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Air Disflplia in btr englisch-südafriklmischen Arme.
Aus Pretoria, 4. Juli, wird der „Welt-Korr." geschrieben: Bon den oberen Heerführern bis zum gemeinen Soldaten herab begegnet man Ansichten, über militärische Disziplin, Pflichttreue usw., welche für deutsche Begriffe geradezu kraß sind. So z. B- ging vor längerer Zeit General P o l e - E a r e w nach Europa. Er hat sich inzwischen verheiratet, hat den üblichen Ehren-Säbel, Orden usw. in Empfang genommen und läßt den Krieg — Krieg und de Wei einen guten Mann sein. Ein englischer Obersts äußerte sich hierüber Ihrem Berichterstatter gegenüber wie folgt: „Es ist recht bedauerlich, daß Pvle-Carew nichst! mehr in Südafrika bleiben wollte, er ist einer der besten Führer und es wurde alles versucht, ihn zu halten, aber was war zu thun, der Mann hat ein jährliches Einkommen von 1OOOO Pfund." Es erschien dem Oberst ganz einleuchtend, daß der Besitzer eines so „kostbaren" Lebens es nicht mehr aufs Spiel setzen wollte. Auf seine Entschließungen scheinen die Wünsche oder Befehle seiner Vorgesetzten, nicht den mindesten Einfluß gehabt zu haben; übrigens scheint er nicht einmal seinen Abschied genommen zu haben, wodurch seine Abreise noch unerklärlicher wird. — Zur Zeit, als Bad en-Po well noch hier war, kam eine Uitlanderin zum Kontor des hiesigen Militärgouverneurs, General Maxwell, und suchte um persönliches Gehör nach; als ihr dies infolge ihrer Ausdauer endlich gewährt wurde, bat sie General Maxwell um Erlaubnis, ihren vor kurzem geborenen Sohn nach ihm zu nennen. Maxwell erwiderte: „Ach bitte, thun Sie dies lieber nicht, aber wenden Sie sich nur an General Baden-Powell, er hat sein Kontor nur ein paar Thüren weiter, der wird es sich zur ganz be- sondern Ehre anrechnen!" — Sind schon die höheren Offiziere etwas „merkivürdig", so ist es kein Wunder, daß bei fortt Subaltern-Offizieren Verhältnisse bestehen, die für einen Nicht-Engländer rein unbegreiflich find. Immer wieder hört man, daß Lord Kitchener persönlich dieses oder jenes Hotel visitierte und den dort herumbummelnden Offizieren die Wahl ließ, entweder sofort zu ihren Regimentern zurückzukehren, oder nach England zurückgesandt zu werden! Es wäre interessant, zu wissen, ob solche Offiziere sich in den Städten ohne Borwissen ihrer Re- gimentskommandeure Herumtreiben, oder ob diese solchen Mangel an Ordnung dulden. Es wird sogar versichert, daß die Hotels verpflichtet sind, der Polizei täglich eine Liste der anwesenden Offiziere einzureichen; die Offiziere, die ihren Aufenthalt über zwei Tage ausdehnen, werden dann höflich ersucht, zu ihrer Truppe zurückzukehren, oder einen triftigen Grund für ihr ferneres Verweilen anzugeben. Gs ist bezeichnend, daß die den Offizieren gestellte Alternative stets nur die Zurücksendung nach England ist; andere Strafen für Dien st Versäumnis im Kriege scheint man für sie n i ch t zu kennen. — Der einzige Offizier, der — von seinen schlechten Eigenschaften sei hier abgesehen — etwas auch nach deutschen Begriffen „soldaten- nräßiges" hat, ist Lord Kitchener. Das Gepränge, das LordMo b ertssosehrliebte, ist ihm verhaßt; während Roberts hier fast immer umgeben von einer glänzenden Suite erschien, sieht man Kitchener stets nur begleitet von einer Ordonnanz ausreiten. — Die Proklamation der Thronbesteigung König Edwards des VII. hätte bei Roberts sicher die