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jetzt auf die ganze mit der elektrischen Ausrüstung verschenk Strecke, der Militärbahn von Marieufelde bis Zossen
echt.
$a^?*140 Kilometer in der Stunde. Die Studien- qesellschaft für elektrische Schnellbahnen in Berlin hat bte Versuchsfahrten aus der Militärbahn brsher ohne Unterbrechung fortgesetzt, indem abwechselnd mit je einem der beiden Wagen, von Siemens & Halske und der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschast, gefahren wurde. Die Versuche sind
Vermischtes.
* Berlin, 1. Nov. Der Hausbesitzer und Schlächtermeister Heß, der gestern nacht einen Schlossergesellen, der mit einem Mädchen sein Haus betreten wollte, den Eingang verwehrte, wurde von dem Schlossergesellen durch einen Messerstich schwer verletzt. Der Angreifer wurde ver-
Frankfurt a. M., 30.Ott. Wegen Entführung seines eigenen Kindes hatte sich am 23. Oktober der prakt. Arzt Dr. Wolff vor der Strafkanirner zu verantworten. Er tfi von . seiner Frau geschieden, aber der aus der Ehe entsprossene Knabe nt ihr ^gesprochen worden und der Vater durfte ihn nur wahrend .der Ferien bei sich behalten. Weil er nun den, wie er sagt ver- / ^büchen Liuflutz der Mutter auf das Kind verhindern wollte, ent-
ausaedehnt worden. Man ist dem Ziele schon erheblich näher gekommen. Die Schnelligkeit ist allmählich weiter ge- steig?r^wo7d7n Man ist nach Ausweis derSelbstregistrier- Apparate bereits zu einer Geschwindigkeit von 130 brf140 Mometer in der Stunde gelangt. Die Lagen durchfahren also in einer Sekunde 38 Meter. Die gesamte Entsernuna von 23 Kilometer zwischen Marienfelde undZossen wird ietzt in 10 Minuten zuruckgelegt. Man wurd< mit dieser Geschwindigkeit von Berlin nach Hamburg s^on rn zwei Stunden gelangen. Tie Wagen behalten trotz Mer von keinem menschlichen Fahrzeug erreichten ^Schnelligkeit einen überraschend ruhigen Gang.
* Angerburg (Ostpr.), 1- Nov. In der Ortschaft Knobbenort haben zweiSch ulknaben einen furchtbaren Tl orb verübt. Der neunjährige Grigo und bei achtjährige Lasch, beibe Arbeitersöhne, fanden, wie sie selb:, zugestanden haben, den 70 jährigen Ortsarmen Korsch am ^ege m betrunkenem Zustande schlafend. Sie schlugen ihn mit Stocken so lange, bis sie glaubten, daß er tot Jet, da'in versuchten ie, ihm die Augen auszustechen, ludern sie ihm Stiche unter und über den Augen beibrachten. Korsch starb bald
Warnung vor Fälschung
j in Pillen noch in Pulverform noch mit Cacao Vv uUvl gemischt, sondern
in Flaschen mit eingepi 'tem Namen ist
UUT Dr. HonuntA’s Haematoffen
führte er den Knaben nach Amsterdam. Nach lanaer Verhandlung . vertagte das Gericht die Urteilsverkündrgung aus den 30. Cttober. Während der Verteidiger, Rechtsanwalt Richard Brucks ym- 'prechunq beantragt hatte, nahm das Gericht an, day bte Doraus- ehungen des § 235 des Strafgesetzbuchs vorliegen und erkannte auf 3'Lage Gefängnis. , „ „ , , r
