Ausgabe 
1.5.1901 Zweites Blatt
 
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dem Vorsitz des Ober- rrmstadt fand gestern hier chen Finanzbeawten. >n umfaßten im Wesend n Safcungtn, Erstattung htS, Koufiituirung eine» ndung eine- eigenen Ver« r Staat-ichMuchfthrer . - In den WerkstLtte« TeutralmuseumS hin i deutschen Kronprinzen eine Nachbildung der ro Mer Waffen httgeM Stmaffnwig bis mi werden unb btn Durstes t, oor^gen unb ist °ach ttHungtn verbflrgtenltt mengesttlll. - beifällig ischeeentralnluseum,nach 19 W Nnorweru. ö°

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thüre und drangen von hier auS in de» Laden. Die ge- stodlenen goldenen und silbernen Herren und Damenuhren, Brachen und Ringe repräsentieren einen Wert vou etwa 10000 Mk. Außerdem wurde auch die Ladenkaffe erbrochen und dal aus der Betrag vou etwa 300 Mk. gestohlen. Von den Thätern fehlt vorerst jede Spur. Der Schaden ist an nähernd durch Versicherung gedeckt.

Kleine Mitteilungen «ul Hessen und den Nachbarstaaten. In Dollar fand am Sonntag eine Handwerkerversammlong statt, in der der Handwerkerkammersekretär Heinzenberg über Zweck, Ziel und Bestrebung der Kammer sprach. ES meldeten sich mehrere Handwerker znm Beitritt. In Werdorf ist kürzlich ein Handwerkerverein für die Bürgermeisterei Aßlar gegründet worden. Bei den letzten schweren Gewittern schlug der Blitz in den Kirchturm zu Düdelsheim, ohne zu zllnden, ein. DaS Dachwerk wurde beschädigt.

Vermischtes.

* B e r l i n , 29. April. Das 1. Geschwader, bestehend aus den LinienschiffenBaden",Sachsen",Württemberg" und den KreuzernVictoria Louise",Freya" undJagd", sind in Apenrade eingetrvffen. S. M. S.Zielen" ist: am 26. April in Christiansand eingetroffen und beabsichtigt, am 29. April von dort wieder in See zu gehen. S. M. S. Rhein" ist am 26. April in Flensburg eingetrofsen und beabsichtigt, am 3. Mai die Reise fvrtzusetzen. S. M. S. Blücher" und S. M. Tpdbte.D 3" undS 94" sind« am 27. April zur Vornahme von Torpedoschießübungen von Kiel nach Flensburg in See gegangen und S. M. S. Blücher" sowie S. M. Tpdbt.S 34" an diesem Tage bort eingetroffen.

* Berlin, 29. April. Ter vor längerer Zeit auf der Feldmark Heist bei Uebersen ermordet aufgefundene Mann, dessen Körper eine große Anzahl Tätowierungen aufwies, ist von der Berliner Kriminalpolizei als der am 15. November 1871 in Kollnischken, Kreis Goldap, geborene Franz G a y d i e s festgestellt worden.

* Kronprinzen-Erziehung. An seinenFreund Philipp Zorn" in Bonn richtet Felix Dahn gelegentlich der Immatrikulierung des Kronprinzen nachstehende Worte:

Den fünftge» Herrscher sollst im Recht Du unter­richten: Bon seinen Rechten kurz, lang sprich von seinen Pflichten! Hamburg, 29. April. (Hamburg-Amerika-Linie.) Patricia" 27. April 3 Nm. v. New-York über Plymouth und Eherburg n. Hamburg abgeg.Sicilia" 28. April in Genua angek.Prinzessin Victoria' Luise" 27. April 1 Nm. v. Algier abgeg.Croatta" v. Hamburg n. West­indien 27. April abds. in Antwerpen angek.Valencia" 27. April v. St. Thomas über Havre n. Hamburg abgeg. Calabria" 26. April v. Newport News abgeg.Granaria" 27. April 8 Mrgs. in New-Orleans angek.Acilia" v. Baltt- more n. Hamburg 28. April 5.45 Mrgs. Lizard passiert. Bosnia" 27. April 2 Nm. v. Baltimore n. Hamburg abgeg. Drumelzier" 28. April 6 Vm. v. Portland (Maine) n. Hamburg abgeg.Drumgarth" 29. April,Skyros" 27. »lpril undBolivia" 28. April in Hamburg angek.Dacia" 27. April v. Rio de Janeiro n. Hamburg abgeg.Sevilla" v. Hamburg n. d. La Plata 29. April 5.15 Mrgs. Cuxhaven passiert.Heimfeld" 28. April v. Buenos Aires n. Ham-! Ourg abgeg.Saxonia" 28. April 8 Mrgs. v. Yokohama abgeg.Hamburg" 26. April in Aden angek.Serbia" 38. April in Singapore angek.

