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1 hessischen Militärdienst erhielt 1867 das Feld- terzeichen II und nahm Tomyagnie beS Großh. u Abschied vom Militär. Kernser bei der damaligen lt und avancierte 1870 hev Eisenbahnen. 1888 1 Allgemeine iljwwifyn, mensten Rüsiigknt. Trotz die sein verantlvortungs- er noch einige Zeit bm ein beamtet von mster.
irrte gestern Abend im bnrtStag Bismark dauernder llnttrhaltung.
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Gewitterneigung, keine Schneefälle, allmählich sinkende Temperatur. Tann ziemlich trockenes Wetter bei sehr tiefen Temperaturen mit spärlichen Schneefällen. Endlich mässige Zunahme der Regen bei verhältnismäßig sehr hohen Temperaturen, zahlreiche Gewitter.
Hoffentlich hat der Himmel ein Einsehen und macht focrrn Falbs Prophezeiungen nach alter lieber Gewohnheit zu schänden. Tas dürfen wir umsomehr annehmen, als gleich die Falb'schen Ankündigungen für die ersten April tage den Thatsachen direkt zuwiderlaufen. Falb schreibt: „Tie Niederschläge in Form von Regen sind nur in den ersten Tagen ausgebreitet und ergiebig." Ter 4. ist ein kritischer Termin zweiter Ordnung.
§ Butzbach, 1. April. Der feierlichen Schließung der Volksschulen für das abgelaufene UntercichtSjahr folgte am SamStag die herkömmliche Verteilung der fogen. „Stautzenwecke" an die Schuljugend. Aus dem hierfür durch einen früheren Bürger seinerzeit gestifteten Fonds werden jährlich für den Schluß des Schuljahres so viele längliche Weißbrote bezahlt, als Kinder hier zur Schule gehen. Beim Empfang ihrer Zeugnisse bekommen sie je einen dieser vor« zü stich schmeckenden Brotstollev, worauf sich die Jugend schon wochenlang zuvor freut.
4- Grebenhain, 31. März. Die Ende der letzten Woche ftattgesundenen drei ersten Holzversteigerungen der hiesigen Oberförfterei ergaben abermals bedeutend höhere Preise wie im vorigen Jahr. Buchenscheitholz 1. Klasse kostete pro Raummeter durchschnittlich 7 bis 8 Mk. (ja mitunter 9 bis 10 Mk.), Buchenscheitholz 2. Klaffe 5 bis 7 Mk. pro Raummeter. BuchewKnüppel 1. Klaffe 5 bis 6 Mk., BuchewKnüppel 2. Klaffe 4 bis 5 Mk. pro Meter. Buchen. Reisig pro Raummeter 1,20 bis 1,80 Mk. Buchen-Stöcke 3 bis 3,50 Mk. pro Raummeter. Fichten-Stöcke pro Raummeter 2 Mk. Die Preise in Fichten-Stammholz waren dagegen nicht so hoch. Bauholz (Fichten) kostete der Festmeter 16 bis 20 Mk., Schnittholz dagegen 24 bis 28 Mk. pro Festmeter. Ts waren Käufer aus der weitesten Umgegend erschienen, sogar aus dem Kreise Fulda, daher die teueren Preise. Auch ein Händler aus Gießen war erschienen, er |oU aber wegen der hohen Preise keine Käufe gemacht haben.
•• Schadenbach, Kr. Alsfeld, 31. März. Lehrer Eifert, der bereits 13 Jahre an der hiesigen Schule zur größten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten, sowie der Gemeinde ge- wirkt hat, ist nach Mombach bei Mainz versetzt worden.
nn. Darmstadt, 1. April. Am SamStag vormittag fand die Schlußfeier der Gcoßh. Fachschule für Kulturtechniker ftalt. Sämtliche Schüler haben sich die Berechtigung als Sulturaufseher thätig zu sein erworben. Ihre Ber- Wendung wird vorzugsweise im Wiesenbau und bei Meliorationsarbeiten der Gemeinden erfolgen.
