Ausgabe 
2.2.1901 Zweites Blatt
 
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im

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Rom, 31. Jan. Im Senat brachte der Unterrichtömtnister einen Gesetzentwurf ein, nach dem Geburtshaus Verdi s n Roncole als Nationatdenkmal erklärt und die Erm»chtigung erteilt werden soll, die Leichen Verb.'s und seiner Gemahlin in dem von Verdi in Mailand gegründeten Institut für alte Mufiker betzuletzev. Der Geietzentwuei wu'd? einiiimrnia angen-^mmen.

Hirschhorn.

Sch. Darmstadt, 30. Jan. Die auf Veranlassung der - Großh. Handelskammer, sowie der Vorstände des ? Handels-, des Detailisten-, des Verkehrs-, sowie des Gewerbe Vereins heute abend im Kaisersaal stattgehabte Versammlung! betr. die Errichtung einer Handelshochschule in! Darmstadt erfreute sich eines sehr guten Besuches. Nach einem Referat des Fabrikanten Fröhlich, der die Geschichte der Handelshochschulen im In- und AuSlande und dann die Verhältnisse in unserer engeren Heimat behandelte, beschloß die Versammlung einstimmig, an die Regierung und die beiden Kammern das Ersuchen zu richten, der Errichtung einer Handelshochschule in Darmstadt baldigst näher zu treten, da die Angliederung an die Tech­nische Hochschule in Darmstadt am wirkungs­vollsten und unter geringster Inanspruchnahme finanziellerUnterstützung zubewerkstelligen sei, mit dem Zusatz und Anträge Langenbach. Die Ausführungen Fröhlich's in Form einer Druckschrift niederzulegen und den Mitgliedern des Ministeriums, der beiden Ständekammern und des Stadtverordneten- Kollegiums und sonstigen maßgebenden Kreisen zuzu fiel le n. Oberbürgermeister Köhler-WormS führte aus, daß seiner Meinung nach, wenn der Staat schon gewillt sei, eine Handelshochschule überhaupt zu errichten, unter Berücksichtigung aller Verhältniffe nur Darmstadt in Frage kommen könne. Soweit ihm bekannt, nehme die Regierung! eine abwartende Stellung ein, doch glaubt er, daß diese, wenn sie schon dazu Stellung nehme, nur mit Darmstadt als dem Orte der Errichtung rechne. Auch machte er auf die schlechte Frequenz der höheren Handelsschule in Mainz aufmerksam. Auch verkenne man in Mainz vollständig die in den letzten Jahrzehnten außerordentlich gewachsenes Bedeutung des Handels und der Industrie in Darmstadt. Der Rektor der Technischen Hochschule Professor Schering erklärt, daß sein Senat noch keinerlei Stellung zu der Frage genommen habe, sondern sie an sich herankommen lasse; der alljährliche große Zuwachs der Studierenden, der damit verbundene immer stärker werdende Raum­mangel und hauptsächlich die jedes Jahr notwendiger immer stärker werdenden Kämpfe und Unannehmlich-

n 31. Januar Äntt sm n durch vor- tDotbtn sind. Melle Gras . folgenden italischen Hal- chinesische Re- ngnngen unter- ien Schuldigen, hierzu. Nach enriickzug M der Truppen nacht aus die kuppen vor lmgegend von r beseht bleiben, nb bii Indeni- ee giebt Meß' tupptn an den auf jeder tu, und dn iM M. achn, daß die Lruppen be-

ens LindSberg, i er einen eng­erer wird «chr-

) telegraphiert, 3 Shanhaikwan n getötet und

bürg, Repentent Lie. Herrmann-Gießen, Pfarrer Schrimpf-Butzbach, Pfarrer Wahl-Langen und Dir. D Weiffenbach als Vertreter des Predigerseminars die Erschienenen begrüßt hatten, gab der Erstgenannte einen Ueberblick über die seitherigen Verhandlungen und erteilte! dann Privatdozenten Lic. Dr. Koehler aus Gießen das! Wort zu einem Vortrag über Arbeit und Ziele einer I Vereinigung für die Kirchengeschichte unseres Heimatlandes. I Der Vortrag, um dessen Drucklegung die Versammlung! bat, verbreitete sich über die Leistungen anderer auf dem! Gebiete der Lokal-Kirchengeschichte arbeitender Vereine, schilderte die bereits vorhandenen Arbeiten über die! hessische Kirchengeschichte, wobei insbesondere auf die ver­dienstlichen Veröffentlichungen des Pfarrers Lic. Dr. 4.iehl in Hirschhorn hingewiesen wurde, und umschrieb dann das umfangreiche Arbeitsgebiet, das der neuen hessischen Vereinigung offen steht. Die von dem Gönnte vorläufig festgelegten Statuten wurden im großen und ganzen nach einer lebhaften Diskussion, an der sich außer dem Vor­sitzenden die Pfarrer Lic. Dr. Diehl, Fritsch, Grosch, Hep-, ding, Ritter, Röschen, Schlosser, Direktor D. Weiffenbach, Geh. Kirchenrat D. Kattenbusch und Repentent Lic. Herr­mann beteiligten, angenommen. Die Vereinigung wird eine selbständige Abteilung des Historischen Vereins für Hessen bilden. In den Vorstand wurden gewählt: Prof. D. Krüger und Privatdozent Lic. Dr. Koehler in Gießen, Direktor D. Weiffenbach in Friedberg, Pfarrer Schrimpf in Butz­bach und als Vorsitzender Pfarrer Lic. Dr. Diehl in

