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1.6.1901 Erstes Blatt
 
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W war es 4.15ub!-' weine, wir waren ickin an£- W?S ^"unterkamen, 9er Jt.^. Horn:hat Mm- ber

? Achenbach:Ja, Hickel kammer verlassen habe."Ich ?,ieS Stunde gewesen sei." chalb lommt der Angeklagte el hervortretend-. ,Jch habe lesuhrt, niemer Ansicht nack Uegen." Die nächste Zeugin, 's, großes, neunzehnjährige; II gekleidet ist. Sie ist mit h sprach niemals über den iod) in Bösem. Wir waren neu. Marten war lustig und n ausgefallen." sZrau Mar­gen, eine gebrechliche 5rau der Angeklagte ihr einziger 1 ist mit dem Angeklagten imiern Sie sich des stags kamen mein Sohn nnb e Wohnung. Tie Uhr Hane hon vier gesÄagen. W nicht halb siins Uhr." Präs.: veg?" Zeugin:Ja, es war Kam Ihr Lohn nach einer Ja, er betrat den Kowdor' ochen?" Jeugin .Am, id) ix ging gleich wieder weg." rinnern, was die Söhne mit- hatte Kopfschmerzen, da sie innen und wollen Sie Ihre Wenn es sein muß, jn.' >andte haben das Aecht, drr

JE-. .Mrnmles lamr resagt habe, kann ich veraw ? da sich Frau Marten zrr bi P d-n«d°bM « stau Steten imtb I* jjtn. 215 G-richt b-lchl» nnb dcr»dhu«"S des »«. Äi^ «* * L militärische Gebäude , ' ir Verhandlung wud M

und Md.

k,n 31 Vai 1901.

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516qm

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öffentlich artrben.

kleinen und Steinweg, 27 9lr. 15251/1OO

Hofraite,

Samstag den 29. Mi, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Mthekm Stetnöach in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Nr. 181/ho 412 qm

Hofraite am kleinen Sleinweg

Samstag den 29. Mi, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Wilhelm Steiuvach in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Nr. 181M/ioo 412 qm

Hofraite am kleinen Steinweg

links, Flur 27 Nr. 181/1(0

Wohnbaus daselbst,

Samstag btn 29. Mi, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Wilhelm Steinvach in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Nr. 18iw/i:o - 412 qm

Hofraite am kleinen Steinweg

links,

Flur 27 Nr. 181(«A e - 170 Wohnhaus daselbst,

Flur 24 Nr. 181/, 321 Grabgarten daselbst,

auf die Wiesen, Flur 27 Nr. 166fi/10 - 361

Bauplatz am Brennofen,

Flur 27 Nr. 166f®/10 463

Hofraite daselbst, Flur 27 Nr. 1661*/ig 77

Grabgarten daselbst.

Flur 27 Nr. 166f8/10 77 Grabgarlen daselbst,'

Flur 33 Nr. 166 p 222 qm Acker im Altenfeld, bei den Gärten,

Prämie je nach dem Alter der Versicherung.

Kertreter: Heinrich Hochreuther

Südanlage 5.

Heinrich Hochreuther

Gießen, Südanlage 5

Kcueralagentur der frankfurter Transport-, Anfall- »ad Hlaa- Aerficheruags-Aktien-Hefellfchaft

empfiehlt fich zum Abschluß von: 2

Unfall«, Haftp-icht-, Traasport-, Etas-, eiabrachbiebstahl-, pferbk- unb Magea-vekgilierangkn.

Samstag bett 29. Mi 1901 nachmittags 8 Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die der Jean Haustein Witwe und deren Kinder in Gießen ge­hörigen Immobilien:

1 Flur 27 Nr 152M/10O - 239 qm Acker in der Stephar.s' mark zwischen dem

Flur 33 Nr. 165/io 222 qm Acker im Altenfeld, bei den Gärten, Flur 33 Nr. 17 844 qm Acker daselbst.

Flur 33 Nr. 35 475 qm Acker im Altenfeld, auf ein Gäßchen, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 17. Mai 1901. Großh. OrtSgericht Gießen.

