Ausgabe 
4.9.1901 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

eine

Der Deutsche Verein für öf f entliehe Gesunb-

näckig gezeigt; man spricht von einem Verkaufs^eis ton

hat berechnet, daß der Arbeitswert für die bis jetzt in Angriff genommene, aber^ liegen getaffene^ Strecke des

vor allem ankommt, in Parlamentskreisen ist die Stimm­ung einer solchen Schöpfung keineswegs günstig. Hat sich doch selbst dieKreuzztg." dahin ausgesprochen, daß der Gedanke auf konservativer Seite vorläufig wenig Zustimm­ung findet. Ter Grund dieser kühlen Haltung ist ins­besondere die Finanzlage des Reiches. Seit Monaten liest man in offiziösen Darlegungen, wie wenig befriedigend die Entwicklung der Finanzverhälttiisft des Reiches ist, und daß die äußerste Sparsamkeit geboten sei. Eine Kolonial­armee magwünsck-enswert" erscheinen, aber _ in Zeiten, wo es heißt, sich nach der Decke strecken, dars eben nur das absolut Notwendige in Betracht kommen. Zur Genüge bekannt ist auch, daß die Ansichten über die Zweckmäßig­keit einer Kolonialarmee unter hohen Militärs ziemlich weit auseinandergehen. Der preußische Kriegsminister v. Goßler gilt keineswegs als ein Enthusiast für dies Projekt, das in der Oeffentlichkeit zuerst von Herrn v. Witz- mann, in derDeutschen Kolonialztg.", in Anregung ge­bracht wurde. DasMilitärwochenblatt" nahm von vorn­herein zu den Vorschlägen eine ziemlich kritische Stellung ein. Unter allen diesen Umständen wäre es doch wohl besser, zunächst einmal abzuwarten, bis das Urteil der Sachverständigen sich geklärt hat, und bis die Zeiten günstigere geworden sind. Eine neue Reichssteuer durfte ohnehin kaum zu umgehen sein, obschon einstweilen noch sorglich der Schleier über die Vorbereitungen hierfür ge­deckt wird. Für Steuerpläne ist schon an sich niemand empfänglich im Reichstag. Eine Steuervorlage aber, die mit der Kolonialarmee im Hintergründe auf dem Schau­platz erschiene, wäre mit Sicherheit als verloren zu be­trachten. Der nächste Reichshaushaltsetat wird einer äußerst scharfen Prüfung ausgesetzt sein, und alles das wird gestrichen werden, dessen Dringlichkeit nicht über­zeugend nachgewiesen ist. Sa vernahmen wir jüngst von einem nicht zurOpposition" zählenden Abgeordneten, unter Hinweis darauf, daß auch das ausschlaggebende Zentrum weniger in derGebelaune" sei, als je.

Deutsches Wich.

Berlin, 2. Sept. Der Kaiser begab sich heute früh, von Wildpark hierher und fuhr vom Tempelhofer Feld zu Wagen nach Buckow, wo er zu Pferde stieg. Er hielt sodann die an Stelle der Herbstparade stattfindende große Ge­fechtsübung mit fast allen Truppenteilen des Gardekorps und dem Infanterieregiment Nr. 8 in der Gegend von Buckow-Groß-Ziethen ab. Das Hauptquartier, sowie die fremdländischen Offiziere waren anwesend. Bei Bnckoiv- entspann sich ein längeres Artilleriegefecht, wobei auch Maschinengewehre thätig waren, eine Kavallerieattacke auf die Infanterie folgte. Nach der Kritik nahm der Kaiser bei Groß-Ziethen einen zweimaligen Vorbeimarsch aller beteiligten Truppenteile ab und verließ um 2% Uhr das Uebungsfeld.

Die Thätigkeit des Bundesrats hat wieder be­gonnen, indem der Ausschuß für Handel und Verkehr eine" Sitzung abhielt.

Prinz Ludwig von Bayern richtete an den in Breslau tagenden deutsch-österreichisch-ungarischen Binnen- schiffahrts-Verbandstag ein herzliches Schreiben, roorm er sein persönliches Fernbleiben als Protektor des Verbands- tages entschuldigt.

