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noch, daß auch der Antragsteller — angesichts der fortgesetzten Mißachtung dieses ReichStagSbefchlusfeS — sich nicht entschließen kann, auf das alsbaldige Eintreffen besagter „Vernunft" großes Vertrauen zu setzen. Dieweil es aber dem Antragsteller nicht angemessen erscheint, daß die Volksvertretung in Ansehung besagter „Vernunft" etwa höher gestellt werde, als der hohe Bundesrat, so er- scheint es dem Antragsteller als ein Akt auSgleichcnder Ge« rechtigkeit, wenn er nun vorschlägt, den Seitens des Bundes« rais für die Volksvertreter gutgeheißenen und angelegten Maßstab — weil er dem Bundesräte gar so sürtrefflich erscheint — nun auch auf die Herren vom Bundesrat selber und zwar allererst hier im Lande Hessen ebenfalls anzuwenden." Herr Köhler erzählt dann u. a., daß der gegen wärtige Großh. Hessische ständige stimmführende Bundes bevollmächtigte zu Berlin allein ein jährliches Ge halt von 24350 Ml., und die übrigen von Fall zu Fall entsandten Kommissäre sowie die anderen Herren Bundes- ratSmitglieder des GroßherzoglumS die mit ihrem Dienstrang rangierenden Diäten und Vergütungen erhalten, die mit dem oben erwähnten Gesandten Gehalt, Miete für Lokalität rc. zusammengerechnet, wahrscheinlich die Summe von 30 000 Mk. übersteigen. Eine Honorierung der 9 hessischen Reichstagsabgeordneten würde demgegenüber kaum zwei Drittteile dieses Aufwandes jährlich erfordern. (100 SitzungStage x 9 Abgeordnete— 9OO SitzungStage x 20 Mk. — 18 OOO Mk.) Er beantragt schließlich, die Kammer wolle beschließen, im Hauptvoranschlag für daS Großherzogtum pro 1901/1902, Kapitel 15, Auswärtige und Bundes - Verhältnisse betreffend": 1. den Text und die Position mit 36 OOO Mk. zu streichen;
2. dafür einzusetzen: a) Pension deS hessischen Gesandten zu Berlin 10 OOO Mk., b) für Kosten der Konsulate, für Kosten der Regulierung der HoheitSgrenze, Umzugs- und Stellvertretungskosten 5000 Mk. Summa 15 OOO Mk.
Vorstellungen der Oppenheimer Handelsvereinigung und des Oppenheimer Gemeinderats, betreffend die Errichtung eines Amtsgerichtsgebäudes in Oppenheim.
Eine private Vorstellung geht dahin, die Kammer wolle in einer Interpellation bei der Regierung dahin wirken, daß gesetzlich ein PaffuS erlangt werde, wonach Fischer, die „zünftig" vorgebtldet, auch wenn sie nicht von „zünftigen" Fischern abstammen, ebenso berechtigt zu fischen sind, als die sogenannten „alten" Fischer.
Die Abg. Molthan und Schlenger beantragen zu Kapitel 127 (Centralbauwesen) Titel 16 des Hauptvoranschlages für 1901/1902: „Hohe Kammer wolle beschließen, den Titel 16 dieses Kapitels wie folgt abzuänderu: Errichtung je einer Irrenanstalt in Rheinhessen und Ober Hessen. Für Geländeerwerb für beide Anstalten 150OOO Mark." Im Hauptvoranschlag ist nur von der Errichtung einer dritten Irrenanstalt bei Gießen die Rede.
Aus dcm Bericht des zweiten Ausschusses über die Regierungsvorlage, betreffend: den Gesetzentwurf, die Abän derung des Gesetzes vom 23. April 1875 über das Besteuerungsrecht der Kirchen- und Religiousge- meinschasten geht hervor, daß der Ausschuß im allgemeinen der Regierungsvorlage zustimmt. Die Regierung schlägt vor, daß künftig die Kirchensteuer, und zwar sowohl die allgemeine, wie die lokale in den Steuerzetteln erkenntlich gemacht werde, sei es durch Angabe des ziffernmäßigen Betrages der Steuer oder durch Beifügung des die Berechnung des Steuerbetruges ermöglichenden Cosjficienten. Der Ausschuß ist mit diesem Vorschläge einverstanden und sieht, da hierdurch die Erfüllung seines Verlangens gewährleistet ist, von einer Einfügung dieser Bestimmung in das Gesetz ab. Die allgemeinen Kirchensteuern werden als Zuschläge zu den direkten Staatssteuern erhoben. Dabei sieht der Ausschuß im Einverständnis mit der Regierung es als selbstverständlich an, daß die Zuschläge stets zu beiden Arten der Staatssteuer und nach dem Verhältnis derselben erfolgen und nicht etwa nur zur Einkommensteuer oder nur zur Vermögenssteuer, oder zu beiden in einem anderen als dem staatlichen Verhältnis. Ein Mitglied des Ausschusses, Dr. David, beantragt Ablehnung der ganzen Vorlage.