I. A.: Vogt. 3646

Flur 33 Nr 17 344 qm Acker daselbst,

Flur 33 Nr. 85 475 qm Acker am Altenfeld, auf ein Gäßchen, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 17. Mai 1901. Großh. OrtSgericht Gießen.

I. A.: Vogt. 3645

Flur 27 Nr. 181 Grabgarten daselbst, Flur 27 Nr. 162a8/10

Hofraite am Brennofen, stößt

Flur 27 Nr. 162a9/10 517 .

Hofraite am Brennofen, stößt

Flur 33 Nr. 16/10 222 qm Acker rm Alt-nfeld, bei den Gärten, Flur 33 Nr. 17 344 qm Acker daselbst,

Flur 33 Nr. 85 475 qm Acker im Altenfeld, auf ein Gäßchen, öffentlich meistbietend versteigen werden.

Gießen, 17. Mai 1901.

Großh Ortsgericht Gießen.

I. A: Vogt. 3634

Gothaer Lebensversicherungsbank.

Versicherungsbeftand am 1. Februar 1901 7V2'/r Millionen Mark.

BavkfondS ,, 258

Dividende im Jahre 1901: 29 biS 128 Prozent der Jahres-Normal-

Flur 27 Nr. 162a8/lo 517 .

Hofraite am Brennofen, stößt auf die Wiesen,

Es wird bemerkt, daß die Ver­steigerung auch dann genehmigt werden wird, wenn ein die Schätz­ung nickt erzielender Preis ge- b stell wird.

Gießen, den 20. Mai 1901.

Großherzogliches OrtSgericht. 3-702 I. A.: Bogt.

Flur 27 Nr. 160f/io - 861 Bauplatz am Brennofen,

Flur 27 Nr. 166k»/«, - 463 Hofraite daselbst,

Flur 27 Nr. 166k« ,g - 77 Grabgarten daselbst,

Nr. 158b19/100 Hinter­bau­meistbietend versteigert

links,

Flur 27 Nr 181«/loO 170 WohnhauS daselbst,

Flur 27 Nr. 181 »/1M 321 Grabgarten daselbst,

auf die Wiesen, Flur 27 Nr. 166f«/10 361 Bauplatz am Brennofen, Flur 27 Nr. 166f6 19 463

Hofraite daselbst,

(Wohn- Nr. 153a13/100 bau5 m.

Wetzlar-Braunfels!

Meinen verehrten Gönnern und Abnehmern macke ick die Mi« teilung, daß sie beim Besuche von Braun feie eine schöne Auswal l Weine auS meinen Kellern in der

Konditorei von August Franz

dem Schtoßyotel gegenüber 84ßl

vorfinden, die zu von mir festgesetzten Preisen daselbst abgegeben werden.

Georg Ortenbach, Wetzlar.

Bauer auch nicht arm. Nordwind im Juni gesandt, weht Korn ins ganze Land. O, heiliger Beit (15.) o regue nicht, daß eS nicht an Gerste gebricht. Bläst der Juni ins Dounerhorn, bläst er in das Land das Korn Me darduS (8.) gieb keinen Frost mehr her, der dem Weinstock gefährlich wär'. Wie'« Wetter ist am MedarduStag, bleibt es sechs Wochen lang darnach. Wie's Wetter auf Me- darduS fällt, eS bis zu Mondes Schluß anhält. Was St. MedarduS für Wetter hält, solch' Wetter in die Ernte fällt. Regnet'S am St. Barnabas (11.), schwimmen die Trauben bis ins Faß. Ist es Corporis Christi (24.) klar, bringt eS uns em gutes Jahr. Wenn Der Kuckuck noch lang nach Johannis schreit, ruft er MißwachS und teure Zett. Bor dem Johannistag, keine Gerste man loben mag. Bier Tag-: vor und nach der Sonnenwende, zeigen die Winde bis Sommers Ende. Stellt der Juni mild sich ein, wird's auch der Dezember sein. Regen am Siebenschläfer, tag (27.), bringt Regen sieben Wochen darnach, Menschen nno Juniwind, ändern sich geschwind. Wenn im Juni Nordwind weht, kommt Gewitter oft recht spät. Nicht zu naß und nicht zu kühl, nicht zu trocken und nicht zu schwill, warm und nab und kühl und trocken, dann giebt der Brach­mond in die Milch zu brocken. Vor Johannis (24) bitt' um Regen, nachher kommt er ungelegen. Ein Feuer und Wasserkessel drauf, ist des Brachmonats bester Lauf. Was bis September soll geraten, das muß schon im Juni braten!

