Ausgabe 
1.10.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 230 Zweites Blatt.

1SI. Jahrgang.

Dienstag 1. crtoUcvivui

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags.

Die «iehener Familien, blätter werden dem An­zeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt' und den »Blättern für hessisch» Volkskunde' viermal wöchentlich bei» gelegt.

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GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Metzen

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Deutsches Keich.

Berlin, 29. Sept. Aus Rominten wird gemeldet: Bei der gestrigen Abendpürsche erlegte der Kaiser einen ; kapitalen Sechszehnender.

DerNew-York-Herald" läßt sich nach einem eng­lischen Blatt auS Danzig Aeußerungen des Kaisers , melden, worin die politische Lage, trotz alser amtlichen Ver­sicherungen des Gegenteils,, als nicht derartig bezeichnet worden sein sollte, wie der Kaiser sie wünschen möchte. Diese Mel­dung beruht, derNordd. Allg. Ztg." zufolge auf blanker Erfindung.

Der Gesundheitszustand der Kaiserin is zur Zeit nicht besonders gut. Sie hat in Nominten zwei Tage lang das Bett hüten müssen, und ihres leidenden Zustandes wegen ihren dortigen Aufenthalt auch um einige Tage verkürzt. Im Neuen Palais hat die Kaiserin am Frei, tag, dem Tage ihrer Ankunft, sofort den Direktor des klini- schen Instituts für Frauenkrankheiten und Geburtshülfe, Pro- fessor Dr. OlShausen aus Berlin konsultiert. Man giebt sich indessen der Hoffnung hin, daß daS Uebel bald gehoben sein wird.

Ueber daS Leiden des Grafen Waldersee wird u. A. aus Stuttgart berichtet: Graf Waldersee blieb den Manöoern fern, weil sein Beinleiden sehr schmerzhaft ist. ES handelt sich um ein Blutgeschwür am Schienbeine, das nach der Aussage eines Professors der Kieler Universität durch den Aufenthalt in China entstanden sein soll.

Anläßlich der letzten Kaisermanöver wurden 267 An­gehörige des 1. und 17. Armeekorps dekoriert. Auch etliche Militärpfarrer und Divisionsküster erhielten Orden.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: In der ver­schiedensten Fassung tauchten vor einigen Tagen Nachrichten über grobe Ausschreitungen an Bord S. M. kleinen KreuzersGazelle" auf. Diese Gerüchte müssen zum mindesten als übertrieben bezeichnet werden. Es handelt sich voraussichtlich um Jnsubordinationsvergehen einzelner Marine- mannschasten, die sich zur Zeit in kriegsgerichtlicher Unter­suchung befinden. Die Thatsache, daß genaue Angaben über den Vorfall bei den Zentralbehörden nicht vorliegen, läßt es zweifellos erscheinen, daß von Ausschreitungen in größerem Umfang nicht die Rede sein kann. Das Geschwaderkommando würde in letzterem Fall nicht verfehlt haben, nähere Mit­teilungen zu machen.