* Ludwigshafen, 29. April. Die Bewohner des Mundenheimer Stadtteils waren monatelang in Angst pnd schrecken versetzt worden durch einen Buben, den man Jack den Aufschlitzer" nannte und der ab und zu von sich und seinen traurigen Thaten hören ließ, dieser gefährliche Mensch scheint endlich von unserer Kriminalpolizei gefangen worden zu sein. Eine Polizerpatrouille, die gestern abend unter Führung des Polizeikommissars im Mundenheimer Viertel eine Streife unternahm, beobachtete ein verdächtiges Individuum, das lauernd an der Böschung lag und das osfenstehende Messer in der Hand hielt. Wie es heißt, soll kurz vorher eine Frau angefallen und durch einen Messer­stich in den Unterleib schwer verletzt worden sein. Ter Veberraschte wurde festgenommen und in der Polizeiwache einem Verhör unterzogen. Er wurde dabei als der 25 Jahre alte, in der Werkstätte der Pfälzischen Eisenbahn beschäftigte Vorarbeiter Ludwig Graf aus Mundenheim ermittelt und auf dringendes Vorhalten soll er auch einige Fälle eingestanden haben. Graf, der kurz vor der Hochzeit stand, dürfte nur darum der Festnahme so lange ent­gangen sein, weil er als Bahnbediensteter sich nach ge­schehener That auf den Bahnkörper oder auf das Gelände des Rangierbahnhofes begeben konnte, wo natürlich niemand den Messerhelden vermutete und suchte. Einen Grund für sein Treiben vermochte er nicht anzugeben, trotzdem spricht 8er Augenschein dagegen, daß Graf etwa geistesgestört sei. Der Verbrecher wurde heute früh in das Untetsuchungs- .gefängnis nach Frankenthal verbracht. Das Wolffsche Depeschenbüreau weiß über die Verhaftung zu melden: Trotzdem vor einigen Wochen ein gewisser Viehtreiber Damian als der berüchtigte Aufschlitzer verhaftet worden «ar, nahmen die Unthaten doch ihren Fortgang. Gestern gelang es zwei als Mädchen verkleideten Kriminalbeamten, den wirklichen Thäter auf frischer That festzunehmen. Er lag dort mit gezücktem Messer auf der Lauer. Einem der Schutzleute gelang es, ihm sofort das Messer zu entwinden und dingfest zu machen. Damian wurde f. Z. nur verhaftet, um die Gemüter der hiesigen Bürgerschaft zu beruhigen. Damian konnte nur eines yrotzuchtsverbrechens überführt werden. Es mag dahin gestellt sein, ob diese letztere An- nähme zutreffend ist oder nicht."

London, 29. April. Der Hamburger Dampfer Bielefeld" ist in Sidney eingetroffen und meldet, an Bord sei Feuer ausgebrochen. Seine Ladung sei be- |d)äbigt £

* Cannes, 29. April. In dem Torfe St. yeau, tu welchem sechs Batterien Arttllerie, die zu Schießübungen ausgerückt waren, Kantonnementquartier bezogen hatten, brach in der vergangenen Nacht Feuer aus. Acht Sol­daten kamen um, mehrere wurden verletzt.

* Wien, 29. April. DieNeue Freie Presse" meldet aus Bukarest: Einer der größten Rheder und Ge­treide-Exporteure in Braila, Carnevali hat sich «r fcho s s e n. Seine unbeglichenen Differenzen werden auf

