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03/11/1901 Drittes Blatt
 
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Sonntag 3. November 18)01

Nr. 259

151. Jahrgang

Drittes Blatt.

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ganisation aussprechen. In seinem ausgezeichneten erat, das der vor Jahresfrist verstorbene Hallenser Pro-

essor Willibald Bey schlag auf der Jahreskonferenz

von

Len vereinigten deutschen Stämmen auf Feindes Land voll­brachten Großthatcn, die unauslöschlich in das Gedächtnis nicht nur aller Deutschen, nein, aller Völler geprägt sind. Da­mals bahnten die Deutschen in ihrer Gesamtheit sich endlich in deutscher Treue ihren Dornenweg bis zu den glorreichen Tagen von Sedan und Versailles. Das Andenken an jene Zeit, an jene nie zuvor gesehenen kriegerischen und politischen Erfolge von 1870/71, die die Sehnsucht der deutschen Nation erfüllten, wie ihre Denker sie sich gedacht und ihre Dichter sie sich erträumt hatten, wach zu erhalten, die Kle.nmütigcn und Lauen mit schwungvoller Rhetorik emporzurütteln, die heiligen Gefühle opferfroher Vaterlandsliebe anzufeucrn und zu bestärken das ist wahrlich eine verdienstvolle That. Unserer heutigen Zeit fehlt die kraftvolle Tonart des Pommers Arndt, der warme Wohllaut des Ostpreußen Schenkendorff. Wir befinden uns in einer Zeit unheimlich brodllnder und kochender Gährung der Geister und Gemüter, in unserer Heranwachsenden Generation droht der Glaube an die deutsche Vergangenheit verloren zu gehen, ohne die der zuversichtliche Glaube an die Zukunft nicht gedeihen kann. Mit der Tapfer­keit des deutschen Gedankens und des deutschen Herzens steht heute int Widerstreit die fortschreitende sittliche Erschlaffung, die sich gar zu gern mit Schein und Halbheit begnügt, statt thatkraftig und zielbewußt zum Wesen und zur Ganzheit vor­zudringen. Festem und klarem, gesundem und wahrem Deutschtum zuzustreben, eine durch nichts zu trübende, allen Ränken und Gefahren mutvoll die Stirn bietende Kxaft und hauptsächlich eine lohende Begeisterung für deutsche Art zu erzeugen, soll unsere erste Pflicht sein. Wer sich darum be- -inüht, der hat unseren Beifall vornherein.

Herr Paul Wern in g ans Berlin hat es sich zum Be- nufe gemacht, einen solchen Geist im deutschen Volke zu vcr- Ibrciten. Er verfaßte ein Festspiel vom deutsch-französischen

Kriege 1870/71, und wie die Homeriden der griechischen, die Skalden der germanischenVorzeit von denHeldenthaten ihresVolles sangen »ind sagten, wie der Nibelungensänger Wilh. Jordan in unseren jung vergangenen Tagen für unsere Zeit das gewaltige germanische Epos um- und ausgestaltete und aller Orten vortrug zur Erhebung und Erbauung so dürfen wir heute Herrn Wermng, in gehörigem Abstande von den Genannten, den epischen Popularisator des Krieges von 1870/71 nennen, bis dereinst in ferner, ferner Zeit unser großer Krieg der Weltgeschichte teilweise entglitten und zur Mythe geworden ist, wie heute etwa das Zeitalter Barbarossas, und ein neuer Homer ersteht, der da ein neues Epos schafft vom Zeitalter Wilhelms I., vom glorreichen Barbablanea.

