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30.3.1900 Erstes Blatt
 
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Großherzogliches Amtsgericht.

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2.88

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MAGGI

Soeben wieder eingetroffen:

LosMche Frühstücks-Sappen

Gemüse- und Kraft - Suppen

Bouillon-Kapseln Suppen-Würze

frankreich bis zur Bodensecgegend herein. Tas Hauptmaximum bleibt auf den Norden und Nordosten beschränkt. Voraus­sichtliche Witterung: Andauernd unbeständiges Wetter mit zeit­weisen Niederschlägen, vorübergehende Aufklärung nicht ausge­schlossen.

Meine Herrens Ich gebe meine Erklärung als eine persönliche, aber mit dem Ausdruck der Ueberzeugung, daß sie die Billigung der Regierung finden und deren Stellungnahme im Bundesrat bestimmen wird. Ich er­kläre: Die vou der Regierung auf Grund der Anträge der 15. Kommission beschlossene Fassung des Fleisch­beschaugesetzes ist nur dann annehmbar, wenn unter allen Umständen aus ihr der Beschluß über die Art der gesetz­lichen Regelung der Fleischeinfuhr nach dem 31. De­zember 1903 und event. auch das Verbot der Einfuhr von Pökelfleisch entfernt wird. Auch gegenüber den übrigen Beschlüssen des Reichstags ist aus wirtschafts­politischen Gründen größte Vorsicht geboten. Daß im Falle der Annahme der Beschlüsse in ihrem ganzen Um- fange Repressalien seitens der Vereinigten Staaten von Nordamerika in Sicht sind, kann nicht bezweifelt werden. Bei der Notwendigkeit der Versorgung von Deutschland mit Petroleum, Baumwolle, teilweise auch mit Getreide usw., müssen die verbündeten Regierungen bestrebt sein, einen akuten wirtschaftlichen Konflikt so lange als nur irgend möglich zu vermeiden. Diese Möglichkeit droht zu ent­fallen, wenn die Reichstagsbeschlüsse in den bezeichneten Punkten Gesetz würden. Die übrigen von der Regierungs­vorlage abweichenden Beschlüsse lassen sich Amerika gegen- \ über wohl vertreten, auch hier wird aber allein das Bundespräsidium in der Lage sein, die diplomatische Situation zu übersehen. Zurzeit kann Deutschland die Einfuhr ausländischen Fleisches nicht entbehren, es ist k>aher das Verbot der Einfuhr von Fleisch abzulehnen, dessen Beschaffenheit sich ausreichend kontrollieren läßt. Diese Kontrolle ist möglich bei frischem Fleisch, auch bei Pökelfleisch, aber nicht bei Büchsenfleisch und Würsten. Auch andere taktische Rücksichten sprechen dagegen die Reichstagsbeschlüsse durchweg anzunehmen. Für das in Aussicht zu nehmende Zustandekommen eines neuen Zoll­tarifs ist ein Zusammenwirken von Landwirtschaft und Industrie ebenso unbedingt nötig, wie ein solches unmöglich sein würde, wenn man die Dinge einzig und allein unter agrarischen Gesichtspunkten und unter völliger Ignorierung der von der Industrie gegenüber den Reichs- ta^sbeschlüssett ylt'nb gemachten sehr erheblichen Be- beitlen regeln wollte.

nn. Darmstadt, 28. März. Ein interessanter Fall be­schäftigte heute die Strafkammer II des Großh. Landge­richt«. In Dudenhofen (Rodgau) schlug im Sommer drr Blitz in ein Wohngebäude, und das Feuer ergriff auch «inen Teil des Wohnhauses des Wendel Katz. Der Feuer- ivthr gelang es, das Katz'sche HauS zu retten, so daß das- -ftlbe nur wenig beschädigt wurde. Nachdem die Feuerwehr ebgerückt war, machten sich nun in der Nacht eine Anzahl Atwohner von Dudenhofen, darunter auch die Angeklagten Essinger, Funk und Kratz, daran und rissen das ganze chan« deS Wendel Katz nieder. Der Bürgermeister und «uch der Kommandant der Feuerwehr sahen der Arbeit mit zu unb warnten die Einreißer vor den Folgen. Dem Wendel Katz sollen sie mit ihrer Arbeit einen Gefallen ge- lljan Haden, weil er einen anderen Bau aufführen wollte. Drr Brandverficherungsinspektor stellte nun auch anderen Lagr-ö an den völlig erhaltenen Balken fest, daß hier kein »raub das Gebäude zerstört habe, und stellte gegen die Ur- Drbrr deS ZerstöruugSwerkeS Anklage wegen Zerstörung von Ätbäuben. Aus der umfangreichen Zeugenvernehmung Eonnte nur festgestellt werden, daß an jenem Abend niemand im Orte den Einreißern energisch entgegengetreten ist, und diß nuch der Eigentümer des Hauses gegen diesen Blödsinn Edne» Einspruch erhob. Das Gericht verneinte daher auch fit die Angeklagten das Bewußtsein der Rechtwidrigkeit, trldnnte auf Freisprechung und belastete die Staatskasse mch außerdem mit den nicht unbedeutenden Kosten.

