ringer L zu Grünberg. Sief), zugleich für Holzheim, Grunin gen, Steinbach, Albach, Ettingshausen, Ober-Bessingen, Nonnenrod, Hungen, Langd, Rabertshausen, Steinheim, Utphe, Obbornhofen, Muschenheim, Ober-Hörgern, Eberstadt, für das Küfer-, Sattler- und Tapezier-, Schlosser- und Schmiede-, Schneider-, Schreiner-, Spengler- und Installateure-, Weißbinder- und Zimmerergewerbe. Vorsitzender: Glasermeister Ludwig Scherfs zu Lich, Stellvertreter: Schreinermeister Heinrich Reger zu Lich. Lollar, zugleich für Staufenberg, Mainzlar, Trais a. d. Lda., Daubringen und Ruttersyau,en, für das Maurer-, Metzger-, Schlosser- und Schmiede-, Schneider-, Schreiner-, Schuhmacher- und Spengler-Gewerbe. Vorsitzender: Schreinermeister Heinrich Rohrbach IV., zu Lollar, Stellvertreter: Zimnicrmeister Balthasar Nuhn zu Lollar. Londorf, zugleich für Allendorf, Rud- dingshausen, Weitershain, Geilshausen, Allertshausen und Climbach, für das Schlosser- und Schmiede-, Schreiner-, Schuhmacher-, Spengler- und Installateur-, Wagner- und Weißbindergewerbe. Vorsitzender: Schreinerrncister Hrch. Winkelhaus zu Londorf, Stellvertreter: Steinbildhauer Wilh. Schnecker zu Londorf.
** Monats-Bericht der Arbeiter-Kolonie Neu-Ulrichstein. Ende Oktober befanden sich auf der Kolonie stellen- resp. arbeitslos 70 Mann. Seit dem Bestehen wurden Personen ausgenommen 4053 und entlassen 3983, der Bestand am 1. Oktober betrug 44, dazu kamen 40, während 14 wcggingen. Auf eigenen Wunsch wurden 14 entlassen.
§ Butzbach, 3. Nov. Heute Nachmittag hielt Reallehrcr Kahl von Darmstadt im Gasthaus zum Löwen einen gut besuchten Vortrag über „Schutz und Sicherung der Bauhandwerker gegen den Bauschwindel."
i. Laubach, 3. Nov. Eine größere Anzahl Christlich- Sozialer hatte sich dieser Tage im „Solmser Hof" zur Besprechung von Partcifragen zusammengefunden. Zunächst wurden zwei Herren zu Delegierten für den Barmener Parteitag gewählt. Sodann . wählte man Fabrikant Röm Held von der Friedrichshütte zum Vorsitzenden für. Oberhessen und Pfarrer Fritsch zum Stellvertreter. Den Delegierten zum Parteitage wurden verschiedene Instruktionen mitgegeben. Hauptsächlich schloß man sich den Ausführungen des Dr. Vogel an, daß das Recht der agrarischen Interessen auf besondere Berücksichtigung bei den Zöllen stark betont werde, da in der Weiterentwickelung Deutschlands zum Industriestaat eine große Gefahr für das Vaterland liege. Bezüglich des Parteiblattes „Das Volk" wurde von einer Vergrößerung abgesehen, aber die Anstellung eines geeigneten Redakteurs und überhaupt die innere Förderung des Blattes als dringend nötig erklärt.
8. Muschenheim, 3. Nov. Bei der Beigeordneten- wahl am vorigen Freitag wurde der Direktor des hiesigen Bauernvereins, Heinrich Eifer, mit 69 Stimmen gewählt. Der Gegcnkandat, Sparkassenrechner Konrad Reif, erhielt 35 Stimmen. 40 Stimmberechtigte machten von ihrem Wahlrechte keinen Gebrauch.
Vermischte-,.
*WieStettenheim-WippcheneinEhemann wurde. Der jetzt 70jährige liebenswürdige Humorist Stettenheim hat sich echt Stettenheimisch verheiratet. Er schrieb für den „Freischütz", ein Hamburger Blatt, Theaterkritiken imb hatte eines Tages eine sehr schöne, aber nicht ebenso begabte Schauspielerin, eine junge Wienerin, Fräul. Schweitzer, getadelt. „Gefalle ich Ihnen denn gar nicht?" fragte ihn die junge Künstlerin gekränkt. „Oh, Sie gefallen mir ganz außerordentlich", erwiderte Stettenheim, „aber mehr zum Heiraten als zum Komödiespielen." „Nun, so heiraten Sie mich", entgegnet schlagfertig Frl. Schweitzer. „Aber gern!" ruft verblüfft und doch sehr vergnügt Stettenheim, und so hatte er sich denn verlobt, weil er sich vorher — vertadelt hatte. Er hat dieses merkwürdige Ergebnis der Theater-Kritik niemals bereut.
