Ausgabe 
5.7.1901 Zweites Blatt
 
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Der Gardist Otto

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Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft, zu Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes und Aberkennung der bürgerlichen Ehren- rechte A^Jahre.^ Sachen der Jagdscheine hat das Kam. mergericht eine eigenartige Entscheidung getroffen. Em Säget aus -toefi- falen wurde von einem Gendarmen aufgefordert, fernen Jagdschein vorzu- zeiaen. Dieses Verlangen lehnte der Jäger rundweg ab und wurde nun vom Schöffengericht zu 10 Mk. Geldstrafe verurteflt. Die Strafkammer bestätigte das Urteil, aber der Nimrod ging bis zum Kammergericht in Berlin. Dieses hob das Urteil auf, weil das jetzt Mige Gesetz lediglich verlangt, daß man bei Ausübung der Jagd fernen Jagdschem Bet sich führe. Von der Verpflichtung, ihn vorzuzeig.n, steht nichts tm Gesetz. Die Konsequenz dieser Entscheidung ist die daß der Gendarm nur fragen N K Io» «WS

®e9C'n8dMie,em3!f3u "İ- '«bg-biN-°- N-I.nlpitz-. W gm aefSbrltcher Körperverletzung war am 18. März von der Strafkammer in Koöurg der Kutscher E. unter Annahme mildernder UmNande zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Am 2. Dezember o. IS fuhr E. zwei Personen rach Ohrdruff zurück. Er war etwas an­getrunken und schlug das Pferd, fodaß es in Galopp Seine beiden Fahrgäste machten ihm deshalb Vorhalten, reizten ihn aber da­durch nur zu anzüglichen Redensarten. Der Fahrgast O. packte schlietz. lich den vor ihm auf dem Kutscherplatze fitzenden E. und zog ihn rückwärts über die Bocklehne, um ihn zu schlagen. Da E. die Hände, mit denen er die Zügel halten mußte, nicht frei hatte, so schnappte er, wie es im Urteile heißt, mit den Zähnen noch oben und btß dem O. di« Nasenspitze ab. Auf der redjtin Seite ist dte Nase wieder ver. wachsen, auf der linken aber fehlt ein Stück, wodurch eine dauernde Entstellung des O. eingetreten ist. Das Urteil erklärte die von E. gewählte Art der Verteidigung für nicht geboten; E. hätte umsomehr diese Abwehr vermeiden können, weil er gewußt habe, daß noch eine dritte Person auf dem Wagen sich befand, die sicherlich eine erhebliche Mißhandlung des Angeklagten verhindert haben würde. Auf die Re« Vision d-S Angeklagten hob daß Reichsgericht d»S Ihtetl auf und oen w^s die Sache an dte Strafkammer zurück. Uuzutnffend sei dte Ausführung, daß der Angeklagte darauf habe rechnen können, der andere Fahrgast werde jedenfalls eine erheblich« Mißhandlung des Angeklagten verhindern. Damit sei der Begriff der Notwehr verkannt, denn niemand brauche zu warten, bi» er mißhandelt werde oder gar erheblich verletzt, ehe er sich verteidigen dürfe. Endlich sei auch rechts, irrtümlich die Frage, ob der Angtk agie etwa au« Furcht oder Schrecken die Grenze der Notwehr überschritten habe, von der Strafkammer nicht erörtert worden