Frankfurt a. M., 30. Mai. Die neubegründete Frank­furter Akademie für Sozial- und Handelswissen­schaften soll nach Mitteilung der Handelskammer im Ok­tober eröffnet werden. Cs ist die Bildung folgender HbtetL uugen in Aussicht genommen: 1. die rechts- und staats wissenschaftliche Abteilung; 2. die kaufmännische Abteilung; 3. die mit Seminar verbundene Abteilung für neuere Sprachen sowohl für die Bedürfniffe der Kaufleute und Industriellen als diejenigen der höheren Beamten usw.; 4. die Abteilung für BersicheruugSwesen und 5. ein Seminar zur Ausbildung von Lehrern an Handels-, Gewerbe und Fortbildungsschulen. Die kaufmännische Abteilung der Hochschule wird ganz nach Art der Leipziger und Kölner Handelshochschule zu Studien Gelegenheit geben.

fit ßtnrijligung M jnrMchw onb mkdiMlchkn Studium.

Nach Mitteilungen, von denen auch wir Notiz ge- nomnien haben, scheint es nunmehr sicher zu sein, das; künftighin die Abiturienten der R e al g Y m n as i e u ebenso berechtigt sind, Medizin zu studieren, wie die der hu manistischen Gymnasien. Auch damit können wir einver tauben sein, daß die Abiturienten der Oberreal- ch^len künftighin zum Studium der Medizin berechtigt ciu sotten, wenn sie in einer 9! a ch t r a g s p r ü f u n g nachgewiesen haben, daß sie diejenigen Kenntnisse in der lateinischen Sprache erworben haben, die der Abitu­rient eines Realgymnasiums zu besitzen pflegt. Wir halten die Kenntnis der lateinischen Sprache bis zu einem ge­wissen Grade bei jedem Studium für unbedingt notwendig. Wenn man die Abiturienten der Oberrealsckmle ohne eine Nachtragsprüfung im Lateinischen zum Studium der Me­dizin zugelassen hätte, so würden die Examinatoren in der medizinischen Staatsprüfung gezwungen gewesen sein, die ehemaligen Oberrealschüler mit ausnahmsweiser Schärfe daraufhin zu prüfen, ob sie in das Verständnis der latei­nischen Fachausdrücke der Medizin genügend eingedrungen eien. Tas würde unseres Erachtens für diese Studieren- >en minder angenehm und minder zweckmäßig gewesen ein als die Anordnung einer besonderen Nachprüfung. Nun verlautet aber, daß es mit der Berechtigung zum juristischen Studium gerade so gehalten werden solle wie mit der zum medizinischen Studium. Tas würden wir nicht für zweckmäßig erachten können. Tie Bildung des Realgymnasiums mag für das juristische Studium ebenso gut vorbereiten wie die des humanistischen Gym­nasiums. Tagegen wollen wir durchaus nichts einwendeu. Auch das mag eine offene Frage bleiben, ob man von den Realgymnasiakabiturienten, wenn sie sich dem Studium der Jurisprudenz zuwenden wollen, eine Nachprüfung in der griechischen Sprache fordern solle. Gewiß sind grie- cttische Kenntnisse für den Jruisten sehr wünschenswert; ob sie aber dringend notwendig erscheinen, bleibt zweifel­haft. Jedenfalls wird der Studierende die Lücke, die er als solche empfindet oder erkennt, auszusüllen bestrebt sein. Dagegen aber, daß man die Abiturienten der Oberrealschulen, wenn sie eine Nachtragsprüfung un Lateinischen abgelegt haben, zum juristischen Studium zulassen, möchten wir uns erklären. Tas juristische Stu­dium erfordert denn doch eine gewisse historische und humanistische Vorbildung, wie sie die Lberreal-