Das Werning'sche Kriegssestspiel hat in dem letzten Zeitraum der Verfasser in zahlreichen deutschen Städten zur Aufführung gebracht, und nun haben die Gießener Krieger­vereine dasselbe Spiel begonnen, und zwar, wie wir nochmals auSdriteklich betonen wollen, zu wohlthätigen Zwecken. Am Freitagabend hat in der Turnhalle die erste Ausführung statt­gefunden und den geradezu frenetischen Beifall eines so zahl­reichen als dankbaren, zumeist aus Schülern bestehenden Publikums gefunden. Es waren wohl, wenn wir recht gezählt haben, nicht weniger als 35 farbenprächtige, teilweise leider zu personenreiche, nicht immer übersichtliche Bilder, die an unseren Augen vorüberzogen, zu denen eine begleitende Rezitation den nötigen Kommentar gab. Wir sahen von historischen Momenten König Wilhelm und Benedetti in Ems, Kronprinz Friedrich Wilhelm an der Leiche des fran­zösischen Generals Douay, den Tod des hessischen Majors Gräff und den Sturm auf Champenois-Ferme, Generals Reille Ueberreichung des Schreibens Napoleons an König Wilhelm nach der Schlacht bei Sedan, Bismarck und Napoleon bei Donchery, die Uebergabe Straßburgs, die Kaiserprokla­mation rc. re., alles in möglichster Naturtreue. Besonders gut gelungen scheinen uns einzelne Phantasiebilder, Episoden aus dem Lagerloben, in denen neben einer großen Anzahl von eifrigen Damen und Herren aus Gießens Einwohner­schaft, allerlei nützliches Getier, das man sonst im Gänsestall oder auf freiem Felde unter Ziegen weidend an­

Feuilleton.

Der deutsch-französische Krieg. ^Vaterländisches Kriegssestspiel von Paul Wern in g. Dreißig Jahre haben wir nun hinter uns seit den

Erscheint tagNch mit Ausnahme des

Montags.

Die Siebener Famillen- bliitler werden dem An­zeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessisch« Volkskunde" viermal wöchentlich bei­gelegt.

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Landeskirchen, notwendigerweise gemeinsam geregelt wer­den muffte. Und wie steht endlich die evangelische Kirche, ober richtiger, wie stehen die evangelischen Teilkirchen gegenüber der Ueberlegenheit der römischen Kirche da? Hier Stärke in der Einheit des Organismus, dort Schwäche in der Zersplitterung in 29 evangelische Landeskirchen. Das Reich erkennt die rechtliche Stellung der römischen Kirche an, verhandelt mit ihr sogar als einer politischen Macht, -ur Vortragung von Bitten und Wünschen, Gut­achten und Beschwerden fehlt den Evangelischen des Reiches jegliche Institution.

Diese angeführten Punkte drängen geradezu zur Er­richtung irgend eines Instituts, das die rechtliche Zu­sammenschließung der ev. Landeskirchen barstellt. Es fehlt auch nicht an Stimmen, die .sich gegen eine solche Or-

trifft, mit Hingabe, Ausdauer und Liebe mitwirkt. Die musi­kalische Begleitung besteht zumeist aus unfern herrlichen Volks­liedern, aber auch Schumanns wundervolleTräumerei" u. a. Kompositionen unserer großen Tonmeister sind heran­gezogen, um mitzuhelfen zur Schaffung der rechten Stimmung.

Wir wollen uns heute, nach dem ersten Abend, nicht in: Einzelheiten einlassen. Wir haben gestern gesehen, daß alle Mitwirkenden ihr Möglichstes thun zum guten Gelingen bc§' Ganzen, daß der ganze außerordentlich große Apparat er­staunlich sicher und gut funktioniert. Es sind wohlgeübte und begeifterte Mitbürger und Mitbürgerinnen, die sich mit Verständnis und Geschick zu einem im Ganzen durchaus ge­fälligen Ensemble vereinigen, um den Versammelten eine große Zeit vorzuführen. Unbefangen bieten sie alle die ihnen selbst die Seele erfüllende Sache den Zuschauern zur Freude bar.