Die Hilfsgerichtsschreiber, die zweiten Staats anwaltsgehilfen und Gerichtsschreiber-Aspiranten bitten, dahin wirken zu wollen, daß eine Vermehrung der dekretmäßigen Stellen im Gerichtsschreiber- dienfie in dem Umfange herbeigeführt werde, daß den bis zum Jahre 1892 geprüften Gerichtsschreiber-Aspiranten die Wohlthat einer definitiven Anstellung zu Teil wird. Zur Begründung wird u. a. angeführt: Im Verhältnis zu der Zahl der dauernd mit Versehung der Geschäfte eines Gerichtsschreibers verwendeten Gerichtsschreiber-Akpiranten (etwa 140) erscheint die Zahl der vorhandenen dekretmäßigen Stellen der Gerichtsschreiber.Beamten, sowohl der Gerichtsschreiber wie auch der Hilfsgerichtsschreiber, viel zu gering. In Preußen z. B. sind an jedem Amtsgericht mindestens so viele Gerichtsschreiber angestellt, als Richter vorhanden sind. — Sie bitten ferner, daß die Festsetzung des Gehalts der HilfsgerichtS- schreibe! bei den Amtsgerichten, sowie der zweiten Staats- anwaltSgehilfen derart erfolgt, daß die Zeit vom 29. Lebensjahre ab, bezw. im Falle der Ablegung des Examens nach dem 22. Lebensjahre von dem entsprechend späteren Zeitpunkte an, als BesoldungSoordienfizeit angerechnet werde.
Die Tagesordnung zur 42. Sitzung am Dienstag lautet: I. Regierungsvorlage, den Hauptvoranschlag der Staats-Einnahmen und-Ausgaben für das Etatsjahr 1901/02 betreffend II. Regierungsvorlage, Nachträge und Berichtigungen zum Hauptvoranschlag pro 1901/02 betreffend. |IIL Antrag'.deS Abg. Köhler (Langsdorf) zu Kapital 15 des Hauptvoranschlags pro 1901/02, Auswärtige und BundeSverhältniffe betreffend. IV. Antrag des Abg. Haas (Darmstadt) zu Kapital 72 (Landwirtschaftliches Unterrichts- und Versuchswesen) und 73 (Landwirtschaftliches Vereins-, GenoffenfchaftS- und Ausstellungswesen) des Staatsvoranschlags für 1901/02. V. Antrag des Abg. Köhler (Langsdorf) zu Kapitel 72, Titel 7 a des Hauptvoranschlags für 1901/02 die Ausbildung von Fischzuchttechnikern betreffend. VI. Antrag des Abg. Dr. Frenay und Genossen zu Kapital 81 des Hauptvor
anschlag- für 1901/02 (Gewerbeaufficht). VII. Antrag deS Abg. Dr. Frenay und Genossen zu Kapital 81 des Haupt Voranschlags für 1901/02 (Gewerbeaufsicht). VIII. Antrag der Abg. Molthan und Schlenger zu Kapital 127 Titel 16, Errichtung einer dritten Irrenanstalt bet Gießen betreffend.
Politische Wochenschau.
