Crane befindet, freien Zutritt haben.
** Landsmanns chafterfahrt.
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Tie sogen. L. C.- : in Der Psinast- Lanos-
gefttzt, in der um die Amtsenthebung der gegenwärtigen Der antwortlichen Regierung gebeten wird, damit die Ordnung der Dinge in Südafrika ter Reichsregierung überlassen iei, eine beträchtliche Anzahl Holländer unterzeichnete die Petition.
Reichskanzler, Grafen von Bülow.
Ter „Reichsanz." widmet dem Grafen Bismarck einen Nachrrch und schreibt: Ein tebensfrischer, thatkräftiger Beamter von hervorragender praktischer Begabung wurde! damit unerwartet aus seinem Wirkungskreise entrissen. In! allen seinen Aemtern zeichnete sich Graf Bismarck durch warmes Interesse für die ihm anvertraute Aufgabe und vollste Hingebung an seine dienstliche Pflichten, aus. Wie! ihm als Beamten ein ehrenvolles Andenken gewiß ist, so sicherte er sich durch seine gewinnenden persönlichen Eigenschaften in weiten Kreisen ein treues Gedenken.
Ten „Bert. N. Nachr." zufolge ging dem Fürsten Bismarck am Donnerstag ein in warmen Worten gehaltenes! Beileidstelegramm des Kaisers zu.
— Generalmajor von Löwenfeld, Kommandeur der 33. Jnfanteriebrigade, früher dienstthuender Flügeladjutant des Kaisers, ist heute in das Hauptquartier zurückversetzt und zum dienstlhuenden General ü. la suite des Kaisers ernannt worden. Die 33. Jnfanteriebrigade erhielt der Kommandeur des Grenadierregiments Nr. 89, Oberst Freiherr v. Reibnitz.
Orte des Großherzogtums beschäftigt worden, der vatürkich insolgedefien annehmeu mußte, daß er die Prüfung bestände» habe. Um so größer war natürlich seine Enttäuschung, als ihm dieser Tage seine Abberufung zu Teil wurde, und man ihm mitteilte, er habe daS Examen nicht bestanden. Gewiß hätte eine rechtzeitige Feststellung seiner PrüfungSleistungeu sich ermöglichen lasten. — Bekanntlich herrscht zurzeit im Lande ein erheblicher Mangel an GerichtSastestoren. Daß trotzdem dieses nicht besonders günstige PrüfungSresultat zu verzeichnen ist, wird man im Lande verstehen und zu wür-
— Der „Börsenkourier" hört, die preußischen Staatsbahnen vergaben gestern die Lieferung von 305 Lokomotiven im Gesamtwerte von 17>/2 Millionen Mark an inländische Fabriken. Die Preise entsprechen genau den Bedingungen, zu welchen der im Januar stattgehabte Abschluß vollzogen wurde.
Potsdam, 80. Mai.
Ich habe Mich gefreut, durch Ihre Vermittelung aus der ehrwürdigen Abtei Maria Laach einen Huldigungsgruß der rheinischen Mitglieder des katholischen Lehrerverbandes des Deutschen Reiches zu erhalten und habe das Gelöbnis der katholischen Lehrerschaft, ihre ganze Kraft daran zu setzen, die ihr anvertraute Jugend in Liebe und Treue zu Thron und Altar zu erziehen, mit Befriedigung entgegengenommen. Ich danke Ihnen herzlich und ersuche Sie, allen Beteiligten Meinen Königlichen Dank und Mein Vertrauen zu ihrer ernsten und verantwortungsvollen Arbeit zum Ausdruck zu bringen. Wilhelm R.
digeu wissen.