-k- Mainz, 1. April. Die hiesigen Konserven- fabriken haben in Gemeinschaft mit den übrigen Konservenfabriken Rheinhessens mit Rücksicht auf den drohenden EingangSzoll für frisches Obst eine Eingabe an den Reichstag gerichtet, die darauf abzielt, daß bei den Beratungen über den Abschluß der neuen Handelsverträge die zollfreie Einfuhr frischen Obstes aus Oesterreich Ungarn, Italien, Frankreich, Schweiz, Holland und Belgien gewährleistet bleibe. -T- Im Detailhandel beginnen jetzt endlich auch die Kohlen im Preise zurückzugehen. Die hiesigen Detailhändler haben von heute an sämtlich einen Preisabschlag eintreten lassen. — In dem nahen Weisenau fand in der verflossenen Nacht eine mörderische Keilerei statt, bei der die Brauknechte einer dortigen Bierbrauerei ein wahres Bombardement mit schweren Bierflaschen auf die Gäste und den Besitzer eines Wirtshauses eröffneten. Wegen Skandalieren tiufl dem Wirtshaus hinaus gewiesen, schleppten die Brau« knechte ganze Körbe voll Flaschen herbei, die sie nach den Gästen und dem sich ansammelnden Straßenpublikum warfen. Mehrere Personen trugen Verletzungen davon. Nach einiger Mühe gelang es erst der Genödarmerie, die raufsüchtigen Brauknechte festzunehmen.
Mainz, 3. April. Der Bau des Krematoriums auf dem Friedhof soll noch in diesem Jahre erfolgen. Die Ausarbeitung des preisgekrönten Planes von Vetter u. Müller in Baden-Baden wurde dem Architekten Albert Wolf in Wiesbaden übertragen. Durch freie Beiträge wurden für den Bau Mk. 30000 aufgebracht, der Wiesbadener Verein hat ein unverzinsliches Darlehen von Mk. 30 000 gegeben. Im Gegensatz zu Preußen, wo den Feuerbestat- tungSvereineu politische und religiöse Tendenzen unterschoben werden, geschah hier die Eintragung des Feuerbestattungsvereins ins amtsgerichtliche Register ohne jede Schwierig feit. — Der städtische Finanzausschuß hat die zur Deckung der städtischen Bedürfnisse notwendigen Gemeindeumlagen für das Rechnungsjahr 1901/1902 auf Mk. 2 287 450 festgesetzt; eS werden demnach an der Einkommensteuer 87,83 Prozent und von der Grund-, Gewerbe- und Kapitalrentensteuer 175,66 Prozent erhoben. Ferner hat der Ausschuß beschloffen, dem Bictoria-Melita Verein, Heilstättenverein für das Großherzogtum Heffen, für das nächste Jahr einen Zuschuß aus städtischen Mitteln zu überweisen. Bei dieser Gelegenheit spricht der Ausschuß der Bürgermeisterei gegenüber den Wunsch auS, daß die Bemühungen, die Errichtung einer Lungenheilanstalt für Rheinhessen zu erlangen, auch sernerhin fortgesetzt werden möchten.
•• Kleine Mitteilungen anS Heffen und den Nachbarstaaten. Wegen Betrügereien und Schwindeleien wurde am SamStag ein gewisser Franz Andrae, der sich als Oberlehrer auSgiebt, Sa Offenbach a. M. verhaftet und in das Darmstädter Untersuchungsgefängnis eingeliefert. — Nach einer an die Behörde gelangten Depesche wurden Sonntagnacht auf der Ureisstraße von Nauheim nach Trebur über 300 Baum- Mmmchen abgebrochen. — In voriger Woche wütete in Weder'« nachts ein fürchterlicher Sturm. In hochgelegenen Nctschaften war es geradezu unheimlich, bie Leute standen cvuf nnd zündeten L chl an. Hauptsächlichen Schaden richtete LaS Unweiter in F chtenwäldern an. Allein im Gemeinde- avald Gedern wurden 5 —600 Festmeter durch den Sturm gefällt und findet bald eine größere Versteigerung statt. Auch im den Fürstl. Stolberg'schen Forsten wird von 50 Arbeitern
fleißig gearbeitet, das Windfallholz aufzuschichten. — Die Besitzungen des Freiherr« v. Stumm in RÜdesheim und Eltville (die An) sind an den Schwi gersohn des Verstorbenen, den Leutnant v. Lucius, Sohn des Ministers, übergegangen. Eine Veräußerung scheint nicht in Aussicht zu stehen.
Vermischtes.