Stuttgart, 1. Nov- In der heutigen Verhandlung vor dem hiesigen Landgericht gegen die Redakteure des „Beobachters", Freu... und Schmidt, wegen B e l e i mgung der deutschen T-uppen in China sagt, der als Senge vernommene ' . neralleutnant v. Lessel a. ?, es sei völlig unwahr, daß die deutschen Truppen gemordet und geplündert hätten. Ausschreituugen einzelner Soldaten seien sofort kriegsgerichtlich auf das Strengste geahndet worden. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagten je drei Monate Gefängnis. Schließlich wurde der Chefredakteur Landtaasabg. Schmidt frei- gesprochen. Das Urteil gegen Freund lautete wegen zweier Beleidigungen der deutschen Truppen auf vier Wochen Gefängnis und Tragung der Kosten. Im Lause des Play- doyers teilte Oberstaatsanwalt Hörrschner mit, daß nach einer ihm vom preußischen Kriegsministerium zugegangenen Mitteilung noch gegen 8 bis 9 deutsche Zeitungen n t r a s - antrag wegen Abdrucks von Hunnenbriesen gestellt worden sei. Inkriminiert waren zwei Artikel enthalten, von denen der eine die Ueberschrift: „Der Antritt des neuen Jahrhunderts", der zweite: „Der Aufruhr .in China "trug. Ein Unteroffizier des L vstasiatischen Infanterieregiments Friedrich Weinmann bezeugte, daß die reglementsmäßige Disziplinarstrafe des Pfahlanbindens an deutschen Kriegern häufig, seines Wissens etwa zehn Mal in vier Wochen, ausgeführt worden sei. Generalleutnant v. Lessel schätzt die Vergehen der Leute gegen Leben und Eigentum der chinesischen Bevölkerung auf etwa zwölf und die Dienstvergehen von Offizieren aus ungefähr sechch Die astronomischen Instrumente der Pekinger Sternwarte seien als Kriegsbeute weggeführt, wie man eben im feindlichen Lande öffentliches Eigentum zur Deckung der Kriegskosten beschlagnahmt. k ,
Nordhause«, 31. Okt. Wegen Beteiligung an den S t r aßen- krawallen während des Tabakarbeiterausstandes verurteilte die Strafkammer 19 Einwohner zu Gefängnisstrafen bis zu 6 Monaten. 5 Angeklagte wurden freigesprochen.
Lemberg, 1. Nov. In dem Prozeß geaen den Sozialisten- führer Reger und Genossen wegen angeblicher Beleidigung des Offizierkorps sprach das Schwurgericht sämtliche An- geklagten frei. _______________________
nach der Auffindung. .
* Die P e st. In dem Vororte von Kon stan tino p el Beschiktasch ist ein Pestfall vorgekommen. Der Erkrankte und die Personen, welche mit ihm in Berührung gekommen, ind ins Lazarett geschafft worden. — Tie ruf fische Kommission zur Bekämpfung der Pest giebt bekannt, daß in Datum ein Mann an pestartigen Symptomen geftorben ist, und bald darauf ein anderer, der mit ihm in teiner Berührung stand, unter ähnlichen ErsckMnungen erkrankte. Dieser befindet sich auf dem Wege der Genesung, feine Familie ist isoliert. In beiden Fällen ift durch die l>ak^ teriologische Untersuchung wirkliche Pest nicht festgestellt worden. Gleichwohl sind alle notwendigen Vorfichts- rnaßregeln getroffen, und die eingehenden und auvlausen- den Schiffe strenger ärztlicher Untersuchung unterworfen worden. — Ein Schenkmädchen auf der schottischen: Bahnstation Airdrie, das bis vor kurzem eine ähnliche Stellung in einem Gasthause in Glasgow bekleidete, ist unter pestartigen Erscheinungen erkrankt. Die Schankstelle und auch die Station sind geschlossen. — Aus Glasgow selbst wird gemeldet: Seit der letzten Meldung ist hier ein n^uer Pestfall zur amtlichen Kenntnis gebracht worden. Dadurch erhöht sich die Zahl der Erkrankungen auf fünf. Jnbetreff der den Husen verlassenden Schiffe sind noch keine Anweisungen vom Auswärtigen Amte ergangen, man glaubt aber, daß ein Erlaß beschränkender Vorschriften unmittelbar bevorsteht. Die Konsulen lehnen die Ausstett- ung der Gesundheitspapiere ab. Eine große Zahl Per, onen, die mit den Erkrankten in Berührung gekommen find, wurden isoliert.
