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151. Jahrgang.
Samstag 3. August 1901
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Süddeutschland und der Zolltarif.
Die „Südd. Reichskorrespondenz" schreibt:
„Die Veröffentlichung des Zolltarif-Gesetzen L- Wurfs hat, tote ja zu erwarten war, die Presse aller Parteien in Bewegung gesetzt. Kein vernünftiger Politiker hatte gehofft, daß der Entwurf auf irgend einer publizistischen Seite vollständige Billigung erfahren würde. Dazu konnte es einesteils die Vielgestaltigkeit der wirtschaftlichen Interessen und ihre hieraus naturgemäß resultierende ^Gegensätzlichkeit nicht kommen lassen; anderseits läßt die parteipolitische Verschiedenartigkeit der Auffassung dessen, was dem Allgemeinwohl förderlich ist, eine (Einigung auf mittlerer Linie erst nach gründlicher öffentlicher Erörterung erwarten. Man wird eine solche publizistische Auseinandersetzung, die jener im Parlament vorauszugehen hat, auch trotz ihrer hier und dort wenig angemessenen Form als Vorbedingung allgemein erwünschter Klärung natürlich sinden können, ohne deshalb den Aeußerungen ausländischer Preßorgane eine weitergehende Bedeutung beizumessen, wie sie ihnen als Stimmungsausdruck einer an sich ja ganz legitimen Neigung zu möglichst vorteilhafter Berücksichtigung der eigenländischen Produktion beim Abschluß zukünftiger Handelsverträge zukommt. Wünschenswert ersck)eint uns aber, daß in dem Widerstreit unserer ^heimatlichen Interessen, wie er in der deutschen Presse laut wird, zweierlei ausgiebigste Berücksichtigung fände, erstens, daß die deutsche Reichsleitung und die Verbündeten Regierungen. nicht berufen sind, sich die Förderung der Ausländischen Produktion angelegen sein zu lassen, sondern dafür zu sorgen haben, daß deutsche Interessen, allerdings int Rahmen langfristiger Lm ndelsverträge, gewahrt werden; und zweitens, daß — wie sich aus dem vorstehend Gesagten folgerichtig ergiebt — die jetzt publizierten Tariftätze nur unverbindliche Vorschläge» sind, deren Berechnung und Nützlichkeit der Ueberprüfung durch den Bundesrat und, je nach dessen Entscheidung, durch den Reichstag unterliegt. Mit aller wünschenswerten Deutlichkeit ist dieser letztere Gesichtspunkt in der halbamtlichen Kundgebung der „Nordd. Allg. Ztg." dahin festgelegt worden, „man werde bei Beurteilung des Entwurfs vorweg zu berücksichtigen haben, daß er die Beratungen des Bundesrats noch nicht durchlaufet! hat und daß also auch weder die Vorschriften des Gesetzes noch die Sätze des Tarifs sckzon unabänderlich als Grundlage für die Beratungen des Reichstags feststehen. Die Reichsleitung werde sich deshalb auch in der weiteren Behandlung der Sache vor der Oeffentlichkeit möglichste Zurückhaltung auferlegen, um den Beratungen des Bundesrats nicht vorzugreifen und der Stellung des Reichskanzlers gegenüber Abänderungsanträgen und deren Begründung nicht zu präjudizieren."
Bei aller Freiheit der rückhaltlosen Meinungsäußerung der in der Presse sich zum Worte meldenden Interessenten füllte doch unseres Erachtens der provisorische Charakter der publizierten Zusätze nicht übersehen werden. Wir nehmen daher mit Befriedigung davon Akt, daß auch die „Frkf. Ztg." gegenüber einer schiefen Aeußeruna eines Berliner Blattes auf die Geneigtheit der Reichsleitung, Aenderungsvorschläge des Zolltarifentwurfs anzunehmen, hinweist. Die Gründlichkeit und Ehrlichkeit der publizisti- sthen Erörterungen würde keine Schmälerung erfahren, wenn sie fernerhin von der gegebenen und amtlich zuge- pandenen Voraussetzung einer Abänderungsfähigkeit der veröffentlichten Zolltarifsätze ausgehen wollten."