Veranlassung einer großen Feier, Parade usw., abgegeben; Kitchener machte die ganze Sache in 5 Min. ab. — Eine weitere Eigenschaft von Lord Kitchener ift, daß er bei seinen Offizieren auf einfachen, vorschriftsmäßigen Anzug hält; alle Modethorheiten sind ihm in der Seele zuwider, und manche bittere Bemerkung wird den Offizieren zu teil, welche in dieser Hinsicht sein Mißfallen erregen. Eine besondere Abneigung hat er gegen Monocles; vor einigen Monaten hielt er einen Offizier in der Sttaße an, und fragte ihn, ob er das Monocle zum Sehen be- nöttge. „Gewiß Mylord", antwortete dieser, worauf Kit- ck-ener erwiderte: „Offiziere mit schlechten Augen kann ich. in der Armee nicht brauchen. Melden Sie sich noch heute bei meinem Stabsoffizier zur Entgegennahme Ihres Reisepasses nach England!" Zum Schluß noch ein Wort über das äußere Betragen der berühmten „Freiwilligen". Es macht auf jeden Deutschen immer wieder einen absonderlichen Eindruck, wenn er sieht, wie es niemals einem dieser Helden einfällt, einen ihm auf der Straße begegnenden Offizier zu grüßen; danach kann man die Äsziplin dieser Leute bemessen.
Dasselbe Kapitel behandelt ein Bericht der „Deutsch- Austtaliscyen Post" über die von Südafrika nach Hause zurückgekehrten austtalischen Freiwilligen. Es heißt da: Eigentümliche Gerüchte gingen in der Stadt herum über eine Meuterei an Bord des Truppenschiffes „Morayshire", das 600 austtalische Afrikakümpfer zurückbrachte. Bor einigen Tagen, bei Ankunft des Schiffes, wurde durch Reporter etwas mehr Licht in die Sache gebracht. Augenscheinlich ist der jetzige Transport, der aus den zurück^ kehrenden Buschleuten besteht, die seinerzeit auf Kosten der hiesigen Bürgerschaft unter dem Namen „Citizens Bush- menkorps" in den Krieg gesandt wurden, und dessen Zu- smnmenstellung schon vor der Abfahrt in mancher Weise bemäkelt wurde, der disziplin- und zuchtloseste gewesen, der jemals nach den hiesigen Gewässern zurückkam. Die Offiziere schienen eine Null an Bord des Schiffes gewesen zu sein. Der kommandierende Major Turnbridge vergeudete seine Lungenkraft an immerwährendem Verlesen der Meuterei-Atte, deren Endsttophe „Tod" ist, um im nächsten Augenblick von den umstehenden „Soldaten" belehrt zu werden, er habe nichts zu sagen. Die Ursache der Meuterei war, daß Major Turnbridge einige Soldaten zum Deckreinigen mit Stein kommandierte und diese ihm direkt sagten, das wäre nicht in ihrem Konttakt vermerkt, sie weigerten sich somit, dem Befehl nachgnkommen. Hier
auf erfolgte die Einkerkerung von sechs der Meuterer. Am nächsten Tage begaben sich 20 Kameraden nach dem Arrest- lokal und befreiten die Erngekerkerten, die sich beim Major als befreit meldeten. Die Folge davon war das zum Sammeln-Blasen und die obenerwähnte Verlesung der Meutereiakte sowie eine Ansprache des Kommandanten, in der er die Meuterer einlud, ihn zu erschießen oder über Bord zu werfen. „Mein Bericht", schloß er, „wird doch an die richtigen Autoritäten gelangen." Als das Schiff in Melbourne an tont, wurde der Stand der Dinge den Autoritäten mitgeteilt, die sich um Gnade für die Anführer der Meuterer beim Gouverneur verwandten. Um der unangenehmen Sache ein Ende zu machen, wurden diese wirklich begnadigt. Wahrend der Reise wurde unter den „Kriegskameraden" tüchtig gestohlen; einem Mann allein, der sich 218 Lstrl. erspart hatte, wurde das Geld während des Schlafes entwendet.
Kus Stadt und Land.