* Gelsenkirchen, 2. Nov- In den letzten acht Tagen sind im Stadt- und Landkreise 25 Personen an Typhus gestorben, 165 wurden als genesen entlassen. Gegenwärtig werden noch 1363 Cdranfungen gezählt, 34 mehr wie Ende der lq;ten Woche. In den letzten Tagen haben sich die Fälle der Neuerkrankungen stark verringert.
* Ein Pistolenduell zwischen einem Poli- zeiossizier und einem Studenten hat, wie wir bereits am Samstag kurz meldeten, in der Tegeler Forst bei Berlin stattgefunden und nach einem einmaligen Kugelwechsel einen unblutigen Verlauf genommen. Den Anlaß zu der Herausforderung gab ein Streit, der zwischen dem Polizeileutnant Sydow und dem stud. pharm- Zimmermann in der Nacht zum letzten Mittwoch in einem Restaurant ausgebrochen war. Dort verkehrten feit langem der jungverheiratete Polizeileutnant S. und der ihm früher befreundet gODCiene Student Z. Als Z- zu vorgerückter Nacht- jhnibc zufällig an dem Tische vorbeiging, an dem S. mit mehreren Herren saß, rief der letztere: „Kellner, ein Bier!" Diesen Ausruf glaubte Z. auf sich beziehen zu^sollen und stellte S. in schroffer Form zur Rede- Obgleich S. entschieden bestritt, daß er durch irgend eine Anzüglichkeit Z. habe verletzen wollen, wurde der letztere immer heftiger und vergriff sich thätlich an S. Daraufhin sah sich dieser gezwungen, Z. zu fordern- Am nächsten Morgen erstattete er seiner vorgesetzten Behörde von dem peinlichen Vorgang Meldung; gleicyzeitig unterbreitete S. als Offizier des Be- urlaubtenstandes die Angelegenheit dem Ehrenrat des zuständigen Landwehroffizierkorps.
* Paris, 3. Nov- Der Ort St. Genes-Champanelle wurde gestern durch eine Feuersbrunst heimgesucht. Sechszehn Wohnhäuser wurden eingeäschert; die Einwohner konnten nur ihr nacktes Leben retten. Auch die Ernte ist vernichtet.
* Antwerpen, 3. Nov- Unbekannte legten in der vergangenen Nacht fünf große Holzblöcke auf die Eisenbahnschienen der Linie Antwerpen-Tournout, wodurch der um Mitternacht abfahrende Personenzug, in welchem sich zahlreiche Passagiere befanden, entgleiste. Der Maschinist wurde schwer verletzt und verstarb auf dem Wege nach dem Hospital. Mehrere Passagiere haben leichte Verwundungen davongetragen. Der Zug wurde vollständig zertrümmert.
* Lüttich, 2. Nov- Großes Aufsehen erregt hier das Verschwinden eines Börsenmaklers. Derselbe hinterläßt Schulden in Höhe von 600000 Franks. Kleinere Handelsleute sind in Mitleidenschaft gezogen.
* Triest, 2. Nov- Infolge einer heftigen Bora ist ein Arbeiter der Lloydgesellfchaft von dem Dampfer „Tyrol", der gegen feine Barke stieß, ins Meer geschleudert worden und war sofort tot.
* Nischni Nowgorod, 2. Nov- Gestern herrschte hier 10 Grad Kälte. Aus der Wolga bis Puetschesch ist Eisgang. Trotzdem sind Passagierschiffe nordwärts bis Puetschesch und südwärts bis Jsad auf der Oka bis Kasimow abgegangen.
* Ein verfehltes Leben. Aus Pest berichtet man: Kürzlich wurde die freiwillige Rettungsgefellschaft berufen, wo ein älterer, defekt gekleideter Mann bewußtlos zufammengebrochen war. Aus feiner tiefen Ohnmacht, die durch Entkräftung herbeigeführt war, erwachend, gab der Mann an, daß er Dr. Albert K- heiße, 56 Jahre alt und seiner Zeit Privatdozent an der Grazer Universität gewesen fei. Ein Nervenleiden habe ihn 1886 gezwungen, des Lehrstuhls zu entsagen. Dann sei er nach Pch zu Verwandten seiner Frau gekommen, und habe bei einer Zeitung als Korrektor Beschäftigung gefunden. In letzter Zeit fei jedoch fein altes Leiden mit erneuter Kraft wieder aufgetreten. „Ich konnte nicht mehr arbeiten", sagte der Bedauernswerte, „und mußte die öffentliche Mild- thätigkeit in Anspruch nehmen. Ich sank immer tiefer und suchte im Branntwein Vergessen. Seit zwei Tagen habe ich nichts Warmes gegessen; meine Wohnung besteht aus einer Küche, einem Strohsack, einem Tisch und einer Bank. Hier hat meine arme Familie die letzte Zuflucht gefunden."