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland nähern sich dem Gefrierpunkt. In dem Kampfartikel deS Ministers Witte befanden sich, wie erst nachträglich bekannt wurde, auch einige persönliche Ausfälle gegen den Grafen Bülow. So wurde darin u. a. von Staatsmännern gesprochen, die sich „von der Annahme leiten lassen, daß die Verteuerung des Brotes eine ihrer Amtspflichten ist." Doch man begnügte sich damit nicht. In einem andern offiziösen Artikel wurden wirtschaftspolitische Repressiomaßregeln gegen alle Staaten angedroht, aus denen einzelne Syndikate ihre Produkte zu Schleuderpreisen auf den Weltmarkt werfen. Und schließlich kam ein dritter Osfiziosus und belehrte die staunende Mitwelt, daß der deutsch-russische Handelsvertrag für Deutschland auch den ungeheuren Vorteil hatte, daß er es der Gefahr eines Krieges nach zwei Fronten hin enthob. Zugleich ließ man durchblicken, daß daS Aufhören deS Handelsvertrags-Verhältnisses auch die politischen Beziehungen wesentlich ändern müsse. Das alles bildet eine recht starke Leistung, die sich nur aus einer ganz ungewöhnlichen Verstimmung gegen die deutsche Reichsregierung erklären läßt. Das halbamtliche Wolff'sche Telegraphen Büreau verbreitete eine Meldung auS Tientsin, wonach Deutsch land der chinesischen Regierung von Separat Abkommen mit einzelnen Mächten abgeraten hat. Dieser diplomatische Schach zug, der auch von der Mehrzahl der anderen Großmächte unterstützt wurde, kann sich nur gegen das Mandschurei Abkommen richten. Vielleicht ist diese Haltung der deutschen Diplomatie die Ursache der russischen Frostigkeit: vielleicht aber auch nur eine Folge derselben. Eine gewisse Berechtigung war ja für jenen Rat unzweifelhaft vorhanden; ob er jedoch politisch klug war, das vermögen wir auf Grund der bis jetzt bekannten Thatsachen natürlich nicht zu beurteilen. Immerhin muß man wünschen und hoffen, daß Deutschland bei seinem Vorgehen gegen Rußland streng die Grenzen einhält, die ihm die Rücksichten auf die Interessen unseres Vaterlandes ziehen. Man darf dem Zarenreiche gegenüber keine Schwäche zeigen; man braucht es aber auch nicht durch vermeidbare Schroffheit zu provozieren.
Am 27. v. M. ist die zweite hessische Kammer eröffnet worden. Sie hat u. a. nach langer Debatte mit 15 gegen 13 Stimmen einen Antrag angenommen, in dem die Regierung ersucht wird, den Ständen baldigst eine statistische Zusammenstellung über die wirtschaftliche Lage der im Staatsdienst beschäftigen Arbeiter, insbesondere über die in den einzelnen Betrieben gezahlten Löhne in ihrem Mindest- und Höchstmaß, zugehen zu lassen, und in dem ferner die Kammer die Hoffnung ausspricht, daß auch den im Staatsdienst beschäftigten Arbeitern das Recht freier politischer Meinungsäußerungen und Koalitionsfreiheit gewährt und beides praktisch gehandhabt werde. Man wird diesen Beschluß nur billigen können und wünschen, daß sich die aus diesem Beschluß ergebenden berechtigten Hoffnungen der Arbeiterschaft erfüllen. Die Debatte über diesen Antrag war recht bemerkenswert. Namentlich interessierten die Ausführungen des Großindustriellen Reinhardt, der für die Arbeiterschaft ein warmes Herz zeigte. Es kam auch zu einer reinlichen Scheidung zwischen denen um Köhler-Langsdorf und den Sozialdemokraten. Köhler erklärte frank und frei, daß er für die Arbeiter nichts übrig habe. Wurst wider Wurst ist nach seiner Meinung höchste politische Weisheit. Die Arbeiter werden sich daS merken. Wie im preußischen Abgeordnetenhause, wurde auch hier von verschiedenen Seiten Klage geführt über die Verhältnisse der Angestellten der preußisch hessischen Eisenbahnen. — Die dringend wünschenswerte Revision der Bauordnung steht in Aussicht. Die Beratung über den Antrag, die Regierung zu ersuchen, ihre Bundesbevollmächtigten zu instruieren, im Bundesrate für Verdoppelung der bestehenden Getreidezölle und eine wesentliche Erhöhung des Zolles auf andere landwirtschaftliche Produkte bei einer gesetzlichen Festlegung der Minimalsätze des autonomen Zolltarifs einzutreten, steht uns noch bevor. Es wird also noch heiße Kämpfe geben.
Die Nachrichten aus Südafrika lauten unklar und teilweise widersprechend. Londoner Blätter wollen w'ffen, daß Botha im Begriffe sei, sich mit seinem ganzen Heere zu ergeben. Eine amtliche Bestätigung liegt noch immer nicht vor; dagegen werden jene Meldungen von der Umgebung Krügers entschieden bestritten. De Wet hat sich nach Norden in den Oranjefreistaat begeben müssen, aber keineswegs auf» gerieben, nur gering geschwächt. Im Ganzen machen die letzten Nachricht» v vom Kriegsschauplätze den Eindruck, daß die Buren angesichts des bevorstehenden Winters etwas kampfeSmüde sind. Dos schließt freilich nicht aus, daß Ende August der Tanz von neuem losgeht.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 4. März 1901.