Während in früheren Jahren der Entwurf des Marine­etats oft wesentliche Ueberraschungen auch bei Forderungen für denBau vonKriegSschiffen bringen konnte, ist jetzt, nachdem durch das Flottengesetz für eine längere Zeit die Entwicklung auf diesem Etatsgebiet vorgeschrieben ist, ziem­lich genau daS Maß der Neuforderungen, das in den Etat eingestellt wird, zu übersehen. Im Etat für 1902 werden, nachdem der Etat für 1901 die Schlußraten auSgeworfen hatte, nicht mehr erscheinen die LinienschiffeKaiser Barbarossa", Kaiser Karl der Große", der große KreuzerPrinz Heinrich", und die kleinen KreuzerThetts",Ariadne",Medusa" und Amazone". Dagegen werden weitere Raten aufgeführt werden ür 7 Linienschiffe, für 2 große Kreuzer und 3 kleine Kreuzer, owie für den Umbau der Schiffe der Siegfriedklasse. Jns- ;esamt werden also 13 Positionen im Kapitel für Schiffs- banten erscheinen, welche, abgesehen von den Torpedobooten, weitere Raten für schon in Angriff genommene Bauten ver­langen werden. Dazu werden die auf Grund des Flotten- gesetzeS einziisetzenden Neuforderungen kommen. Von dem Sollbestand an Linienschiffen in Höhe von 38 sind bisher 29 teils vorhanden, teils im Bau begriffen, von den 14 großen Kreuzern 12 und von den 38 kleinen Kreuzern nach dem Untergänge derWacht" 31. Im Etat für 1901 waren 14 Positionen weiteren und 7 Positionen erstmaligen Raten gewidmet, und von den letzteren entfielen 2 auf Linienschiffe, 1 auf einen großen Kreuzer, 3 auf kleine Kreuzer und 1 auf die Siegfriedklasse.

teilung des Handelsregisters eine Dreiteilung vorzuuehinen. Damit ist selbstverständlich auch eine Aenderung des Ge­setzes über die freie Gerichtsbarkeit verbunden. Wieder­holt wird in Anbetracht der Wichtigkett der Materie Ver­weisung an den Ausschuß empfohlen, zum Schluß jedoch der Antrag Oldenburg angenommen.

Uber den letzten Beratungsgegenstand, Verbleib der aus Antrag der Handwerkskammern gemäß! § 103 n d. G. O. festgesetzten Strafgelder- referiert Moritz-Dortmund, der folgenden Antrag stellt.

Der zweite deutsche Handwerks-Gewerbekammertag wolle beschließen: 1. Bei dem hohen Bundesrat und Reichstag den Antrag zu stellen, daß dem § 103 n der R. G. O. nachfolgende Bestimmung eingeführt wird: Die auf Grund des Aos. 2 festzusetzenden Strafgelder fließen in die Kasse der zuständigen Handwerkskammer.

2. Bei den verbündeten Regierungen vorstellig zu werden, daß die bis zur gesetzlichen Regelung der obigen Frage von den Staatskassen vereinnahmt^ Gelder aus Billigkeitsrückfichten den zuständigen Handwerkerkammern zugewiesen werden.

Der Antrag wird einstimmig angenommen.

Damit ist Die Tagesordnung erschöpft. Der Vorsitzende des Vorortes Plate-Hannover spricht herzliche Tank- und Abschiedsworte.

Als nächstjähriger Versammlungsort ist Leipzig oder Düsseldorf vorgesehen; auch haben sich Breslau und Dresden beworben.

Deutscher Handwerks- nnb Gewttdedammrtag.

(Originalbericht desGieß. Anz.")

II.

S. Darmstadt, 28. September.

Heute begannen, wie wir telegraphisch bereits kurz mit­teilten, die interessanten Verhandlungen über das Sub- missionswesen. Kommerzienrat Nagel-München er­klärt in seinem Referat, daß man in allen beteiligten Kreisen und Behörden davon überzeugt sei, daß dieser Krebs­schaden im gewerblichen Leben ausgemerzt werden müsse. Der Grundgedanke bei der Arbeitsvergebung müsse Gerechtigkeit sowohl bei der Verteilung wie bei der Entlohnung sein. Wenn es auch schwer fei, mit einem Male alles Hergebrachte umzuwerfen, müsse man doch auf Re­formen hinarbeiten. Er verliest 21 von der Münchener Handwerkskammer beratene Leitsätze, welche ungefähr folgendes sagen:

In erster Linie muß! mit dem Prinzip des Zuschlags an den Mindestnehmenden gebrochen werden. Tie General­entreprise darf grundsätzlich nur da in Anwendung kommen, wo örtliche oder andere zwingende Verhältnisse eine andere Art unmöglich erscheinen lassen, oder wv es sich! um ein Patent, besondere Kenntnisse rc. handelt. Arbeiten bis zu 1000 Mk. können in regelmäßigem Turnus an einheimische Gewerbetreibende vergeben werden. Der Zuschlag soll an diejenigen Bewerber erfolgen, deren Angebot dem Mittel- vreife, nach unten gerechnet, am nächsten kommt; Angebote, die 80 Prozent unter 20 Prozent über den Voranschlag hinausgehen, sollen bei Aufstellung des Mittelpreises außer Betracht bleiben. Tie Vergebung soll nicht nach Aus- und Angebot erfolgen, sondern es sollen selbständig berechnete Offerten eingereicht werden. Es sollen Arbeiten nur an diejenigen Bewerber vergeben werden, die das Recht haben, Lehrlinge zu halten; Bewerber, welche nicht in erster Linie einheimische Arbeiter beschäftigen, Lehrlings^üchterei treiben oder Arbeiten in Strafanstalten unfertigen lassen, sollen nicht berücksichtigt werden. Jeder Uebernehmer soll die Ar­beiten auch selbst ausführen. Bei größeren Ausschreibungen solle man über die Qualität der Bewerber die Handwerks­kammer hören. Tie Arbeiten sind in möglichst kleine Lose zu verteilen. Tie Zeit zwischen Ausschreibung und Zuschlag muß möglichst lang, die Lieferzeit nicht zu kittz fein. Tie Kaution darf 5 Prozent des Gesamtwertes nicht über­steigen, Barkautionen sollen verzinst werden. Tie Schluß­abrechnung muß 4 Monate nach Fertigstellung der Ar­beiten erfolgen. Für besondere Kosten wie Gerüste rc. sind besondere Berechnungen zu machen. Ter Bewerber soll nur 1 Jahr an sein Gebot gebunden sein. Bei Ausständen ist die Lieferzeit um die Tauer derselben zu verlängern und eine dadurch herbeigeführte Lohnerhöhung verhältnismäßig in Anrechnung zu bringen.

Redner hofft, daß die Behörden mit diesen Vorschlägen Versuche machen, etwas Gutes werde immer zurückbleiben, wenn auch nicht alles durchführbar sei.

Hierauf begründet Dr. Röhl-Saarbrücken 3 andere Leitsätze, die im Grunde dasselbe bezwecken wollen, und empfiehlt schließlich gegenseitige Ergänzung. Aulbach- Mannheim empfiehlt in einer Anzahl Thesen das Mittel­preisverfahren. Der hessische Staatskommissar Oberregier- ungsrat Tr. U sing er verliest die von der hessischen Re­gierung vorgesehenen Maßnahmen, (welche in Nr. 37 des Hess. Gewerbeblattes veröffentlicht sind) nach denen den Handwerkern bei Vergebung von staatlichen Arbeiten eine Mitwirkung zugesagt ist. Seine Ausführungen fanden großen Beifall. An der weiteren Debatte beteiligen sich Heine- Tortmund, Epp-Stettin, Struckmann-Bremen, Nagel- München. Es wird schließlich der Antrag Küster- Hannover auf Uebertoeifung des Materials an den Ausschuß nach einer Empfehlung durch! Falk-Mainz, angenommen.

Der nächste Punkt betrifft:Die Konkurrenz der staat­lichen und städtischen Gewerbetriebe mit dem selbständigen Handwerk." Das hinreichend bekannte Thema wird an Hand von vielen Beispielen durch die Berichterstatter Kar schul und Pape-Insterburg eingehend beleuchtet. Beide stellen an den Ausschuß das Ersuchen um Whilfe. Dr. G e i ß e n - berger-Straßburg hat auch viele Klagen, wünscht aber, daß die Kammern in vielen Fällen selbst vorgehen, da man sonst den Ausschuß überlaste und auch vieles nicht in seinen Rahmen passe. In Militärfragen müsse selbstverständlich das Reich entscheiden; er bitte, das Material nur insoweit dem Ausschuß zu übergeben, als es die Allgemeinheit be­treffe. Er giebt seiner Befriedigung über die von dep hessischen Behörden beabsichtigten Maßnahmen Ausdruck. Korthaus -Osnabrück verweist auf manche gute Resultate der Selbsthilfe. Figge-Köln ist für den Antrag Straß­burg. Ja cob skött er-Erfurt hält die MiUtände nicht für so groß, mit Ausnahme der Oekonomiehandwerker beim Militär; er stellt entsprechenden Antrag. Tw. Lin tz str ö m - Hannover unterstützt den Antrag Sttaßhurg, der nach längerer Debatte angenommen wird. Er lautet:

Der Ausschuß wird ersucht, thunlichst bald Thatsachen- material zu sammeln, um an zuständiger Stelle den Schaden darzulegen, der weiten Kreisen des deutschen Handwerker­standes durch die Konkurrenz der Militärwerkstätten und die Ausführung von selbständigen Handwerksarbeiten seitens der Angehörigen des Soldatenstandes erwächst. Im übrigen empfiehlt er den Handwerkerkammern bezüglich biejer Kon­kurrenz und derjenigen der Strafanstalten und sonstigen staatlichen und gemeindlichen Betriebsanstalten selbst- ständig vorzugehen. Endlich empfiehlt der Kammer- tag den besonders betroffenen Handwerkszweigen nach- ! drücklich. Selbsthilfe auf dem Wege der Genossenschasts- : h^A?'b recht- Oldenburg berichtet überReform- vorschläge für die Registereintragung von Hand- ' werkern. Er halt eine Eintragung auf breiter Grundlage für praktisch und schlägt vor, statt der bisherigen Zwei- i

Von der Reise der Herren Bebel und Singer zum Lübecker Parteitage wird denHamb. Nachr." mitgeteilt, daß sie auf der Eisenbahnfahrt von Berlin nach Lübeck bis Büchen die erste Wagenklasse benutzten und dann erst in Büchen, wie der Bericht sich ausdrückt,zum Volke herab- stiegen".

Bremerhaven, 29. Sept. Der Hamburger Dampfer Pisa" landete hier das 2. Seebataillon, die Marine-Feld- battcrie des ostas. Expeditionskorps, 39 Mann des 3. See- bataillonS und 12 Mann vom Kreuzergcschmader.

Braunschweig, 29. Sept. Auf der Konferenz der sogen, deutschen Rechtspartei sprach der Staatsminister a. D. Frhr. v. Hodenberg. Bismarck bezeichnete der Redner nach einem Ausspruche des verstorbenen Königs von Hannover als eine Gottesgeißel. Nach diesem Vortrage wurde folgende Resolution angenommen:

Die deutsche Reichspartei erkennt den beherrschenden Charakter der Gegenwart in der bisher erreichten höchsten Steigerung der Revolution, welche dadurch eintrat, daß die beruf enften luclt lickien und geistlichen Vertreter und Zengen des Rechts in der alten nno neuen Welt selbst zu Trägern und Werkzeugen des Revolution geworden sind. U. s. m.

München, 28. Sept. Die Kammer der Abgeord­neten ist eröfinet worden. Finanzminister Dr. Frhr. von Riedel rechtfettigte die bayerische Finanzgebarung mit den Ueberschüssen seit dem Jahre 1882. Bei Besprechung des neuen Budgets betonte der Minister, daß e8 gelungen sei, das Budget ohne Steuererhöhung und Anleihen abzugleichen; eine Ausnahme finde sich lediglich bei dem Etat für RcichS- zwecke. Solange das Gleichgewicht zwischen den Matrikular- beiträgen und Ueberrocifungen nicht reichsgesetzlich festgolegt sei, sei ein Mehrbedarf für den Etat für Reichs- zw ecke möglich; diese Sache sei sehr ernst; denn eine be- ttächtliche Steigerung der Matrikularbeiträge ohne gleich­zeitige Deckung durch Ucberweisungen müßte für das Budget der Einzelstaaten geradezu verhängnisvoll werden. Der Minister hofft zuversichtlich, daß die seit Jahren and) von der bayerischen Regierung vettretene Anschauung über die Notwendigkeit einer befriedigenden Ordnung der Finanz­verhältnisse zwischen Reich und Einzelstaaten in nicht ferner Zeit allgemein anerkannt werde.