* Berlin, 1. April. In der Reichenbergerstraße überfiel gestern abend ein Tischler wegen verschmähter Liebe ein Mädchen in der Wohnung ihrer Mutter und brachte ihm mit einem Küchenmeffer einen lebenSgefähr lichen Stich in die Brust bei. Der Thäter entfloh und sprang, wahrscheinlich aus Furcht vor Strafe, in den Landwehrkanal, aus dem ein Schutzmann, welcher von der Thal nichts wußte, ihn wieder herauszog und ihn in seine Wohnung brachte. Hier legte der Tischler tockene Kleider an und verschwand darauf. Er wurde erst heule mittag fcstgenommen.
• Aachen, 1. April. In einen Kuppelei-Prozcß, der hier viel Aufsehen erregt, ist auch ein höherer Beamter verwickelt worden. Bisher find vier Verhaftungen erfolgt.
* Lüneburg, 1. April. Ueber die näheren Umstände bei der Lüneburger Familienlragödie erfährt man folgendes: Frau v. Tungeln, geboren: o. Trcitschke, Gattin eines Rittmeisters im 2. hannöverschen Dragonerregiment, war etwa 34 Jahre all und Muller dreier Mäöchen von 3—9 Jahren. Vor wenigen Wochen erkrankte das älteste Kind an epileptischen Anfällen. Die Mutter der Frau v. Tungeln ist schon im Beginn ihrer Ehe mit Treilschke in trüben Gemütszustand verfallen und hat seitdem viel in Heilanstalten gelebt. Dies in Verbindung mit der Erkrankung des Kindes versetzte die Frau in hochgradige Erregung. Sie bekam die fixe Idee, daß sie geistig belasiet sei und daß ihre Kinder einem unglücklichen Lose entgegengingen. Ihre Idee fand Nahrung durch die Lektüre medizinischer Bücher, die die sehr gebildete Dame eifrig las. So kam sie, um ihre Kinder zu retten, auf den Gedanken, sich mit ihnen aus der Welt zu schaffen. Sie wußte sich Morphium zu verschaffen und gab es den Mädchen in der Nacht zum SamStag ein, während ihr Mann wegen einer Hebung abwesend war. Die Kinder sind nicht mehr erwacht, Frau v. Tungeln wurde, als man am Samstag Mittag ihr Schlafzimmer öffnete, in das Krankenhaus gebracht und noch einmal ins Leben gerufen. Sie starb aber schon am Abend. Der Rittmeister v. Tungeln ist in völlig verzweifelter Verfassung und muß ständig von Kameraden bewacht werden. Weiler wird noch erzählt, daß Frau v. Tungeln von jeher etwas exzentrisch war. Seit der Erkrankung ihres ältesten Kindes war sie fast unzugänglich. Zu ihrer Beruhigung war ihr vor einiger Zeit vom Arzt Morphium vorgeschrieben; sie ließ das Rezept, indem sie es vervielfältigte, in verschiedenen Apotheken anfertigen und bekam so eine größere Menge Morphium. Sie halte Befehl gegeben, sie vor mittag nicht zu wecken; als dann ein Besuch kam, wurde angeklopft und jetzt das Unglück entdeckt. Die Beweggründe hat die Verstorbene n einem hinl.rlaffenen Schreiben angegeben.
Univrrsitäts Nachrichten.
Rudolf Dirchow vollendet am 13. Oktober sein 80. Lebensjahr. Eine groß; Zahl von Verehrern Virchow« hat beschlossen, einen Aufruf zu Sammlungen ergehen zu lasten, die den Zwick haben sollen, die seit 1881 bestehende „Rudolf Virchow-Stiftung" zu verstärken, die die Aufgabe hat, die W.stenschafl zu fördern. Das Komitee bat in allen Ländern der Erde bis nach Argentinien, Chile. Mexiko, Japan, Neuseeland hin Vertreter. Vorsitzender des geschäftssühre-'den AusschusteS ist der Anatom Prof. Waldeyer. Als Mitglieder gehören ihm ferner an der Oberbürgermeister und der Stadtveroldnetinvorfieher von Berlin, Ministerialdirektor Althoff usw. Schriftführer ist Pros. PolSner, Schatzmeister Geh. Kommerzienrat Mendelssohn-Bartholdy.
Mteratur, Wissenschaft und Kunst.