LU. Von der Universität. Dr. med. Adolf Danne« mann, Oberarzt an der psychiatrischen Klinik hier (geboren 1867 in Bremen, und Dr. phil. Wilhelm Horn (geboren 1876 in Rehbach im Odenwald) haben, nachdem Colloquium und Probevorlesung stattgefnnden, vom Senat die venia legendi für Psychiatrie, bezw. englische Philologie erhalten.
Perfonalnachrichten. Der Großherzog hat am 25. Februar den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Hirschhorn Franz Hoßinger zum Oberamtsrichter bei diesem Gericht ernannt. In den Ruhestand wurde versetzt am 28. Februar der AmtSgerichtSdiener bei dem Amtsgericht Büdingen Heinrich Wilhelm Krenkel auf fein Nachsuchen und unter An»
erkennung feiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers. Der Großherzog hat am 2. Februar den Waldarbeitern Konrad Melchior zu Weickartshain. Georg Kraft zu Altenhain, Heinrich Rahn VII. dortfilbst, Ludwig Müller dort, Johannes Walter III. zu Freienseen. Johannes Meyer III. dort, Karl Lack I. zu Einartshausen, Jost Gilbert dort und Johann Konrad Graf VIII. zu Gonterskirchen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen.
•• Vortrag. Am Donnerstag abend, 7. März, 8 Uhr wird Ingenieur Fleischer im Technischen Verein im oberen Saale des Kaiserhofs einen interessanten Dm trag über Kühlanlagen halten. Da Herr Fleischer auf dem Gebiet des von ihm gewählten Themas große Erfahrungen besitzt, so dürfte ihm eine zahlreiche Zuhörerschaft gesichert fein, zumal jedem sich für das Thema Interessierenden der Zutritt zu diesem Vortrag gestattet ist. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn andere Vereine ebenfalls derartige Vorträge einem größeren Publikum zugänglich machten.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Montag den 4. März, abends 8 Uhr: Bibelstunde tm
Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Ap.-Gesck- 26, 44 ff.
Pfarrer Euler
Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Dienstag den 5. Mar»*): „Der fliegende Holländer". Mittwoch dm 6. März, nachmittags 3 Ubr: Votks»(Schüler) Vor- strllu- g zu ermaß. P r'sen: „Wilhelm Teil". DonncrStar dm 7. Marz: „Jolanthe"; hierauf: „Die Hand", zum Schuh: „Mandanika". Freitag >en 8 MS', geschlossen. Samstag den 9. März: .Die Afrikanerin". Sonntag den 10. März nachmittags 3V, Ubr: „Der WahrhettSmund". Abend« 7 Ubr: „Der Waffenschmied". Hieraus: „Die Hand". Montag den 11. März: „Der Troubadour". D>en«tag den 12. Mä.z: .Jolanthe", hierauf: „Die Hand", zu Schluß: „Mandanika".
Schauspielhaus. „
Dienstag den 5.März*): „Fromoni jun. und Rißler sen . Mittwoch den 6. Mir»: „Der Hüttenbesttzer^. Donnerstag den 7. Mä.z, abends V,8 Uhr: „Flachsmann al« Erzieher". F-^itag den 8. März: „Heimat". Samstag den 9 März: Zum ersten Male. „Ostern", ein Passionsspiel in 3 Akten von August Strindberg^nach dem schwedischen Manuskript übertragen von Emil Schering. Sonntag den 10. März, nachmittags 3Va Uhr: „FlachSmann als Erzieher". Abends 7 Uhr: „Rosenmontag". Montag den 11. März: „Ostern".
*) Anfang, wenn nickt ander« bemerkt, um 7 Ubr.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Tabak.
Im Laufe der Berichtswoche bewegte stch das Geschäft in ruhigen Bahnen. Es wurden verschiedene Posten Tabake an Fabrikanten und Händler verkauft, darunter einen Posten zirka 4W ßentrer Hageltabake zu Mitte 30 Mark. Ferner wurden im bad schen Oberlande verschiedene Posten Tabake von Spekulanten an Händler in der-PretS- tage von 45 bis 48 Mark je nach Qualitäten verkauft. Ein Posten von zirka 200 Zentner Mamprechtshofer Gewächs wurde zu 65 Mark versteuert per Juli genommen. Nach gutbrennenden al en Einlagr, tabaken und Einlagen besteht vermehrte Nachfrage. In losen pfä zer Rippen geschäftslos, lose feine 8 bis 8 Mark 50 Pfennig, gekündete 11 bis 11 Mark 50 Pfennig.