•• Zn der Gem'aldeAusstellung im Turmhaus am Brand bleiben die Gemälden des Javaners Toorop nur noch einige Tage ausgestellt, weshalb wir unsere Kunstfreunde nochmals auf die gegenwärtige eigenartige Ausstellung Hinweisen wollen. Ferner sei den Mitgliedern des KunftvereinS an dieser Stelle noch mitgeteilt, daß sie auch zu der jetzigen Ausstellung in der Kunsthalle zu Darmstadt am Bahn
geschwunden. „
Chicago, 31. Mai. Der Dampfer „Northiown" von der Flotte der Getreideschiffe, die für den direkten Menst zwischen Chicago und den europäischen Häfen gebaut sind, ist nach Antwerpen und Hamburg abgegangen.
Rosenberg.
Freitag den 7. Juni, vormittags 9 Uhr, gegen JuuuS Jockel und Heinrich Hamel, beide aus Schellnhausen,! wegen Notzucht, bezw. Begünstigung. Die Anklage vertritt GerichtSasiefior Dr. Hetzel, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Grünewald.
Samstag den 8. Juni, vormittags 9 Uhr, gegen StationSasfisteut Georg Fiege aus Vilbel wegen Ber- l brechens im Amte. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmermann, die Verteidigung führt Rechtsanwalt
Montag den 3. Juni, vormittags 9</2 Uhr, gegen Joh. Phil. Dietrich aus Klein-Karben wegen Brandstiftung. Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Dr. Güngeri ch, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Raab.
Dienstag den 4. Juni, vormittags 9 Uhr, gegen Christian Dörr aus Flensungen wegen Gefährdung eines Eisenbahn» iranSporteS. Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich, die Verteidigung führt Rechtsanwalt
19 Gericht'saccesfisten teil. Einer der Herren trat während der Prüfung zurück und vier Herren fielen durch. Von
kommen.
Sch Personal-Nachricht. Wie uns soeben aus Tarmstadt telephoniert wird, hat der Gvoßherzog dem Kreisamtnrann beim Kreisamt Gießen,. E r nstBoackmann, den Charakter als Regierungsrat erteilt.
•• Juristisches Staatsexamen. An der letzten Gerichts-
Engifch.
Mittwoch den 5. Juni, vormittags 9 Uhr, gegen Phil. Loth aus Nieder-Ohmen wegen Brandstiftung. Die An klage vertritt GerichtSasiefior Dr. Hetzel, die Verteidigung führt Rechtsanwalt HooS.
Donnerstag den 6. Juni, vormittags 9 Uhr, gegen Karl Grywatz aus Roschkowitz wegen Körperverletzung mit rötlichem Erfolg. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zim-m ermann, die Verteidigung führt Rechtsanwalt
HooS. J
Montag den 10. und Dienstag den 11. Juni, jedesmal vormittags 9 Uhr, gegen Georg Er wer auSsSchirmitz wegen | Raubmordes. Die Anklage vertritt Ober - Staatsanwalt Dr. Güngerich, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Justizrat Metz.