wieder verlor.

ko. Alzey, 31. Jan. Wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit ist gegen einen hiesigen Rentner Unter suchung eingeleitet worden. Der Fall erregt hier großes Aufsehen.

ko. Frankfurt a. M., 31. Jan. Leutnant Frhr. von Gienanth vom 1. Großh. Hess. Dragonerregiment Nr. 23 ist, wie jetzt bekannt gegeben wird, bei dem im Juli v. I. abgehaltenen Dauerreiten der Kavallerieofsiziere des .18. Armee­korps um den vom Kaiser gestifteten Ehrenpreis Sieger geblieben. Der Kaiserpreis muß zweimal erworben werden.

F r a n k s u r t a. M., 31. Jan. Der aus dem Bankerott des Rechtsanwalts Marx bekannte Bankier Robert Selig- m a n n , der unter dem Verdacht der Beihilfe zum betrüger­ischen Bankerott sich in Untersuchungshaft befand, aber mangels genügender Beweise wieder auf freien Fuß ge­setzt wurde, ist nunmehr von dem Ehrengericht dep «Börse durch öffentlichen Anschlag an der Börse mit einem scharfen Verweis gemaßregelt worden. Der Ehrenrat er­kannte, daß Seligmann Provisionen und Geschäftsgewinne berechnete, die sich mit dem Anspruch auf kaufmännisches Vertrauen nicht vereinbaren lassen. Hier ist wieder ein Fall von schwarzen Blattern konstatiert worden. Ein junger Amerikaner, ein Mormone, der einem Mor­monenkongreß in Leipzig beigewohnt hatte, kehrte von dort erkrankt zurück. Bis jetzt ist noch keine Ansteckung einer dritten Person erfolgt. Auch ein anderer Teilnehmer an dem Kongreß aus Hannover erkrankte dort nach seiner I Rückkehr.

* Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. .Die im vorigen Jahre in WormS abgehaltene Maschinen und Werkzeug«Ausstellung schloß mit einem Defizit von 6600 Mk. ab. Dir Garantiefondzeichner werden voraus­sichtlich mit zirka 25 Prozent herangezogen werden.

Vermischtes.

* Straßburg, 31. Jan. In Geishausen wurden zwei BrÜeer namens Winkler unter dem Verdachte verhaftet, Giftmord an ihrer Stiefmutter verübt zu haben. Die Verhafteten waren mit der Stiefmutter, die dem Trünke ergeben war, verfeindet; sie sollen ihr Gift unter die Ge­tränke gemischt haben, um sie aus dem Wege zu räumen. Auf dem Bahnhofe Bettemburg wurde ein Briefsack mit 11,000 Mk. entwendet. Ein Bahnbeamter hatte den Briefsack in Empfang genommen, er trat einen Augen­blick zur Seite, um dienstliche Verrichtungen zu erledigen, und bei seiner Rückkunft war der Briefsack verschwunden. Vom Thäter fehlt jede Spur.

* Zum Titulaturenschwindel. An den Fabri-! [lauten Wilhelm Raßbach in Magdeburg erging im Dezember vorigen Jahres von einem Herrn S. in Berlin die Anfrage, ob er nicht Kommerzienrat werden wolle. R. ging zum Scheine auf die Sache ein. Es stellte sich nun heraus, daß ein angeblicher pensionierter Offizier gegen eine | Entschädigung von 50000 Mk. durch einen Verwandten die! Verleihung des Titels seitens des Ministeriums durchzusetzen erbötig war. R. übergab schließlich den gesamten Briefwechsel der Kriminalpolizei, die wohl feststellen wird, daß er es mit I einer Schwindler gesellschäft zu thun gehabt hat.

