Grünewald bestätigt die Wahrnehmungen des Vorredners und spricht sich für entschiedenes Einschreiten der Polizei au», deSgl. Stadtv. Jughardt, der auf die öfteren Ruhestörungen auf dem Marktplatze hinweist. — Stadtv. Krumm bemerkt, daß die für den öffentlichen Verkehr erlaffenen Bestimmungen, das Verbot des Zusammenstehens mehrerer Personen auf den Trottoirs nicht befolgt werden, er empfiehlt entschiedenes Einschreiten gegen derartige Uebertretungen. — Bürgermeister Mecum teilt mit, daß bereits mehrere An zeigen erfolgt seien. — Stadtv. Leib bestätigt, daß d,e Schutzleute nicht entschieden genug gegen da» Stehenbleiben einschreiten. — Bürgermeister Mecum stellt entsprechende Maßnahmen in Ausficht.
Aas Stadt und Jan-.
Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden nngemeffen honoriert.
§ Butzbach, 1. Aug. Sicherem Vernehmen nach hat die Militärverwaltung den Bau von Dienstwohnungen für die verheirateten Unteroffiziere unseres Bataillons be schloffen. — Wie der Handelskammer in Wetzlar unlängst vom Oberpräfidentev der Rheinproviuz mitgeteilt wurde, ist durch ihn der staatsseitige Ausbau der lang ersehnten Neu- bahnliuie Wetzlar—Aßlar—Hohensolms—Gladenbach und Wetzlar—Butzbach bei dem Miutster der öffentlichen Arbeiten warm befürwortet worden.
Neu Ulrichstein, 1. August. Der Monatsbericht der Arbeiter-Kolonie für den Juli weist folgende Zahlen auf: Ende Juli befinden sich auf der Kolonie stellen- oder arbeitslos 36 Mann. Dieselben verteilen sich 1. nach der Geburt: au« dem Großherzogtum Heffen 7, Regierungsbezirk Wiesbaden 4, aus der Provinz Berlin 1, Provinz Hannover 1, Provinz Ostpreußen 1, Provinz Posen 1, Provinz Rhein land 5, Provinz Sachsen 2, Provinz Schlesien 2, aus dem Königreich Bayern 4, Königreich Sachseu 1, Herzogtum Braunschweig 1, den thüringschen Staaten 1, aus Algier 1, Oesterreich 2, der Schweiz 2; 2. nach dem Gewerbe: Arbeitet 11, Buchbinder 2, Former 1, Gürtler 1, HauS- bursche 2, Klempner 1, Kesselschmied 1, Kaufmann 2, Litho graph 1, Sägemüller 1, Schlosser 4, Schneider 1, Schreiber 2, Schreiner 1, Schriftsetzer 1, Schuhmacher 1, Tüncher 1, Weber 1, Zimmermann 1. Seit dem Bestehen der Kolonie wurden ausgenommen 3980 und entlasten 3944 Personen, sodaß der Bestand am 1. Juli 36 Personen betrug. Dazu tunen 23, während 27 die Anstalt verließen. Es wurden entlasten: auf eigenen Wunsch 11, aus Arbeitsscheu und schlechtem Betragen 12, wegen Arbeitsunfähigkeit 2, wegen Krankheit 1 und auf Requisition der Behörde 1, zus. 27 Die Kolonie verpflegte au 1209 Tagen und arbeitete an 1082 Tagen.
Darmstadt, 2. Aug. Der Großh. Hessische Gesandte, v. Neid Hardt, hat Berlin mit Urlaub verkästen.
Bo« der Bergstraße, 1. Ang. Das neueste „Fremden blatt- giebt die Frequenz der Kurorte Jugenheim mit 1560 und Auerbach mit 1322 Personen an. — Bon verschiedenen Seiten wird gemeldet, daß bereits reife Trauben ongetroffen werden. Die Trauben find allenthalben gut entwickelt und im Vergleich mit den Normaljahreu um vierzehn Tage in der Reife voraus. Mau hofft auf einen vorzüg lichen Wein.
Vermischtes.