•• Der Jahresbericht der Großh. Haudelskammer Gießen ist soeben erschienen. Wir werdea in einer der nächsten Nummern des „Gießener Anzeigers" noch darauf zurück-
Prinzessin Friedrich Leopold. h
— Königin Wilhelmina der Niederlande wurde bei der Rückkehr von der Parade auf der Fahrt nach dem । dem Schloß am Pariser Platz im Namen der Stadt begrüßt. Am Pariser Platz stand der Oberbürgermeister der Stadt, der Stadtverordnetenvorsteher, eine Anzahl Vertreter des Magistrats und der Stadtverordneten, ferner 24 weißgekleidete Ehrenjungfrauen, der ganze 'niederländische Verein ^Nederland en Oranje“ mit Schleifen in den Farben des Hauses Oranien geschmückt. Königin Wilhelmina saß in einem offenen, sechsspännigen ä la Daumond gefahrenen Wagen an der rechten Seite der Kaiserin. Ein Zug der Leibgarde des Kaisers ritt vorauf, ein Zug der Leibgarde der Kaiserin schloß den Zug. Als der Wagen vor der Empfangsdeputation hielt, richtete Oberbürgermeister Kirschner an die Königin eine Begrüßungsansprache, in der er die Freude der Stadt Berlin ausdrückte, die Königin in ihren Mauern begrüßen zu können. Als der Oberbürgermeister seine Rede beendigt hatte, überreichte eine junge Dame einen Strauß, dessen Blumen die niederländischen Landesfarben zeigten. Königin Wilhelmina reichte der jungen Dame die Hand zum Danke und sprach sodann dem Oberbürgermeister ihren Dank für den Empfang aus. Sodann verabschiedete sie sich mit freundlichem Händedruck. — In der Begrüßungsansprache an die Königin hob Oberbürgermeister Kirschner die bedeutungsvollen mannigfachen Beziehungen auf politischem, wirtschaftlichem, künstlerischem und wissenschaftlichem Gebiete hervor, welche das deutsche Reich mit dem stammverwandten Volke der Niederlande verbinden und betonte, daß einer der ruhmreichsten Abschnitte der Geschichte des freiheitsliebenden niederländischen Volkes von einem deutschen Dichterfürsten der Nachwelt überliefert ist. Der Redner erwähnte die zahlreichen innigen verwandtschaftlichen Bande, die seit dem Großen Kurfürsten das Haus Oranien mit den deutschen Fürstenhäusern, besonders mit dem Hause Hohenzollern verknüpften, habe doch die Königin erst kürzlich einem dem Hohenzollernhause eng verbundenen deutschen Fürsten die Hand zum ewigen LiebeSbunde gereicht. Allgemein sei daher die Freude, mit welcher die Bürgerschaft die von ihrem Volke geliebte Königin zugleich Anverwandte des preußischen Fürstenhauses willkommen heiße. Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß die Stunden, die die Königin mit ihrem Gemahl gemeinsam mit dem deutschen Kaiserpaare in der Stadt Berlin verweile, sonnig und heiter sein möchten, wie der heutige Frühlingsmorgen.
— Die Festlichkeiten anläßlich der Anwesenheit der Königin von Holland schlossen mit einer Galavorstellung im Opernhaus, wobei Donizettis „Marie die Tochter des Regiments" aufgesührt wurde. — Der Kaiser hat dir Königin von Holland zum Chef des Garde-Jäger- Bataillons, dem ihr Gemahl als Offizier angehörte, ernannt. — Die Königin der Niederlande empfing heute den
Deutsches Reich.
Berlin, 31. Mai. Heute nachmittag unternahmen die Majestäten mit ihren Gästen eine Spazierfahrt durch die Siegesallee und den Tiergarten. Hierbei saßen im ersten offenen Viersitzer, dem Spitzenreiter voraufritten, im Fonds die Kaiserin, ihr zur Rechten die Königin der Niederlande, auf dem Rücksitz der Kaiser, links von dem Prinzen Heinrich der Niederlande. Um 6y4 Uhr folgte dann im Weißen Saale des König!. Schlosses das Paradediner. Der hollän dische Gesandte von Teets van Gaudrian trug die ihm heute verliehenen Brillanten zum Roten Adler-Orden 1. Klasse, der mecklenburgische Gesandte von Oertyen hatte den Roten Adler-Orden 1. Kl., General Normal den Kronenorden 1. Kl. und Oberstleutnant Galtet den Kronenorden 2. Kl erhalten. Unter den Klängen eines von der Kapelle des 2. Garde Regts. ausgeführten Marsches erschien der Hof. Voran der große Vortritt, dann der Kaiser in Dragoneruniform mit der Königin, der Großherzog von Mecklenburg mit der Kaiserin, Prinz Heinrich der Niederlande mit der
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 1. Juni 1901.
Verzeichnis der Sitzungen des Schwurgerichts 2. Quartal 1901:
Ausland.