schule kaum bietet. Tas Realgymnasium birgt in sich eine genügende Summe historischer und humauistischer Bildungs- elemente, sodaß es seine Abituurienten zum Studium der Jurisprudenz wohl befähigen tann. Von der £ Bemal= schule gilt das aber nicht, und eine Nachprüfung im Lateinischen dürfte unseres Erachtens nicht genügen. Will man die Oberrealschüler zum juristischen Stuvium ->n lassen, so wird man eine Nachprüfung nicht nur in der lateinischen Sprache, sondern and) in der Geschichte und in der deutschen Sprache anordnen müssen, damit dadurck; nachgewieseu werde, daß sie fick) diejenige Summe historischer und humanistischer Bildung angeeignet haben, die zum juristischen Studium allgemein erforderlich scheint.

Vermischter.

* Der schnellste Zug Deutschlands ist zurzeit der täglich probeweise zwischen Neustadt a. H. und Weißen­burg verkehrende Schnellzug. Bisher war der schnellste Zug Deutschlands der V-Zng zwischen Berlin und Hamburg, der diese 285,9 Kilometer betragende Strecke in 3 Stunden 28 Minuten, also in einer Stunde 82,50 Kilometer, zurück- legt. Seitens der Pfälzischen Eisenbahnen werden nun Probe­fahrten mit einer neuen SchnellzugSmaschine veranstaltet, die 120 Kilometer in der Stunde zurückiegt, sowie einen Eisen- bahnzug im Gewichte von 200 Tonnen zu 20 Zentner mit einer Schnelligkeit von 100 Kilometer auf ebener Bahn sort- zutewegen im Stande ist. Sie entwickelt 2100 Pferdekräfte und wiegt mit Tender 140 Tonnen (2800 Zentner).

* Der gute Ton in allen Lebenslagen. Im Waldenburger Wochenblatt- liest man:Für mein Zwcig- geschäst in Salzbrunn suche ich einen kräftigen Laufburschen bei gutem Lohn. Schlafmützen, DöSköppe, stille Teilhaber und Zierbeugel brauchen fich nicht zu melden. R. B. . .

Baku, 30. Mai. In Balackanu wurden achtzehn Bohrtürme, vier Reservoirs und ein Petroleumlagcr durch Feuer zerstört.

* Tie Deportation nach Sibirien. Nach, einer kürzlich in Rußland veröffentlichiten Statistik wurden vom Jahre 1823 bis zum Jahre 1888 auf administrativem und gerichtlich,em Wege 60 704 Personen, die von 167 145 Fa­miliengliedern begleitet wurden, nach Sibirien deportiert. Ter vierte Teil der Deportierten und die Hälfte der Fa­milienglieder blieben im Gouvernement Tobolsk, während die andern weiter transportiert wurden. Im Lause der Zeit traten folgende Schwankungen in der Jahresziffer der De­portierten ein. Jn den 20er Jahren wurden alljährlich sechs- bis zehntausend Personen deportiert, die Gesamtsumme für das Tezenium 182332 beträgt 83,5 Tausend Personen. Jn den zwei folgenden Dezennien ging die Zahl der Depor­tierten herab; sie betrug in der Periode 183342 73,1 Tausend und 184352 58,5 Tausend oder 56 Tausen-d pro Jahr. Jn den 50er Jahren stieg die Zahl der Tepor- tierten sehr bedeutend, sie schwankte zwischen 7 und 9 Tausend im Jahr, und betrug im ganzen Dezennium 59,7 Tausend. Die Deportation stand also kurz vor der Emanzipation auf demselben Punkt, welchen sie in den 30er Jahren einnahm; sie wurde jedoch seltener angewandt als in den 20er Jahren. Nach der Emanzipation er­folgte eine weitere Steigerung der Zahl der Teportierten; sie" schwankte zwischen 9 ein halb und 10 Tausend im Jahr; die Gesamtsumme für die Periode 186372 betrug 106,4 Tausend. Eine Steigerung fand auch im folgenden Dezennium statt, wobei auffällig ist, daß die Ziffern für die einzelnen Jahre beinahe gleiche sind. Jn der Periode wurden im ganzen 120,4 Tausend Personen deportiert; die Jahresziffern sck)wanken zwischen 11 750 und 12 300, nur im Jahre 1876 schnellt sie auf 13040 herauf. Im Jahre 1883 betrug die Zahl der Deportierten 14,5 Tausend, 1884 13,2 Tausend; in den folgenden vier Jahren fiel sie wieder auf 1112 Tausend pro Jahr. Für die 70 jährige Periode ergiebt sich somit folgendes Bild: in den 30er Jahren und 40er Jahren ging die Deportation zurück, in den 50er und 60er Jahren wuchs sie, um in den 70er Jahren die Höhe zu erreichen, auf welcher sie sich in den folgenden 15 Jahren hielt. Für die nach 1888 folgende Periode sind bis jetzt keine Daten veröffentlicht worden.