Das Werning'sche Festspiel hat ja unzweifelhaft seins Schattenseiten. Seine Verse lassen manchmal an Rundung zu wünschen übrig, der ganze Text hält sich zu sehr an der Oberfläche, bringt nicht ein in den gewaltigen Geist des großen Krieges, laßt die grandiose welthistorische, kulturelle, staatsumrvälzende Wirkung ganz außer acht. Ein echter Poet würde den Stoff von Grund aus anders behandeln. Er würde auch z. B. die Schrecknisse des Krieges, die in den Herzen des Volkes wie der Jugend Abscheu und Ekel er­regen sollten, viel mehr in den Hintergrund treten lassen, und soweit er sie zum Gange der Handlung nicht entbehren kann, sie zum Mittel nehmen, um unsere Herzen zum Mit­leid, zum Wohlthun und zur Liebe anzuregen, zur Achtung des FeindeS, des Lebens überhaupt. Grausam und schauer­lich ist der Krieg. Richt Kriegsbegeisterung, sondern Friedens­liebe, nicht FeindeShaß, sondern Vaterlandstreue würde uns der echte Epiker lehren. Aber die Auswahl der lebenden Szenen und die Erfindung der Episoden zeigt des Verfassers großes Geschick, und das Vilderarrangement beweist Herrn Wernings guten Geschmack, und wir haben ihm Dank zu zollen, baß er sich der großen Mühe eines anderthalbwöchigen Aufführungszyklus bei uns zu unterwerfen gewillt ist. Un- verhältn'iZmäßig größere Mühen jedoch haben die Vorstände >

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Wir geben in Nachstehendem den zweiten Teil der uns aus Kreisen der evangelischen Geistlichkeit über die Konfö­deration der deutschen evangelischen Landeskirchen zu­gegangenen Zuschrift wieder:

Alle Anregungen zu einem Zusammenschluß der ev. Landeskirchen gehen aus einem unzweifelhaft überall verspürbaren Bedürfnisse hervor. Gewisse Vereinigungen in freien Vereinsbildungen, die über die Grenzpfähle der einzelnen Landeskirchen hinausgehen, und eine gemein­same Thätigkeit aller evangelischen Deutschen ermöglichen, sind bereits da, scheinen aber nicht zu genügen. Wir nennen den Gustav 2ldolf-Verein, der schon über fünf Jahr­zehnte mit seiner Zentralleitung in Leipzig alle kirchlichen Kreise in sich vereinigt zur Stärkung des evangelischen Bewußtseins und zur thällichen Hilfe der Evangelischen in der Diaspora. Der Zentral-Ausschuß für innere Mission, der, hervorgegangen durch die Anregungen Wichems auf dem Wittenberger Kirchentage, seinen Sch in Berlin hat, und in seiner Arbeit auf die Grenzen der Landeskirchen keine Rücksicht nimmt. Zur Wahrung der deutsch- protestantischen Interessen hat sich der Evangelische Bund gebildet. Also an Vereinigungen, die Über die Landes­kirchen hinausgehen, fehlt es nicht, diese können aber nicht erreichen, was man mit einem engeren Zusammenschluß bezwecken will, weil die Gebiete ihrer Thätigkeit zu enge begrenzt sind, und die Vereinigung der rechtlichen Begründung entbehrt. Unter bet engeren Verbinbung der Landeskirchen ist ein Verfassungsakt, eine rechtliche Verbindung gemeint. An einer solchen fehlt es freilich. Die römische Kirche hat sie in ihrem Papsttum.