Antwerpen, 30. Mai. Als während des Exerzierens der Bürgergarde im Velodrom ein Gardist von einem Offizier beim Rauchen ertappt und deshalb zur Rede gestellt wurde, erhob er Einspruch dagegen und wurde vom Offizier deshalb festgenommen. Alle Gardisten begannen nunmehr zu pfeifen, drehten die Gewehre um, stimmten bann die Marseillaise an und zertrümmerten mit den Gewehrkolben den Raum, den der Thürhüter des —(______D ... — -------— ....
Exerzierhauses bewohnt. Zum Schutz der Offiziere mutztehgfe, wo sich zurzeit eine interessante Ausstellung von Walter die Polizei Eingreifen. Ein Gardist wurde verhaftet, dre- - _ _ . - '
übrigen durchzogen die Stadt unter Absingen der Mar
seillaise.
Paris, 31. Mai. Tie Deputiertenkammer setzt Die Beratung der Interpellation über die Ereignisse in Algerien fort. Drumont verlangt, datz gleichzeitig auch seine Interpellation über die Thätigkeit des Präfekten Lutand zur Verhandlung gelange. Redner greift dabei Lutand in heftiger Weise an, nennt ihn Mörder und Elenden und hält diese Beschimpfungen trotz eines ihm erteilten Ord- nugsrufes aufrecht. Ministerpräsident Waldeck-Rousseau tritt für gleichzeitige Verhandlung der Interpellation ein, damit man erfahre, ob hinter derselben irgend eine ernsthafte Anklage oder nur absichtliche haltlose Beleidigungen stecken.
Madrid, 31. Mai. In Coruna streiken die Steuer-, beamten. Gestern erfolgten Zusammenstöße zwischen ihnen u,nd den Gendarmen. Letztere mach-ten von der Schußwaffe Gebrauch und töteten einen und verwundeten elf. Tie Vorgänge sind wahrscheinlich! ernsterer Natur, denn die Drahtberichte aus Coruna kommen sehr verspätet.
— Größtes Aufsehen macht in Barcelona die Flucht einer sehr hübschen jungen Nonne aus dem Jeronima-- kloster. Sie verwundete sich beim Sturz aus der KirchDn- gallerie, wehrte sich aber heftig, als der sie verfolgende Kaplan sie in ihre Zelle zurückschaffen wollte. Sie wurde von Bürgern ins Krankenhaus gebracht und will vor Genckst die Gründe ihrer Flucht angeben. Volkshaufen versuchten nun, verschiedene Klöster, die ihre Thore schlossen, zu stürmen. Die Zeitungen erinnern daran, daß^Wimmern,.- ändern in Teilsummen
angeblich aus ”eWehb™^ 31ein=‘I bieicr Verletteluna und die Zu,am
unq erzeugt habe, dort wurden ^n)a))en geMrerr.
New-York, 31. Mai. Bei dem in Montreal ihm zu Ehren veranstalteten Frühstück hielt der französisch^ Ex- minister Jules Siegfried eine Rede, und sagte, McKinley erklärte ihm in einem kürzlichen Interview, er sei kein Ultra schütz Zöllner mehr. Die Vereinigten Staaten seien bei einer solchen Periode ihrer Geschichte angekommen, wo es nötig sei, Weltabsatzmärkte aufzusuchen. Die Notwendigkeit des extremen Schutzzolls sei jetzt größtenteils
Fahrt nach der Bergstraße, die seit Jahren . zeit einen Sammelpunkt für die alten und jungen Lands- mannschafter Südwestdeutschlands bildet, findet diesmal tun Sonntag, 2. Juni, statt. Tie Landsmannschaften der Hochschulen Gießen, Marburg, Freiburg und Würzburg werden vollzählig vertreten sein, und zu ihnen wird sich eine größere Anzahl „alter Herren" und Damen gesellen. Tie Sammlung erfolgt zwischen 10 und 11 Uhr am Bahri- Hof zu Zwingenberg, wo Pfingsten 1868 der erste Bund deutscher Landsmannsck)aften gegründet wurde. Von da geht es nach Auerbach, wo das Mittagsmahl eingenommen und eine Waldkneipe abgehalten wird.
