Aus Stadt und Land.
Rachrichte« von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden augcmeffen honoriert.
Gießen, {30. September 1901.
**§ Zur Haftpflicht. Der Hessische Bauernbund hat unlängst mit einer Versicherungsgesellschaft einen Vertrag auf Haftpflicht abgeschlossen, wonach alle Mitglieder, die bis 125 Morgen Grundbesitz haben, für den Einheitssatz von 3.75 Mk. gegen alle durch die neurechtlichen Haftpflichtbestimmungen erwachsenden persönlichen ^Schäden versichert werden.
** Regelung der Gefangen enarbeit. Die oberste Verwaltungsbehörde hat angeordnet, daß der Ar- beitSbetrieb in den Gefangenenanstalten wie folgt zur Ausführung gelangt: In der ZeNenstrafanstalt zu Butzbach: Rohr- und Kokosmatten, sowie Korbwaren aller Art, Erzeugnisse der Schreinerei, Thür- und Vorhängeschlösser. In dem Landeszuchthaus Marienschloß: Alle Erzeugnisse der Schreinerei, Thür- und Vorhängeschlösser. In dem Gefängnisse zu Darmstadt: Bürftenwaren, Korbwaren, Bam- Lusmöbel, Strohdecken, Stuhlsitze aus Rohr und Weiden. In dem Gefängnisse zu Mainz: Weißzeug, insbesondere Handtücher, Trockentücher usw.
** Die Zeitungsgelder werden, wie mitgeteilt, neuerdings von der Post eingezogen, wenn Zeitungen schon bezogen oder schriftlich bei der Postanstalt oder auch mündlich durch die Briefträger bestellt werden. Der Briefträger präsentiert zu diesem Ende in der zweiten Hälfte des letzten Monats im Quartal eine Quittung über den Betrag für die neue Bezugszeit, sowie über die etwa zu entrichtenden Bestellgelder. Bei diesem Verfahren war bisher die Quittung der Aufstellung über die bestellten Zeitungen angehestet. Sie wurde abgetrennt und dem Bezieher überlassen. Bei dieser Einrichtung verblieb dem Bezieher keinerlei Nachweis über die Zeitungen im Einzelnen, wofür der Betrag entrichtet war. Um diesem Uebelstand abzuhelfen, hat das Reichspostamt soeben Formulare eingeführt, bei denen eine zweimalige Aufstellung der Rechnung über die einzelnen Beträge vorgesehen ist. Das neue Formular besteht aus einein einmal gefalteten Blatte. Zwischen beide Hälften wird Pauspapier gelegt und die Aufstellung durchgeschrieben. Das Original mit der Quittung des Briefträgers erhält der Besteller; die Kopie geht zum Amt Zwecktz Bestellung der Zeitungen beim Verleger zurück. Die Neuerung ist bereits tu Kraft getreten.
** Bad-Nauheim, 26. Sept. Die Zahl der Badegäste betrug bis zum 26. September 19 580. An Bädern wurden bis zu diesem Tage 287 573 verabreicht.
b Mainz, 27. Sept. Die am verflossenen Mittwoch zu (Ende gegangene deutsche Gartenbau-Ausstellung, die sich in den letzten Tagen noch eines sehr lebhaften Besuches zu erfreuen hatte, schließt mit einem Defizit von 10000 bis 15000 Mark ab.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Langd wurden bei der staügehabten Gemeinderatswahl K. Gerhard und Ludwig Henk mit 51 bezw. 45 Stimmen wiedergewählt. Neu wurde O. Konthaler mit 31 Stintmen gewählt. — In Bad-Nauheim wurde ein in einem Hotel
bediensteter Mann, der verdächtig ist, sich an schulpflichtigen Kindern vergangen zu haben, verhaftet. — Postassistent Bach am Kaiser!. Postamt in Butzbach ist mit dem 1. Oktober nach Bocholt versetzt worden. — In Hoch-Weisel ist eine Telegraphen-Anstalt mit Fernsprechbetrieb eröffnet und dieselbe dem Bürgermeister Wörner übertragen worden.
Vermischtes.