♦ Berlin, 1. Aug. Die Leiche des beim Baden in Grünau ertrunkenen Arztes Schimmelpfeng ist gestern nachmittag nach langem Suchen auf Coepenicker Gebiet in der Dahme gefunden worden. Sie wurde vom Gericht freigegeben und ist inzwischen nach Berlin übergeführt worden.
• Elberfeld, 1. Aug. Der Barbier Ziethen, der 1884 wegen Ermordung seiner Frau zum Tode verurteil' und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt wurde, ist im Zuchthaus zu Werden gestorben. Der Fall Ziethen hat seit vielen Jahren die Okffentlichkeit beschäftigt. Eine sehr starke Bewegung hat fich geltend gemacht, um das Wiederaufnahmeverfahren durchzusetzen, da in sehr zahlreichen Kreisen, auch unter vielen Juristen, auf Grund des Ver handlungSergebnisteS und der späteren Selbstbezichtigung eines Lehrlings von Ziethen, die Ueberzeuguug von der Unschuld Ziethens vorhanden war. Egidy, Liebknecht, Lindau u. a haben an der Spitze dieser Bewegung gestanden. Aber alle Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens wurden stets von den Gerichten abgelehut.
Heidelberg, 29. Juli. Zu seiner alljährlich wiederkehren- den geschäftlichen Sitzung versammelte sich der Ausschuß der Deutschen Turnerschaft im Bürgerausschußsaale deS Rathauses zu Heidelberg. Aus dem JahreS- und Geschäftsbericht des Vorsitzenden Dr. Goetz und des Geschäftsführers, Stadtschulrat Dr. Rühl-Stettin, geht hervor, daß die Zahl der zur Deutschen Turnerschaft gehörenden Vereine von 6501 auf 6755, die Zahl der Mitglieder von 648 273 auf 671 266, die Zahl der an den Turnübungen Teilnehmenden von 310 374 auf 320 884 gestiegen ist. Die Zahl der Zöglinge beträgt 98 882, die der steuerpflichtigen Mitglieder 563 128 Mann, die der Vorturner 33 635 Mann. Frauenabteilungen bestehen 950 mit 27 010 Mitgliedern. Gaue giebt es 281 in den jetzigen 18 Kreisen. Erfreulich ist eS vor allem auch, daß die Zahl der vereinseignen Turnplätze fich um 71 vermehrt hat — fast tausend Vereine haben eigenen Grund und Boden — und daß die Zahl der vereiuS- cigenen Turnhallen um 52 gewachsen ist. Für den Bau des JahumuseumS in Freyburg (Ueftr.) sind rund 19000 Mk. vorhanden, sodaß hoffentlich im Spätherbst mit dem Bau begonnen werden kann. Das Verhältnis der Deutschen Turnerschaft zu der Mehrzahl der ausländischen Turnerbünde ist durchaus freundlich, wenn auch die Grundsätze und praktischen Ziele der Deutschen Turnerschaft den Anschluß en die Internationale Vereinigung nicht gestatten. Die Kaffe der Deutschen Turnerschaft hat ein Vermögen von rund 43 000 Mk., und die Kasse der Stiftung zur Errichtung deutscher Turnstätten einen Kaffenbestand von 41 000 Mk. Aus der Thätigkeit des TurnauSschuffeS ist besonders zu erwähnen die Aufstellung einer GeschästSauweisnug für den OrtSturnausschuß der Feststädte der künftigen deutschen Turnfeste und einer Ordnung für Einrichtung der Turn-
piele und deS Fechtens auf den deutschen Turnfesten. Beihülfen aus der Stiftung zur Errichtung deutscher Turn stätten werden an 20 Vereine im Gesamtbeträge von 7900 Mark verteilt. Der HauShaltplan wird auf 20 500 Mk. in Einnahme und Ausgabe feftgestellt. An den deutschen Reichskanzler soll die Bitte gerichtet werden, den deutschen Turnvereinen in der Ostmark zum Bau von Turnhallen ausgiebige Unterstützung zu gewähren. Das nächste deutsche Turnfest wird am 23. bis 26. Juli 1903 in Nürnberg abgehalten werden und mit Rücksicht darauf der in diesem Jahre fällige deutsche Turntag auf das Jahr 1904 ver schoben.