Spiritus.
An der Berliner Börse warerr auch in dieser Woche die Zusuhrm belangreich. ES zeigt dies, daß die Brennereien im Februar eben so stark wie in den vorhergehenden Monaten gebrannt haben werden. Preise blieben unverändert auf 44 Mark 20 Pfennig.
Viehmarkt.
Der Umschwung der Witterung beeinflußt die einzelnen Märkte etwas beffer, sodaß die Frcquenz im allgemeinen als sine gute bezeichnet werden kann. Prima Großvieh wurde den einzelnen Niärlten wie immer schlank entnommen während der Handel in mittleren Qualt- läten überall zu wünschen übrig ließ. Kälber waren «« «‘g«!» Märkten rasch ausverkauft, während wieder anderseits ztimnch mua- stand blieb. Prima fette Schweine wurden lebhaft gehandelt, auch mindere Qualitäten wurden an einzelnen Märkten gerne genommen. Es kann der Hindel im allgemeinen als mittelmäßig bezeichnet wcrden.
Kohlen.
ES notieren: Deutsche Anthaclt-Nußkohlen 340 bis 350 Mark; Englische Anthracit Nußkohlen 400 bis 420 Mark; Ruhr-BruchcokS 320 bis 330 Mark. Alles per 10 Tonnen ab Mannheim. Vorräte o. stehen zurzeit in Mannheim nicht mehr und dürfte bet dem kleinen Wafierstand die Zufuhr während der nächsten Woche sehr spärlich sein, sodaß der direkte Bahnbezug ab Zeche fortgesetzt werden muß.
Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen.
Aufgebote. . m
Februar 22. Friedrich Wilhelm Wunderlich, Kaufmann in Martin- lamitz mit Elisabeth Susanne Josephine Emma Schulmeyer m Gießen, 26. Heinrich Ernst Hermann Schwalenberg, Tabakspinner m Münden mit Louise Johanna Bertha Heffe daselbst.
März 2 Wilhelm Christian Lbber, Bäcker in^Gießen mit Souife Pauline Magdalene Kitz Hierselbst. Hermann Franz Gros, Gerichtsass-ssor in Alsfeld mit Elisabeth Wehner in Gießen.
Geborene. „ c m „
Februar 17. Dem Bizefeldwebel Jakob Engelhard Mller eine Tochter. 18. Dem Klubdiener Franz Gopon eine Tochter. Dem Taglöhner Kaspar Christ eine Tochter, Kunigunde Veronika. Dem Lokomo^iv. Heizer Arnold Handloser eine Tochter, Klara. 19. Dem Hilfsbremser Friedrich Wagener eine Tochter, Marie Elisabeth. 22. Dem Postboten Johannes Vollprecht Nagel eine Tochter. Dem Ingenieur Paul Ludolf MUlert eine Tochter, Brunhilde Paula. 23. Dem Hilfsbremser Wilhelm Schneider ein Sohn Wilhelm Heinrich Karl. 25. Dem Taglöhner Heinrich Äu8 dn ei n unb eine T°chter. -6 Dem T°gi»hner Christ-ph Reidelbach eine Tochter. Dem Bautechniker Peter Grode em Sohn, Karl Myelin 27. Dem Schreiner Ernst Falkenheimer eine Tochter, Elisabeth Lina. Dem Fabrikanten Karl Georgi eine Tochter.
Gestorbene.
Februar 22. Christine Söhnel, geb. Steinberger, Eheftau des Zuschneiders Friedrich Wilhelm Söhnel, 31 Jahre alt 24. Anna Bergen, Witwe 53 Jahre alt. 25. Gustav Försterling, Sohn des Bahmnvaliden Friedrich Försterling, 5 Wochen alt. Elisabeth Bormschlag, Tochter der Fabrikarbeiterin Katharine Bormschlag, 1 Jahr alt. 26. Schuhmacher Johann Georg Karl Böttner, 50 Jahre alt. 28. Fuhrmann Konrad Eichenauer, 33 Jahre alt. Drechslermeister Christian Hermes, 60 Jahre alt ,
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