* Ein steuerfiskalisches Kuriosum wird der „Voss. Ztg." aus Bromberg mitgeteilt: Für die dottigen städtischen Schmuckplätze hat man als Ziergewächs u. a. eine Nikotinpflanze verwendet, deren Blätter denen des gewöhnlichen Tabaks ähnlich sehen und die auch zur Familie der Tabakatten gehött, aber zweifellos noch nie, zu Zigarren oder Knaster verarbeitet, das Herz eines Rächers erfreut hat. Die Pflanzen wuchsen lustig und ahnungslos zur Freude Aller empor, als einem Besucher die Sache sehr verdächtig vorkam. Sei es, daß er ein Spaßvogel war, sei es, daß er fiskalischer als der Fiskus sein wollte, jedenfalls machte er die Bromberger Steuerbehörde auf den „Tabak" aufmerksam, an dessen Versteuerung die städtische Gartenverwaltung wohl nicht gedacht hätte. Die Steuerbehörde fand, daß die Gattenverwaltung in der Thal diesen unverzeihlichen Fehler gemacht hatte, sah sich die „Tabakpflanzen" an und ließ sie durch Beamte auszählen — sehr genau, denn nicht die kleinste wurde vergessen. Die Stadt Bromberg soll nun wegen Tabaksteuerhinterziehung in Strafe genommen werden. Man glaubt, daß bei der gettchtlichen Entscheidung darüber, ob es sich wirklich um Tabak handelt oder nicht, die Anfettigung von Probezigarren aus der Nikotinpflanze beantragt werden wird, die im Schlußverhandlungstermin von Sachverständigen geraucht werden dürften, und ist nicht minder auf den Ausgang der ganzen Angelegenheit, als auf die „Wirkung" gespannt, die diese Zigarren auf die unglücklichen Raucher ausüben werden. (Wenn nur nicht die „Voss. Ztg." einem Spaßvogel zum Opfer gefallen ist.)
* Ein Ehedrama in Lie gnitz. Bereits seit dem 12. Juni d. I. ist per Steueraufseher Emanuel Lux in Begleitung seines 17 jährigen Sohnes Albinus Lux spurlos verschwunden. Ter Fall erregte damals um so mehr Aufsehen, als Lux sich in durchaus angenehmer und sorgenfreier Lebensstellung befand und auch sonst ein plausibler Grund für die Flucht nicht vorhanden schien. Erst jetzt ist durch einen Steckbrief, den der Erste Staatsanwalt am hiesigen Landgericht gegen Vater und Sohn wegen versuchten Mords und Anstiftung hierzu erlassen hat, Licht in das Dunkel gekommen. Hiernach liegt der Flucht ein Ehedrama be- trübendster Art zn Grunde. Amtliche Ermittelungen haben bis jetzt folgendes ergeben: An einem Abende war es zwischen den beiden Ehegatten zu einem ernsteren Zerwürfnis gekommen, in dessen Verlauf Frau Lux das Wohnzimmer verlassen hatte. Ter genannte Sohn bewaffnete sich inzwischen mit einer Axt und wartete so hinter der Stubenthür die Rückkehr der Mutter ad. Als diese das Zimmer wieder betrat, hieb der Sohn mit wuchtigen Axtschlägen auf die Mutter ein und brachte ihr mit der Schneide drei Hiebe auf den Kopf oberhalb» der Stirn bei^ Ein Töchterchen der Luxschen
Eheleute war Zeugin der Unthat gewesen. Frau Lux be- sindet sich heut noch in ärztlicher Behandlung. Es erregt vielfach berechtigte Verwunderung, daß die Behörden erst jetzt, nachdem Vater und Sohu einen so großen Borsprung gewonnen haben, diesem Verbrechen näher getreten fink Nack^ den Aussagen der Frau Lux soll ihr Eheleben schon läng stgetrübt gewesen sein. Ihr Mann sei ihrer überdrüssig! geworden, nachdem sie jhm in 20 jähriger Ehe 16 Kinder geschenkt habe, von denen noch acht am Leben und vier kleinere bei ihr seien. Die Frau wird gegenwärtig von der Steuerbehörde unterstützt, weil sie sich in den ärmlichsten Verhältuisseu besindet.
Landwirtschaft.