• Dichtung und Wahrheit. „Ehrlich im Handel - Christlich im Wandel!- sagt so schön Terlinden. Nicht weniger schön ist, wie dem „Hann. Kour.- ein Leser auS Staffel schreibt, der folgende, im Vestibül der dortigen Treber« trockung dem Eintretenden vom Treppensteig entgegenleuchtende Spruch, der nach den neuesten Ereiguiffen — etwas deplaziert erscheinen dürfte:
„3m Kopfe die Klarheit, Im Munde die Wahrheit, Im Herzen die Treue, Und nimmermehr 3teue!e
* Die Demeter des 19. Jahrhunderts ist die in den letzten Tagen verstorbene Miß Eleanor Or- merod wegen ihrer hohen Verdienste um den Acker- und Gartenbau genannt worden, und in der That verdient ihr Name von jedem Landwirt gekannt und in Ehren gehalten zu werden. Ihr ganzes Leben war dem Studium der Pflanzen, Vögel und Insekten gewidmet, und ihre Leistungen auf diesem Gebiet waren so bedeutend, daß die Universität Edinburg ihr als erster Frau den Grad eines Ehrendoktors verlieh. Ter dainaligc Dekan begleitete die Verleihung mit folgenden Worten: „Die hervorragende Stellung, die Miß Ormerod in der wissenschaftlichen Welt einnimmt, ist das Ergebnis geduldigen Studiums und unermüdlicher Beobachtung. Ihre Untersuchungen sind hauptsächlich auf die Entdeckung von Methoden zur Verhütung der Verwüstungen solcher Insekten gerichtet aewesen, die dem Garten, dem Feld und dem Wald Schaden^zufügen. Ihre Arbeiten sind von solche:: Erfolgen gekrönt gewesen, daß sie das Recht darauf hat, als eine Schützerin des Ackerbaues und der Früchte dieser Erde verehrt zu werden — eine wohlthätige Demeter des 19. Jahrhunderts." Eine der nützlichsten von Miß Ormerod geleisteten Arbeiten war ihre Beschreibung der Lebensgeschichte der Rinderbremse, deren Erforschung sie sich mit einer begeisterten Energie hingab, indem sie auch auf das Genaueste die großen Leiden der Tiere und die schweren Verluste ihrer Eigentümer, wie sie in allen Teilen der zivilisierten Welt vorkommen, studierte. Ihren Bemühungen ist es zü danken, daß jetzt jeder Viehbesitzer in irgend einem Lande ein vorzüglicl)es Mittel kennt, seine Rinder von den Maden dieses Insekts zu befreien, oder überhaupt vorbeugend vor ihnen zu schützen. Auch ähnlich^ Feinde der Pferde, der Schafe und Hirsche wurden von Miß Ormerod erforscht.
* Paris, 31. Jul:. Der Sohn des Dichter« Alphonse Daudet, LSon Daudet, der nach manchen Wandlungen nunmehr unter die Antisemiten gegangen ist, hatte sich durch einen Artikel deS Chefredakteurs der sozialpolitischen „Petite Rspublique- beleidigt gefühlt, in dem Görault- Richard nur die Urteile wiedergab, die der Antisemit Drumont ehedem über Alphonse Daudet und deffen Familie gefällt hatte. Statt nun Drumont deshalb zur Verantwortung zu ziehen, ließ Löon Daudet den Chefredakteur der „Petile Rspublique" fordern. Das Duell fand am Dienstagnachmittag im Beisein von Zuschauern im Velodröme des Prinzenparkes auf Degen statt und endete mit einer leichten Verletzung Daudets am rechten Handgelenke.
