Ausgabe 
1.12.1901 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 283

ErscheinlrSgltch Mil Ausnyme deS

Dtonags.

kvie Siehevr Familien, blätter weven dem An­zeiger im Wechsel mit DemHes. Landwirt" und den .Blattern für hessisch« Volkskunde" viermal nöchenttich bei- zelegt.

Aebaftim, Exvedittor und Druckerei:

Echrl st ratze 7.

Adreffe für Depeschen: rknzttger Gieße«.

KernspvchanschlußNr.bl.

Zweites Blatt.

151. Jahrgang.

Sonntag 1 Dezember 1901

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Annahme von Anzeige* zu der für den folgend« Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt» lungsstellen des In- und Auslandes nehmen An­zeigen entgegen.

Zeilenpreis: lokal 12 auswärts 20 Psg.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben).

Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wlttko; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

DolNffche Tagesschau.

Der ReichshauShaltSetat

für l)02 wird, wie dieKreuzztg." vernimmt, dem Reichs- tage Lnde nächster Woche zugehen, bis zu welcher Zeit man L ö^Mchen Beratungen im Bundesrat beenden zu haben Sofft , ,

Bis dahin muß man sich also mit den Auszügen be­gnügen, welche dteNordd. Alla. Ztg." fortsetzt. Das Hauptinteresse beanspruchen die offiziösen Mitteilungen über den Etat für die Expedition nach Ostasien. Hier srndet sich die erste Einnahme verzeichnet, nämlich die im 3omlar 1903 fällige erste Rate der Entschädigung von China im Betraae von rund 11.50 Millionen Mark. Koulant ist die Absicht der Regierung, aus der ersten Zahlung Chinas vorab die Forderungen der bei den Wirren geschädigten Deutschen zu befriedigen. Dazu gehört freilich, unter Be­rücksichtigung von Nachtragsanmeldungen, eine um drei­einhalb Millionen Mark höhere Summe. Selbstverständlich wird mit der Auszahlung der Entschädigungen nicht bis zum Eingang der in 13 Monaten fälligen China-Rate ge­wartet werden. Den Betroffenen liegt baran, bald zu ihrem Gelde zu kommen, das dann eben vom Reiche vorschußweise ru gewähren ist. Bekanntlich sind in China deutsche Be­satzungstruppen und Kriegsschiffe belassen worden. Der Etat rechnet mit einer Ersparnisinfolge der bekannten -Entwicklung der Verhältnisse in China" um 75 490 000 Mk. beim Heere und um 18 Millionen bei der Marine. Die -Summe der Ausgaben für 1902 einschließlich Pensionen, Witwen- und Warfen gelber, beträgt 39 258 824 Mk. Aus dieser Aufstellung ergiebt sich, daß die militärische Sicherung Deutschlands im wesentlichen unverändert fortbestehen soll.

diese Kosten leistet China keine Entschädigung. 11.50 -Millionen von China, 39 Millionen für China das ist allerdings keingutes Geschäft'", und man muß annehmen, daß die Regieruüg- triftige Gründe hat, auch jetzt noch die chinesische Negierung durch Soldaten und Schiffskanonen 'in Schach zu halten.

Aus dem Etat des Reichsamts des Innern ist hervvrzuheben die Position:150 000 Mk. zur Förderung ifec Erforschung der Tuberkulose". Die Einstellung einer Summe für die Erforschung einer anderen, furchtbaren und tlwch im Dunkel gehüllten Krankheit, des Krebses, wäre an» gezeigt gewesen und wird vom Reichstag zu erstreben sein. Hinter den einmaligen Ausgaben sind ferner hervorzuheben 12000 Mk. zur Unterstützung der Protozoenforschung, 150 000 Mark als erste Rape zum Bau und Versuchsfeld der biologi­schen Abtellung für Landwirtschaft und Forstwirtschaft am -Gesundheitsamt. Unter den einmaligen außerordentlichen Ausgaben sind 4 Millionen zur Förderung und Herstellung von Kleinwohnungen für Arbeiter und Unter­beamte im Reichsbetriebe eingestellt.