Mainz, 27. März. Einige Nachtschwärmer haben in hrr Nacht von SamStag auf Sonntag die Statue auf tstm Tritonplatz mit einem Tuch verhängt, auf tarn ,«Lex Heinze" in großen Buchstaben angebracht war. ®ie Polizei scheint Spaß an dem sogenannten Witz gehabt z» haben, denn sie hat die Verunzierung des Monumentes ki ganzen Tag über bestehen lassen. Auch heute nacht tarbt der Springbrunnen wieder mit allerhand Hokuspokus '»miv ziert.

A Mainz, 23. März. In der Lohnbewegung der Mncher und Maler haben jetzt die Meister gegenüber den Ketdernngen der Gesellen bestimmte Gegenvorschläge gemacht, itaeti Hauptpunkte folgende find: Nach Beendigung der : 8 chrzeit beträgt der Anfangslohn 25 Pfg., je nach Leistung sl rigevd. Es findet eine Lohnerhöhung von 3 Pfg. statt. VnHöchftlohn für einen erfahrenen leistungsfähigen Tüncher iMgt 40 Pfg., der Höchstlohn für Maler beträgt 50 Pfg. .f^dlanger sind ausgeschlossen. Seitens der Gehilfen

Telegramme des »Gießener Anzeiger^.

Lüttich, 29. März. Mehrere hundert Arbeiter der Zink­werke von Schaigneaux sind in dcn Ausstand getreten. Sie verlangen eine Lohnerhöhung von 35 Prozent. Die Aus­ständischen halten Versammlungen ab und durchziehen die Straßen mit Musik und Gesang.

will man hieraus nicht eingehen und ist vielmehr entschlossen den Kampf bis auf das Aeußerte fortzusetzen, in welchem Thun man dadurch bestärkt zu werden scheint, daß in einer Reihe umliegender Städte und Badeorte die Tüncher auch in Ausstand getreten sind. Auf der Strecke Mainz- Frankfurt stieß heute morgen gegen 5 Uhr ein Güter­zug mit einigen auf einem Fabrikgeleise bei der Station Raunheim stehenden voll belasteten Wagen zusammen, während hierbei nur ein ganz geringer Materialschaden entstanden ist, verlor leider ein Bremser das Leben. Dem Unglücklichen wurde ein Bein und ein Arm abgequetscht, und verschied der so Verletzte auf dem Transport nach Frankfurt. Noch ein zweiter Arbeiter wurde verletzt jedoch nur unbedeutend. Als Ertrag des städtischen Oktrois ist in das dies- jährige Budget der Stadt Mainz eine Bruttoeinnahme von Mk. 642,000 in den Voranschlag eingestellt. Daß Be­amte mit ihren GehaltSansprüchen vielfach unersättlich sind, beweist die gegenwärtig stattfindende Beratung des hiesigen städtischen Budgets. Trotz allgemeiner Gehalts­erhöhung vor zwei Jahren sind diesesmal soviel Gesuche und Petitionen städtischer Beamten um Gehaltserhöhungen eingelaufen, daß der Finanzausschuß gar nicht in der Lage ist dieselben alle zu bewältigen unb sich daher genötigt ge­sehen hat, diese Gesuche der Bürgermeisterei zur Sichtung und schriftlichen Berichterstattung zu übermitteln.

Kassel, ,27. März. Ein interessanter Reisender stellte sich dieser Tage auf den Redaktionen Kasseler Zeitungen vor: Herr Ribbe aus Königsberg, welcher auf einer Fuß­wanderung von Königsberg nach Paris begriffen ist und auf derselben täglich im Durchschnitt 40 Kilometer zurück­legt. Er gedenkt kurz nach Eröffnung der Weltausstellung in Paris einzutreffen und den für die beste Marschleistung ausgesetzten Preis, um den sich Personen aus verschiedener Herren Länder bewerben, zu erringen. Von hier führte ihn der Marsch über Arolsen weiter.

