Ausgabe 
30.9.1900 Zweites Blatt
 
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Gießen 545 und in Marburg 635 ankommt, vom 15. Ok­tober bis 1. März auS. Gänzlich fällt der Zug aus der jetzt abends 1007 auS Gießen geht und 1205 in Frankfurt ist. Von Gießen nach Gründerg verkehrt der Zug, der Werktags jetzt 726 von hier abgeht, im Winterhalbjahr b ab Gießen und ist 716 in Grünberg. Auf der Strecke Gießen Gelnhausen kommt der Zug 6ie ab Sich lünfitg schon 642 in Gießen an (nur Werktags). Neu eingelegt ist ein Hua 545 ab Stockheim, 604 in Nidda, 631 m Hungen, 720 in Gießen (bis Nidda nur Sonntag, Montag, Dienstag und Freitag). Auf der Strecke Kassel-Gießen ist der Zug 520 ab Fronhausen und 543 in Gießen sortgesallen, ebenfo der ^ua 558 ab Marburg und 646 in Gießen. Auf der Strecke GießewKassel ist neu eingelegt ein Zug 601 ab Gießen und 646 in Marburg. Alle diese Änderungen bringt m über- sichtlicher Weise der bekannte große Plakatfahrplan, der in den nächsten Tagen in der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Schulstraße 7) erhältlich ist. Auch die Zeitungsausträger nehmen Bestellungen darauf entgegen.

** Manufchafts Austauschungen finden gegenwärtig bei den Truppenteilen statt. Durch die Abgabe von Leuten an die ostasiatischen Regimenter ist die Soll-Stärke bekanntlich geschwächt worden. Die eine Kompagnie hat 4, die andere 17 Leute verloren. Um nun für das Rekrutenlehrpersonal die erforderliche Anzahl alter Leute zu haben, andererseits aber auch den Anforderungen an die Besetzung der Wachen rc. gerecht werden zu können, erfolgt innerhalb der selbständigen TruppenkommandoS (Bataillon zc.) eine Ausgleichung. Be­merken wollen wir hierbei noch, daß in der That durch die demnächstige Rekruteneinstellung der Etat wieder voll besetzt wird, daß also dieOstasiaten" in Bezug auf den HeereSetat überzählig sind.

** Haushaltungsschule. Wie in dem Anzetge- teil ersichtlich, soll auch, in diesem Jahre em Herbst- kur sus der H aush altun gs s chule am 18. Ott o. I. eröffnet werden. Der Frühjahrskursus war von 24 Schülerinnen, der höchst aufzunehmenden Zahl, besucht und wurde am 29. Juni geschlossen. Die Leistungen der Schule wurden von den bei der Prüfung anwesen­den Damen alssehr gu t" bezeichnet, weshalb ben be­treffenden Eltern nur empfohlen werden kann, ihre Tochter dieselbe besuchen zu lassen. Namentlich aber dürfte ider Besuch besonders denen von großem Nutzen sein, die vor der Gründung eines eigenen Haushaltes stehen; denn das, was in der Haushaltungsschule gelehrt und praktisch geübt wird, ist für das spätere Leben pon größter Wichtig­keit. Es giebt wohl immer noch Mütter, denen Zeit und Geschick fehlen, ihre Töchter in der Hauswirtschaft unterrichten zu können, und es giebt auch eine große Anzahl Mädchen, die nach ihrer Entlassung aus der Schule aus dem elterlichen Hause fortgehen und bis fcu ihrer Verheiratung keine Belehrung und keine Uebung zur Führung eines Haushalts erhalten haben. Wenn auch manche das Kochen in Familien, in denen 'reichliche Mittel verausgabt werden können, gelernt haben, so passen tn den meisten Fällen diese Einrichtungen nicht |U pem feu gründenden eigenen Haushalt, in dem eine sorgfältige An­passung der Ausgaben an die Einnahmen stattfinden wuß. Es muß die Kunst geübt werden, mit geringen Mitteln nahrhafte und schmackhafte Speisen herzustellen. Kann die Frau diese Aufgabe nicht lösen, versteht ste nicht einen den Einnahmen entsprechenden Haushalt zu führen, dann entsteht in der Familie Unzufriedenheit, und der wrrt-