— Obst-, Gemüse- und Kartoffelmarkt vom 12. bis 14. Oktober. Bor einigen Tagen fand unter Vorsitz des NenMcrs H. F e h r e r in D a r in st a d t eine Sitzung statt, der auch Vertreter der größeren Fachvereine und die Obstbautechniker der Provinz Starkenburg beiwohntem Es wurde die Anregung lebhaft unterstützt, an Stelle des bisher meist üblichen Verkaufs nach Proben beit Markt mit größeren Obstmengen zu beschicken. Die Vertreter der Fachvereine und die Obstbautechniker versprachen, in diesem Sinne zu wirken. Wie in früheren Jahren soll der Markt im Restaurant „Zur Stadt Pfungstadt" abgehalten werden und mit einer Prämiirung und Verlosung verbunden sein. Um die Einliefernng größerer Cbfhnengen zWi direkten Verkauf zu erleichtern, hat das Komitee beschlossen, den Bezug billiger Körbe zu vermitteln und eine Anleitung über zweckmäßige Vepackung von Obstsendungen zu verbreiten. Anmeldeformulare sind von dem Sekretär F. SRötb» Darmstadt'Roßdörserstraße 65 zu beziehen.
Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Markte.
Grünbera, 28. September. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 16.40 bis 00.00 Mk., Korn 14.50 bis 00.00 Mk., Gerste 13.00 bis 00.00 Mk., Hafer 13.00 bis 00,00 Mk., Erbsen 16.00 dis 00.00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wickern 00.00 Mk., Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.
— Der diesjährige Frankfurter Obstmarkt findet am 8. Oktober in der Staothalle, Klostergaffe 14, statt. Wie in den Vorjahren läßt die Marktordnung ausschließlich in Deutschland gezogenes Obst usw. zu und zwar: sortiertes Tafelobst, gepflücktes Wirtschaftsobst, gewöhnliches Wirtschafts- und Mostobst, gedörrte und eingekochte Obstfrüchte, Obstweine, Obstbranntweine, Obst- liqueure, Mus, Marmelade, Gel6e usw., ferner gedörrte und eingekochte Gemüse, sowie Verpackungsmaterial. Der Verkauf geschieht nach Proben. Die Proben von sortiertem Tafelobst und gepflücktem Wirtschaftsobst dürfen bis 5 Kar. brutto, diejenigen von gewöhnlichem Wirtfchaftsobst bis 25 Kgr. betragen. Oost- und Gemüseprodukte sinS mit Ausnahme der flüssigen, die in Flaschen zu liefern, sind, in Originalpackung auszustellen. Jeder Probe ist ein Begleitschein beizugeben, der folgende Angaben enthält: Name der Sorte^ Preis pr. Kgr. bezw. pr. 100 Kgr. ab nächster Bahnstation, das zur Verfügung stehende Quantum, den Namen des Verkäufers, die ungefähre Lieferzeit. Die Proben sind am Tag vor Abhaltung des Marktes franko Marktlokal (Stadthalle) zu liefern oder an das- Obstmatttkomitee, Gneisenaustraße 15, einzusenden. Alle Verkäufe auf dem Obstmarkt finden durch vom Obstmarktkomitee unentgelt- lich ausgefertigte Schlußscheine statt. Begleitscheine sind vom Obst- marktkomitce erhältlich, das auch jede weiter gewünschte Auskunft erteilt. Es findet in oiesem Jahre nur der eine Obstmarkt statt- Zum Schluß sei noch darauf aufmettsain gemacht, daß das Komitee (Zentralstelle für Obstoerwertung) anch sonst vor und nach dem Markt- den An- und Verkauf von allen Sotten Obst vermittelt.
Submission
Für die Gr. neuen Universitäts-Kliniken in Gießen soll die Lieferung nachbenannter Verzehrungs-Gegenstände auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden:
20 Centner Aepfel,
600 „ gute Speisekar
toffeln,
15 „ sog. gelbe Mäus-
chenkattoffeln,
10 „ untererdige gelbe
Kohlrabi,
2 „ obererdige Kohl
rabi,
10 „ Zwiebeln,
2 „ Rotherüben,
2 „ Meerrettig,
10 „ Gelberüben,
35 „ Weißkraut,
150 Stück Rotkraut,
400 ,, Wirsing mit
Wurzeln,
200 „ Lauch,
350 „ Sellerie.
Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungs- Jbüreau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3—6 Uhr eingesehen werden.
