Samstag 1. Juni 1901
151. Jahrgang
Erstes Blatt.
Nr. 126
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Dr. Braden.
Marquis Vogue, Verfasser historischer
Arbeiten und der dramatische
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mühsam zur Annahme vvn Friedensbetzingungen genötigt werden Rönnen. Von Monat zu Monat hat sich in Deutsch- kmb die nie sehr große Begeisterung für das China-Abenteuer abgekühlt.
Dichter Rostand wurden zu Mitgliedern der Akademie francaise gewählt.
Budapest, 30. Mai. Der hiesigen Stadtgemeinde wurde gestern von dem Rechtsanwälte AvenariuS in Erlangen schriftlich mitgeteilt, daß der dortige Insasse Ludwig Tauber, der vor Jahren aus Raab dort eingewandert sei und sich ein großes Vermögen erworben habe, in seinem Testament 30000 Mk. zur Errichtung eines Heinedenkmals hinter- laffen habe, mit der Bemerkung, das Geld sei, falls Erlangen sich weigern sollte, ein solches Denkmal zu errichten, zu gleichem Zwecke der Stadt- gemetnde Budapest zu überlasien, weil Heine nicht blos ein deutscher, sondern ein Weltdichter gewesen sei. Erlangen hat noch keine Entscheidung getrosten.
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ab, bei der Entladung entsteht Kadmiumoxyd, das Master wird neuge- bUdet, und das Kupferoxyd verwandelt sich wiederum in metallische- Kupfer. Nach der Angabe von Edison genügt eine sehr geringe Menge der elektrolytischen Flüssigkeit zur Erzeugung dieser Wirkungen, auch können die beiden Platten sehr nahe an einander gerückt werden, nur geschieden durch eine dünne isolierende Schicht von Asbest, die mit der Flüssigkeit getränkt wird. — Der „Elektricien" bemerkt zu dieser Schilderung: „2Bir glauben gern, daß die angezeigten Ergebnisse im Laboratorium erhalten worden'sind, aber es würde von Wert sein, sie in der Praxis bestätigt zu sehen, um die Brauchbarkeit des Elements zu beweisen. Es ist sicher, daß dieser neue Akkumulator eine wesenlliche Verbesterung darstellen würde, wenn die Auflösung der Kupferoxyde dabei vermieden werden könnte, aber die beschriebene Art der Herstellung ist so verwickelt, daß diese Vervollkommnun scheinbar nur um den Preis ganz besonderer Vorsichtsmaßregeln gewonnen werden kann, die mit der industriellen Praxis schlecht vereinbar sind. Andrerseits sehen wir nicht ein, wie sich das pulverisierte Oxyd in jenen durchbohrten Näpfchen hält, auch nicht, wie man es vermeiden will, daß d-s Kadmium sich außerhalb der negativen Näpfchen niederschlägt. Außerdem wird der Preis eines solchen Akkumulators zu hoch sein, um seine allgemeine Verwendung zu gestatten, denn schon die bei den früheren Akkumulatoren ähnlicher Art verwandten Stoffe waren viermal teurer, als die des Bleiakkumulators.. Man darf nicht vergeffen, daß das Kadmium ein verhältnismäßig seltenes Element ist." — ES müffen also wettere Mitteilungen abgewarlet werden, ehe man den neuen Edisonschen Akkumulator, von dem jetzt schon so viel Aufhebens gemacht wird, als einen epochemachmden Fortschritt anerkennen kann.
BreSlarr, 30. Mai. Die nächste Tagung des Deutschen Geographentages findet i. I. 1903 in Köln statt.
