Ausgabe 
30.5.1900 Zweites Blatt
 
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steht in der Abwehr der den Handel bedrohenden Schäden, namentlich in dem Schutze der Schiffe und Küsten zu Zeiten des Krieges; wie diese Aufgabe nichts der Flotte, sondern dem Militärwesen überhaupt Eigentümliches ist, so bemißt siche auch der Umfang, in welchem das Mittel zur Anwendung gelangt, ausschließlich nach der Trag­fähigkeit der Schultern, auf welche die Last der Kosten gelegt ist. Ueber das Maß, in welchem die -Kriegs­flotte dem Auslandshandel positive Dienste zu leisten vermöge, ist man1 verschiedener Ansicht. Wir erachten dieses Ma,ß nicht für gering, oder wir bitten alle sentimentalen Gemüter um Verzeihung, wenn, wir bei der Kennzeichnung dieser positiven Funk­tion der Flotte ein prosaisches Bild gebrauchen. Die Flotte ist unseres Erachtens ein Mittel der Reklame für den nationalen Handel. Wenn man uns einwirft, daß die beste Reklame für unfern Export die Güte der Waren sei, so stimmen wir zu; aber nicht weniger richtig ist, daß der Absatz einer Ware häufig noch an Voraussetz­ungen geknüpft ist, die mit dem inneren Wert nichts zu thun haben. Die Vorteile der Reklame lassen sich nicht Mit dem Stift des Theoretikers ausrechnen, denn die Reklame ist zum großen Teil ein Zugeständnis an unbe­rechenbare menschliche Schwächen. Aber daß es ein Vor­teil für unseren Handel ist, ivenn die deutsche Flagge häufig in fremden Häfen gezeigt wird, unterliegt schwer­lich einem Zweifel. Wie es keinen Normalmenschen giebt, der das Schamgefühl im Sinne der Lex Heinze empfindet, so giebt es auch keinen dtormalkonsumenten, der seinen Einkauf lediglich nach den Gesetzen der Logik besorgt. Wenn man aus dem Begriff der Mode das Wesen des Menschen Deduzieren sollte, würde man eher auf einenj Affen, als auf einen Philosophen raten, und wer wagt der Mode zu trotzen? Die deutsche Flotte trägt dazu bei/ den deutsclien Namen bekannt zu machen, und Name ist nicht Schall und Rauch, wenn es sich um die Gewinnung von Kundschaft handelt.

Auf dem Empfangsabend der Wanderversammlung bayerischer Landwirte in Nördlingen am Sonntag berührte Prinz Ludwig von Bayern in seiner Ansprache seine jüngste Straubinger Rede, und sagte nach dem Bericht des Münchener Boten":

Ich habe nur eine Bitte, und das geht speziell die Presse an. Ich bin ein Freund der Presse, und wünsche, daß die Reden, die ich halte, und die ich vollkommen frei halte, so wiedergegeben werben, wie ich sie gehalten habe, und daß nicht nur ein Auszug gegeben werde, der ein falsches Bild giebt. Wenn Sie nur einen Teil der Rede nehmen, und die Schlußfolgerungen nicht ziehen, die ich ziehe, ist da« ganze Bild ein falsches. Ich babe die Gewohnheit, frei zu sprechen, ich verlange nicht, daß meine Reden mir zur Korrektur vor« gelegt werden. Ich habe das Vertrauen, daß sie in der Hauptsache wiedergegeben werden, wie fie gesprochen find. Aber das bitte ich, daß aus meinen Reden keine Schlußfolgerungen gezogen werden, das heißt, daß meinen Reden nicht Sachen untergeschoben werden, die ich nicht gesagt habe. Meine Herren, noch eine Bitte: Studieren Sie die deutsche Reichsverfassung. Sie werden sehen, daß, wo immer ich aufgetreten bin, ich mich immer an die Reichsverfassung gehalten habe. Die Reichsverfassung beruht auf den Vertrügen, die nach einem siegreichen Kriege der damalige Norddeutsche Band mit den Verbündeten und mit siegreichen süddeutschen Staaten abgeschlossen hat. Wenn die deutsche Ver- iafsung besser gekannt würde, so würde man gar viele falsche Ansichten in Reden und Schriften nicht hören und lesen. Ich nenne mit Absicht keinen Namen; denn dann hätte man eine große Aufgabe zu erfüllen. Ueberall, an allen Orten und zu allen Zeiten sind falsche Ansichten vertreten über die Reichsverfaffung, und infolge dessen werben vielfach Ansichten geäußert, bte sich mit der Retchs- »erfafsung absolut nicht decken.