So weit die genannte süddeutsche Korrespondenz.
Die amtliche „Darmst Ztg." nennt diese Ausführungen „sehr beachtenswert". Die hessische Regierung erblickt also rn dem Entwurf absolut nichts Bindendes, scheint vielmehr sehr mit einer Andersgestaltung in Bundesrat und Ikeichstag zu rechnen.
Die „Deutsche Tagesztg." erhält aus Süddeutschland eine, wie sie sagt, „für die dortige Beurteilung des Zolltarifs sehr beachtenswerte Zuschrift", in der den süddeutschen Regierungen der Vorwurf gemacht wird, sie hätten die Interessen ihrer landb au treibenden Bevölkerung preisgegeben. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß der! bedeutende Gartenbau in Süddeutschland gar kitten Schutz erhalten hat, ganz ungenügend feiert die Schutzzölle für Hafer und Gerste, Hopfen und Tabak. Der Bund der Landwirte habe die Gleichstellung von Gerste und Hafer mit Weizen int Zolltarif gefordert.
„Um so unverständlicher erscheint es", so heißt es in der Zuschrift, „daß die süddeutschen Regierungen ihre Zustimmung dazu gegeben haben sollten, daß Gerste mit dem gänzlich ungenügenden Zollsätze von 3 Mk. pro Doppelzentner belegt werden sollte. Erscheint schon der Zoll von fünf Mark für Roggen und Hafer gänzlich ungeeignet, um eine Preisbesserung für diese Fruchtarten erreichen zu lassen, so ist der Gerstenzoll von 3 Mk. für jeben unbefangenen Beobachter geradezu ein Rätsel."
Dazu schreibt ein pfälzisches Blatt:
Aus den Darlegungett des Agenten des russischen Finanzministeriums in Berlin, Geheimrat von Timiriaseff wissen wir, daß Rußland von den Getreide- und Viehzöllen am allerschwersten betroffen wird, weil Rußland der Hauptlieferant in diesen Dingen für Deutsch- lattd ifc nicht aber die Vereinigten Staaten, wie noch vielfach &u Unrecht angenommen wird. Nach den Berechnungen des Herrn v. Timiriaseff kommen in den Jahren 1887—91 von der Getreideeinfuhr nach Deutschland auf Rußland:
a) Weizeneinf. int Jahresdurchschnitt 596,000 Tonnen, aus Rußland 319,000 Tonnen,
b) Roggen eins, im Jahresdurchschnitt 815,000 „
auS Rußland 635,000 Tonnen,
o) Tersteeinf. im Jahresdurchschnitt 614,000 ,
aus Rußland 233,000 Tonnen,
d) Hafereinf. im Jahresdurchschnitt 183,000 ,
aus Rußland 155,000 Tonnen.
Rußland lieferte also von der durchschnittlichen Gesamteinfuhr von 2,208,000 Tonnen 1,842,000 — 60 Prozent.
Im Jahrfünft 1895/1899 ergab sich das folgende Bild:
a) Weizeneinf. im Jahresdurchschnitt 1,404,000 Tonnen aus Rußland 678,000 Tonnen,
b) Roggeneinf. im Jahresdurchschnitt 866,000 ,
aus Rußland 662,000 Tonnen,
o) Gerfteeinf. im Jahresdurchschnitt 1,055,000 „
aus Rußland 574,000 Tonnen,
d) Hafereinf. im Jahresdurchschnitt 399,000 „
auS Rußland 280,000 Tonnen,
es lieferte also Rußland von der Gesamteinfuhr von im Durchschnitt 3,724,000 Tonnen 2,194,000 — 59 Proz.; aus Rußland stammen drei Fünftel unserer Getreideeinfuhr.