Die Funktionäre der Rettungsgesellschaft labten den Bedauernswerten, händigten ihm einen kleinen Geldbetrag ein und brachten ihn in jeine - Wohnung?
-ZttMterliemegnng.
Cardiff, 2. Vcov. Tie dem gemischten Komitee zur Beratung der gleitenden Lohnskala anqehörenden Arbcilcrverlreter hielten heute unter dem Barsch von Bruce, dem Vizepräsidenten des Berg- arbeiteroerbandes von Südwales, eine besondere Sitzung ab. Die Verhandlungen werden geheim gehalten, doch verlautet, daß be- schlossen worden sei, für kommenden Mittwoch eine nochmalige 'Jhcberlcgung d c r Arbeit in allen Minen von Süd- wales und Monmouthshire zum Zweck der Aufrechterhaltung der Kohlenpreise anzuordnen.
Brest, 3. Nov. Die vereinigten Hafenarbeiter nahmen heute in einer von 3500 Mann besuchten Versammlung eine Tagesordnung an, worin beschlossen wurde, für den Gencralaus- sl and cimiitiTicn, nm die Forderung Oer Arbeiter durchzusetzen.
Theater, Kunst und Wissenschaft.
Chcrsou, 2. Nov. In der Nähe des Dorfes Stavre (Bezirk Ananien) wurde in einer tiefen Schlucht ein sehr großes Tierskelett vorgefunden. Ein Teil des Unterkiefers, Knochen der Extremitäten sowie ein Zahn wurden dem hiesigen archäologische Museum übergeben. Nach dem Zahne zu urteilen, gehören die Ueberresle einem Mastodon Ohiotic um siveBorsoni an.
Christiana, 3. Nov. Wie Astenposten - mitteilt, wird eine neue norwegische Polar expedition zur Bestimmung des magnetischen Nordpoles vorbereitet. Zum Leiter der Expedition ist der 9lorroeger Amundsen, der ehemalige erste Schiffsoffizier Gerlaches, ausersehen.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Märkte.
Grüuberg, 2. November. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 16.50 bis 16.60 fUlL, Korn 00.00 bis 00.00 Mk., Gerste 12.00 brs 13.00 Mk., Hafer 13.00 bis 14,00 SDit, Erbsen 16.00 bis 00.00 Mk., Linsen 28.00 Mk., Lein 00.00 Mk^ Wicken 00.00 Mk., Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 3.90 bis 0.00 Mk.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Montag den 4. November, abends 8 Uhr, Bibelftunde im Konfirmandensaal b^r .Jahapnxskjrche. Hebräerbrief Kap. 12, von Vers 14 an. Das Streben nach Eintracht und Heiligung als Pflicht des Neuen Bundes. . Pfarrer Dr. Naumann.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
November
Barometer aus 0° reduziert
-E < £
iti-
1- g
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
5 8
D S
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2.
2“
759,8
+10,5
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49
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2
Sonnenschein
2.
925
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80
NE.
1
sternh. Himmel
3.
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101
NE.
4
Nebel
3.
2 25
758,1
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89
NE.
2
Sonnenschein
3.
9“
757,5
—
0,7
4,5
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NE.
2
sternh. Himmel
4.
725
757,3
—
2,8
3,7
100
N.
2
Nebel
Höchste Temperatur am 1. bis 2. Nov. + 10,8° C.
Niedrigste „ „ 1. , 2. „ — 0,7° C.
Höchste „ „ 2. , 3. , + 3,2° C.
Niedrigste „ „ 2. „ 3. „ — 1,9° C.
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Für das Alter
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2-3 Jahre
3-4 Jahre
4-5
Jahre
5-6 Jahre
6-7 Jahre
7-8 Jahre
9-10 Jahre
10—12 Jahre
12-14 Jahre
Damen- Grösse
Damen- Grösse
Haltbare Qual.
Reine Wolle
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35
Pfg.
45
Pfg.
55
Pfg.
65
Pfg.
75
Pfg.
85
Pfg.
95
Pfg.
105
Pfg-
115
Pffl.
115 pfg.
125
Pfg.
Prima Qual.
Reine Wolle
50
Pffl.
65
Pfg.
75
Pfg.
85
PfQ.
100
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150
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165
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180
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Extra Qual.
Reine Wolle
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