Die Beisetzung des Prinzen Hermann von Sachsen-Weimar findet am Mittwochnachnuttag um 3% Uhr statt. Der Beerdigung wird ein Trauerakt im Weimar-Palais vorausgehen. Die Leiche trifft aus Berchtes­gaden heute nacht ein. Zugleich kommen die Prinzen Wil­helm und Emst und die Prinzessin Olga an.

w ®

Die Republik Chile hak nach einem kurzen Inter­regnum nun endgiltig ein Oberhaupt erhalten. Die Er­nennung Riescos zum Präsidenten von Chile ist ton dem Nationalkongreß für gütig erklärt worden. Sein Amt erstreckt sich verfassungsmäßig auf fünf Jahre; der An­tritt erfolgt am 18. September. In Riesco ist hoffend lieh der Mann gefunden, der die Interessen Chües den. tetigen Anfeindungen der Nachbarrepubliken Argentinien, und Bolivia gegenüber zu wahren und zu schützen ver- teht. Erst im vorigen Jahre haben bekanntlich geheime Manipulationen zwischen Argenttnien und Bolivia große Beunruhigungen in Chile hervorgerufen und militärische Rüstungen veranlaßt. Indessen lassen die innerpolittschen Mißstände in Argentinien selber eine ernstere Gefahr für die Republik Chile wohl kaum befürchten.

Engländer und Bure«.

Das , Echo de Paris" behauptet, Dr. L e Y d s habe vor kurzem thatsächlich bei Delcässe Schritte unternommen, um eine Zusammenkunft des Zaren mit dem Pra- identen Krüger zu ermöglichen. Delcasse habe aber den Einwand erhoben, daß die Anwesenheit Krugers zu burenfreundlichen Kundgebungen Anlaß geben könne, deren. Charakter mit den für den Zaren geplanten Festtichketten nicht im Einklang stehen würde. Dr. Leyds habe übrigens durch den Sekretär van den Houven in derselben Ange- eaenheit auch bei Lcunsdorff Schritte unternommen.

Noch immer will sich eine nachhaltige Wirkung der Proklamation Kitcheners, die bekanntlich als Zett- unkt für die endgiltige Unterwerfung der noch kämpfenden Buren den 15. September feUetzt, nicht zeigen. Im Gegen­teil ist der Thatendrang der noch auf dem Kriegspfade weilenden Buren nicht nur in der Kapkolonie, sondern auch in den eigentlichen Burenstaaten unverändert. Neuerdings scheint auch B e y e r s Kom m an do, von dem man lange nichts gehört hat-es hieß Beyers selbst se. schwer^, wundet - wieder in Thätigkeit getreten zu ftin Be^rS hat den Geländcabschnitt westlich der El,enbahn Pretoria, s Petersburg zur Verteidigung überwiesen erhalten und sein Standguartier in den Water bergen aufgeschlagen, von wo . er seine Vorstöße östlich gegen die Eisenbahn und südlich gegen die Magaliesberge zu unternehmen pflegt. Tev Eisenbahnüberfall, der nach Kitck-eners Meldung am 31. August von den Buren ausgeführt worden ist, hat m diesem Geländeabschnitt stattgefunden, und man darf des­halb, obwohl Kitchener das Kommando Nicht nennt, an­nehmen, daß Beyers der Urheber desselben ift 'WC Heber* fall geschah zwischen den Stationen Waterval und Hamans- kraal, deren erste 21 Kilometer nördlich ton Pretoria liegt. Eine zweite Schlappe haben die Briten am 28. August bei Yaskraal erlitten. In den amtlick)en Meld­ungen war darüber freilich nichts zu lesen, aber die Ver­lustliste verzeichnet, daß an dem genannten. Tage der yaskraal, einem vorläufig nicht näher zu bestimmenden Orte, 4 Reguläre getötet und 12 verwundet worden sind.

Telegramme des Gießener Anzeigers.