♦ Nybvrg, L Nov. Das russische Panzerschiff Perestwsaet" ist heute morgen am Nordende der Insel Langeland auf Grund geraten. Ein Beraungsdampfer ging zur Hilfeleistung ab.
Untersuchungshaft. Die Kammer erkennt auf eine solche von 8 Monaten unter Anrechnung der beantragten Unter- ’ suchungshaft. — Philipp Stiller, Tagelöhner zu Burg- Gräfenrode, und dessen Sohn Johann Stiller, sind beschuldigt, gemeinschaftlich mittels gefährlichen Werkzeugs den Georg Stiller, einen anderen Sohn des Angeklagten Philipp, Johann Stiller auch den Anton Vetter körperlich , verletzt zu haben. Es sind eine größere Anzahl Zeugen geladen, auf die aber teilweise, da die Angeklagten ge- ; ftändig sind, verzichtet werden kann. Die Staatsanwaltschaft beantragt, Johann Sttller in eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten und zwei Wochen, Philipp Sttller in eine solche von vier Wochen zu verurteilen, sowie m die Kosten des Verfahrens, unter Gesamthaftung für bte Auslagen, ferner auch bie Einziehung bes benutzten Mesters ausgesprochen. Tas Urteil lautet gegen Philipp Stiller auf eine Geldstrafe von 30 Mk., gegen Johann Stiller aus eine Gesamtgefängnisstrase von drei einhalb Monaten unter Anrechnung der seit dem 17. September d. I. erlittenen Untersuchungshaft. Da- benutzte Messer wird eingezogen. — Die Einziehung eines alschen Einmarkstückes wird darauf durch Urteil ausgesprochen. — Weil der Landwirt Johannes Philipps Fus von Fauerbach v. d. H. Kalk gelöscht und dadurch üble Gerüche erzeugt haben sollte, toar er, in Anklagezustand versetzt, aber durch Urteil des Schöffen- gerichts Butzbach vom 4. Oktober er. sreigesprochen Ivorden. Gegen das freisprechende Erkenntnis hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt Die Staatsanwattjchaft beantragte unter Stattgebung der Berufung Verurteilung des Angeklagten in eine Geldstrafe von 3 Mark. Die Kammer setzt die Verhandlung aus zwecks Vernehmung des Bürgermeisters von Fauerbach. — Die bisher unbestrafte Lina Schmidt von Nieder-Breidenbach ist angeklagt, im Jahre 1898 oder 1899 in rechtswidriger Absicht und der Absicht, fick) einen Vermögensvorteil jrn verschaffen, eine zum Beweise von Rechten dienende Privaturkunde, eine Quittung, für die Zahlung des Kaufpreises für einen dem Kaufmann Siegmund Hirth in Kirtorf gelieferten Mantel ausgestellt, aus den Betrag von 28 Mark lautend, falfchlich angeserttgt und zum Zwecke derTäuschung vonihriGebriuich gemacht habe. Die Angeklagte leugnet die chr zur Last gelegte Strafthat. Die Staatsanwaltschaft hält nach erfolgter Beweisaufnahme den Schuldbeweis für erbracht und beantragt gegen die Angeklagte eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Das Gericht erkennt auf eine Gefängnisstrafe ton drei Wochen. — Heinrich May in Bad-Nauheim ist angetlagt, als Rechner des dvrttgen Turnvereins insgesamt 445 Mark unterschlagen zu haben. Der Angeklagte ist geständig. Die Staatsanwaltschaft beantragt gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen cms- zusprechen. Die Kammer erkennt demgemäß. — Der Ar- Letter Karl Wilhelm Frank von Höchst a. d. N. wird wegen Blutschande, begangen an seiner Tochter, in eine Zuchthausstrafe von vier Jahren, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von acht Jahren, ver-
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