Paris, 80. Mai. Der ehemalige Botschafter in Konstantinopel,
zeichnet das französische Fachblatt als sehr niedrig und meint, daß die Ersetzung des Zink durch Kadmium nicht eine derartige Verminderung der Spannung herbeiführen dürfte. Ueber die nutzbare Spannung ist bisher ebensowenig etwas bekannt, wie über den Betrag der Energie des neuen Apparates. Die von Edison geschaffenen Derbefferungen beziehen sich angeblich auf folgende Punkte: Anwendung von sehr fein verteiltem Kupfer, das die Bildung von waffersreiem Oxyd gestattet ohne Nebenerschetnnng löslicher wasserhaltiger Oxyde, infolgedesfen Unterdrückung von Neben- spannungen, die durch den Niederschlag von Kupfer auf der posittven Elektrode entstehen. Entbehrlichkeit der porösen Umhüllungen, die bisher zur Vermeidung dieses Niederschlags verwandt wurden; Verminderung der notwendigen Flüssigkeit infolge der Unterdrückung wafferhaltiger Oxyde. Infolge dieser Veränderung würde man Batterien von halbmal geringerem Gewicht als die heutigen Akkumulatoren gewinnen. Es werden ferner Angaben gemacht über die Zubereitung der für den Akkumulator notwendigen Stoffe, die ziemlich umständlich erscheint. Edison hatte beobachtet, daß das Kupferoxyd in sehr fein vertelltem Zustande besondere Eigenschaften besitzt. Er erhielt das Oxyd in einer eigenartigen Form durch die Wirkung von Wafferstoff auf retneS kohlensaures Kupfer, wobei die Temperatur so niedrig als möglich gehalten werden muß. Das Kadmium wird in reinem, faserigem und sehr feinverteiltem Zustande durch einen starken Strom mittels Elektrolyse gewonnen, und zwar aus einer schwefelsauren Lösung mittels einer Kathode aus feinem Platindraht mit einer Anode aus Kadmium. Der Niederschlag wird von Zeit zu Zeit herausgenommen und mit Waffer gewaschen. Die Träger, die diese wirksamen Stoffe, also das feino erteilte Kupfer und Kadmium im Akkumulator aufzunehmen bestimmt sind, werden aus zarten durchbohrten Nickelplatten hergefiellt, an denen kleine rechteckige Näpfchen aus Nickel befestigt sind, wo jene Pulver hineinkommen. Das Kupferoxyd wird durch leichten Druck in die Form von Blocks gebracht, die genau in jene Näpfchen hineinpaffen, so daß sie leicht einzusitzen sind, sie aber vollständig ausfüllen. Die so zubereiteten positiven Platten werden dann in einem verschloffenen Behälter 6 bis 7 Stunden lang bis zu 260 Grad erhitzt, um das Kupfersuboxyd in schwarzes Oxyd zu verwandeln, die Temperatur darf dabei nicht über den genannten Grad gesteigert werden. Dann werden die Platten durch Elektrolyse derart behandelt, daß das Kupferoxyd in metallisches Kupfer übergeht. Das Kadmium wird ebenso in kleine Blocks geformt, und in die Näpfchen der negativen Platte eingesetzt. Die Platten werden dann beide in einen aus Nickel ober vernickeltem Eisen hergestellten Boittch eingefügt. Der so erhaltene Akkumulator kann völlig verschlossen werden, bis auf eine kleine Oeffnung im Deckel, um die Gase entweichen zu laffen, die sich bei fast vollendeter Ladung entwickeln. Die elektrolytische Flüssigkeit besteht aus einer 10 prozuttigen wässerigen Lösung von reiner Soda. Bei der Ladung geht das Kupfer bet posittven Platte in Kupferoxyd über, das Wasser wird zersetzt, und an bet negativen Platte setzt sich bas Kadmium
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verstärkt wordan sein.