nicht oollständig griccht \u wirken und hierdurch erschien bi G.-crnrk schäft mit Rücksicht auf daä diugUche Burechk, mit b ra ' * ' Fzrnie'ichr Renforderung auSa«stattet war bedroht, daß der,«, u noch Fnnie gehen da» gewelkfchastttche Vermögen Vorgehen wc> Diese Beiürchluna, wie andere Umftänd« (eS werden mannigfache B - schutdigungrn argen Dr. Pfahl erhoben, die wir zur 93<>mdbunii strafrechtlicher V.rjolgung unerwühnt lassen. D. R«k.) gaben einem anderen M tgitrde drs Grubenvoistandis, sowie einer Anzahl oou Düssttdolfer Gewerken berechtigten Grund zu energischem Vorg«b>n gegen eine solche, die Interessen der Gewerkschaft schwer gefährd-w e Verwaäanp und es Ia n zu m-hrerrn Versammlungen in Düsseldoff und Lköln, deren letzte sm 25. Mai folgende grundlegenden Bischlusfe faßte: a) 401 Kuxe der Gewerkschaft Fernie und 1000 Obligation!n verselbtn, sowie 100 Kuxe eines anderen Bergwerks, die Dr. Pf^bl zu Gunsten der Fernte'schen Forderung verpfändet hatte, zu üb:r nehmen und in das Schuldocrhältnl« gegenüber Fernie (»tu a 2/a Millionen) riozutreten; hierbei verzichtete Dr. Plahl auf seine nicht erhobenen Ausbeuten unb OcligattonSzinsm. Die 401 Kuxe sollen nicht wieder oitäufeat werden, sondern Eigen'um der Gewerk schait bleiben. Der Betrag, der zur Deckung der Fcrnie'schen Forderung nötig ist, soll von bet Gewerkschaft mit -twa Mr. 2000 pto Kux aut gebracht werden, b)-derung der Er,e und Versandt sollen verstäi kt werden. Es wurde hierbei allsei'ig konstatiert, daß über die Bonität dr» Bergwerk« kein Zweifel bestehen könne, vielmehr reiche, unermeßliche El» lager vorhanden seieReformen im Betrieb, Anwendung o'ötzerer Spar'amkeit sollen hiermit Hand in Hand gehen. Jn den Gruben- vorstand wurden, wie wir bereits mitteilten, einstimu>a folgende Pe 'ooen gewählt: Otto Nordhaus zu Dilss<ldorf, Emil Ruthemeper da­selbst, Rechtsanwalt W. G-üoecvalb in Gi'ßen (Vorsitzender), Ai bei t Zobel in Gießen. Außerdem gehört dem Grudenvorftand ber Pro» kri'ist deS BankbauieS Opp nberm, Herr Ferdinand Rinkrl. an. Be­rens rtcht:gestillr ZI dir Meldung, xn.Ito. PaLcoi i r. >n AmtrS enthoben. Die- ist unwahr. Wobl sind in den tetlweiie fiüi misch verlaufenen rheinländischen Versammlungen Vorwürfe auch gegen den Direktor deS Werkes erhoben worden, die indessen nicht ohne Wider­spruch blieben. E« wurde insbesondere auf dir Kollision der von ihm g.wahrten Inter»ssen bt# Vorbesrtz>rs Fernie mit denen der Gewerk­schaft hingewilsen, auch sein nachgiebiges Verhalten dem Dr. Pfahl g.genüber getadelt unb s-in Ausscheiden gefordert, während anderer­seits die vertraglichen Rechte de^l Direktors, die Schwierigkeit der Lage, v-x die er durch das Verhalten deS GründunaSkonsortiumv g» kommen war, und der Umstand betont wurden, daß sein vorzeitiger Weggang dem Werke großen Schaden bringen werde. Dem neuen Gruben« vorstand wird von allen Seiten da« Vertrauen rntgegrnoedracht, daß cr die schwebenden Fragen unter Würdigung aller Verhältnisse unb in ruhiger Verhanblung schlichten werde, lcviglich geleitet von dem Inter,ffe am Gedeihen des Bergwerks, seiner Angestellten und Ar­beiter. In den Kreisen dieser, der Beamten und Arbeiter batte d e unrichtig« Nachricht vom Weggange threS Direktors, dem sie treu an- bängen, große Bestürzung hervorgerufen.

