r bit ftuDD* ^!6 gleich,
« 1901.
J? ^ttieb Wen.
'»der Stabt x9 ültenbem er ®tabt ein- : tviirdrn bit le anlchlitßtn C Frühzug
tvurde fast tnfiraße und t ein Schuß« 1 M tarn ch tnutbt bet >1 lag bit 2a* ie aufgetancht, eibt, bit den erhLnschtn. geteilt, et habe r Goethestrafl : Thtmometet ^feeren Snaben fte am Platzt einer Anzahl Beamten am» >en (fünf an irstWnst btn oit noch, daß
Raufern bet itten gemotfen
wie wit hüten, lOjährigen na. Die Ziele lereine deutscher gipfeln - l» nationalen ®e< chtnJntttefftn, aüfstn. Haupi- filr nationalt ibern, sowie bit lßtstinS in bet Initiative des ng bit btfannit unbcftrtitbaui bit allgemein bttz j als freiwillige ie beS Vertins ttn nur an den nationalgestnnten seiner besonderen ubenten oftmals : auf bet W ugenblicklich den >n Studierenden
ereinc sind looi ; Die von dem x Stiftungsfeste-
„Linhorn" M ittichster Veteck' Verlauf entgegen- eit einigen T°g^ dusmellen un^ c erhalten haben, )en soll ■SÄg- ... »»»A
®8t am ®o««la» S«* —
«srt*
«i «K rt* u«b Ä Mf* W WVto< t *
Oi«"
•Ä>
Kitteratur, Wissenschaft und Kunst
Kowpofittoren enthalten.
transportiert.
• Brüssel, 30. Jan. Die Ermordung des Gouverneurs der belgischen Provinz Luxemburg. Orban de livry, durch einen Wahnsinnigen, die wir ■ bereits kurz meldeten, bildet in ihrer grausigen Einfachheit, möchte man saft sagen, wiederum einen Beweis für die lächerliche Nachsicht, die man scheinbar gebesserten oder gar als geheilt entlassenen Irrsinnigen allgemein entgegen zu bringen Pflegt. Der Mörder Schneider, der einer geachteten I Familie von Arlon angehört, war ein musterhafter Beamter. Aus diesem Grunde wollte ihm der Gouverneur, als Schneider |üor drei Monaten wegen häufiger «geistiger Abwesenheit" I um seine Entlassung bat, eine solche nicht erteilen, statt dessen nur einen dreimonatigen Urlaub zur Wiederherfiellung seiner Gesundheit. Dieser Urlaub war am Samstag abgelaufen. Jean Schneider wollte durchaus den Gouverneur selbst sprechen und diesen nochmals um seine endgiltige Entlassung bitten. Obwohl man im Regierungsgebäude wußte, daß Schneiders I Zustand schlimmer geworden war, und man auch wußte, daß er dem Vetter und Privatsekretär des Gouverneurs Orban de Xivry, Bribosia, erst vor kurzem den Tod angedroht hatte, ließ mau den Wahnsinnigen vor, wenn auch in Begleitung des Schreibers Michaels. Als die Unterredung mit dem Gouverneur zu Ende war, der wiederum wie ein Vater zu Schneider gesprochen und ihm gütlich zugeredet hatte, mit seinem Abschiedsgesuch noch zu warten, drehte sich^ Schneider auf der Schwelle um, zog einen Revolver heraus und schoß den ihm dicht folgenden Gouverneur zweimal in die Brust. Michaels, von Entsetzen gepackt, schrie um Hilfe I und der Irre benutzte diesen Augenblick, um sich in den Kopf I zu schießen. Er starb auf der Stelle, während der Gouver« neur, den drei herbeigeholte Aerzte nicht mehr zu retten vermochten, sich noch fast zwei Stunden quälen mußte, bis ihn der Tod von seinen Leiden erlöste. Als ihm zum letzten Male das Bewußtsein zurückkehrte, vergab er mit lauter
Stimme seinem Mörder.