Daß die Roggenzölle von fünf Mark eine Ausdehnung der Saatfläche, verbesserte Bodenbearbeitung und damit eine Steigerung der Erträgnisse berbeiführen werden, ist klar, Rußland rechnet also zweifellos mit einer ganz bedeutenden Verschlechterung des Roggengeschäfts mit Deutschland, an dem es zu 76 Prozent beteiligt iffc. Ebenso muß eine Einbuße an Weizen erfolgen, an dem Rußland mit 48 Prozent der Lieferungen nach Deutschland beteiligt war, weil nach Einführung des hohen Weizenzolles der Weizen- konsum in Deutschland entschieden abnehmen wird. Rechnet man dazu die Erhöhung des Zolles auf Eier (Einfuhr 1900 für 103 Millionen Mark, wovon die knappe Hälfte aus Rußland), auf lebendes Vieh und Fleisch, dann wird klar, daß der Zollkrieg mit Rußland beinahe unvermeidlich ist Daß unsere leitenden Kreise damit rechnen, beweist ihre Hinneigung zu England, die das halbe Volk gegen sie aufgebracht hat, beweist auch die Beschwichtigung der offiziösen Presse, es seien nach dem Zeugnis des Fürsten Bismarck unsere politischen Beziehungen zu Rußland nie besser gewesen als zur Zeit der wirtschaftlichen Fehde mit
Rußland. Wenn man derartiges dem Lande einreden will, daß Zollkriege die politischen Beziehungen verbessern, dann muß man allerdings in den leitenden Kreisen den Zollkrieg als unvermeidlich ansehen.
Also man rechnet mit ihm, sieht unsere wirtschaftlichen Beziehungen zur Hauptmacht des Zweibundes sich äußerst drohend gestalten, deshalb rvollte man nicht auch mit Oesterreich-Ungarn und Italien sich Überwerfen und unterließ die Zollerhöhung auf Gerste und Zölle auf die italienischen Gemüse und Kartoffeln. Und wenn man den Zoll auf Gerste auf nur 3 Mark festsetzte, konnte man immer noch Rußland etwas bieten; von der Einfuhr an Gerste entfallen 52—54 Prozent auf Rußland, 36—38 Prozent auf Oesterreich-Ungarn und nur 10 Prozent auf andere Länder.
O ja, wir verstehen, weshalb man nicht etwa den Ber- tragszoll für Roggen auf 3 Mark feftiegte, sondern auf Gerste. Roggen ist ja die Hauptfrucht der Ostelbier, die ja um jeden Preis befriedigt werden müssen; der süddeutsche Bauer dagegen mag sehen, wie er ohne genügenden Schutz fertig wird; der versteht aber lange nicht so gut, wie die Herren im Osten, zu schreien und für seine Tasche zu sorgen, .er arbeitet vor allem fleißiger und politisiert weniger als der ostelbische Vetter, und darum fragt man eben auch nicht allzuviel nach ihm.
Das alles ist nur ein Grund mehr, an der Forderung festzuhalten, daß die Regierung ernstlich versucht, Süddeutschland und den preußischen Osten verschieden zu behandeln, Handelsverträge mit allen Staaten abzuschließen, auch mit Rußland, und weiter die Bestimmung fallen zu lassen, daß bei Vertragsverhandlungen nicht unter be stimmte Sätze für Getreide herabgegangen werden darf, sodaß die deutschen Unterhändler freie Hand bekommen. Unter gar keinen Umständen aber ist man in Berlin und in Ostelbien berechtigt, den süddeutschen Regierungen Vorwürfe irgendwelcher Art zu machen; der größere Anlaß zur Unzufriedenheit liegt gerade aus Seiten der Süddeutschen und wir hoffen bestimmt, daß nicht zuletzt der süddeutsche Einfluß bet der Korrektur des Tarifentwurfs mitbestimmend sein wird.