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Einen sehr splendiden Leserkreis muß dasHerforder Kreisblatt" besitzen. Es schreibt:Der erste Hase". Während sich sonst bei uns immer nur der erste Maikäfer und der erste Schmetterling einfanden, hat unS diesmal ein

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chastliche Niedergang, der noch andere größere Schäden I im Gefolge hat, ist nicht zu vermeiden. Darum sollten I die Eltern es für ihre Pflicht halten, ihre Töchter zur I Führung der Hauswirtschaft gründlich vorbereiten zu 1 lassen, sie in Haushaltungsschulen zu schicken, weil das I gelehrt wird, wie man mit bescheidenen Mitteln wirt- I chaften kann, wie Ordnung und Reinlichkeit in Haus und I Küche hergestellt werden, welchen Nährwert die einzelnen I Nahrungsmittel haben, wie man stopft, flickt und bügelt, I und wie man mit der Nähmaschine arbeitet. Auch Mutter, I die ihre Töchter selbst wirtschaftlich unterrichten, sollten nicht versäumen, sie in die Haushaltungsschule zu schicken, I die sich da noch manches aneignen werden, «was sie zu I Hause nicht gelernt haben. Die Kosten, die für den Unter­richt bezahlt werden, sind sehr gering. Auch werden Mädchen kostenlos ausgenommen. Der allenfalsige Ausfall I au Verdienst wird später durch besseres wirtschaftliches Wissen und Können reichlich ersetzt werden. I

**Nachdemneuen!§75aderGewerbe-Ord-I nung, welcher am 1. Oktober in Straft tritt, sind die Gesinde Vermieter und die Stellen Vermittler I einschließlich der Theater-Agenten verpflichtet: a) Taxen für ihre gewerblichen Leistungen aufzu st el- len; b) das Verzeichnis der von ihnen aufgestellten Taxen der Ortspolizeibehörde einzureichen; c) dieses Ver­zeichnis in ihren Geschäftsräumen an einer in die Augen fallenden Stelle anzuschlagen; b) dem Stellesuchenden vor Abschluß des Vermittelungsgeschäfts die für ihn zur M- wendung kommende Taxe mitzuteilen. Dem Gewerbe­treibenden ist freie Bewegung in den Ansprüchen für seine Dienstleistungen gestattet. Die nach eigenem Ermessen 1 ausgestellte Taxe ist weder der Genehmigung noch der Abänderung durch die Behörde unterworfen. Sie kann von dem Gewerbetreibenden auch jederzeit abgeändert wer­den. Der Gewerbetreibende ist aber so lange an die alte Taxe gebunden, bis die Abänderung der Polizeibehörde anaezeigt und das abgeänderte Verzeichnis in den Ge­schäftsräumen angeschlagen ist. Mit Geldstrafe bis zu 150 Mark und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu vier Wochen wird bestraft, wer dem Betriebe seines Gewerbes die durch Anzeige bei der Ortspolizeibehörde festgelegten Taxen überschreitet oder es unterläßt, das vorgeschriebene Verzeichnis einzureichen. Mit Geldstrafe bis zu 30 Mark und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu ächt Tagen wird bestraft, wer es unterläßt, das nach § 75 a der Ge­werbeordnung aufgestellte und eingereichte Verzeichnis an­zuschlagen oder dem Stellesuchenden vor Abschluß des Ver- mittelungsgeschästes die für ihn in Anwendung kommende Taxe mitzuteilen.

** Juristische Prüfung. Die Fragen m über­standenen Prüfungen sind seither von den Geprüften ge­wissenhaft zu Buch gebracht worden, um für die kommen­den Geschlechter eine Art Prüfungskodex zu sein. Das jus scriptum" enthält eine ganze Reihe Fragen, die dieser oder jener Examinator zu stellen pflegt. Mit grausamer Hand hat die Behörde diesem Liebesdienst ein Ende be­reitet, indem sie verfügt hat, daß derartige Aufzeich­nungen zwecks Mitteilung an künftige Prüflinge bei Ver­meidung strenger disziplinarischer Ahndung verboten sind.

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hiesiger Waidmann den ersten vorgestern in seinem Revier erlegten Hasen verehrt. Diese willkommene Neuerung, die wir dankbar begrüßen" usw. usw. (So hat denn also, wie einst die Nnterthanen des französischen Königs Heinrich IV. ein Huhn im Topf hatten, die Redaktion deS Herf. KreiSbl. einenHas" im Topf. Wir müssen gestehen, auch wir sind keine Unmenschen und haben auch als temporäre Natur« erscheinungen einen Hasen für unfern Magen lieber als Maikäfer und Schmetterlinge für unser RedaktionS-Museum. D. Red. d. Gieß. A.)

* In der Pariser Meltaus st ellung befindet sich, wie ein Pariser Blatt schreibt, eine Abteilung, in der die Regierung der Republik die bewundernswürdigen Re­sultate des Schulunterrichts ausstellt. Wenn man die Schülerhefte der deutschen Klasse durchblättert, die schriftliche Arbeiten mit den Korrekturen der Lehrer enthalten, so sieht man, daß diese von Fehlern wimmeln. Was aber merkwürdiger dabei ist, die Lehrer verbessern nicht nur die Fehler, sondern sie machen noch mehr als die Schüler. So schreibt z. B. ein Schüler: Ich habe auf der Spaziergang, welche ich gemacht habe . Und der Lehrer verbessert:Ich habe auf den Spazier­gang, wel ch e r ich gemacht habe . . . ." Man Fann sehr alt werden und sehr glücklich leben, ohne den geringsten Brocken einer fremden Sprache zu kennen; aber der Mi­nister des öffentlichen Unterrichts thäte vielleicht gut daran, die Unvollkommenheiten seines Unterrichts und die krasse Unwissenheit einiger seiner Lehrer den Blicken I der Fremden zu entziehen, die darüber doch nur lächeln können. Etwas derartiges stellt Wan nicht aus. . . - . und man setzt sich dem nicht aus! Soweit das Pariser Blatt. Aber nicht nur in Frankreich, sondern auch bet uns in Deutschland, in unserem Hessen sogar scheint es sonderbaren Unterricht im Deutschen zu geben wenn man nämlich von manchem Zeitungsdeutsch auf den Unter­richt in unseren Schulen schließen darf, was wir aber aus Gründen guter Logik hübsch bleiben lassen. Mir finden

I da in einem oberhessischen Blatte folgende Notiz:

M ücke. Am Morgen des 22. ds. Mts. fiel die von Mücke nach Bobenhausen fahrende Post um. Die Vier mitfahrenden Passagiere, sowie der Führer blieben unbeschädigt, ebenso das Pferde. Nur die Scheere und die auf dem Verdeck stehenden etwa 500 Eier gingen I entzwei, auch eine Quantität Butter wurde beschädigt.

Der entstandene Schaden beläuft sich aber trotzdem auf ca. 60-70 Mark."

I * Nonne und Schmugglerin. Seit einiger Zeit fiel es I dem Personal aus der Zollstation in Genf auf, daß so viele I Schwestern aus den (französischen) Klöstern der Umgegend I durchkamen. Vor einigen Tagen nun gewahrte die Ange- I stellte, die verdächtige weibliche Passagiere zu visitieren hat, I eine Nonne von etwas sonderbarer Gangart. Sie lud die- selbe ein, in das Visitationszimmer zu treten, und fand da I bei der frommen Frau versteckt: eine Quantität Cigarren und Tabak bester Qualität. Die Nonne erklärte, die I Ware sei für einen Wohlthätigkeitszweck bestimmt, wollte I diesen aber nicht genauer angeben oder konnte es vielmehr I nicht. DaS Ergebnis war, daß die fromme Schmugglerin I ihren ganzen Tabak- und Cigarrenvorrat zurücklassen und I zudem noch eine Strafe von 100 Franken erlegen mußte. I Leichter, als sie gekommen, und schnelleren Ganges konnte I die Klosterschwester nach Frankreich weiterziehen.

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Bibliothek. Kreisamt rc. rc. _ -

Th. Brück, MoUasse^^