*DieZigarrealsSchiedsrichterin. In einem Feuilleton plaudert ein Schriftsteller über seine Unterredung mit einem großen Mathematiker über diefurchtbare" "Frage:Wann beginnt das 20. Jahrhundert?" Der Ge­fragte wurde wegen dieses Attentats scheinbar etwas un-

Bingen, 31. Jan. Der in unserer Nr. 27 enthaltene I Artikel über den in Konkurs geratenen Bahnhofsrestaurateur Frank von hier bedarf nach demN. M. Anz." einiger Berichtigungen. Es liegen weder große Unterschlagungen vor, noch kleine; Frank hat vielmehr die ihm anoertrauten Gelder am Tage vor seiner Abreise abgeliefert. Richtig ist in dem Artikel nur die eine Behauptung, daß er 1500 Mk. mit­genommen hat, die er benützen wollte, um sich eine andere Lebensstellung im fernen Ausland zu suchen. Ueberzeugt, daß I cs besser sei, wenn er wieder zurückkehre, hat er sich in Frank furt 14 Tage nach seiner Flucht freiwillig gestellt und wurde unter der Anschuldigung des betrügerischen BaulerottS ver hastet. Die Untersuchung hat aber bis jetzt keinen Anhalt Dafür gegeben, daß ein solcher vorliegt. Frank und sein Geschäftsgesellschafter Schnabel haben in ihrem Weingeschäft bedeutende Verluste gehabt und mit fremdem Kapital gearbeitet; Der ihnen von Bankhäusern gewährte Kredit verschlang an Zinsen, Diskont, Provisionen jährlich etwa 810 Prozent des Kapitals und hierin ist die Ursache des Konkurses zu suchen und zu finden. Die beiden Inhaber des Geschäftes waren fleißige Leute und haben keinen unnötigen Aufwand gemacht. Frank hat in der von ihm allein betriebenen Bahn- hofSrestauration ganz nettes Geld verdient, das er aber in dem mit Schnabel betriebenen gemeinschaftlichen Weingeschäft

Universitäts-Nachrichten.

- Gerichtsaffeffor Dr. phil. et jur. Chr. Eckert aus Mainz hat sich an der Universität Berlin als Privatdozent für Staats wrffenschcfften habilitiert. Die 22. öffentliche Versammlung der Balnealogischen Gesellschaft findet vom 7. bis 11. März in Berlm im Hörsaal des Pharmakologischen Instituts der Univerfität statt. Es sind 42 Vorträge angemeldet. Für den als vortragenden Rat ins Finanzministerium be, ruienen Lehrer der Geodäsie an der Landwirtschaftl. Akademie Bonn- Poppelsdors, Prof. Koll, ist der Landmesser Curtrus Müller in Northeim mit der geodätischen Lehrthätlgke,t an der Poppelsdorfer Akademie beauftragt worden. Der a.-o. Professor Dr. O er tmannin Berlin nahm einen Ruf der juristischen Fakultät der Erlanger Umversi ä al- Ordinarius an. Der Akademische Senat der Wiener Universität hat [eine Skizze des im Arcadenhof zu errichtenden Lotherhen-Denkmals genehmigt.__ .

leiten mit der Regierung bezügl. der Mehrbewilligung von Geldern für die Vergrößerungen verhindern den Senat, in eine Agitation für eine Angliederung der Handels­hochschule einzutreten, doch werde man im Falle der Errich­tung das neue Glied nicht stiefmütterlich behandeln. Zum Schluß trat noch Beigeordneter Schliephake für die Errichtung der neuen Anstalt in Darmstadt ein. Die Er­klärung des Rektors Professor Schering wirkte sehr er-

dra bekannte einmal, daß sie sich in ihrer Jugend niemals mit der lateinischen Sprache befreunden konnte, sie wurde jedoch einfach und streng erzogen, und ihre Neig ungen und Abneigungen imirben bei ihrem Unterricht wenig berücksichtigt. Ein alter, würdiger Pastor, ein tüchtiger klassischer Philologe, war der Hofmeister der Prinzessin. Eines Tages sagte sie plötzlich zu ihrem Lehrer:Sie sagen, es sei unrecht, wenn man schlecht über die Toten [ spricht, nicht wahr?"Ja", sehr unrecht", lautete die Ant­wort.Die lateinische Sprache ist doch tot", forschte die kleine wißbegierige Schülerin weiter.Ja, sie ist tot. Warum?" meinte darauf der Pastor.Oh, nichts", ant­wortete die Prinzessin,ich wollte nur eben etwas Schlechtes über sie sagen, das ist alles?" Dann seufzte sie tief auf und rief pathetisch:Ich halte es wirklich für grausam, daß man die Toten nicht ruhen läßt".