Bemerkenswert ist, was das Organ des Herrn von Soßmar, die sozialdemokratischeMünchener Post" zu der Straubinger Rede des Prinzen sagt:

Die Centrumsprefse munkelt davon, zwischen München und Berlin seibet politische Draht" beschädigt. Es werde erzählt,daß die herkömmliche Festtafel zum Geburtstage des Prinzregenten unterblieben sei, weil man auch in München verschiedene HSf- lichkeitsbezeugungen unterlassen habe und dergleichen mehr." Die Straubinger Rede sei demnach nur eine Aeußernng des Grolls ge­wesen, der allmählich wieder im Busen des Thronfolgers sich ange- fammelt habe. Wir glauben nicht an diese Auslegung. Wer >en Prinzen Ludwig schon reden gehört hat, weiß, daß er nicht das ist, was man einen gewandten Redner nennt. Die Worte fließen ihm nicht leicht von den Lippen und bei den meisten seiner längeren Reden im Reichsrate läßt sich ein mühsames Ringen mit der Form nicht verkennen. Viel anders wirb es auch in Straubing nicht gewesen sein. And hier «ar der Boden besonders heiß. In Straubing dominiert noch der Bauernbund, und just am abend vor der Tagung der Kanal­freunde konnte nur mit Mühe eine bauernbündlerische Protestoersammlung unterdrückt werden. So mag der Prinz das Bedürfnis gefühlt haben, den niederbayrischen Bauern ein kräftiges bayrisches Wort zu sagen, und da ist eben ein Malheur, das schon viel besseren Red­nern passiert ist dieses Wort kräftiger ausgefallen, als es sein Arheber selbst beabsichtigte.

Es verdient übrigens betont zu werden, daß Prinz Rupprecht von Bayern am Sonntag in einer Ber- fammlung des Flottenvereins in München für die Verstärkung der deutschen Flotte eingetreten ist. Prinz Rupprecht, der älteste Sohn des Prinzen Ludwig, hielt in der Versammlung eine Ansprache, in der er betonte, daß Deutschlands Industrie und Handel Schutz durch eine starke Kriegsflotte brauche. Nichts sei falscher als unzeitige Spar­samkeit. Heer und Flotte bedeuteten eine große nationale Versicherung, beide seien eine sich rentierende Schuld. Das Anwachsen des Flottenvereins in Bayern möge beweisen, daß die Bayern stets bereit seien, auf das Thä- tigste mitzuwirken, wenn es sich um baß Wohl des gesamten deutschen Vaterlandes handle.

Hessischer Landtag.

Zweite Kammer der Laudftäude.

M. G. Darmstadt, 28. Mai 1900.

Präsident Haas eröffnet die Sitzung nach 11 Uhr vormittags mit etwa folgenden Ausführungen:

Meine Herren Kollegen! Unter dem'Eindruck eines schweren Verhängnisses, welches über unser geliebtes Fürstenhaus hereingebrochen ist, traten die Mitglieder des Hauses heute zu einer Tagung zusammen. Der erlauchte Oheim unseres Landesherrn, Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm sist vor wenigen Tagen unerwartet und in der Blüte seiner Jahre aus dieser Zeitlichkeit nbberusen worden. Mit seinem Fürsten betrauert das

ganze Hesseüvvlk, betrauern wir, seine Vertreter, den frühen Heimgang des edlen Prinzen, der durch mannig­fache Vorzüge des Herzens und des Geistes, durch wahre Leutseligkeit und Menschenfreundlichkeit sich auszeich­nete. Mit wärmster Liebe seinem angestammten Heimat­lande zugethan, war er stets auf des Landes Wohlfahrt bedacht und eifrig bemüht auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft, für die er ein feines Verständnis batte, sowie insbesondere auf dem Humanitären Gebiete deren Interessen zu fördern und zu unterstützen. Sein An­denken wird darum im Hessenlande immerdar ein ge­segnetes sein. Ihrer Zustimmung gemäß habe ich am Sarge pes hohen Verewigten einen Kranz im Namen der Zweiten Kammer niederlegen lassen. Aber es sollte mit dieser Heimsuchung noch nicht genug fein! Nach dem Willen der Vorsehung sollte durch einen weiteren harten Schicksalsschlag ein keimendes Leben vernichtet, die fteudige Hoffnung unseres geliebten Herrscherpaares; wie die des Landes zerstört werden. Wir beugen uns in Demut und fühlen uns von inniger Trauer und auf­richtiger Teilnahme heseelt, wie in den Tagen der Freude, so in den jetzigen Tagen tiefen Leidens mit unserem Großcherzog und unserer Großherzogin eins und einig! Den Gefühlen des Schmerzes geben wir mit dem Wunsche Ausdruck: Möge unser Fürstenhaus für alle Zukunft vor ferneren Schickungen so schwerer Art bewahrt blei­ben! Meine Herren Kollegen, zum Zeichen, daß Sie die von mir ausgesprochenen Gesinnungen teilen, bitte ich Sie, sich von Ihren Sitzen zu erheben!