Ter Etat der Reichspvst- und Telegrapheu- verwaltnng für 1902 setzt die Einnahmen mit440629130 gegenüber 420162950 Mk. des diesjährigen Etats an. Das Mehr ist in der Hauptsache auf die höher veranschlagten Porto- und ^elegraphengebübren zurückzuführen. Für die Betriebsverwaltung ergiebt sich eine Gesamtmehrfoärerung von 22660309 Mk. Die für die Zentral- und Betriebsver­waltung geforderten Ausgaben betragen 387 027 539 gegen­über 364 369 420 Mk. im Jahre 1901, für 1902 ist ein Ueberschuß von 53601591 Mk. gegenüber 55 893 530 Mk. im Jahre 1901 veranschlagt. Die einmaligen ordentlichen Aus­gaben betragen 13 278 635, darunter 602 000 für die Her­stellung einer Telegraphenlinie im Innern Deutschostafrikas von Mpapua nach Tadora. Die einmaligen außerordentlichen Ausgaben für Fernsprechzwecke, die aus der Anleihe be­stritten werden, betragen 20345000 Mk. Unter den ein­maligen ordentlichen Ausgaben befinden sich 122 445 Mk. für das Dienstgeoäude in Bad-Nauheim, 75000 Mk. für das Dienstgebäude in Offenbach a. M. und 785 000 Mark für die Erwerbung eines Bauplatzes für ein weiteres Tienstgebäüde in Cassel.

Konservative Stellungnahme zum Zolltarifenttourf.

Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt ferner anterrn 29. ^Lovember:

In der konservativen Reichstagsfraktion ist heute bei berXLrörterung des Zolltarifentwurfs völlige Uebereinstirnm- ung dahin erzielt worden, daß die Zölle für die hauptsäch­lichen landwirtschaftlichen Erzeugnisse nicht als ausreichend erachtet werden. Drei Redner tollen diese Auffassung im Reichstag begründen: Graf Schwerin-Löwitz, Frhr. v. Wangen heim und Graf Kanitz. Die Stellungnahme dieser Herren kann keine gleichmäßige sein. Gras Schwerin- Löwitz steht auf dem Standpunkte, daß ein 6 Mark-Mindest- zvll für Getreide allenfalls genügt. Frhr. v. Wangenheim und mit ihm derBund der Landwirte" halten mindestens einen 7.50 Mark-Getreidezoll für unerläßlich Graf Kanitz hat sich bisher zwar nicht auf benannte Zahlen eingelassen, aber er tritt zu den beiden anderen Wortführern dadurch in Gegensatz, daß er auf den Doppeltarif für Getreide feinen Wert zu. legen erklärt hat. Dievöllige Uebereinstimmung" bezieht sich also einstweilen nur darauf, daß der Zolltarif­entwurf der Landwirtschaft nicht genug bietet, nicht daraus, was er bieten sollte.

Deutsches Reich.

Berlin, 29. Nov. Der Kaiser und Erzherzog Franz Ferdinand sind heute früh 8 Uhr von der Mldparkstation nach der Goehrde abgereist. Dort trafen sie um 12 Uhr ein, wo die übrigen Fürstlichkeiten und anderen Gäste bereits, versammelt waren. Der Kaiser begab sich mit seinen Gälten um 1 Uhr zu einer Suche mit der Findermeute auf Sauen, die im ForstbezirkSaure

Wiesen" stattfaud. Um einhalb 5 Uhr kehrte die Jagd­gesellschaft ins Schloß zurück.