* M i m i k r l) bei einheimischen Insekten. Mit dem Namen Mimikry bezeichnet man betanntlich die Nach-

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ahmung irgend eines Naturgegenstandes, eines dürren Blattes, eines Stengels u. dgl. durch einen lebenden Dr- ganismus ; durch diese Nachahmung wird seine wahre Natur verschleiert, was ihm gewisse Vorteile im stampf ums Dasein bietet. Als Beispiele werden gewöhnlich tropische Insekten aufgeführt, trotzdem wir bei uns Insekten haben, die den tropischen darin kaum etwas nachgeben. TieU m s ch a u" führt einige solcher Fälle an, die einem Aufsätze A. Bol­schows imEntomologischen Jahrbuch für 1901" entnommen i sind. Zwei unserer Heuschrecken, Oedipoda eoerulens und germanica, zeigen im Fluge prächtige blaue und rote Unter* flügel; in der Ruhe sucht man sie vergeblich auf dem dürren Heideboden, dem sie dann in der Farbe sehr ähnlich sind. Der Nagelfleck, ein Schmetterling, gleicht in der Ruhe einem dürren Buchenblatte und weiß diese Eigenschaft prächtig zu verwerten, indem er sich, im Fluge hart be­drängt, Plötzlich auf den mit dürrem Laub bedeckten Boden wirft. Die im Frühjahr erscheinenden Schmetterlingsarten

I tragen durchweg rindenähnliche Farben und Zeichnungen; im Sommer finden sich blattgrüne Arten, im Herbst treten solche auf, die sich das vergilbende Laub zum Muster ge- ! nommen haben und dadurch sich von der Umgebung nicht abheben. Drepanopteryx phalaeuoides, ein Netzflügler, ist den trockenen Nebenblättern der Ulme völlig ähnlich und wird auch dann meist übersehen, wenn es im Herbste Mit I diesen in den Schirm geklopft wird, weil es, selbst beim Ansasssen, ruhig liegen bleibt. Die jugendliche Raupe der Erlenpfeileule bildet, wenn sie in gekrümmter Haltung aus dem Erlenblatte sitzt, zur Hälfte weißlich, zur andern Halste dunkel, ein Vogelexkrement vollkommen nach. Einen ähn­lichen Eindruck macht die Raupe des Schwalbenschwanzes in ihren ersten Tagen. Unsere wehrhaften Hornissen, Wespen und Bienen werden von wehrlosen Schmetterlingen, Käfern, Fliegen usw. nachgeahmt, nicht nur im Aeußern, zum Teil sogar in ihren Bewegungen, indem z. B. der Die

I Hornisse nachahmende Bienenschwärmer seme Ninterleibs- . ringe ausreckt und einzieht, den Körper hebt und senkt genau wie eine Hornisse, die stechen will. Die Raupe des

I Buchenspinners ist, aus dem Ei gekrochen, ein getreue? Nach- , bild der Waldameise. Zur Erklärung der Mimikry genügt uns bis jetzt nur die Lehre von der natürlichen Zucht- i wähl: die Tiere, die in einer der genannten Arten geschützt - waren, konnten leichter ihren Feinden entgehen als die | ungeschützten.

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willig und sagte:Mit solchen Albernheiten belästigt man doch leinen Professor der Mathematik! Wenn Sie von einer Zehntelkiste Zigarren sich die letzte, die Hundertste an- zünden, so brechen Sie damit doch nicht ein neues Hundert an. Dieses geschieht doch erst, wenn Sie jene letzte Zigarre vollständig ausgeraucht haben, und nun eine andere aus einer neuen Kiste nehmen. Gerade so beginnt das 20. Jahrhundert erst dann, wenn wir das Jahr 1900 durchlebt haben, und den 1. Januar 1901 schreiben. Wenn Sie das nicht einsehen können, so thun Sie mir sehr leid?"

* E i n paar hübsche Anekdoten von dem neuen englischen Königspaar werden aus ihrer Schul­zeit erzählt:Der König war schon in seiner Jugend mit der Geschichte der englischen Verfassung gut vertraut. Als Knabe wurden ihm die Verfassungsgesetze täglichein- ! gepaukt". Infolge dessen haßte er diesen Gegenstand des Unterrichts auch gründlich. Obgleich der Prinz als Knabe immer sehr lenksam war, rebellierte er einmal doch offen gegen dieses ständigeEinpauken" und sagte zu seinem ! Hofmeister:Dieses Studium hasse ich! Es ist so trocken".