* Innsbruck, 30. Jan. Der Achensee ist nun auch! zugefroren, die Bauern schaffen Streu und Holz auf Schlitten über denselben und an Sonntagen wird dem Eissport eifrig gehuldigt. Der Weg vom Achensee über das Plnmserjoch nach der Hinterrichs war infolge der günstigen Witterung bisher noch immer gut gangbar. Vor Kurzem besuchten fünf Münchner Herren die Erfurter Hütte, wo cs ihnen bei dem prächtigen Wetter so gut gefiel, daß sie mehrere
teil. Zwei Stunden ging sie umher, plauderte mit den einfachen Besuchern des Lokals und entzückte alle durch ihre Liebenswürdigkeit.
Hof" eine Versammlung zur Bildung von Ausschüffen für, die bevorstehende Generalversammlung des LandeS-I gewerbevereins und Ausstellung der SchülerarbeitenI und Gesellenstücke statt. ES waren ungesähr 40 Herren aus allen Kreisen der Bürgerschaft erschienen. Der Vorsitzende, Glasermeister Scherfs, bat um Unterstützung aller Anwesenden bei dem für die Geschichte unserer Vaterstadt so wichtigen Vorhaben. Spenglermeister Walz legte noch einmal die Gründe dar, aus denen man den Plan, eine Gewerbe Ausstellung zu veranstalten, fallen gelassen hat. Auf Antrag des Herrn Jhring jun. werden gewählt: Als Vorsitzender! Scherff, als Stellvertreter Walz, Schriftführer Alt, Kassier Ehambre. Bei der Bildung des Finanzausschusses wurde Herr Chambre als Präsident gewählt, als Beisitzer die Herren Jhring, Förster, Schmidt, Hrch. Goldschmidt, Oßwald, Volz, Nikolaus Der Ausstellungsausschuß wird gebildet aus den Herren Bauinspektor Schön (Vorsitzender), Straßenmeister Braun, Geometer Bischof, Schieferstein, Hrch. Uhrhan, Pauli, Reger, Fuhr, Schmidt, Schöne, Stengler, Zrmmer, Schwenk, Vater, Dietz, Hermann. In den Wirtschaftsausschuß wurden gewählt die Herren Jhring sen. (Vorsitzender), Albach, Jung/ Jakob und August, Machalett. Frost, Eise. Als Empfangs- auSschuß sollen der Zentralausschuß und die Präsidenten der Ausschüsse, außerdem die Herren Fuhr, Frost, Förster, Zimmer, Volz, Uhrhan, Pauli, Eise fungieren.
-k Mainz, 30. Jan. Gelegentlich der in Düsseldorf im Jahre 1902 stattfindenden Ausstellung beabsichtigen die hervorragenderen Weinproduzenten Rheinheffens, sich in umfangreicher Weise durch eine gemeinsame Sonder- auSstellung rheinhessischer Weine zu beteiligen. Die vorbereitenden Schritte find schon geschehen, damit aus
Muster; nur mit größtem Widerstreben riß sie sich von ihren Kleinen los, um ihre Pflichten in der Gesellschaft zu erfüllen. Nach dem Diner verschwand sie regelmäßig, um die Kinderstube aufzusuchen. Die Königin hat ihren Haushalt stets persönlich beaufsichtigt. In Norfolk interessierte sie sich besonders für ihre dNnstermilchwirtfchaft. Tas Milchzimmer ist mit glasierten Ziegeln ausgelegt, und an drei Seiten desselben stehen große Marmortische für die Milchschalen. Die Königin liebt die Tiere sehr, besonders die Hunde, und jahrelang stand ein alter Papagei unter ihrem besonderen Schutze. Die Königin ist eine gute Reiterin; dem Radsport huldigt sie nicht, während ihre Töchter ihm gern obliegen. In ihrer Lektüre ist sie sehr wählerisch. Viele gute Romane und Biographien haben ihren Weg nach Sandringham gefunden, aber mit den Tendenzen der neuesten Litteratur kann sie sich nicht befreunden. Besonders liebt sie Geschichten, die die häuslichen Tugenden illustrieren, denn sie glaubt, daß „das Haus die Einheit der (Sioüi)ation" ist. In der Unterhaltung ist die Königin infolge einer ge*| wissen Nervosität etwas zurückhaltend, in Gegenwart guter । Freunde jedoch ganz reizend. In London muß sie sich natürlich bei ihren Ausgängen mehr Zurückhaltung auferlegen, doch ist es ihr auch dort gelungen, manchmal mit ihren Töchtern unbemerkt Einkäufe zu machen. Die Londoner Krankenhäuser und Wohlthätigkeitsanstalten kennen die Königin gut, besonders das Alexandra-Hospital für Kinder und das Heim für unheilbar kranke Kinder. Oft bringt sie bei ihren Besuchen den Kinbeni Spielzeug mit. Natür- llich kann sich die Königin infolge ihrer Stellung nicht
erlesene Produkte nach Düsseldorf kommen.
Wetzlar, 30. Jan. In der Reiskirchener Tot- schlagsaffaire fand am 29. ds. Mts. die gerichtliche Totenschau und Obduktion der Leiche des erschlagenen Wirts Karl Lehnhardt statt. Nach den „W. Nachr." ergab die Sektion die Durchschlagung der Haupthohlvene, sodaß sich Blut in die Brusthöhle ergossen hat und Lehnhardt sonach an innerer Verblutung gestdrben ist. Der Stich, den Lehn werbt erhalten hat. war unbedingt tötlich und muß mit großer Wucht gefügt! worben sein. Der Thäter wat zur Leichenschau an Ort unb Stelle transportiert worden. Der^ Erschlagene war erst 27 Jahre alt und hinterläßt eine Frau mit zwei Kindern im Alter von 1 und 2«/2 Jahren.
•* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In der Generalversammlung des Vereins Mainzer Kaufleute machte der Vorsitzende, LandtagSabg. Molthan, die Mitteilung, daß der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft die Konzession zur Erbauung einer Kleinbahn Hochheim a. M. -Kastel erteilt worben sei. Eine Ausführung bieser Bahn von Hochheim ins blaue Länbchen fei vorgesehen. — Die Mainzer Stadtverordneten .beschlossen, einer Gesellschaft, die eine Anstalt für physikalische Therapie hier errichten will, finanziell entgegenzukommen. — Herr Heinrich Heimbach, Chef der bekannten Rohtabakfirma in Frankfurt a. M., ist am Montag, im kaum vollendeten 50. Lebensjahr verschieden.
besitzer in Schlesien. Es besitzen nämlich mehr als er: Fürst z Pleß mit 46 500 Hektar, Herzog von Ratibor 32 750, Herzog von Ujeft 35 250, Graf Schaffgotfch-Warmbrunn 30000, Graf Arnim-Muskau 31250, die Stadt Görlitz 36250, Herzog von Sagan 23551, Prinz Hohenlohe-Jngelfingen 25450, Fürst Stolberg-Wernigerode 25422 Hektar. Erst nach diesen kommt Fürst von Donnersmarck mit, wie erwähnt, 22 750 Hektar. Nach ihm folgt das königl. preußische HauS- sideikommis mit 21882 Hektar, der König von Sachsen (Fürstentum OelS und Herrschaft Gutentag) 21198, Prinz Biron 15000, Fürst Carolath-Beuthen 14607, Graf Hugo Henckel Naklo 14386, Graf Thiele-Winkler 13420, Herzog Günther von Schleswig 12898, Prinz Albrecht von Preußen 12612, Graf Maltzahn-Mielitsch 10650 Hektar. Damit find die Besitzer von mehr als 10000 Hektar erschöpft. Erwähnenswert ist auch der Besitz beS preußischen Staates in Schlesien: der Domänenfiskus hat 23200, der Forstfiskus gar 159994 Hektar.
" Hamburg, 30. Jan. Der bei Cuxhaven gestrandete Dampfer „Sommerfeld" hat den Hinter-
Vermischtes.
• Zur Ermordung des Rittmeister v. Krosigk wird aus Gumbinnen gemeldet, daß ein Unteroffizier bet Schwadron des Ermordeten schwer belastet ist; er soll nicht nachweisen können, wo er während der Mordthat sich aufgehalten hat. Der Erschaffene stand, wie bestimmt verlautet, unmittelbar vor seiner Versetzung; er sollte in das Leib-Gardehusaren- Regirnent nach Potsdam kommen. Am Freitagnachmittag sand die Leichenfeier für den Dahingeschiedenen unb die Ueberführung der Leiche nach dem Bahnhof mit militärischem Gepränge statt.
* Latifundien in Schlesien. Hebet den Fürsten Guido Henckel von Donnersmarck wird mitgeteilt, baß sein Grundbesitz in Schlesien nicht weniger als 22 750 Hektar beträgt, also eine Größe erreicht, wie sie im Westen unb ©üben DeutschlanbS kaum erhört ist. Uebrigend ist bet schlesische Besitz nicht der einzige beS neuen Fürsten von Donnersmarck. Et besitzt auch große Gütet in Rußland unb Galizien. Et ist Erbhett bet Fibeikowmishettschaften Tatnowitz-Neubeck, Zyglin, KoSlowgora unb Alt Tarnowitz im Kreis Beuchen, Lubschan unb Woifchnik im Kreis Lublinitz. ferner der Allodialgütet Reptem, Kamin, Chropaczow, I ©chwientochlowitz, Mikultschütz, Heybuck, Mokoschan, Stollarzo- witz und Gtzybowitz tm Kreis Beuten in Obetschlesien, ferner der Statostei Klobucko mit den Schlüsseln Wtzenczieza, Zagorze, Kocin und Ostrow, sowie der Gütet Tabkowice unb Dobietzowice in Russisch Polen unb bet Herrschaft Lipowice in Galizien. Der Besitz in Oberschlesien ist besonberS wertvoll burch die Kohlengruben, Erzgruben und industriellen Werke, welche sich auf ihnen befinden. Aber trotz diesem gewaltigen Besitz ist Fürst von Donnersmarck noch keineswegs der größte Grund-
UmoersiMs Nachrichten.
Berlin, 31. Jan. Professor Dernburg ist heute aus der Klinik entlassen worden. Der Zustand des greisen Gelehrten ist Verhältnis» mäßig zufriedenstellend.
an allen Wohlthätigkeiisanstalten bethätigcn, aber sie Hilst dann, ohne daß ihr Name genannt wird, durch ihr befreundete D-amen. Ihre Korrespondenz überwacht die Königin persönlich und sorgt, daß jeder Brief angemessen beantwortet wird. Ihre Hofdamen könnten manche rührende Geschichte davon erzählen, wie sie den^Armen und Betrübten sich als Freundin erwiesen hat. So sorgte sie beim Krönungsjubiläum für einen Unterstützungsfonds, und stattete während des jetzigen Sieges das Lazarettschiff „Prinzeß of Wales" aus. Erst unlängst hat Sir Thomas > Lipton unter ihrer Oberaussicht ein Restaurant für die ar beitenden Klassen Londons eröffnet, wo ein gut gekochtes! Mittagsbrot aus drei Gängen für vicreinhalben Pence geliefert wird. Wenige Tage nach der Eröffnung kamen der Prinz und die Prinzessin von Wales, lösten wie andere ^nden ein Billct und nahmen an der einfachen Mahlzeit
Gerichtssaal.
§ Rockenberg (Wetterau), 1. Febr. Ein eigenartiger Prozeß wird seit zweieinhalb Jahren zwischen unserer Gemeinde und einem hiesigen Unternehmer geführt. Erstere räumte vor vier Jahren dem letzteren das Recht ein, die Quarzitsteinlager im Gemeindegelände ^auszubeuten, wofür dieser für den verladenen Waggon Steine 2 Mark an die Gemeindekasse zu zahlen, aber mindstens jur zwölf Wagen monatlich diesen Einheitspreis zu Entrichten versprach, auch wenn er nicht so viele Waggons -steine in ei Monat verladen würde; ferner verpflichtete beittn« nehmet sich, zwecks Kontrolle die gebrochenen steine auf der Gemeindewage vor dem Wegsahren wiegen z
Tage droben blieben.
* Königin Alexandra von England. Ein anziehendes Charakterbild von Englands neuer Königin brachte eine der letzten Nummern von „HarmSworth Magazine", dem wir folgende Züge entnehmen: Schon bei ihrer Verlobung im Jahre 1862 wurde die jetzige Königin Alexandra von allen Klassen der Gesellschaft freudig ausgenommen und bald gewann sie sich aller Liebe, nicht nur durch ihre persönlichen Reize, sondern auch durch ihren sympathischen Charakter. Der Prinz von Wales, der seine Gemahlin, ohne sich-von politischen Gründen beeinflussen zu lassen, frei ged wählt hat, soll die dänische Prinzessin zuerst im Dom zu Worms gesehen haben. Er warb bald darnach um ihre Neigung. Die Prinzessin, deren Vater damals noch Thronerbe war, wuchs in einer idealen häuslichen. Umgebung auf, was natürlich nicht ohne Einfluß auf den Charakter des jungen Mädchens blieb. Seitdem sie in England lebt, | hat sie gewissenhaft die Erfüllung schwerer öffentlicher unb. geselliger Pflichten mit den häuslichen Tugenden, die ihr I Gemahl nie genug preisen kann und ja bekanntlich nicht selbst .besitzt, zu verbinden gewußt. Ihre ruhige Anmut und ihr I liebenswürdiges Benehmen haben ihr in der Oeffentlich»- I feit aller Herzen gewonnen, aber erst in der Stille ihres I Heims, in Sandringham, konnte sie recht gewürdigt werden. .Die dortigen Bewohner erzählen viel von ihrer Bescheiden- . heit und Güte. Sie hat die Leiden der Armen dort gelindert und mitgefühlt; sie sitzt lieber am Bett eines I Kranken, als daß sie ihren Platz im Glanze eines großen .Staatsaktes einnimmt. Als Mutter war die Königin ein
Im Verlage von S ch u st e r u. Löffler in Berlin sind die ersten Bände von zwei Nerchruckserieu erschienen, von denen die eine unter dem Nameü 9! o v e l l e n - Ausgabe, die andere unter dem Namen Merlin-Ausgabe herausgegeben werden. Den Namen haben diese beiden Serien nach den ersten Neudrucken erhalten, die sie bringen, die Novellen-Ausgabe nach der „N o v e l l e" von G o e t h e, der auch des Dichters „Märchen" beigegeben ist, die M er* ti n-Ausgabe nach Jmmermanns „Merlin". Die No- vellen-Ausgabe soll Werke in ungebundener, die Merliu- Ausgabe in gebundener Rede enthalten. In einer Vorrede, welche die Herausgeber dem ersten Band dex Novellen-Aus- ! gäbe voraussenden, erklären sie, daß es sich dabei nicht um eine neue Spezies der sogen. Klassiker-Ausgaben handele. Es ist vielmehr beabsichtigt, eine Reihe von Werken neu herauszugeben, die, wenn sie auch nicht gerade Kütiofai genannt werden können, doch eine gewisse Eigentümlichkeit des Inhalts ober der Form an sich haben, bie einen eigentlichen Genuß nur wirklich kunstverständigen kitteratur* freunben zugänglich und bie Verbreitung solcher Werke in einem weiteren Leserkreise von vornherein als ausgeschlouen erscheinen läßt. Auch sollen nicht allgemein geschätzte, wertvolle Dichtungen früherer Zeit der Vergessenheit entrissen I unb durch eine vornehme unb solide Drucklegung teils einer I allgemeinen Beachtung zugeführt, teils vor materieller Ver- nid)hing bewahrt werden. Die Herausgeber verhehlen sich nicht, daß ein Bedürfnis nach solchen Neudrucken vorläufig I nur bei einer geringen Zahl von Kunstfreunden vorhanden ist, aber es ist wohl möglich, daß ihre Erwartung, daß das Wandeln auf den weniger betretenen Pfaden der älteren I kitteratur anregend auf die heutige Produktion wirken werde, sich als gerechtfertigt erweist, jedenfalls verdient das Unternehmen die