Jeder Deutsche int Auslände hat in dem Rechtsstaats Deutsches Reich" feinen Schutz. Seine weltlichen Jnter- esfeil werden von diesem letzteren gewahrt. Der Katholik findet feine natürliche Angliederung in der römischen Kirche des Landes, die ein Teil der gesamten römischen Kircye ist, und die ihre Spitze tm Papsttum hat. Nicht so bei dem Evangelischen. Seiner reichsdeutschen Kirchs gehört er nicht an, weil es eine solche nicht giebt, sondern nur einer hessischen preußischen usw. An welche Landes­kirche hat er sich, der im Auslande sich aufhaltende Deutsche, in Wahrung seiner kirchlichen Interessen zu menben? Die preußische Landeskirche allerdings hat sich bislang, so gut sie es vermochte, der deutschen evangeli­schen Gemeindeglieder im Auslände angenommen. Das hat sie gethan und thut es noch, aber vlpte jede rechtliche Unterlage. Welcher rechtlich verfaßten Kirche gehören die Evangelischen Eingewanderte Wie evangelisch getaufte Eingeborene in unseren deutschen Kolonien än? Je mehr unsere Kolonien sich ausdehnen itnb Zuwachs durch Einwanderung und die Thätigkeit der evangelischen Mis­sionen erfahren, umsomehr liegt uns diese Frage auf der Seele und verlangt nach Lösung. Wir sind mit unserem Kolonialbesitz über die Ansangsstadien noch nicht hinaus, aber eine andere Zeit wird kommen und mit Gewalt die Entscheidung auch In den kirchlichen Angelegenheiten her- beiführen. Die einzelnen Landeskirchen haben so viel Gemeinsames in Sachen des Gottesdienstes, des Unterrichts, der Zucht und Sitte, der Abwehr des Sektenwesens, das, unbeschadet der selbständigen Entschließung der einzelnen

)es ev. Vereins in der Provinz Sachsen int Jahre 1899 gehalten hat, sieht er es als selbstverständlich an, daß demVertreter der größten deutschen Landeskirche, welcher zugleich Vertreter des evangelischen deutschen Kaisers ist, Präsidialrechte gebühren". Würde in diesem Punkte eigen­sinnig festgehalten, so dürfte, wenigstens für die nächste 3eit, ein engerer Zusammenschluß, gerade daran scheitern. Im vergangenen Jahre tagte der Verband deutscher evan­gelischer Pfarrvereine in Darmstadt, wo auch über die engere Verbindung der Landeskirchen sollte beraten werden. Der Vorstand des hessischen Pfarrvereins hat aber beantragt, dieses Thema von der Tagesordnung zu streichen, und zwar mit folgender Begründung:Es iuirb von uns eine unerwünschte Präpottberanz ber preußischen Kirche be­fürchtet, falls solche Vereinigung zu stände käme. Die Art aber, wie biefe Kirche regiert wirb, und sich regieren läßt, man denke nur an ben Zickzackkurs in ber sozialen Frage ober bie neuesten Vorgänge in Rom, iuo durch den Einfluß ber preußischen Botschaft die evangelisch-deutsche Gemeinde in Verwirrung gebracht worden ist, macht es uns nicht wünschenswert, daß die kleineren evangelischen Landes­kirchen davon in Abhängigkeit geraten sollen". Behschlag selber ist es, ber in beut erwähnten Vertrage sagt:An dem guten Willen des Berliner Oberkirchenrats ist nicht zu zweifeln, aber ba ihm das Kultusministerium über­geordnet, und als Kirchenregiment ber neuen Provinzen zugleich nebengeorbitet ist, so ist er im eigenen Lanbe ohn­mächtig, wievielmehr in Der Verhandlung mit anderen Landeskirchen unfrei". Aus dieser Stellung heraus er­klärt sich bas Schwanken bet preußischen Kirchenbehörbe in ber Behanblung ber sozialen Frage, baß der hessische Pfarrverein mit gutem Recht tabelt. Mer ftno bie anderen Kirchenregimenter in dieser Beziehung besser? So lange bas jetzige System ber Kirchenregierungen be­steht, bleibt nicht viel zu hoffen, und wenn ein Zusammen­schluß nach Art ber bestehenden, vom Staate völlig ab­hängigen Kirchenregimenter zu stände kommt, oder deut­licher gesagt, wenn ber &u konstruierenbe beutsch-evan- aelische Bunbesrat, ober bie beutsch-evangelische Reichs- synode ober wie man sonst bie Institution nennen will, innerhalb bes Reiches keine anbere Stellung einzunehmen berufen sein soll, als wie sie gegenwärtig bie einzelnen Kirchenbehörben innerhalb ihrer Staaten haben, dann

wäre es allerdings am besten, man sparte sich die Mühe und den Eifer-, denn die Reichskirche wäre ebenso wenig aktionsfähig, wie es zur Zeit bie Teilkirchen finb, sie litte mit ihnen an innerer Unfreiheit und äußerer Schwäche unb würbe kaum mehr leisten, als bie Eisenacher Konferenz. Zur Herausführung eines solchen Gebildes wollen viele aus wohl erwogenen Gründen nicht Die Hände reichen,, und wer will es ihnen verargen?

