hervorgegangen. Der große Saal des CafS Ebel ist bereits dazu gemietet worden und die Bildung eines Komitees steht bevor, das seine Einladungen auch an die Zpitzen der hiesigen Behörden ergehen lassen wird. E^ soll eine Feierlichkeit in engerem, doch nicht ausschließlich akademischem Kreise werden. Vorbereitungen dazu werden getroffen. Anmeldungen zur Teilnahme an dem KommerS nimmt Herr Univ.Profeffor Dr. Preusse entgegen. Außer, dem liegen Listen zur Einzeichuung der Teilnahme im Casö Ebel aus. Ts dürfte diesen und jenen interessieren, wie sich die Feierlichkeiten in München abspielen werden. DaS Programm der Festlichkeiten der Stadtgemeinde München