Ausland.

Belgrad, 29. Sept. Aus Altserbien wird abermals über eine Reihe albbane fischer Gewaltakte be­richtet. Am 14. d. M. drang der albanesische Räuber Mu- harrem mit einer großen Albaneserbande in ein Dorf ein, raubte alles Vieh und erschoß fünf Frauen und einen jungen Mann. Am nächsten Tage ermordeten die Alba­nesen einen 60jährigen Serben aus Retchane.

DerSbobran" meldet: Der montenegrinische Prinz Mirko wird sich demnächst mit der russischen Großfürstin Helene verloben, und gelegentlich der im Frühjahr statt- sindenden Trauung soll der bulgarische Für st Ferdinand sich mit der montenegrinischen Prinzessin Xenia verloben.

Petersburg, 29. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin begaben sich gestern von Spala nach Skierniewice, wo der Kaiser Parade über die 5. Kavalleridivision des Militär­bezirkes Warschau abhielt. Das Kaiserpaar kehtte hierauf nach Spala zurück.

Wien, 29. Sept. Die Abfahrt des deutschen Bataillons erfolgte nach großen Feierlichkeiten am gestrigen Tage, die mit einer Galavorstellung in der Oper schlossen, heute morgen 9 Uhr vom Nordbahnhofe. Der Korps­kommandant mit dem Stabe geleitete unter lebhaften Kund­gebungen des Publikums dad Bataillon durch Militärspalier zum Bahnhofe, wo das Bataillon nochmals vor ihm defi­lierte. Während die Mannschaften den Zug bestiegen, ver­abschiedeten sich die Offiziere von den österreichischen Kame­raden und dem deutschen GeschästSträger und Militärattachee. Graf Unexküll reichte Jedem die Hand. Nachdem Major Förster nochmals für die erwiesene Gastfreundschaft gedankt, erfolgte die Abfahtt. Wie nachträglich bekannt wird, richtete der Kaiser von Oesterreich nach Eintreffen der deutschen Chinatruppen an Kaiser Wilhelm ein in herzlichen Worten ge­haltenes Begrüßungstelegramm, in dem er sich über das vottreffliche Aussehen und die Haltung der Truppen sehr lobend ausspricht und die Verleihung von OrdensauSzeich- nungen an dieselben mitteilt.

NewUork, 29. Sept. Czolgo§z bewohnt im Staats- gefängnis eine Zelle im Mörder-Korridor. Dort sind fünf Zellen, von denen jede von einem Mörder bewohnt ist, der der elektrischen Hinrichtung entgegensieht. Czolgosz schrie und stöhnte, als er eingesperrt wurde. Er ist niedergeschmettert. Sein Spießrutenlaufen durch die Volksmenge, die ihn bei der Ankunft nach seiner nächtlichen Fahrt von Buffalo bedrohte, war besonders auftegend. Es geschah ihm nichts, aber die Drohungen waren furchtbar. Einige auf ihn gerichtete Hiebe trafen die Polizisten. Als er im Gefängnisse war, stürzte er nieder und stöhnte; seine Gliednmsien verzogen sich, so daß der Gefängnisarzt Krämpfe ober Vergiftung befürchtete. Schließlich wurde aber festgestellt, daß er nur von Furcht befallen war.

Vom Burenkriege.

DemReuterschen Bureau" Wirtz aus Graafreinet vom 27. September gemeldet: Heute begann der Prozeß gegen den in der Kapkolonie gefangen genommenen Buren,