Stuttgart, 1. April. Der heultgen Eröffnung der hier tagenden Versammlung der Deutschen Meteorologischen Gesellschast wohnte König Wilhelm bei. Ferner waren als Vertreter der Regierung der Minister beS Innern v. Pischrk und der Ftnanzminister v. Zeyer zugegen. Die Begrüßungsrede hielt im Namen des statistischen Landesamtes Direktor o. Zeller. Der Vorsitzende Geh. Rat Bezold dankte dem König für sein Erscheinen. Hierauf hielt Hofrat Perntner-Wien einen Vortrag über Wetterschießen. Dcr König hat die Teilnehmer an der Versammlung für morgen in die Wilhelm« a's Gäste gelad-n.
Arbeiterbewegung.
Marseille, 1. April. Im Häsin arbeiteten heute vormittag 3500 Arbeiter. Die Stadt ist ruhiz.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— vuderuö'sche Eisenwerke in Wetzlar. Die am 29. Mär, stattgehabte ordentliche Generalversammlung der Buderus'schen Eisenwerke in Wetzlar, in der 2787 Aktien vertreten waren, genehmigte den vorgelegten Rechnungsabschluß für das Jahr 1900 und beschloß, den Reingewinn nach den Vorschlägen der Verwaltung zu verteilen. Hiernach gelangt eine Dividende von 9 pCt. für die Aktien Lit. A und B und eine solche von 4'/, pCt. für die Aktien Lit. C auf Div.dendenschein Nr. 4 oom 1. April d. I. ab zur Auszahlung. In den Aufsichtsrat wurden die nach dem Turnus ausschkidenden Dr. Katzenellenbogen auS Frank furt a. M. und Eugen Buderus in Wiesbaden wieder- und neugewählt das frühere Vorstandsmitglied, Bergwerksdirektor Ludwig Roth-Wiksbaden, und Oberingenieur Jul. Allmenröder aus Offeg in Böhmen. Der Vorstand teilt mit, daß der Roheisen-Absatz bislang befriedigend ist. In Schlackew Erzeugnissen und Portland-Zement ist der Versandt lebhaft. Die Zement-Erzeugung des laufenden Jahres ist vollständig verkauft. Mit Rücksicht hierauf und auf Grund des Ergebnisses des ersten Vierteljahres dieses Jahres kann ein befriedigendes Erträgnis für das Jahr 1901 in Aussicht gestellt werden.
fc. Worms, 1. April. Die Firma Kornelius Heyl erwarb durch Ankauf sämtlicher Aktien die „Lederwerke vormals L. Schlösser & Co." in Neuhausen-WormS. Der Fortbestand dieses Fabrik- «tabltffements ist dadurch gestchert.
— Kranksurter Getreidemarttbericht vom 1. April. Die deutschen Märkte des Inlandes zeigten fast durchweg eine feste Haltung, die als Folge der befürchteten Saatenflandsschäden anzusehen ist. Der Konsum zeigte im allgemeinen etwas mehr Neigung, feine Vorräte, die vielfach recht mäßig zu fein scheinen, durch neue Erwerbungen zu ergänzen. Heutiger Markt: Inländischer Weizen fest, Offerten beschränkt, ausländischer
unverändert. Roggen von matter Tendenz beherrscht. Für Gerste liegen nur vereinzelt kleme Offerten vor. Hafer hat siinen Preis gebessert. MaiS preishaltend mit Zuckungen nach obcn. Für sonstige Futterstoffe anhaltend guter Absatz Mehl in behaupteter Haltung. — Weizen ab unserer Gegend 17,10—17,40 W , do. frei hier 17,40 Mk, do. La Plata u. Kansas (kleberreicher Weizen) 17,75—18 Mk., do. Redwinter und russische Sorten (kleberreicher Weizen 17,75 — 18 Mk., Roggen hies. 14,75 Mk. Braugerste, Wetttrauer (gelb und unegal) 16,50 Mk., do. Franken (Ochsenfurter Gau) 17,50 bl« 17,75 Mk., Pfälzer und Med 17,50-17.75 Mk Hafer (je nach Qualität, exquis. 25-50 Pfg. über Notiz) 14,25—14,75 Mk. Mais (gesunde« mixed) per März-April 11,40 Mk, Weizenkleie 9,25-9,50 Mk-, Roggenkleie 10-10,25 Mk. Malzkeime 9,75—10 Mk. Getrocknete Biertreber 10,50 bis 10,75 Mk. Spelzspreu pr. Ztr. ca. 2 Mk. Hafelhülsen pr. Ztr. — — Mk., Heu (je nach Qualität) pr. Ztr. 3,75—4,25 Mk. Roggenstroh (Handdrusch) 2,60—2,75 Mk. Weizenstcoh (gepreßtes) pr. Ztr. ca. 2 Mk. Weizenmehl (automat.) 0 25.50—26 Mk., I 23,50—24 Mk, III 21,50 bis 22 Mk., do. exquis. Qualität pr.Sack 1,50-2 Mk. über Notiz, Roggen, mehl 0 22,50-28,50 Mk., 0/1 1,25- 1,50 Mk. darunter. Torsstreu pr. Ztr. 1,25 Mk. Die Preise verstehen sich pr. 100 Kgr- ab hier, häufig auch loco auswärtiger Stationen bei mindestens 10000 Kgr.