Xachrlchte« von allgemeinem Interesse find UN« stets willkommen und werden angemessen honoriert.
•• Gedenktafel«. Wenn wir die Straßen unserer Stadt durchwandern, dann sehen wir hier und da einmal au einem Hause eine Gedenktafel, in der Westanlage eine solche für Karl Hillebrand, den späteren Litteraturprofessor in Douai, in der Frankfurterstraße für den Theologen Credner, in der Neuenbäue für Friedr. Diez, den Begründer der romanischen Philologie, in der Sonnenstraße für den hauptsächlich durch seinen Verkehr mit Goethe bekannten Juristen Höpfner. Die Häuser von Liebig und von Balthasar SchuPPius, dem großen Kanzelredner und Satiriker des 17. Jahrhunderts, auch unseres Ernst Eck stein Geburtshaus entbehren annoch einer Gedenktafel. Noch mehr vermissen wir aber eine sichtbare Erinnerung an den bedeutsamen Aufenthalt des Feldmarschalls Blücher in Gießen im November 1813. In jener denk' würdigen Zeit hat der greise Haudegen mit dem goldenen Herzen und prächtigen Humor, der fanatische Franzosen- hasser — noch nach den Kriegen pflegte er zu sagen: „Dies Volk ist mich zuwider!" — im Hotel Einhorn, wenn wir recht unterrichtet find, gewohnt. Alfred Bock hat in einem vor Jahren in der Beilage zur Münchener „Allg. Ztg." veröffentlichten dankenswerten Aufsatze unter dem Titel „Blücher in Gießen" manche interessante Einzelheit auS jenen bewegten Novembertagen des Jahres 1813 der Vergessenheit entrissen. — Noch ein anderes Haus verdiente u. E. der äußeren Kennzeichnung. In Bellersheim im Kreise Gießen war es, wo der nachmalige Kaiser Wilhelm I. als jugend. licher Prinz auf dem Wege nach Frankreich nicht lange nach dem Gießener Aufenthalte Blüchers, nämlich im Jahre 1814, übernachtet hat. ES ist daS dortige zweite SchulhauS, ein massives Gebäude mit fast 2 Meter dicken Wänden, heute noch Mittelburg genannt. Einst war es das Wohnhaus eines größeren Gutes und ist, wie die Jahreszahl mit dem Wappen über dem Eingang der Thür angibt, von den Herren von Riedesel im Jahre 1590 erbaut worden. Später gehörte eS dem Fürsten von Braunfels, und im Jahre 1872 ist es mit den dazu gehörigen Oekonomiegebäuden an die Gemeinde B. übergegangen und nach Abhebung de- 3. Holzstockes als Schulhaus hergerichtet worden. Die Gemeinde hatte nämlich ein dem Herrn v. Degenfeld gehöriges Gut mit Wirtschaftsgebäuden gekauft und letztere gegen die Mittelburg umgetauscht. Der verstorbene Pächter Kamer hat oft auf das bestimmteste versichert, daß er von seinem Vater, dem damaligen Pächter, gehört habe, daß Kaiser Wilhelm I. als Prinz in dem südwestlichen Zimmer des oberen Stockwerkes übernachtet habe. DaS Datum konnte er nicht angeben. Auch in der BellerSheimer Chronik wird leider nichts davon erwähnt. — Vielleicht nimmt sich einmal der Oberhessiche Geschichtsverein dieser Sache an. Ihm würde es gewiß nicht schwer fallen, näheres über den BellerSheimer Aufenthalt des damaligen Prinzen Wilhelm von Preußen zu ermitteln. Vielleicht erachtet auch er es für angebracht, daß sowohl dieses Haus in Bellersheim als das Hotel Einhorn in Gießen durch entsprechende Gedenktafeln an jene ereignisreich Zeit jung erblühenden deutschen Nationalgefühls zum Gedächtnis späterer Geschlechter ausgezeichnet werden.