* Ein gegen Zola beabsichtigtes Attentat? Wie dec „Matin" erzählt, fand der Polizist, der die Rue de Bruxelles in Paris bewacht, am 31. Juli abends gegen 11 Uhr vor dem Hause deS Dichters Emile Zola unter der Thür eine Bombe, in Gestalt einer 10 Zentimeter langen Blechbüchse. Er trug den Gegenstand mit großer Vorsicht nach der nächsten Polizeistation, wo fich ergab, daß die Büchse mit verkleinerter Holzkohle, sowie 14 geladenen Lefaucheux- Patronen gefüllt war. Wie es scheint, waren die Uebel- thäter beim Niederlegen der Bombe von Vorübergehenden überrascht worden, denn die Zündschnur war noch nicht angebrannt. Nach Anficht des PolizeikommissarS hätte die Bombe übrigens nur wenig Unheil anrichten können. Zudem befindet sich Zola gegenwärtig in seinem Landhaus in Medan. Das „Siöcle- will wiffen, daß die Bombe auch bereits gebrauchte Gewehrkugeln enthielt und schließt daraus, daß es sich um einen schlechten Scherz handele, den fich Leute machten, die etwa bei einem Umzuge in der Nachbarschaft alte Schießmunition beiseite schaffen wollten.
• Der Schiller-Stein am Vierwaldstätter See ist auf Anordnung des Regierungsrates von Uri durch Pros. Dr. Heim untersucht worden. Da nach dem Befund der Stein stark zerklüftet ist und ohne Dazuthun allmählig dem Verfalle entgegengehen würde, beschloß der Regierungsrat, den Regierungen von' Schwyz, Ob- und Nidwalden hiervon Kenntnis zu geben mit dem Anträge, eine Konsolidierung des Monumentes auf gemeinsame Kosten vorzunehmen. Die Kosten sind auf 2500 Francs veranschlagt.
♦ Ein fideles Gefängnis ist das Staatsgefängnis in Szegedtn, wo sich die an ritterlichen Bffairen beteiligt gewesene elegante Welt Ungarns wider Willen Rendezvous giebt. Im August wird dortselbst eine besonders illufire Gesellschaft Sommeraufenthalt nehmen. Es find dies 21 Herren, die durch das Wohlwollen des Justizministers zu gleicher Zeit in Szegedin unfreiwillige Abkühlung finden werden. Unter den wegen DuellvergehenS ins Staats, gefängnis beordrrttn Herren befinden fich: ein Bürgermeister, ein städtischer Oberfiskal, ein Unterrichter, ein Gerichtsnotar, mehrere Journalisten und Advokaten, ein Buchhalter und mehrere UniverfitätShörer. Demnächst wird die Gesellschaft auch einen intcreffanten Zuwachs erhalten, und zwar in der Gestalt eines gleichfalls wegen DuellvergehenS verurteilten Gefängnisdirektors.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft
A«S einet Znsammenstevnns der GeschäftSresnltate von 29 dintschen Fener-DerfichernngS-Gesellschaften «m 3<^rc 1900 geht hervor, daß nicht weniger als 13 Gesellschaften einen Prämren- Derlust erlitten haben, wenn von der Netto Jahresprämien-Einnahme bic Berwaltungskosten, Leistungen für gemeinnützige Zwecke, Kursverlust und
Abschreibungen, sowie die Netto-Entschädigungen, die Provisionen, Steuern un- die durch größeren Geschäftsumfang erfxrderlich gewordene Erhöhung der Prämien-Reserven abgesetzt sind.
Es betrifft dies folgende Gesellschaften:
Bayr. Hypoth.- und Wechselbank mit Mk. 246 229,
Hamburg-Bremer...... * 249 687,
Deutsche Feuervers.-Ges. in B-rlin „ „ 2 090,
Gladbacher Feuervers.-Ges. . . * , 40 583,
Westdeutsche F -D.-Bank in Effen „ „ 42 454,
Nordd F D -Ges. in Hamburg . „ , 875 464,
Transatt. „ „ „ * * ■ 237 752,
Hanseat. „ „ , „ ■ n 46 921,
Aachen Leipz. F. D - Grs. in Aachen „ „ 78 655,
Feuer Affek. Komp, von 1877 in
Hamburg .... . . „ , 177 881,
F.-D.-Ges. Rheinland in Neuß . „ „ 483,
Südd. F B.-Bank in München . „ „ 612 751,
Bad. F L.-Bank in Karlsruhe . , „ 271 034.
Diese Zahlen st Üen den eigentlichen Nettoverlust der betteffenden Gesellschaften nicht dar. Derselbe ergiebt sich erst nach Abzug der sonstigen den Gesellschaften zu Gebote st-henden Einnahmen, wie sie fich aus Nebenleistungen der Versicherten, aus Zinsen vorhandener Kapitalien, auS Mieten u. s. w. ergeben.
Monatliche Uebrrficht der TodesWe in Gießen.
Juni 1901.
Kinder
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswSrl« na» Gieße« gebrachte Kranke kommen.
Eß starben au: Zusammen: Erwachsene:
ttn
vom
1 (1)
1. Lebensjahr:
2.—15.3*611
Dipbth-ritt«
—
—
1 (1)
Keuchhusten
1
—
1
Wocyer fieber
1 (1)
1 (D
—
—
Lungenschwindsucht
2
2
—
—
anderer Tuberkulose
3 (3)
3 (3)
—
——
Lungenentzündung
3 (1)
3 (1)
—
—
Schlagflutz
3
3
—
—
Darmkatarrh
2
—
2
—
KrcbS
5 (4)
5 (4)
—
—
Verunglückung
3 (2)
2 (1)
—
1 (1)
Selbstmord
1
1
——
—
ar.berrn Krankheiten
14 (7)
7 (5)
3
4 (2)
Summa:
39 (19)
27 (15)
6
6 (4)
Schisssnachrichten.
norddeutscher Lloyd.
Vertteten in Gießen durch Agent Earl Loo«.
Bremen, 31. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben Postdampfer Barbarossa, Kapt. F. Mentz, vom Nord« deutschen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr morgenS wohlbehalten m Newyork angekommen.
steht an Leistlings* fähjgkeit keinem anderen Fabrikate
Wo. 5 M. 175.—, No. 7 M, 225.— nach, oooooooo
Katalog und Vorführung durch die
Brühl’sche Druckerei, Giessen, Schulstrasse 7.
Die Blickensderfer Schreibmaschine
Gascokes.
Infolge Stadtverordneten-Befchluffe« vom 20. Juni b. I. tritt eine
Preisermäßigung unserer Gascokes ein und wurden die Preise btrfelben bi« auf weitere« festgesetzt wie folgt:
Für den Centner ab Verkaufsstelle:
Stück-Cokes..........L20 Mk.
Nutz-CokeS in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofeuschachte paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer al« durchschnittliche Korngröße be« Anthractt, gangbarste Sorte.......1,30 Mk.
Größe Nr. 58, kleiner al« durchschnittliche
4 Korngröße de« Anthractt.....1,35 Mk.
In Wagenladungen von mindestens 36 Rentnern: StückcokeS . . . . 1,15 W.
Nutzestes Nr. 1 . 1,26 „
Nutzestes Nr. S . 1,30 „
Ziel gleichzeitiger Hntrrayrne von mindestens 200 Rentnern: Ttückcokes .... 1,10 Mk.
NntzcokeS Nr. L - 1,20 „
Nutzestes Nr. 2 . . 1,25 „
Für Cokerabnehmer, welche 2 und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt fich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Ctr.
Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für deu Ceutuer berechnet.
NB. Sofern das Verbringen der EokeS auf die bett. Lagerplätze (Keller, Stall rc) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht die« ohne besondere Vergütung.
Im Gaswerk findet nur ein Verkauf v"" über 5 Ceutuer Coke« statt; dagegen bleibt bei folgenden hiesigen Firmen der
Kleinverkauf unserer Gaseokes
von 1 bis 5 Ceutuer
bestehen, nämlich bei den Herren:
Job. Fischer, Alicestraße 19,
H. Hof, Löwengaffe 11 und Bahnhofstraße 33, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstratze 2, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5.
Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Ga«- coke« samt Anfuhr wie da« Gaswerk und verabfolgen die» selben auch in Mengen unter 5 Centnern.
Gießen, dm 21. Juni 1901. 4388
Städtische« Gas- und Waffenverk Gießen.
I. V.: Edm. Wetter.