Krieskasten der Redaktion.
Anfragen ohne volle Angaben der Adressr bleiben unberückfichugt.
Br irfl che Auskunft erteilen wir nicht. Alle Anfragen find zu richten: Briefkasten der Redaktion de« „Gießener Anzeiger»".
(Sprechstunde 6—7 Uhr nachmittags.)
Herrn A. EP«, Gießen (früher Frankfurt). Da ein durch die Post an Sie gerichteter Brief Sie nicht erreicht hat, sei Ihnen aus diesem Wege die Antwort zu teil, daß wir Ihrem freundlichen Anerbieten insoweit sympathisch gegenüberstehen, als wir bereit wären, von Zett zu Zeit Vorschläge über die Bearbeitung aktueller seuilletonistifcher Themata entgegen- zunehmen. Im übrigen dürft« es Ihnen selbst b kannt sein, wie die deutschen Redaktionen mit Feuilleton Material überschwemmt werden.
Neueste Meldungen.
(Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".)
Metz, 2. April. 11.55 Uhr. Heule morgen starb im Aller von 48 Jahren Friedrich Borries, Chefredak- teur der hiesigen „Lothringer Ztg."
Paris, 2. April. 11.45 Uhr. Heute morgen wurde in einem Hotel am Boulevard ein Deutscher namens Dans- mann, der des Brudermordes beschuldigt ist, verhaftet und an Preußen ab geliefert.
Berlin, 2. April. Tas 1287 Registertons große Schiff „Anstralia" auf der Fahrt von Cardiff nach Rio de Ja-» neiro firandete an der englischen miste und ist völlig wrack geworden. Ein Teil der Besatzung ist ertrunken.
KarlStuhe, 2. April. Beim Graden eines Fundaments in der Karl Wilhelmstraße hier stieß man auf Ueberreste römischer Gräber. In den drei ca. 1.90 Meter langen aus Steinplatten zusammengesetzten Särgen, fanden sich nur wenige Knochenrefte, aber umsomehr Waffen und Schwuck- gegenstände vor. Diese Gräber stammen wahrscheinlich uuS dem 3. Jahrhundert nach Christus. Interessant sind einzelne Schmuckgegenstände aus Gold. Eine aus Heidelberg hierher berufene archäologische Kommission soll den Sachverhalt durch Untersuchung näher darlegen.
Hamburg, 2. April. Bei der gestrigen Aufführung der Oper „Rienzi" im Stadttheater fiel im dritten Akt infolge Bruchs eines Querbalkens der Sänger Bir^en- koven, auf demPferde sitzend in die Versenkung. Die Vorstellung wurde abgebrochen. Birrenkoven erlitt eine leichte Verletzung am Arm.
New-York, 1. April. Morgen soll mit dem Dampfer „Kaiser Wilhelm der Große" eine halbe Million Dollar Gold nach Europa verschifft werden. Tie Hälfte davon ist für Berlin bestimmt.
Djeddah, 1. April. Tas türkische Transportschiff ,,Aslam" ist in der Nähe von Vembo unterge^- g an gen. Einige zwanzig Soldaten sind ertrunken.
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Tetejthfitrher Kursbericht.
Frankfurt, den 2. April.
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8 'J/o do . . 88 45 Dißkonto-Kommandit . . 186.50
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Tendenz schwächer.
Meteorologische Beobachtungen
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März bis 1. April + 14-6J C.
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