Welche Wandlungen hat nicht die deutsche Chinapolrtik eit dem vorigen Sommer durchgemacht, seit jener Rede des Kaisers in Wilhelmshaven: „Aber der Ozean beweist auch, daß auf ihm und in der Ferne jenseits von ihm ohne Deutschland und ohne den Deutschen Kaiser keine große Entscheidung mehr fallen darf." Die Wandlungen der deutschen Chfinapolitik kommen deutlich zum Ausdruck in dev Geschichte des Oberkommandos. Welch ein Unterschied zwischen jenen Tagen, da Graf Waldersee sich selbst als Oberkommandierender in China bezeichnete und jener Unglücksnacht, da er mit Mül)e sein nacktes Leben durch das Fenster des brennenden Asbesthauses rettete. Tie Versicherung, „daß, solange der Arm die Kraft haben wird, diesen (Feldmarschall-) Stab zu halten, ein Befehl zum Rüchug über meine Lippen nicht kommen wird", hat Graf Waldes fee gehalten. Die Boxer haben ihn dabei unterstützt durch den Verzicht auf ernsthaften Widerstand. Am 20. August veröffentlichte Wolffs Bureau jenes geschmacklose Trara-Telegramm aus München: „Tie Fahrt des Sonderzugs des Feldmarschalls Grafen Waldersee durch die deutschen Lande gleicht einem Triumphzuge. Tie.....Bevölkerung wett
eifert in herzbewegenden, spontanen, patriotischen Kundgebungen. Der Feldmarschall ist der freudig bewegte Empfänger patriotischer Ovationen, wie ähnliche seit 1870—71 nicht vorgekommen sein dürften!" Die Ereignisse in den seit jenem taktlosen Telegramm verflossenen Monaten haben bewiesen, wie berechtigt damals angesichts der Verleihung von Vorschußlorbeeren die Mahnung war, daß .mündlich und schriftlich über Thaten, die erst geschehen sollen und zu denen sich vielleicht gar keine Gelegenheit ergiebt, zu viel geredet wird. War's richtig, so fragen wir heute, daß am 30. Mugust bei der Weihe von 64 Fahnen für die deutschen Truppen in Ostasien der Militärpfarrer Wölfing erklärte: „'s ist ein Kreuzzug, 's ist ein heiliger Krieg?" Ist es gelungen, die Waffen so zu führen, „daß auf tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr es wagt, einen Deutschen scheel anzusehen"? Ob der Befehl vollführt ist: „Oefsnet der Kultur den Weg ein für alle Male", wird sich erst in Jahrzehnten zeigen. Die Mahnung, nicht eher zu ruhen, „als bis der Gegner zu Boden geschmettert, auf den Knien um Gnade fleht", begegnete der Schwierigkeit, daß der Gegner sick weit vom Schuß hielt. Nicht die Chinesen haben um Friede und Gnade gefleht, sondern haben nur schrittweise
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BestanraotBoyai^
Adresse für Depesche«, Anzeiger Siehe«. Ferusprechansihiuß-kr. VA.
Wünsche und Anträge.
Die Mitglieder des Vereins und sonstige Interessenten werden hierzu geziemend eingeladen.
Der Präsident des Oberheff. Obstbauvereins.
Ummermaim,
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Bei Postbezug wrteiW* Mk. 2.00 ohne Bestell«!».
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stehender Tagesordnung statt:
Rechenschaftsbericht pro 1900/01.
Rechnungsablage pro 1900/01.
Sostenvoranschlag pro 1901/02.
Wahl eines resp. zweier Ausschußmitglieder.
Vortrag über Vogelschutz von Professor Dr. Frenzel-
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Bekanntmachung.
Am Sonntag dem 2. Juni d. I. findet in Nidda im „Gambrinus" nachmittags 3 Uhr die diesjährige Haupt- Versammlung des Oberhesfischen Obstbauvereins mit nach«
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Amtlicher Heil.
Bekanntmachung.
Betreffend: Bau einer Brücke über die Lahn bei Ruttershausen.
Die Brücke über die Lah« bei RutterShauseu wird von heute ab für den Verkehr gesperrt.
Für den Fußgängerverkehr dient ein neben der Brücke aufgestellter Fußsteg.
Gießen, den 29. Mai 1901.
Großher^ogliches Kreisamt Gießen.
.v Bechtold.
schonen, bald Rivalitäten der Verbündeten abzulenken. Als Militär hat Graf Waldersee in China nicht eine dem Ruf eines Namens entsprechende Rolle zu spielen vermocht. Es lag nicht an ihm, oie Borerjagden — darin erschöpften sich naturgemäß die militärischen Aufgaben — hätten auch ohne ihn denselben Verlauf genommen, was er aber als Diplomat bei der Ausübung des Oberkommandos geleistet hat, das verdient volle Anerkennung. Infolge des Zurücktretens der militärischen Aufgaben ist gerade bei einer militärischen Autorität im Range des Grafen Waldersee der Wunsch verständlich bald in die Heimat Zurückkehren zu können. Er sprach, ihn schon in seinem Neujahrsbrief an seine Gemahlin aus, und in den fünf Monaten des neuen Jahres dürste der Wunsch: Raus aus China! beim Oberstkommandierenden wie beim letzten Trainsoldaten noch wesentlich»
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MMsche Tagesschau.