Es ist interessant, ein paar bezeichnende süddeutsche Stimmen zu der gleichen Frage mitzuteilen. So sprach, wie dem „Regensb. Morgenbl." berichtet toirb, der Zentrumsabgeordnete und neuernannte Eisenbahnreferat Dr. Pichler letzten Sonntag im christlichen Bauernverein Waldkirchen über den Tarif-Entwurf. Er bemerkte gleich eingangs: es sei auffallend, die unterschiedliche Festsetzung der Getreide-'und Viehzölle, letztere sind erheblich gesteigert, während die Getreidezölle hinter den Forderungen und Erwartungen der Landwirtschaft zurückbleiben, und erklärte am Schlüsse: das Zentrum werde bestrebt sein, den Kampf für die Schutzzölle unermüdet durchzufechten und auch die Obstruktion im Reichstage zu überwinden. Das genannte Blatt selber schreibt: „Es ist zu erwarten, daß der neue Zolltarif in den nächsten Wochen der schärfsten Opposition begegnen wird, aber mehr als je ist jetzt kaltes Blut am Platze. In welcher Fassung der Entwurf aus dem Bundesrate herauskommen wird, weiß heute niemand. Später aber wird es der Reichstag nid# daran fehlen lassen, einen gerechten Ausgleich zwischen den Interessen der Landwirtschaft und Industrie zu finden. Besonders wird er es nicht daran fehlen lassen, auch einen gerechten Ausgleich zwischen Nord und Süd zu schaffen und den Schutzzoll auf Gerste entsprechend zu erhöhen, so daß alle 4 Getreidearten eine gleichmäßige Verzollung erfahren. — Die bayerischen Zentrumsblätter sind ersichtlich mit dem Standpunkt des führenden Zentrumsblattes in Norddeutschland, der „Germania" nicht zufrieden, welches schreibt:
„Was uns anlangt, so gönnen wir der Landwirtschaft eine Zollerhöhung von Herzen. Es wird aber Gegen-
Feuilleton.
Bon der KünstlertolonieinDarm stadt. Wir Lesen im „Darmst Tag bl.". Ein provisorisches Komitee, bestehend aus Frau Lili Wolsskehl, Professor Behrens und Ministerialrat Braun hatte eine Einladung an eine Anzahl wn Herren und Damen der Stadt nach dem Festspielhaus der Künstler - Kolonie ergehen lassen zur Bildung eines Hauptkvmitees für das von der Künstler-Kolonie vom 30. August bis 2. September geplante Kostümfest, verbunden mit einer Parodie der Ausstellung, die auf dem Terrain hinter dem Wasserreservoir veranstaltet werden Mil. Der Einladung hatten etwa 40 Personen, Damen und Herren Folge geleistet. Professor Christiansen machte zunächst Mitteilungen über die Art der geplanten- Veranstaltung. Dte Bildung des Hauptkomitees wurde vorerst ver- fdNoben, da auf Antrag des Dr. Bopp diejenigen der Geladenen, von denen wegen des zu kurz bemessenen Termins eine Antwort auf die Einladung noch nicht einge- ßangen ist, nochmals zum Beitritt aufgesordert werden fallen mit dem Hinzufugen, daß eine Arbeit damit nicht Verbunden sei. Sodann scbritt man zur Bildung des ge- fchäftsführenden Ausschusses (Arbeitskomitees) und der einzelnen Ausschüsse, des Preßausschusses, des Festspiel-Aus- schusses, Kostümausschusses usw., welche die vorbereitenden Arbeiten in die Wege zu leiten haben. Professor Christiansen teilte noch mit, daß eine Mainzer Firma vor dem Kostümfeste im Spielhause eine Auswahl von Kostümen zur Benutzung für die Teilnehmer an dem Kostümfeste anstelle n werde. — Ferner schreibt uns unser S.-Korrespon- bent: Nach dem Programm beabsichtigt man, alle Kreise fcn diesem originellen und Humorvöllen Feste teilnehmen zu lassen. Hauptsächlich soll eine Parodie nach den sich, widersprechenden Urteilen geschaffen werden, dementsprech