Unterstützung der gebildeten Welt, für bie es berechnet ist. Außer diesen ersten Bänden der Novellen- Ausgabe und der Merlin-Ausgabe hat der Verlag noch eine größere Anzahl der neuen Richtung angehörender, natürlich für Erwachsene bestimmter Werke jüngst versandt. Was ihre äußere Ausstattung betrifft, so zeichnen sie sich durch große Gediegenheit, namentlich durch vorzügliches Papier und sehr guten Druck und eigenartigen Buchschmuck aus. Unter den neuen Erscheinungen befinden sich: „Rittep Ungestüm, eine Geschichte, erzählt in Prosa und Versen", von Alfred Walter Heymel, „Sechs Geschichten" („Das Grauen", „Julian und Celia", „Der Einsame", „Tas Schemen", „Die beiden Pilger" unb „Die sonderbare Stadt") von Paul Ernst, „Von G o 11 u n b a n b e r e s", erzählt von Rainer Maria Rilke, Buchschmuck von E. R. Weiß, „Briefe an eine junge Frau" unb Novellen von W Freb. — In bemselben Verlage erschien ferner als dritter, recht umfänglicher Band der „Zeitgenössischen Selbstbiographien" die sehr breit angelegte kebensgeschichte von Karl Emil Doepler dem Aelteren unter dem Titel „75 Jahre keben, Schaffen, Streben, eines Malermannes letzte Skizze". Des Autobiographen Erinnerungen aus vormärzlicher Zeit (kola Montez in München) sind ebenso interessant wie die an Richard Wagnep unb Kaiser Friedrich, rc. — Eine Gedichtsammlung „Neuei Quellen" ist für die Jugend bestimmt unb herausgegeben auf Veranlassung des Altonaer Prüfungsausschusses für Jugendschriften vom kehrer I o h a n n e s H e n n i g s e n. Sie enthält Gedichte von Ferd. Avenanus, M. G. Conrav, Richard Dehmel, Otte Ernst, Falke, Fitger, Fontane, Keller, kiliencron, C. F. Meyer, dem Prinzen Emil zu Schon- aich-Carolath, Heinrich Seidel, Storm, Wildenbruch u. a, und verdient die beste Aufnahme von Seiten «der Schulbehörden. - Hans W. Fischer hat seme modernen Gedichte unter dem Titel „Sehnen und Leben n- demselben Verlage herausgegeben. — Endlich behandelt Arthur Möller-Brück „bie moberne litte* ratur in Gruppen unb Einzeldarstellungen" unb fvricht in Bd. VII über „U nser aller Heimat .
Mailand, 30.Jan. State früh 7 Uhr erfolate die Bestattung Verdis in einfacher Weise. Den L.ichmzug eröffnete eine Ab eilung Kavallerie und Fiuerwehr. Hinter dem Leichenwagen schritten btt Verwandten Bertreier der Stadtbehörl en und Vertreter der Kunst und Wistenschast. Verdi wurde in der Familiengruft an der Seite seiner verstorbenen Gattin betgesetzt. Einer letztwilligen Verfüvung Verdi'- zufolge sollen zwei in seiner Villa befindlichen Kitten uneiöfinet verbrannt werden Man vermutet, daß diese Kistrn unveiöffentlichte
■H 8i* 30. Ja», freute «b-ud fand im „HolländischenIsteven gebrochen und wird vermutlich verloren gehen.! TT '*♦?. . o. v «• »<■..... — ar..«cj.ncr— | neute herrscht in der Mündung wieder starker Sturm.
* Straßburg, 30. Jan. Eine Offiziers gesell sch ast geriet an Kaisers Geburtstag auf den Einfall, einen Ringkampf zu veranstalten. Der Scherz artete in Ernst! auS. Im Gemenge versetzte der Hauptmann AdamS dem Regimentsarzt Dr. Rüger, Oberstabsarzt im In fanterie Regiment 144, einen Schlag. Der Zwischenfall brachte deu Bruder Dr. Rüger's, Oberleutnant Rüger vom Infanterie-Regiment 17, in so hochgradige Aufregung, daß er sich mit anderen Kameraden in die Wohnung Adams' begab und ihn durch einen Revolverschuß tötete. Ob ein Wortwechsel voranging, ist nicht bekannt. Der Tod trat sofort ein. Rüger wurde verhaftet und nach Metz