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Kirchliche Nachrichten,

«sangelische «ewetnde.

Sonntag den 3. Februar. Septuaaesimae. Gottesdienst.

In der Stadtkirche«

Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche.

Montag den 4. Februar, abends 8 Uhr: Bibelfiunde im Konfinnandensaal der Johanneskirche. Text: Ao-Gesch,20 ,7-88.

Pfarrer Euler.

Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß drr kirck» licken Trauung auch em kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und wird dringend gebeten, es rechtzeitig spätestens eine Woche oor der Zrauung bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen.

Katholische Gemeinde.

SamStag den 2. Februar. _ ...

Nachmittags um 4Ve Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zue heil. Beichte.

Sonntag den 3. Februar. Septuagcfirna.

> Vormittags von 61/* Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Meße;

vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunrcn um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

um 9«/, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2'/s Uhr: Christenlehre: darauf Andach.

Nach jedem Gottesdienst wird der St. BlastUs'Se- »

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Am, dienen solle, mit den Tschechen, chen Sprache "eder Matz Mationalrn wn Königin Rationalen Htil unftxtu Die tyttauf wtzDÜMaa. Peschka bt= Die Packei leinbürgschaft, des Baum- i Deulschlanb eleuropäischen

nüch ternd. I

Mainz, 31. Jan. Die heute unter Vorsitz des Geh. Kommerzienrat Michel zwecks Beratung der Sch au mw e in­st e u e r v o r lag e und des neuen Weingesetzent­wurfs tagende Versammlung Delegierter von Handels­kammern und Weinhändlervereinen ist aus allen Teilen Deutschlands besucht. Nach einem vom Geh. Kommerzienrat Wegeier in Koblenz erstatteten Referat über die geplante Schaumweinsteuer wurde einstimmig eine R e so t u t i o n an­genommen, die sich gegen die Steuer erklärt, weil sie eine schwere Schädigung der deutschen Schaumweinindustrie, eine große Benachteiligung des Weinhandels im Allge­meinen, sowie des deutschen Weinbaues in seinen schwächsten Gliedern, den kleinen Winzern, und eine drückende Be­lastung einzelner Distrikte Deutschlands bedeute. Die Ver­sammlung müsse auch deshalb gegen die Schaumweinsteuer protestieren, weil diese zum Vorwand der Einführung einer allgemeinen Weinsteuer genommen werden könnte, die für Weinhandel und Weinbau geradezu verderblich gehalten | werden müsse. Der Weinsteuergesetz-Entwurf befindet Jia; in Beratung. Die Versammlung erNärte sich ferner nach einem Referat des Handelskammersekretärs Meesmann- Mainz unter Verwerfung des am 19. Dezember v. I. ver­öffentlichten Entwurfs einer Weingesetznovelle für Beibe­haltung des Gesetzes vom 20. April 1892 unter Abänderung des Paragraph 4 dieses Gesetzes nach den Vorschlägen der Kommission des Deutschen Handelstages und dessen Voll­versammlung. Danach wird die Herstellung von Kunst- weinen verboten, mit Ausnahme des mit einem Aufguß von Zuckerwcksser auf ganz oder teilweise ausgepreßte Trauben oder eines Aufgusses von Zuckerwasser auf Wein- hefe hergestellten Haustrunkes. Verboten werden soll auch die Ankündigung, das Feilhalten und der Verkauf ber int Paragraph 1 und dem empfohlenen Paragraph. 4 Abs 1. yuiiHtipcv. unter Ziffer 3, 4 und 5 genannten Stoffe zum Zwecke derOh!" erwiderte der etwas erschreckte Hofmeister, Weinbäeitung. In einer R e s o l u t i o n erklärt die Ver- dringend notig, daß Sie alles auf die Konstitution dieses stimmluna, daß sie die in dem jüngst veröffentlichten Landes, das Sie emst zu regieren haben Bezügliche wissen: Entwurf einer Weingesetznovelle für den Weinverkehr vor-! höchst notwendig!"Ja, ^n", entgegnete ocr P^iuz, ,,ich gesehene Einführung von besonderen Kon tr o 1 lm-I weiß, daß die en g lis ch e Konstitution ivichtig ist. Aber regeln entschieden mißbillige. I wie ist es mit meiner Konstitution. ... Königin Alexan-

Nachmütags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser Bihelstttude

Donnerstag den 7. Februar, abends 8 Uür, »ipwfubpc Konfirmandensaal (Kirchstraße 9). der^ Matthäus -

Die Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Matthaus

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