Die „Worms. Ztg “ ist in diesen Tagen ein Tummel« platz gewesen für die verschiedenen uattonalliberalen Schattir« nngen. Hie Heyl, hie Reinhart, heißt'S auf den verschiedenen Seiten. Die Redaktion der „toormf. Ztg." steht ganz im Banne des Herrn v. Heyl und Reinhart wird unausgesetzt von ihr angegriffen. Abg. Reinhart erklärt u. a. folgendes:
Trotzdem lege ich Mgen solche gehässige Mißdeutungen meiner Worte, wie sie nach den Aeußcrungm deS Herrn Fretbern» v. tz'yl tu Herrnsheim, allerdings nur von dritter Seite, unter Umstanden zu erwarten sein könnten, auch auf diesem Wege im Voraus nochmal« energisch Verwahrung ein. Auf die settmz deS Herrn ^retherrn v. Heyl zu Herrnsheim direkt und indirekt geübte Kritik meiner Kammer- thältgkett gehe ich nicht ein. Weder eine wohlwollende, noch eine tadelnde Beurteilung meiner THStigkeit in der Zweiten Kammer der Landstände seitens des Herrn Freiherrn v. Heyl zu Herrnsheim kann auch nur im Entferntesten die Ueberzeugung und das Bewußtsein bet mir wankend machen, daß ich jederzeit die Interessen meiner Vater« stabt und meiner Wähler nach Kräften gewahrt und vertreten habe. Ich darf die» wohl ruhig »uSsprechrn, ohne dabei furchten zu müssm, mir In den Augen meiner Mitbürger daS Odium de» „SelbstlodS zu verdienen. Ich habe in der allgemeinen Wähler Versammlung nur das besprochen, wozu ick mich verpflichtet sühlte, und ich werde vor der Ausübung meiner Pflicht auch in Zukunft ebensowenig zurück« schrecken, alS ich mir nie meine Rechte, von wem es auch immer sein möge, beeinträchtigen oder gar nehmen laffe.
Der Redakteur Herr Schaper sagt:
„Die ganze Kammerrede deS Herrn Reinhart war nicht« als ew Vorstoß gegen Herrn v. Heyl, und sie hat für unseren Reichstags« Wahlkreis die schwersten Gefahren heraufbeschworen." Ich kann diese Behauptung um so mehr als den Tb-tsachm nicht entsprechend be« zeichnen, alS ich durchaus nicht beabsichtigt oder bezweckt habe, mit meiner Kammerrede einen „Vorstoß" gegen den Herrn Freiherrn v. Heyl zu Herrnsheim zu unternehmen.
Nach langem Hin und Her ist nun in der „W. Ztg." folgende „Erklärung deS Vorstandes der nationalliberalen Partei zu Worms" erschienen:
Nachdem durch die von der Hauptversammlung des nationalliberalen Vereins am 24. Mai d. I. einstimmig beschlossene Erklärung festgestellt worden ist, daß Herr Landtagsabgeordneter Reinhart in seiner Koloffeums- rede am 18. Mai 1901 den Wünschen deS Vorstandes entsprechend die Mißdeutungen, welche durch seine Kammerrede vom 28. Februar d. I. heroorgerufen wurden, beseitigt hat und von der Hauptversammlung des nationalliberalen Vereins in Worret's Lokal das Vorgehen des Vorstandes bis dahin einstimmig gutgeheißen worden ist, erachtet der Vorstand des nationalliberalen Vereins zu Worms diese Auseinandersetzungen innerhalb der Partei als für erledigt. Nachdem dem Vorstand (dem auch Abg. Reinhart angehört. D. Red.) außerdem in der letzten Hauptversammlung einstimmig das Vertrauensvotum der Partei entgegengebracht worden ist, hält er es auch nach der gestrigen und heuttgen Erklärung des Herrn Abgeordneten Reinhart für seine Pflicht, mit Rücksicht auf die Partei und . das hiesige Bürgertum, auf keinerlei Erörterungen in der Presse weiter einzugehen.
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Waldersees Heimkehr.
Allgemein wie bei Wunsch: Raus aus China! ist die Befriedigung darüber, daß nun endlich ein Jahr nach dem Ausbruch der ersten Wirren ein erster Anfang zur Räumung des ungastlichen Landes durch, Auflösung des Oberkommandos auch seitens Deutschlands gemacht wird. Wir wollen beute nicht untersuchen, ob nicht das Oberkommando früher hätte abberufen werden können oder ob nicht das Oberkommando infolge des Abrückens der russischen und ameri- 'aNischen Truppen thatsächlich schon vor dem förmlichen Befehl zur Auflösung zu bestehen aufgehört hatte. Auch mag heute unerörtert bleiben, ob überhaupt jemals bei den verbündeten Truppen in Ostasien das deutsche Oberkommando voll zur Anerkennung gekommen ist. Darüber besteht aber wohl kein Zweifel, daß die militärischen Aufgaben, die dem Grafen Waldersee in China gestellt waren, federleicht wogen gegenüber den Schwierigkeiten, welche gerade dem' Oberstkommandierenden einer so vielsprachigen Truppe aus der Pflicht erwuchsen, bald nationale Empfindungen zu
Theater, Kunst und Wissenschaft.
— Art. Mari« Laue vom Leipziger Stabttheater, eine junge Dame von lieblicher Erscheinung und feinem Talent, ist an bas Stabttheater zu Frankfurt a. M. engagiert worben mit einer Jahresgage von 12 000 Mk. m .
— Aus bem Bureau beS Berliner Theaters zu Berlm wirb geschrieben: Da Björnson den lebhaften Wunsch ausgesprochen hat, ber ersten Vorstellung seines jüngsten Schauspiels .Laboremus persönlich beizuwohnen, zurzeit aber seine Heimat nicht verlassen kann, so hat sich bas Berliner Theater, in Uebereinstimmung mit bem Stuttgarter Hos- cheater dazu entschlossen, bie erste Aufführung von „Laboremus", zudem die Proben beretts begonnen hatten, auf den Beginn der nächsten Spielzeit zu verschieben.
— Eiu medizinisches Preisausschreiben wirb von bet Gesellschaft ber Aerzte in Wien bekannt gegeben. Es honbelt sich um ben ,on Dr. ©olbenberger gestifteten Preis von 2000 Kronen, ber diesmal für die beste Behandlung des Themas „Die infektiöse Natur der malignen Neubildungen" verliehen werden soll. An dem Wettbewerbe können sich Forscher sowohl auf Grund klinischer Beobachtungen als auch auf Grund anatomischer und mikrobiologischer Untersuchungen beteiligen Z-ugelasien ift jeder Arzt aus Oesterreich, Ungarn und Deutschland. Die Arbeiten müssen in deutscher Sprache verfaßt und bis spätestens 15. Ma, 1903 cn das Präsidium ber bezeichneten Gesellschaft mit einem Motto versehen tingefanbt werden. Daneben ist ein verschlossenes Kouvert emzuschicken, bas dasselbe Motto als Aufschrift trägt und Namen und Adresse des Autors enthält. Die Zuerkennung des Preises erfolgt in der Sitzung der Gesellschaft im Oktober 1903, die Ueberreichung am 28. Oktober, bem «Sterbetage bes Stifters. Hat die preisgekrönte Arbeit mehr als einen Verfasser, so kann ber Preis zu gleichen Teilen geteilt werden.
Ueber de« «e«e« Akkumulator vou Edison bringt ber Pariser „ßlectricien- bie ersten ausführlichen Nachrichten, bie er jeboch zugleich einer scharfen Kritik unterzieht. Darnach würben bie neuen Ar- Netten Edisons sich in ber Richtung bewegt haben, bie schon von den Er« ffinbungen ber französischen Techniker Lalande und Chaveron angebahnt würben, und sein Akkumulator wäre eine Veränderung bes Apparats, auf Sen schon im Mai 1887 bem Physiker Desmazures em Patent gegeben ■jurbe? Die negative Elektrobe, b. h. bet positive Pol des Elements, be- Lebt aus Kupfersuboxyd ober rotem Oxyb, bie positive Elektrode aus iabmium an Stelle von Zink, das bei dem Akkumulator von Desmazures verwandt wurde. Als elekttolyttsche Flüssigkeit wird eine Lauge von Aetznatron benutzt. Die elekttomotorische Kraft würde 0,44 sein, also wenig mehr als em Fünftel derjenigen des Bleiakkmmüators und die Kälste derjenigen des Akkumulators von Desmazures. Diesen Wert be-
Friedberg.
Antrag des Direktor Dr. v. Peter-Friedberg betreffend Anlage von Remisen zum Vogelschutz gelegentlich der Feldbereiniguugen.
Vortrag über den Krebs der Aepfelbäume von Professor Reichelt-Friedberg.
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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