Wie dasChemnitzer Tagebl." meldet, richtete der Kaiser als Antwort auf ein anläßlich des Stapellaufes des LloyddampfersChemnitz" an den Kaiser gerichtetes Huldigungstelegramm an den Oberbürgermeister von Chemnitz folgendes Telegramm:

Kiel, 27. 9Lov. Ihnen und den Vertretern von Chemnitz sowie dem Aufsichtsrat und der Direktion des Nordd. Lloyd und der Werft von Tecklenborg spreche ich pieinen Dank für den Huldigungsgruß anläßlich des glücklichen Stapellaufes des LloyddampfersChemnitz" aus. Ich inspiziere heute meinen KreuzerThetis", der die Reise nach Oftasien zur Verstärkung des Kreuzer­geschwaders alsbald antritt. Vor mir liegt mein 1- Ge­schwader als ein schon stattlicher Repräsentant der wer­denden Flotte. Es freut mich, den so notwendigen Schutz immer mehr erstarken und ein neues Schiff als Fördere des deutschen Handels und der deutschen Industrie eintreten zu sehen. Mögen Beide immer sichere Schritte vorwärts machen, und deutsche Tüchtig­keit über den Erdball tragen. Wilhelm-

DieNordd. Allg- Ztg." weist den Vorwurfüber­mäßigen amtlichen Eifers" zurück, den dieDtsch. Ztg." inchörichter Nörgelei" gegenüber dem Dementt des un- wahren Berichts der letzten Kaiser-Ansprache er­hoben habe. DieNordd. Allg. Ztg." betont, es kommt nicht sehr auf den Inhalt der angeblichen Aeußerungen an, als vielmehr darauf, daß dem Kaiser überhaupt er­fundene Aeußerungen bei einer in militärischen Kreisen gehaltenen Rede in den Mund gelegt würden. Dieser Fall lag vor, und es ist das unantastbare Recht des Kaisers, solche apokryphe Reden dementteren zu lassen.

Der Handelsminister hat neue Bestimmungen für die Organisation der seiner Verwaltung unterstehenden Schulen zur Ausbildung von mittleren und niederen Be­amten, sowie Arbeitern der Maschinen- und Hütten-Jn- duftrie erlassen, die sofort bezw. am 1- April 1902 in Kraft treten.

Das Befinden des Majors Dr. v. Wißmann hat sich wesentlich gebessert. Er wird in einigen Tagen das Bett verlassen können.

Die deutsche Reichspartei des Reichstags tagte heute unter dem Vorsitz des Grafen Arnim und hielt die Generaldebatte über den Zolltarif ab. Von her­vorragender Sette wurde dafür eingetreten, namentlich die Getreidezölle an die Kommission zu ver­weisen. Die Beratung wird fortgesetzt werden-

In der heutigen Magistr ats sitzung wurde der Erlaß des Ministers des Innern v. Hammerstein in Sachen der Burgermeisterwahl vom Oberbürgermeister Kirschner bekannt gegeben. Nach einer eingehenden Er­örterung wurde beschlossen, die Vorstellung des Magistrats und das Reskript des Ministers der Stadtverordneten-Ver- sammlung in einer Vorlage mitzuteilen.

Nach den neuesten Veröffentlichungen über die end- giltigen Ergebnisse der Volkszählung betrug im Deutschen Reiche die ortsanwesende Bevölkerung am 1. De­zember 1900 56 369178, also 4087 277 ober 7,82 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Die männliche Bevölkerung ist in demselben Zeitraum um 2075 997 auf 27 737 247 Köpfe, die weibliche um 2011280 auf 28 629 931 Seelen an gewach sen.

Potsdam, 29. Nov. Gestern abend fand eine Ver­sammlung statt, in der nach einem Bortrage des Reichstags abg. Dr. Böckel folgende Resolution angenommen wurde:Die heute sehr zahlreich versammelten Mtt- bürger der zweiten Residenz des Reiches sprechen ihre tiefste Entrüstung aus über die grausame Krieg­führung der Engländer und erwarten, daß die Regierung Mittel und Wege finde, um diesen Scheußlich­keiten schleunigst Einhalt zu gebieten, sowie sich dafür zu verwenden, daß den in den Konzentrationslagern Dar­benden schleunigst eine menschliche Behandlung zu teil werde." Diese Resolution wurde an den deutschen Bot­schafter in London gesandt.

