Kunst und Wissenschaft.
— Wie man auS Mainz schreibt, scheidet der Banntlft H'imich Türk aus dem Verbände der städtischen Kapelle aus? um in das Thcaterorcyester in Frankfurt a. M. etnzutreten.
o A ™ Proftffor Karl Begas erhielt vom Kaiser den Kronenorden 3. Klasse und dazu einen neuen bemerkenswerten Auftrag: der Künstler wurde damit beauftragt, ein Marmorstandbild Kaiser Wilhelms IL zu schaffen. Dieses Werk hat der Herrscher der neuen Ruhmeshalle in Barmen als Geschenk gemacht.
— D»S Schwurgericht in Brügge sprach dcn.Schriftsteller Eekhoud, der der Verbreitung unsittlicher Schriften miaeklsat TT1/Y i* frei
Gerichtssaal.
Berlin, 29. Oktober. Wegen Herausforderung zum Zweikampf mit rötlichen Waffen bezw. wrgen Kartellträgerei hatten sich der Referendar a. D. Psul Rühle und der Assessor Karl Müller vor der 7. Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten. Der erste Angeklagte soll unlautere Beziehungen zu der Frau eines BundeSbrudeis unterhalten baden. Der Ehemann hat bk‘ Ehescheidungsklage angestrengt mit dem Erfolge, daß die Ebe getrennt und seine bisherige Frau als der allein schuldige Teil er- kiart wurde. In dem Scheidungsantrag war eine Aeußerung wtedergegeben, wonach der E.ste Staatsanwalt Bühler zu Eisenach, ebenfalls ein Bundesbruder des Antragstellers sowie deS Rühle, sich über das Verhalten des letzteren in höchst abfälliger Weise aus- g:sprachen hatte. Dadurch kam diese Aeußerung in di- Akten und t be8 AUe, der durch Müller den Elsten Staatsanwalt Bühler zu einem Widerruf auffordern und ihm im Weigerungsfälle eine Forderung auf Pistolen, 20 Schritt Distanze und W drei- Etgem Kugelwechsel, zugehen ließ. Rühle deyauptele. daß der Erste Staatsawalt ihn einseitig und zu Unrecht gekennzeichnet habe und daß keine unbedingte Forderung, sondern nur eine vorbereitende Handlung vorliege. Der Gerichtshof konnte sich dieser Auffassung nicht anschlsißev, sondern verurteilte Rühle zu drei Wocken, Muller zu drei Tagen Festung. ' '
Landwirtschaft.
-i- Rieder-Ohmen, 27. Oktober. Auf der ersten Berliner Ausstellung für volksoerständliche Gesundheitspflege, für Hauswirtschaft und Küche, fre vom 17. bis 23. Oktober in Berlin stattfand, erhielt die Molkerei-Genossenschaft Nleder-Ohmen für ausgestellte Sußraymbutter das Ehrendiplom mit Berechtigung zur Führung 6er großen goldenen Fortschrittsmedallle.
Litteratnr.
~ 5ör Reife und Kontor geeignet ist die im Verlaae von O to Maier in Ravensburg in dritter verbesserter Auflage erschienene »Karte von Deutschland^ und den angrenzenden Ländern Ihr grobes Format ihre Uebei sichtlichst unb in bfr* scharfen Abgrenzung der verschtebenen Staaten, ihre Deutlichkeit in den Angsben aller halbwrgs in Betracht kommenden Orte Eisen" bahnen und Flüsse das sind Vorzüge die jeder beim Gebrauch be Satte wirb fomlatieren können. Ein der Sorte beigegebenes a?pha- brsilches Ortsverzeichnis nebst g-nauen Zahlen und Buchstaben- H »weisen ermöglicht das schnelle Ausfinüm der gesuchten Ott- und so dürfte Maier'S neue Karte von Deutschland jedem Geschäftsreisenden wie Vergnugungstouristen, jedem Kontor und Bureau als schnelles und sicheres Orientierungsmittel willkommene Dienste letsten. Die Karte, die sich auch durch schmucke Ausstattung und b lligen Preis (60Pfg.) auszeichuet, ist durch jede Buchhandlung
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Tabak.
Amsterdam, 26. Oktober. Javatabak. Die heutige, 22 058 Ballen umfassende Ankündigung lieferte im Hauptbestande Vorstenlanden und beendet damit die 1899er Javaernte, während Loemudjang diesmal das erste größere Angebot aus der 19C0er Ernte stellte. Bei den Vorstenlanden blieb die Deckfähigkeit beschränkt, graue und feinfahle Töne fehlen, tiefdunkle Farben lieferten die schon in verfrühter Einschreibung außerordentlich hoch verkauften Modjo, auch leichtes, re'ses, trockenes, flottglimmendes deutsches Umblatt war bei starker Durchsetzung mit klammiger, selbst brühiger Ware mäßig vertreten-, im ^erg.eich zum vormonatsichen Ablaufe war die Stimmung für Vorstenlanden weiter gebessert. Die neue Loemadjang-Blattware fiel besser au$ ro’e im Vortrab, leicht zugig, allerdings oft noch fahl und wurde mäßig bewertet. Die Loemadjang-Scrubse bestanden wieder zumeist aus vorzüglicher, löslicher, lichtbrauner, getigerter Schneideware, welche die Preisansätze des 1899er Jahrganges ungefähr erreicht. Auch die Kevine-Scrubse versprechen günstige Beschaffenheit der kommenden Ernte und holten, soweit in der Hauptsache leichte, reife und wollige Einlagen für deutsche Verwendung geeignet in Betracht kamen, hohe Erlöse.
Spirlplen btt -ntilligteo FrmWrtkr SteÜljtiita"*
Opernhaus»
Mittwoch, 31. Oktober. „Freischütz". Donnerstag, 1. November. V-7 Uhr. „Lohengrin". Freitag, 2. November. Geschlossen. Samstag, 3. November. „Templer und Jüdin". Sonntag, 4. November. 3Vs Uhr. „Geisha"; „Fidelio".
Schauspielhaus.
Mittwoch, 31 Oktober. „Die strengen Herren". Donnerstag, 1.November. r§^«ubesltzer . Freitag, 2. November „Stützen der Gesell- schast . Samstag, 3. November. Zum ersten Male: „Johannis- fsuer . Sonntag, 4. November. 3Vs Uhr. „Im weißen Rößl"- Zum ersten Male wiederholt: „Johannisfeuer". Montag, 5. November. „Die Weber".
*) Wenn nicht anders bemerkt, Anfang 7 Uhr.
Familien-Nachrichtem
Gestorben: Karl August Hosch in Offenbach a. M. — Adam Neubecker in Offenbach a. M. — Heinrich Deichert in Offenbach a. M. — Aloys Sendelbach in Offenbach a. M.
Schisssnachrichten.
Norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch die Agenten: Carl Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 27. Oktober. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Koblenz, Kapt. C. v. Bardeleben, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr abends wohlbehalten in Baltimore an- gekommcn.____
Ans dem Geschästslebrn.
Eine von den vielen
zahlreich eingelausenen Anerkennungen über dir R. v. Hünersdorff'sche Haushaltungsbuttermaschine*) „mit dem Bären" sei nachstehend im Jn- tereffe unserer Leserinnen zur Kenntnis weiterer Kreise gebracht. Dieselbe lautet: „Die Buttermaschine Nr. 2 kam soeben wohlbehalten in meine Hände. Ich kann Ihnen sagen, daß es für den hygienisch ge« bildeten Arzt eine große Beruhigung ist, Butter zu essen, welche nicht durch alle die schmutzigen Bauern- und Händlerfinger gegangen ist. Die Maschine funktioniert brillant und rasch, das Buttern erfordert keine wesentliche Anstrengung und ergiebt prachtvollste Butter. Ich wünsche, daß dieselbe bald ein unentbehrliches Gerät in jeder guten Haushaltung sei."
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