Kapstadt, 2. Sept. (Reuter-Meldung.) Es heißt, die Kommandos Hertzogs und Latgens seien in den Oranje-Staat zurückgetrieben. Die O st-Transvaal- Bahn sei vom Feinde in der Nähe von Alkmaar, etwa ut der Mitte zwischen Middelburg und Komati-Poort, zer- tött und dann ein Eisenbahnzug von den Buren angegriffen worden. Der Zug sei den Angreifern aber entkommen. Aus der Kapkolonie verlautet noch, die Bureii seien aus dem Distrikt von Barkly East durch den Barkly Paß in die Nähe von Elliot und Cala gezogen, wo 'ich Eingeborenen-Reservate befinden. Es heißt ferner, es sei nunmehr beschlossen worden, alle Familien­angehörigen von Buren, die woch im Felde ständen, an die Küste zu deportieren, wo Flüchtlingslager errichtet werden sollten. Wenn diese Maßnahme durchgeführt wer­den würde, so werde die Eisenbahn wahrscheinlich im stände sein, genügend Nahrungsmittel herbeizuschaffen, um ganz Johannesburg zu verproviantieren, wie das auch vor dem Kriege der Fall war. Es würde somit alle Wahrscheinlich­keit dafür vorhanden fein, daß normale Verhältnisse in bet Stadt wiederkehren würden.

Kapstadt, 2. Sept. Beim Empfange der Abordnung der Uitlanders sagte Milner auf deren Ansprache, er werde für kein Ziel ausdauernder arbeiten, als fitr dasjenige, den Transvaalflüchtlingen, so schnell es die Umstände gestatteten, die Heimkehr zu ermöglichen, und werde fortfahren, alles in seinen Kräften stehende zu tun, h u dies Ziel zu erreichen. ' .

Loudon, 3. Sept. Der letzte Burenkommandant in Johannesburg, Dr. Krause, der seinerzeit Johannesburg Roberts übergab und nachdem er den Treueid geschworen hatte, seit vier Monaten in London lebte, ist gestern abend in einem hiesigen Hotel unter dem Verdacht der Spio­nage verhaftet worden. Sein Gepäck wurde beschlag­nahmt. Er wird heute früh vor dem Bewstreet-Polizei- gericht erscheinen.

Wifiet*«**!* !

.411 !olgi

DieKreuzzeitung" bespricht in einem Leitartikel die Freizügigkeit. Sie ist der Ansicht, daß der Zug nach der Stadt eine gemeingefährliche Erscheinung sei, und spricht sich deshalb dagegen aus. Sie schreibt:

Wer auch nur flüchtig die Bewegung der Bevölkerung während der letzten Jahrzehnte verfolgt hat, weiß, welchen unheilvollen Einfluß die nationale tote die inter­nationale Freizügigkeit auf sie geübt hat. Die nationale Freizügigkeit entvölkerte das platte Land, raubte vielen Tausenden die Bodenständigkeit und fiihrte zu Anhäuf­ungen der Bevölkerung in verhältnismäßig wenigen großen Mittelpunkten. Dieser Zug in die Stadt war und ist eine gemeinschädliche Erscheinung, die in ih^r stanzen Tragweite noch nicht empfunden wird, ja noch nicht zu übersehen ist. Für Deutschland ist diese Frage noch nicht aktuell. Außerdem Ijat die Regierung im Verwaltungs­wege Vorsorge getroffen, daß die fremden Zuwanderer auf .Zeit sich nicht endgiltig niederlassen, sondern immer als

Es erhellt daraus, daß der Ackerbau zum wett Über- Fremde betrachtet werden und unter einer gewissen Aus- wiegendsten Teil in Weizenbau mit 56,6% (= 7,8% in l sicht bleiben. Aber auch in Deutschland hat die inter- Deutschland) besteht, daneben steht die Futtererzeugung, nationale Freizügigkeit schon manche Unzutraglichkeiten nämlich das Heu, und unterAnderen Früchten" hauptsächlich hervorgerufen und gewisse Mißstmide gezeitigt. Es handel Futterrüben und Raps. Roggen wird o gut wie gar- sich hier um ernt azralpolrtrsche Angelegenhe . WÜI man nicht gebaut, da er in Anskalien keinen Markt hat; das- dr- natwnaleu.Kratt-juTte jelbe tft nut Kartoffeln der Fall; rn Australien ist du; Kar- Jun'g t>e§ platt en ßanbeS unb bie 3u-