Krefeld, 29. Nov- In einer äußerst zahlreich be­suchten Versammlung des Vereins der nationallibe­ralen Jugend wurde nach einem Vortrage des Chef­redakteurs Dr. Weftenberger über denFall Späh n und die wissenschaftliche Forschung" einstimmig beschlossen, durch den Zentralvorftand der nationalliberalen Jugendvereine die Parteileitung zu veranlassen, den Fall Spahn im Reichstage zur Sprache zu bringen.

Fr au en stein, 29. Nov- Heute vorrntttag fanden in der hiesigen katholischen Kirche die feierlichen Exequien für den Grasen Hatzfeld statt. Als Vertreter des Kaisers wohnte der Oberpräsident von Schlesien Herzog zu Trachcn- berg, Fürst von Hatzfeldt der Feier bei; als Vertreter der Königs von England war der Geschäftsträger in Berlin, Buchanan, erschienen. In der großen Lrauerversarnrnlung befanden sich ferner außer der Gattin und den Ver­wandten des Verstorbenen der Generaloberst Freiherr von Loe, jber preußische Gesanote in Darmstadt Prinz Hohen­lohe und viele andere hervorragende Persönlichkeiten. Nach der Feier fand die Beisetzung in der Familiengruft auf dem hiesigen Friedhöfe statt. Dem Zuge hatten sich viele Vereine mit umflorten Fahnen angeschlossen.

Dresden, 29. Nov- Im Landtage beantwortete der Minister des Innern von Metzsch die Interpellation des Abg. Hahnel über die Stellung der sächsischen Staats­regierung zur Zolltarifgesetzgebung dahin, daß die sächsische Regierung, obgleich nicht alle ihre Wünsche Berücksichtigung gefunden, dem Eniwurf des Zolltarif­gesetzes und des Zolltarifes zugestimmt hat in der Ueberzeugung, daß die Neugestaltung des Tarifwesens die

richtige Bahn einschlägt, für die Schaffung und Erhaltung gesunder Zustände unseres Wirtschaftslebens.

Mün chen, 29. Nov. Die Kammer der Abgeordneten nahm mit 77 gegen 51 Stimmen einen Antrag Heim (Ztr.) a n, wonach in dieJustizverwaltungJsrae- liten nur im Verhältnis der israelitischen Bevölkerung zur Gesamtbevölkerung aufge- nommen werden sollen. Im Laufe der Beratung er­klärte der Justizminister Frhr. von Leonrod, er könne Gesetzesbedenken halber dem Antrag keine Folge geben, werde aber der Stimmung der Bevölkerung soweit als möglich Rechnung tragen.

Die Großherzogin von Hessen traf heute mit ihrer Mutter hier ein; sie bleibt bis zum 2. Dezember-

Ausland.

Lion do n, 29. Nov. Tie Frauen, die sich für da? Stimm recht der Frauen bemüht haben, haben beschlossen, demnächst ein großes Meeting zu veranstalten und Sttaßen- Kundgebungen zu organisieren, an denen über 100 000 Frauen teilnehm en wollen.

Nach einer Meldung ans Alexandrien trifft die dortige Polizei umfassende Vorsichtsmaßregeln zum Schutze der Reise des K h e d i v e und des Lord C r o m e r nach dem Suda n gegen Attentate der Eingeborenen. Man glaubt nämlich, daß eine geheime patriotische Gesellschaft beschlossen habe, eine Eisen bahn ka tast rophe herbei­zuführen, um die beiden Reisenden zu töten.

Paris, 29. Nov. Die Kammer nahm die Beratung der Interpellation über den Rückgang des Weinver­kaufs wieder auf. Lamaire beantragte die Revision des Zolltarifs, um den Weinen einen vorteilhafteren Absatz zu verschaften.