** Das Programm zu dem morgigen Promenadenkonzert ist folgendes: Ouvertüre z. Oper Tie Felsenmühle von Reiskiger. Meditation von Bach. Schlttt- schuhläufer! Walzer von Waldteufel. Potpourri a. d. Oper Tie Hugenotten von Meyerbeer. •
§§ Eine sehr zeitgemäße Verfügung hat das Kreisamt Gießen erlassen bezüglich der Gehaltsauszahlung für Volks schul! eh rer aus der Gemeindekasse. Bekanntlich wird den Lehrern der Gehalt aus der Staats- | lasse voraus am ersten eines jeden Monats bezahlt. Dagegen findet die Gehaltsbezahlung aus der Gemeindekasse erst zu Ende eines Monats statt. Tadurch erhält aber der Lehrer, der sein Gehalt zum Teil aus der Staats- und zum Teil aus der Gemeindekasse bezieht, diesen nicht in einer ^ullllllv, ... .......... Daß die Beseitigung
। dieser Verzettelung und die Zusammenlegung der Gehaltsauszahlung, so wie sie bereits im Kreise Gießen geschehen, in Lehrerkreisen auf das freudigste begrüßt und aufs angenehmste empfunden wird, bedarf keines Beweises. Hoffentlich folgen auch die übrigen Kreise unseres Landes m Bälde dem Beispiele des Kreises Gießen, damit die Lehrer anderer Kreise die gleiche Begünstigung empfangen.
* * Hinter Schloß und Riegel Wie verlautet, soll der Buchdruckereibesitzer und Verleger des „Vogelsberger Boten" sich freiwillig der Staatsanwaltschaft gestellt haben. Seine Flucht ins Ausland soll ihm vereitelt morden sein.
* * Im Kais ergarten findet Sonntag abend 8 Uhr I Konzert der hiesigen Regimentskapelle statt. (Vgl. Inserat.)
* ♦ Im Gartenlokale des Brauereiausschankes (Röhrles Bierhalle) findet Montaa abend 8 Uhr ! Konzert der hiesigen Regimentskapelle statt. (Vgl. ^nserat.)
** Tätlicher Unglücksfall. In dem Basaltstem- bruch der Firma Größer u. Söhngen zu Weilmünster schlug bei dem Gewitter am Donnerstag der Blitz in em Bohrloch das mit Pulver angefüllt worden war, sodaß eme Explosion erfolgte. 3 Arbeiter wurden schwer verletzt m die hiesige Klinik gebracht. Am selben Abend nod> starb der Arbeiter Karl Rehl an den Folgen der erhaltenen I Verbrennungen. Tie beiden anderen Arbeiter sollen sich .außer Gefahr befinden.