(Geschieht.)

Der Präsident verlas sodann die ihm am Morgen des heutigen Tages zugegangene Botschaft S r. Kgl. Hoheit des Großherzogs folgenden Inhalts:

Ernst Ludwig, von Gottes Gnaden, Großherzog von Hessen und bei Rhein rc.

llnserenGruß zuvor. Li ehe und getreue Stände des Großherzogtums.

Nachdem es der göttlichen Vorsehung gefallen hat, unseren geliebten Herrn Oheim, des Prinzen Wilhelm Ludwig Friedrich Georg Emil Philipp Gustav Ferdinand von Hessen und bei Rhein, Großh. Hoheit, gestern nach»- mittag nach kurzem Leiden im 55. Lebensjahre aus dieser Zeitlichkeit abzuberufen, setzen wir hiervon unsere lieben und getreuen Stände in Kenntnis unb- hegen die Ueber- zeugung, daß dieselben die Nachricht von diesem schmerz­lichen Trauerfall nicht ohne Teilnahme empfangen wer­den. Womit wir unseren Getteuen Ständen mit landes- sürstlicher Huld und Gnade gewogen bleiben.

Darmstadt, den 25. Mai 1900.

Ernst Ludwig.

An die Zweite Kammer der Stände. Rothe.

Der Präsident schlägt vor, diese Botschaft mit einer Kondolations Adresse zu beantworten. Das Bureau wird zu deren Ausarbeitung ermächtigt. Zum weiteren Zeichen der Anteilnahme beschließt das Haus, heute nicht in die Beratung anderer Gegenstände einzutteten und ver­tagt sich.

Nächste Sitzung Dienstag vormittag 9 Uhr. Tages­ordnung die heuttge (darunter Wahl eines Abgeord­neten des Wahlbezirks Gießen- Land), ferne! Beratung der Adresse, Volksschullehrergesetz und die hierzu eingelaufenen verschiedenen Anträge rc.

Aus Stadt und Kand.

(Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)

Gieße», 29. Mai 1900.

** GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 106 Jahren, am 20. Mat 1794, würbe zu Berlin der Astronom Johann Heinrich von Mäbler geboren, der besonders den Mond zum Gegenstände wissenschaftlicher Untersuchung machte. Durch feine auf Messungen beruhenden Karten der Monboderfläche haben wir bte Beschaffenheit bteseS Himmelskörpers näher kennen gelernt. Von seinen Werken feiDrr Wunberball beS Weltalls* erwähnt. Mäbler starb am 14. Januar 1874 in Hannover.

* Verdi's Requiem am Donnerstag. Man schreibt uns: Dem KonzertvereinS-Vorstand ist es gelungen, für das Re­quiem hervorragende Solisten zu verpflichten. Für die Sopran-Partie hat sich Fräulein Nina Faliero bereit finden lassen. Wir begrüßen in dieser Künstlerin die erste und berufenste Vertreterin dieser Partie, die von allen her­vorragenden Konzert-Instituten bei der Aufführung des Re- quiemß eingeladen wurde. Italienerin von Geburt, ist fie besonders dazu befähigt, das Werk des Altmeisters Verdi zu interpretieren. Die Mezzo-Sopran-Partie hat Fräulein AlireAschaffenburg übernommen, die sich durch prächtige Stimmmittel und musikalisches Verständnis auszeichnet. Für die Tenor-Partie ist unser engerer Landsmann Buff- Gießen gewonnen worden, der eigens dazu von Dresden, wo er als hervorragendes Mitglied des Hoftheaters lebt, herbeieilt, um in seiner Vaterstadt eine würdige Aufführung des Requiems zu ermöglichen. Die ungemeinhoch liegende Partie macht es manchem, sonst tüchtigen Tenoristen unmög- lich, diese zu übernehmen. Buff ist nun ganz wie dazu ausersehen; gerade in den hohen Lagen liegt die Kraft und der Glanz seiner Stimme, und wenige Sänger dürfte es geben, die in dieser Beziehung mit ihm rivalisieren können. Die Baßpartie singt Herr August Le im er, der sich vor kurzem bei den Kammermusik-Abenden des Musikdir. Traut­mann so ungemein günstig einführte. Nicht leicht war es dem Vorstand des Konzert-Vereins, eine so auserlesene Künstlerschaft zu verpflichten. Verdi hat in seinem Requiem Aufgaben gestellt, die eben nur von ersten Künstlern zu lösen sind.

G. Deklamation von Irene Schädel. Der gute Ruf, der der jungen Künstlerin vorausging, hatte Sonntagabend die Aula der llnioerfität bis auf den letzten Platz gefüllt. Fräulein Schädel besitzt zweifellos ein großes Talent, das eminent Dramatische macht ihre Stärke aus. Ihr Organ hat eine ausdauernde Kraft, die beson­ders gerühmt zu werden verdient. Fräulein Schädel halt? ihr Programm geschickt geivählt, die musikalische Umrah-- mitng war uns sehr fympatisch. Mit dem Melodram Mozart" von Mosenthal führte sich die Künstlerin aufs günstigste ein. Fast schien es, als gäbe sie gleich zu viel

MSfte kW, doch versagte ihr wuchtiger Organ auch später- hm feinen Augenblick.Herv und Leander" unb Der emige Jude" bezeichneten die Höhe des Abends, doch Ge­langen auch die rein lyrischen Gedichte Fräulein Schädek vortrefflich. Wir fanden die alte Wahrheit bestätiat d^ bei der Vortragshmst nicht Raffinement, sondern dis schlichtesten Mittel über den Erfolg entscheiden, dafern ein Talent fie zur Geltung bringt. Die Zuhörerschaft folate dem Vortrag Irene Schädels mit wachsendem Jnter^is und begleitete jede Darbietung mit großem Beifall Alle Zeichen Leuten darauf hin, daß die junge Künstlerin einer großen Zukunft entgegengeht. Der Klavierpart bei den Melodramen lag in den bewährten Händen des Herrn Alfted Bock, der sich feiner Aufgabe in diskretester Weise unterzog. 1

* Theater. Man schreibt uns: In Steins Garten- Etabliffement finden im Laufe des Juni dramatische Ausführungen durch das Robert Friedrich'sche H^s- und Stadttheater-Ensemble statt. Aus Mitgliedern nur großer Bühnen bestehend, erfreut sich das Ensemble eines ausgezeichneten Rufes, und wird sicherlich auch hier eine sympathische Aufnahme finden. Beginn der Spielzeit: Dienstag den 5. Juni (3. Feiertag). Zur Ausführung ge­langtGewonnene Herzen-, Volksstück von Dr. Huqo Müller.

Kruzert. Wie man hört, sollen im Juli und August dS. Jahres jeden SamStag nachmittag von 6 bis 9 Uhr Abonnements-Quartett-Soireen der Familie KruseZur Ludwigsburg" in Heuchelheim stattfinden. Die Leistungen dieser Familie dürsten dem Gießener Publi­kum noch in guter Erinnerung stehen. Zudem ist jetzt im eigenen HeimZur Ludwigsburg- in Heuchelheim ein schöner Konzertsaal erbaut, wodurch das Unternehmen be- dentend gewinnt und von einem jeden Kunstsinnigen gern unterstützt werden wird. Es wird eine Abonnementsliste in Umlauf gesetzt werden. Den Abonnenten soll freie Rück­fahrt durch Extrazug gewährt werden.

** Personaluachrichten. Am 23. Mai wurde der Hof. gartenwärter Heinrich Simon auf sein Nachsuchen unter Bezeugung der Allerhöchsten Zufriedenheit für langjährige treu geleistete Dienste, mit Wirkung vom 1. Juni an, in den Ruhestand versetzt. Am 9. Mai wurde dem Arbeiter Franz Wade in Nieder-Roden in Diensten der Stein- druckerei Wilhelm Gerstung in Offenbach a. M. das All­gemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Arbeit­verliehen. In den Ruhestand wurde versetzt am 17. Mai der Pfandmeister bei dem Rentamt Groß-Umstadt, Adam Roth, auf sein Rachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste. Am 21. Mai wurde der Steuerausseher Rudolf Jorberg zu Reinheim mit Wirkung vom 1. Juni auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen.