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

- Die Folgen des Leipziger Bankkraches treten immer deullicher zutage. Die sächsische Bank sowie die Neichsbank sind sicherlich mit bedeutenden Summen beteiligt. Auch wird gemeldet, daß die sächsische Landeslotterie größere Beträge aus der Masse zu fordern hat. Ferner ist der Weimarische Staat beteiligt, wie sich daraus ergrebt, daß er einen Bankbevollmächtigen, den Finanzrat Humius in den Gläubigerausschuß entsendet. Ueber den Umfang des Verlustes ist noch nichts näheres be­kannt. Es dürfte sich um die vorläufige Anlegung von Ueberschüsstn handeln. Indirekt ist auch das Vermögen der Stadt Leipzig durch den Zusammenbruch der Leipziger Bank mit betroffen worden; die Stiftung eines Menschenfreundes verliert nicht weniger als 500 000 Mk. in Aktien der verkrachten Bank, eine andere Stiftung den Betrag von 60 000 Mk.; dazu kommen bann noch mehrere kleine Beträge. Ferner bedeutet der Wegfall der Dividenden der Aktionäre und der Tantiemen der Direktoren und Aufsichtsratsmitglieder der Bank für die Stadt einen Steuerausfall, der auf Millionen geschätzt wird. Hierbei sei bemerkt, daß sich fast sämt­liche Aktien der Leipziger Bank in Leipziger Händen befinden, sie sind zum Teil Familienbesitz seit Gründung der Bank. Und diese» Vertrauen ist so schmählich hintergangen worden. Ferner ist, soweit sich bis jetzt übersehen läßt, eine große Anzahl von Einwohnern der Städte Markneu­kirchen, Pausa sowie größere Firmen in Auerbach durch den Krach in Mitleidenschaft gezogen. Unmittelbar im Zusammenhänge mit der Kata­strophe bei der Leipziger Bank sind dte Leipziger Thonwaren- Jndustrie.A.'G, deren Aktienkapital 200 000 Mk. beträgt, und die Flanellfabrik F. G. Lehmann in Böhringen bei Roßwein in Konkurs geraten. Das letztere Unternehmen wmde als Aktiengesellschaft im Jahre 1896 mit einem Kapital von 750 000 Mk. gegründet. Direktor Exner gehörte dem' Aufsichtsrate des Unternehmens an. In Koburg ge­riet der Privatier Greiner über die Verluste bei dem Leipziger Bank­krach in solche Verzweifelung, daß er sich erschoß, nachdem er zuvor feine Frau und Tochter durch Schüffe schwer verletzt hatte. Endlich sei noch eine Mitteilung erwähnt, wonach der genaue Status der Leipziger sich noch nicht übersehen läßt.

Aus Berlin, 3. Juli wird uns geschrieben: Die Börse kommt allmählich zur Beruhigung. Aber die Mißstimmung ist geblieben; sie gründet sich auf die Beobachtung, daß das Börsengeschäft in beständigem Rückgänge begriffen ist.Das Privatkapital hält sich vollständig feen, und auch in Finanzkreisen macht sich die größte Reserviertheit geltend." So lesen wir in einem Börsenbericht von heute, und die Kurs­herabsetzungen einer Reihe von Werten beweisen, daß die Nachzügler des Publikums, die bisher sich nicht zum Verkauf entschließen konnten, selbst mit größerem Verlust sich nunmehr von der Börse zurückziehe'n. Die Spekulation wird bald unter sich sein. Trotzdem würde die Börse den Mißmut über das Fehlen derzweiten Hände" noch eher überwinden können, wenn man sich nicht sagte, daß die Hoffnungen auf eine Milder­ung des Börsengesetzes nach den Krachs der letzten Wochen sehr verringert sind. Auch wenn die Regierung wollte, wird im Reichstag für solche Abänderungen wenig Sttmmung vorhanden sein.

Leipzig, 3. Juli. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten teilte der Rat der Stadt Leipzig über die Frage der Gefährdung der Stiftungen durch den Zusammenbruch der Leipziger Bank folgen­

des mit: Der Besitz der Stadt'Aktien der Leipziger Bank besteht nominell aus Mk. 520 000, der Stiftung eines Menschenfreundes, und Mk. 86 750, der Theobald-Petschke-Stiftung. Unter städtischer Verwaltung stehen die Rhodestiftung mit nominal Mk. 45 OCO und der Theaterorchesterfonds mit Mk. 22 000. Das Gesamtintereffe ist hiernach Mk. 698 750. Als Kaution hinterlegt seien von Bauunternehmern Mk. 58 000 in Aktien und Mk. 5549 in Rechnungsbüchern. Hypothekarisch fichergestellt sei die Forderung der Stadtgemeinde auf den Neubau der Leipziger Bank mit Mk. 1 162 500. Die Stadtverordneten beschlossen, dem Anttage des Rates beizutreten, demzufolge die Einlagegebührm auf die Leipziger Bank von den städtischen Kaffen mit 30 Proz. bis zur Höhe von Mk. 1000 beliehen werden sollen. Der zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellte Gesamtbetrag beziffert sich auf Mk. 1 000 000.