Rom, 29. Nov. Deputiertenkammer. Alessio wünscht zu wissen, ob und welche Vorstellungen bei der deutschen Regierung anläßlich der Führung und des Aus­ganges des Prozesses gegen den Baron Stietenkron aus Niederweiler in Lothringen gemacht worden seien, der einen italienischen Arbeiter getötet hatte. Der Unterstaats­sekretär des Aeußern Baccelli erwidert, so wenig die italie­nische Regierung die Einmischung eines anderen Staates in die Rechtsprechung der italienischen Gerichte zulassen würde, so wenig könne man hier die Urteile deutscher Gerichte einer Besprechung unterziehen. Der Minister des Aeußern habe alles, was er konnte, gethan, um den Erben des Opfers zur Erstreitung einer Entschädigungssumme das Armenrecht zu verschaffen. Die Verhandlungen seien noch nicht abge­schlossen.

Wien, -29. Nov. Nunmehr ist die Meinung allgemein, daß der Mandatsverzicht des Abg. Wolf mit der Afsaire des Professors Seidl, dessen Frau die Tochter des alldeutschen Mg. Tschau ist, zusammen hängt. Auch sollen Ehescheidungen im Zuge sein. In einer stür­mischen Beratung des alldeutschen Verbandes erklärte Tschau, er könne mit Wolf nicht in einem Klub bleiben. Schönerer bestand auf der Mandatsniederlegung Wolfs, da die Afsaire möglicherweise wettere öffentliche Skandale nach sich ziehen konnte. Sollte Wolf nicht zurücktreten, so müßte der Verband ihn ausschließen. Wolffs Rückttitt vom poli- ttschen Leben ist voraussichtlich enbgiltig. Es heißt, Wolf habe einen Revers unterschrieben, wonach er eine eventuelle Wiederwahl nicht annebmen werde. Wolf legte auch das Mandat für den böhmischen Landtag nieder.

.Tas Abgeordnetenhaus hat nach langer Tringlichkeitsdebatte über den Getreideterminhan­del mit 230 gegen 7 Stimmen beschlossen, den volkswirt­schaftlichen Ausschuß zu beauftragen, die eingebrachte Re­gierungsvorlage im Sinne eines vollständigen Verbotes des Blankoterminhandels zu modifizieren und binnen sechs Wochen dem Hause zu berichten. Ter Unterrichtsminister v. Härtel beantwortete mehrere Interpellationen, darunter die betreffend die Vorgänge an der Lemberger Uni­versität und erklärte, er habe die schnellste Durchführ­ung der Tisziplinar-Untersuchung gegen die angeschuldigten Studenten angeordnet, um die baldige Wiederaufnahme und die ungestörte Fortführung der Vorlesungen zu sichern.

Pest, 29. Nov. In den Gesprächen in den Wandel­gängen des Abgeordnetenhauses bringt man die plötzliche Reise des Ministerpräsidenten ^ell ndcl) Wien mit einem in der vorgestrigen Sitzung vorgekommenen Zwischenfall in Zusammenhang. Vorgestern erhob nämlich der Abg. Ra­kowsky gegen den Ministerpräsidenten Szell den Vorwurf, er habe sich das Dttnisterpräsidium hinter dem Rucken des Barons Banffy erschlichen. Um sich gegen diese handgreiflich falsche Anklage zu verteidigen, hielt es Szell für nötig, fein bei Uebernahme der Regierung mit dem König geführtes Gespräch im Hause wiederzuaeben. Ter König soll diese Indiskretion übelgenommen haben.

Newyork, 29. Nov. DerNewyork Herald" meldet aus Colon: General Castro, der die Konservativen bei der Einnahme der Brücke bei Barbaoea am 25. November führte, ist Donnerstag vormittag in einem Gefechte bei Bohio Saldado getötet worden. Castto war der Zweit- tommanbierenbe der konservativen Truppen von Isthmus.

Oeffentlichen Ausweisen zufolge nahmen im letzten Finanzjahre die Einfuyren nach den Philippinen aus Großbritanuien, Deutschland, Frankreich und Brttisch- Ostindiett in einem größeren Verhältnisse zu, als die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten.

Vom Burenkriege

Nach Kapstadter Meldungen hat die Transvaal-Regier­ung dep General Tewet zum General-Inspekteur der gesamten Luren-Streitkräfte ernannt. Dewet inspiziert derzeit sämtliche Buren-Kommandos. Mögen sich