Gerifftsjaal.

Mainz, 30. Mai. Der Gerichtsoollziehec Heinrich Dofrl in Bingen hat in zwölf Füllen falsche Beurkundungen vorgenommen indem er bei Pfändungen, Wechselärotesten u. f. w. die Protokolle nicht in dom betreffenden Geschäftslokale, sondern in seinem Bureau aufnahw. Bei Pfändungen sandte er die Pfandzeichen durch seine Frau oder durch seinen GehUfen den Gepfändeten zu und überließ eS diesen, die Zeichen selbst an den gepfändeten Objekten anzubrtngen. Die Strafkammer ver urteilte den Angeklagten wegen dieser Vergehen im Amte zu zwei Monaten Gefängnis.

Hagen L SB., 29. Mai Vor der Strafkammer stand heute der 24 jährige Elementarlehrer Rudolf Helmhold aus Himmelmert bei Pleiten' berg unter der Anklage, in den Jahren 1900 und 1901 eine Reihe vor. unsittlichen Handlungen an Schulmädchen begangen zu haben. Der Angeklagte, der jede Schuld leugnete, wurde nach vier­stündiger Verhandlung, zu der 40 Zeugen geladen waren, unter Annahme mildernder Umstände zu 2*/» Jahren Gefängnis verurteilt.

Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen

21. Woche. Vom 19. bi« 25. Mat 1901. Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900 (incl 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 10.04, nach Abzug der Ortsfremden 8,03%o.

Kinder

ES starbrn an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr«

Lungenschwindsucht 1 1

Knochenmark Ent­

zündung 1 1

Krebs 1 (1) 1 (1) - -

Krämpfen _____2________________2________

Summa: 5 (1) 3 (1) 2

Anm. Die In Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffendm Krankheit aus von «uSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Handel und Verkehr. Uolkswirtschast.

Gewerkschaft Gießener BraupsteinbergwiLke vorm.

Fernie, Gießen. Von unterrichteter Seite wird uns über die in mehreren Blättern verschieden und zum Tri'e unrichtig dargostellten Vorgänge in der Verwaltung deS hiesigen Bergwerks folgendes mit g, teilt: Das Konsortium, daS seinerzeit die Gewerkschaft gründete und an biffen Spitze Dr. Pfahl in Bonn stand, ein Mann, den man im Rhckr land zufolge seiueS großen Besitzes an Bergwerken, Gütern rc für schwer reich hielt, vermochte infolge des allgemeinen Rückgangs der Montanwerte seinen Verbtndlichkelt n gegen den Vorbesitzec Fernie

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