* Militärischer, v. Matheson, Major im Schleswig. Feldart.-Regt. Nr. 9, unter Enthebung von dem Kommando als Adjutant bei dem Generalkommando des 18. Armeekorps, als Abteü.-Kommandeur in das 2. Garde-Feldart.-Regt., v. Worgitzky, Major im Füs.-Regt. von GerSdorff (Heff.) Nr. 80, unter Enthebung von dem Kommando als Adjutant bei der Großh. Heff. (25.) Div., als Bat.-Sommandeur in das Gren.-Regt. König Friedrich Wilhelm IV. (1. Pomm.) Nr. 2, versetzt. Jlsemann, Major im Westfäl. Drag. Regt. Nr. 7, in seinem Kommando als Adjutant von der 21. Div. zum Generalkommando des 18. Armeekorps Übergetreten, v. Trotts gen. Treyden, Hauptm. und Komp.-Chef im Gren.°Regt. König Friedrich Wilhelm II. (1. Schles.) Nr. 10, als Adjutant zur Großh. Hess. (25.) Div. kommandiert, v. Renz, Oberstlt. und Komman­deur des 2. Großh. Heff. Feldart.-RegtS. Nr. 61, zum Oberst befördert, v. Görne, Oberstlt. und Komman- deur des 1. Großh. Heff. Drag.-RegtS. (Garde-Drag.-Regts.) Nr. 23, als Äbteil.-Chef in das Kriegsministerium versetzt, v. Werder, Major im Generalstabe des 2. Armeekorps, zum Kommandeur des 1. Großh. Heff. Drag.-RegtS. (Garde- Drag.-RegtS.) Nr. 23 ernannt, v. Dewall, Oberstlt. und Kommandeur des Großh. Heff. Train-BatS. Nr. 25, unter Stellung ä 1. s. des BatS., zum Direktor der 1. Train-Depot-Direktion, Kade, Rittm. und Komp.-Chef im Großh. Heff. Train-Bat. Nr. 25, unter Beförderung zum Major, zum Kommandeur dieses BatS. ernannt. Weidtman, Hauptmann im 5. Großh. Heff. Jnf.-Regt. Nr. 168, unter Enthebung von dem Kommando als Ad­jutant bei der 41. Jnf.-Brig., als Komp.-Ehef in das Infi- Regiment Nr. 131, v. Eickstedt, Rittmeister und Kom pagnie-Chef im Pomm. Train-Bataillon Nr. 2, in das Großh. Hessische Train-Bataillon Nr. 25 versetzt. Frhr. v. Massenbach, Lt. im 2. Großherzogl. Heff. Drag.-Regt. (Leib-Drag.-Regt.) Nr. 24, zum Oblt., die Fähnriche Kuhn im 4. Großh. Heff. Jnf.Regt. (Prinz Carl) Nr. 118, v. Goerck im 1. Großh. Heff. Feldart.' Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-Korps), zu LtS. Die Unter­offiziere Scheuner, Oelrichs im 3. Großh. Heff. Inf-' Regt. (Leib.-Regt.) Nr. 117, Frhr. v. Preuschen, Graf v. Hardenberg im 1. Großh. Heff.-Drag.-Regt. (Garde- Drag.-Regt.) Nr. 23, v. Olszewski im 1. Großh. Heff- Feldart.-Regt.) Nr. 25 (Großh. Art.-Korps), zu Fähnrichen, Peisker, Vizewachtm. im Landw.-Bezirk Mainz, zum Lt. der Res. des Großh. Hess. Train-Bats. Nr. 25. Dürkes, Bizefeldw. im Landw.-Bezirk Worms, zum Lt. der Res. des 4. Großh. Heff. Jns.-Regts. (Prinz Carl) Nr. 118, Werg er, Vizewachtm. im Landw.-Bezirk Worms zum Lt. der Res. eds Großh. Heff. Train-Bats. Nr. 25, Winter, Vizewachtmeister im Landw.-Bezirk Köln, zum Leutnant der Res. des Großh. Hess. Train-Vataillons Nr. 25, beför­dert. v. Bogen, Lt. im 1. Großh. Heff. Inf. (Lew- garde-)Regt. Nr. 115, zu den Res.-Offiz. des RegtS. über­getreten. Kiefer, Oberlt. der Inf. 2. Aufgebots des Landw.-Bezirks I Darmstadt, Wirtz, Lt. der Inf. 2. Auf­gebots desselben Landw. Bezirks, Engels, Hauptm. der Inf. 2. Aufgebots des Landw.-Bezirks Erbach, Gerhard, Oberlt. der Fußart. 2. Aufgebots des Landw.-Bezirks Mainz^ der Abschied bewilligt. Dr. Würth, Assist.-Arzk