5 Millionen Francs geschätzt. In Braila und Bukarest herrscht große Erregung.

* Von einer tragikomischen Skatpartie wird folgendes geschrieben: Tret größere Landwirte aus dev Umgebung Warburgs sitzen vor einigen Tagen abends in einem Marburger Hotel beim gemütlichen Skat. An einem Nebentsich hatten einige Fremde Platz genommen. Einer von diesen tritt plötzlich an den Agrariertisch, stellt sich als früheren Kollegen und jetzigen General-Agenten einer Versicljerungsgesellschaft vor und bittet, sich anschließen zu dürfen. Ties wird zugegebeü, wobei man Herrn M. aus die Höhe des Spiels, die Spielregeln u. s. w. besonders aufmerksam macht. Mit den Worten seinerseits:Die Höhe ist mir ganz gleichgiltig", beginnt das Spiel zu vieren. Herrn M. scheint jedoch Fortuna konsequent den Rücken kehren zu wlollen, und um dem Herrn Gelegenheit zu geben, sich zu erholen, wird die Partie länger ausgedehnt als beabsichtigt war. Nachdem endlich die üblichen drei Stunden abgedroschen sind, kommt die Abrechnung und mit ihr die Tragik. Der Herr Generalagent weigert sich zu zahlen und bietet ein Zehntel des verlorenen Betrages. Darauf empörte Gesichter! Die drei Herren bemerken ihm, gewissen Stamme nicht anzugehören, auch habe er sich der Gesellschaft aufgedrungcn, man habe ihn nicht animiert zu spielen, habe ihn auf die Höhe des Spiels wiederholt aufmerksam gemacht u. s. w. Herr M. springt auf, wird grob, erklärt: überhaupt nicht zu zahlen, spricht von agrari­schen Unversckstimtheiten und wirft in der schleunigsten Rückwärtskonzentrierung den Herren höchst beleidigende Aeußerungen zu. Leider, verschwand er darauf so rasch aus der Thüre zur Treppe hinauf, daß trotz allerFixigkeit" nicht einmal der Zipfel seines Rockes zu fassen war. Ter Wirt, welcher bereits sanft in Morpheus Armen ruhte, wurde aus seinen süßen Träumen über die herrlichen goldenen Zeiten aufgeweckt. Sichtlich echauffiert erscheint er. Nachdem die Sache klargelegt, wird ihm folgendes erklärt: Entweder Herr M. wird sofort an die Luft gesetzt, oder wir betreten Ihr Hotel nicht wieder. Ter Hotelbesitzer begiebt sich mit dem Oberkellner zu M., nach einigen Minuten erscheint der Oberkellner mit einem blauen Lappen zum Regulieren der Spielschuld. Tas Geld wird energisch zurückgewiesen und der Oberkellner mit dem Auftrag zurückgesandt: Herr M. müsse umgehend persönlich bei jedem der Herren sich entschuldigen, daun wolle man den verlorenen Betrag an­nehmen, um ihn zu einem guten Zweck zu verwenden; die Herren selbst verrichteten auf das Geld. Nach einigen Minuten exscheint der Herr General-Agent, bleich, mit chlotternden Knien. Entschuldigende Worte stammelnd, überreicht er den verlorenen Betrag. Nachdem ihm einige verbindliche und liebenswürdige Worte gesagt, auch ein ur­wüchsiges deutsches Donnerwetter dazwischen gefahren war, wurde der Mann entlassen. Ter Betrag aber wurde dem landwirtschaftlichen Kreisverein überwiesen, um bei der im Juni stattfindenoen Tierschau Verwendung zu finden.

Uniorrsitäts Nachrichten.

Budapest, 29. April. An der Universität kam es heute neuer­dings zu Demonstrationen und Skandalszenen. Mehrere hundert Hörer drangen heute in den Lehrsaal des Profeffor Pickle r ein, dem eine Hörer heute eine Vertrauenskundgebung überreichen wollten. Zwischen liberalen und klerikalen Studenten kam es zu Thätlichkeiten, wobei mehrere Studenten verletzt wurden. Infolge des Skandals wurden die Vorlesungen an der Universität vorläufig neuerdings eingestellt. Doch erklärte der Ministerpräsident, der Unterrichtsminister werde in der Uni­versität gründliche Ordnung schaffen. Der Jurist Koepoesdy, der durch eine im Lehrsaale an Profeffor Pickler gerichtete Anfrage den ganzen Skandal verschuldete, erschien heute in der Wohnung Picklers, um ihn, da er eingesehen, dah er irregeführt worden sei, um Verzeihung zu bitten. Er könne jedoch jene, die ihn zu seinem Auftreten veranlaßten, nicht nennen. Infolge der Vorfälle an den Universitäten sind 21 Heraus - orderungen zum Duell erfolgt. Profeffor Pickler soll sich in ziemlicher Schärfe wiederholt gegen klerikale Bestrebungen ausgesprochen haben, was einen TeU seiner Hörerschaft erheblich erbittert hat.