e. Bad-Nauheim, 31. Mai. Ein nächtliches IBad im Sprudelbassin macht hier viel von sich I reden. In der Nacht vom Tienstag auf Mittwoch wurde der Bademeister Kissel durch Lärm an den Sprudelquellen aufgeweckt. Ter Beamte legte alsbald seine Kleider an und eilte nach dem Sprudelbassin. Im Borübergehen schaltete er die elekttische Lichtanlage ein, sodaß sämtliche elektrische Lampen an den Badchäusern plötzlich ihr Licht spendeten und der ganze Platz in tagheller Beleuchttuig erstrahlte. Diese Vorsichtsmaßregel war sehr gut; denn dadurch sah Bademeister Kissel sofort, daß an zwei Schächten die schweren eisernen Platten, zu deren Hebung sonst Awei Männer nötig sind, weg geschafft worden waren. In diesen Schächten befinden sich i aber Ab stell Hähne der Sprudelleitungen. Der Beamte wäre vielleicht in einen der Schachte gestürzt, wenn er nicht glücklicherweise vorher die vollständige elektrische 1 Beleuchtung des Platzes ausaeführt hätte. Auf dem Sprudel- 1 bassin an gelangt, bot si ch ihm ein höchst seltsames Bild dar. °!Im Bassin des Sprudels VII saß, halb entkleidet, ein Mann und badete, während oben als Zuschauer ein anderer Mann und eine weibliche Person standen und sich köstlich über dieses nächliche Sprudelbad amüsierten. Auf die sehr energische Aufforderung des Bademeisters tletterte der Badende aus dem Bassin und erklärte mit den zwei anderen Personen, sie seien Nauheimer Kurgäste und hatten das seltsame Bad infolge einer Wette borgenommen. Jedenfalls waren alle drei betrunken und , machten sich auch so schnell als möglich daran, als der Bademeister um Angabe der Namen ersuchte und mit Verhaftung drohte. Die Badedirektion hat die Angelegenheit der Polizei zur weiteren Verfolgung übergeben. Die Ansichten, die hier laut werden, die drei Personen waren zwei I Zuhälter und eine Prostituierte gewesen und es sei eine Schädigung der Spriidel beabsichttgt gewesen, die indessen ! durch das rechtzeitige Hinzukommen des Bademeisters gl na* licherweise vereitelt wurde, dürfte übertrieben sein. Dre nächtlichen Ruhestörer waren jedenfalls betrunken und voU- führten in diesem Zustand deii Unfug, der aber lcicyr schlimme Folgen hätte haben können. Mehr denn je aber ist man hier von der Ueberzeugung durchdrungen, day es notwendig sein wird, die Sprudelbassins vollständig av- zuschließen, damit nicht jeder Unbefugte Zutritt zu den Quellen hat, die für Bad-Nauheim als die Quellen allen Wohlstandes und aller Unternehmungen zu betrachten stnd. — Tie F r e q u e n z des Bades betrug am 30. Mai 4b^ i Personen, wovon noch 3755 zur Zeit hier anwesend sinv-
Mayen, 31. Mai. Der katholische Lehrerverband Deutschlands hielt hier seine Generalversammlung ab und sandte von der Abtei Maria Laach ein Huldigungstelegramm an den Kaiser, worin er das Gelöbnis unwandelbarer Liebe, .......
und Treue und das feierliche Versprechen ablegt, daß dir l asiefioren-Prüfung in Darmstadt nahmen, wie wir hören, Mitglieder in ihrem Berufe als Volksschullehrer alle Kraft 19 Gerichtsaccesfiften teil. Einer der Herren trat während
einsetzen wevden, um die Jugend in Liebe und Treue zu der Prüfung zurück und vier Herren fielen durch. Don Thron und Altar heranzubilden. Auf das Huldigungstele- diesen Durchgefallenen ist verwunderlicherweise einer der gramm ging dem Abt Benzler folgendes Autworttelegramm zu Herren bis vor wenigen Tagen als Amtsanwalt in einem
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Schloßturmu h,e §§ Gedttn, ottanartiget * «L in em« »reu' Sichren enim
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Mainz, 31.
heißen Witteruni Fortschritte gema Provinz bereit-: gemeldet wird.
Mainz, 3" ein ungemein gemacht. Als b war das Porto denen Stellen i zrveihenkelige E ten, mifgestiidi reichhaltigen Fi der Konservator Herr Lindenschi mit einem Tep -auf der Wasser rfunde gehören
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Tas Kapitel ix Ritter des Jol in der Komthr statt. Ter Vers „Hessischen Hof" Kirtorf in ' schaffen. fZamiü am Mittwoch lassen und zu den Mann zu Lausen bei errichtet worb Hauser dort ü wähl in Utp iochneider mit
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