Ans der Rhön, 27. März. Auch in unserer im Allge­meinen recht gesunden Gegend tritt in letzter Zeit die Influenza in starkem Maße auf. In vielen Häusern liegen Kranke darnieder und hat auch der Tod schon ver­schiedene Opfer gefordert. Hoffen wir, daß bald Früh­lingswetter eintritt und der junge Lenz Krankheit und Siechtum wieder erstickt. Seit gestern haben wir freilich in der Rhön wieder starken Schneefall.

Tierarzt Seiderer. «

Sprechstunden: 7 bis 8 Uhr vormittags, 1 bis 2 Uhr J

Gerichtssaal.

Wien, 28. März. Der Mechanikergehilfe Karl Web er aus München wurde vom hiesigen Schwurgericht wegen Meuchelmord, Diebstahl und Falschmeldung zu 20 Jahren schweren Kerker und Landesverweisung ver­urteilt.

Ortsgewerbeverein.

Zu den in diesem Jahre seitens des hiesigen Ortsgewerbevereins , Lch-ltenden Gesellenprüfungen können Anmeldungen bei unserem .gmottlehrer, Herrn L. Traber, gemacht werden, woselbst auch etwaige X Usfünfte bereitwilligft erteilt werden.

Erwünscht ist es, daß die Anmeldungen möglichst bald seitens der L-n.e« Meister persönlich erfolgen, doch können dieselben auch schriftlich tzpiaHt werden. 2417

Der Verstand.

Kottfirmattdro-Änziige

Markus Bauer, Kirchenplatz II.

Arbeiterbewegung.

Mährisch. Ostrau, 28. März. Die Anfahrt ist auf allen Schächten heule fast normal.

Schiffsnachrichten.

Der Postdampfer «Friesland- der »Red Star ßtm* in Ant­werpen ist laut Telegramm am 27. März wohlbehalten in New- Kock «ngckommcv.

Ä. Schlachthaus.

Freibank. 2384

Heute und morgen: Gchsrnßeislh 54 Pfg. SchwrillkLkilch 50 Pfg. Bettfedern

Bekanntmachung.

I» unserem Handelsregister Abt. A wurde heute unter Nr. 7 ein- I|8hagen: Die FirmaFriedrich Amend" zu Großen Linden und als Itemt Inhaber Friedrich Amend, Mühlenbefitzer daselbst.

Gießen, den 23. März 1900.

Daunen

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C. Röhr & Co.

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Ärmste MeidmlgkL

Depechen oeS Bureau .Herold".

Berlin, 29. März. Gegen die Warenhaus­steuer waren auf gestern abend von den Handels-An­gestellten vier Massen-Versammlungen einberufen. In sämtlichen Versammlungen wurde eine Protestresolution mit großer Mehrheit angenommen. In einer der Ver­sammlungen, welche in den Germania-Sälen stattfand, kam es bei Annahme der Resolution infolge der lärmenden Austritte der deutsch^nationalen Gruppe zu polizeilicher Auflösung.

Berlin, 29. März. Zur Kostendeckungsfrage für die Flo tten-Vor läge wird demLok.-Anz." von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß die preußische Staats- Regierung und die Regierungen einiger anderer Bundes­staaten sich bereit erklärt haben, einer Verdoppelung des Lotterie-Stempels, die bekanntlich im Reichstage bereits angeregt worden ist, zuzustimmen.

Berlin, 29. März. Der für gestern angesetzte Empfang des Bischoss von Anzer durch den Kaiser ist nach demLok.-Anz." in letzter Stunde abgesagt worden. Die Audienz wird später stattsinden.

Berlin, 29. MHrz. Nach einem Telegramm desLok.- Anz." aus Paris wird der Leichnam Benedettis nächste Woche nach Korsika gebracht und in der Familiengruft in Bastia beigesetzt werden.

Berten, 29. März. DerLok.-Anz." meldet aus Kopenhagen: Der König hat den früheren Konseils-Präsi­denten E st r u p beauftragt, ein neues Kabinett aus den Mitgliedern der äußersten Rechten der Landsthings zu bilden.

Rom, 29. März. Der Vorsitzende der Kammer, Co­lombo, weigert sich entschieden, der Aufforderung der offiziösen Presse, die Mitglieder der Linken, welche Ob­struktion machen, zu verhaften, nachzugeben, und erklärte, lieber sein Mandat niederlegen zu wollen, als zu so un- parlameutarischen Maßregeln zu greifen.