Kunst und Wissenschaft.

Aus Frankfurt schreibt man uns: In der soeben eröffneten Mai-Ausstellung der neuen Hermes'schen Ge­mälde-Sälen Frankfurts a. M., Götheeck, beim Opernplatz, ind mit Sonoerausstellungen vertteten die beiden Vene­zianer Guglielmo und Beppe Ciardi mit 17 resp. 12 Gemälden und Asca n Lutteroth, Hamburg mit 11 Aquarellen und Oelbildern. Neue Werke sandten außer­dem F v. Lenbach, Keller-Reutlingen, G. Schön­leber, L. v. Löfftz, Max Liebermann, und A. von Menzel. Bon Max Klinger ist dessen Broncegruppe Tanzende Mädchen" ausgestellt, von Emile Galle- Nancy eine Kollektion dessen neuester Erzeugnisse in Möbeln und Kunstgläsern. Eine ausgewählte Anzahl an­derer Meisterwerke vervollständigt in gewohnter Weise die reichhaltige Sammlung.

Mteratur.

em. Tie 6. Lieferung des im Verlag von C. Bertels­mann in Gütersloh erscheinenden WerkesTie Deutsche 'Nationalliteratur der Neuzeit" von Karl Barthel (10. Auflage neubearbeitet und fortgesetzt von Max Vorberg. 1.50 Mk.) bringt zunächst den Schluß des AbschnittesDer Roman", in dem Gottfried Keller, Ernst von Wildenbruch und Marie von Ebener-Eschenbach ausführlicher behandelt sind. Es folgen dann die KapitelDie Bolksschriftsteller und Tialektdichter",Die epischen Versuche" undDie Mo­dernen". Tas auf ftreng protestantisch^kirchlichem Boden stehende Werk wird für jedermann dadurch zu einer unter­haltenden Lektüre, daß besonders von den größeren Ticht- ungen in den anregend geschriebenen Text Proben ein­geflochten werden. Von den Tralektdichtern nehmen mit Recht Klaus Groth, Fritz Reuter und Peter Rosegger, von den Epikern Christian Friedrich Scherenberg, Wilhelm Jor­dan und Robert H>amerling den brettesten Raum ein. Tas Buch sei wiederholt bestens empfohlen.

Spott.

Jetzt, wo der Radler sein Stahlroß wieder für weitere Außflüge in Stand setzt, .sei auf die ,Rad»Rundfahrten in Deutschland. Führer für »ndfahrer, mit Karlen und Illustrationen' iBerlag von Franz Ebhardt L Co., Berlins. 60, Schaperstrrße 6) hingewiesen. Das groß angelegte Werk ist auf dem sehr verständigen Gedanken ge­gründet, daß der richtige Wanderfahrer, wie ja auch der Tourist es thut, sich ein bestimmtes, abgeschlossenes und nicht zu großes Gebiet auswählen und dieses nach einem gut ausgearbeiteten Plaue beressea sollte. Dem­gemäß ist das Werk, das sich über ganz Deutschland erstrecken wird, in

einzelne Bände zerlegt, welche die beliebtesten Touristen.Gegenden, also u. a. die Mosel, Taunus, Odenwald, Main behandeln. Die öaupttouren find sehr zweckmäßig angelegt und berühren alle sehenswerten Punkte. Als außerordentlich praktisch bewährt sich die Art der Darstellung in geschloffenen .Rundfahrten" mit zahlreichen VerbindungS- und Anschluß« routen, Abstechern und Ausflügen. Denn auf diese Weise wird eine zu« sammmhängende Schilderung ermöglicht, in die sich auch derjenige, Dank der übersichtlichen Anordnung deS Druckes, schnell hineinfindet, der die Fahrt an einem beliebigen Punkte beginnen will oder der überhaupt lieber eigene Touren zusammenstellt. Die vielen Karten, Stadtpläne, Ent- f-rnungs.Tabellen u. s. w. enthalten alle« für den Radler touttsttsch Wissenswerte, während die sorgfältige Angabe der Sehenswürdigkeiten und der geschichtlichen und geographischen Daten dazu anregt, da» Reise- geblet auch in anderer als blos landschaftlicher Beziehung kennen zu lernen. Zahlreiche Illustrationen schmücken die Bändchen, deren Preis bei der guten Ausstattung niedrig ist (durchschnitllich Mk. 1,50). Alle Buch« Handlungen führen die Bücher.