löffel wie bei den Nordamerikanern bet weitem nicht - me ber Großstädte sind so bedenkliche Er-

nahrungsmittel, wie in Nord- und Mitteleuropa. Dahin- nun gen, daß man nicht zögern darf, um sie zu gegen haben Zuckerpflanzen mit 1,3%, und Mais mit 0,6% «beseitigen, selbst die Frei züg igkeit an zu tasten, der Ackerfläche fast die gleiche Anteilsgröße wie bei uns in! Ist man dahin gekommen, die inneren Wanderungen so Deutschland. zu lenken, wie sie den Interessen des Staates und der

Wie in allen jungen Ländern ist auch in Australien der Gesamtheit enffprechen, dann wird man leichter auch die Ackerbau sehr ertensiv. Das ist ersichtlich aus den ge- internationale Wanderung, bte fremde Zuwanbming, der ringen Durchschnittsergebniss-n, wie sie der LanbwirtschaWche ^'WeEgen Regelungen hingegen wer-

Sachverskmdige ur Au,kal.en.n emem Bericht an das Aus- »«'were, t interwttionaU Freizügigkeit

wärlige Amt mttteilt. Darnach betrug m Australien , bedenklich um sich greift und die ganze wirtschaftliche Ent­wicklung Deutschlands in ungesunde und gefahrvolle Bahnen drängen muß, wenn es nicht rechtzeitig gelingen sollte, die Arbeiterwanderungen zu regeln und die Boden­ständigkeit wieder zu kräftigen."

(for

w, X d« w ««genau.

INach dem Berichte des Landwirtschaftlichen Sachverständigen für Australien.)

Den Hauptzweig des austtalischen Landwirtschaftsbettiebes bildet die Viehzucht; indesien hat auch der Ackerbau in den letzten 20 Jahren einen wesentlichen Aufschwung erfahren, wenngleich seine Erzeugnisse auf dem Weltmärkte noch durch- Qus keine Rolle spielen. Allerdings ist die Anbaufläche mit nur 0,54% der Gesamtfläche i. I. 1899 äußerst gering; dem v vv u* v v_______

stehen z. B. in Europa 32%, m Deutschland fa|t 6.°%keitgtoflege wird seine diesjährige 26. Jahresver- gegenüber. Aber im Verhältnis zur Volkszahl hat Austra-1 mmrnlung in den Tagen vom 18. bis 21. September in iien in feiner Anbaufläche mit 0,56 ha in 1871 und 0,92 ha Estock abhalten. Die Verhandlungsgegenstände werden in 1899 auf 1 Einwohner Europa überflügelt; Deutschland sein: Die örtlichen Gesundheits-Kommissionen in ihrer bei feinem intensiven Anbau weist 1899 nur 0,5 ha auf beutung für Staat und Gemeinde, sowie für die amtliche leben Einwohner auf. Die landwirtschaftliche Bevölkerung Thätigkeit der Medizinalbeamten (Geh. Medizinalrat T^r. steht dagegen mit 475 000 ----- 1011% der Gesanttbevölke- Rapinund-Mniden und Privatdozent Dr. ^strow), Hy- rung geg°nüb°r D-utschlanb mit nmb 18 Millionen-- 35«/0

ier Gesamtbevölkerung sehr zuruck. Itraler ^eiinnas- und Lüftungsanlagen für Wohnhäuser und

Die Gesamtflüche des Erbteils betragt 797,8 Millionen Gebäude im letzten Jahrzehnt (Ingenieur Os-

Hektar; davon waren 1871 nur 1 090 000 Hektar, 1899 ixchder-Düsseldorf; die Bedeutung der hygienisch wichtigen schon 4 210 000 Hektar bebaut; immerhin ein sehr ge- Metalle (Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zinn und Zink) ringer Teil. im Haushalt und in den Nahrungsgewerben (Prof. Dr.

Was die angebauten Feldfrüchte betrifft, so sind sieIK. B. Lehmann-Würzburg; Straßenbefesttgungsrnaterialien .zumeist dieselben wie bei uns, im übrigen uns wenigstens dem I und Ausführungsarten sowie ihr ^iufttiß auf die @^«0* gtamen nach mehr oder weniger bekannt. Nur wenige sind lheit (Stadtbaurat Genzmer-Halle und Privatdozent Dr. Ty. Australien eigentümlich. Ihre Zunahme ist im Laufe der, Wetzl-Berlin). _______

Zeit immer gleichmäßig vor sich gegangen, wie das für die

iirde »%erci qlbre^-s. seit

konscrv dökt 1 ßoten,

5«^

Mark zur Subventionierung von Weg- und H"^len- bauten, welche Summen von der Versammlung, genehmigt werden. Für die Zeitschrift des Jahres 1902 ist eine neue Karte der Adamellogruppe, für 1903 eine Karte der Dolo­miten in zwei Blättern im MaUtabe 1:100 OOOvtogeiehen. In den wissenschaftlichen Beirat wurde Prof. Dr. Schönbach -Graz, in den Weg- und Hüttenbau- AusschußDr. Nase-Wien und Tr. Ro sch Nick-Laibach, ferner als Ersatzmänner Dr. LorenEien und Seifert- Nürnberg gewählt. Die vom Zentral-Ausschusse in Ver­bindung mit der Führer-Kommission , aufgestellte Ordnung für das Führerwesen wurde einstimmig angenommen, ebenso der von der Sektion Freiburg befürwortete und vom Zentral-Ausschuß empfohlene Antrag, der Frage des Un­ke r r i ch t s von Bergführern im S k i l a u f näher zu treten um möglichst rasche Hilfe bei Unglückssällen in den Alpen herbeizufiihren. Ter Zentralausschuß übernahm es, aus An­trag der Sektion Bozen, sich mit dieser Frage eingehend zu beschäftigen.

Als Ort der nächstjährigen Generalverfammlung wurde einstimmig Wiesbaden gewählt, und für 1903 Bozen in Vor­merkung genommen. Schließlich! sprach Justzizrat Schuster- München dem Zentrctt-Ausschusse den Tank ber Versamm­lung aus. Bei schönstem Wetter und reicher Illumination spielte sich gegen Abend in den Kuranlagen ein äußerst gelungenes alpines Volksfest ab.____________________

Der gegenwärtige Umfang des Ackerbaues in Australien.

W/iederaufnahme des Panamakanal-Pro­jekt s? Die amerikanische Kommission, welche mit dem Studium der projektierten Nicaraguakanallinie und mit dem des von den Franzosen iiotgedrungen im Stich gelassenen Panamakanals beauftragt war, hat ihre Arbeit vollendet und auch schon Bericht darüber erstattet. Letztere wird aber dem Kongreß erst im Dezember bei seinem Wieder­zusammentritt unterbreitet. Während dieser Zeit hofft man in Amerika von der französisck)en Gesellschaft, welche die Geschäfte des verkrachten Panama-Unternehmens führt, av f. .. - ,. . . , günstigere Verkaufsbedingungen zu erlangen. I^se An-

Tie Ettrage sind demnach noch recht gering und fogar na^me sich auf die Ueberzeugung, die sranzöfische im letzten Jahrzent mehrfach gefallen, was vielleicht in etwas I Gesellscliast werde einsehen, daß, falls Amerika sich für der größeren Aufmerksamkeit, die man neuerdings dem I den Bau des Nicaraguakanals entschiede, sie selbst kein Futterbau zuwendet, zur Last fällt, jedenfalls aber zum I Mittel mehr auf treib en könne, um das Panamaprojekt auv- Hanptteil einem Umstande, den der australische Fanner nicht zuführen. Alles Geld, das bisher in dieses Unteimehmen m der Hand hat: der großen Dürre der letzten Jahre. gesteckt ist, wäre dann vollständig verloren wahrend ei

MirrArgpwPTtt mit deii Vereinigten Staaten die unMck- lichen Panama-Aktionäre wenigstens zu einem "einen Teile ytTult|(t)E Tügesslylm. wieder in den Besitz ihres Geldes setzen konnte. Bisher