Gießener Volksbad. Im Juli wurden 12 480 Bäder verabreicht gegen 10 606 im Juni 1901 und 12 505 im Juli 1900, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 430 Bäder gegen 393 im Juni 1901 und 431 im Juli 1900. — Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt:
Schwimmbad 5773 Männer, darunter 614 zu 10 Pf., „ 2040 Frauen, M 511 „ 10 „
Wannenbäder 1. Klasse 284 Männer, 113 Frauen,
„ 2. „ 956 „ 846 „
Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 125 Männer, 18 Frauen, Brausebäder 1806 Männer, 519 Frauen. Die Personenwage wurde von 240 Personen benutzt nnb das Bad von 28 Personen besichtigt.
** Manöver-Postsendungen. Aus Anlaß der bevorstehenden militärischen Herbstübungen sei auf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und deutlicher Aufschriften bei den Manöver-Postsendungen hingewiesen. Zur genauen Aufschrift gehören: Familienname, möglichst auch der Vorname, Dienstgrad und Truppenteil nach Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Batterie, Kolonne rc. und für gewöhnlich auch der ständige Garnisonort, nötigenfalls
mit dem Zusatz „oder nachzusenden". Die Angabe eines Marschquartiers empfiehlt sich nur dann, wenn es genau bekannt ist, oder wenn vorauszusehen ist, daß die Sendung so zeitig an dem angegebenen Besttmmungsort eintreffen wird, daß sie vor dem Weitermarsch in Empfang genommen werden kann und daß die Abholung von der Post mit Sicherheit zu ermatten ist. Da der Stab des Regiments und die einzelnen Bataillone re. ihre Postsachen in vielen Fällen bei verschiedenen Postanstalten in Empfang nehmen, so ist eine genaue und richtige Aufschrift bet den an die Offiziere gerichteten Manöver-Postsendungen ebenso wie bei den Mannschaftssendungen unentbehrlich Durch mangelhafte oder ungenaue Aufschriften wird der Empfang der Sendungen oft sehr verzögert. Zur Vermeidung von Auslassungen in der Aufschrift und Erhöhung der Deutlichkeit empfiehlt sich die Verwendung von Briefumschlägen mit entsprechendem Vordruck.
L.C. Rh ein fahrt. Am Sonntag, den 4. August, veranstaltet der Rheirchessische, AHLE gemeinsam mit dem Wiesbadener AHLE von Mainz aus die zweite LE-Rheinfahrt nach dem Niederwald-Nationaldenkmal, zu der sich Alte Herrn und Aktive der im Koburger L.C. vereinigten deutschen Landsmannschaften auf deutschen Universitäten zusammenfinden werden. Die Abfahrt in Mainz erfolgt 9 einhalb Uhr vormittags mit Extradampfer; Rückkunft daselbst gegen 9 Uhr abends.
* tz Ober-Seemen, 2. August. Der Stifter des Synagogenbaukapitals Zimmermann in Amerika, ein früherer Bürger unseres Ortes, sandte an die hiesige Bürgermeisterei 5000 Mark. Das Kapital soll verzinslich angelegt werden. Die Zinsen sollen jedeswal am Todestage der Frau Zimmermann unter die Armen unserer Gemeinde ohne Unterschied der Konfession verteilt werden.
t Hartmannshain, 2. August. Unsere Schulstelle ist jetzt definitiv dem Lehrer Schmidt aus Sellnrod übertragen worden. Schulverwalter Dambmann erhielt ein Versetzungsdekret nach Sellnrod.
() Ulrich stein, 2. August. Die hiesige erste Lchrer- stelle wurde dem Schulverwalter Friedrich Göllner aus Ober-Hilbersheim i. Rh. definitiv übertragen.