Gerichtssaat.

Darmstadt, 28. April. Gestern verbandelte die Strafkammer gegen den Lokomotivführer Heinrich Feller aus Nokad und den HtlsS- warter Valentin Nack von Heppenheim wegen fahrlSsftger Körper­verletzung, weil F. am 28. Juli v. I. aus der Station Heppenheim den Bahnhosarbetter Schmuttermaier von da übersubr, fodah derselbe fein rechtes Bein verlor. F. hatte da« Hauptgeleise benutzt, um zu dem Wafferblock zu fahren, obwohl dies nach den Bestimmungen ver­boten war N. hatte die Weiche bierzu gestellt. Aus der Verhand­lung ergab sich, daß die Stations-Vorschriften für das Fahrpersonal nicht genau genug sind, so baß F. schon früher ohne weiteres dasselbe Geleis benutzt hatte, ohne daß es gerügt worden wäre. Beide wurden auch nach langer Verhandlung sretgrfprochen, obwohl der Staats­anwalt von ihrer Schuld überzeugt war und die Befirasung beantragt batte.

Kandwittschast.

Mainz, 29. April. Pferdezucht-Vereinigung. Auf Ein­ladung bedeutender Pferdezüchter unserer Provinz hat hier eine Ver­sammlung von Pferdezüchtern stattgefunden; nach einer eingehenden Be­ratung wurde eineZüchtervereinigung zur Retnzucht des rheinisch- belgischen Pferdes" gegründet. Al» Vorsitzender des Vereins wurde Herr Otto Dettweiler in Wintersheim gewählt; den Verhandlungen wohnle das Vorstandsmitglied des LandeSpferdezuchtvereins, Herr Rittmeister a. D. Nägele-Darmstadt, bei.

Handel und Verkehr. Uoikswittschast.

fo. Frankfurt a. M., 29. April. Dividenden. Akkumulatoren- Werke System Pollak 7 Proz. (t. V. 8 Proz.); Frankfurter Aktiengesell« schäft für Rhein- und Main-Schifffahrt, Frankfurt a. M.: Dividenden­vorschlag 5 Proz. (i. V. 5 Proz.).

FamilienNachrichtcn.

Gestorben r Sanitätsrat Dr. Adolf Jost in Kirtorf.

Neueste Meldungen.

(Telephon-Meldungen desGießener Anzeigers".)

W. Bremen, 30. April, 1 Uhr 45 Min. Die Rettungs station Norderney rettete sieben Personen des deutschen SchiffesFriede".

Elberfeld, 29. April. In der heutigen Sitzung des Militärbefreiungsprozesses wurde gegen die An­geklagten Weyersberg, Eickenscheidt und Stern verhandelt. Alle drei sind seinerzeit von Dr. Schimmel bei der General- Musterung für dienstuntauglich erklärt worden. Die Ange­klagten behaupten, durch Zufall zu den Generalmusterungen gekommen zu sein, und mit Baumann nicht in Verbindung gestanden zu haben. Tie Generalärzte erklären auf Be- ragen des Ersten Staatsanwalts, wenn Tr. Schimmel am 21. April zur Generäl-Musterung kommandiert worden sei, könne dies Weyersberg am 24. April, als er sich polizeilich nach Halberstadt abmeldete, durch das Bureaupersonal er­fahren haben. Ob ein Vertrauensbruch begangen worden sei, sei schwer zu sagen.

Wien, 30. April. (Von einem Privatkorrespondenten). DaS Präsidium und der Ausschuß der Wiener Advokaten­kammer legten heute ihre Mandate nieder, weil die Kammer den vom Justizministerium ausgearbeiteten Advokaten- Taris für schädigend und beleidigend erachtete.

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rank fort, den 30. April. Kreditaktien ..... 215.30

Diskonto-Kommandit . . 191.00 Darmstadter Bank . . . 184.39 Dresdener Bank .... 149.00 Berliner Handelsges. . . 154.10 Oesterr. Staatsbahn . .147.00 Gotthardbahn .... 160.80 Laurahatte.....212 25

Bochum ...... 198 00 Harpener...... 179 25

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Meteorologische Beobachtungen

* der Station Gietzerr.

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