Offerten unter Beischluß von Musterproben sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum
Samstag den 19. Oktober, mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Büreau einzureichen.
Zuschlagsfrist bis zum 24. Oktober 1901.
Gießen, den 23. Sept. 1901. ©r. Verwaltungs-Direktton der ________neuen Kliniken. 6363
Submission
Für die psychiatrische Klinik soll die Lieferung von
5 Ett. guten Taseläpfeln
300 „ Kartoffeln
10 „ Weißkraut auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen
auf dem Verwaltungsbureau nachmittags von 3 bis 5 Uhr offen.
Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Montag den 14. Oktober, vormitt. 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau einzureichen.
Der Zuschlag erfolgt bis zum 21. Oktober 1901.
Gießen, den 26. Sept. 1901.
Großherzogliche Direktion der psychiatrischen Klinik.
Sommer. 6439
Vergebung.
Für das Großh. Provinzial- Arresthaus dahier soll die Lieferung von ca. 12000 Kilo abgetrockneter guter Speisekartoffelu im Verdingungswege vergeben werden. Versiegelte Angebote und Proben sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin LMWi>kil5.Ml>berl901 vormittags 10 Uhr, auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft dahier — Justizgebäude, Zimmer Nr. 43 — niederzulegen.
Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu oem Mi- nisterialerlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, enthaltenen allgemeinen und von dem Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebuhren bezogen werden können.
Ter Zuschlag bleibt 3 Tage vorbehalten.
Gießen, 16. September 1901. Der Großh. Oberstaatsanwalt. ______Dr. Güngerich. 6240
Mobiliar- Versteigerung. Dienstag, 1. Oktober d. I. nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause Südanlage 23, III Umzugs halber nachverzeichnele Mob.-Gegenstände gegen Barzahlung versteigert: 1 Buffet, 1^ Ausziehtisch, 1 ovaler Tisch, Stühle, 1 Kronleuchter, eiue Brandkiste,! vollst. Bctt.Ueber- Borhänge, 1 Kücheujchrank mit Glasaufsatz, 1 Anrichte, sowie Haus- und Küchengeräte jeder Art. 6469
I. V.: Schneider.
Heinrich Hochreuther
Gießen, Südanlage 5
Kerrerakagerttur der Aranüfurter Hrausport-, Stnfaff- und Htaa- Serficherurrgs-Kütten-Heselkschaft
empfiehlt sich zum Abschluß von: 2
Nilfall-, Haftpflicht-, Transport-, Glas-, Einbrnchdirbliahl-, _________Pferde- und Wagkg-Nerflchernagka._________ Gothaer Lebensversicherungsbank. Versicherungsbestand am 1. Sept. 1901 801?/, Millionen Mark.
Bankfonds „ „ 263V,
Dividende im Jahre 1901: 29 bis 128 Prozent der Jahres-Normal- Prämie — je nach dem Alter der Versicherung.
Ktttreter: Heinrich Hochreuther 11______________________Sndanlage 5.____________
Bitte
um Unterstützung der durch den großen Braud iu Rodheim vor der Höhe schwer Geschädigten.
Tartsende von Menschen aus der näheren nnb ferneren Umgebung besuchen in diesen Tagen unseren Marktflecken, um das noch rauchende Trümmerfeld zu besichtigen, in welches die Feuersbrunst, die yier in der Nacht vom 13. auf den 14. d. M. wütete, 11 Wohnhäuser, 11 Scheuern, zahlreiche Stallungen und leider auch untere schöne zweite Kirche gewandelt hat. Gewiß empfinden die Fremden, die sich nach dem Schicksal der 11 obdachlosen Familien erkundigen, vor allem mit den an Geld und Gut Armen unter den schwer Betroffenen herzliches Mitleid. Aber auch diejenigen, welche nur durch die Zeitung einen Einblick in die furchtbare Tragweite unseres Branounglucks gewonnen haben, werden den Unglücklichen ihre Teilnahme nicht versagen. Wahres Mitleid drängt zur helfenden That. Tie Unterzeichneten hoffen daher keine Fehlbitte zu thun, wenn sie biejeniqen, welchen die Hebung der Nächstenliebe eine Quelle edelster Freude ist, aufforbem, durch lleberfenbung milber Gaben für bie Abgebrannten an uns bem burch bie Nähe bes Winters boppelt fühlbar gemachten Notstanbe steuern zu helfen.
Robheim vor ber Höhe (bei Homburg v. b. H.), ben 20. September 1901.
Lic. Dr. Dieckmann, Pfarrer. 6442 Holl, Bürgermeister.
Das Darmstädter Pädagogium Darmstabt, Nieberramstäbterstraße 28, bereitet in Real- unb Gymnasialabteilungen zum Einjährigen-, Primaner- unb Abi- turieuteu-Eramcn, sowie zum Eintritt in mittlere unb obere Klassen höherer Lehranstalten vor. — Beginn bes Wintersemesters: 7. Oktober. 6140 M. Elias.
Lieferung von 250 Htr. Koks — frei hier an Ott — soll vergeben werden. Verschlossene Angebote mit genauer Preisnotierung und Angabe, ob Gasoder Hüttenkoks, sind zu richten bis zum 10. Oktober an den Vorstand des evangelischen Marienftifts ________________________in Lich.__6425 ___ in jeder beliebigen Schriftart und Karto*
Uttlliflllclt fone, sowie mit Zirkeln aller studentischen VI» Vereinigungen, liefert ZU mäßigen preisen vrühl'sche UniverfitSts-vruckerei, Schulstrahe 7
Kaufmännische Fachschule.
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß daK Winter-Semester unserer Schule
Dienstag den 1. Oktober a. c. beginnt.
Gleichzeitig wird auch in diesem Winter wieder ein Damen-Kursus abgehalten.
Anmeldungen zum Besuche der Schule und des Damen- Kursus können vom 25. September an täglich von 12—1 Uhr nachmittags bei unserer Schulleitung — Schillerstraße 5 — sowie am 29. und 30. September, abends von 9—10 Uhr, in der Schule — Nordanlage 15 — erfolgen.
Die Eröffnung der Fachschule ist auf Dienstag den 1. Oktober, abends 81/, Uhr, des Damen-Kursus' auf Samstag den 5. Oktober, nachmittags 2 Uhr, festgesetzt und wollen sich die Angemeldeten an diesen Tagen pünktlich in der Schule einfinden, um Stundenplan, Satzungen und andere Mitteilungen entgegen zu nehmen.
Das Schulgeld beträgt:
1. Für einfache Buchführung, Korrespondenz, Rechnen,
Wechsellehre und Handelsgeographie zusammen 15 Mk. 2. Für doppelte Buchführung ....... 10 „ 3. Für Französisch und Englisch, je ..... 15
NB.: Wer Korrespondenz, Wechsellehre oder Rechnen in Klasse 1 besucht, hat für doppelte Buchführung nur 5 Mk. zu zahlen.
4. Für Damen-Kursus (einfache Buchführung, Rechnen,
Schönschreiben, Korrespondenz und Wechsellehre) 20 ' ,r 5. Für Schönschreiben .....3 „
6. Für Stenographie ..... 5 „
7. Für Maschinenschreiben ........ 10 „
Schüler, deren Prinzipäle oder Väter nicht Mitglieder des Kaufmännischen Vereins sind, zahlen für pos. 1, 2, 3 und 6 das doppelte Schulgeld.
Auf Ansuchen können durch die Schulkommission ganze oder halbe Freistellen bewilligt werden.
Der Besuch der kaufmännischen Fachschule befreit vom Besuch der obligatorischen Fortbildungsschule.
Wir ersuchen nun die Herren Prinzipäle und Geschäftsführer, unsere Schule zu unterstützen, indem sie ihr Gehilfcn- Personal darauf aufmerksam machen, sie zum regelmäßigen Besuche der belegten Unterrichtsstunden anhalten und^ihnen die nötige Zeit — namentlich auch zum Besuche des Tagesunterrichts — gütigst gewähren. 6407
Die SdjnlhommifOöii itr häuf«. Fachschule.
Emil Horst, Giessen
Cementwaren- und Kunststein-Fabrik
Ltebigstrasaa 43/45 und An den Bahnhöfen.
Kaeehe Lieferung in gediegener Anafüh- rnng eu billigen Preisen. 1M •M'H'fH i« IritrtiftH, fhttei. Irinti. if*-