Langwaden, 31. Juli. Die Zeitungs-Redaktionen werden um die weitere Verbreitung des folgenden Aufrufs gebeten: Am 15. Juli zog über die 500 Morgen große Gemarkung Langwaden ein verheerendes Hagelwetter, das sich über die ganze Gemarkung und Teile benachbarter Gemarkungen erftretfte und unmittelbar vor der Ernte die berechtigten Hoffnungen der Bewohner auf den Ertrag ihrer Felder zerstörte. Das Getreide wurde hierbei gänzlich vernichtet, Kartoffeln, Rüben und sonsttge Früchte aufs schwerste geschädigt. Die fast durchweg gering begüterten Bewohner, welche leider nicht versichert sind, gehen schwerer Not entgegen, wenn nicht milde Dände sich aufthun, um derselben einigermaßen zu steuern. Die Unterzeichneten wenden sich daher verttauensvoll an die Mild- thätigkeit ihrer Mitmenschen und bitten dringend um baldige Zusendung von Gaben zur Steuerung der Not. Becker, Bürgermeister in Rodau. Geffert, Bürgermeister in Fehlheim. Gros, Geh. Regierungsrat in Bensheim. Hof- meyer, Bürgermeister in Schwanheim. Hofmeyer, Gemeinde-Einnehmer in Hühnlein. Oßmann, Bürgermeister in Langwaden. Rechel, Bürgermeister in Hühnlein. Rohn, Gemeinde-Einnehmer in Schwanheim. Steiner, Pfarrer in Schwanheim.
Cronberg, 2. Aug. Das Befirrden der Kaiserin Friedrich ist nicht befriedigend. Der Kaiser erhält täglich telegraphische Mitteilungen hierüber. Die Nachricht, daß der Kaiser in diesen Tagen in Homburg ein-, treffen werde, ist nicht richtig. Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen treffen täglich von Homburg auf Schloß Friedrichshof ein und kehren abends wieder nach Homburg zurück. Der Kronprinz von Griechenland ist gestern aus den Rheinlanden wieder auf Schloß Friedrichshof angekommen.
Kassel, 2. August. Der Treber krach beginnt auch in Bezug aus unsere städtischen Finanzverhält- nisse seine Schatten zu werfen, wie aus einer sehr pessimistischen Auslassung des Stadtverordneten-Dorstehers Kom- merzienrats Pfeiffer hervorgeht. Es handelte sich unt Beschlußfassung über ein Preisausschreiben zwecks Erlangung von Entwürfen für einen neuen Rathausbau, der auch schon in den neuen Arbeitsplan ausgenommen i|K Es sollte darüber in der gestrigen, allerdings nur schwach besuchten öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten Beschluß gefaßt werden. De Angelegenheit wurde schließlich vertagt, einmal wegen des schwachen Besuchs ber Versammlung, sodann aber auch unter dem Eindrücke der erwähnten Auslassungen des Vor fitzen den. Dieser führte nämlich 'aus, man thäte am besten, überhaupt erst eine Klärung der gesamten finanziellen Verhältnisse abzuwarten Wenn auch das vorige Jahr noch einen lieber» schuß von 530 000 Mark gebracht habe, so sei dock), zu erwarten, daß wir mit erheblichen Steuerausfällen! in der' Zukunft würden zu rechnen haben. Das Steuererträgnis selbst werde wesentlich zurückgehen, da wir un$ inmitten einer schweren wirtschaftlichen Krisis befänden, deren Ende noch nicht abzusehen sei.
Vermischtes.
* Wie man sich auf einer Nordl anldreisa amüsiert. Ein Teilnehmer der Vergnügungsfahrt der „Auguste Viktoria" schreibt dem „Börs.-Cour." folgendes: Kaiser Wilhelm kam an Bord der „Auguste Viktoria" in weißem Anzug, mit Degen und der Marinemütze. Er schritt, beständig salutierend, mit fteundlichem Lächeln die Reihen der ihn ehrfurchtsvoll begrüßenden Passagiere ent-
1S1. Jahrgang
Erste- Blatt.
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Sonntag 4. August 1901
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Bei Postbezug vicrteljtha, Mk. 2.00 ohne ötfteKß*,
Alle Hngtigert-Ccrtnittlunfi*- stellen des In- unb WubieeeM nehmen Anzeigen für b<e •iefeenrr Anzeiger enlgeaa«. ÄtUtnprttb. lokal in Wä* au«»ärt® 80 Wg.
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen sss:


