Ausgabe 
3.7.1901 Erstes Blatt
 
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Mitwirkung unserer Einwohnerschaft und auswärtiger Br^dervereine das erste Sang er fest auf dem reizend aevaenen sog. Kleehof, wohin auch viele andere Besucher v/n nah und fern, namentlich Butzbacher, strömten. Gegen , Uhr bewegte sich! ein schöner Zug durch das reich? geschmückte Tors nach dem Festplatz, wo man nach einer Bearüßungs- und Festrede herrliche Gesangsvortrage horte; dann gabs Tanz und sonstige Volksbelustigung. Tas vom schvi'sten Wetter begünstigte Fest verlies zur allseitigen Zu­friedenheit Am Montag giebt's noch eine kleine Nachfeier.

s Crain feld, - 30. Juni. Zur Ergänzung eines Ar­tikel^ in Nr. 143 aus Stammheim über die Tötung einer Fr-au mag hier noch dienen, daß die Getötete Elise Baudi- näicdt heißt und hier geboren ist. Tieselbe stand im Alter von 77 Jahren.

g. Höchst a. d. N., 30. Juni. Ein echtes evangelisches Volksfest war das Jahresfest des Gustav Adolf- Vereins im Tekanat Rodheim, das heute in dem freund­lich gelegenen Höchst a. d. N. gefeiert wurde. Reicher Guir- landen- und Fahnenschmuck begrüßte die zahlreich aus der Umgegend eingetroffenen Gäste, ein Zeichen, daß die Ortseinwohner sich zu ihrem Empfang freudig gerüstet Hutten. In dem Gottesdienst, der uni 2 Uhr seinen An­sang nahm, predigte Pfarrer H a n a ck (Bieber-Bürgel) auf Grund von 2. Thess. 3,12. Pfarrer Bühl aus Rieder-Esch­bach erstattete den Rechenschaftsbericht; den Schluß bil­dete eine Ansprache des Tekans Sartor'ius aus Groß- farben. In einer noch stärker besuchten Rachversammlung unter den herrlichen Bäumen des Frhrn. von Günderod'schen Parkes hielten Ansprachen außer dem Ortsgeistlichen, Pfarrer Körbel, die Pfarrer Bühl, Siebert ans Eichen, der über die Los von Rom-Bewegnng berichtete, Kirchenrat Ka l b he n n ans Bnrggräfenrod, der in humor­voller Weise Erinnerungen aus seiner ehemaligen Thätig- keit als Tiasporageistlicher gab, sowie Pfarrer Schneider aus Oberau. Tie Kollekten ergaben den stattlichen Betrag von über 90 Mark, der zum Teil für bedürftige inländische Gemeinden, zum Teil für die Unterstützung der evangeli­schen Bewegung in Oesterreich bestimmt wurde.

ch Groß-Rechtenbach, 1. Juli. Gestern fand hier das Kriegerfest des Hüttenberger Krieger-Ver- b a n d e s statt, dessen Präsident Bürgermeister Hardt von hier ist. Zugleich feierte der hiesige Kriegerverein sein Fahnenweihfest. Tas nächstjährige Verbandssest wird vor­aussichtlich in Großen-Linden begangen.

Wetzlar, 1. Juli. Tas Oberpräsidium der Rhein­provinz hat der Handelskammer mitgeteilt, daß es die Ein­gabe wegen Ausbaues der Bahn st recken Wetzlar-- lar-Hohensol ms-Gladenbach und Wetzlar- Butzbach warm befürwortet habe. Hoffentlich läßt der Eisenbahnminister keine Abkühlung eintreten.

** Frankfurt a. M., 30. Juni. Tie braunen Gäste im Zoologischen Garten haben sich mehr und mehr hier eingelebt, und fröhnen mit Vorliebe ihren spielenden Gewohnheiten. Auch ihre Feste feiern sie in regelmäßigen Zeitabständen. So wird Dienstag nachmittag wieder ein Schweine-Bratfest stattfinden, bei dem das übliche Ze­remoniell gewahrt wird, und Mittwoch nachmittag giebt es wieder ein Ruder- und Schwimmfest.