Der Zusammenschluß darf nicht von oben,' er muß von unten erstrebt werden, nicht von ben Kirckenregimen- tern, sonbern von ber Kirche; nicht Mitglieber oer Kirchen­regimenter am allerwenigsten bie Juristen unter ihnen sollten in ber neuen Körperschaft herrschen, fonoetn freie Geistliche, unb fromme Laien, frei gewählt nach ihrer Tüchtigkeit, ohne Beachtung ihrer Zugehörigkeit zu dieser ober jener Lanbeskirche, in ihren Beschlüssen unb Ent­schließungen nur allein gebunben in Gottes Wort, un­abhängig barin von jeber Hof- unb Staatsgewalt, verant­wortlich allein Gott unb bem Gewissen. In einer solchen Gemeinschaft allein kann Leben erblühen, können Früchte heranreifen. Frei eütgrcifenb muß bie Thätigkeit des neuen Gesamtregiments sein nach unten unb nach oben Die Kräfte bes Evangeliums sind zur Erneuerung aller Stände, aber auch aller Personen da und notwendig. Die jetzigen Kirchenbehörben können sich in ber wünschens­werten Weise nicht frei genug bewegen. Viele Rücksichten finb zu nehmen. Tas ist nicht wahrhaft evange­lisch. Ein Zusammenschluß ber evangelischen Landeskirchen hat nur bann Bebentung unb ist bes Eifers ber Edelsten wert, wenn die sämtliche Teilkirchen vertretende Körper­schaft derart zusammengesetzt ist, baß einem wahrhaft evan­gelischen Wirken, bie freie Entfaltung aller und durch bie Reformation wieder gewonnen Lebenskräfte des Evan­geliums nicht von den verschiedensten Seiten Hemmnisse unb Hinbernisse entgegengesetzt werden. Dann versprechen, wir uns wirkliche Erfolge von einer Konföberation oer beutschen evangelischen Landeskirchen, sonst aber nicht.

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Aum Naynhofsumöau in Kietzen erhalten wir aus Leserkreisen folgende interessante Schild bentug:

DerGießener Anzeiger," hat bereits des öfteren kurze Artikel über den Bahnhofs-Umbau gebracht, die ich, ber Verfasser dieser Zeilen, stets mit großem Interesse gelesen habe. Am vorigen Samstag hatte ich nun Gelegenheit, unter kundiger Führung selbst etwas vom Bahnhoss-llmbau ober richtiger Neubau zu sehen, und ba bieser Teil vomGieß. Nnz." irorf) nicht behandelt wurde, stelle ich Ihnen eine kurze Schilderung dessen, was ich gesehen, mit dem Anheimgeben des Mdrucks zur Verfügung.

Ich kam, wie bereits erwähnt, Samstag mittag hier mit einem Zuge bet Main-Weser-Bahn an. Beim Ausfteigen sah. ich zufällig in nicht, zu großer Entfernung vom Geleise einige Männer neben einer kleinen Qesfnung in der Erde stehen und hörte, wie einer von ihnen jagte,eben sind sie Durchgekommen". Ich fühlte trotz bieser nicht eben geist­reichen Bemerkung mein Interesse erwachen, stellte mich zu ben Leuten unb fragte:Wer ist durchgekommen?" Nun", antwortete man mir,die Stollenbauer."Die. Stollenbauer?", rief ich erstaunt.Hier ist doch fein Berg-

GiehenerAMger«

General-Ammer v

1M v * ö UniversitätS - Druckerei,

Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM

__ zeigenteil: Hans Beck.