Zu dem Projekt einer Kolonialarmee schreibtlhat sich jjedoch die ftanzöfische Gesellschaft sehr Hart­man uns aus Berlin, 2. September: näckig gezeigt; man spricht von einem Verkaufspreis von

Mit dem Plan einer Kolonialarmee wird es nun doch 150 Millionen Dollars; aber ein solcher Preis scheint für «Ernst, denn Bayern soll von der Reichsregierung zu einer Iden Kongreß indiskutabel zu sein, denn die Kommysion M e i n u n g s a u tz e r u n g über die Gründung einer Kolo- hat berechnet, daß ber Arbeitswert für die bis jetzt tn 'nial-Armee aufgefordert worden sein. Wie immer die l Angriff genommene, uvyv» ^>»11-.... ------ -

Aeußerungen der Bundesregierungen aussallen mögen, Panamakanals sich auf 33 Millionen Dollars beläuft, wäh- Denn selbstver)ländlich ist eine solche Anftage nicht nur renb bie Fertigstellung noch ungefähr 142 Millionen' <m Bayern gerichtet. in der Bevölkerung und, woraus es, Dollars kosten würde.

Wie», 2-. ® ,w

51t «nt 0. Lavalla llfln tJipr d cludienz. i(torbnun9 dem uniform be8 ® ach deren W on drew ^Xborbnung m 1 bninn eine Hof -ant » -°°°" naren. ebenb nach «agatz, die Üa offiziellen Perso Königin legte e .gondvoll Edeln nieder.

Budapest, - Bukarest die Dieser soll mit haben und wich ^sühtt haben. Grenzwache. Regimenter bere schließen lasse.

Paris, 2. e c asse. hatte h tem Botschafter

£onben, 2. 31111 besuch des in Bilenheim ei der Trades-l eröffnet. Mehrc orgamfierte Arbk

helfiugör, 2, dcirtt ift um 21

aiferpaar Im Wrtig unb ber ge/ Londerzucz v h \\t reich Inm, wurde es v prinzen und dem Uniform trugen, piar in herzliche Königsfamilie, s dm männlichen Köngen der rus fompagnie ab. zu.g, der um 2.: be*i der Abfahtt nenge begeiftert

Koptuhagku, gekommen und r tiensborg gefa

Pttersbur-, tiofotjn Lchungtsc hirg abgelehnt in London, zu Wutingsang, dessen Stelle in

San Sebasti h°l heute vormr Passages abgega . . Konstantinok Mette heute V emoroiero roeqer

Aus ko we Tüttei habe -oranbo direkte SIb?' daß bi, tiecufor an ihre

Nkw.York, 2

nach Pa ^ereffen zu schj

^neral Mi^e

Hauptgruppen bie

folgende Uebersicht zeigen mag.

Es wurden

-nugebaut (rund)

im 1881

Jahre

1899

Zunahme

Hektar

Hektar

%

Weizen . . .

1 364 000

2 383 000

75

Hafer . . .

177 000

311 000

76

Gerste . . .

42 000

68 000

62

Mais . . .

68 000

143 000

110

3tart off ein . .

41 000

71 000

73

Heu ....

339 000

704 000

108

Wein . . .

6 000

25 000

317

Zuckerrohr . .

16 000

54 000

237

Andere Früchte

298 000

451 000

51

2 351 000

4 210 000

82,fr

Gesamternte

lOjähriger Durchschnitt

1881

Mill, dz

Weizen 8,07

Hafer 2,13

Gerste 0.46

Mais 1,48

Kartoffeln 3,71

Heu 8,70

Zuckerrohr etwa 7,20

von 1 Hektar 1889 1880/89 1890/99

Mill, dz dz dz

13,19 6,88 5,90

4,46 12,41 11,95

0,84 11,51 11,21

2,51 18,58 18,12

6,39 96,08 93,71

20,81 30,10 30,10

1890/5 in» x

QueenS? 1 1

13,47 land }38,70 1895/9 >41,20

Tabak 0,016

Roh- 1 zucker J ]

0,007 11.32 10,53