Petersburg, 3. Juli. Dte mit dem Finanzministerium in Verbindung stehendeHandels- und Industrie-Zeitung" ve öffentlicht eine Erklärung deS neuerdings in die Verwaltung derInternationalen Handelsbank" eingetretenen Prästdenten derPoltawa Agrarbank" Chruleff. Letzterer ist aus Anlaß des lebhaften Protestes der Mino­rität auf der letzten Generalverfammlung der Jnternat'onalen Handels­bank am 27. April d. I. nach feiner Wahl zum Vorsitzenden deS Derwaltungsrates vom Finanzminister beauftragt worden, ihm genau Über die Lage der Bank zu berichten. Dieser Bericht stellt fest, daß die Bank bei industriellen Unternehmungen durch gewährte Kredite und Aktienbesitz stark interessiert ist, daß die Liquidierung zwar an­gesichts der jetzigen KrifiS ziemlich zeitraubend sein würde, aber der bei der endgilttgen Regelung entstehende Verlust keinesfalls den Betrag der Spezialreserve von etwa 3'/, Millionen übersteigen könne, so daß daS ganze Grund- und Reserve-Kapital von zusammen 36 Millionen vollständig intakt bleibe. Die Verwaltung beabsichtige, alle zweifel­haften Posten bei der nächsten Bilanz gesondert zu buchen und sie der Sprttalreserve zu entnehmen.

und SÜI

39.

E. Piersons Verlag. 75 Pfg.

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Tolstoi, Leo, Der Sinn deS Lebend. Einzig bevollmächtigte Ueberfetzung von Wladifmir Czumikow. 5. bis 7. Tausend. (92 S.) München, Albert Langen. 75 Pfg. _

Annaljen des Deutschen Reichs für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft. StaatSwissmschaftl. Zeitschrift und Materialien- fammlung. 24. Jahrgang. Nr. 6. München, I. Schweitzer. Halb-

t 292. Zur guten Stunde Nr. 23. Für alle Welt ' 22. Deutscher Soldatenhort Nr. 28.

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Schneider, E., Führer durch das Lahnthal, seine Nebenthäler und Koblenz. (209 S. mit etner Karte, Stadtplänen und Abbild­ungen.) Marburg, N. G. Elwert'sche Verlagsduchh. Geb. 2 Mk.

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Bad.Nauheim und prakt. Umgebungen. Prakt. Handbuch für Kurgäste und Touristen. (IV, 62 S. mit Plan.) Edda Kart. 1 Mk.

Mode und Hau8. Illustr. Universaldlatt für die Familie. 17. Jahrg. Nr. 13. Ausgabe mit Kolorit. Berlin^., Steglitzerstr. 11. Vierteljvhrlich 1,25 Mk. m n

JllustrierteWäschezeitung. 11. Jahrgang. Nr. 8.

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Neues SZalonalbum (für Klavier). 2. Heft. (48 S.) Folio. Köln, P. I. Tanger. 1 Mk.__________________________

Gingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Grüningerr, 2. Juli. Gestern feierte bekanntlich unser Lehrer Eckel das Fest der 25jährigen Dienstthätigkeit. Leider ick von unserem Stadtrat übersehen worden, daß dieses Jahr auch ein Jubiläumsjahr für unseren diensteifrigen Flurschützen Hofmann ist, welcher seinen Dienst mit Aufopferung Tag und Nacht zum Schutz unserer Felder versteht. Auch hier wäre doch ein Geschenk am Platze gewesen, zumal die ganze Gemeinde Landwirtschaft treibt. Auch unser Polizeidimer Marstaller versteht seinen Dimst schon mehr als 25 J^hre. Auch ihm

ist noch.kein Geschenk zu Teil geworden. Die Geldaufwendung kommt aus dem Geldbeutel der Gemeinde. Mögen diese Worte dazu dienen, daS Vergessme nachzuholen.Gleiches Recht für Alle!"

M brer<* ftruerrablenbe Landwirte.

Neueste Meldungen.

Paffet 4. Juli. (Te'ephon-Meldung deSGieß. Anz.") Ueber das Vermögen der Aftiengesellschaft für Trebertrocknung wurde der Konkurs eröffnet.

Kassel, 3. Juli. In der heutigen, spät abends been­deten Sitzung des Gläubigerausschusses der Leipziger Bank und des Vorstandes f)tote Aussichtsrates der Aktien­gesellschaft für Trebertrocknung wurde eine Entscheidung noch nicht getroffen.

G o t h a, 4. Juli. Superintendent Müller in Grasen- toena wurde wegen Verluste an der Leipziger Bank irrsinnig und mußte in eine Heilanstalt ge­bracht werden.