end werden sowohl Eingangspforte, die Habicht'schen Figuren, die einzelnen l^äufer, das Theater, die Restauration mit Orchester und Platanen ha in usw. in zweiter erneuter, satyrisch-humoristisd)ier Form, geschaffen werden. Mit Genehmigung des Großherzogs, der sich außerordentlich für die Sache interessiert, und der sein Erscheinen bei der Eröffnung dieser „Uebr"-Ausstellung zugesagt hat, wird sogar das Eröffnungssesffpiei mit Herrn Harres als Verkünder in Darmstädter Mundart dargestellt werden. Die Umarbeitung ist einem erfahrenen Dialekt-Dichter übertragen; auch die Fanfaren, der Einzug ist nicht vergessen. Das 7 Mann starke Orchester im Platanenhain wird Werke von Beethoven, Mehul usw. aufführen. Auch ein humoristischer Extrakatalog wird erscheinen, auch ein Tanzboden ist nicht vergessen. Um dem Ganzen eine lebhaftere äußere Gestaltung und größeren Reiz zu verleihen, wird ein Kostümfest mit dem Ganzen verbunden, bei dem Kostüme des vorigen Jahrhunderts vorherrschen sollen, das sog. Biedermaier-Costüm ist besonders erwünscht, Kostümzwang nicht vorgesehen. Auch eine Anzahl Kellner und Kellner- innen soll in parodistischem Kostüm auftreten. Den Haupt- ooup hofft man aber zu erzielen mit einer ganzen Anzahl kostümierter Polizeidiener, welche mißliebige Vertreter der Presse arretieren werden. Ueberhaupt scheint man es auf die Presse in erster Linie abgesehen zu haben. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, verspricht diese Veranstaltung äußerst glanzvoll zu werden.
DieBühnenfe st spiele inBayreuth sind nicht beendet, wie kürzlich an dieser Stelle fälschlich bemerkt wurde, sondern sie währen noch bis zum 20. August Am 4., 12. und 19. August wird „Der fliegende Holländer" gegeben, am 5., 7., 8., 11. und 20. „Parsival", am 14. „Rheingold", am 15. „Walküre", am 16. „Siegfried" und am 17. „Götterdämmerung".
Die 46. Versammlung Deutscher P h ilo- ! logen und Schulmänner findet in Straßburg vom 1. bis 4. Oktober statt- Außer einer allgemeinen Sitzung, werden elf Sektionssitzungen statt find en. Die Sektionen sind folgende: eine pädagogische, philologische, archäologische, historisch-epigraphische, germanische, romanische, englische, indogermanisch-sprachwissenschaftliche, orientalische, mathematische und bibliothekarische. Bon den Vorträgen können nur einige genannt werden, und zwar: für die allgemeine Sitzung: Prof. Dr. Gercke (Greifswald): lieber Homer- Prof. Dr. Gneisse (Straßburg i- E): Der Begriff des Kunstwerks in Goethes Aufsatz von Deutscher Baukunst (1772) und in Schillers Aesthetik. Direktor Dr. Reinhardt (Frankfurt a. M.): Der altsprachliche Unterricht nach dem Frankfurter Lehrplan. — Für die pädagogische Sektion: Prof. Dr. Kannegießer (Straßburg): Ueber die Notwendigkeit der Vermehrung der deutschen Unterrichtsstunden in den mittleren und oberen Gymnasialklassen. Direktor Dr. ©d)äffer (Bischweiler): lieber den Anteil der ästhetischen Bildung! an der Willenserziehung. — Für die philologische Sektion: Pros. Dr. Bethe (Basel): 5?amer und die Heldensage. — Für die archäologische Sektion: Prof. Dr. Michaelis (Straßburg): Ueber die Athenatempel der athenischen Akropolis. Prof. Dr. Sauer (Gießen): Die delphische Halle der ftnibier und ihr Gemäldeschmuck. — Für die romanische Sektion: Prof. Dr. Suchier (Halle): Ueber die akademische Vorbildung unserer fiemdsprachlichen Lehrer, Hochschule oder Drillanstalt? — Für die englische Sektion: Prof. Dr. Schröer (Freiburg i. B-): Prinzipien der Shakespearekritik- — Für die indogermanisch-svrachwissenschästliche Sektion: Prof. Dr. Bartholomae (Gießen): Bericht über [ein altiranisches Wörterbuch. Prof. Dr. Kluge (Freiburg i. B.): Ueber Gaunersprachen.