Hanau, 1. Juli. Hier tagte die Verbandsgruppe für die Provinz Hessen-Nassau, das Großherzogtum Hessen und die bayerische Pfalz des Handelsgärtnerverbandes Deutschland. Ten Hauptgegenstand der Tagesordnung bil­dete die Beratung 'der Anträge zu der am ö. und 6. August in Tresden stattfindenden Hauptversammlung des Teut- schen Handelsgärtnerverbandes.1 Von besonderem Interesse sind die nachfolgenden beiden Anträge, die lebhafte Zu­stimmung fanden. Ter erste lautet:Der Vorstand des Verbandes möge bei den zuständigen Behörden Schritte unternehmen, daß die Militärpersonen des Beurlaubten­standes, soweit sie dem Gärtnerberufe angehören, nicht wie bisher in den Monaten April bis Juni, der dringendsten Arbeitszeit des ganzen Jahres, zu Hebungen herangezogen werden, sondern daß deren Uebungszeit auf einen späteren Zeitpunkt, am besten in den Winter, verlegt wird." Ferner hat die Gruppe Elsterthal den Antrag gestellt:Tie Haupt­versammlung wolle beschließen, daß seitens der Verbands­leitung eine Petition ausgearbeitet und an alle Souveräne, Fürsten und Herren des deutschen Reiches gesandt werden soll, in deren Hofgärtnereien Handel getrieben wird, dahin­gehend, daß dieser Handel in Zukunft unterbleibe. In dieser Petition soll an den edlen Sinn der hohen Herren appelliert und ausgesührt werden, daß durch handel­treibende Hofgärtnereien der ohnehin schon schwer um seine Existenz ringende Handelsgärtnerstand empfindlich ge­schädigt wird, sowie daß der Nutzen, der den Hoflassen durch diesen Handel erwächst, meist illusorisch ist, in keinem Verhältnis stehend zu dem Schaden, der durch diesen Handel angerichtet wird." Als Ort der nächsten Versammlung wurde Homburg v. d. H. bestimmt-

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Der Kall Klinger - Begas. Max Klinger veröffentlicht im Lekpz. Tgbl." einen offenen Brief en Begas. Ausgehend von dem Fall Stauffer-Berr?, bet dem eine Stiftung von 2 Millionen verloren gegangen und nur rin Betrag von 800 000 Mk. für die Gottfried Keller-Stiftung davon gerettet Worten sei, erörtert er, ohi'e Namen zu nennen, die Stiftung einer reichen Dame an die Deutsche Künstlerschaft. (Besitzung mit Atelier und drei Bauerngüter nebst den Zinsen eines Hypothek von 130 000 Frcs. als Ftdeikommis je­weilig an einen bedeutend n Künstler zu verleihen und von diesem in Anspruch genommen, so lange eS ihm beliebe). Gegenwärtig sei «ll dies von d?m Künstler X in Besitz genommen, der behauptet, er sch der Eigentümer, da die Stifterin alles auf seinen Namen über­schrieben hat. Klinger läßt diesem Künstler X Zeit, die Sache bis Ende Juli im Sinne der Stifterin zu ordnen, sonst wird der Name veröffentlicht werden. Begas' Angriff gegen die Sezession habe nur den Anstoß, nicht den Anlaß zu Klingers Vorgehen gegeben.

Sport.

Der bekannte Herrenreiter Leutnant v. Zingler ist bei einem Rennen in Bremen von einem bedauerlichen Unfall betroffen worden. Leutnant o. Zingler ritt im Ochzier-Jagd-Rennen Hobtnoe. Beim englischen Sprung kam tut Wallach zu Fall, uud sein Reiter siel so unglücklich, daß er einen Nasenbeinöruch erlitt. Leutnant v. Zingler wurde ins Spital gebracht, während Hobtnoe erschossen werden mußte.

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