Paris, 4. Juli. Tas Unionssyndikat veranstaltete gestern abend in der Arbeiterbörse eine Versammlung. Die Polizei ließ die im Saale ausgehängten roten Fahnen sowie eine Tafel mit der Inschrift:Krieg dem Kriege!" entfernen. Es kam infolgedessen zu einer Schlägerei, bei der die Fensterscheiben und Bänke im Saale zertrümmert wurden. Die Polizisten wurden von den Arbeitern mit Holzstücken beworfen. Tie Versammlung nahm schließlich eine Tagesordnung an, in der gegen das Vorgehen der Polizei Einspruch erhoben und ihrer Absicht, den Krieg zu bekämpfen, Ausdruck gegeben wird, allen Arbeitern ihre Sympathie versichert, da alle Menschen, gleichviel ob sie Chinesen, Madagassen oder Buren sind, Brüder seien und die Arbeiter aüffordert, im Falle einer Kriegserklärung sich allgemein zu weigern, die Waffen zu ergreifen. In einer anderen Versammlung, wo der Gemeinderat Gre- baural Rechenschaft über sein Mandat ablegte, kam es eben­falls zu heftigen Zusammenstößen, wobei zahlreiche Personen verletzt wurden. ,

Madrid, 3. Juli. Kammer. Silvela tadelt die Hinder­nisse, die in Valencia von der Bevölkerung der Abhaltung der Jubeljahrfeier entgegengesetzt wurden. Ibanez ant­wortet, die Liberalen hätten den Prozessionen Achtung ent­gegengebracht, solange sie einen rein religiösen Charakter trugen; die Klerikalen seien aber Gegner der Freiheit. Im weiteren Verlaufe der Sitzung veranlaßte die Angelegen­heit der Jubeljahrfeier lebhafte Zwischenfälle zwischen den Republikanern und Karlisten, die sich gegenseitig insul­tierten. Ter Präsident konnte nur mit Mühe die Ruhe wiederherstellen.

Konstantinopel, 4. Juli. Der kürzlich ausge­brochene Brand im Schjlafgemach des Sultans bedeutete em Attentat auf den Sultan. Eine Sklavin gestand, bestochen zu seien, um ein großes Feuer anzulegen.

N e w - Y o r k, 3. Juli. Trotzdem in verschiedenen Gegen­den Gewitter niedergegangen sind, hält die Hitze an. Tie Kirche der heiligen Agnes in Brooklyn wurde durch Blitz­schlag zerstört. Ter Bau der Kirche kostete 250 000 Dollars. Man schätzt, daß in Groß-New-Y-ork seit dem 28. Juni 517 Todesfälle infolge der Hitze vorgekommen sind.

Telephonischer Kursbericht.

8*/jQ/o Reiohsan leihe . . 100.95 8 o/o do . . 99.70 8Vi 3/o Konsole . . , . 100 95 B o/£ do e . . . 90.05 8V2 % Hessen .... 97.00 5 % Italien. Bente . . . 97.15 4f/o Griech. Monop.-Anl. 44.20 8% Portugiesen , . . 26.10 8 o/o Mexikaner . , . . 26.70 4«/r Chinesen .... 83.20 Tendenz

Kreditaktien..... 202 30

Diskonto-Kommandit . . 177.20 Darmstadter Bank . . . 128.60 Dresdener Bank .... 133.00 Berliner Handelsgee. . . 138 30 Oesterr. Staatsbalm . . 138.00 Gotthardbahn .... 155.50 Laurahütte.....186.00

Bochum ...... 168 50 Harpener ...... 16000

schwach,

»tetrorologische Beobachtungen

der Station Gießers._________

Juli

Barometer auf Oo reduziert

Temperatur der Lust

Absolute

Feuchtigkeit 1

ai 3*

11

Windrichtung

Windstärke

Wetter

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745,1

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+ 14,2 + 15,4 4- 23,3

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Juli

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+ 16.6

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Reaen Sonnenschein

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Bekanntmachung»

Freitag den 5. Juli er., vormittags 11 Uhr, werden im alten Regieruugsgebäude am Karrrlei- berg verschiedene Quantitäten altes, nur zu Brennholz geeignetes tauueueS und eichenes Holz versteigert.

Gießen, am 3. Juli 1901. 4705

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Mein Geschäft befindet sich von heute ab in dem von mir käuflich erworbenen Hause

Seltersweg 58.

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Freitag den 5. Juli, nachmittags 2 Uhr, ver- steigere ich Neustadt 55 (im Bieker scheu Saal):

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