Rom, 29. März. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, daß die Regierung heute der Kammer entscheidende Anträge über die Obstruktion wird zugehen lassen.

London, 29. März. In der City geht das Gerücht, daß die britische Regierung alle durch den Berner Schieds­gerichts-Spruch festgestellten Ansprüche an Portugal auszahlen, und dafür die Delagoa-Bai als Sicherheit übernehmen will, bis das Darlehen zurückgezahlt ist. Ob­wohl das Gerücht bisher nicht offiziell bestätigt ist, erhält es sich dennoch in Kreisen, die meist gut unterrichtet sind.

London, 29. März. DieDaily Mail" berichten, daß die russisch-japanische K r i s is sich immer mehr verschärfe. Japan erwarte eine Aktion seitens der russischen Flotte und glaube, daß Rußland sich eines Hafens auf Korea bemächtigen werde.

1586 Wilh. Hammel. Grünbergnstraße 27.

Universität und Hochschule.

Akademische Nachrichten. Wie uns aus Tübingen berichtet wird, feiert heute der hervorragende Philosoph Professor Dr. v. Sigwart in Tübingen seinen 70. Geburtstag. Sigwart, einer alten Professorenfamilic entstammend, ist in Tübingen geboren: wurde 1863 Dozent und 1865 Professor an der Uni­versität seiner Vaterstadt, der er auch ferner treu geblieben ist. Abgesehen von seiner Lehrthätigkeit hat er sich als Schrift­steller bekannt gemacht und namentlich verdient seine tiefgründige Logik" Erwähnung. Sigwart bewohnt in Tübingen das Uhland- haus gegenüber der 'Neckarbrücke. In Santiago (Chile) begeht heute, wie die Vossische Zeitung mitteilt, der am 14. Sept. 1808 in Charlottenburg geborene Dr. Rudolph Amandus Philippi sein siebzigjähriges Doktorjubiläum. Aus Klausthal im Harz schreibt man: Ter bisherige Privatdozent an der technischen Hochschule in Charlottenburg Dr. Horn ist als Professor der Mathematik an die Klausthaler Bergakademie berufen worden. Man schreibt aus der Schweiz: Auf der Delegierten- vcrsammlung des schweizerischen Ingenieur- und Architekten-Ver- eins in Bern wurde auch die Dr. Ing.-Frage diskutiert. Das Ergebnis der Diskussion war der Beschluß, an den eidgenössischen Schulrat eine Eingabe zu senden, worin die Notwendigkeit aus­gesprochen wird, daß dem eidgenössischen Polytechnikum in Zürich bezüglich der Promotionen die nämlichen Rechte verliehen wer­den sollen, wie sie die Universitäten besitzen. Aus Wien kommt die Nachricht, daß der Vorstand der ersten medizinischen Abteilung im Rudolphspital, Professor Dr. Rudolph Ritter v. Limbeck, der wegen eines schweren Nervenleidens ^auf längere Zeit be- urlaybt war, geisteskrank geworden ist. Sein Zustand sei hoff­nungslos. Hofrat Professor Dr. Hofmokl in Wien, dessen Tod schon gemeldet, war zu Brzezany in Galizien geboren, und studierte in Wien als Stipendiat. Er promovierte 1865 und wurde 1868 Assistent der chirurgischen Klinik Dumreichers, dessen Schüler er war. Im Jahre 1871 wurde er Dozent der Chirurgie, 1873 Chefarzt im Leopoldstädter Kinderspital, 1881 im Rudolph­spital. Seit 1885 war er Professor der Chirurgie an der Wiener Universität. In Budapest ist der Historiker Bela Mailath im Alter von 69 Jahren gestorben. Von 1879 bis 1894 war er Bibliothekar des National-Museums.

Wetterbericht. Die Luftdruckverteilung läßt heilte nur- ausgesprochene aber flache Minima erkennen. Dieselben sind in einer Furche niederen Druckes eingelagert, die sich über den Kanal und über das Nordseegebiet nach Deutschland herein er­streckt und südwärts bis zum Mittelmeer verläuft. Speziell für die Witterungsverhältnisse unseres Gebietes sind die beiden Minima maßgebend, von denen eins über Ostbaycrn, Böhmen und Oesterreich, das zweite über dem Südfuße der Alpen liegt. Die­selben bedingen im allgemeinen trübe, kühle Witterung, und namentlich im Alpenvorlande und dem Gebirge fallen größere Schneemengen. Ein Keil relativ hohen Druckes reicht von Süd-